Posts by Albert

    Hallo Yann,


    ich bin von deinem Selbstbau sehr beeindruckt!

    Das "Kabel" am Stromabnehmer ist wahrscheinlich ein Druckluftschlauch von der Schleifleistenüberwachung. Bricht die Schleifleiste, entweicht die Druckluft, was zu einem Absenken des Stromabnehmers führt. Dadurch soll verhindert werden, dass ein defekter Stromabnehmer über Kilometer die Fahrleitung "abräumt". Zumindest bei den in Deutschland und Österreich gebräuchlichen Stromabnehmern wird das so gelöst. Ich denke, dass die Franzosen nach dem selben Prinzip lösen.


    Auf das Betrachten deiner weiteren Fortschritte freut sich

    Albert

    Hallo Jürgen,


    ein tolles Gebäude, das perfekt in seinem Umgebung passt! Auch wenn ich mich wiederhole: ich finde deine Anlage überaus gelungen und sie ist für mich ein großer Ansporn, auf ein ebenso stimmiges Gesamtergebnis hinzuarbeiten.


    Weil du gerade auf Fehlersuche bist: die rechte Torsäule (die beim Fasslager) hängt auf dem Foto etwas in der Luft und das Licht scheint unten durch. Auch die Säule im Inneren kann ihrer statischen Funktion nicht nachkommen. Das beeinträchtigt den tollen Gesamteindruck, aber vielleicht war das Gebäude bei der Aufnahme lediglich nicht ganz perfekt ausgerichtet? Das menschliche Auge sieht beim Betrachten über so etwas oft wohlwollend hinweg, ein Foto hingegen zeigt Spalten jedoch gnadenlos auf.


    Beeindruckte Grüße,

    Albert

    Hallo zusammen,


    viel zulange hat das Projekt ruhen müssen, andere Aufgaben haben meine Zeit und Energie benötigt. Seit ein paar Wochen komme ich gelegentlich wieder dazu, ein wenig zu basteln und das Projekt weiterzuführen. Die lange Pause hat aber auch den Vorteil, die eigenen Pläne immer wieder kritisch überdenken zu können. So werde ich die Weichen nicht wie ursprünglich gedacht mit den mechanischen Bluepoint-Antrieben stellen, sondern dazu die kleinen Stellhebel der Lenz/Peco-Weichen verwenden. Das kommt den ortsgestellten Weichen einer solchen Anschlussbahn recht nahe.


    Von meiner Frau kamen einige gestalterische Vorschläge, die ich habe einfließen lassen. Selbst ist man oft zu sehr in einer bestimmten Denkrichtung verfangen, weshalb ein nicht vorbelasteter Blick von außen sehr hilfreich sein kann. Das hatte aber auch eine umfangreiche Änderung der Gleisanlagen zur Folge. Beim Bau der beiden Segmente habe ich ursprünglich die Lage der Spanten so ausgerichtet, dass ausreichend Platz für die Montage der Bluepoint-Antriebe bleibt und sie den Stellzügen nicht im Weg sind. Das passt jetzt natürlich nicht mehr, ist aber aufgrund der Verwendung der Stellhebel der Lenz/Peco-Weichen nicht von Bedeutung.


    Dafür verlangt der Gleisplan eine der schlankeren Peco-Weichen für Code 143. Mit der abweichenden Optik kann ich gut leben, denn bei der Anschlussbahn, die mir als Inspirationsquelle dient, waren in meiner Jugend ebenfalls die unterschiedlichsten Weichen verbaut. Auch die Art der Schienenbefestigung wechselte beinahe alle paar Meter. Verwendet wurde wohl, was gerade irgendwo günstig als Gebrauchtmaterial zu bekommen war.


    Die Peco-Weiche musste ich erst für die Verwendung der Lenz-Stellhebel adaptieren. Dabei habe ich auch gleich den großen hässlichen Kasten zwischen den Zungen soweit wie möglich verkleinert. Damit sich die Grundplatte des Stellhebels auf die Schwelle aufstecken lässt, muss man erst von der Unterseite der Kunststoffschwelle etwas Material abtragen. Von der Stellschwelle, die die Weichenzungen bewegt, habe ich die großen Zapfen an den Enden abgeschnitten. Weil die Stellschwelle nicht in der Achse der Stellmechanik liegt, habe ich aus dünnem Kupferblech eine Lasche angefertigt und für einen sicheren Sitz mit einem Stift aus 0,5 mm Messingdraht befestigt. Dieser Stift ist oben und unten mit dem Kupferblech verlötet. Dann habe ich an der passenden Stelle ein Loch in das Kupferblech gebohrt, damit ich den Stellhebel mit der vorgesehenen Schraube befestigen konnte. Klingt vielleicht etwas kompliziert, war aber recht flott erledigt und benötigt keine besondere Werkstattausrüstung. Sicherlich könnte man ein eleganteres Teil im 3D-Druck herstellen - sofern man dieser Technik mächtig ist und über die erforderliche Ausrüstung verfügt. Auf mich trifft das freilich nicht zu. Die zwei Bilder von der Ober- und der Unterseite sollen meine Lösung veranschaulichen.


