Posts by Horia

    Hallo Akos,


    Ich kenne die Spur 0 Szene in Ungarn gar nicht, kann mir aber vorstellen das diese wie in Rumänien nicht riesen gross ist, sondern eher klein bis ganz klein, das heisst ein Paar Duzend Leute im ganzen Land. Ich kann mir auch vorstellen das diese Menschen sich zum Teil untereinander kennen.


    Unter diese Umstände, ist ein Weiterverkauf von geklaute Ware bei einen ungarischen Spur 0er in die kleine lokale Szene Blödsinn, denn es wurde sofort rausfliegen wer das war. Und das jemanden geklauten Spur 0 Modellen einfach auf die Flöhmarkt weiter verkauft wäre auch genauso schwachsinnig. Bleibt Ebay und co - und auch da kann man genau verfolgen was passiert.


    Ich habe ein Freund aus Arad, in Rumänien, dessen relativ grosse H0-Sammlung als er in Urlaub war entwendet worden ist. Alles war entweder in Vitrinen oder in Originalverpackungen verstaut. Er hat zwar bis heute kein Cent von seine Versicherung bekommen, auch wenn die Sammlung extra versichert war. Dagegen bekam er 90% der Sammlung zurück, grosstenteils unbeschädigt. Am Wochenende nach den Raub lief er zusammen mit zwei Polizisten in Zivil durch den örtilichen Flöhmarkt, und auf einen Tisch standen ein Paar Sachen von ihn. Nach Verhörung gaben die Diebe zu, wo die restliche Sammlung war, und er bekam es zurück. Glück in Unglück gehabt.

    Hallo,


    Auch in Rumänien gab es schon in die 1950-70ern Schienenersatzverkehr. Eigentlich gab es das viel länger, denn schon 1930-31 schaffte die CFR seine erste Omnibusse an für "Beförderung von Reisende auf weniger frequentierten Eisenbahnstrecken" und bis nach den zweiten Weltkrieg waren die "Autobuzele CFR" ein bekanntes Bild im ganzen Land.


    1946-47 wurde aus die CFR-Bussparte sowie mehrere anderen Unternehmen die RATA (Regia Autonoma de Transport Auto) gegrundet, die nach die Republiksgründung am 30.12.1947 IRTA, später ITA hiess. Die Erstausrüstung waren Altbaufahrzeuge sowie neue Busse von Skoda (706 RO) und aus den UdRSS.


    Ab 1959 kam die neue Skoda Baureihe 706 RTO zum Einsatz. Es gab einige Reisebusse in Luxusausführung (706 RTO-LUX) mit Panoramadachfenstern aber die meissten von die mehreren hunderten Bussen die im Stadt- und Überlandsverkehr zum Einsatz kamen waren vom Typ Skoda 706 RTO-MEX mit zwei doppelflügeligen Türen. Diese waren bis Mitte der 1970er Jahren in Einsatz, einige sind sogar in URAC-Werke in Bukarest zu Gelenkbusse umgebaut worden.


    Die Tschechische Firma HB-Modell fertigt neben viele anderen tschechoslowakische Busbaureihen auch einen schönen 1/43 Modell des 706 RTO-MEX aus Resin, der nicht einfach zu bekommen ist und in die für Rumänien passende Lackierung erstmal nicht. Ich kam schliesslich Ende 2013 über einen Dresdener Händler der gute Kontakte zum Hersteller hat zu so einen Bus, sozusagen "auf Bestellung gefertigt". Das hat leider seinen Preis, anders geht es aber nicht wenn man eine bestimmte Version unbedingt haben will. :D


    Anbei ein Paar Fotos mit den Bus "out of the box" oder besser gesagt fast wie aus den Schachtel, denn er wurde etwas "gereinigt" und die Zierlinien wurden etwas korrigiert. Weitere Arbeiten stehen noch aus: Zielschilder im Zielkasten und Seitenwand, Wappen, Ordnungsnummer und Kennzeichen, usw...

    Nachdem alles zusammen passte wurde den Kasten lackiert. Ich habe RAL 6020 Chromoxidgrün verwendet, Farbton der die damalige rumänische Farbe "verde de oxid" (oxidgrün) recht nahe kommt. Den Dach wurde Mittelgrau gespritzt, ähnlich zu die anderen CFR-Güterwagen. Eine Alterung des Kastens ist ebenfalls geplant, allerdings erst nachdem die Beschriftung drauf ist.


