Posts by Bananenbahn

    Hallo Robby,


    die Lenz-Bogenweiche ist eine Handweiche.


    Die in die Schwelle eingebaute weiße Steckerbuchse dient dazu, wahlweise rechts oder links einen Weichenantrieb mit Decoder anzuschließen, der so den Strom aus den Schienen erhält.

    Gruß Armin

    Irgendwann zu Beginn des Threads war das Teil auf der Anlage einmal gelb wie eine Telefonzelle zu sehen:



    Aber das Schalthaus bzw. die F-Bude ist ja im Regelfall eher betongrau ... wie nun auf dem X05


    Gruß Armin

    Aktuell ist scheinbar kein einziges MBW-Modell für die Spur 0 ab Werk lieferbar.
    Denn alle bislang gefertigten Modelle sind als „ausverkauft“ gekennzeichnet.


    Einzig drei „Aktionsmodelle“ in 1:45 sind für Ende 2014 angekündigt:
    20 x die BR 220 Brohltalbahn
    50 x die SBB Am 4/4
    400x die V90 (als Neukonstruktion und einmalige Auflage)



    Für die Spur I bzw. 1:32 soll es 2014 hingegen immerhin fünf neue Diesellok geben:
    V 65 im 2. Quartal
    V 160 und V 320 im 3. Quartal
    V 80 und V 188 im 4. Quartal


    Vielleicht muss sich die „MBW Spur 0 GmbH“ ja bald „MBW Spur I GmbH“ nennen…? ;)
    Gruß Armin

    Ja, eine vier Meter lange Anlage gibt eben nur 180 Meter vom Vorbild wieder. Dies reicht oft noch nicht einmal aus, um einen einzelnen Gleisanschluss im Modell mäßstäblich darzustellen. Wie so oft - man muss für sich selbst entscheiden, mit welchen Einschränkungen man leben kann. Es gibt ja die Wahl. Je weniger man baut, desto größer ist natürlich auch die Chance, alles nicht zu beengt und überladen oder spielzeughaft wirken zu lassen.


    Wer Module bauen mag, wird die vier Meter für ein perfektes Stück Modell nutzen können, das (ab und an) gemeinsam mit anderen Modulen zu einer tollen Anlage zusammengefügt werden kann. Wer in den eigenen beengten vier Wänden jedoch eine komplette Betriebsanlage dauerhaft einsatzbereit haben möchte, wird je nach Umfang der gewünschten Betriebsstätten alles merklich "zurechtgestutzter" gestalten müssen. Zumindest bei vier Meter Maximallänge.


    Im Idealfall hat man natürlich für einen Modellmaßstab mit großen Fahrzeugen und großem Zubehör auch ein entsprechend großes Modellbahnzimmer. In der Spur 0 kann man immerhin auf die Schraubenkupplung und auf längere Fahrzeuge verzichtzen ( = kleinere Radien und geringere Nutzlängen) und sich eben auch ein etwas kleineres Thema suchen. Es gibt viele Anlagen, die sehen toll aus und die lassen sich auch schön fotographieren oder auf Ausstellungen zeigen. Auf anderen Anlagen läßt sich hingegen reichlich Betrieb machen - auch wenn die realistische Wirkung darunter etwas leidet.


    Was einen da persönlich befriedigt, muss ein jeder mit sich ausmachen!!!



    In der Zeitschrift Hp1 Nr. 6 (1997, Willy Kosak Verlag) war auf den Seiten 40 bis 49 ein Beitrag von Udo Böhnlein zur Mainfrucht Obstverwertung GmbH in Gochsheim zu lesen. Hergestellt werden dort Säfte, Konzentrate, Aromen, Pürees oder Fruchtzubereitungen. Der Gleisanschluss besteht aus nur einem etwa 300 m langen Gleis inkl. einer Gleiswaage – im Modell würde dies ja auch noch entsprechend verkürzt werden müssen.


