Die Bonndorfer Bahn

  • Treppenaufgang- mein Erstlingswerk im Gebäudebau


    Hallo Modellbau- und 0er Freunde/innen,


    ich möchte was zur Überbrückung des Sommerloches beitragen. Da die Temperaturen Outdooraktivitäten fast unmöglich machen, kann man sich nun auch im Sommer der Modellbahn widmen.


    Ein Baubericht zur eigentlichen Anlage ist für einen späteren Zeitpunkt vorgesehen.


    Warum hatte ich zur Spur 0 gewechselt? Ach ja, ich wollte Gebäude und das Umfeld im Eigenbau erstellen.


    Hiermit stelle ich Euch den Bau meiner Bahnsteigunterführung vor.


    Nach ausführlichen Impressionen meines Architekten Dieter A., kam der Vorschlag mal etwas aus den Resten des letzten Restaurantbaues vom „Restaurant zur goldenen Seemöwe“ zu basteln.


    Nachdem ich im o.g. und weltbekannten Restaurant gefühlte 300 Kaffee getrunken habe konnte es losgehen.


    Aus den Resten einer 5x5mm Holzleiste wurde der Grundrahmen erstellt. Ich habe versucht, alle Auflagen für Balken auszusägen. Sicherlich wird der eine oder andere Statiker da noch sein Veto einlegen aber für diese windstille Umgebung soll das völlig ausreichend sein. (Bild 1+2)


    Vom Bahnsteigkantenbau (Bericht folgt später) blieben noch Strukturplatten „Ziegelmauer“, Art. Nr.: 55832 der Baugröße H0 übrig (Bild 3). Die Größe finde ich genau richtig, denn Vorversuche mit HEKI-Platten in Spurgröße 0 ergaben für mich ein unnatürliches und viel zu großes Erscheinungsbild, zumal die Anlagentief nur 0,70m beträgt und das Auge dem Geschehen doch sehr nahe ist. Aus den genannten Platten wurde der Sockel erbaut, denn schließlich soll das Holz nicht bis zum Boden reichen, damit dem frühzeitigen Verfall durch Spritzwasser vorgebeugt wird.


    Die Innenwandung des Treppenaufganges wurde aus dem gleichen Material zugeschnitten.


    In Ermangelung an Ideen und verfügbarem Platz wurde die Treppe nun wirklich aus den letzten Resten des 5 x 5mm Stabes zurechtgesägt. Immer auf Kante geklebt und mit einem Sägerest unterfüttert ergibt das eine Stufenhöhe von 22,5 cm. Nachdem ich unsere Treppenstufen im Haus nachgemessen habe war das für mich ausreichend, mit dem Wissen das für Treppenaufgänge bei Eisenbahnen und Stufen in öffentlichen Gebäuden andere Maße vorgeschrieben sind. Die farbliche Gestaltung erfolgte mit Revell Aqua Color Farbe Nr. 76 „ Hellgrau“ (dies entspricht meinem Favorit Gunze – Betongrau am besten, leider ist diese Marke nur noch schwer erhältlich, vom WWW abgesehen).(Bild 4)


    Das Treppengeländer entstand aus einem Drahtrest meiner TT-Jugendzeit. Die Halter zur Wand (aus Draht) wurden angelötet, alles in Form gebogen und anschließend mit Humbrol- Silbergrau angemalt. Da merkt man erst einmal, was für eine Geruchsbelästigung die Lösungsmittelhaltigen Farben waren.(Bild 5)


    Da dies mein Erstlingswerk ist, wollte ich die Fenster doch etwas professioneller aussehen lassen. Ich habe mich für die reiche Auswahl vom Modellbahn Engl aus dem Modusteck- System entschieden. (Bild 6+7)Die Verarbeitung dieser Teile ist super, das Einkleben der Scheiben kinderleicht und absolut sauber, wenn diese vorher passen zurechtgeschnitten werden. Einziger Wermutstropfen bleiben die hohen Versandkosten für drei Fenster aber das Ergebnis stellt mich sehr zufrieden. Die Fensterformen wurden mit dem Sägeblatt des Proxxon-Schleifers ausgesägt und versäubert. Bei dieser Gelegenheit wurde der Spalt für die Fensterbretter erweitert, damit sieht es im Seitenprofil nicht mehr so steril aus.


    Der Holzverschlag wurde mit der Wasserfarbe „Mahagoni“ von Gunze behandelt. Diese Farbe war ebenfalls ein Rest aus früheren Zeiten und passt ganz gut in die Dampflok-Ära der 50er. Anschließend wurde mit dem Farbton „Kalkweiß“ etwas graniert um die Holzstruktur wieder etwas hervorzuheben und Wasserablaufspuren anzudeuten.


    Die Dacheindeckung entstand aus 280er Schleifpapier und wurde in maßstäbliche Bahnen zurechtgeschnitten. Eine weitere Farbgebung lasse ich mir hier noch offen! (Bild 8)


    Für die Dachrinne habe ich bei Conrad ein rundes Messing Hohlprofil von 1,5 mm gekauft. Daraus entstanden das Fallrohr und die Rinne. Für die Rinne wurde das Rohr zur Hälfte weggeschliffen.(Bild 9)


    Für die benötigten Halter habe ich wieder den Drahtrest hervorgeholt, da muss doch was zu machen sein? Nachdem ich einige Zeit mit einer kleinen Zange und mit Gefühl an dem Draht herumgedrückt hatte, entstanden die gewünschten Flachprofile. Nachdem diese dann wieder in eine gerade Form gebracht wurden, ging es an das Anbringen der jeweiligen Halter. Die „Flacheisen“ wurden um das Rohr oder an das Profil gelegt und in ihrer Position verlötet. Hierbei ist das Lötöl von NDetail wieder die beste Empfehlung, da man mit sehr wenig Lötzinn, sehr dosiert arbeiten kann. (Bild 10 +11+12)


    Viele Grüße vom sächsischen Backofen
    Jörg

  • Hallo Jörg,


    Glückwunsch zu Deinem Erstlingswerk. Auf alle Fälle kommen dabei individuelle Unikate heraus, ausserdem verwendest Du soweit möglich echte Materialien wie z. B.: Holz = Holz, Schmirgelpapier = Teerpappe (optisch ziemlich gleich), Metall = Metall u.s.w. So gebaut kann es ja nach Fertigstellung nur "echt" aussehen.


