Posts by Bill

    Hallo Jürgen,


    den Plan finde ich jetzt „aufgeräumter“. Ich würde mir aber überlegen ob ein zweistöckiges, herausnehmbares oder klappbares Anlagenstück gut funktioniert. Ein Gleisübergang ausrichten ist leicht, wenn darunter aber noch ein weiteres Stück ist wird es schwer. Besonders wenn das Holz mal eigene „Ideen“ der Ausrichtung hat. Hier würde ich am Anfang überlegen wie das betriebssicher konstruiert werden kann.


    Bei den Bahnhöfen würde ich noch überlegen: Was wird dort umgeschlagen? Wieviel Platz /Wagen braucht es dafür? Wie sieht ein erster grober Fahrplan aus. Kann alles damit bedient werden?


    Ich meine auch mehr Anschlussgleise sind für den Betrieb wichtiger als ein BW. Das BW wird einmal bei Betriebsbeginn und dann einmal bei Betriebsschluss gebraucht, Anschlussgleise dagegen öfter. BW hat halt auch seine Faszination, aber bei mir ist es eher, dass da viele Loks auf kleiner Fläche stehen und betrachtet werden können. Ist aber für mich kein Betrieb. Aber das muss natürlich jeder selbst überlegen was er möchte.


    Guten Rutsch
    Till

    Hallo Jürgen,


    beim Betrachten der letzten Version des Plans, kam mir noch eine Idee. Könnte Butzbach nicht auch ein Spitzkehr Bahnhof sein? Dann gäbe es nicht das Problem der Zufahrt zum Schattenbahnhof. Außerdem wäre dann die Fahrt zum Endbahnhof mehr „Arbeit“.


    Grüße
    Till

    Hallo Jürgen,
    dann wünsche ich dir aus eigener Erfahrung, dass die Renovierungsarbeiten nicht zu lange dauern. Aber das nur nebenbei.


    Beim Gleichplan frage ich mich, wie du denn an den unteren Bahnhof beim Betreib kommen willst. Da steht irgendwie die Zufahrt zum Schattenbahnhof im weg. Wenn die Brücke ein „Duck Under“ sein soll. Dann würde ich mich fragen: Wie lange ich Duck Under mitmachen will?


    Wieso ziehst du nicht den unteren Bahnhof in die Raummitte und fährst anders herum in den Schattenbahnhof? Das fiel mit so als grundsätzlicher Kommentar zum Layout ein. Wenn da Layout dann steht, kann man sicherlich noch die Bahnhofsgleispläne diskutieren.


    Grüße
    Till

    Hallo,


    ich habe, als ich noch Kehrschleifen hatte, die Module von Rautenhaus SLX805 benutzt. Haben immer zuverlässig funktioniert.
    Neu sind die inzwischen aber teuer. Gebraucht geht es aber.
    Ein Vergleich zu anderen Modulen ist schwer, sofern diese auch funktionieren. Der Anschluss ist aber sehr einfach.



    Grüße
    Till

    Hallo,
    wenn es um den Preis geht und nicht den einer Fachfirma.
    Zu leihen kostet so ein Gerät mit Bohrkrone und "Verschleiß" ca. 180,- EUR, z.B. bei denen mit den orangen Maschinen.
    Wer ein Schlagdübel anbringen kann, kann auch eine solche Bohrung machen.
    Der Hinweis auf die Statik war ja schon gegeben. Da sollte man sich sicher sein.
    Grüße
    Till

    Hallo,


    habe gerade das Stichwort mit dem Aufzug gelesen.
    Da ich hier keinen Thread direkt dazu gefunden habe, hier eine Idee zu einem Aufzug.
    Ich selbst brauche keinen Aufzug mehr, hatte aber mal einen mit Linearführungen und Zahnriemenantrieb gebaut. War aber nicht das "Laufwunder".
    Mir ist aber mal einen andere Lösung eingefallen. Einfach aus einer alten Autotür den elektrischen Fensterheber samt Scherenkonstruktion nehmen. Hat Kraft, läuft gleichmäßig und hat Endabschaltungen.
    Einfach mal als Idee zum Thema Aufzug.
    Vieleicht wäre das ein Versuch wert für die letzte Idee.
    Grüße
    Till

