Posts by Horia

    Hallo Tim,


    WMK ist ein österreichschen (wiener) Kleinserienhersteller; da findet man viele Ausstattungsteile aus Messingguss, darunter die abgebildeten Haken, Ösen und Trittstufen. Ich weisses nicht mehr wo ich damals die Teile gekauft habe, ich vermute es war bei Hermann in die Schweiz, es gibt aber sicherlich auch andere Quellen.

    Hallo,


    Die CFR in Rumänien hat in die späten 1950er und 1960er auch solche holzverbretterten, zuerst UIC-teilkonforme, später vollkonforme G(g)s-Wagen gehabt. Siehe auch:
    Rollmaterial der CFR, Epoche III-IV


    Die Wagen mit Holzbretter haben auch Sprengwerke unter der Rahmen gehabt. Die mit glatten Wänden waren ja "echten" UIC G(g)s, mit verstärkten Rahmen und daher ohne Sprengwerk.


    Holzverbretterten CFR G(g)s liefen auch im Westen bis weit in die 1980er. Habe Fotos auf den Gebiet der DB noch 1984-85 mit solche CFR-Wagen gefunden.

    Hallo Wolfgang,


    In deinen sehr schönen Bericht schreibst du:


    Quote

    Beim Omm 55 hingegen sucht man am Rahmen vergeblich nach einer
    Beschriftung: Hier findet man neben einigen Nietimitationen nur das
    geprägte Rivarossi-Logo! Und der Vollständigkeit halber sind die
    Radlagerdeckel völlig vorbildwidrig mit einer RIV-Beschriftung garniert.
    Seilösen fehlen ebenfalls.

    "Vorbildwidrig" ist die Sache mit die RIV-Achslagerdeckel eigentlich nur für die als DB beschriftete Versionen der Rivarossi UIC Es, denn die FS und SNCF Wagen trugen tatsächlich teilweise solche Achslagerdeckel. Die Formen stand damals der italienischer Es Pate, so damals der Ingenieur Rossi. Da ist eben für den italienischer oder französischer Wagen nichts falsches, eben nur für die deutsche Beschriftungsvariante. Auch in Rumänien gab es Es-x nach UIC 1 mit RIV-Achsdeckel, und diese sind in die Abmessungen und äussere Erscheinungsbild sehr nah an die Rivarossi-Wagen. :!:


    "das geprägte Rivarossi-Logo" war damals ein Gag der Rossi oft gemacht hat, der hat die italienische Fabrikschilder von FIAT Ferroviaria, Breda oder OM durch "seine eigene" ersetzt. Muss man mit einen Schmunzeln sehen. :D


    Übrigens, der in die Hauptabmessungen ziemlich korrekter Rivarossi-Wagen kann mit ein wenig Arbeit auch anders aussehen, siehe unten (Beschriftung fehlt noch). 8)

    Szia Ákos,


    Die hier im Forum genannte russische Seite http://www.sptc-spb.ru/ hat auch ein Paar interessante Strassenbahnen. Alles ist 1/48 also U.S. O Gauge.


    Sehr interessant finde ich der "Wiener" PCC der so nie gegeben hat - ein schöner Fantasiemodell:
    http://www.sptc-spb.ru/whatif/wi-3.htm


    Ein "billigeres" PCC gibts wie genannt bei Bachmann in 1/48 auf 32mm Spur:
    http://shop.bachmanntrains.com…page=popup_image&pID=3177


    Zu die von Valery genannten Bachmann-Oldtimer in On30 aus http://shop.bachmanntrains.com…page=popup_image&pID=5227, es gab ein Artikel über dessen Umbau zu deutschen Strassenbahn mit viele Variationen mal in die MIBA, es muss vor ungefähr 10 Jahren gewesen sein. Es war auf mehrere Seiten, mit viele Versionen (Stangenstromabhnehmer, Scherenpanto, Geschlossenen Einstiegsräume, usw...)

    Bis Anfang der 1970er importierten die Rumänen ihre schweren Lastwagen aus den westlichen Ausland, denn die Industrie war nur in die Lage leichte und mittelschwere LKW (bis 5 To.) zu liefern. So bekamen die rumänischen internen und externen Staatspeditionen viele Henschel HS 22 in Sonderausführung, Mercedes-Benz LP und einige der ersten MAN F7 / F8, aber auch UNIC, Lancia und Fiat.