    Ich lege bei meiner Moba auch Wert auf individuellen Modellbau und Dein Architekt weis wovon er redet. Also mach weiter so, mir gefallen Deine "Erstlingswerke" gut.


    Ach übrigens: Die Betonfarbe von Heki ist auch sehr gut, auf etwas dickere Viskosität eingestellt gut strukturierbar und sieht nach Alterung sehr echt aus.

    Gruss
    Robert
    BTB0e+0

    Edited once, last by BTB0e+0 ().


  • Hallo 0-Reisende!


    Durch die umgebauten Figur Vorschläge von „1zu0“ und „HüMo“ im Forum kam mir die Idee eine Person dem Treppenaufgang anzupassen. Die bereits erworbenen Preiserlein waren mir für diese erste OP zu schade/teuer. Ich hatte auf einer Verkaufsplattform im Internet mal eine ganze Charge chinesische Preiserlein aus China, für etwa 9,90€ gekauft. Eigentlich wollte ich diese für die Bestückung der Donnerbüchsen verwenden. Diese tun es für diesen Zweck allemal. Nun folgt die Qual der Wahl, welche nehmen und auf den OP Tisch legen. Meine erste Wahl (Bild 13) sah mir dann doch einem bekannten Staatsoberhaupt zu ähnlich und ich habe es nicht übers Herz gebracht den Knochenbrecher an zusetzen. Also musste Oliver S. für die Umstellungsosteotomie von Hüfte, Knie und Unterarm herhalten (Bild 14).


    Nach dem Umbau wurde Oli S. noch mit einer deckenden Farbe behandelt (Bild 15). Die Originalware sieht aus als wäre lediglich eine Wasserfarbe verwendet worden. Die Revell Aqua-Colorfarben tun wieder ihren guten Dienst und decken sogar die Sägeschnitte. Konturen und Frisur wurde nachgemalt. Leider haben alle Figuren keine Gesichtsbemalung. Ich habe alle frei liegenden Hautoberfläche mit der Farbe „Haut“ von Gunze behandelt und ihnen zumindest Augen gegeben, dazu habe ich einen wasserfesten Fine Liner benutzt.


    Letztendlich erhielt das Dach noch eine Beleuchtung. Diese Form und Art der Diode war eine Empfehlung der Dame am Tresen von Conrad, welche ein wirklich großes Herz für elektronische Dilettanten wie mich hatte (Bild 16).


    Das Bild 17 zeigt noch einmal den Treppenaufgang vor dem endgültigen Zusammenbau, hier ist die Dachrinne noch nicht farblich behandelt. Ebenso die Ansicht von Vorn der Dachrinne im Bild 18. Alle Messingteile wurden wieder mit den fast eingetrockneten Restern der Farbe Humbrol- Silbergrau angemalt.


    Im Bild 19 und 20 seht Ihr die Wirkung der „Modusteck“-Fenster, einmal mit Blitz und einmal ohne, bei beiden leuchtet die Innenbeleuchtung.


    Eine später mögliche Nachtillusion zeigen die Bilder 21 und 22.


    Es ist noch geplant, das kleine Gebäude mit Details, wie Stromverteilerkasten und weitern Ideen zu verfeinern.


    Bild 23 sagt, wann ist der Bahnsteig endlich betretbar und wann kommt eigentlich der erste Planzug. Aber bis dahin ist noch einiges an Bastelarbeit von Nöten.


    Ich werde Euch nach größeren Bauabschnitten weiter informieren!


    Viele Grüße
    Jörg

  • Hi Jörg,


    dass mir Dein Erstlingswerk samt Beleuchtung und den nach Frankensteinmanier "zusammengenähten" Figuren gut gefällt ist zweifelsfrei.


    Erlaube mir aber bitte, dennoch etwas konstruktiv gemeinte Kritik zu äussern:
    Die Einhausung ist so aufgestellt, dass es hinter dieser, so nehme ich das jedenfalls wahr, der Bahnsteig noch weiterführt. Wie aber sollen die Figuren seitlich den nach hinter der Einhausung weiterführenden Bahnsteig erreichen, ohne dass sie von einem vorbeifahrenden Zug mitgerissen werden. Der seitiche Durchgangsplatz ist nicht nur beengt, sondern schlichtweg zu eng. Da der Bahnsteig ja einer der schmalen Bauart ist sehe ich als einzige Rettungsmöglichkeit, die Einhausung bzw. den gesamten Treppenaufgang an das Ende des Bahnsteigs zu versetzen, dann ist das schlüssig. Schliesslich sind Deine Figuren ja frisch operiert und wollen nicht schon wieder auf den OP Tisch. Naja, wenn sie ein Zug mitreisst ist wahrscheinlich keine OP mehr nötig und es reicht eine Plastiktüte für die Reste ;) .

  • Hallo Robert und alle anderen Mitleser,


    selbstverständlich ist Kritik erlaubt und wenn sie, wie in der von Dir hilfreich niedergeschriebenen Art erfolgt auch herzlich willkommen.


