Posts by Claus60

    Hallo.

    Gestern habe ich wieder, diesmal ganz spontan, einen kurzen Trip mit dem 9€ Ticket unternommen. Da am Vortag in NRW die Sommerferien angefangen haben und auch noch Wochenende war, habe ich das Ganze als Versuchsballon angesehen. Weil ich zum Einkaufen sowieso schon in Diepholz war, bin ich kurzerhand in den RE nach Bremerhaven eingestiegen. Eine Fahrt ganz ohne Umstieg. Fahrzeit ca 90 Minuten. Der Zug war relativ voll, vor allem junge Leute, Teenager und sogar Kinder, die alleine unterwegs waren. Es war aber noch möglich, einen Sitzplatz zu bekommen. In Bremen sind dann fast alle ausgestiegen und leider ein paar absolute Vollidioten (sorry, aber ein netteres Wort für diese Leute gibt es einfach nicht) eingestiegen. Das waren tatsächlich Erwachsene, die sich aber sowas von komplett daneben benommen haben. Ich dachte eigentlich, aktuell ist kein Fußball. Ich bin kein großer Fußball- Fan, deswegen bin ich da nicht so auf dem laufenden. Aber die haben sich so benommen, wie man sich das schlechteste denkbare Klischee von randalierenden "Fußballfans" vorstellt. In "" da wirkliche Fans nicht solche Randale machen, sondern sich an dem Sport erfreuen. Die Krönung war aber, das die einen Bluetooth- Lautsprecher dabei hatten, der so groß war, das er auf einer Sackkarre transportiert werden musste. Ungelogen, keine Übertreibung. Das Teil war mit Spanngurten auf einer Sackkarre befestigt und war so extrem laut, das einem die Ohren geblutet haben. Ich bin zu denen hin, habe sie angebrüllt, da normales Reden auf Grund der Lautstärke völlig unmöglich war und habe dann, da sie mich nur angepöbelt haben, direkt vor deren Augen die Polizei angerufen. Danach habe ich den Wagen verlassen und bin einen Wagen weiter nach vorne gegangen. Hier war der Lärm erträglich und ich habe sogar noch einen Sitzplatz bekommen, obwohl viele andere ebenfalls vor dem unerträglichen Lärm geflohen sind. Die Polizei hat dann wohl die Bahnpolizei verständigt und die müssen die Krachmacher wohl am nächsten Halt aus dem Zug geholt haben. Zumindest war dann wieder Ruhe. Sowas kann man doch selbst im volltrunkenen Zustand nicht machen.


    Bremerhaven-Lehe ist jetzt nichts tolles. Nichts wo es sich lohnt, touristisch hin zu fahren. Aber zumindest konnte ich schon mal sehen, wo ich nächsten Monat umsteigen muss, wenn meine schon sehr lange geplante Reise nach Helgoland ansteht. Denn dann muss ich in Lehe in den Zug nach Cuxhaven umsteigen.


    Der Rückweg war vergleichbar aufregend, aber aus einem völlig anderen Grund. Der RE fuhr in Lehe pünktlich los, hatte aber bis Bremen schon 20 Minuten Verspätung. Bis dahin gab es als Begründung noch "Verspätung eines vorausfahrenden Zuges". Aber in Bremen ging dann gar nichts mehr. Das war es dann mit diesem Zug, der eigentlich bis Osnabrück fahren sollte. Auf dem Nachbargleis stand der IC, der etwa 10 Minuten vor meinem RE dieselbe Strecke befahren sollte. Auch der konnte nicht weiter fahren. Der Grund war ein Feuerwehr Einsatz auf der Strecke in Höhe von Syke. Hier hat wohl der Bahndamm Feuer gefangen. Es war ja auch Heiß und Trocken. Mein Zug endete dann in Bremen. Nur musste ich irgendwie zurück nach Diepholz. Egal welche Ausweichroute (über Vechta und Osnabrück oder über Hannover und Osnabrück wären Möglichkeiten gewesen), die Strecke zwischen Bremen und Osnabrück war nicht befahrbar. Leider stand mein Auto aber genau an dieser Strecke, ziemlich auf halbem Weg.


    Irgendwann kam dann eine Durchsage, das mein Zug als der nächste fahrplanmäßige RE eine Stunde später nach Osnabrück fahren sollte. Da ich sitzen geblieben war, konnte ich zusehen, wie der Zug immer voller wurde. Schließlich kamen ja die Fahrgäste des nächsten Zuges langsam aber sicher an und sind auch noch eingestiegen. Irgendwann war es brechend voll. Dann kam die neue "geplante" Abfahrtszeit (eben eine Stunde später als ursprünglich vorgesehen) und nichts passierte. Inzwischen wurde der Zug wieder leerer, da es viele Leute aufgegeben haben, heute noch mit dem Zug weiter zu kommen. Oder sie konnten auf andere Strecken ausweichen und haben lieber einen Umweg in Kauf genommen als darauf zu hoffen, das es irgendwann doch noch weiter geht. Ohne 9€ Ticket hätten wohl viel mehr Leute sitzen bleiben müssen, da "normale" Fahrkarten ja streckenbezogen sind. Die Option einer Ausweichstrecke bot sich mir leider nicht. So kurz (40 Minuten) vor "Zuhause" zu stranden ist dann doch echt unangenehm.


    Ca 20 Minuten nach unserer zweiten geplanten Abfahrt setzte sich der IC auf dem Nachbargleis tatsächlich wieder in Bewegung. Natürlich war mir jetzt klar, das die Löscharbeiten abgeschlossen waren, die Strecke wieder befahrbar ist und wir auch bald weiter kommen würden. Nach weiteren 10 Minuten, also nach etwa 90 Minuten unplanmäßigem Aufenthalt in Bremen fuhr dann auch mein Zug endlich wieder los. Das gab natürlich einen Sturm der Erleichterung im Zug. So bin ich dann gut 80 Minuten später als geplant wieder in Diepholz angekommen, da der Zug unterwegs tatsächlich ein paar Minuten aufgeholt hat. Von der Brandstelle unterwegs war aus dem fahrenden Zug heraus absolut nichts zu erkennen. Deswegen weiß ich auch nicht, wo genau das Feuer ausgebrochen war. Für das Feuer kann wahrscheinlich niemand etwas. Und das in so einem Fall die Sicherheit an allererster Stelle steht ist völlig selbstverständlich. Dafür kann die Bahn also rein gar nichts. Für die Störung auf dem Hinweg konnte die Bahn auch nichts. Es ist verboten, in den Zügen zu saufen und/oder laut Musik zu hören. Wenn die Leute gegen diese Verbote aber so grob verstoßen muss es entweder Personal oder wie in meinem Fall zumindest eine Beschwerde eines Mitreisenden geben, damit die Störenfriede irgendwie zur Rechenschaft gezogen werden können und sich mit ganz viel Glück beim nächsten Mal nicht mehr so extrem daneben benehmen. Wobei Leute, die sich so asozial, rücksichtslos und ohne jeden Respekt Anderen gegenüber verhalten, bei denen ist die Chance sehr gering, das sie sich jemals bessern.


    Der alte Spruch: " Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen" bewahrheitet sich doch stets aufs Neue.


    Wenn euch diese ständigen Berichte hier nerven, dann tut es mir leid. Für mich ist das eine Art Tagebuch. Sofern gewünscht, kann ich das Tagebuch auch in anderer Form weiter führen.

    Hi.