    Ende der 1960er wurde mit MAN ein Vertrag unterzeichnet und wenige Jahren später haben die ersten Roman (der Name kann in zwei Weisen verstanden werden: Roman, also Römer auf rumänisch oder Ro-MAN, also ein rumänischer MAN) die Hallen des grosses Traditionswerks in Brasov (Kronstadt) in Siebenbürgen verlassen.


    Der MAN F7/F8 aus 1968 gab es bisher in 1/43 mehrmals, die einzige in meine Augen akzeptable Ausführung als Sattelzugmaschine kam aber vor ein Paar Jahren nur als limiterten Modell aus Resin von NEO, ein MAN F7 16304, also ein 16-Tonner mit Hebeachse hinten. Die typische rumänische Ausführung war aber der Roman 19215 DFS, also eine 19 Tonnen Sattelzugmaschine mit der etwas schwächeren (215 PS) leistenden 8-Zylinder Dieselmotor und beide hinteren Achsen doppelbereift.


    Ich habe zwei der sehr gelungenen NEO-Modellen angeschafft. Einen blieb unverändert (der bekommt später noch rumänische Kennzeichen, denn ich habe inzwischen ein Foto eines solchen Fahrzeugs der rumänischen ITIA gefunden), der zweiten wurde relativ aufwändig umgebaut:
    - Zwei doppelbereitfe Hinterachsen, beide angetrieben und mit Felgen mit kleinen Radnaben nach rumänischen Vorbild.
    - Ersatzrad auf die Fahrerseite am Rahmen festgemacht.
    - Auspuff sowie seine Rohre nach vorne verlegt.
    - Batteriekasten und Luftkessel nach Roman-Vorbild verlegt und geändert
    - Kabine komplett in einen anderen blauton umlackiert, Front geändert (Lüftungsschlitze verschlossen, andere Grillform).
    Hier sind die Arbeiten noch nicht beendet, er bekommt noch ein neuen, geätzten Kühlergrill nach Roman-Vorbild mit die entsprechende Schriftzüge sowie passende, Bukarester Kennzeichen.


    Jetzt fehlt nur noch der passenden Blumhardt oder Automecania-Sattelanhänger, der aber in Selbstbau entstanden muss... 8)

    ...oder so ähnlich haben sich damals die zwei Personen die mit die unter dargestellten Fahrzeug durch den Gegend gefahren sind gegenüber die meisten anderen Verkehrsteilnehmer oft geäussert. :D


    Die rumänische Miliz (auf Deutsch: Volkspolizei) ist natürlich auch mehrere Jahrzehnten mit Dacias, zuerst 1300er, später 1310 und 1410 gefahren, und auch die heutige Polizei fährt noch grossenteils Dacias (Logan, Duster, usw.). Der Modell aus meine Sammlung (auch fast "out of the box) stellt eine Dacia 1300 der ersten Jahren, also um 1970 dar.


    Ich habe nur die Kennzeichen geändert (Zulassung aus Bukarest und gelbe Kennzeichen, wie die meisten Fahrzeugen im Staatsbesitz ab Anfang der 1970er hätten) sowie der Martinshorn auf den Dach mit einen der die rumänische Bauart mehr entspricht ersetzt. Auch das Blaulicht gehört ersetzt, hier muss ich allerdings eine passendere finden.

    Diesmal mit die rumänischen Standardautos ab 1969 und bis... eigentlich in manche Gegend sogar bis heute! :D


    Gemeint ist die Dacia 1300, Lizenzbau der Renault 12. Voller Stolz erzählen meine Landsleute das die Dacia sogar einige Monate vor der Renault auf der Markt war, und das es um keinen einfachen Nachbau sondern um eine Koproduktion handelt. Anderseits, war die Qualität der 1969 hergestellten Dacias die der "original" Renaults gleich, sind die später hergestellten rumänischen Modellen eine mittlere Katastrophe.


    Meine künftige Spur 0 Anlage spielt aber Ende der 1960er bis Mitte der 1970er, und damals waren die Dacia 1300 neu und mehr oder weniger die dortigen Traumautos, denn nicht jeder könnte sich damals eine Renault 16, ein Opel Rekord oder ein Fiat 1800 leisten, aber an die recht konfortable Dacia könnte jeder träumen.