    Nochmal zum Beginn und Einstieg zurück, ursprünglich hatte ich ein stattliches Empfangsgebäude geplant, sofern das bei 0,70 Segmenttiefe überhaupt möglich gewesen wäre. Ich habe eine bestimmte Ausgabe des 012 Express gelesen und dort wurde von einer Spur 1 Anlage berichtet, die ihre irre Wirkung, vor allem in der Tiefe, durch das Anlegen von Stufen/Etagen erzielte. Dies bewegte mich zum Umdenken. Hinter dem letzten Gleis (auf dem Foto hinten) soll eine Art Arkadenwand entstehen, die den Sprung zur nächst höheren Stufe darstellen soll. Da nun kein Empfangsgebäude inklusivem Bahnsteig mehr geplant war, musste eine Möglichkeit geschaffen werden, wie die Passagiere an ihre Zustiegsmöglichkeit kommen können. Das Empfangsgebäude soll sich fiktiv in der nächst höheren Ebene befinden. Ein Zugang zum Bahnsteig erfolgt über lange Treppensteige oder Fahrstuhl (wird aber nicht dargestellt).


    Nun habe ich die Lenz-Gleisgeometrie schon soweit auseinandergezogen, damit ich über das geringste Maß des Gleisabstandes von 114,3 mm komme. Nach dem Nachschlagen im Normenheft, MOROP und weiteren Quellen musste ich zu dem Entschluss kommen, dass ich weit unter der geforderten Norm liege und dass mehr Bahnsteigbreite für mich vorerst leider nicht umsetzbar ist. Ich habe zwischen jedem Gleiswechsel ein Schienenstück G2 gesetzt. Zu mehr Kompromiss war ich dann doch nicht bereit, da mir sonst nicht ausreichend Bahnsteig bzw. Abstellgleislänge zur Verfügung steht. So ist das nun mal bei "Klein-Zimmer-Anlagen" aber ich wollte mit der Moba anfangen und nicht auf den in Aussicht stehenden Platz warten.


    Zum Bau selber, ich habe im ersten Bauabschnitt das Häuschen höher und ursprünglich schmaler geplant, mit der Sorge um die Passanten. Die Wirkung war so dermaßen mies, das ich das viel zu schmale Haus auf das Maximum verbreitert habe und das ganze Gebäude in seiner Höhe gekürzt habe, auch wenn damit ein wertvoller Bastelnachmittag weggeworfen wurde. Ich weiß, dass es immer noch nicht stimmig wirkt aber in der Ansicht von Vorn geht es einigermaßen.


    rObert


    Bitte schau das angefügte Foto an, hier siehst Du, dass dieser Wetterschutz kurz vor dem Ende des Bahnsteiges steht und sich dahinter nur Lokpersonal aufhalten sollte, da der Bahnsteig gleich zu Ende ist und das Ganze mit einem kleinem Treppenabgang zum Lichtsignal abgeschlossen wird. Weiterer Grund zur schmerzlichen Höhenkürzung des Gebäudes war die nun hoffentlich uneingeschränkte Sicht auf die Signalisierung.


    Findest Du es akzeptabel?


    Sollte man den hinteren Bereich mit weiß-roten Ketten oder ähnlichem absperren?


    Ist das verlängerte Abwasserrohr (wäre für die Passanten auch eine „Stolperfalle“) der Dachrinne bedenklich?


    Derzeit ist es bis über die Bahnsteigkante hinaus verlängert, damit der frisch geschotterte Boden („SAKRET“Quarzsand-farblich behandelt) durch den anhaltenden Regen nicht ausgewaschen wird. Ergo, das Regenwasser läuft ins Gleisbett!


    Der Übergang zum nächsten Bahnsteig, im Vordergrund, soll mittels Holzbohlenübergang erfolgen. Dieser befindet sich genau am anderen Ende dieses Bahnsteiges, um den Übergang durch belegte Gleise nicht zu versperren. Der Bahnsteig befindet sich gerade in der Erschaffungsphase und wir lediglich als veralteter Schüttgutbahnsteig ausgeführt.


    Viele Grüße und der Hoffnung auf Eure Inspirationen
    Jörg

  • Hallo Jörg,


    was hälst Du davon, dass Du diesen schmalen Bahnsteig nur für das hintere Gleis nutzt? Also, ein Geländer zum mittleren Gleis aufstellen, so wie es in Coswig bei Dresden am Bahnsteig 5 ist. Dann wäre auch der recht schmale Bahnsteig realistischer.


    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  • Hallo werte Mitleser,


    ein Bahnsteig, welcher auf einer Seite durch ein Geländer begrenzt ist war meine Anfangsidee. Mit dieser wäre ich auch der Norm deutlich näher gekommen.


    Da ich für das vordere, 3. Gleis schon einen Schüttgutbahnsteig baue, dieser noch schmaler ausfallen wird und ich nicht weiß, ob es Schüttgutbahnsteige auch beidseitig gab, muss ich irgendwie die Gleismitte versorgen. Ganz hinten (auf dem Foto rechts zu sehen) sollen die verbleibenden 10 cm für das Anlegen der Etage bzw. der Arkadenmauer genutzt werden. Auf der Stützwand wird dann der weitere Verlauf nur noch angedeutet und mit einem Hintergrundmotiv beendet.


    Ich glaube ich komme nicht Drumherum Euch mal einen Einblick in die Gleisanlagen zu geben!


    Im linken Teil des Fotos soll ein kleines BW oder eher eine Lokbehandlungsstelle entstehen. Im weiteren Verlauf soll Platz für Güterumschlag und Rangierarbeiten sein. Momentan fehlt es zum Weiterbau an der versprochenen „Dreiwegweiche“!


    Viele Grüße
    Jörg

  • Hi Jörg,
    hast Du irgendwo eine Gleisplanskizze Deiner Anlage? Ich wäre neugierig den geplanten Endausbau zu sehen.
    Grüße. Jay, the K.

