Posts by Bananenbahn

    Hallo,


    je nach Bodenbelag solltest du weiche (zweifarbige Rollen; für harte Böden wie Laminat, Fliesen) oder harte (einfarbige Rollen; für weiche Böden wie Teppich) Radbandagen wählen.


    Zudem ist zu bedenken, dass die Rollhocker aus Sicherheitsgründen zumeist nicht von alleine rollfähig sind, sondern lastabhängig gebremste Rollen haben, die sich selbst entsperren, wenn man mit seinem Körpergewicht auf dem Hocker sitzt. Ohne Last kann der Hocker dann auch nicht direkt weggerollt werden, sondern man kann ihn nur rutschend über den Bodenbelag schieben. Zur Fortbewegung muss man also quasi auf dem Hocker sitzen (bleiben).


    Für ein etwas längeres Verweilen an der Anlage empfiehlt sich sicher auch eine Rückenlehne bzw. ein Schreibtischstuhl.


    Gruß
    Armin

    Hallo,


    ich höre ab 0:02 (von genau dem Moment an, wo sich auch die Räder bewegen) ein einsetzendes und dann auch weiterhin anhaltendes (Fahr)Geräusch.
    Dies ist aber eben kein „Zirpen“, sondern das ganz normale Geräusch vom sich bewegenden Getriebe der Lok.
    Völlig geräuschlos fährt die ja nun auch nicht über die Gleise…


    Gruß Armin

    Hallo Norbert,


    nach den Normen Europäischer Modellbahnen „Eisenbahn-Epochen in Deutschland“ NEM 806 D gilt für die


    Epoche III b der Zeitraum 1956 bis 1970 und für die
    Epoche IV a der Zeitraum 1965 bis 1970


    Daraus folgt, dass die Jahre von 1965 bis 1970 jeweils zu beiden Epochen (III/IV) zu zählen sind!!


    Wichtig: diese Epochen hat es beim Vorbild so gar nicht gegeben – sie sind nur eine Orientierungshilfe für Modellbahner, da Fahrzeuge aus nur einer Epoche besser zueinander passen als ein bunter Epochenmix. Es gibt durchaus Gründe, warum etwa eine Diesellok BR 211 keinen Autotransportwagen Off 52 gezogen hat ( die BR 211 gab es erstmals ab 1968, der letzte Off 52 existierte nur bis 1967). Auch innerhalb einer „Modell-Epoche“ hätten sich manche Fahrzeuge beim Vorbild bzw. real nie begegnen können…


    Während es bis 1964 bei Güterwagen noch die „reine Epoche III“ gab, war 1968 schon ein Großteil der Güterwagen mit den neuen international vereinbarten Fahrzeug-Kennzeichnungen beschriftet worden ( entsprechend der Modelle für Epoche IV)


    Was zur Folge hat, dass alle Modellbahner, die die zweite Hälfte der 60er Jahre nachbilden, einen Güterwagen-Mix aus „Epoche III“ -und „Epoche IV“-Modellen auf die Gleise stellen sollten.


    Viele Modellbahner orientieren sich irrtümlich und allein an den Triebfahrzeugen, bei denen es ja erst ab 1968 zur Umstellung bei der Kennzeichnung kam ( aus V 80 wurde BR 280, etc.). Diese Umstellung begann bei den Güterwagen schon ab 1964. Es ist also völlig richtig, in der zweiten Hälfte der 60er Jahre hinter einer V 60 oder V 100 auch schon einen Güterwagen wie z.B. den E 037 (statt Omm 52) einzusetzen! Erlaubt ist natürlich auch immer noch ein „Epoche III-Modell“ oder ein Güterwagen mit beiden Kennzeichnungen. Völlig falsch wäre es, etwa für das Jahr 1967 nur Güterwagen der sog. Epoche III zu verwenden – dies würde die damalige Realität quasi auf den Kopf stellen. ;)


    Gruß Armin

    Hallo,


    es gibt als Modell viele Fantasie-Werbewagen, daneben mit authentischer Werbung bedruckte Güterwagen und eben teils auch einem Vorbild konkreter nachgestaltete Werbewagen.