    Nun bin ich Gestern tatsächlich auf Sylt gewesen. Eine sehr ... ereignisarme Reise. Pünktliche, nicht überfüllte Züge, fast keine Zwischenfälle oder Pannen. Nahezu eine Bilderbuch- Fahrt wie aus einem Imagefilm der DB. Ich bin tatsächlich auf die Minute genau pünktlich in Westerland angekommen. Und irgendwelchen Pendlern habe ich garantiert keinen Platz weggenommen. Man konnte sich jederzeit den Sitzplatz frei aussuchen. Einzig die defekten Toiletten in dem Zug der Nordbahn von Hamburg HBF bis Elmshorn sind mir sauer aufgestoßen. Zum Glück dauerte die Fahrt in dem Zug nicht lange. Es ist nur blöd, das man überhaupt in diesen Zug einsteigen muss. Der RE von Westerland fährt nur bis Hamburg Altona. Der Metronom aus Bremen fährt nur bis Hamburg HBF. Und der Regionalzug nach Itzehoe fährt nicht über Altona, weswegen man in Elmshorn umsteigen muss. Ich hatte mir vorher wirklich Sorgen gemacht. Wenn man in so einen Zug "mittendrin" einsteigen muss, hat man meist deutlich schlechtere Karten, einen guten Platz zu bekommen. Am Start- Bahnhof ist der Zug ja noch ganz leer. Wenn man nicht auf den aller letzten Drücker kommt, kann man so auch in vollen Zügen meist einen guten Platz bekommen. Zum Glück war meine Sorge unbegründet. Der Zug war mit 12 Wagen und zwei Loks aber auch extrem lang. Dadurch gab es mehr als genug Platz, die ganze Fahrt von fast 3 Stunden über. Es waren allerdings keine Doppelstock- Wagen wie sonst meist üblich. Das der Zug von Dieselloks (BR 245) statt wie sonst von E-Loks gezogen wurde, hat man an den Fahrleistungen überhaupt nicht gemerkt. Anständige Fahrleistungen sind also auch auf nicht elektrifizierten Strecken möglich...


    Es gab aber doch eine kuriose Störung. Die habe ich nur durch Durchsagen am Bahnsteig und im Zug mitbekommen. Und sie hat meine Fahrt nicht beeinflusst. Für diese Störung konnte die Bahn beim besten Willen nichts. Die Züge zwischen Hamburg und Kiel (aktuell läuft ja die Kieler Woche) hatten massive Verspätungen, weil irgendwelche Idioten auf den Bahngleisen spazieren gehen mussten. Glaubt man's?


    Vor allem auf dem Rückweg (zur Rush Hour) ist mir aber ein Phänomen extrem aufgefallen. Im letzten Wagen sowohl des RE von Westerland nach Hamburg als auch des Metronom von Hamburg nach Bremen standen die Leute dicht gedrängt in den Gängen. Je weiter man nach vorne, also weiter weg vom Eingang zum Bahnsteig kam, desto leerer wurden die Wagen. Im Metronom hatte ich z.B. in der ganzen unteren Ebene des Doppelstock- Wagens genau 4 Mitreisende. Er war quasi komplett leer. Es gab noch Unmengen freier Plätze. 6 Wagen weiter hinten war der Wagen völlig überfüllt. So schlimm, das oft die Türen nicht zugingen, weil die Leute in den Tür- Bereichen stehen mussten und die Lichtschranken blockiert haben. Daran haben auch mehrfache Durchsagen des Personals diesbezüglich nichts geändert. Selber Schuld, kann man dazu nur sagen... Ich hatte jedenfalls sehr viel Platz und eine völlig entspannte Fahrt.


    Unterwegs gab es viele alte Loks zu sehen. Eine V 200 war dabei, genau wie mehrere Köf2, eine V60 (in Altrot) und einige E40/E41. Auch eine V100 Ost ist mir aufgefallen. Und natürlich diverse V160 Varianten (meist BR 218 natürlich), die ja vor der BR 245 die ganzen Zugleistungen auf der Sylt- Strecke erbracht hatten...


    Überfüllt war gestern nur der Bus auf Sylt. Das soll aber immer so sein, obwohl der Sylt Bus normalerweise extrem teuer ist. Eine mitreisende Dame hat mir gesagt, das sie mit ihrem Mann meist Taxi gefahren ist, weil schon ab 2 Personen das Taxi oft günstiger als der Bus ist. Und wenn man in Kampen einsteigen will, passt man of genug erst gar nicht mehr rein. Dabei fährt der Bus sowohl von Westerland nach List als auch der nach Hörnum im 15 Minuten Takt. Für so eine "Überland- Strecke" eine wirklich dichte Taktung. Ich musste jedenfalls nichts bezahlen. Der Bus auf Sylt ist im 9€ Ticket enthalten.


    Damit kann ich Sylt jetzt von meiner "Bucket- List" streichen. Man sollte unbedingt mal da gewesen sein. Aber mehr als einmal brauche ich das wohl nicht. Westerland ist hässlich. Lauer 1970er Jahre Bausünden. Oft genug sieht das nach sozialistischem Plattenbau aus, in der Hochburg des westlichen Kapitalismus. Wirklich nicht mein Fall... Der Strand ist abgesperrt und nur gegen einen horrenden Eintritt zu betreten. Sylt ist nur im Norden und im Süden schön. Für die Fahrt nach Süden fehlte mir gestern die Zeit. Deswegen bin ich nach Norden gefahren, durch Kampen nach List. Der erste Teil der Fahrt ist eher öde, etwa bis man das Zentrum von Kampen passiert hat. Danach sieht Sylt dann aus, wie man sich Sylt so vorstellt und wie es immer im TV gezeigt wird. Zwei völlig unterschiedliche Gesichter.


    Mittag gegessen habe ich ganz gegen meine sonstige Gewohnheit bei McDonalds. War das erste Mal seit Jahren, das ich dort gegessen habe. Denn selbst eine popelige Portion Pommes im Stehimbiss kostet auf Sylt von 4,50€ an aufwärts. McDonalds hat aber überall dieselben Preise, auch auf Sylt.


    Bahn fahren kann also auch mal völlig problemlos funktionieren.

    Hallo.

    Heute sollte es den nächsten 9€ Trip geben.

    Bin nur schon wieder zu Hause. Kein gutes Zeichen...

    Ganz im Gegensatz zu der 900 Km Tour vom letzten Mittwoch sollten es heute nur 300 Km werden. Und genau so ganz im Gegensatz zu letzten Mittwoch war das heute ein totales Fiasko.