    Der ersten Dacia-Modell in meine Sammlung ist fast "out of the box" und stellt eine Dacia 1300 Bj. 1969, also eine der alleersten dar. Bis auf die nachlackierten Fensterdichtungen, korrigierten Chromleisten und geänderten Kennzeichen (jetzt aus den Landkreis Brasov, also Kronstadt) habe ich da (noch) nichts geändert. Da es sich um fast "fabrikneue" Autos handelt habe ich die hellblaue Dacia 1300 (noch) nicht geältert.So steht sie im krassen Gegensatz zu unseren Mossi... :)

    Nun verlassen wir die rumänische Strassen und Wege und gehen in die Felder. ;)


    Der ersten in Rumänien in Grossserie hergestellten Traktor war der IAR-22, der eigentlich nichts anders als eine regelrechte Kopie eines in Rumänien gebliebenen Wehrmacht-Hanomags war. Dennoch ist der IAR-22 bis weit in die 1950er in mehrere Tausend Exemplare hergestellt worden.


    Nach viele Eigenexperimente in die späten 1960er hat man eine Lizenz aus Italien (die bekannte OM/Fiat-Schlepperfamilie) beschafft und diese sind bis zum Jahr 2003 in alle mögliche Varianten und Klassen hergestellt worden.
    Für meinen teilweise noch bevorstehenden Umbau zu UTB Universal U650 wird ein Modell der OM/Fiat 750 verwendet, der bis auf einigen Detalis ziemlich baugleich ist. Wie man sieht, sogar die Farbe (orange für die Aufbauten, blau fürs Rahmen) passt, man muss nur die OM-Logos durch die der UTB ersetzen und schon hat man der modernsten rumänischen Schlepper für 1970. :D

    Es gab zwar auch in Rumänien in die 1960er-1970er ein "Rotlichtmillieu", der ist aber hier nicht gemeint :D


    Seit immer ist die Kennlicht der Feuerwehrfahrzeuge in Rumänien nicht blau, wie die Polizei oder Krankenwagen sondern rot, und das bis heute (heute ist die Polizei sogar mit rot / blau unterwegs).


    In die 1950er und 1960er ein sehr typischen Kommandofahrzeug der "Pompieri" (Feuerwehr) war der IMS M57, der ersten Modell der IMS/ARO Familie (siehe Vorbildbilder). Sehr lustig finde ich die rote Kennlicht, als blinkenden Scheinwerfer mit roten Glas an einen der Schlauchabdeckungen am Dach platziert! Auch damals waren die Rumänen recht innovativ bzw. wurde man heute sagen... bastlerisch! :whistling:


    Ich habe keinen M57 der Feuerwehr sondern der Nachfolger M59 nachgebildet. Bei diese befand sich die Wasserpümpe nicht an die vordere Stossstange sondern im Fahrzeugheck ins Innere, und das hat mein Umbau einigermassen erleichtert. Der roten Scheinwerfer habe ich natürlich an seine richtige Stelle angebracht, ob meinen 59er auch ein grossen Suchscheinwerfer nach deutschen Vorbild kriegt ist derzeit noch nicht sicher (haben nicht alle gehabt).


    Auch hier fehlen noch die Kennzeichen, die werden irgendwann für alle Fahrzeuge gleichzeitig gedruckt.


    Hoffe es gefällt! :D

    Hallo,


    In der letzten Zeit habe ich mich mehr mit Strassenfahrzeugen die zu meinen Thema passen als mit Schienenfahrzeugen... :D


    Als die Landstrassen in Rumänien noch nicht so richtig ausgebaut waren, bis in die späten 1970ern, haben Allradautos auf den Lande eine sehr wichtige Rolle gespielt (siehe auch die Geschichte der Allrad-Mossi im Eröffnungsbeitrag). Viele Allradautos kamen aus den Ausland, aber ab Mitte der 1950er sind kleine, geländegängige Autos nach sowietischen Vorbild auch in Rumänien hergestellt worden.


    Typisch für die 1960er und 1970er war der IMS 57 bzw. 59, später als ARO M 461 und mit moderneren Motor für den Export als ARO M 473 bekannt. Es handelte sich um einen etwas geändeten Nachbau der GAZ M69 aus der UdSSR.


    Ich habe auf Basis der letzgenannten Typs aus den UdSSR zwei "Rümänen" umgebaut. Als Basis dienten wieder wie beim Mossi preiswerte Modelle aus Kiosk-Serien die man für wenige Euronen kriegt und daher für solche Umbauten sich gut eignen.


    Zuerst ein "ziviler" M 461, der bei mir für die Staatsbahn CFR unterwegs sein wird. Dessen Schriftzug auf die Türen und die Kennzeichen fehlen derzeit noch. Ich habe eine die für damals typischste Farbenkombination für den Aufbau bzw. Plane gewählt.