    Die Lenz-Kurzkupplungskulissen habe ich entfernt, da bei mir nicht gebraucht. Diese wurden aber gelagert, weil man weiss es nie ob die nicht irgendein Tag wieder gebraucht werden... ;)


    Innen habe ich bisher nur sehr wenig gemacht, sprich die Innenwände etwas "gealtert" (mit einen Wash aus verdünnte braunschwarze Farbe, um die Vertiefungen besser zu verdeutlichen). Eine komplette Inneneinrichtung werde ich nicht bauen, sondern nur die Zonen die durch die Seitentüren oder die wenige gebliebenen Fenstern zu sehen sind besser detaillieren.


    Anbei noch ein Paar Fotos der Wagen im aktuellen Zustand. Hoffe es gefällt! 8)

    Wenn man genau arbeitet bleiben die Spachtel- und Schleifarbeiten in Grenzen. Daher ist es wichtig die Einsätze richtig zu positionieren. Da die Ursprungsteile (Seitentüren) nämlich schmaler als die Kastenwänden sind, habe ich diese auf die Hinterseite mit 0,25er Polystirol "gefuttert" und erst dann passgenau eingeklebt. Es folgten mehreren Gänge spachteln und schleifen bis man eine ebene Flache bekam. Dann wurde alles leicht grundiert.

    Hallo,


    Ein Paar Antworten oben habe ich der Vorbild des CFR ex-DR(G) oder besser gesagt ex-KPEV Pg / Pwg gezeigt. Das Foto ist nicht optimal aber besser als nichts :D


    Beim CFR Pg (in Rumänien als "Furgon pentru trenuri de marfuri" bezeichnet) handelt es sich um einen Umbau; den Kasten entspricht ziemlich genau den Musterblatt IIa 13a, mit ein Paar späteren Umbauten. Es sind keine Kastenverstärkungen vorhanden, die hinteren Fenstern sind verschwunden und der Fenster der Zugchef-Abteil entspricht eine ältere Bauform. Das heist das entweder lackiert man ein Lenz-Pwg pr.14 um und akzeptiert die Kompromisse, oder es gibt relativ viel zu tun um ein passendes Ergebniss zu bekommen.


    Ich habe natürlich den zweiten, komplizierteren Weg gewählt. Denn was ist schöner an unseren Hobby als Selbst- und Umbau? :D


    Als Basis nahm ich die frühe Epoche III-Version des Lenz Pwg pr.14, also die ohne Kastenverstärkungen. Diese hat aber leider Fenstern in die Seitentüren und diese zu entfernen war mir etwas zu aufwändig. Glücklicherweise wurde mir hier Hilfe seitens der Hersteller angeboten, und ich bekam zwei Türen ohne Fenstern. Die Firma Lenz sei an diese Stelle herzlichst bedankt! :thumbup:


    Dann musste man die hinteren Seitenfenstern entfernen. Dazu wurden die Fenstergläsern und -kreuze rausgeschnitten und passende Füllstücke (aus die jetzt überflüssigen Originaltüren) eingesetzt. Man merkt das den Bretterabstand nicht identisch mit der den Seitenwandbrettern ist - was aber nicht weiter schlimm ist, denn beim Vorbild handelte sich auch um einen rumänischen "Umbau" und bei viele Wagen Brettern in verschiedenen Breiten verwendet worden sind.

    Hallo Jürgen (H),


    "Verkehrsgrau B" (RAL 7043) ist eine Deutsche-Telekom eigene Farbe und wurde erst 1993 im RAL-Register übernommen. Somit ist es unmöglich das sie jemals 30 Jahren ehe sie erfunden wurde ist am Bundesbahn-Loks angebracht worden wäre!


    RAL 7021 Schwarzgrau ist laut Vorschrift vollständig korrekt. Es gab Loks die im etwas helleren RAL 7016 Antrazitgrau lackiert worden sind, die V60 zählten nicht darunter. Ob jetzt Lenz die RAL-Angabe genau umgesetzt hat lässt sich aber nur am Modell mit RAL-Musterkarte feststellen.

    Hallo Stefan (Antwort #23)


    Klar, ich habe mir schon gedacht das wir über zwei verschiedene Sachen sprechen, denn die Epocheneinteilung der Umfrage aus 1999 war schon in meine Augen einigermassen komisch. Wie du aber es erklärt hast es macht Sinn - nicht unbedingt aus MOROP-Sicht aber aus meine. Natürlich hätte der Threaderöffner auch uns mitteilen sollen das zumindestens die neueren ARGE-Epochen aus die Umfrage nichts, aber gar nichts mit die offiziellen NEM-Epochen zu tun haben.