    Der Bierwagen „Licher Bier“ z.B. wurde auf Basis des Lenz Gr20 erstellt, obwohl es beim Vorbild bzw. durch Fotos belegt eher einen anderen Güterwagen mit Bremserhaus gab (einfach bei Google „Güterwagen Licher“ eingeben oder das Modell und s/w-Vorbildfoto HIER betrachten). Nur als Detail am Rande sei noch erwähnt, dass der Werbespruch „Licher Bier – aus dem Herzen der Natur“ erst ab 1970 verwendet wurde – richtiger wäre für die Epoche III „Licher Bier – aus dem Herzen von Hessen“ gewesen.


    Da viele von uns ihre Anlagen und Bahnhöfe ohnehin keinem konkreten Vorbild nachempfinden, sondern alles bestenfalls per „Freelance“ nach dem Motto bauen „ja, hätte es so oder so ähnlich durchaus geben können“, kann man aus meiner Sicht auch beim Fuhrpark ab und an sagen: „ja, einen solchen Werbewagen hätte es so oder so ähnlich durchaus geben können“. Und ihn deshalb mit verwenden. Wem so etwas Bauchschmerzen bereitet, sollte sich eben auf jene Modelle beschränken, die auch einem Vorbildwagen zugeordnet werden können. Da sollte ein jeder für sich selbst entscheiden, was ihm gefällt und für ihn wichtig ist… ob nun bei Bier-, Kühl- und anderen Werbewagen inkl. einem Oppeln...


    Gruß Armin

    Hallo,


    zur Lenz-Lok BR 216 198-2 gibt es folgende Daten:


    gebaut wurde sie 1969 von der Krauss-Maffei AG in München-Allach.
    Abnahmedatum war der 25. 08. 1969 im Erst-Bw Limburg (Lahn)
    Die Lok fuhr zunächst in altroter Farbgebung.
    Am 12.07.1981 erhielt die Lok eine U3.0-Revision und wurde Ozenblau/Elfenbeinbeige lackiert
    Am 25.09. 1983 wurde die Lok im Bw Gießen stationiert
    Am 12.07. 1993 wurde die Lok z-gestellt
    Am 30.11. 1993 wurde sie ausgemustert und später bei Meyer in Bremen-Hemelingen zerlegt.


    Aufgrund der Aufdrucke an der Lenz-Lok (Bw Gießen) ist sie also in der Zeit von 9/1983 bis 7/1993 in der Epoche IV einsetzbar.
    Schaut man nicht so auf das Kleingedruckte, ist sie ab 7/1981 verwendbar…


    Aufgrund eines REIJU-Postkarten-Fotos, das die Lok am 30.05 1982 im Bahnhof Königstein/Taunus zeigt, hatte die Lok zu dieser Zeit (Bw Limburg) schon Haltegriff und UIC-Dose.
    In Gießen ist sie später ebenso im Einsatz gewesen sein… am Modell der216 198-2 sollte man dies also auch „nachrüsten“…



    Es gab aber auch z.B. 1985 Lok wie die 216 224-6, die ohne Haltegriff aber mit UIC-Dose unterwegs waren…



    Gruß Armin

    Hallo,


    der schräge Haltegriff wurde angebracht, um so die UIC-Steckdose sicherer bedienen zu können.
    Die UIC-Steckdose wiederum wird im Personenverkehr benötigt, um z.B. die Türen zu steuern oder für Lautsprecherdurchsagen, etc.
    (über das UIC-Kabel wird die Lok zwecks Steuerung mit den Personenwagen verbunden)



    Auf dem nachfolgenden Bild sieht man z.B. die BR 216 102-4. Sie hat irgendwann den Haltegriff zusammen mit der Steckdose erhalten...



    Gruß
    Armin

    Hallo,


    vieles spricht dafür, dass es sich aktuell um ein eher unseriöses Angebot handelt.


    Es wird die gleiche Lok (mitsamt den fehlenden vorderen Puffertellern) angeboten, die vor einer Woche schon von paul-0-bayer verkauft wurde.
    Mitsamt den exakt gleichen Bildern und teils auch mit identischem Text.