    Hallo,


    Es tut mir leid aber da bin ich mit euch nicht wirklich einverstanden. Ein Forum dient nicht um - militärisch, wie die preussische Armee unter Friedrich der II. - nur ganz konkret Fragen zu beantworten und dann sich ausklinken sondern auch zu einen breiten Meinungsaustausch zwischen Mitgliedern, und meine beschiedene Meinung nach genau das wird hier gemacht. Stefan K hat hier wieder einmal der Moderatorenrolle übernommen, wenn er als Forumsoberhaupt gedacht hätte das alle Diskutionen "sinnlos" sind, hätte er längst ein roter Schlüssel drauf gehängt. Aber genau dies hat er nicht getan sondern die Diskution weiter gefördert und ich finde es ist genau das richtige.


    Wie schon oben gesagt, ich blicke mit Respekt auf euch deutschen wenn ihr über dieses Thema diskutiert denn ich weiss das genau so eine Diskution wäre in meinen Heimatland Rumänien - und vielerorts in Europa auch, nicht nur im Osten - unmöglich. Ich weisses leider sehr genau, ich musste selber als Forum Admin mehrmals erleben. Hier wird genau das Gegenteil gemacht - es wird bis auf wenige Ausrutscher mit Sinn und Verstand diskutiert - und dessen Stop zu verhängen weil es nicht konkret genug scheint wäre für mich ein Fehler.


    Glücklich, die Gesellschaft die sich solche Diskutionen erlaubt. Manchmal merkt ihr leider nicht wieviel den ganzen Leiden ihres Volkes und ihre ganze Nachkriegsgeschichte ihr gebracht hat.

    Hallo,


    Um die Wende "zurück zur Modellbahn" oder zumindestenens "zum Modell", sei an diese Stelle an eine alte Modellbauer-Legende errinert.


    Irgendwann in die 1970ern, als dank Tamyia in Japan und Italaerei (später Italeri genannt) in Europa die Massstab 1/35 für Militärfahrzeuge eine besondere Stellung auf unseren Kontinent nehmen angefangen hat, es gab ein Paar hervorragenden europäischen Modellbauer, darunter Jacques Landmann François Verlinden (später Gründer von Verlinden Productions). Der hat immer eine besondere Art und Weise die von ihn gebauten Modellen - nachbildungen schrecklichen Kampffahrzeugen die beim Vorbild alles Platt machen könnten, versteht sich - in Szene zu setzen, so das man nicht um blutige Kämpfe dachten müsste sondern mal mit einen Augenzwicker oder Lächeln zuschauen.


    Damals waren "blutigen Dioramen" etwa in die Mode: Die Deutsche Wermacht hat den Ort erobert und die Soldaten begleiten ein Panzer beim Einmarsch neben der zerschossenen sowietischen Gegnerfahrzeug, wo gerade zwei Besatzungsmitglieder verblutet sind. Oder das gegenteil: die Amis haben gerade drei deutschen aus einen zerschossenen Panzer gefangen genommen und die zwei anderen sind erschossen worden. Verletzten oder gar toten Kämpfer in 1/35 waren oft zu sehen, und für viele hat das ein gewisses "Geschmack" hinterlassen, versteht sich. Man denke aber auch das es 25-30 Jahren nach den Krieg war und viele Modellbauer und Betrachter haben dort tatsächlich Teil genommen. Nicht jedermanss Sache, wirklich nicht.


    Nicht so bei François Verlinden: der hat immer seine Sachen so kombiniert, das man vom Krieg nur wenig spüren könnte. Eine seine Dioramen aus damals war mit zwei deutschen Kommandofahrzeugen, zwei Kübelwagen, ein VW und was grosseres, MB oder Horch und eine Gruppe Unter- und Offizieren die am Strassenrand ganz konzentriert mit Fernglas was hinter die Böschung den Hang runter betrachten ausgestattet, alles meisterhaft inszeniert - man hätte gedacht, das die Kerle Bewegungen des Feindes betrachten. Und wenn man die Diorama umgedreht hat, war auch offensichtlich was der Armeestab so genau betrachtet: einige junge Damen die - natürlich komplett nackt - im Fluss am Hang unten badeten! :D


    Man muss sich vorstellen was für einen Eindruck solche Dioramen, neben anderen die viel "Kriegerisch" waren gestellt, hinterlassen haben. Kriegsmaterial in 1/35 war nicht unbedingt "erträglicher" geworden, aber man hat einfach und langsam gelernt die Qualität des Umsetzung zu anerkennen und nicht nur hinter jedes Modellbauer ein frustrierter Nazi oder Kommunist zu suchen.