    Hallo,
    ich fand die Weichen vom FREMO bein den Spur Null Tagen sehr schön. Da ich im Moment ein bisschen "Weichenfixiert" bin, fielen mir die natürlich auf. Sind aber leider nur für Mitglieder zu haben und nicht frei verkäuflich.


    Im Gegensatz zum letzten Jahr fand ich die ausgestellten Anlagen nicht ganz so Spannend. Besonders bei den großen Anlagen. Ich würde mich freuen wenn hier im nächsten Jahr wieder besser ausgestaltete Anlagen zu sehen wären. Auch ein mögliches Betriebskonzept würde ich gerne sehen, ein, wenn auch sehr großes, Oval bringt mit jetzt keine neuen Ideen.


    Ansonsten aber wieder ein „Muss“ für jeden Spur 0er.


    Grüße



    Till
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    Moderationshinweis
    Wegen Thread Drift aus dem urspünglichen Beitragsbaum herausgelöst

    Hallo,
    ich fand die Weichen vom FREMO sehr schön. Da ich im Moment ein bisschen "Weichenfixiert" bin, fielen mir die natürlich auf. Sind aber leider nur für Mitglieder zu haben und nicht frei verkäuflich.


    Im Gegensatz zum letzten Jahr fand ich die ausgestellten Anlagen nicht ganz so Spannend. Besonders bei den großen Anlagen. Ich würde mich freuen wenn hier im nächsten Jahr wieder besser ausgestaltete Anlagen zu sehen wären. Auch ein mögliches Betriebskonzept würde ich gerne sehen, ein, wenn auch sehr großes, Oval bringt mit jetzt keine neuen Ideen.


    Ansonsten aber wieder ein „Muss“ für jeden Spur 0er.


    Grüße
    Till

    Hallo Stefan,
    REA semi-curved B-size, war glaube ich die Voreinstellung bei den Weicheneinstellungen. Ich habe mal damit gespielt, aber einen wirklichen Unterschied habe ich nicht gesehen.



    Dann aber noch zum Platz. Gerade deshalb habe ich ja die Selbstbauweichen. Der geringere Gleisabstand von 90mm holt schon Platz raus. Da ich auch nur eine eingleisige Strecke habe ist die Begegnung von Zügen im Bogen doch selten.


    Dann sind individuelle Bogenweichen auch für eine Platzersparnis gut. Ich kann diese individuell positionieren. Bei engen Radien biete sich auch ein Übergangsbogen in den engen Radius an, hier können die Weichen auch im Übergangsbogen liegen.


    Zusätzlich kann ich die Weichen sehr eng „zusammenschieben“, da müsste ich fertige Weichen auch deutlich für bearbeiten.
    Ich habe bei den Planungen mit Standardweichen immer kürzere Nutzlängen der einzelnen Gleise gehabt.


    Grüße
    Till

    Hallo Stefan,


    die Lehre "Range-Frog" ist auch von Wenz. Die war bei der Lehre für gerade Gleisstücke dabei.
    Die Spurweite ist etwas mehr im Abzweig. Aber durch die doch recht schlanken Weichen habe ich es nur etwas weiter gedrückt - kein Maß. Bis jetzt habe ich die Weichen mit Lenz und "dem Hersteller der hier nicht erwähnt wird" Achsen probiert. Die laufen sauber zwischen den Schienen und steigen nicht auf. Obwohl, Luft ist nicht mehr.