    Wie so oft im Leben - da sprechen zwei zusammen, beide haben Recht, beide fühlen sich irgendwie unverstanden und angegriffen und am Schluss merken beide das sie über verschiedene Sachen gesprochen haben. :D
    So lange das man klären kann gibts auch kein Problem! :thumbup:

    Hallo Stefan,


    Ich will hier keine Polemik über den Epochen starten denn das gehört nicht hier. Da ich aber damals beim MOROP tätig und bei die Epocheneinteilung nicht unbedingt nicht beteiligt war antworte ich dir noch einmal.


    1995-96 wurde die NEM 806 D überarbeitet mit eine EInteilung in Va (DB und DR, vor 1994) und Vb (DB AG ab 1.1.94). Auch damals gab es Stimmen, eine Epoche VI auszurufen, was jedoch unbegrundet war denn die Erscheinungsbild der Fahrzeuge hätte sich nicht grundlegend geädert, was beim MOROP als Hauptkriterium bei die Begrenzug zwischen Epochen geshen wird.


    Dieselbe Stimmen gab es auch ab 1997 als die DB vermehrt Farbkonzepte für den Nahverkehr, Fernverkehr (die kurzlebige "FV-Farbschema" die die Produktfarben ersezt hat) und Güterverkehr einführte, die alle den Farbton RAL 3020 Verkehrsrot benutzten. Auch haben einige Modellbahnzeitschriften ohne Rückdeckung der MOROP von "Epoche VI" gesprochen. Weder bei die BDEF noch bei MOROP war aber damals von eine Epoche VI die Rede und diese ist europaweit, also in Zusammenarbeit der MOROP und der jeweiligen Länderverbände erst mit die Einführung der 12-Stelligen TSI-Nummern für Tfz. 2007 eingeführt worden.


    Viele Grüsse,
    Horia


    P.S.: das es Modelle von RiPoLi schon drei Jahrzehnte vorher gab ist mir natürlich bekannt, denn ich habe viele dieser selber umgebaut. Diese haben aber meine Meinung nach Mitte der 2000er als die Spur 0 durch den Engagement von Lenz ein neuer Aufschwung gefunden hat nur bedingt eine Rolle gespielt.

    Hallo Nafets,


    Da muss ich dir wiedersprechen, schau mal bitte auf die MOROP-Seite nach NEM 806 D!


    zu herunterladen hier:
    http://www.morop.eu/de/normes/index.html


    In Deutschland fängt mit 1.1.94 die Epoche Vb (vorher Va), erst um 2007 Epoche VI!


    Kurzer Auszug davon:


    ...die Statistik ist Unfug!


    Wie kann bei eine Statistik aus 1999 die Epoche VI die in Deutschland erst mit die Einführung der TSI-konformen Fahrzeugnummern 2007 anfängt berücksichtigen???


    Was bringt eine Statistik aus 1999 für die Spur 0, die damals aus "Grossserie" kaum bedient war? Die Entwicklung "Spur 0 für Jedermann" also mit Grosserienprodukte aus Kunststoff in grosseren Umfang startet erst einige Jahren später...

    Finde ich ebenfalls, zumal der "Hercules" sprich ER20 bzw. ÖBB Rh. 2016 ein sicherer Platz in meine Sammlung bzw. auf meine Wechselanlage CFR / ÖBB gefunden hätte.


    Was sind die Hintegrunde der Entscheidung, kein "Hercules" zu produzieren? Am Modell von Demko kann nicht liegen, denn diese spielt in eine andere Liga.

    Hallo Frank,


    Danke für deine Antwort, das bringt uns schon weiter und da machen Spekulationen kein Sinn mehr. Ich wurde mich sehr freuen wenn man so deutlich alle ähnliche Fragen - die noch kommen werden - beantworten könnte. :thumbup:


    Da man immer von eine gemeinsame Entwicklung der zwei 26400mm-langen Wagenfamilien für Nah- und Regionalverkehr (sprich DB Mitteleinstiegswagen und "Silberlinge") gesprochen hat soll man verstehen das MBW auch von die Herstellung von yl-Wagen sprich Mitteleinstiegswagen der DB Abstand genommen hat?