    Hallo,


    Ich habe selber auch sehr lange überlegt ob ich mich zur Thema äussern muss. Zum einen es wurden sehr viele Sachen die ich selber denke bzw. glaube schon von anderen Forumskollegen hier mit vermutlich bessere Worte als meine dargestellt. Zum zweiten bin ich Rumäne, und wir Rumänen haben als jungen, starken und in die letzten zwei Jahrhunderten von Nationalismus geprägten Volk - und das egal unter welche Regierung - die seltene Eigenschaft, schlimme Sachen zu machen und dann die Verantwortung dafür anderen Leute zu geben.


    Ja, wir Rumänen haben auch Deportation an Leute aus teilweise vor weniger als 100 Jahren gewonnenen Provinzen praktiziert, nicht nur am Juden und Zigeuner im zweiten Weltkrieg sondern auch unter die Kommunisten später. Sogar die eigenen Leuten die anders dachten haben wir deportiert. Massenmord ist uns auch nicht unbekannt, die Pogromen aus Iasi (Jassy) und Odessa, wo 15000 Juden in wenige Stunden starben sind durch die Königliche Rumänische Armee durchgeführt worden. Später haben wir gemeint, es sind die "Nazis" gewesen, ohne klarzustellen ob unseren eigenen oder die deutschen. Für der Schulbuch der man heute lesen kann (in meinen Zeit war das eh nicht zu lesen) ist sowieso besser so, keine unangenehme Fragen. Und wenn man heute als Zigeuner in Rumänien geboren wird hat man zwar ab den 18. Geburtsttag ein EU-Reisepass, ist aber man sowieso Bürger X-te Klasse.


    Die Modellbahnszene in Rumänien ist auch durch diese etwas zweispaltige Geschichte und vor allem die seltsame Weise mit die eigene Geschichte herum zu gehen geprägt. Bis vor wenigen Jahren war ein absoluter "no go" eine Anlage mit Themen aus die Epochen III oder IV zu bauen, denn es war automatisch was zum "glorifizieren der Kommunismus" und man wurde aus alle Foren rausgeschmissen. Inzwischen sind 25 Jahren sein die Wende, der Name von Ceausescu schreibt man weider mit ein grosser "C" (früher gesetzlich verboten!) und eine Nostalgie für die rumänischen Eisenbahnen der 1960er bis 1980er, Zeit als ganz Europa bei uns pilgerte um fahrenden Dampfloks zu sehen wird nicht mehr politisch interpretiert oder viel weniger.


    Stattdessen haben wir ein anderes Problem: "Kommunismus ist nicht weniger schlecht als Faszismus", meint man überall, und somit sind die 1940er voll in Trend bei manche Leute. Das wird aber leider immer, oder fast immer, als politischer Manifest gesehen, wird von Leute die sich gerne auch als Nationalisten bzw. Mitglieder der neu wiedererstandene "Legion" (unseren Nazis) outen betrieben. Inzwischen sind wir so weit das ich in unseren rumänischen Forum nicht wenige rausschmeissen und Nazi Symbole wie die Hakenkreuz an Modellen in Fotos verbieten musste. Und leider wird es viel Kitsch praktiziert, mit grau lackierten Fahrzeugen aus den Nachkriegszeit (oft spielen da Magirus Rundhauber die Wehrmachts-LKW Rolle) und statt Balkenkreuzen wo nötig Hakenkreuzen überall, sogar mehrmals auf derselben Fahrzeug. Es wird argumentiert das "es sind sowieso nicht unseren Nazis sondern die aus Deutschland" und so kann man durch seine Modelle seine politische Meinung etwas "getarnt" outen. Für mich eine ziemlich grausame Sache.


    Das ganze hat als Nachteil das es inzwischen bei uns fast unmöglich geworden ist eine Epoche IIc Anlage nach mitteleuropäischen Vorbild zu bauen, denn auch der, der sich Mühe gibt und alles nach konkreten Vorbild genau nachbildet (oft mit irgendein Fahrzeug oder Fahne hier und da die ein Symbol aus der Nazi-Zeit trägt) wir sofort in dieselben Kübel mit die "wurdegerne-Nazis" aus den vorherigen Absatz gemacht. Vorbildlich die Epoche IIc in Rumänien nachzubauen ist entweder "peinlich" geworden für die einen oder "ein politischer Manifest" für die anderen die gerne an die Anti-Zigeuner Demo am Wochenende gehen. Und komischerweise dreht sich alles nicht um unseren eigenen Nazis, sondern um die ach so bösen Deutschen.