    Templot:
    Spurweite 0-NEM 32mm
    Weichen REA semi-curved B-size


    Grüße
    Till

    Hallo,
    jetzt bin ich wieder ein Stück weitergekommen. Ein so früher Frühling hemmt dann die Moba Aktivitäten, ich hatte dann keine Ausrede mehr warum ich nicht die Terrasse bauen kann. War also erstmal 1:1 bauen angesagt.


    Aber nach 7 Weichen habe ich jetzt langsam den Dreh raus. Die rechte Bahnhofseite mit dem Personenbahnsteig ist jetzt das erste Mal mit allen Gleisen und Weiche zu sehen. Für die linke Bahnhofseinfahrt fehlen noch 4 Weichen.


    Der rechte Bereich des Bahnhofs sieht jetzt so aus.


    Von der Einfahrt aus gesehen zum Bahnsteig.



    Vom Güterbereich Richtung Bahnsteig so:




    Es sind sogar schon zwei Silberlinge da, leider ohne Lok. Aber das Ganze hat noch keine elektrische Verkabelung.



    Ich habe ja weiter oben im Strang meine ersten Versuche des Weichenbaus gezeigt. Jetzt möchte ich einfach noch mal zeigen wie ich beim Bauen vorgehe. Vielleicht hilft es ja jemand beim eigenen Weichenbau.


    Als erstes muss eine Zeichnung der Weiche her. Bei mir habe ich die Zeichnungen mit Templot erstellt. Zum Bau der Weiche habe ich die Zeichnung zweimal ausgedruckt.
    Einmal als Vorlage für das Sperrholzbrett auf dem ich die Weiche aufbaue und die Schwellen verleime. Die Schwellen werden dann mit orangebrauner und dunkelgrauer Beize farblich angepasst. Die Schwellen selbst sind aus Abachi Holz. Die Leisten habe ich günstig, als 1m Ware im Web gefunden und dann entsprechend der Zeichnung abgelängt.


    Das Grundbrett mit Schwellen sieht dann so aus:


    Die andere Zeichnung habe ich zur Herstellung der einzelnen Schienenteile benutzt. Herzstück und Zungenschienen habe ich mit einem Tellerschleifer einsprechend geschliffen. Die Backenschienen habe ich an den Stellen wo die Zungenschiene anliegt vom Schienenfuß befreit. Die Stelle sieht man schon auf der Zeichnung gut, wenn man die Schiene auflegt. Den Schienenfuß habe ich mit einer kleinen Trennscheibe abgetrennt.
    Die Einzelteile sind jetzt auf dem Plan sortiert und vollständig:



    Dann noch ein Detail zum Herzstück. Ich habe eine Hauptspitze und eine Beispitze geschliffen und diese dann auf einer Schablone verlötet. Wichtig sind die zusätzlichen Profile zum Auflegen der Spurlehren, da die Schienen sonst nicht gerade liegen. Sieht vor dem Verlöten so aus:



    Jetzt sind die Einzelteile fertig und ich habe mit der geraderen (Ist eine Innenbogenweiche) Backenschiene angefangen die vorbereiteten Profile auf die Schwellen zu nageln. Zuvor habe ich aber noch die nötigen Löcher für Stellstangen und Verkabelung in das Brett gebohrt. Genagelt wurde mit Gleisplatten von Wenz. Hier sieht man die Backenschiene und die Löcher für die Stahldrähte:



    Als nächstes habe ich das Herzstück und die passende Flügelschiene aufgenagelt. Hier ist es leichter, wenn vor Montage schon die Kabel für die Herzstückpolarisierung angelötet sind. Beim Montieren der Flügelschien und des Herzstücks habe ich eine weitere Lehre benutzt die zwischen den Schienen den Gleisabstand sicherstellt. Die anderen Lehren sind scheinbar zu genau. Besonders im abzweigenden Ast war diese Lehre wichtig. Die Montage sieht so aus:



    Als nächstes wurde die zweite Backenschiene montiert. Wobei der Weichenanfang und das Herzstück der Bezug, über Lehren, zur ersten Backenschiene waren.