    The Keithville & Lake Erie RR - Serves the Steel Centers

  • Hi Jörg,


    sorry, dass ich erst jetzt antworte - so "zwischendrin" arbeite ich auch noch und manchmal reicht´s mir auch ;) . Dennoch möchte ich Deine Fragen nicht unbeantwortet lassen.



    Sind meine Gedanken dazu - natürlich baust Du im Endeffekt wie Du willst. Viel Spass noch...

  • Hallo Jay, hallo Robert,


    danke für Eure Antworten und das Interesse.
    Robert, Dir noch einmal Danke für Deine unermüdlichen Vorschläge und das Brainstorming. Das Absperren überlege ich mir noch bzw. es ist wirklich sinnvoll! Nur wo Absperren, direkt neben dem Aufgang ist selbst dafür zu wenig Platz. Meine Idee, einfach einen Draht im rechten Winkel biegen, rot-weiß anmalen und im Boden und dem Holzpfosten verankern.


    So, ich glaube es ist wirklich sinnvoll Euch mal den Gleisplan zu veröffentlichen, damit Ihr mehr Einsicht und Klarheit bekommt.
    Gleich am Anfang die Frage nach den derzeitigen Platzverhältnissen: ich habe 3,40 in den Länge und etwa 2,30-2,50 in der Breite (Modulbreite jeweils 0,70 breit).


    Derzeit ist nur das Bahnhofsgelände bzw. der ankommende Verkehr geplant. Es soll ein Trennungsbahnhof entstehen, der den Namen Lenzkirch tragen wird. Soweit passt das, von einer maßstäblichen Umsetzung bin ich meilenweit entfernt. Ich wollte eine plausible Erklärung schaffen, warum beim Punkt zu Punkt Verkehr Ganzzüge mit Kesselwagen, Staubgutwagen u. Schüttgutwagen reale Abläufe möglich sein können. Aus diesem Grund habe ich aktuell das Thema „Vorbild- Modell, Fotos und Funktion v. Zementverladung gesucht“ gestartet.


    Ihr seht in der Gleisplanzeichnung (Trackplanner) den Bahnhof, welcher sich auch auf dem Foto wiederspiegelt. Die erkennbare Dreiwegweiche am linken Anlagenrand ist eine Segmentdrehscheibe von NDetail (siehe „Farbgebung für Segment/Schwenkscheibe von NDetail gesucht“. Was nach rechts, der Trennung beider Gleise durch Steigung und Neigung passiert ist noch völlig offen.


    Vorschläge sind wie immer willkommen! Nur so viel, geplant ist den inneren Bogen so zu führen, dass er unter dem äußeren Halbkreis durchführt. Hier soll im weiteren Verlauf ein Schattenbahnhof mit Fiddle Yard entstehen und darüber soll sich der zweite Bahnhof befinden. Kopfzerbrechen bereitet mir hierbei der Fiddle Yard im verdeckten Bereich. Aufgrund der maximalen Steigungen/Neigung und dem daraus resultierenden geringen Höhenunterschied wird später wenig Platz für den Eingriff bleiben. Nach Möglichkeit soll der obere Bereich für Wartungszwecke abnehmbar sein und die ganze Länge muss mindestens einmal in Segmente teilbar sein, damit das Ganze bei einem späteren Umzug nicht im Müll landen muss.


    Im inneren Bogen ist noch ein Abzweig geplant, der das Zementwerk mit all seinen Abnehmern versorgen soll. Vielleicht kommt dieses nach den neuesten Erkenntnissen von „blb59269“ auch in den oberen Bereich.


    Viele Grüße Jörg

  • Hallo Spur-0 Freunde,
    hiermit möchte ich nach 1685 Tagen mein neuestes Stück Anlagenbau vorstellen.
    Ich tue dies zum ersten Mal in dieser Ausführlichkeit, um denen die hier wahren Anlagenbau betreiben etwas wiederzugeben und mich hier mal mit einem Beitrag über mein Schaffen zu beteiligen.


    Fertigstellen konnte ich die Arbeiten durch die Verschiebung der Int. Spur 0 Tage. Leider hat es für die virtuelle Version zeitlich nicht ganz gereicht.


    Kurz zur Erklärung:
    Ich hatte mich von Anfang an in die Betriebssituation Spitzkehrenbahnhof verliebt. Dabei ist es letztendlich auch geblieben, wenn auch noch ein paar kleine Lageveränderungen dazu kamen. Auf der Suche nach einem Anlagennamen (Nullingen, Lenzhausen waren dank „SH Nuller“ schon vergeben) kam ich auf die Idee daraus einfach Lenzkirch zu machen – Namen die auf …kirch enden gibt es ja in der nähe von Dresden auch öfters, so z.B. Neukirch o.ä. Nachdem ich dann diesen Namen aus irgendeiner Eingebung mal bei Google eingegeben hatte - kam die Bonndorfer Bahn heraus. Prima, meine 2. Wahlheimat wäre in D der Schwarzwald gewesen und dann auch noch mit Spitzkehre.


    Mittlerweile habe ich auch ein Buch mit dem Titel „Die Bonndorfer Bahn“ zusammengefasst und binden lassen.


