Posts by DT1

    Musste mal nachsehen, hier die CV bei ESU:

    Einstellungen für Analogbetrieb

    Mit Hilfe der beiden CVs 13 und 14 kann bestimmt werden, wel- che der Funktionstasten im Analogbetrieb geschaltet werden. Man kann damit das Drücken einer F-Taste quasi „Simulieren“. Ab Werk sind die CVs so voreingestellt, dass die Fahrtrichtungsab- hängige Beleuchtung (mit F0 geschaltet!) sowie F1 (ab Werk auf AUX1 gemapped) eingeschaltet ist.


    und soviel ich mich erinnern kann, musst du auch noch die Analogerkennung CV29 abschalten, dann hast du bei deinem Silberling die Funktion die du brauchst ;)

    ...

    Ohne die Fahrzeuge umzubauen bleibt wirklich nur eine Digital- Lösung.

    Hallo Claus,


    das stimmt so nicht ganz, bei Lenz hast du leider recht, bei ESU und ich gehe mal davon aus, dass in den Silberlinge ein ESU verbaut ist nicht. Ich stand einmal vor dem selben Problem, meine Loks in Trainsafe Vitrinen zu beleuchten.

    bei ESU gibt es den Vitrinenmodus, mit dem kann man bei einer analogen Anspielung das Licht aus und einschalten, somit würde er hier keine digitale Steuerung benötigen. Einfach Gleichspannung aufs Gleis, Vitrinenmodus einschalten und schon leuchtet der Silberling.


    Ich war diesbezüglich mal mit der Fa. Lenz im Gespräch, müsste noch irgendwo den Mailverkehr haben, man wollte diese Funktion irgendwann mal integrieren. Da ich keine Lenz Loks mehr habe, kann ich dies auch nicht testen, vielleicht könnte ja Oliver Null-Problemo etwas dazu sagen.

    Ich bin jetzt am überlegen was ich als nächstes zeigen kann? Ich könnte mal einen fiktiven kleinen Personenwagen konstruieren, was haltet ihr davon?


    Noch etwas am Rande, ich arbeite mit einem CAD Programm, dass es für Windows und Mac gibt. Ich habe viele Programme getestet und zuletzt bin ich mit diesem am schnellsten und es ist relativ einfach: ViaCad von Punch

    Da ich auch einen optionalen Lehrensatz benötige, sollte diese so gestaltet werden, dass man einige Lehren auch später für andere Sachen verwenden kann, also nachhaltige Lehren ;) Dazu kommt noch, dass Lehren ja auch eine Voraussetzung sind damit jedermann löten kann :thumbup:


    Für den Aufbau habe ich mal eine Lehre konstruiert, bei der man die Anschlagsteile ein wenig versetzen kann, somit ist man etwas flexibler:




    Wie bereits erwähnt nachhaltiger, somit auch für die Oberlichter der Preuß. Wagen:


    Schraubenkupplung an Lenz Wagen von Lenz oder richtige Schraubenkupplung die mit einem Splint gesichert ist?

    Ich hatte anfangs von einer 50/50% Ätzung geschrieben, es gibt allerdings auch weitere Möglichkeiten das Material zu bearbeiten, sehen wir uns diese mal genauer an:



    50/50:

    Dies ist eigentlich der Standard, der von jedem Dienstleister angeboten wird. Dabei kann gleichmässig von beiden Seiten je 50% Material abgetragen werden


    35/65:

    Wird auch 1/3 2/3 genannt und da wird die Anzahl an Dienstleister schon kleiner. Dieses Verfahren ist auch schon etwas teurer als das Standard 50/50.

    Ist im Prinzip wie das 50/50 Verfahren, allerdings eben von einer Seite nur 35% und von der anderen 65%. Dies macht zB Sinn wenn man mit einem dünnen Blech arbeitet und viel von einer Seite abträgt, somit würde mehr Material (65%) Rest bleiben, somit auch mehr Stabilität.

    Ein weiterer Grund wäre, wenn die abzuätzende Seite bei 50% zu tief wäre. Bei diesen Wagenwänden in 0,4 mm wurde die Außenseite nur mit 35% abgeätzt, somit wird der Absatz zwischen den Fensterrahmen und Profilen zur Wand nicht zu groß und mit 65% Wandstärke bleibt noch genug an Stabilität.



    Doppelte oder mehrfach Ätzung:

    Dieses Verfahren ist das komplizierteste, teuerste und man findet schon schwer Dienstleister dafür.


    Bei diesem Verfahren werden für jede Ebene eine weitere Zeichnung oder Film benötigt, über die dann nacheinander das Material abgeätzt wird. Wichtig dabei ist natürlich, dass nach einer Ebene die nächste genau darüber belichtet und das Material abgetragen wird.