    Der erste Käufer, der das Modell ja erst nach Überweisung und erfolgter Paketzustellung erhalten haben kann, ist laut Bewertungspunktestand (der Name bleibt ja anonym) nicht mit dem aktuellen Anbieter identisch.
    Der aktuelle Anbieter hat bei ebay zuvor noch nie einen Modellbahnartikel verkauft.
    Sein letzter Verkauf liegt bereits über ein Jahr zurück.


    Die aktuelle Auktion ist auf nur drei Tage begrenzt worden.


    Dies sind typische Anzeichen für Account-Hacker. Sie haben wohl per Phishing den Namen und das Passwort eines selten aktiven Ebayers erlangt, stellen dort nun ein kopiertes Angebot ein. Wie üblich nicht mit PayPal oder per Überweisung, sondern zunächst nur per Abholung. Der Höchstbieter dürfte erst auf Anfrage bzw. kurzfristig eine dubiose – vermutlich ausländische - Kontoverbindung erhalten. Mails an den Anbieter sind zwecklos, da man natürlich zuerst auch die Mailadresse abgeändert hat, über die der eigentliche Accountbesitzer zuvor noch Informationen von ebay erhalten hat.


    Wie so oft, hilft hier nur, ebay über diese Verkaufskopie zu informieren, damit das Angebot beendet wird. Ich habe heute eine entsprechende Info wg. Betrugsverdachts an ebay verschickt…
    Ob und wie ebay dies nun prüft, kann ich natürlich nicht beurteilen...



    Gruß
    Armin

    Hallo Claus,


    es ist richtig, dass es bereits ab 1949 erste Emailletafeln mit dem neuen ARAL-Logo gab. Also noch vor Gründung der BV-ARAL AG im Jahr 1952. Dies deckt sich damit, dass es im Trix Express Katalog von 1950 zwar noch keinen einzigen ARAL-Kesselwagen im Sortiment gibt; der silberne 4achs. Kesselwagen mit ARAL-Firmenlogo ist dann aber in den vier TRIX-Katalogen von 1951/52, 1952, 1953 und 1954 enthalten. Ab 1955 gab es das Modell als blauen Kesselwagen, da auch ARAL ab Mitte der 50er die Kesselwagen in blauer Hausfarbe lackieren ließ ( ab 1965 wieder in Silbergrau).


    Gruß Armin

    Hallo Walter,


    ergänzend möchte ich noch sagen, dass im „Carstens“ (Mineralöl-Kesselwagen, MIBA) der Hinweis steht, dass die ARAL-Farben bis in die 60er Jahre hinein zumeist nicht näher definiert waren. Hinzu kommen über die Jahre hinweg die bekannten Ausbleichungsprozesse…


    Der Blauton ab 1952 entspricht dabei zumeist etwa HKS 42 bzw. RAL 5002. Als Druckerfarbe wäre dies C100-M83-Y0-K0. Die blaue Farbe entspricht somit z.B. Weinert 2619 oder Revell 32151. Dies in Kombination mit ca. RAL 9003 (Signalweiß) als Standard. Übrigens verwendet auch das Technische Hilfswerk (THW) bis heute den Blauton RAL 5002...


    Ab 1971/73 verwendete man das dem RAL-Ton 5005 ähnliche Blau HKS 47 (C100-M10-Y0-K0) und RAL 9010 (Reinweiß)


    Ab 2000 verwendet man das dem RAL-Ton 5015 ähnliche HKS 43 (C100-M80-Y0-K0) und RAL 9010.


    (HKS ist ein seit 1968 verwendeter Farbfächer dreier Farbenhersteller)


    Gruß
    Armin

    Hallo Walter,


    die Westdeutsche Benzol-Verkaufsvereinigung (BV) mit Sitz in Bochum verwendete von 1918 bis 1927 das gelb-schwarze Logo „BV“. Da 1927 in Deutschland überall schwarz-gelbe Verkehrsschilder eingeführt wurden, änderte man zwecks Differenzierung das gleichfarbige BV-Logo ab 1927 in ein blau-weißes Logo (die Stadtfarben von Bochum) um.