    Dennoch bietet allein eine solche Produktionsanlage diverse denkbare Ladegüter bzw. Güterwagen:
    KOHLE zur Anlagenbefeuerung wird in offenen Wagen und Selbstentladewagen gebracht
    HEIZÖL bringen 2achs. Kesselwagen (36.000 L); der Bedarf ist mit 125000 L pro Monat angegeben.
    ÄPFEL kommen ganzjährig in offenen Güterwagen oder in Selbstentladewagen.
    ZUCKER wird in gedeckten Güterwagen (Säcke) oder in Staubsilowagen antransportiert
    KARTONAGEN, FÄSSER, FLASCHEN, etc. kommen in gedeckten Wagen oder Schiebewand/dachwagen
    HILFSSTOFFE wie Filtermaterial werden in Schiebewand/dachwagen angeliefert
    MASCHINEN/KESSELTEILE kommen per Flach-, Rungen- oder Tiefladewagen
    SÄFTE werden in gedeckten Güterwagen(Flaschen), Behältertragwagen(pa-Behälter), Kesselwagen,
    Schiebewandwagen(Fässer) oder sogar in Containertragwagen(Kesselcontainer) abtransportiert
    KÜHLPRODUKTE transportiert man in Kühlwagen ab
    TRESTER (Obstreste) gehen als Futtermittel weg – ggf. auch per Bahn
    ALKOHOL wäre je nach Produkt per Kesselwagen anzuliefern, etc.


    Man kann auch aus nur einem Gleisanschluss eine recht interessante betriebliche "Actionquelle" machen...

    Hallo Robby,


    verstehe mich nicht als Spielverderber, aber die reinen "Trockenübungen" mit handgezeichneten Gleisplanskizzen sind natürlich oft von Wunschvorstellungen geprägt, die dann mit einigen echten Modellgleisen in der Hand schnell zur Utopie werden. Ich habe daher einmal einige der von dir vorgesehenen Lenz-Gleiselemente in einen Plan mit der Länge 425 cm eingezeichnet. Vielleicht hilft dies ja, die ganze Sache realistischer einzuschätzen. Wie du siehst, wird es da sehr schnell sehr eng!!!


    Zur Planung habe ich "AnyRail 5" benutzt (kann man sich kostenlos runterladen und unregistriert dann mit max. 50 Gleiselementen testweise nutzen )



    Gruß Armin

    Hallo Robby,


    ich zeige mal zum Vergleich einen (für eigene Zwecke schon vor Wochen erstellten) Plan mit Lenz-Gleisen für eine Wandlange von auch nur 390 cm.


    Wichtig ist hier, mittels der Dreiwegeweiche und DKW viel Platz zu sparen und den Bahnhof auch schon in der Einfahrt mit Bogenweichen zu gestalten. So kann man auch in kleinen Räumen noch gut einen Endbahnhof unterbringen (die Dreiwegeweiche passt dabei zu Vorbildbahnhöfen wie etwa Gerstetten)



    Gruß Armin

    Hallo Tim,



    du hast recht. Diese Trittstufen haben am offenen Güterwagen Om Königsberg ( Om 21, E 019) unterhalb der Türe nichts zu suchen. Sie sind dort falsch. Es wurde hier damals das Fahrgestell von den gedeckten Güterwagen (mit einer Schiebetüre und eben Trittstufe ) einfach übernommen – bei den offenen Güterwagen gibt es aber diese Trittstufe nicht. Also einfach entfernen …



    So wie hier (Brawa) sollte das im Modell ausschauen:



    http://www.brawa.de/uploads/pics/48400_gueterwagen_om21.jpg



    Gruß Armin

    Ok, hier einmal einige Hersteller, die im Maßstab 1:48 Militärmodelle, Zurüstteile, Zubehör, Figuren, etc. anbieten:


    Academy, Accurate Armour,ACE, Aerobonus, AFV Club, Aires, Airfix, Amodel, Armory, AMT, Authentic Decals, Balaton Models, Black Dog, Bren Gun, Bronco Models, CMK, Dragon, Eduard, Encore Models, Extratech, Fly Models, Great Wall Hobby, Hauler, Hasegawa, Hobby Boss, Hobby Master, Hussar, ICM, Italieri, Jaguar Models, Joe’s Work, Kamizukuri, Kittyhawk, Juweela, Limox, Lindberg, Model I Models, Master, Meng, Mikro Mir, Microsale Models, Minicraft Models, Mirage Hobby, Monogram, MRC, MR Modellbau, NH Detail, Nimix, Olimp, Peddinghaus Decals, Pegasus Hobby, Planet Models, Printscale, Quickbost, Revell, REXx, Roden, Sanger, Solido, Special Hobby, Tamiya, Tarangus, TL Decals, Trumpeter, Unicraft Models, Unimodels, Valom, Xuntong Models, Zeng, Zhengdefu


    Erwähnen sollte man, dass auch „zivil nutzbares“ Zubehör mit dabei ist, etwa Keramikziegelsteine (Juweela), Kanaldeckel (MR Modellbau) oder Sonnenblumen (Joe’s Work):

    Manche sammeln Ü-Eier mit Märchenmotiven – andere Briefmarken der NS-Zeit. Manche betrachten Gemälde ihrer Heimatstadt – andere Fotos von damaligen Kampfeinheiten. Manche kaufen sich regalweise Schuhe – andere haben eine Kollektion mit Wehrmachtsuniformen. Manche essen eine Pizza Napoli – andere ihre Mahlzeit per Spirituskocher und Feldbesteck, etc.