    Bevor die Zungenschienen montiert werden können, müssen noch die Gleitplatten dafür angebracht werden. Da ich von Wenz nur die Schienenplatten habe und keine weiteren Teile habe, sind die Gleitplatten aus Polystyrolstreifen (Evergreen) entstanden. Ich habe die geschnittenen Stücke mit Sekundenkleber befestigt. Wo sonst noch Luft zwischen Schiene und Schwelle ist (Herzstück) habe ich die Streifen auch untergeschoben. Am Ende werden die Gleitplatten noch mit einem Lackstift "geschmiert". Der leicht Glanz sieht dann tatsächlich ein wenig nach Fett aus.



    Jetzt konnten die Flügelschienen montiert werden. Dabei war die Lehre für „zwischen den Gleisen“ wichtig, um dem Abstand auch im unbefestigten Teil der Flügelschiene, beim Nageln des anderen Teils sicherzustellen. Ich hatte bei einer Weiche das Problem, dass der Abstand Backenschiene Flügelschien zu klein wurde, da die Backenschiene die Tendenz zu einem du engen Radius hatte und dort wo die Flügelschiene die Backenschiene berührt, nicht richtig befestigt ist. Hier habe ich die Backenschiene mit der „zwischen den Gleisen“ Lehre auf Maß gebracht und dann an der halben Schienenplatte die von außen an der Backenschiene ist verlötet. Jetzt bleibt die Backenschiene dort wo sie sein soll. Flügelschienen Montage sieht so aus:



    Jetzt ist die Weiche fertig und kann auf der Anlage eingepasst werden. Erstmal passt sie nicht aber hier hilft die Stichsäge nach.



    Soweit der Bau der Weichen.


    Die fertigen Weichen werden jetzt elektrisch und mechanisch angeschlossen und dann die fehlenden Weichen gebaut und mit Gleisen verbunden.


    Was mir noch nicht gefällt sind die grauen Schwellen der Weichen und die braunen Schwellen der einfachen Gleise.


    Bei den ersten Bildern fällt auf, dass es jetzt auch einen Hintergrund gibt. Zwar noch ohne Farbe oder Motiv aber immerhin schon mal eine einheitliche Fläche.


    Wenn das Wetter nicht zu gut wird geht es hoffentlich zügig weiter.


    Grüße
    Till

    Hallo Reinhold,


    ich verfolge Deinen Bericht gespannt, da ich gerade auch beim Weichenbau bin.
    Ich hatte bei meinen Bogenweichen auch Probleme mit Entgleisungen. Bei mir war es ein zu geringer Gleisabstand. Ich habe die Abstandslehren von Wenz benutzt. Aber in Kurven passt das am Ende nicht, der Abstand wird zu klein. Mit einer weiteren Lehre habe ich das feststellen können.
    Die Wenz gleislehren sind noch montiert, aber die Innenlehre klemmt dazwischen. Die Gleise hatte ich auch vorgebogen, aber irgendwas verschiebt sich zwischen den Lehren.



    Ich habe jetzt die Kurvenbereiche mit einem größeren Gleisabstand gemacht (wobei größer hier vielleicht 2/10 sind). Ich habe die Gleise etwas nach außen gezogen und, wie Du oben beschreibst, an die Schienenplatten gelötet.


    Jetzt läuft es ohne Probleme.


    Grüße
    Till

    Hallo Till,
    das sieht gut aus. Du hast doch hoffentlich eine elektrische Trennung zum Herzstück eingebaut.