    Heute ist meine Krankengymnastik nicht ausgefallen, also konnte ich erst um 11.45 in den Zug steigen. Deswegen wollte ich nur einen kleinen Trip schnell mal nach Wilhelmshafen machen. Mit dem Auto sind das vielleicht 70 Minuten pro Weg, je nachdem wie gut man durch Oldenburg kommt. Sollte ja wohl mit der Bahn machbar sein, knapp 2 Stunden Fahrzeit mit ein mal Umsteigen, alles kein Problem... Pustekuchen, falsch gedacht. Diesmal bin ich nicht ab Diepholz gefahren, sondern ab Steinfeld, weil dort meine KG ist. Auf der Strecke fährt nur ein Zug, die Nordwestbahn von Osnabrück nach Bremen. Der Zug kam auch pünktlich an, an der nächsten Station war er auch noch pünktlich und an der übernächsten ist er pünktlich angekommen, aber nicht mehr pünktlich abgefahren. Denn hier find das Theater an. Eigentlich wollte ich in Bramsche in den RE nach Wilhelmshaven (ebenfalls Nordwestbahn) umsteigen. Damit wäre ich kurz nach Mittag in WHV angekommen. Genug Zeit, um sich die Gegend mal anzuschauen. Leider musste mein Zug auf den verspäteten Gegenzug warten, die Krux an eingleisigen Strecken. Dadurch hatten wir so viel Verspätung, das ich den Zug in Bramsche gerade noch abfahren sah, als mein Zug in den Bahnhof einrollte. Na ja, in einer Stunde fährt der Nächste. Nun ist der Bahnhof in Bramsche ziemlich öde, um da eine Stunde Zeit totzuschlagen. Deswegen bin ich weiter bis nach Osnabrück gefahren. Dort wird der Zug nach WHV eingesetzt, was die Chance auf einen Sitzplatz deutlich erhöht. Gesagt und schnell getan, denkste. Getan ja, aber alles andere als Schnell. Vor Osnabrück etwa in Höhe des ehemaligen Eversburger Bahnhofs mussten wir fast 30 Minuten warten, wegen einer Signalstörung. Ich habe mir schon Sorgen gemacht, das ich den Anschlusszug nach WHV wieder verpasse. Diese Sorge war allerdings völlig unbegründet. Denn der Zug, in dem ich saß war genau der, der dann weiter nach WHV gefahren ist. Habe ich aber erst in OS auf dem Bahnsteig gemerkt. Ich bin ausgestiegen und Richtung Ausgang gegangen. Dabei habe ich zufällig gesehen, das am zweiten Wagen WHV als Ziel stand. der Erste fuhr derweil laut Anzeige immer noch nach Osnabrück. Also gleich wieder eingestiegen. Nur leider in den anderen Wagen. Der vom (deutlich kürzeren) Hinweg war in Ordnung, der Andere, in dem ich jetzt saß hatte eine kaputte Motor- Aufhängung und einen undichten Auspuff. Sowas würde im Straßenverkehr von der Polizei sofort stillgelegt werden. Dementsprechend war das Ding höllisch am Vibrieren und extrem laut. Aber damit fing der Alptraum erst an. Wir waren kaum losgefahren, schon mussten wir wieder auf freier Strecke warten, wegen dem fehlerhaften Signal. Als ich dann endlich wieder in Bramsche war, hatte ich statt der 60 Minuten wegen dem verpassten Zug schon 75 Minuten Verspätung. Und nun begann erst richtig das reinste Stop and Go. Genau wie Freitags Nachmittags auf dem Kölner Autobahnring. So oft und so lange wie heute habe ich in meinem ganzen Leben bisher zusammen nicht in einem Zug auf freier Strecke gestanden, ohne mich fortzubewegen. Denn es war nicht nur das eine Signal in OS kaput, nein auch noch eines in Bersenbrück und und eines in Essen, dazu drei defekte Bahnübergänge, wo die Schranken nicht zugingen und erst jemand kommen musste, um die Straße abzusperren, wenn ein Zug über den Bahnübergang fahren wollte. In Essen (Oldb) musste der Zug obendrein eine zusätzliche Zwangspause einlegen, da der Motor durch die langen Standzeiten und den defekten Auspuff überhitzt war und sich abgeschaltet hat, um einen kapitalen Motorschaden zu verhindern. Als wir endlich in Cloppenburg angekommen waren, hatte ich schon über 2,5 Stunden Verspätung. Mit dem Auto fahre ich von mir bis Cloppenburg etwa eine halbe Stunde. Mit der Bahn war ich jetzt schon 3,5 Stunden unterwegs. Um das Desaster komplett zu machen, stieg in den überhitzten (Klima- Anlage war natürlich bei dem Überhitzen ausgefallen) und völlig überfüllten Zug (inzwischen hätten da ja schon drei Züge fahren sollen, deren Fahrgäste alle in meinen Zug einsteigen mussten) auch noch eine ganze Schule ein, 80 Kinder und drei Lehrer. Der eine Lehrer meinte dann auch noch, er müsse den Obermotz spielen. Mir gegenüber saß eine ältere Dame mit Krücken. Der Typ mault dann auch noch rum, sie sollte die Krücken wegtun, damit seine Kinder dort sitzen können. Sag mal, geht es noch? 8 jährige Kinder sitzen doch sowieso nicht still. Und permanent von den Kids getreten zu werden, wenn man starke Schmerzen hat, geht ja wohl mal gar nicht... Der war kurz davor, das ich aufgestanden wäre. Der Hanf hätte sich dann aber auf was gefasst machen können. Schließlich hatte ich etwa das dreifache Kampfgewicht. Wenn ich wirklich aufgestanden wäre, wär der Typ aus dem Zug rausgeflogen. Den hätte ich mir unter den Arm geklemmt und ihn vor die Tür gesetzt, Scheißegal wer auf seine Schüler aufpasst. So was Unverschämtes. Man mus doch auf gebrechliche und kranke Leute wenigstens ein Bisschen Rücksicht nehmen.

    Noch bevor wir dann in Oldenburg ankamen, hatte der Zug schon über drei Stunden Verspätung. Und das auf einer Strecke von nicht mal 100 Km.. Die Lautsprecher- Anlage in dem Zug war wohl auch defekt, denn irgendwelche Durchsagen was und warum da los ist, gab es nicht. Die kaputten Bahnübergänge habe ich mit meinen eigenen Augen gesehen und von den Signalstörungen übers Internet erfahren. Ebenfalls übers Internet musste ich dann erfahren, das der Zug erst gar nicht mehr bis Wilhelmshafen fahren würde. Jeder, der heute in die Richtung wollte, hatte die A... karte gezogen. Da ging gar nichts, auch kein Ersatzverkehr per Bus.

    Da ich wusste, das der Rückweg auf derselben Strecke genau so ein Desaster werden würde wie der Hinweg, musste ich kurzfristig an einer Ausweich- Strecke suchen. Zum Glück fuhr ein Regionalexpress von Oldenburg nach Hannover und zwar über Bremen. Und dort kann ich in den Zug einsteigen, der wieder zu meinem Ausgangsbahnhof fährt. Allerdings musste ich darauf über 2 Stunden warten, den dieser RE fährt nur alle paar Stunden mal. So bin ich ein wenig durch Oldenburg geschlendert und habe dabei einen interessanten über hundert Jahre alten Hafenkran (als Denkmal) vor die Kamera bekommen. Wenigstens eine Mini- Entschädigung für den völlig verkorksten Tag.


    Der Rückweg war relativ ereignislos. Der RE war angenehm leer, erstaunlich für die Uhrzeit (eigentlich Rush Hour). In Bremen war der Aufenthalt recht kurz aber lang genug, um ganz in Ruhe umsteigen zu können. Alles kein Problem. Zwischendurch wurde die RB mal etwas arg voll, aber nur für 2 Stationen. Dann waren die ganzen Jugendlichen wieder raus aus dem Zug, die in Delmenhorst den Zug gestürmt haben. Einer ist mir zwar mit seinem E- Scooter über den Fuß gefahren, hat sich aber sofort kleinlaut dafür entschuldigt. Da konnte ich ihm nicht so böse sein, wie ich vielleicht gewollt hätte... So war ich 2-3 Stunden eher wieder zurück als geplant, aber leider auch unverrichteter Dinge.


    Auch hier wieder die gleiche Beobachtung. Sobald lokbespannte Züge mit Doppelstock- Wagen im Einsatz sind, funktioniert alles reibungslos. Aber die schwachbrüstigen, klapprigen und immer viel zu kleinen Diesel- Triebwagen auf den nicht elektrifizierten Strecken sind das vorprogrammierte Chaos. Selbst wenn ein zweiter und dritter Triebwagen angehängt wird (mehr geht ja so gut wie nirgends wegen zu kurzen Bahnsteigen), ändert das weder was an der Platzverschwendung in diesen Dingern noch daran, das sie für die Beschleunigung von Null auf 30 Km/h 2 Stunden brauchen. Selbst Molli hat deutlich besser beschleunigt als diese Schrottkisten. Zumindest als Sie aus Bad Doberan raus war. In der Fußgängerzone ist Sie artig Schritttempo gefahren.

    Hi.

    Ich habe gerade mal nachgeschaut. Mit der Bahn waren es etwa 900 Km hin und zurück, mit dem Auto wäre dieser Trip 375 Km pro Weg also hin und zurück 750 Km gewesen. Damit wäre mein Tages- Limit wohl überschritten gewesen. Früher bin ich schon mal vom Hardangervidda (Norwegen) bis nach Osnabrück, Niedersachsen (ca 1500 Km also etwa die doppelte Entfernung) durchgefahren, nur mit einigen Essens- und Pinkelpausen sowie den 2 mal 30 Minuten auf den Fähren der Vogelfluglinie. Damals war ich aber noch "jung und fit". Heute bin ich nur noch "und"...