    Grüße aus der Bastelstube,
    Albert

    Hallo Andreas,


    eine ähnliche Situation gab es bis ca 1970 an der österreichischen Westbahn zwischen den Bahnhöfen Schwarzach-St. Veit und Lend. Da das Salzachtal in diesem Bereich sehr eng ist, verläuft das zweite, nachträglich errichtete Streckengleich abschnittsweise deutlich höher. Die alte Bundesstraße querte die Salzach auf einer Betonbrücke, dann das direkt an der Ufermauer verlaufende erste Streckengleis und unterfuhr dass das zweite, höher liegende Streckengleis. Die Brücke über die Straße war allerdings als Stahltragwerk ausgeführt. Aufgrund der eingeschränkten Sichtverhältnisse war der Bahnübergang mit einem Schranken gesichert. Lediglich für deine Tunneleinfahrt gibt es dort keine Entsprechung.


    Ich habe an die örtliche Situation nur noch eine ganz vage Erinnerung, war ich doch im Zeitpunkt der Auflassung noch ein Kleinkind. Seit Anfang der 1970er verläuft die Bundesstraße an dieser Stelle durch einen Tunnel und quert erst etwas weiter südlich den Fluss.


    Ich habe sicher irgendwo einmal ein historisches Foto von der Situation gesehen, eine google-Suche hat aber kein Ergebnis gebracht. Vielleicht bringt dich meine Beschreibung ein Stückchen weiter?


    Grüße,

    Albert

    Moin Peter,


    meine Erfahrungen mit dem Bausatz des Bahnhofs Lippramsdorf von Real Modell habe ich hier beschrieben:



    Dort findest Du hoffentlich Antwort auf Deine Fragen. Wenn nicht, kannst du mich gerne kontaktieren.


    Gutes Gelingen und Grüße aus dem Süden nach Hamburg,

    Albert

    Hallo Wolfgang,


    natürlich kann man das so bauen wie von dir geplant. Etwas Verbesserungspotential sehe ich aber doch:


    a) Links bzw links oben ist die Strecke extrem knapp an der Wand. Dadurch ist es fast unmöglich, eine glaubhafte Umgebung zu gestalten.


    b) Der Haltepunkt unmittelbar vor der Einfahrt in den Bahnhof ist wenig überzeugend. Der Abstand vom Agenturgebäude samt Ladegleis zum Bahnhof ist schon sehr gering, aber durch die Ecke lässt sich dieser Bereich wahrscheinlich gerade noch gestalterisch vom Bahnhof trennen. Ich würde deshalb das Agenturgebäude noch etwas weiter an den unteren Rand versetzen und die Züge stattdessen dort halten lassen.


    c) Der Gleisabstand vom Lokschuppengleis zum zum benachbarten Umsetzgleis ist zu gering, um einen Lokschuppen unterzubringen. Mir persönlich gefällt auch die Lage des Lokschuppens nicht, aber da wissen die Spezialisten sicherlich besser, welche Anordnung für Bayern typisch war. Ich würde ihn dort unterbringen, wo jetzt das Lagerhaus vorgesehen ist. Allerdings ohne den Knick im Gleis.


    d) Dann bleibt die Suche nach einem neuen Standort für das Lagerhaus. Wenn du es dort ansiedelst, wo du den Lokschuppen vorgesehen hast, behindert er die Sicht und den Zugriff auf die Gleise.


    Grüße,

    Albert

    Meine damalige Überlegung war ein Aufbau in Segmenten in Leichtbauweise, um in bequemer Höhe arbeiten zu können. Als Strecke ein schlichtes eingleisiges Oval mit geringer Tiefe, damit die Segmente nicht zu groß und unhandlich werden. Eine Ausweiche oder gar ein Schattenbahnhof hinter dem Berghang wollte ich vermeiden, um den ganzen Aufbau möglichst einfach zu halten. Es hätte also nur ein Zug kreisen können. Für einen gelegentlichen Tausch der Garnitur hätte ich die Leiter bemühen müssen.


    Einen Nachteil hat ein solcher Aufbau: wenn etwas entgleist, donnern die Fahrzeuge aus ca 2 m Höhe auf den Fußboden. Abgesehen davon, dass die Fahrzeuge den Absturz nicht überstehen würden, möchte ich ein Modell in 1:45 aufgrund des Gewichts nicht auf den Kopf bekommen.

    Hallo Jürgen,


    die Bücher stehen wohl über Augenhöhe? Diese Situation bietet sich für eine Strecke mit Gebirgscharakter an, wo die Strecke einem Berghang entlang verläuft, dabei die eine oder andere Brücke überquert und vielleicht auch einmal kurz in einem Tunnel verschwindet. Der Betrachter steht dann quasi am Talboden.


    Ich habe mir so etwas einmal für meine US-Fahrzeuge in H0 überlegt. Aufstellungsort für den Rundkurs auf über 2 m Höhe ab Fußboden wäre ein 1,5 m breiter Flur gewesen. Aufgrund einer Übersiedlung ist diese Idee aber nie ins Umsetzungsstadium gekommen.