    Mit freundlichen Grüßen


    Roland


    Danke für den Hinweis.
    Das Herzstück ist natürlich getrennt. Aber beim Hinweis auf die Elektrik viel mir ein, dass auf jeden Fall noch eine Trennung in der Stellplatte des Antriebs vorzusehen ist. Die beiden Stelldrähte haben da doch jeder ein eigenes Potenzial über die Weichenzungen.
    Naja, zum weiteren detaillieren der Weiche muss der Antrieb sowieso nochmal ab.
    Grüße
    Till

    Hallo,


    ich bin wieder ein Stück weitergekommen. Die erste Weiche lässt sich jetzt stellen. Zwar noch auf der Werkbank, aber dadurch kann ich es auch von unten gut zeigen.
    Der Stellvorgang kann hier als Video gesehen werden:


    https://youtu.be/8f0IJ9ukNjE


    Hier noch als Detail, wo der Stahldraht bzw. die Drähte befestigt sind:


    Die Löcher im Schienenfuß sind in dem Schwellenzwischenraum hinter der Stellschwelle zur Weichenmitte hin. Deshalb kann die Stellstange beliebig gestaltet werden. Obwohl ich da noch nicht weitergekommen bin.


    Als nächstes werde ich die Weiche noch ein wenig detaillieren, mit den Gleitplatten unter den Zungenschienen und die Gleisplatten an den Radlenkern.


    Dann kommt der „spannende“ Teil. Ich stecke mal an jede Seite ein Gleis und mache ein paar Fahrtests. Bis jetzt habe ich immer nur einen Wagen mal über die Weiche geschoben. Mit ein bisschen Anlauf und ohne die verschiedenen Drücke die ich mit der Hand ausübe, wird sich zeigen wie gut die Wagen über die Weiche laufen.


    Grüße
    Till

    Hallo,


    es soll ja von der Rheinebene in den Schwarzwald gehen. Deshalb kommen auch in Richtung „weiterer FY“ die ersten Ausläufer des Schwarzwaldes.

    Hier geht die Strecke dann an einem leichte Hügel beginnend über ein kleines Tal und schmiegt sich dann an einen schon höher aufsteigenden Hang.


    Ja, bevor die Gleise befestigt werden muss ich auch noch die Unterkonstruktion in Richtung des „zum FY“ Fiddleyard bauen. Die muss aber einen Durchgang bekommen. Hier überlege ich noch wie das aussehen kann, nach oben klappen, nach unten, zur Seite oder herausnehmbar???


    Auch der FY selber ist noch in Planung. Ich favorisiere im Moment eine große „Schiebebühne“. Dann brauche ich nicht so viel Länge wie mit einer Weichenstraße. Wer letztes Jahr in Busek/Gießen war hat sicherlich den FY an der Belgischen Anlage gesehen. So in der Art stelle ich mir das vor.


    @ Johann
    Du hast Recht, auch wenn der Gleisbau spannender erscheint sollte vor dem ersten befestigten Gleis dir Hintergrundkulisse da sein – auch wenn diese erstmal nur hellblau ist.


    Grüße
    Till


    Hallo Thomas,


    die erste Frage, ob zu viel Platz geht sollte man vielleicht mal in einem extra Thread diskutieren. ;) Da kann es schon Philosophisch werden, so mit der eigenen Endlichkeit und so.


    Danke für den Hinweis mit dem Abstand nach hinten. Ich denke ein Stück muss ich noch von der Wand weg. Im Güterbereich soll hinten nur ein Zaun hin und dann ein „Graben“ zur Kulisse hin.


    Um die Planung besser im Keller zu verorten habe ich nochmal einen Plan mit SCRAM angefügt. Hier sind die Wände drin.

    Der Gleisplan ist aber falsch.
    Ich hoffe damit ist klarer wo was ist.


    Grüße
    Till

    Hallo,


    jetzt möchte ich Euch auch noch die ersten Gleisbauübungen vorstellen.


    Ich habe die Planung ja mit Templot gemacht und dabei auf jegliche Vorgaben durch fertige Gleise verzichtet. Damit kann ich im passenden Bogen mit der Bahnhofseinfahrt anfangen und einen kleineren Gleisabstand als bei z.B. Lenzgleisen einhalten. Das kam eindeutig den Gleisnutzlängen zugute und mir gefällt der Gleisverlauf auch besser.
    Aber das heißt natürlich Selbstbau. Die Weichen werde ich jedenfalls selbst bauen. Beim Streckengleis in ich mir noch nicht wirklich sicher. Das sind in diesem ersten Abschnitt schon 50m Gleis. Irgendwann will ich ja auch fahren.