    750 Km mit meinem Auto (es verbraucht bei den aktuellen Horrorpreisen etwa 12€ Sprit pro 100 Km) kosten also 12€ mal 7,5 = 90€, sprich exakt 10 mal so viel wie das 9€ Ticket, was ich ja obendrein mindestens noch einmal diesen Monat nutzen werde. Auch unter Ausnutzung aller "normalen" Vergünstigungen (Ländertickets usw.) wäre das per Bahn ohne 9€ Ticket dennoch erheblich teurer als mit dem Auto geworden. So ist es natürlich keine Frage, was am sinnvollsten ist. 50% mehr Fahrzeit um 90% der Kosten zu sparen, das ist eine Rechnung, die (zumindest für mich) auf jeden Fall aufgeht.

    Hi.
    Bin heile wieder zurück von dem Abenteuertrip "9€ Ticket Fernreise". Bilder und Videos gibt es später, muss ich erst aufarbeiten.

    Gestern die Fahrt mit ihren vielen Umstiegen war durchaus abenteuerlich. Im Allgemeinen waren die Zuge wohl etwas voller als ohne 9€ Ticket. Ich wäre ohne 9€ Ticket gestern ja auch nicht unterwegs gewesen. Der RE nach Bremen war leer, was um 6:oo Uhr morgens nicht verwundert. Der Metronom nach Hamburg war auch nur normal gefüllt. Erst ab Buchholz (Nordheide) wurde es richtig voll. Kein Wunder, den mein Zug kam gegen 8:00 Uhr morgens an einem normalen Werktag in Hamburg an. Von Hamburg nach Lübeck ging es vom Passagieraufkommen her wieder normal. Da hatte ich nur leider einen DoSto Wagen mit defekter Lärmunterdrückung erwischt. Das Ding war tierisch laut, kein Vergleich mit den sonstigen DoStos, in denen ich gestern noch gesessen habe (waren diverse). Überhaupt ist der technische Zustand der Fahrzeuge generell nicht all zu pralle. In mehreren Wagen waren die Toiletten ausgefallen, oft mehrere pro Zug. So wurde der Gang zur Toilette alleine schon zu einem Abenteuer. Ausgefallene Displays, Lampen und Lautsprecher waren da eher noch Kleinigkeiten.

    Wirklich schlimm mit der Überfüllung wurde es dann ab Lübeck. Die RB von Lübeck nach Stettin (sind fast 400 Km) fährt durch diverse größere Städte und sogar über eine Landesgrenze hinweg bis nach Polen. Es wird dabei die gesamte ehemalige DDR durchquert. Und was macht das Bundesland Mecklenburg- Vorpommern, das diese Leistung bestellt hat? Die setzen auf dieser Strecke nur einen ganz kurzen Triebwagen ein, unglaublich. [dx] Der ist schon an "normalen" Tagen immer restlos überfüllt. Leider wusste ich das vorher nicht und so musste ich mich die knappe Stunde bis Bad Kleinen furchtbar einquetschen lassen. Diese Strecke fahre ich definitiv nie wieder mit dem Zug. Auf dem Rückweg bin ich dann auch anders gefahren. Die Züge von Bad Kleinen nach Wismar und von Wismar nach Bad Doberan waren dann wieder problemlos zu nutzen. Auch Molli war nicht überfüllt, obwohl man ja mit dem 9€ Ticket mitfahren kann. Die Ausfahrt aus Bad Doberan mitten durch die Fußgängerzone ist wirklich spektakulär. Jeder Eisenbahnfan (aber auch jeder andere) muss das unbedingt mal erlebt haben, finde ich.

    Auf dem Rückweg bin ich dann von Bad Doberan mit der Regionalbahn nach Rostock gefahren. Dier Zug war ziemlich voll, aber noch auszuhalten. Dafür hatte er aber ordentlich Verspätung. In Rostock habe ich den Regional Express nach Hamburg genommen. Knapp 3 Stunden ohne Umsteigen, erstaunlich. Von Rostock bis Schwerin war der Zug normal voll. Aber in Schwerin sind so viele Leute zugestiegen, das hätte für einen kompletten eigenen RE gereicht. Danach platzte der Zug aus allen Nähten. Und kein einziger der Fahrgäste ist vor Hamburg ausgestiegen, es kamen an den Zwischenhalten nur immer noch mehr Leute dazu. Der Rest der Fahrt war dann wieder normal. Der Metronom von Hamburg nach Bermen war gut gefüllt, aber nicht zu voll. Und der RE von Bremen zurück war wieder recht leer, was abermals der Uhrzeit (23:00 Uhr) zuzuschreiben ist. Leider gab es sowohl in Hamburg als auch in Bremen ziemlich lange Aufenthalte. (mehr als 90 Minuten insgesamt). Bei besserer Taktung hätte ich also locker eine Stunde eher zu Hause sein können. Die Abfahrt war auf die Minute pünktlich, die Ankunft um knapp 10 Minuten zu spät. Nach ca 14 Stunden Fahrzeit und unzähligen Umstiegen gar kein so schlechter Wert, denke ich. Unterwegs gab es teilweise auch deutlichere Verspätungen, die sich beim Umsteigen aber alle wieder nivelliert haben.

    Generell kann man sagen, je kleiner die Zugkategorie desto voller, zumindest im Moment. Das zeigt aber auch, das die Leute in der Fläche die Bahn nutzen, wenn es denn geht. Sonst wären die Züge, die an jeder Milchkanne anhalten nicht so überproportional ausgelastet. Konnte man schön in Hamburg auf dem Rückweg sehen. Ich hätte statt dem Metronom, der als Regionalexpress mit 4 Zwischenstopps nach Bremen gefahren ist, auch den Metronom, der als Regionalbahn fährt und unzählige Haltestellen unterwegs bedient, erreicht. Hätte ich auch gemacht, aber die RB war so extrem voll, das die Leute in den Zug reingedrückt werden mussten. Umfallen während der Fahrt, völlig unmöglich. Zustände wie in der Tokioer U-Bahn... Nur 25 Minuten später ist dann der RE gefahren, mit dem ich dann nach Bremen gefahren bin. Wenn ich die RB genommen hätte, hätte ich den Anschluss in Bremen wohl auch nicht bekommen und wäre so nicht eine Minute eher aber viel "zerquetschter" zu Hause angekommen. Der RE hat die RB nämlich fast eingeholt. Die IC und ICE glänzten gestern übrigens nur durch die üblichen massiven Verspätungen und durch gähnende Leere, zumindest nach dem, was ich so beim Warten an den diversen Bahnhöfen mitbekommen habe. Als Konsequenz daraus müssten gerade die Regionalbahnen aufgestockt und längere Züge eingesetzt werden. Kombiniert mit besserer Taktung und generell viel günstigeren und übersichtlichen Preisen würden die Öffis in Zukunft sicher eine wesentlich gewichtigere Rolle als jetzt spielen können...

    Für mich kann ich das Experiment "Langer Tagesausflug mit dem 9€ Ticket" alles in allem als gelungen ansehen. Ohne das 9€ Ticket wäre ich vielleicht nie nach Kühlungsborn (ist wirklich schön da, lohnt sich auf jeden Fall auch ohne Molli) gekommen und hätte nie die Fahrt mit Molli erlebt. Trotzdem würde ich das nicht gerade jeden Tag machen wollen. Denn als ich gestern Abend um 23:30 Uhr wieder zu Hause war, war ich aber wirklich platt. So sehr, das ich nicht mal gleich ins Bett gehen konnte, obwohl ich "hundemüde" war.