    Ich versuche das ganze so gelassen wie möglich zu sehen, auch wenn es in Deutschland schweriger wie andersorts ist. Mein Beispiel aus Rumänien soll ein einziges Zweck dienen: es gibt Völker die auch anderen weh getan haben, die sehen aber die eigene Geschichte weniger frustriert und waschen gerne Gehirne auf, was in Deutschland höchstwarscheinlich nie (mehr) passieren wurde. Daher blicke ich bei euch mit eine Art Respekt auf euch, verstehe warum man zu solche Diskutionen kommt und freue mich wenn diese sachlich geführt werden können, denn ich weiss das es in meinen Heimatland unmöglich wäre. Im Nachbarland Ungarn vermutlich genauso, Kollege Coriolis kann es bestätigen oder dementieren.


    Für mich persönlich haben alle Epochen eine Berechtigung. Was man davon macht und wie man diese vorstellt ist letztendlich eine Kultur- und Geschmacksache.

    Hallo,


    Seid ihr sicher das es sich um Container nach ISO-Mass (20', usw...) und um keine typische Schweizer Containern nach Schweizer Norm (Breite 2,30m statt wie normal 2,50m) handelt?

    Hallo,


    Ich bin in die deutsche Sprache nicht so mächtig und vielleicht verstehe ich nicht alles, aber warum wird diesen Thread als Jammer eingestuft?


    Manfred hat uns seine Erfahrung mitgeteil und ich habe die Grunde dafür gegeben und versucht das zu Erklären, so wie das mir selber seitens der verschiedenen Herstellern die in China produzieren gesagt worden ist. Es ist Tatsache, und das man dafür Lösungen finden kann stellt keiner in Frage. Es gibt hier auch Usern die in Frankreich wohnen, darunter meine Wenigkeit. Das man aber - wie es der Threadöffner gemacht hat - seine (schlechte) Erfahrung zeigt und das man sich darüber Fragen stellt ist legitim, zumal die Mehrheit der Antworten im Thread sachlich und nicht "jämmerlich" sind... :?: :!:

    Hallo Johann,


    Vorbestellbar sind die Wagen bei vielen Händler, was aber auch nicht automatisch bedeutet das diese die auch bekommen wurden. So war es auch bei die oben genannten N-Produkten, man könnte ruhig am Tresen oder im Internet bestellen aber am Ende kam ein E-Mail mit die Aussage "es tut uns sehr leid aber..." :!:

    Hallo Manfred,


    Is zwar ärgerlich, aber so eigenartig ist das eigentlich heutzutage nicht.


    In Spur N zum Beispiel ist das lange Praxis. Die Auflagen bewegen sich inzwischen dort bei vergleichbaren Mengen als in 0, sprich 300-500 Stk. per Modellvariante oder Farbvariante. Bei manche Modelle die im "Heimatland" heiss erwartet werden bleiben keine Restmengen bzw. Kontingenten für Deutschland übrig. So war es zum Beispiel bei:


    - Arnold, Re 4/4 der BLS: Auflage restlos an Arwico in die Schweiz geliefert, Händler in Deutschland trotz Bestellung nicht beliefert worden.


    - Brawa Re 477 (ex DR-E11/E42) in die "Classic Orient Express"-Lackierung. Auflage restlos an Arwico in die Schweiz geliefert, Händler in Deutschland trotz Bestellung nicht beliefert worden.


    - Brawa "Amerikaner"-Reisezugwagen der SBB ex-NOB, erste Serie, dito. Inzwischen sind noch drei Serien davon produziert worden und überall zu kriegen.


    Wie diesen letzten Beispiel zeigt, wenn es grosse Nachfrage besteht ist eine Neuauflage möglich. Die für uns theoretisch einfachste Lösung, sprich die Erstauflage noch vor dessen Herstellung zu erhöhen ist leider für Chinaproduktionen so gut wie unmöglich, denn dort werden heutzutage die Auflagen und Produktionsdaten leider in Voraus definiert und sind nicht frei zu ändern. "einfach 100 Stück mehr davon bauen" geht leider nicht ohne weiteres.