    Ich kenne die Anlagen in anderen Maßstäben, die diese Strecke bereits nachbilden. Ein sklavischer Nachbau schied von vornherein aus, zumal meine Raumverhältnisse lediglich 334 x 250 hergaben. Versucht habe ich es 2012 nach meinem Wechsel von TT zu O trotzdem, denn das Warten auf größere Verhältnisse erschien mir zu lang. Wohl wissend um eine Vergrößerung der ersehnten Raumverhältnisse habe ich mich von Anfang an für die Segmentbauweise entschieden. Es dauerte länger aber hat sich ausgezahlt, denn ich reiße nicht gern ab! Einzig das Konzept hat sich etwas geändert, der zweite Bahnhof (damals als Schattenbahnhof geplant) muss nicht mehr unter den Modulen bzw. in denen Platz finden. Nach Umzug 2017/18, reichlich Ärger mit dem Bauträger und halbwegs überstandener OP der LWS konnte ich die Segmente wiederverwenden und weiterbauen. Der Raum ist deutlich größer geworden, jedoch machen 23° Dachneigung und eine 80er Drempelhöhe viele Träume zunichte. Auf dem Boden wollte ich aufgrund meiner Schädigung nicht herumkriechen, obwohl mir das Konzept von „IBV“ hier im Forum sehr gut gefällt. Der bestehende Bahnhof, zumindest von dem was bis dahin fertig war, wurde auf eine Höhe von ca. 130 cm, auf den überbauten Treppenaufgang gepackt. Das ermöglicht mir in Zukunft einen Landschaftsteil, bei dem ich nicht eingreifen muss, er wird in einer Tiefe von 70 bis 160 cm liegen. Hier will ich versuchen das Bahnhofsgebäude „Lenzkirch“ mit Wiedererkennungswert nachzubauen.


    Im vergangenen Jahr ist ein neues Segment entstanden, welches ich Euch heute vorstellen möchte.
    Es ist ein Segment, welches klappbar ausgeführt werden musste, da es sich im Bereich des Zugangs zur Treppe befindet. Technisch wurde es durch die Inspiration von „moba-tom“ realisiert. Eine Segmentseite hat zwei Wangen. Mit einer Wange wird das Segment an die bestehende Anlage mittels Flügelmuttern und Einschlagschrauben angeschraubt. Die zweite Wange ist mit der ersten durch Scharniere verbunden. Damit kann das Segment bei Betriebspausen nach unten weggeklappt werden. Die Länge des Modules ergibt sich aus der gewählten Anlagenhöhe. Momentan stützt ein übrig gebliebenes Stativbein die andere Seite. Das Bein kann eingefahren und so in das Segment eingeklappt werden.


    Thematisch hatte ich mir als Erweiterung zum Bahnhof etwas zum Rangieren und Verladen vorgestellt. Herausgekommen ist ein Gleis zur Verladung, eventuell von Zementsilowagen, auf einen Culemeyer. Als zweites musste eine Möglichkeit für das Entladen an einer Rampe geschaffen werden. Nachdem ich in Maarn 2018 das Industriegebiet in Spur 1 gesehen habe, lies mich die Idee nicht los einen Wagen in einem Gebäude zu verstecken. Bei einem Messekontakt mit „rbs-Modellbau“ habe ich eine derartige Lösung für einen Lokschuppen in der Baugröße TT gesehen. Wir haben dies als Sonderanfertigung nach meinen Maßen umgesetzt.Das Rolltor hebt sich mittels Servo. Bedingt durch diese verbaute Mechanik musste das Gebäude so hoch werden. Breiter ging es leider auch nicht aufgrund der max. Segmentbreite von 80 cm und den Vorgaben der Addie-Dachplatten. Weiterhin befindet hier sich ein Gleisstummel, welcher die Verlängerung der Segmentdrehscheibe darstellt. Dieser soll nur zum Abstellen eines Schneepfluges genutzt werden. Der gelbe Fleck ist der Platz für eine Weiche. Diese wurde ebenfalls wie der Gleisstummel für plug and play erstellt und erhielt dadurch einen Handantrieb mittels Stangenverstellung. Die Weiche ist nach oben herausnehmbar, nachdem die Stellschwelle mittels Polystyrols verstärkt wurde.
    Das Gebäude wurde aus Addie-Teilen, diese wurden verlängert, in Sandwich- Bauweise erstellt. Der entstandene Hohlraum zw. den Wänden wurde zur Kabelverlegung genutzt. Als Beleuchtung wurden die LED-Lampen vom Ebay-Verkäufer „Wehonest“ verwendet. Sind preiswert und gut, jedoch ist die Lichtausbeute relativ gering-naja, war halt in den 60ern so.
    Normalerweise wollte ich das Gebäude in 3 Teilen erstellen, Grundkörper, Dachstuhl und Dach. Leider war das weniger schön anzusehen und ich musste den mühsam zusammengebauten Dachstuhl am Ende mit dem Dach verkleben, um die Spalte im verträglichen Rahmen zu halten.
    Vieles fehlt noch, so muss noch ein Vordach verbaut werden, etwas mehr grün gepflanzt werden und der Segmentrahmen an die bestehenden farblich angepasst werden.
    Ich hoffe, Euch hat es bis hierher gefallen. Wenn Ihr Fragen habt, gerne. Wem es nicht gefällt, der möge diesen Beitrag und Bau ignorieren.
    Bis zum nächsten Mal, beste Grüße und bleibt zuhause und gesund
    Jörg

  • Hallo Spur 0-Freunde,
    herzlichen Dank für alle Danksagungen und positiven Bewertungen.


    Heute erfolgte der Probeaufbau aller Module und ein Probebetrieb. Als Erfolg verzeichnete ich, dass der ersehnte Betrieb des Rolltores funktionierte wie geplant-herzlichen Dank sei hier an Herrn Becker Siemes gerichtet (rbs-modellbau).
    Hier mein erster Versuch bei YouTube, dort habe ich die Funktion als kleines Filmchen eingestellt.


    Rolltor rbs modellbau


    Weiterhin zeige ich hier noch ein paar Bilder der ganzen Bahnhofsanlage bzw. aller Segmente.


    Bild 1 zeigt die linke Seite, die Bahnhofseinfahrt des Spitzkehrenbahnhofs „Lenzkirch“. Von hier aus werden später zwei Streckenäste abgehen, einer Richtung Bonndorf, der andere Richtung „Kappel-Gutachbrücke“ und dann als Rundkurs durchs Höllental.