    Das wäre auf eine Seite schade, auf die andere beeinflüsst die eine Familie nicht unbedingt die andere - denn bis auf die identische Kastenabmessungen und einige Teile (z.B. Stoss- und Zugvorrichtungen, Gummiwulste, Aggregate am Boden) haben die Familien nicht viel gemeinsam, nicht mal derselben Drehgestelltyp (MD Leicht bei die n-Wagen, MD33 und Verwandte bei die yl-Wagen). :?:

    Hallo Holger,


    Ich glaube solche Beiträge haben hier nichts zu suchen, nicht in diesen Thread und auch nicht in diesen Forum. Ich wurde es daher begrüssen wenn du dich mit etwas mehr Retenue und Rücksicht auf alle andere Forumskollegen aufdrucken könntest.

    Hallo,


    Nun ja, wenn es auf die Seite nichts über Mitteleinstiegswagen oder Silberlinge stehen wurde, dann könnte man meinen das eine Info noch folgt da die Seite sich noch in Arbeit befindet.


    Wenn es dort aber explizit steht "die Wagen kommen nicht", dann ist die Information schon vorhanden und es ist leider nicht zu erwarten das diese auch geändert wird - auch wenn bei MBW, vielleicht ein wenig mehr als bei anderen - solche 180 Grad-Wendemanöver schon mal statt gefunden haben.


    Ich glaube nicht das MBW Kiss als direkte Konkurrenz betrachtet, sondern das die Mitteleinstiegswagen, die Silberlingen oder beide bei einen anderen Grossserienhersteller der mit Kunststoffspritzguss arbeitet geplant sind. Aber die nächste Messe ist jetzt bald und da werden wir vielleicht mehr erfahren.

    Hallo,


    Danke für die Info.

    Quote

    Mitteleinstiegswagen und Silberlinge


    wegen anderer anbieter (Kiss und Lenz?) nicht mehr im planung.

    Komisch, denn damals als wir über diese Wagen diskutiert haben war die Planung schon geschlossen, die 3D-Konstruktion weit fortgeschritten und man wollte schon mit den Formenbau anfangen...

    Hallo Matthias,


    Hoffentlich sieht man auf deinen Foto nur ein Teil der Schaafe, sonst wäre dein Bauer mit nur zwölf Stück recht Arm... Oder waren die Wölfe unterwegs bei dir? :D

    Hallo,


    Ich verfolge das Ganze ganz gespannt, denn diese Thema interessiert mich extrem. Auch bei die rumänische CFR gab es solche Fahrzeuge, hauptsächlich von zwei Typen: der älteren war der typischen DR-Fahrzeug aus den Krieg, ein Fross-Büssing, der es auch mit Werkstattanbau gab (siehe Bild) und einen auf Sowietische ZIS Basis, als reiner Transportfahrzeug.


    Der ZIS kann man aus Kleinserienmodelle aus Resin aus Russland in 1/43 umbauen, beim Fross-Büssing ist Selbstbau wie in der Fall von Karl-Michael unumgänglich. Ich habe vor irgendwann beide nachzubauen, wobei derzeit noch nichts Konkretes steht.


    Man muss auch ergänzen das die Räder des Fross-Büssing nicht original sind, sondern ebenfalls aus Sowietische Fertigung wie die des ZIS. Dagegen sind Rahmen und Führerhaus sowie Pufferbohlen (bis auf den CFR-typischen "Cowcatcher") nach fast 40 Jahren Einsatz unverändert.


    Die Fotos stammen aus meine Sammlung und sind von Kollege Serban Lacriteanu Ende der 1970ern bzw. Anfang der 1980ern aufgenommen worden. Der Fross-Büssing war damals schon ausgemustert, aber da gab es damals noch keine Vandalen in Rumänien und man könnte es ausgemusterte Fahrzeuge lange im Freien stehen lassen ohne das was Kaputt geht...

    Ja, die Idee musste man haben, gratuliere! :thumbup:


    Lässt sich übrigens auch in andere, kleinere Spuren umsetzen. In Spur N gibt es seit geraumer Zeit auch "kluge" LED-Innenbeleuchtungen, teilweise mit von die Gleis unabhängige Stromversorgung (Zellen) und mit einen solchen Magnetschalter. In N wäre ein Hydrant definitiv zu klein aber einen Leucht- oder Lautspecher- oder aufgelassener Telefon / Telegrafmast wurde es gehen... Oder eine kleine Telefonbude... :D