Nepper, Schlepper, Nullerfänger

  • @Null Problemo und Ederbahn:


    Ihr beide redet sowas von aneinander vorbei und seid gedanklich sowas von nicht auf der gleichen Welle. Lasst es gut sein, ehe Ihr Euch noch ernstlich in die Haare bekommt. Ich finde die 70 vom Nörgler auch um Welten besser als das, was da bei der Bucht als 70 angeboten und offenbar verkauft wurde.


    @Noergler:


    Das soll keine Kritik an Deiner tollen 70 sein, aber das Betriebsnummern-Schild vorne scheint mir zu tief zu sitzen, es ist - zumindest bei den Bildern, die ich vom Vorbild kenne - unmittelbar unter der Stirnlampe, ohne Abstand, weshalb es auch nicht vom Handlauf überdeckt wird. Vielleicht ist das Schild bei Deinem Modell auch nur ein wenig zu groß geraten?


    Auf diesem Bild, aufgenommen von schräg unten, ist das Schild komplett zu erkennen, bei Deiner Lok ist es im unteren Teil verdeckt - herrje, ich bin doch gar kein Nietenzähler :D - und irgendwie sieht der Handlauf bei Dir auch nicht korrekt gebogen aus:


  • Hier wurde ja viel geschrieben...


    Fakt ist: Ohne die Verkaufsanzeige im Volltext und den Verkäufer zu kennen, ist alles sehr spekulativ! Handelt es sich um einen gewerblichen Anbieter, der vornehmlich Modellbahnen verkauft, wäre es wohl nicht zu diesem Thread gekommen, da der Verkäufer verpflichtet gewesen wäre, das ... nennen wir es mal "Objekt" ohne Wenn und Aber zurückzunehmen. Anders sieht es bei Privatpersonen aus, da kann man nämlich - entgegen eines anderslautenden Kommentars in diesem Thread - nicht so ohne Weiteres einen Kauf rückgängig machen! Und nicht jeder nutzt Paypal. Außerdem kennen wir den Kaufpreis nicht, aber ich nehme mal an, dieser lag jenseits von 500 Euro - und das ist für so eine Spielzeuglok viel zu viel.


    Leider kann ich auch über die Rückwärtssuche und Google nicht viel herausfinden, lediglich die damalige Verkaufsüberschrift einer "BR 70 082... Handarbeit..." lässt sich noch teilweise über Google finden.


    Fakt ist auch, dass unter einem "Messingmodell" üblicherweise keine Lok zu verstehen ist, in der sich im Inneren lediglich 2 Messingschrauben befinden, denn bei der Bezeichnung "Messingmodell" sollte das Gehäuse überwiegend aus Messing bestehen (und nicht nur 2 Griffstangen). Ich möchte dem damaligen Verkäufer nichts unterstellen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass dieser völlig unbedarft war, sonst hätte er schon den Begriff "Handarbeit" bzw. "Handarbeitsmodell" nicht verwendet - das macht kein absoluter Laie!


    PS: Bin auch schon mal bei ebay reingefallen, aber der Verkäufer war absolut einsichtig und nahm den Wagen zurück: Ersteigert hatte ich ein "Messingmodell" eines Omm 52 mit OVP von "Kiss", aber angekommen war dann ein klumpiges und schweres Weißmetallmodell, bei dem auf dem Transportweg schon 2 der geklebten Bordwände abgefallen waren. Der Wagen hatte auch Griffstangen aus Messing, war aber deswegen noch lang nicht das versprochene "Messingmodell" und von Kiss schon mal gar nicht, das war nur die OVP...


    Gruß, Claus

  • Ob an dem Angebot etwas faul war muss wohl offen bleiben.
    Wir hören hier immer nur die eine Seite. Die Aussage des Käufers welcher sich übervorteilt fühlt.