    Bild 2 zeigt den angrenzenden Bahnübergang. Die Schrankenanlage ist vom Modulrand bedienbar. Die Leuchten sind das Produkt eines Freundes aus diesem Forum, von den Solinger Eisenbahnfreunden e.V. Die Warnbaken habe ich mir von H0 Fine senden lassen, da eine Abholung in Gießen nicht möglich war. Leider sind 100m in Spur 0 nicht umsetzbar. Der Maschendrahtzahn wurde aus einer Kupfergaze gelötet, die ein Ebay-Verkäufer für Glaskunst anbietet. Der Spanndraht wurde aus Zwirn eingefädelt, was irgendwann zur Geduldsaufgabe wird. Die Straße wurde aus einzelnen Steinen, die ein Hersteller aus Steinmehl produziert, auf Brotpapier geklebt, um die gewünschte Wölbung zu erzeugen. Nach ca. 12.000 Steinen war dann das Stück Straße fertig- ich glaube so etwas werde ich nie wieder tun. Der Zeitaufwand ist enorm, da die Steine nur in ca. 5er Reihen verklebt werden können (habe Holzleim verwendet) um wieder eine feste Grundlage für die nächsten Reihen zu gewährleisten. Weiterhin müssen aus den Steinen auch halbe Steine für die Ränder erzeugt werden, um den Versatz zu schaffen. D.h. jeden halben Stein mittels Skalpells zu zerdrücken.



    Im Bild 3 seht Ihr meine Lösung, um die Module zu verbinden. Die elektrische Verbindung erfolgt mit Federkontakten, wie es „Rollo“ hier im Forum umgesetzt hat. Die Rückseite der Laderampe muss noch farblich dem Segmentrahmen angepasst werden.



    Bild 4 zeigt die Weichenstraße im Bahnhof, die Ladestraße wurde aus Matten von CH Kreativ hergestellt, um ein Ende zu sehen.



    Bild 5 zeigt das Segment Nr. 2 mit den beginnenden Bahnsteigen und der Einfahrt zum Betriebsgelände. Das gelbe Dreieck im Hintergrund wird mal der besagte Landschaftsteil, ohne Gleise aber mit dem Versuch den Bahnhof Lenzkirch nachzubilden.



    Bild 6 zeigt den Übergang von Segment 2-3. Das Segment 3 wurde nach dem Umzug als Anpassung an die Räumlichkeiten geschaffen um weist einen leichten Bogen auf. Das Segment, in diesem Fall Modul, könnte auch weggelassen werden und alle Anschlüsse würden für den Aufbau in anderen Räumlichkeiten passen.



    Bild 7 zeigt den Übergang von 2-3 mit der geschaffenen Absturz- und Grabsch Sicherung, die diese Woche vollendet wurde. Da sich die Gleise recht nah am Anlagenrand und teilweise im Bogen befinden war mir diese Sicherung wichtig. Da ich gelegentlich auch fremde Kinder zu Besuch habe, die von Modelleisenbahnen begeistert sind wurde der grüne Rand aufgrund der 130er Anlagenhöhe regelrecht abgefingert. Somit ist das Grün auch etwas geschützt.



    Bild 8 zeigt die gedruckten Verbinder. Diese verhindern, dass das 3mm Acrylglas im Bogen absteht oder Verwerfungen am Anlagenrand entstehen, an denen man wunderbar hängen bleiben könnte. Befestigt wurden die Acrylglasstreifen mit Eindrehmuttern im Segmentrahmen und Rosetten zur Fixierung und Druckverteilung. Alles ist mit einem Schraubendreher in kürzester Zeit entfernbar. Die Holzklötzer, die auf einigen Bildern zu sehen sind, sind meine Transportsicherung der Weichenlaternen. Diese sind ein wertvoller Schutz bei Bauaktivitäten, falls man mit dem Ärmel oder Ellenbogen mal hängenbleibt. Ab ist bekanntlich ab! Wenn ich diese Klötzer entferne, befinden sich darunter Aussparrungen, die mit Gullideckeln der Fa. Zapf abgedeckt werden.



    Bild 9 zeigt das vierte Segment, welches vor dem Bau des Industrieteiles das vorherige Ende war. Hier wurde zum Umsetzen der Maschinen eine Segmentdrehscheibe von N-Detail verbaut. Diese, mit später nachgerüsteten motorischen Antrieb, funktionierte bisher reibungslos. Jedoch zeigt sie ihre Schwachstelle bei zunehmenden Fahrzeuggewichten, so der lenzschen 94er.




    Im Bild 10,11 und 12 seht Ihr noch einmal den Güterschuppen/Verladehalle. Im Vordergrund steht die Kaelble-Zugmaschine mit ihrem Culemeyer und dem SNM-Kesselwagen zur Abfahrt bereit.










    Jetzt geht es an das Ende dieser Anlagenstrecke. Hier soll ein BW mit Drehscheibe entstehen. Normalerweise braucht so ein Bahnhof kein BW, aber ich will eins haben, zum Abstellen der mittlerweile angesammelten Dampflokomotiven. Der Lokschuppen könnte aus einem Helijan-Bausatz entstehen oder ich müsste doch noch einmal nach England, zu Kitwood Hill greifen. Von denen stammt bereits die Drehscheibe. Zur Verfügung stehen 130x70cm. Wird also eher eine Übernachtungs- oder Vorratsstation. Große Behandlungsanlagen sind nicht geplant. Eigentlich sollte am rechten Stummel noch die Kohlenhandlung von Schnellenkamp Platz finden, damit es auch etwas für O-Wagen zu rangieren gibt. Das Segment ist im Rohbau bereits im Entstehen. Schwierig wird hier die Bauweise. Das Segment soll auf einer Art Rollwagen entstehen. Dieser muss schmaler sein, als das Segment selbst. Das Segment muss schnell entfernbar sein. Der Plan ist, dass das Segment in den Wagen, nach unten klappbar sein muss und somit später an der stationären Anlage „Höllental“ vorbei passt. Von den Gleisanlagen muss ich mich treiben lassen und werde diese nach der „try and error“ Methode entstehen lassen. Länger und breiter geht in keinem Fall, da der Raum zu Ende ist.