    Gäbe es das 9€ Ticket langfristig, würde ich dafür sogar ein Abo abschließen. Denn auch wenn ich es im Alltag durch nicht existierenden ÖPNV vor der Haustür nicht nutzen könnte, ist die Möglichkeit jederzeit und quasi umsonst den ÖPNV nutzen zu können, einfach großartig. Da würde ich sogar ein paar Monate im Jahr das Ticket gerne bezahlen, selbst wenn ich es im entsprechenden Monat gar nicht genutzt habe. Aus diesem Grund werde ich mir das 9€ Ticket auch im Juli und August kaufen, keine Frage.

    Hi.

    Also 11km laufe ich Dir in deutlich weniger als 5h...

    11 Km schaffe ich in diesem Leben nicht mehr zu Fuß an einem Tag. Dafür ist meine Gesundheit viel zu schlecht.


    Ich sitze natürlich keine 5 Stunden im Bus. Ich muss aber dreimal umsteigen mit je mindestens 60 Minuten Wartezeit dazwischen. Ich sag ja, das sind alles verschiedene Unternehmen, die sich in keinerlei Weise aufeinander abgestimmt haben. Die Netto Fahrzeit im Bus ist, (grob) geschätzt so etwa 50-60 Minuten für vielleicht 25 Km, die man an tatsächlicher Strecke im Bus zurücklegen muss.

    Ich brauche bis zur nächsten Bushaltestelle etwa 30 Minuten zu Fuß, wenn es mir gut geht. Am Ziel ist es in etwa gleich weit zu laufen. An "meiner" Haltestelle muss ich dann noch hoffen, das der Schulbus- Fahrer mich überhaupt mitnimmt. Die haben nämlich meist keine Kasse dabei, weil die Schüler, die sonst mit dem Bus fahren ja sowieso alle Monatskarten haben. In ca 33% der Fälle kann man dann mitfahren und am ersten Zwischenziel ein Ticket nachlösen. In den übrigen 67% der Fälle kehrt man gleich unverrichteter Dinge wieder zurück. Online- Tickets gibt es natürlich auch nicht, logisch.


    Theoretisch wird der Schulbus als Linienbus eingesetzt, soll also auch andere Fahrgäste mitnehmen. Aber es fährt aus naheliegenden Gründen vielleicht 1 mal im Jahr ein Erwachsener mit dem Bus. Zwei Busse fahren Morgens im Abstand von einer Stunde hin, einer Mittags und einer Nachmittags wieder zurück. Das muss man dann natürlich auch noch treffen, von der Zeit her. Am Wochenende oder während der Ferien fährt bei uns den ganzen Tag lang überhaupt kein Bus. Wenn ich morgens mit dem allerersten Bus fahre, schaffe ich es bis um ca. 11:30 Uhr ins Büro. Da sein soll ich eigentlich um 8:00 Uhr...


    Vielleicht ist es inzwischen ja auch besser geworden. Der bisher einzige Versuch, von mir ins Büro mit dem Bus zu fahren war im Jahr 2014. Da bin ich morgens um 6:30 Uhr aus dem Haus und war um 11:30 Uhr im Büro. Zum Glück war das damals noch ein 1€ Job (bin da inzwischen fest eingestellt, habe mich also wohl nicht zu schlecht gemacht), wo eine Kündigung nicht wirklich was ausgemacht hätte. Da ich vorher aber gleich gesagt habe, das ich nicht weiß, wie lange ich brauchen werde, war es eben kein Drama. Am nächsten Tag habe ich mir für 200€ einen 45 Km/h Roller gekauft. Seit 2018 habe ich sogar ein Auto und bin keinen Meter mehr mit dem Bus (bei uns) gefahren.

    Hi.

    Die Wassertalbahn als letzte noch in Betrieb befindliche Waldbahn in Europa hat viele solcher Kuriositäten zu bieten. Es gibt dort z.B. auch einen VW T3 als Draisine, der vorne ein Drehgestell hat

    In 0e gibt es etliche der Wassertalbahn- Fahrzeuge als Bausatz von KS,.


    Und was die überfüllten Züge angeht, das ist auch ohne 9€ Ticket auf vielen Strecken der Fall. Der ÖPNV hat leider zwei große Mankos. Zum einen das extrem dünne Netz in der Fläche und zum anderen die extrem unkomfortablen, überfüllten Fahrzeuge kombiniert mit Horrorpreisen. Für die 11 Km zur Arbeit bräuchte ich mit ÖPNV 5 Stunden (pro Weg), wobei auch noch mehrere Kilometer Fußmarsch enthalten sind. Mit dem Auto dauert es 10 Minuten und kostet trotz der extrem überhöhten Spritpreise (Al Capone ist ein Chorknabe verglichen mit der Mafiabande, die sich Mineralölwirtschaft nennt) keine 2€ (hab ein sparsames Auto). Für den ÖPNV müsste ich drei verschiedene Tickets kaufen (pro Weg) und dafür etwa 13€ bezahlen, ebenfalls ein Weg. Auch mit Monatskarten müsste ich drei verschiedene Tickets kaufen, da es sich um drei verschiedene Bus- Unternehmen handelt. Das ist doch krank. Selbst mit dem 9€ Ticket ist das immer noch völlig indiskutabel, für 11 Km 5 Stunden unterwegs sein zu müssen. En ganz sicherer Garant für Misserfolg.


    Ich hatte eigentlich vor, morgen nach Sylt zu fahren, als Tagesausflug mit dem 9€ Ticket. Doch das Wetter ist einfach zu mies an der Nordsee. Würde ich die 250 Km regulär mit dem Nahverkehr zurücklegen, würde mich die Fahrt 130€ kosten. Dafür bin ich dann 7 Stunden (ein Weg) für 250 Km unterwe4gs. Wer zum Teufel soll sowas machen? Für 9€ hin und zurück kann man sowas durchaus mal akzeptieren, aber für 130€???


    Nun fahre ich morgen lieber an die Ostsee. Dauert genau so lange (von 6:00 Uhr morgens bis Mitternacht), nur das dort 20° und trockenes Wetter angekündigt sind. Außerdem ist dabei eine Fahrt mit einem Dampfzug inklusive. Selbst auf der "Molli" gilt das 9€ Ticket...

    Hallo.

    Nachdem ich ja eher zufällig von einem Lasercut Bausatz für einen Jagsttalbahn- Wagen in 0e erfahren habe und mir, ganz im Gegensatz zu den allermeisten sonstigen Modellbahn- Artikeln der Preis nicht als völlig überzogen, sondern als realistisch und fair erschien, habe ich kurzerhand so einen Bausatz bestellt. Das war Anfang Dezember 2021. Leider musste mir der Konstrukteur, Herr Scholz von HS Design (die vorrangig hochwertige “Ausschneidebögen” herstellen) mitteilen, das die Bausätze sehr kurzfristig ausverkauft wurden und ich keinen mehr bekommen konnte. Vor ein paar Tagen hat mir Herr Scholz per Email mitgeteilt, das eine Neuauflage erschienen ist. Nun konnte ich meinen Bausatz doch noch bekommen. Da ich per Vorkasse bezahlt und den Wagen ohne Kupplung bestellt habe, musste ich exakt 30€ (incl. Versand) für den Bausatz bezahlen. Aktuell habe ich kaum Zeit für die Modellbahn, aber zumindest ein “Unboxing” konnte ich mir dann doch nicht verkneifen. Außerdem muss man solche Angebote dann kaufen, wenn sie verfügbar sind. Wenn also jemand Lust auf so einen Wagen hat, oben ist die Webseite von HS Design verlinkt…


    Wann ich aber dazu komme, den Wagen zusammenzubauen und den dazu gehörenden Baubericht fertig zu stellen, kann ich aktuell noch nicht sagen.