    Das Foto der Lok hier in der Diagonale sagt überhaupt nichts darüber ob die Lok gut gebaut wurde.
    Die Pt 2/3 fällt durch den langen Kessel auf und 2 goße Räder hinten mit großem Abstand zum Vorlaufrad.
    Das sieht man nicht auf den Fotos.


    Holz, Messing, was macht das schon. Es gibt Fahrräder aus Holz und Autos für Schweinegeld.
    Klar Mischbauweise sollte beschrieben sein.


    Meine Erfahrung in der Bucht ist die, dass der überwiegende Teil der Verkäufer "Null Ahnung" hat was er verkauft.
    Schon aus diesem Grunde kaufe ich gerne Loks mit "Getriebeschaden" aus der Bucht mit lächerlichen Defekten.


    Eine gute Pt2/3 als Messinglok kostete rund 3000 Euro/DM wie der Bausatz von Gerard damals.
    Als Fertigmodell sicher eher mehr und nicht weniger.


    Für 3000 Euro fahre ich von Hamburg nach München und schaue mir die Lok an.
    Bei 1000 bis 1500 Euro für die Lok ist mir zumindest klar, da gibt es einen Pferdefuß oder die Lok ist Schrott.


    Zumindest hätte man im Modellbahnclub vor Ort anrufen können mit der Bitte die Lok mal
    zu besichtigen durch einen Experten.


    Letztendlich macht Zahlung mit Paypal immer Sinn. Dann kloppen die sich mit dem Verkäufer rum
    oder stellen fest, das Angebot war korrekt und der Käufer konnte wohl nicht lesen.


    Jo

  • Das soll keine Kritik an Deiner tollen 70 sein, aber das Betriebsnummern-Schild vorne scheint mir zu tief zu sitzen, es ist - zumindest bei den Bildern, die ich vom Vorbild kenne - unmittelbar unter der Stirnlampe, ohne Abstand, weshalb es auch nicht vom Handlauf überdeckt wird. Vielleicht ist das Schild bei Deinem Modell auch nur ein wenig zu groß geraten?

    Hallo Leo,
    deine Foto enstpricht aber auch nicht der Realität. Das Foto stellt die heutige Museumslok dar, die ziemlich grottenschlecht bei der ZOS Ceské Velenic hauptuntersucht worden ist. Schaue mal die Wasserkästen an, die sind alle geschweisst und ohne Nieten. In der Fachwelt wird die Hauptuntersuchung der 70 083 stark kritisiert. Daher würde ich einen Vorbildfoto nur aus der Epoche 2 oder 3 nehmen und nicht von heute (dein Bild stammt von Wiki).


    Bis dann
    Marc



    .

  • Und was lernen wir wiedermal fürs Leben daraus:
    Man kaufe bei einem Fachhändler mit gutem Renomee.
    Wer in der Türkei oder anderswo eine echte Breitling für 300 € kauft ist selber schuld.
    Husbert

  • wo liegt eigentlich das problem?
    dass die Beschreibung der Lok unzureichend war, oder dass so eine Lok überhaupt existiert? und auch noch verkauft wird und nicht gleich in die tonne geht! ich will keinem zu nahe treten, aber ich denke für viele ist es letzteres. so richtig traut sich das aber keiner zu sagen. und da reden wir halt an einander vorbei. denn die Existenz von selbstbauten jeder qualitätsstufe muss doch jedem klar sein, und dass zuweilen solche "Raritäten" auch verkauft werden, hat erstmal auch nichts mit Bauernfängerei zu tun. bleibt nur die frage, wie stark man bei ebay mit den "Qualitäten" hausieren geht. und da sind wir halt in einer wahnsinnig breiten Grauzone. da kann man sich drüber ärgern, wenn man Nippes gekauft hat, sollte aber fairerweise die Schnäppchen im Auge haben, wenn der Verkäufer mal nicht weiß, was er da eigentlich für werte verkauft. das gibt es nämlich auch.


    meint jedenfalls volker

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