    Bis zum nächsten Baufortschritt wird es sicherlich etwas dauern, da mich ab Mai andere Pflichten erwarten. Aber wenn ich sehe, was in den letzten 8 Jahren entstanden ist, bin ich ganz zufrieden.


    Viele Grüße
    Jörg

  • Hallo Jörg,


    leider kein Grün vorhanden, daher auf diesem Weg meine Anerkennung.
    Danke für den ausführlichen Bericht und die (leider teilweise etwas kleinen) Bilder.
    Da hast Du doch schon ganz schön was geschafft. Mir gefallen das gut durchdachte Konzept und die konsequente Umsetzung.
    Arbeit bleibt da ja noch reichlich, aber so ist das Hobby, auch wenn es demnächst nicht mehr Dein Hobby Nr. 1 sein wird.
    Ich freue schon auf weitere Berichte von Dir und dem Baufortschritt an der „Höllental Bahn“.


    Bleib gesund und pass gut auf Euch auf. :thumbup:


    Harry

    Rund um Wupperburg


    Eisenbahnfreunde Solingen
    Nächste Veranstaltung


    Alle geplanten Veranstaltungen sind bis auf weiteres abgesagt.
    Das gilt auch für die Fahrtage


    jeden 4. Freitag im Monat Fahrtag von 15:00 Uhr bis 20:00 Uhr. Gast Fahrzeuge sind gerne Willkommen.
    Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Wo: Aufderhöher Straße 106, in 42699 Solingen

  • Hallo Jörg,
    Von deinem Modulen bin ich begeistert. Das sieht alles sehr hormonisch aus und die Gleisverlegung ist sehr gut.
    Leider habe ich für dich auch keinen Grünen.


    LG Robby

  • Hallo zusammen,
    schade, dass die Bilder so klein sind. Am iPad sah es gar nicht so schlimm aus.
    Da hier im Forum nur Bilder unter 200 kB zugelassen sind, nutze ich "schrumpfer.de". Dort sind Pixelmaße vorgegeben, dort muss ich mich mit der Größe solange herantasten, dass es fürs Forum passt. wahrscheinlich ist das auch der Grund für meine seltenen Bildberichte.


    Danke an alle die mich per PN kontaktiert haben, ich werde mich damit mal eingehend beschäftigen, daher heute keine Bilder.


    Ich hatte vergessen den Hersteller der Miniaturgranitsteine zu erwähnen - ich habe diese in 1000er Packungen bei Miniaturbeton bezogen. Diese sind eigentlich für Spur 1 gedacht aber für 0 sehr passend. Bitte beim Kauf auf die Farbe achten, ein Mischen der Farben sah unschön aus. Ich empfehle gleich genügend zu bestellen, da es von Charge zu Charge leichte Farbunterschiede gibt.


    Die Pfütze vor dem Wasserwagen wurde nach dem Vorbild v. Michiel Stolp umgesetzt. Ich habe Objektträger genutzt, diese von der Unterseite mit Abtönfarbe anthrazitgrau gestrichen und nachher mit dem Wegebaumaterial eingestreut. Ich handhabe es wie Rollo aus dem Forum und habe meinen Bahndamm nicht sonderlich begrünt. Für alle Untergründe verwende ich Quarzsand, den ich entsprechend der Anwendung braun oder anthrazitgrau mit Abtönfarbe einfärbe. Nach der Durchtrocknung wird die Masse wieder zermörsert. Das wenige grün entsteht aus alten Woodland Flocken/Turf aus meiner TT-Zeit.


    Bis demnächst mit hoffentlich größeren Bildern grüßt Euch
    Jörg

  • Guten Abend Jörg,


    da auch ich leider nicht mit einer grünen Bewertung dienen kann - wäre ja auch nutzlos, da ab 20.04.20 eh futsch, lasse ich Dir meine Anerkennung und Glückwunsch zu Deiner schönen Segmentanlage doch gerne schriftlich hier!


    Deine individuellen Gebäude und die Gestaltung gefallen mir gut! Ich hoffe Du hast aber auch ab Mai noch weiter etwas Zeit übrig für Deine Spur Null! Es gibt doch sicher noch Ideen und Verfeinerungen hier und da. ;)


    Was Deine Bilder angeht, ich hatte Dir letztes Jahr in Magdeburg glaube ich, ja schon angeboten Dir die Fotos auf 150 kb z.B. bei 950x950 Pixel einzustellen (so stelle ich sie auch ein, wenn auch bei "abload", aber das ist ja egal) wenn Du sie mir irgendwie zukommen lässt. Das Angebot steht natürlich immer noch. Meine Mailadresse ist hier hinterlegt, Wenn wäre eine PN nett damit ich auch mal ins Postfach schaue. :) Weiteres bei Bedarf gerne hinter den Kulissen.


    Danke auch für Deinen ausführlichen Baubericht. So kann man Alles gut nachvollziehen und sich auch mal was abgucken. :thumbsup:

  • Guten Abend zusammen,
    heute gibt’s noch einmal ein kleines Upgrade.


    Ich hatte am Hauptgleis für den „Tour-Europa“, der nicht nach Bonndorf, sondern nur bis Lenzkirch fuhr, einen Wasserkran installiert.


    Wasserkran


    Das Teil besteht aus Weißmetall und wurde seinerzeit einmal im Internetkaufhaus erworben. Eigentlich nur als Standmodell mit abnehmbarem Ausleger konzipiert.