    Der Bausatz wird in einer stabilen Pappschachtel verschickt und war innerhalb von nur wenigen Tagen da. Im Bausatz enthalten sind auch die Metall- Radsätze mit Speichenrädern sowie die Lagerbuchsen dafür.



    Daneben sind je zwei graue und zwei schwarze gelaserte Karton- Platten dabei. Zunächst mal ein Blick auf die grauen Platten:



    Die Fahrzeugbeschriftung ist auf den Laser- Karton aufgedruckt und somit akkurat sitzend und nicht so leicht “abgrabbelbar”. Die grauen Teile sind für den Aufbau. Und hier noch die schwarzen Kartons:



    Es sind auch Teile für “Pappräder” dabei. Diese machen aber nur bei reinen Standmodellen Sinn. Aber man kann sie sicher irgendwo als Deko verwenden. Die schwarzen Teile sind für den Rahmen und das Fahrwerk.


    Daneben liegt auch noch ein bedrucktes Blatt bei, das zur Dekoration des Wagenbodens und der Innenseiten des Aufbaus gedacht ist.



    Hier sind auch Beschriftungsvarianten enthalten. Dieses Blatt ist nicht gelasert. Man muss also ganz klassisch mit Lineal und Skalpell an die Sache heran gehen.


    Durch die Farbgebung des Kartons und die bereits angebrachte Beschriftung hat man keinerlei Lackier- Arbeiten vorzunehmen. Es sei denn, man will den Wagen “weathern”.


    Als Bauanleitung liegen drei gedruckte A4 Blätter bei, mit vielen Zeichnungen und etwas Text. In wie weit diese Anleitung ausreichend, großzügig oder zu knapp ist, wird sich beim Bau herausstellen.


    So weit das “Unboxing”. Sobald es was neues zu Berichten gibt, werde ich es hier einstellen.

    Hi.

    Ja, stimmt. Aber wenn etwas wieder aufgelegt wird, dann doch wohl "die amerikanische Legende schlechthin". Das trifft natürlich auch auf die MTH BigBoy in Spur 0 zu.

    Und im Zweifel gibt es immer noch den Gebrauchtmarkt...

    Hi.

    Hängt davon ab, was du sonst noch vor hast. 3-Rail benötigt erheblich weniger Platz, da die Radien sich eher in H0 Regionen bewegen, egal wie sche...ße das auch aussieht. Aber bei den 3-Rail Spielzeuggleisen ist das dann auch egal. Außerdem ist dort in Spur 0 die größte Auswahl (an US Material). In den USA ist "Finescale" in Null oft 0n3 und nur seltener Regelspur.

    Außerhalb der USA gibt es aber defacto nur 2 Rail, mal von Märklin in H0 abgesehen... Ob man einen 2-Rail BigBoy aber auf irgendeiner "europäischen" Anlage überhaupt einsetzen könnte, wage ich fast zu bezweifeln. Das Ding ist einfach Monströs.

    Willst du damit "Betrieb" machen (um nicht "Spielen" zu sagen), nimm 3-Rail. Damit hat man mehr Möglichkeiten. Soll der BigBoy für die Vitrine und/oder maximal für ein bisschen Paradestrecke sein, nimm 2-Rail, weil das einfach besser aussieht.


    In der Vitrine dürfte der BigBoy in Spur 1 oder gar G (gibt es beide von MTH) übrigens noch eindrucksvoller sein.

    Ich drucke auch wann immer möglich direkt auf der Druckplatte ohne Supports.

    Die Antwort darauf von Herrn Werkelburger:

    Jo und vor allem den späteren Verzug durch die Verspannung im Material!

    Und nun:

    Wo steht dass die Frage zum Verzug sich darauf bezieht wie gedruckt wurde?


    Lesen ist eines, Verstehen etwas anderes, richtig. Damit steht es bei dir scheinbar nicht zum Besten da du ja offensichtlich nicht mal das verstehst, was du selbst geschrieben hast.

    Die Retourkutsche mit den Daumen runter erspare ich mir. Dafür bist du zu unwichtig.

    Hi.

    sondern um die grafische Simulation aus Blender

    In der Tat sind das gerenderte 3D Grafiken. Das sieht man doch eigentlich gleich, dachte ich zumindest.


    Man könnte die Figuren wohl auch "in Echt" so hin bekommen. Aber leider nicht in 1:45. In 1:12 oder größer kann man vielleicht derartig realistische Figuren erzeugen. In 1:45 und selbst in 1:22,5 setzt die 3D Drucktechnik da aber ganz klar die Grenzen. Ich habe schon Figuren von Arnold ausgedruckt. Er hat schon mal in einem anderen Forum solche Figuren vorgestellt und STL- Dateien zum Download angeboten (ein Angebot, das ich dankend angenommen habe). Sie werden in 1:45 gedruckt so gut, wie es der Drucker eben erlaubt. Das ist bei weitem nicht das, was auf den 3D Grafiken zu sehen ist und eigentlich an Potential drin steckt. Ich drucke ab und an mal ein, zwei Figuren mit, wenn noch Platz auf dem Druckbett frei ist. Allerdings habe ich sie bisher meist an Freunde und Moba- Kollegen verschenkt, da ich mir ja jederzeit Neue drucken kann.


    Bisher habe ich mich noch nicht wirklich mit den zu Grunde liegenden Programmen beschäftigt und immer nur fertige Figuren ausgedruckt. Ich bin noch nicht bei der Ausgestaltung angekommen. Wenn das aber mal so weit ist, werde ich mich mit Hilfe der umfangreichen Tutorials in die Programme einarbeiten und meine Figuren ganz nach Maß selber herstellen. Zumindest wenn ich spezielle Figuren benötige, die jemand anderes noch nicht erzeugt und zur Verfügung gestellt hat.

    Hi.

    Für den Verzug gibt es mehrere Gründe, einer ist in der Erwärmung des Resins zu finden, richtig. Zwischen der Belichtung zwei aufeinanderfolgenden Layern sollte daher eine gewisse Zeit vergehen, damit sich das Resin wieder abkühlen kann. Auch zu labiler und/oder ungleichmäßiger Support führt zu Verzug, ebenso kann eine verschlissene oder nicht optimal gespannte FEP-Folie (welche den Resintank nach unten verschließt) Verzug fördern. Auch kann die Verfahrgeschwindigkeit der Plattform (zu schnell/zu langsam) als Ursache in Betracht kommen.

    Kein einziger der von die genannten Gründe, die ich zum Teil durchaus nachvollziehen kann, hat aber damit zu tun, ob man das Modell direkt auf der Druckplattform platziert. Zumindest fällt dann wabbeliger Support als Ursache schon mal aus...


    Laut meinen Erfahrungen, die übrigens keinesfalls weniger sind als deine, und nach allem, was man im Netz so lesen kann, ist die Haupt- Ursache für den Verzug in einer ungleichmäßigen Härtung zu finden. Besonders ungünstig sind anhaftende (Reinigungs-) Flüssigkeiten, die zu einer sehr ungleichmäßigen Nach- Härtung und somit zu starken Spannungen im Material führen. Deswegen sind Wasser- waschbare Harze ja auch so viel empfänglicher für Verzug, weil Wasser eben sehr viel schlechter verdunstet als Alkohol.


    Die zusätzliche Pause zwischen der Belichtung einzelner Schichten ist sehr sinnvoll, dient aber nicht der Abkühlung des Harzes. Denn durch die wenigen Sekunden Belichtung mit LED, die nur wenig Wärme abstrahlen, erwärmt sich das Harz vielleicht theoretisch, aber definitiv nicht spürbar. Normale Temperaturschwankungen des Raumes, in dem der Drucker steht, sind da viel gravierender.