    Wenn Du das wirklich angehen solltest, kommt sicher wieder etwas ganz Besonderes heraus. Deine Anlage beeindruckt mich immer wieder aufs Neue!


    Viel Spaß beim Tüfteln wünscht,

    Albert

    Hallo Thomas,


    eigentlich wollte ich wie du 10 mm statt 12 mm Pappelsperrholz verwenden, aber 10 mm waren zum entscheidenden Zeitpunkt gerade nicht vorrätig.


    Die 135 cm für die Segmentlänge sind bereits jetzt im Rohbau etwas unhandlich. Sobald das Segment etwas ausgestaltet ist, muss es wohl von zwei Personen herausgehoben werden, um nichts zu beschädigen. Bei meiner H0-Anlage ist die Größe auf maximal 110 x 60 cm beschränkt, das ist bedeutend "handlicher".


    Gruß,

    Albert

    Hallo Thomas,


    ich habe meine Segmente mit 12 mm Pappelsperrholz an den Stirnseiten und einem Langträger ebenfalls aus 12 mm gebaut. Die Vorder- und Rückseite sind jeweils nur 6 mm Pappelsperrholz. Dazu kommen Querträger aus 6 mm Pappelsperrholz ungefähr alle 30 bis 35 cm. Die Ecken sind aber alle mit einer Rechteckleiste 18 x 18 mm verstärkt. Die Stirnseiten des Sperrholzes sind frei von Schrauben.


    Die Länge meiner Segmente ist maximal 135 cm, die Breite maximal 65 cm. Darauf liegt eine Grundplatte aus 12 mm Pappelsperrholz. Die Segmente liegen nur an den Stirnseiten auf Trägern auf der Unterkonstruktion auf. Bis jetzt habe ich hinsichtlich der Stabilität sehr gute Erfahrungen gemacht.


    Grüße,

    Albert


    Edit: ein Foto davon gibt es in meinem Faden "Rangieren auf kleinem Raum", AW #43

    Rangieren auf kleinem Raum - Seite 3 - Anlagenbau 1: Planung und Gleisbau - Spur Null Magazin Forum (spurnull-magazin.de)

    Hallo in die Runde,


    die modernere Variante, mitunter auch als Class 77 bezeichnet, wie sie bei der DB unter anderem von Mühldorf aus zum Einsatz bekommt, wäre meine persönliche Wunschkandidatin. Die 266.4 gibt es mittlerweile nicht nur in der eher langweiligen ECR-Lackierung sondern auch in Verkehrsrot. Ebenso hat die MEG verkehrsrote 266.4. Hoffen wir auf einen Erfolg der Erstauflage, vielleicht geht dann ja der Wunsch nach einer 266.4 in Erfüllung?


    Grüße,

    Albert

    Hallo Thomas,


    der Plan aus AW 81 wirkt grundsätzlich ganz gefällig, nur der Brennstoffhandel passt nicht an die vorgesehene Stelle. Ich würde Gleis 4a ersatzlos streichen und mir den Brennstoffhandel gegenüber der Ladestraße denken.


    Gleis 4b mit der Laderampe wirkt für mich ebenfalls etwas gekünstelt. Wenn Gleis 4a entfällt, kannst du Gleis 4b als gerade Fortsetzung von Gleis 4 anlegen. Außerdem sitzt die Rampe für meinen Geschmack zu weit links. Ich würde daher Gleis 4b nur jene Länge spendieren, die erforderlich ist, dass die Wagen grenzfrei an der Rampe stehen können. Wenn die Rampe nicht parallel zur vorderen Anlagenkante ist, hast du auch mehr Gestaltungsmöglichkeiten für die gesamte Ladezone.


    Viel Freude beim Entwerfen und Bauen wünscht dir

    Albert

    Hallo Heiko,


    danke für das Interesse am Entstehen meiner Kleinanlage. Es wird keiner der vor einem Jahr gezeigten Pläne, ich habe ganz grundlegend umgeplant.


    Ab März komme ich hoffentlich dazu, die Sementkästen fertigzubauen und dann setzte ich auch diesen Faden fort. Dann seht ihr alle wie es weitergeht. Soviel sei an dieser Stelle schon verraten: meine liebe Frau hatte ein paar tolle Ideen für ein möglichst interessantes Gesamtbild. Wenn die Gefahr besteht, den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr zu sehen, ist eben ein nicht mit Planungsdogmen belasteter Zugang zur Materie sehr hilfreich.


    Grüße,

    Albert

    Servus Thomas,

    hallo Mark,


    danke für die netten Worte! So ist es von mir gedacht, es soll Appetit auf "Selbermachen" wecken. Manches kann man vielleicht besser machen als ich es getan habe, aber der Baubericht soll zeigen, dass man auch ohne viel Werkzeug zu herzeigbaren Ergebnissen gelangen kann. Im Einsatz waren ein Schleifklotz mit Schleifpapier unterschiedlicher Körnung, ein paar Feilen, Pinzetten, Handbohrer, Pinsel und viel gute Laune beim Basteln. Geht doch!


    Danke auch für die Daumen und Pokale, ich sie sehe sie als Ansporn für das nächste Projekt!


    Grüße in die Runde,

    Albert