    Ich habe mich nach einem System umgesehen, was mir im Bau wohl liegen kann. Ich bin dann am Ende bei Teilen von Wenz gelandet. Als erstes Übungsobjekt habe ich zwei gerade Stücke Gleis gebaut. Einmal mit Selbstbaugleis und einmal ein Lenzgleis. Ich wollte den direkten Unterschied sehen und auch die unterschiedliche Bauzeit erfahren. Bei mir waren es für das Selbstbaugleis für 30cm ohne Schotter und Rost ca. 2 Stunden Arbeitszeit. Das Lenzgleis für den Gleichen Bauzustand hat vielleicht 5 min Arbeitszeit gekostet. Schottern und „rosten“ hat dann bei beiden Systemen gleich viel Zeit gekostet, ich denke so ca. 30min für beides.


    Geschottert sah es dann so aus:


    Beim Selbstbaugleis sieht man noch die Experimente mit verschiedenen Kombinationen von Beize. Das fertige Gleis sieht dagegen doch sehr uniform aus.


    Als Schotter habe ich einfach Basaltsplitt 1-3 mm aus dem Baumarkt verwendet. Aus der Entfernung geht das finde ich. Im Detail sind 3mm dann doch viel. Da weiß ich auch noch nicht was ich wirklich mache. Aber die „Schotterdiskussion“ ist da in allen Spuren endlos. Vielleicht versuche ich mal die 3mm Körner raus zu sieben. Der Preis ist halt bestechend und bei 50m Gleis auch ein Argument.


    Wenn das Gleis dann verwittert ist sieht das
    Selbstbaugleis

    so aus.
    Das Fertiggleis sieht

    so aus.


    Ich denke wenn man am Fertiggleis vor Einbau noch etwas helles Grau als Wash aufbringt sieht es auch auf den Schwellen älter aus.
    Beim Selbstbaugleis bin ich anders als beim oberen Bild mehr zur dunkelgrauen Beize gewechselt. Sieht man gleich bei den Weichen. Braun sind Schwellen nur sehr kurz, die Vergrauung des Holzes kommt doch mehr durch.


    Jetzt zu den Weichen.


    Ich habe mir die Pläne aus Templot nochmal 1:1 ausgedruckt und auf 8 mm Birkensperrholz geklebt. Das Sperrholz habe ich entsprechend der Außenkontur auf Gehrung ausgesägt. Darauf habe ich die Holzschwellen geklebt und dann gebeizt.
    Für mich sieht es am stimmigsten nach „alter Schwelle“ aus wenn ich erst die Stellen unter den Gleisplatten mit „orangebraun“ beize, die Schwellen dann mit einer Messingbürste bearbeite und zum Schluss mit viel „dunkelgrauer“ Beize behandle.
    Dann habe ich mir den Plan nochmal in 1:1 ausgedruckt und diesen zum Anfertigen der Schienenstücke genutzt. Die Weichenzungen und das Herzstück habe ich mit einem Tellerschleifer in den entsprechenden Winkel geschliffen. Die anderen Stücke habe ich abgelängt und entsprechend vorgebogen.


    Für das Biegen der Gleise habe ich mir sowas wie eine Rohrbiegemaschiene gebaut. Sieht so aus:

    Durch die Unterlegscheiben ist der Schienenfuß frei und das Profil wird um den Profilkopf gebogen. Das Werkzeug finde ich sehr praktisch, da die Radien gleichmäßig werden. Mit Messingprofilen ist das auch sehr schnell zu bauen. Da muss ich nichts fräsen oder so, nur sägen und Bohren. Die Idee habe ich in einem anderen Forum zum Gleisselbstbau gefunden.