    Ein Beispiel für solch eine Ätzung wäre 10/10 + 50/50, dabei wird bei der ersten Ätzung ca. 10% vom Material abgetragen, bei dem zweiten Vorgang wie bei dem Standard Verfahren 50%, jeweils einseitig oder beidseitig.


    Auf der Übersicht kann man sehr gut eine Möglichkeit dieser Methode zu sehen. Normalerweise kann man nicht auf einer Seite Material abtragen und gleichzeitig die Rückseite für eine Biegung anätzen, dann hätte man einen Durchbruch in den Bereich.

    Bei diesem Verfahren könnte man an einer Seite zB abätzen und Nieten stehen lassen und an der Rückseite dennoch mit 50% die Biegenut ätzen. Die 10% sind meistens nur geschätzt, können ebenso 9% oder 12% sein.



    Hier mal ein Beispiel für eine 35/65er Ätzung, das Grundmaterial ist 0,4 mm, von der Oberseite wurden 35% abgenommen:



    Jetzt noch das Thema Hinter- oder Unterätzung:


    Beim Ätzen wird auf die Oberseiten der Bleche eine Beschichtung aufgetragen, diese ist lichtempfindlich worauf dann die Zeichnungen belichtet werden. Jetzt habe ich ja bereits erwähnt, dass bei positiven Vorlagen alles was schwarz ist erhalten bleibt. Wenn jetzt die Säure auf die Platte trifft, wird diese oberste schwarze Schicht nicht angegriffen, die Säure kann aber daneben das weiße wegätzen. Dabei dringt die Säure auch unter die schwarze Schicht, wodurch da weiteres Material abgetragen wird.

    Ist das Blech jetzt dicker, dann braucht die Säure länger bis sie die Mitte erreicht und ätzt dadurch länger zur Seite als bei dünneren Material, dadurch auch eine größere Hinterätzung.


    Moin,


    lösen wir die letzte Zeichnung mal auf:

    links und rechts der Seitenwand habe ich eine Abätzung eingezeichnet, so dass die Stirnwand einerseits einen Anschlag zur Bauteilmitte hat und die Seitenwand an der Stirnwand anliegt. Da wir ein 0,3 mm Material konstruieren, würde die Breite der Abätzung mit 0,3 mm reichen, ich mache hier allerdings 1/10 mm mehr und dies nach dem verlöten mit einem feinen Schleifpapier abzuziehen.



    Gefaltet von oben würde dies dann so aussehen:



    Die Zeichnung selbst habe ich mal farbig gefüllt, Ansicht auf die Innenseite der Box: schwarz bleibt, grün wird abgeätzt:


    Es gibt ein paar Regeln beim Ätzen:

    • Bauteile (auch Haltestege,... ) sollten/dürfen nicht kleiner/schmäler als die Materialstärke sein
    • Schlitze/Löcher sollten nicht schmäler als die Materialstärke sein
    • Abstände zwischen den Bauteilen müssen größer als die Materialstärke sein
    • Je dicker das Material desto größer die Hinterätzung (erkläre ich später mal)
    • Eine große Präzision gibt es beim Ätzen nicht, im Gegensatz zum zb. Fräsen
    • ...


    Die "Regeln" können wir natürlich jederzeit erweitern, ich habe mal mit den wichtigsten begonnen. Ich habe oben teilweise sollten, dürften, ... geschrieben, das kommt daher, weil nur dann eine einwandfreie Ätzung garantiert werden kann. Es kann aber sein, dass man selbst davon abweichen möchte, wenn man weiß wie der Dienstleister arbeitet kann dies auch positive Ergebnisse liefern, ein Beispiel:


    Bei den Preuß. Wagen ist die Oberlichte aus 0,4 mm Material, in dieses 0,4 mm Material möchte ich 0,2 mm Lüfterklappen einsetzen, sprich ich benötige auch Schlitze die in etwa 0,2 mm breit sind. Oder ich benötige ein Loch relativ nahe der Außenkante und der Abstand kleiner der Materialstärke verbleiben, also das Ergebnis wäre ein Schlitz. Dann macht man eben ein kleineres Loch, kann auch kleiner als das Material sein, weil ich es ja nur als Ankörnen benutzen möchte.


    Jetzt kommt es zuerst auf die Verarbeitung des Dienstleisters aus, sprich wie das Blech geätzt wird. Dies kann bei einem normalen Säurebad beginnen, wo das Blech eingehängt wird und man gegen Ende der Zeit das Material und Ergebnis beobachtet, wenn es passt kommt es aus der Säure. HighEnd ist dann ein Industrieätzer der das Material von der Rolle in eine Maschine laufen lässt und hinten kommt ein perfektes Blech raus, in solchen Firmen werden auch Bauteile für die Autoindustrie gefertigt. Solche Maschinen haben natürlich eine hohe Präzision und Wiederholungsgenauigkeit.