    Natürlich ist es nicht verboten, Kriegsgerät aus der Zeit des 2.Weltkrieges im Modell darzustellen. Wer sich für Militärtechnik begeistert, wird dies sicher tun und bei einer Modellbahn mit umsetzen wollen! Es gibt massenhaft Bausätze und Szenarien und auch weltweit Fans des Themas…



    Aber: nicht alle werden dies befürworten und das Thema wird daher auch öfters auf Ablehnung stoßen! Falls zudem noch die NS-Zeit einbezogen wird, wird der Modellbau für manche ein „Geschmäckle“ bekommen. Es bleibt dann zumeist die Frage nach dem WARUM. Und ja, diese Frage kommt automatisch auf, da längst nicht jeder derartige Modellbauthemen für sich akzeptiert. Es würde nicht jeder begeistert sein, wenn etwa von Lenz die V36 in Tarnfarbe auf den Markt käme oder als Neuheit eine Panzerlok mit Flakwagen angekündigt würde. Ich gab Fälle, wo Leser ihre Abos kündigten, nachdem ein Artikel mit „Wehrmachtszügen“ in der entsprechenden Zeitschrift erschienen war.


    Wenn hier jemand ein Modul mit einem Landhandel in Epoche III baut, dürfte es kaum Diskussionen über das WARUM geben, weil quasi alle ein derartiges Modellthema als Konsens empfinden. Der eine mag es mal mehr, der andere weniger – aber es kommen erst gar nicht moralische Bedenken, Skrupel, Missfallen oder gar Entsetzen auf. Eine „ansatzweise Begeisterung“ für die Waffensysteme der NS-Zeit oder für Militärtechnik generell wird man außerhalb der eigenen vier Wände oder ohne „Gleichgesinnte“ kaum herbeidiskutieren können. Neutrale Toleranz ist gerade beim Thema NS-Panzer bzw. Kriegsgerät auf Modellbahnwaggons nicht überall zu erwarten. Und dies ist ja irgendwie auch gut so. 8)

    Der STEF von Brawa ist kein reines Exportmodell. Der Wagen konnte also generell von Händlern vorbestellt werden. Mit Sicherheit gab es auch aus Frankreich für diesen SNCF-Güterwagen viele Vorbestellungen, da der Wagen ja schon seit einigen Monaten vorab geordert werden konnte. Ähnliches gilt für den MIGROS-Kühlwagen, der von Modellbahnern aus der Schweiz verstärkt vorbestellt worden sein dürfte.


    Natürlich ist das Modell je nach geplanter Erstauflage (z.B. 250 oder 500 Stück) dann irgendwann werksseitig aufgrund der eingehenden Vorbestellungen ausverkauft. Dies bedeutet dann, dass ein Händler aktuell keinen Wagen mehr für einen Kunden vorbestellen kann, da ja ab Werk auch gar kein weiterer Wagen mehr an den Händler ausgeliefert werden könnte.


    Bedeutet also: Neuauflage abwarten … oder etwa im Internet von einem jener Händler kaufen, die sich ihre „Ration“ STEFs bereits vorab gesichert haben dürften. ;)


    Gruß Armin

    Der Zweite Weltkrieg ist als Modellbahnthema ein Tabu. Einige Zeitschriften weigern sich, überhaupt Artikel zur Epoche IIc zu veröffentlichen, weil sie um ihr gutes Image fürchten. Die gesamte Zeit des Nationalsozialismus gilt als wenig nachbildungswerte Zeit. Zu schnell verquirlt man da auch etwas mit braunem Gedankengut, Kriegs-und Waffenverherrlichung oder Militarismus.