    Durch das Auf und Ab der Bauplattform wird das Harz aber definitiv aufgewirbelt. Und das kann zu ungleichmäßigen Schichten bis hin zum Auseinanderreißen des Modells führen, sofern die Menge Harz zwischen FEP Folie und Bauplattform nicht gleichmäßig ist. Durch eine kleine Pause nach dem erneuten Absenken der Plattform ins Harz hat dieses Zeit, sich zu beruhigen, was die Druckqualität positiv beeinflusst.

    Hi.

    vor allem den späteren Verzug durch die Verspannung im Material!

    Das kann ich aber nun gar nicht bestätigen. Wenn ich später Verzug hatte (was je nach Form des Bauteils durchaus vorkommt), war das ausschließlich bei Teilen der Fall, die ich nicht!!! direkt auf dem Druckbett platzieren konnte. Obendrein hängt es extrem vom verwendeten Harz ab ob und wenn ja wie stark sich ein Teil verzieht.

    Hier mal zwei Drucke von einem (fast) identischen Bauteil (nur die Aufstiege sind anders). Beide bei 45° Neigung mit Stützen gedruckt, da zu lang zum flach drucken. Das eine ist mit Elegoo ABS-Like (Made in China) gedruckt und das zweite mit Basic 3D Resin (Made in Austria).

    ABS-Like:

    DSC_0984.jpg


    Basic 3D

    DSC_0983.jpg


    Man erkennt deutlich den Unterschied.


    Außerdem kann man den Verzug meistens (nicht immer) problemlos mit etwas Wärme korrigieren. Die Unebenheiten durch das Stützmaterial sind dafür meist gar nicht und wenn doch, dann nur extrem aufwändig so zu beseitigen, das man sie nicht mehr sieht.


    Nachtrag:

    Mit Abstand am stärksten verzieht sich meiner Erfahrung nach das Wasser- waschbare Harz. Hier muss man sehr aufpassen, das die Teile vor dem Härten sehr gründlich getrocknet sind. Es darf keinerlei Wasser mehr anhaften... Kommen dann noch ungünstige Proportionen des Bauteils sowie Unerfahrenheit des Nutzers (ein Bild aus meinen Anfangszeiten mit dem Resin Druck) dazu, kann sowas passieren:

    DSCF9134.jpg


    Das bekommt man dann auch mit Wärme nicht mehr weg... ;)

    Hi.

    Auch ich bin ein Fan davon, direkt auf der Druckplatte zu drucken. So lange das Modell nicht zu groß oder zu uneben ist, drucke ich es immer direkt ohne Support. Ergibt mit Abstand die saubersten Drucke.


    Das geht übrigens besonders gut, wenn man eine flexible Druckplatte verwendet. Damit bekommt man das Modell ganz leicht ohne Werkzeug (wie Spachtel usw.) und ohne Beschädigung abgelöst. Ich kann nur wärmstens empfehlen, diese gut 10€ (ok, bei einem "großen" Drucker wie dem Mono X muss man vermutlich auch 20€ einkalkulieren) zu investieren. Es lohnt sich.

    Aber bitte den Elefantenfuß in der Zeichnung mit einplanen!

    Mache ich lieber im Slicer als in der Zeichnung. Häufig stört der Elefantenfuß sowieso gar nicht aber wenn doch, gibt es (zumindest in Chitubox und Halot Box, dem Slicer meines Halot One Druckers) eine Einstellung, um den Elefantenfuß auszugleichen. Ich habe das bei mir einmal eingestellt und muss mich darum nicht mehr kümmern. Bei einem Druck mit Stützen stört die Korrektur nicht und beim Druck ohne, wird das Teil trotzdem maßhaltig.

    Hi.

    Erst mal ist es relativ egal, wie der Strom für eine Zentrale erzeugt wird. Die haben sowieso Gleichrichter und Entstörung eingebaut, müssen sie eigentlich haben. Also die Grundsatz- Entscheidung Trafo oder Schalt- Netzteil. Trafo ist Technik von vor 150 Jahren (was erst mal nichts schlechtes sein muss) und auch Schaltnetzteile sind wirklich nichts neues mehr. Auch die gibt es schon seit mindestens 50 Jahren. Beides ist keine Raketenwissenschaft sondern bewährte Alltags- Technologie...

    Ein Trafo hat bei hohen Frequenzen, hohen Strömen und hohen Spannungen einen guten Wirkungsgrad. Je kleiner die Frequenzen, Ströme und Spannungen werden, desto schlechter wird der Wirkungsgrad. Deswegen sind sie bei Kleingeräten (über die wir hier sprechen) quasi ausgestorben. In den allermeisten Bereichen dürfen sie auf Grund der schlechten Effizienz auch gar nicht mehr eingesetzt werden. Vor 20, 30 Jahren war Energiesparen noch nicht so ein Thema, aber selbst bei den etwas konservativen Modellbahn- Herstellern sind Schaltnetzteile inzwischen die absolute Regel. Denn neben dem viel besseren Wirkungsgrad bei den Modellbahn- typischen kleinen Strömen und Spannungen, der leichten Regelbarkeit sind sie auch noch erheblich kleiner, leichter und ressourcenschonender (und dadurch auch billiger in Herstellung und Transport) . Außerdem kann man auch nicht aus Versehen an dem ausgestöpselten Netzstecker die volle Netzspannung anliegen haben, was bei falscher Beschaltung und dem Einsatz von mehreren Trafos durchaus passieren könnte. Denn ein Trafo arbeitet immer in beide Richtungen. Lege ich an den Ausgang eines Trafos 16 Volt Wechselspannung an, so habe ich am Eingang 230 Volt anliegen...


    Also haben Trafos heutzutage auch auf der Modellbahn eigentlich nichts mehr verloren. Nur noch wenn sie als Ladegut auf einem Güterwagen transportiert werden oder wenn man eine Nostalgie- Anlage betreibt. Sonst würde ich aber existierende Trafos bei ohnehin anstehendem Tausch durch Schaltnetzteile ersetzen. Neu kaufen würde ich Trafos aber keinesfalls mehr.


    Ich habe hier mehrere Roco Trafos (für die Multimaus- Verstärker) und auch den "fetten" Titan Trafo, mit dem ich seinerzeit meine Lenz LZV 100 betrieben habe, herum liegen. Auf der Anlage kommt aber ein einstellbares 4,5 Ampere Laptop- Netzteil zur Versorgung der z21 (die nur max. 3,2 Ampere benötigt, für eine LZV 200 würde ich natürlich ein stärkeres NT verwenden) zum Einsatz. Dieses NT hat keine 20€ gekostet und wird mit diversen Adaptern geliefert. So konnte ich es direkt an die z21 anschließen. Außerdem ist die Spannung einstellbar. Dadurch kann ich auch mit der z21 Start die Gleisspannung gezielt festlegen.

    Für die übrigen Stromverbraucher auf der Anlage (Arduino- basierte Eigenbau Elektronik, USB Ladeports,...) verwende ich das Netzteil, welches bei meinem 15 Watt Lasermodul dabei war, womit ich meine CNC Fräse zum Lasercutter aufgerüstet habe. Die Frässpindel benötigt auf jeden Fall mehr Strom als der Laser, von daher hat meine Fräse genug Leistung, um den Laser zu versorgen. Sonst hätte ich wohl kein 120 Watt Netzteil für das "Zubehör" eingebaut...



    Genau das wäre die günstigste Lösung, wenn es einen Adapter geben würde.

    Solche Adapter gibt es immer. Die Modellbahn- Industrie bedient sich hier immer bei normalen Industrie- Teilen, da eine Eigenentwicklung schlicht unbezahlbar ist. Ich weiß nicht, was die LZV 200 da anders hat als die LZV 100 (hab noch nie eine 200 in Natura gesehen) aber eigentlich sind bei Lenz doch simple Schraubklemmen für die Stromversorgung vorgesehen. Da sind doch überhaupt keine Adapter notwendig. Einfach den eventuell vorhandenen Stecker abschneiden und das Kabel ein kleines Stück abisolieren. Dann in die entsprechende Klemme einschrauben, fertig. Da die LZV 200 auch mit Wechselstrom betrieben werden kann, muss es einen eingebauten Gleichrichter geben. Deswegen dürfte nicht mal die Polarität eine Rolle spielen...