    Man verwendet für das sog. ARAL-Blau eine eigene Farbe, die dem Farbton RAL 5010 (enzianblau) ähnelt. 1952 wurde der Benzol-Verband in die B.V. Aral AG umfirmiert und es entstand das ARAL-Logo mit dem alten BV-Logo als kleinem Zusatz an der oberen linken Seite. Der Name ARAL ist eine Kurzform von ARomate und ALiphate. Von 1952 bis 1971 gab es das Logo (mit kleiner „BV“-Raute) also in ARAL-Enzianblau und Weiß.


    1971 wurde die Gasolin bei ARAL mit eingegliedert und das kleine BV-Logo entfernt. Man benutzte nun auch – bis heute - für das Logo eine eigene geschützte Schriftart ( Aral V2 ). Die Farbe wurde verändert in ein ARAL-Himmelblau (ähnlich RAL 5015) mit Weiß


    Im Jahr 2000 kam es zum Zusammenschluss der Veba Oel AG und der Aral AG zur Aral AG & Co. KG Seitdem wird ein neues mittleres Aral-Blau als Grundton des Logos verwendet. Seit 2006 ist das Logo in 3D gestaltet und seit 2009 hat das Logo zudem einen blau-himmelblau-weißen Farbverlauf erhalten.


    Es gibt/gab also drei ARAL-Blautöne… für die Epoche 3 ab 1952 wäre ein Farbton ähnlich Enzianblau (RAL 5010) zu empfehlen und zudem die Verwendung das ARAL-Logos mit der alten Schriftart und mit integriertem kleinen BV-Logo. Also z.B. die Artikel 5419 oder 6802 von Andreas Nothaft…



    Gruß
    Armin

    Hallo,


    vielen Dank für eure Infos!


    Scheinbar ist Heft 3/18 im Net nicht so sehr vertreten und mein bisheriger Händler bietet es nicht mehr an.
    Ich werde es einmal im Bahnhofsbuchhandel versuchen...


    Gruß Armin

    Hallo,


    kann mir hier vielleicht jemand mit einer Info darüber weiterhelfen, ob und wann Heft 3 / 2018 der Zeitschrift "Schmale Spuren" erschienen ist.


    Die Homepage ist derzeit nicht aktiv bzw. "Baustelle" und vom Verlag ist angegeben, das Heft 3/18 sei im September 2018 ausgeliefert worden.


    Ich habe es nur noch nirgendwo gesehen....


    Vielen Dank!
    Grüße
    Armin

    Was meinst Du mit Sondermodell 218? Mir ist nur die klassische rote BR 218 von Lenz bekannt, aber kein Sondermodell.
    Wenn Du von der roten BR 218 die Daten haben möchtest, könnte ich evtl. auch etwas beisteuern.


    Hallo,


    das Modell der ozeanblau/beigen BR 218 (Art.Nr. 40181-01; Vorbild ist die 218 132-9 vom Bw Hagen 1) war das erste Sonderserien-Modell von Lenz.
    Von den Sonderserien werden bei Lenz einmalig nur so viele Modelle produziert, wie bis zum Status „Muster“ Bestellungen eingegangen sind.
    Das 2018 erschienene Modell der ozeanblauen 218 ist folglich werkseitig bereits ausverkauft.


    Siehe hier: LENZ-Sonderserien


    Gruß
    Armin

    Hallo,


    wie auf der Website von "Dole" zu lesen ist, wurde das auf dem Brawa-Kühlwagen verwendete Logo von Dole erst seit dem Jahr 1972 verwendet.
    Die Markteinführung der Bananen in Europa erfolgte erst im Jahr 1978.
    Seit dem Redesign von 1986 gibt es ein neues Logo.


    Gruß Armin

    GFK - Rohr geht nicht es leitet Strom!


    Gruß von Karl - Michael


    Hallo Karl-Michael,


    du meinst sicher CFK (mit Carbon/Kohlenstofffasern) und nicht GFK?