    Die Kriegs- undTrümmerjahre gehören für viele nicht mit zu dem, was man in der Freizeit gern zur Entspannung um sich hat. Statt Mörsergranaten und G10 mit KZ-Häftlingen in einem per Flakstellung geschützten Bahnhof zu rangieren, ist mir da ein Epoche III- Zug mit Zuckerrüben und Briketts schon lieber. Ich selbst würde mir nicht einen Panzer Tiger (Einsatzzeit 1942-1945) mit aufs Gleis stellen. Einfach deshalb, weil dieser Panzer - wie ja andere Modellpanzer auch - wirklich nur in der Nazizeit von Bedeutung war. Und daher auch quasi mit für sie steht. Was ihn sehr deutlich von Autobahn, Köf, Volkswagen oder einer V 36 unterscheidet!


    Ich kann gut verstehen, wenn jemand Krieg und Leid aus seinem Hobbyraum verbannen will. Oder das Militär generell. Die Frage, warum man auf der Modellbahn womöglich die NS-Zeit unter Hitler einbeziehen oder sich an ihren „faszinierenden Todeswaffen“ erfreuen möchte, muss ein jeder für sich beantworten und auch vertreten. Wer die Waffensysteme des 2. Weltkriegs faszinierend findet, muss damit leben, dass diese Begeisterung nicht von jedem geteilt bzw. auch kritisiert wird.


    Ich selbst bin Jahrgang 1962 und war Anfang der 80er als Wehrpflichtiger bei der Bundeswehr (185. Panzerartillerie in Boostedt). Es gab nah an meinem Wohnort ein Fahrzeuginstandsetzungswerk („Panzerwerk“) und an der Verladerampe tauchten daher statt Panzerganzzügen immerzu kleinere Fuhren mit Panzern auf. Ich habe für meine Epoche III-Modellbahn daher auch einige Panzermodelle als Ladegut, die für die ersten Jahre bei der Bundeswehr halbwegs passen. Mangels deutscher Rüstungsindustrie stammten die ersten Militärfahrzeuge bei der Bundeswehr ja von den Alliierten. Daher sind „deutsche Panzer“ bei der frühen Bundeswehr quasi in der Unterzahl.


    So habe ich den britischen Transportpanzer Universal Carrier Mk. II in 1:48, von dem 1956 die junge Bundeswehr 200 Stück kaufte. Oder den amerikanischen Kampfpanzer M48 Patton in 1:48, der mit über 1400 Exemplaren zunächst der bedeutendste Panzer für die Bundeswehr war. Ebenso noch die amerikanische Panzerhaubitze M109 in 1:48 – mit 586 Stück die Basis der Panzerartillerie. Hinzu kommt ein Leopard I in 1:48, der in der späten Epoche III zum wichtigsten in Deutschland gebauten Panzer der Bundeswehr wurde.


    Bei der Gelegenheit: bis ca. 1970 verwendete die Bundeswehr als Farbe Gelboliv (RAL 6014 ALT). Diese Farbe hatte eine bräunlichere Wirkung als die danach verwendete olivgelbe Farbe (RAL 6014 NEU) mit grünlicherer Note. Auch die seit 1984 übliche bronzegrüne Farbgebung (RAL 6031) und der darauf basierende 3-Farb-Tarnanstrich (RAL 6031 mit RAL 8027 und RAL 9021) wäre für die Epoche III als Farbe falsch gewählt! Ein leider oft zu sehender Fehler bei Bundeswehrmodellen der Epoche III. Was im Modell bei Bahntransporten oft vergessen wird: die Schutzplanen, die Rohrabstützungen - und bei den Kampfpanzern gilt: Rohr nach hinten, also Turm auf „6 Uhr“ drehen. Zudem müssen ggf. Spiegel eingeklappt, Antennen abgebaut, Infrarotgeräte, Kanister, Tarnnetze und Scheinwerfer entfernt werden, etc. Irgendwelche Waffen haben beim Bahntransport am Panzer nichts zu suchen.


    Ich mache aus meiner Modellbahn keine Panzerparade oder gar einen Kriegsschauplatz! Mir ist ein kunterbuntes „rollendes Güterwagenmuseum“ der DB lieber. Bundeswehr-Panzer gibt es ab und an auf bis zu drei Schwerlastwagen als mir von der Kindheit her doch recht vertrautes Ladegut – und mehr auch nicht. Ich würde auch z.B. nicht einen Rettungszug der DB und Rettungsfahrzeuge nachbauen, die an einer Zugunglücksstelle Tote, Verletzte und Wagentrümmer abtransportieren. Denn Kriegs- und Katastrophenszenarien brauche ich auf meiner Modellbahn wirklich nicht.


    Viele Grüße
    Armin