    Dann habe ich die Stücke auf den vorbereiteten Schwellen angebracht. Ich habe nur die Schienenplatten und Nägel von Wenz benutzt. Keine extra Platten für die Zungenschienen oder die Radlenker. Für die Zungenschienen will ich noch dünne Polystyrolstreifen unterlegen und bei den Radlenkern halbe Schienenplatten anbringen. Die Radlenker sind nicht genagelt sondern mit Harz geklebt.


    Das sieht dann so aus:


    Auch hier kommt der „Zahn der Zeit“ was die Weiche dann so aussehen läßt:

    Herzstück:

    Zungenschienen:


    Eine Erfahrung habe ich dabei auch noch gemacht. Beim geraden Gleis habe ich die Schienenplatten und Gleise brüniert. Finde ich bringt nichts wenn man die Gleise sowieso noch nachbehandelt. Den Schritt brünieren habe ich beim mir jetzt gestrichen.


    Die Weiche muss jetzt noch geschottert werden und einen Antrieb bekommen. Das steht noch aus.


    Bis jetzt habe ich zwei Weichen gebaut. Bei der Zweiten Weiche habe ich ca. 6 Stunden Arbeitszeit gebraucht um bis zum oben gezeigten Stadium zu kommen.


    Der Weichenantrieb wir jetzt gebaut. Ich möchte die Weiche mit einem Servo stellen und die Zungen nacheinander langsam bewegen. Die Konstruktion zeige ich wenn es montiert ist und läuft. Was mir noch fehlt ist eine „schöne“ Stellschwelle, also keine Schwelle sondern mehr ein Stange wie beim Vorbild. Zum Antrieb brauche ich die Schwelle nicht. Messingröhrchen fallen leider aus, da ich ja fahren will und keinen Kurzschluss gebrauchen kann.
    Kennt jemand Stellmechanismennachbildungen die ich hier einsetzen könnte?


    Dann habe ich nach zwei Weichen festgestellt, dass der Einbau auf der Anlage nicht so einfach ist. Da der Gleisabstand sehr klein ist kommen sich die Schwellen der Gleisabgänge in die Quere. Auch Templot berücksichtigt das nicht und zeichnet die Schwellen einfach übereinander. Besonders wenn die Weichen sehr eng zusammen sind, lässt sich das nicht mehr zusammenbauen.


    Deshalb ist jetzt die neue Version der Weichen, immer eine Weichenkombination. Es sind dann zwei Weichen auf dem Sperrholzbrett und es gibt lange Schwellen auf denen beide Weichen befestigt sind.
    Die Schwellen auf dem Plan sehen dann so aus:


    Das ist jetzt der Stand beim Gleisbau.
    Ich hoffe, dass ich jetzt demnächst den ersten Weichenantrieb fertigstellen kann und die erste Weiche schottern kann.
    Ich bin auf eure Tipps gespannt, um den Weichenbau zu optimieren.


    Grüße
    Till

    Hallo,


    danke für die Kommentare.
    Ja, die Anzahl der Gleise ist in 0 tatsächlich relevant. Mehr als 80cm Tiefe sind ja nicht mehr leicht zu bedienen. Besonders wenn die Anlage höher steht. 130cm passen aber für mich, bin 190 cm. Ich baue die Weichen und Gleise aber auf einem separaten Brett auf. Für das Gleisnageln wäre die Höhe schon anstrengend.
    Ich habe aber von Hausbau noch Perimeterdämmplatten übrig. Die sind 20cm dick und eine sehr leicht zu verschiebende breite Stufe. Dann kann ich auch ganz nah an Details ran.
    Die vier Gleise im Güterbereich brauche ich aber. Ein Verkehrsgleis, ein Einfahrgleis, eine Ausfahrgleis und eine Umfahrgleis. Ob ich das Vordere Anschlussgleis so lang mache muss ich noch überlegen. Die vier Gleise selbst sind nur 36 cm tief.


    Grüße
    Till