    Hallo.

    In der Zwischenzeit habe ich das Skript für die Geländer ausgelagert und fertig gestellt. Dazu gibt es jetzt einen eigenen Punkt.



    Außerdem habe ich (mal wieder) ein für mich neues Harz probiert. Das Harz ist nahezu geruchlos, wird aber genau wie “normales” Harz mit Alkohol gewaschen. Man muss es länger belichten als normales Harz. Die “regulären” Schichten belichte ich mit 5 Sekunden statt 3 Sekunden wie sonst üblich. Es wird nur ungefärbt geliefert. So wie es geliefert wird, ist es transparent wie Glas, nur mit einem leichten Gelbgrün- Stich. Man kann es, wenn man mag aber problemlos selbst einfärben. Da meine Teile sowieso lackiert werden, spare ich mir das Einfärben natürlich. Erstaunlich an dem Harz ist aber vor allem, das es recht günstig ist und das obwohl es nicht aus China kommt. Es wird in der EU, genauer in Österreich hergestellt. Allein das war für mich schon Grund genug, es mal auszuprobieren. Bezogen habe ich es über Amazon und der Hersteller nennt sich Basic-3D. 1 Kg Harz hat mich incl. Versand 28€ gekostet. Für ein Produkt “Made in EU” erstaunlich günstig, da es sogar unter dem Preisniveau der allermeisten “Made in China” Harze liegt.


    Die ersten Eindrücke sind vielversprechend. Es gibt fast keine “Irritationen” rund um das Stützmaterial, etwas, was beim ABS-Like Harz leider sehr ausgeprägt ist. Schon mal ein großer Pluspunkt. Außerdem verziehen sich die Drucke längst nicht so stark und machen auch allgemein einen mechanisch eher soliden Eindruck. Das entspricht auch der Quintessence der überwiegend sehr positiven Rezensionen auf Amazon. Ein weiterer Grund, warum ich das Basic 3D Harz mal probiert habe.



    Hier ist ein nicht “begradigtes” 160mm Fahrwerk aus Elegoo ABS-Like Resin. Man sieht deutlich die Wölbung des Fahrwerks. Diese Wölbung ist für das Harz bei diesem Modell durchaus üblich und im “normalen” Rahmen, also kein besonders krummes Exemplar. Das kann man ohne weiteres mit Wärme in Form bringen. Einfach beim Abkühlen entsprechend gegengebogen festhalten… . Dieses Fahrwerk ist aber noch eine Vorab- Version, weswegen ich mir diese Arbeit nicht machen werde. Die Treppen an den Aufstiegen sind mir zu klein geraten.



    Und hier mal (fast) dasselbe Fahrwerk aus dem Basic-3D Harz. Die Wölbung ist zwar auch hier vorhanden, aber erheblich weniger ausgeprägt. Ich frage mich schon fast, ob sich die MDF Platte, auf der das Fahrwerk liegt, nicht genauso stark durchbiegt wie das Fahrwerk selbst…


    Ein Nachteil ist, das man die Teile von der Druckgüte her auf Grund der fehlenden Farbe nur schwer beurteilen kann. Ich muss erst mal ein paar Teile lackieren, damit ich das wirklich einschätzen kann.



    Auf meinem sonst üblichen weißen Hintergrund konnte man die Teile auf den Fotos praktisch gar nicht erkennen. Auf Schwarz so wie hier geht es besser, aber immer noch nicht perfekt.



    Wirklich schlecht sieht das Ganze jedenfalls nicht aus.

    Hallo.

    Sozusagen als “Abfallprodukt” bei meinem vierachsigen Universal- Fahrgestell sind auch parametrierbare Geländer für 0e Wagen und Loks entstanden.



    Man kann die Geländer in der Breite variieren, man kann wahlweise eine Bremskurbel mit erzeugen lassen und man kann den Durchgang auch geschlossen machen.



    Die gedruckten Prototypen sind erstaunlich stabil und dennoch ziemlich filigran geworden. Hier mal drei verschiedene Typen.



    Die beiden breiteren Varianten sind als Ersatz für die Bachmann 0n30 “Wildwest-” Personenwagen gedacht und die schmalere, geschlossene Varianten ist für meine GEC vorgesehen. Die ursprünglichen Geländer aus der Fräse sind weder schön noch stabil genug für meinen Geschmack.



    Noch ein etwas näherer Blick auf das Geländer mit Bremskurbel. Noch filigraner kann ich das Ganze auf meinem Drucker nicht mehr stabil herstellen. Aber auch so reicht mir das.


    Die OpenSCAD Datei und die drei “fertigen” STL für die drei oben gezeigten Varianten gibt es hier zum Download:


    Geländer – Mein Modellbahn- Blog

    Hi.

    Bei meiner (Schmalspur-) Bahngesellschaft auf einer tropischen Insel haben die Loks Vornamen. Dampfloks Weibliche und Dieselloks Männliche. Personenwagen haben 2 und 3 stellige Nummern, Güterwagen Vierstellige. Die Namensschilder habe ich einfach auf dem heimischen Tintenstrahl- Drucker mit goldener Schrift auf schwarzem Grund auf Fotopapier ausgedruckt, ausgeschnitten und die Papierkanten mit einem schwarzen Filzstift eingefärbt. Das relativ dicke Fotopapier sieht so wie eine erhaben montierte Tafel aus.

    So lange du kein konkretes Vorbild genau nachbaust, kannst du machen, was du magst.,..

    Hallo.

    Kurzer Blick auf den aktuellen Stand…


    Im Moment habe ich nicht so viel Zeit. Deswegen geht es nur langsam voran. Ich habe inzwischen 2 Containerwagen mit den dazugehörenden Containern gedruckt. Die sind gerade beim lackieren. Wenn sie fertig sind, gibt es Fotos.


    Dann habe ich mich an die Konstruktion des Aufbaus für einen offenen Personenwagen gemacht.



    Der Boden ist mit leicht unregelmäßigen Bretterfugen geschmückt. Diese werden per Zufallsgenerator um bis zu 1 mm in der Breite variierend eingefügt. Das sieht organischer als das “cleane” exakte Muster, das Computer sonst so machen. Auch die Breite und Tiefe der Fugen ist nicht exakt gleich. Ich hoffe, man sieht das später am gedruckten Wagen überhaupt irgendwie.


    Die Geländer sind auch als Ersatz für die Bachmann “Wildwest” Wagen zu gebrauchen. Darauf habe ich gleich geachtet, denn bei zwei meiner Wagen sind die Geländer nicht mehr in Ordnung. Ich werde, sofern der Druck klappt, dann aber wohl alle Geländer tauschen, damit es einheitlich wird. Es wird wohl noch einen Bremshebel geben. Vielleicht (weiß ich aber noch nicht) gibt es auch noch ein hochgeklapptes Übergangsblech.


    Mal sehen, vielleicht mache ich die Geländer auch mal passend zu Magic Train, denn die serienmäßigen MT- Geländer sind ja nicht so der Brüller.


    Die Geländer werden, genau wie der eigentliche Aufbau einzeln gedruckt. Das erleichtert das Lackieren bzw. ermöglicht überhaupt erst die Montage des Wagens. Die Gesamt- Ansicht dient nur zur Darstellung, wie es zukünftig mal aussehen könnte.


    Als Nächstes kommen die Bretterfugen an die Seitenwände, genau wie Verstärkungsprofile. Natürlich fehlen auch noch die Sitzgelegenheiten. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob ich ein Dach vorsehen soll, oder nicht. Auf meiner Tropeninsel wäre das eher als Schutz vor der Sonne als vor Regen zu verstehen.