    "hat glasfaserverstärkter Kunststoff eine gute elektrische Isolationswirkung, was ihn zu einem gut brauchbaren Werkstoff der Elektrotechnik macht. Besonders Isolatoren, die hohe mechanische Lasten übertragen müssen, werden aus glasfaserverstärktem Kunststoff gefertigt. "


    Gruß
    Armin

    Hallo,


    sicher bin ich mir jetzt nicht, aber kann man statt Hartpapier evtl. auch Fiberglas bzw. Gfk verwenden?
    Stäbe werden ja z.B. für Drachenbauer angeboten und Gfk-Rohre (3,0 mmm/2,0 mm) gäbe es z.B. von der Firma R&G Faserverbundwerkstoffe GmbH
    Nur kenne ich da nicht die auftretenden Materialschwankungen...


    Gruß
    Armin

    Hallo,


    zum Pwg pr 14 ist zu sagen, dass die Firma Lenz seit 2013 drei Varianten ausgeliefert hat. Es gab Modelle mit und ohne Diagonalversteifung bzw. ohne Dachkanzel. Die damalige Variante mit Dachkanzel und Fenster in der Schiebetüre, aber ohne Diagonalversteifung wurde nun anlässlich der Leig-Produktion auch als Einzelmodell erneut aufgelegt.


    Im Carstens wird daraus hingewiesen, dass es die Leigeinheit Gllvwh 08 / Gllh 12 in „vielen unterschiedlichen Erscheinungsformen“ gab. Die Endfeldverstärkungen waren nach Carstens unterschiedlich und „nicht immer vollständig ausgeführt“. Ebenso die „Anordnung und Ausführung der Fenster“.


    Die auf Seite 97 im Carstens zu sehende Zeichnung einer DB-Leig-Einheit stellt ganz konkret die Leig-Einheit 198 305 Gllvwhh 08 + 198 306 Gllh 12 dar – sie ist also keine Musterzeichnung für alle weiteren Leig-Einheiten vom Typ Gllvwh 08 / Gllh 12 sondern nur exemplarisches Beispiel.


    Der von Lenz verwendete Typ des Pwg pr 14 ist mangels Diagonalversteifungen (diese gab es ja seit den 40er Jahren) für eine Leig-Einheit der DB sicher nicht ganz typisch, enthält aber wiederum Fenster in der Schiebetüre (wie ja etwa bei der Leig-Einheit anno 1962 unten auf S. 98 ). Von daher geht der Pwg-Teil schon ok („hätte es so geben können“). Allerdings ist der im Modell verwendete Gllh 12 mit Schriftzug „Stückgut-Schnellverkehr“ komplett falsch, da er der Austauschbauart und nicht der für diese Leigs verwendeten Verbandsbauart entspricht (falsch sind also das Sprengwerk, die Diagonalen neben der Türe, die Stirnwandsäulen sowie das Tonnendach).


    Als Leig-Einheit ist das Lenz-Modell durchaus verwendbar und betrieblich einsatzbar. Ein stärker vorbildgerechtes Modell wäre angesichts der nötigen Zusatzkosten für neue Formen und den zu erwartenden Absatzzahlen kaum sinnvoll zu realisieren gewesen. Also ein je nach Sicht brauchbarer Kompromiss, mit dem die Firma Lenz ein weiteres Betriebsmodell geschaffen hat…


    Gruß
    Armin

    Hallo,


    ich habe lediglich kritisiert, vorhandene Modellfahrzeuge quasi als „Beleg“ dafür nehmen zu wollen, was es beim Vorbild so alles gegeben hat. Selbst das aktuelle Lenz-Modell der Leig-Einheit hat es so ja beim Vorbild nicht gegeben, worauf die Firma Lenz auf ihrer Homepage auch hinweist. Es gilt dann ja immerhin noch: ja, hätte es so wohl auch geben können…


    Natürlich kann man ansonsten alle erdenklichen Dinge annehmen. Etwa den Bau einer Leig-Einheit aus einem Pwg Pr 14 und einem Gl Dresden, bei dem lediglich der Dresden neu lackiert und beschriftet wurde, während man am Pwg die alte grüne Farbe als Packwagen weiter belassen hat. Dagegen spricht, das eine Leig-Einheit ein Güterwagen ist und nach den Lackierungsvorschriften der DRG oder DB rotbraune Farbe zu erhalten hatte. Die Fahrzeuge wurden ja nicht einfach miteinander gekuppelt, sondern auch umgebaut, um den Durchgang innerhalb der Leig-Einheit zu ermöglichen. Und gebaut wurde die Lenz-Kombi ja eh nur bis ca. 1933.