    Auch spielt die Qualität des Materials eine Rolle, das merkt man recht schnell wenn man viel von einer Seite abätzt und das Blech Wellen schlägt, das sollte nicht sein.

    Jetzt sehen wir uns mal eine Kiste an: 20 x 10 x 5 auch aus 0,3 mm Material:



    Ich habe mal 2 Varianten hier eingezeichnet, links mit Verzinkung, rechts mit stumpfer Verbindung:



    Wie oberhalb bereits erklärt, die Materialstärke (bei meiner Reise nach Rom ;) ) werden bei den Verbindungen abgezogen. Die Stirnwände befinden sich zwischen den Seitenwänden.


    Zuletzt habe ich aber noch eine weitere Variante, die ich bei solchen Konstruktionen den Vorzug gebe:



    Geschwärzt würde das dann so aussehen:



    Erläuterung dazu lasse ich für heute Abend mal, ich denke ihr könnt erkennen wo der Unterschied zu der oberen Konstruktion liegt ;)

    Ich habe noch ein wenig Zeit, bevor der Grill angeworfen wird, also noch ein wenig weiter:


    Wie bereits oberhalb erwähnt kann ein Ätzer die Zeichnung in positiv oder negativ verlangen:

    • Positiv: alles was stehenbleiben soll ist schwarz
    • Negativ: alles was weggeätzt werden soll ist schwarz
    • oder eben ungeschwärzt, dann muss es aber eine Datei sein und kein Ätzfilm


    Also hier mal eine positive Ätzzeichnung, Ätzvorlage, ...:



    Wir sehen hier nun die positiv geschwärzte Zeichnung von oberhalb, Vorder- und Rückseite inkl. Rahmen und Anbindungen (4 kleine 3ecke links). Was passiert nun beim Ätzvorgang, nachdem der Ätzer die Platten vorbereitet hat (auf das gehe ich jetzt mal nicht genauer ein), ätzt die Säure alles was nicht schwarz ist weg. Zwischen dem Rahmen, der vorne und hinten schwarz ist und somit komplett unbearbeitet bleibt und dem inneren 4eck ist auf beiden Seiten weiß, somit ätzt sich die Säure von beiden Seiten jeweils 50% ins Material, in Summe also 100% und somit bleibt kein Material mehr stehen. Bei den Anbindungen haben wir nur auf der Vorderseite geschwärzt, somit bleibt an der Vorderseite 50% Material und an der Rückseite -50%, also halbe Materialstärke. An der linken Seite des inneren 4ecks wurden 2 Nuten geätzt (linke Seite) die 50% der Materialdicke tief sind.


    Wenn man nun das innere 4eck von dem Rahmen trennt, kann man das Teil über die beiden Nuten falten und man erhält das U-Profil ;)


    Im Großen und Ganzen ist es recht einfach, was stehenbleiben soll wird schwarz, was weg soll wird weiß. Wenn ein Dienstleister ein negativ benötigt, kann man dies leicht über die Zeichensoftware "invertieren", also schwarz mit weiß tauschen, falls es der Dienstleister nicht selbst macht.

    Da ich in den letzten Wochen mehrmals gefragt wurde, wie ich denn Ätzzeichnungen anfertige und wie diese aussehen müssen, möchte ich mal Grundkenntnisse an einem Beispiel aufzeigen. Mir geht es dabei nicht um die Bearbeitung bei dem Ätzen selbst, sondern das Verständnis und die darauf zurückzuführenden Umsetzungen in eine Zeichnung.


    Mir ist klar dass viele Wege nach Rom führen, auch dass jeder Ätzer andere Vorgaben hat. Meistens sind diese aber nicht so sehr unterschiedlich wie man annimmt, ob man jetzt positiv oder negativ geschwärzte Zeichnungen abgibt oder ein pdf, CAD Datei, … ist für die Grundkonstruktion erst einmal egal.


    Zeichnen kann man mit Grafikprogrammen wie auch mit CAD Programmen, wenn der Ätzer geschwärzte Flächen braucht, muss man sich auch darüber Gedanken machen ob das Zeichen- oder CAD Programm dies überhaupt kann oder ob man überhaupt schwärzen muss.


    Nun erst einmal zum wichtigsten beim Zeichnen, der Linienstärke. Wenn man die Umrisse eines 4ecks zeichnet, gibt es eine Außen- und eine Innenseite oder linke und rechte Seite der Linie, die Längenangabe ist aber so gut wie immer die Mitte der Linie.