    Ich habe den unteren Teil mit seinem Standrohr eine Hohlbohrung durchbohren lassen. Mit händisch geführten Maschinen unmöglich, deshalb erfolgte der Auftrag an einen befreundeten Werkzeugmacher.






    In den Ausleger wurde ein ausreichend langes Stahlrundprofil eingeklebt. Dieses wurde am unteren Ende mit einem Schlitz versehen.




    Der Antrieb erfolgt analog, über einen langsam drehenden Motor und Umlenkung der Drehrichtung mit einem Tellerrad. Auf die Achse des Tellerrades wurde ein Messingrohr mit einer Nummer größer aufgelötet. In diese Verlängerung, durch das Rohr wurde ein Loch gebohrt und nachher ein kleiner Messingdraht durchgeschoben und anschließend verlötet. Dieser Messingstab dient als Mitnehmer und greift in den Schlitz der Stahlrundprofiles des Auslegers ein.



    Somit kann ich den Kran beim Transport der Segmente sicher verstauen. So sieht es auf der Anlage aus, wenn der Kran entfernt ist. Später habe ich es so auch auf dem Industriesegment mit der Weiche über den Modulübergang hinaus.



    Gesteuert wird der Kran von der Anlagenkante aus, mit einem Umschalter. Diese beziehe ich alle bei „Conrad“. So betreibe ich z.B. auch die Schrankenanlage an der Einfahrt des Bahnhofs.




    So kann auch die lenzsche 94er ihr Wasser aufnehmen.




    Viele Grüße
    Jörg


    Vielen Dank an "moba-tom", dafür gibt es jetzt hoffentlich größere Bilder.

  • Hallo zusammen,
    weil es gerade so viel Spaß bereitet, habe ich Euch die Bilder aus meinem Beitrag 12 nochmal aufgearbeitet. Ich hoffe jetzt werden viele Szenen zur Bildbeschreibung klarer.


    Gleichzeitig folgen hier die Bilder zu meinem Beitrag Nr. 15


    Die Pfütze vor dem Wasserwagen wurde nach dem Vorbild v. Michiel Stolp umgesetzt. Ich habe Objektträger genutzt, diese von der Unterseite mit Abtönfarbe anthrazitgrau gestrichen und nachher mit dem Wegebaumaterial eingestreut. Ich handhabe es wie Rollo aus dem Forum und habe meinen Bahndamm nicht sonderlich begrünt. Für alle Untergründe verwende ich Quarzsand, den ich entsprechend der Anwendung braun oder anthrazitgrau mit Abtönfarbe einfärbe. Nach der Durchtrocknung wird die Masse wieder zermörsert. Das wenige grün entsteht aus alten Woodland Flocken/Turf aus meiner TT-Zeit. Etwas Grün ist noch aus Bausätzen von der Fa. Model Scene, aus der Tschechischen Republik entstanden. Eher ein Geduldsspiel, habe es abgebrochen, deshalb halten sich Farne und Löwenzahn im Rahmen.










    Das soll es vorerst für heute, in diesem Thread gewesen sein. Ich verweise hiermit nochmal auf mein Gesuch für einige Bauteile aus dem Bausatz Nr. 20109, "Kleiner Lokschuppen" von ADDIE-Modell. Dort suche ich die Toreinfahrten!


    Vielleicht hat ja einer von Euch noch brach liegende Teile übrig.


    Beste Grüße und ein schönes Osterfest daheim wünscht Euch
    Jörg

  • Hallo zusammen,
    hier nochmal ein kurzes Update für die Fortsetzung der Bonndorfer Bahn.


    Jede Krise hat auch was Gutes (so sagt man/n), bei mir etwas mehr Zeit den Anlagenbau voranzutreiben.


    Ich habe die vergangene Woche das letzte Segment der Bahnhofseinheit, dank vorheriger Hamsterkäufe im Januar, im Rohbau fertiggestellt. Da dieses Segment schnell weggepackt werden muss, wenn kein Betrieb stattfindet, will ich eine Art Rollwagen bauen, eine Art Schranken. Das Segment soll in den Wagen hineingeklappt werden und somit eine max. Breite von 50 cm haben, damit es im Durchgang zur geplanten stationären Anlage durchgeschoben werden kann. Das heißt, es muss wieder im Leichtbau entstehen. Dazu habe ich 10mm Pappelsperrholz verwendet. Für die nötige Stabilität mussten im Nachhinein etliche Querstreben eingezogen werden, aber jetzt passt es. Da die Baumärkte momentan keinen Zuschnitt anfertigen (wollte eigentlich ebenfalls Sperrholz verwenden), wurde die Deckplatte wieder aus den gelben Styrodur-Platten v. Hornbach zugeschnitten und im Rahmen verklebt. War ein Tipp von Rollo, hier aus dem Forum. Somit ist das Segment in diesem Zustand relativ leicht. Die Abmessungen betragen 130x70-80. Der Anlagenvorderrand (links im Bild) wurde wieder gebogen, um am Ende noch etwas Platz in der Breite zu gewinnen.







    Ich plane einen dreiständigen Lokschuppen (mitte),



    ein Gleis zur Aufstellung, eventuell auch für Lokbehandlung (rechts),



    einen kurzen Stummel für einen KLV o.ä. und einem Gleis (links im Bild) für die Bereitstellung der Kohle und eventuell dem Abtransport von Schlacke.



    Nun meine Frage an Euch:
    Ist es möglich gewesen den geringen Bedarf an Kohle mittels O-Wagen über die Drehscheibe zuzustellen? Geschehen soll das mit der BW-eigenen Köf. Lang genug wäre die Drehscheibe dafür.


    Schönen Ostermontag wünscht
    Jörg



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