    Das mir bekannte grün-braune Modell einer Leig-Einheit von Fleischmann ist für die Epoche II. Weil man wohl davon ausging, dass einige Pwg zunächst nicht mit umlackiert wurden. Eine grün-braune Leig-Einheit bei der DB? Nun, genau dazu sollte es dann auch optische „Beweise“ geben. Sonst hat es womöglich auch die erwähnten roten und grünen Kesselwagen oder diverse der vielen Werbewagen gegeben – nur hat man schlicht vergessen, sie einst bei der DB zu fotografieren. Mir ist da oft der Modellbahnerwunsch nach noch mehr optischer Vielfalt zu sehr Vater des Gedankens. "Falsch" also ist es nicht, sondern eher unwahrscheinlich bzw. Ausnahme der Regel, etc.


    Wenn quasi allerorten braune Leig-Einheiten existierten, wozu dann diesen Standardfall nicht als Basis nehmen? Warum Farbkombinationen in Szene setzen wollen, für die es ja scheinbar gar keine Belege (und aktuell auch keine Modelle) gibt? Das erinnert mich an die bunten Länderbahn-Wagen aus der Verbandswagenzeit, die von Herstellern auch oft schön bunt gestaltet werden, obwohl die einstige Farbvielfalt längst neuen Normen gewichen war.


    Viele von uns haben eh reine Nebenbahn- oder Stichbahnthemen und können dort Leig-Züge kaum sinnvoll einsetzen. Zumal sie in den 60er Jahren bei der DB fast nur noch als Pendelzüge zwischen den Güterzentren eingesetzt wurden. Von daher kann und sollte man begrüßen, dass Lenz auf Basis seiner vorhandenen Modelle eine „Hätte-so-sein-können“-Leigeinheit als weiteres schönes Modell geschaffen hat, das ja auch den einen oder anderen Modellbahner durchaus erfreuen wird.


    Gruß
    Armin

    Hallo,


    natürlich gab es bei DRG oder DB im Laufe der Zeit verschiedenste LEIG-Einheiten, zu denen ja teils auch Rungenwagen (für den Transport sperrigeren Stückguts) zählten. Ab etwa 1933 wurde statt des Pwg zumeist ein zweiter Gl-Wagen genutzt. Aber es geht im vorliegenden Fall bzw. Thread ja auch konkreter um das Lenz-Modell der Leig-Einheit Gllvwhh 08/Gllh 12 der DB in Epoche III…


    Von H0-Modellen ausgehend kann und sollte man nicht gerade Rückschlüsse auf das Geschehen beim Vorbild vornehmen. Wenn etwa Fleischmann in HO einzeln einen grünen Pwg und einen braunen Dresden im Sortiment hatte, wurde daraus eben auch mal eine grün-braune Leig-Einheit geschaffen. In ähnlicher Form gibt es ja auch rote ESSO- oder grüne BP-Kesselwagen oder diverse bunte Werbewagen im Sortiment der Hersteller, die so in den 60er Jahren nie auf Vorbildgleisen gefahren sind. Und selbst für die Spur 0 wurde ja einst eine V 188 der DB in falscher Farbgebung geschaffen.


    Dies alles muss man jedoch nicht zu verkrampft sehen, da ja auch diverse Modellbahnhöfe eher nach dem Motto gebaut werden: „hätte so oder so ähnlich sein können“. Freelance eben. Würde morgen eine Diesellok V 100 im Modell ganz kess als V 70 beschriftet, wäre selbst diese Lok ja als schwächer motorisierte DB-Variante denkbar gewesen. Und auch damit könnte man sinnvoll Modellbetrieb machen. Umgekehrt gibt es hochgezüchtete maßstäbliche Verkleinerungen des Vorbildes, die so lange auf einer Anlage eher sinnfrei herumkreisen, bis dem Betrachter schwindelig wird… ;)


    Gruß
    Armin