    An einem Beispiel kann man dies sehr gut verstehen: zeichnet man ein 4eck von 100 x 100 mm mit einer Linienstärke von 1 mm, dann hätte man 100 x 100 mm mittig der Linie, aber 0,5 mm links und rechts der Mitte, somit wäre das 4eck außen 101 x 101 mm. Somit sollte man die Linienstärke so dünn wie möglich einstellen, ich arbeite in meinem CAD Programm zB. mit 0,01 mm


    Nun zu den Grundsätzen des Ätzens, bei dem Verfahren wird auf der Ober- und Unterseite durch Säure Material abgetragen. Hier gibt es mehrere Möglichkeiten, aber wir bleiben mal bei 50/50%, sprich es kann die selbe Menge von oben als auch von unten abgetragen oder weggeätzt werden, wie, wann und warum folgt später.


    Als Beispiel habe ich mir mal ein U-Profil ausgesucht, zB für einen Träger mit den Abmessungen 5,4 x 2 mm mit einer Stärke von 0,3 mm:


    Als Einzelteile würde dieses Profil nun so aussehen, wobei sich die einzelnen Teile natürlich an den Ecken überschneiden:


    Nun habe ich oberhalb ja bereits erwähnt, dass wir bei der 50/50% Ätzung (ist eigentlich der Standard) von beiden Seiten jeweils die 50% abtragen. Um nun ein Bauteil knicken, falten, … zu können, verbinden wir diese 3 einzelnen Teile mit einer Knickkante (auf die Breite komme ich gleich). Diese Knickkante wird von einer Seite abgeätzt. Wenn man das Bauteil nun faltet, würde dies im Querschnitt nun so aussehen (die Rundungen sind die abgeätzten Knickkanten, sind im original nicht so rund). Jetzt haben wir aber ein Problem, wir hatten die 3 einzelnen Teile ja mit der endgültigen Breite gezeichnet, also 2 mm und 5,4 mm. Dazu kommen ja noch die abgeätzten Knickkanten, sprich das Profil würde um die Materialstärke größer werden:


    Somit müssen wir nun von den kurzen Schenkel 1 x die Materialstärke von 0,3 mm abziehen = 1,7 mm und von dem langen 2 x die Materialstärke = 4,8 mm. Für die Verbindung der 3 Teile müssen wir jetzt nach Rom und wie bereits erwähnt, da gibt es viele Wege hin. Mein Weg ist die Materialstärke, in dem Fall also 0,3 mm. Es gibt andere Möglichkeiten, die Verbindung kleiner oder größer zu machen, aber ich bin bis jetzt mit der Materialstärke sehr gut gefahren, zumindest bei einem Knick von bis 90 Grad. Somit würde bei mir das zu ätzende Bauteil diese Größe haben:


    Zuletzt würden wir gefaltet auf die Abmessungen kommen, die wir anfangs auch wollten:


    Nun erwartet der Ätzer allerdings eine Vordere und eine Rückseite um das Bauteil ätzen zu können, mit einem Rahmen und Anbindungen an 4 Ecken auf einer Seite würde die ungeschwärzte Zeichnung so aussehen (die Höhe von 100 mm ist in der Zeichnung skaliert):



    Morgen werde ich die Teile mal schwärzen und ein wenig mehr auf die 50/50% eingehen,


    Bin ich ;)

    nachdem ich heute mal die Höhe der Kupplung vermessen habe, die Daten gleich auf den Messingrahmen übertragen habe, ging es gleich an die Konstruktion. Da dafür die Mittellangträger ausgefräst werden müssen und an den Außenseiten nur noch ein kleines Stück (1,7 mm) übrig bleiben muss, wurde eine Vorrichtung erstellt, mit der ich die Profile gefräst habe. Also Vorrichtung fräsen, Fixierungen für die zu fräsenden Profile anbringen und schon ging es los:



    Die fertig gefrästen Mittellangträger:



    Kontrolle mit der Kupplungsschacht:




    Einbau in den Rahmen:




    Es sieht nicht nur aus als würde es passen, es passt auch :P

    Jetzt noch eine Lehre für die Zentrierung der Aufnahme und den Abständen der Längsprofile und dann kann es weitergehen :thumbup:

    Danke!

    Lese auch gerade in der aktuellen Ausgabe 47, bei den Neuheiten zu KM1, den Vorbestellpreis zur V90 - leider ruft KM1 aber 1990€ und nicht die Im Heft angegebenen 1592€ auf. Naja, das ist mir dann doch etwas zu teuer. Die Kupplung zu 100€, respektive 199€ käme ja noch oben drauf. :(

    Also meines Wissen endete die Vorbestellung am 30.6.2021, demnach wäre jetzt 1990€ der reguläre Preis :