Preiswerter Rollenprüfstand

  • Hallo zusammen,


    ein Rollenprüfstand ist zum Testen, Einfahren und zur Wartung von Triebfahrzeugen ja fast unerlässlich, wenn man keine befahrbare Anlage zur Verfügung hat. Dieser sollte für mich außerdem z.B. in einem handelsüblichen Werkzeugkoffer zu transportieren sein – 40cm Länge reichen für Nebenbahnloks ja auch in Spur0 locker aus.


    Aus dem H0-Bereich kenne ich bereits einige Hersteller und die Vor- und Nachteile dieser Produkte – von preiswert und unhandlich bis solide und teuer. So beschloss ich, mir für die Spur0 nur die Laufkatzen zu kaufen und den Rahmen selbst nach meinen Bedürfnissen anzufertigen:



    Neben den Laufkatzen von KPF-Zeller beschaffte ich im Baumarkt noch einen Messingstab 2mm x 10mm. Ein Rest Sperrholz fand sich im Bastelkeller. Die oben gezeigte Ausführung mit Rahmen aus Kieferleisten (5mm x 20mm und Viertelstab 9mm) wertet das ganze optisch etwas auf. Vielleicht werde ich ihn auch irgendwann noch lackieren …


    Die an den Messingstäben außen angelöteten Anschlusskabel wurden im Holzprofil versteckt und von unten an eine Anschlussbuchse geführt. Es fehlt noch eine Fixierung der Laufkatzen, damit sie beim Transport nicht verloren gehen können …


    Viele Grüße, Bodo

  • Hallo Bodo,


    danke für den guten Basteltipp! :thumbup:


    Vielleicht magst Du uns zum eventuellen "abkupfern" noch zwei, drei weitere Fotos der Konstruktion zeigen sofern es Deine Zeit gelegentlich zulässt?


    Das wäre sehr nett und ich bedanke mich schon mal ganz herzlich im Voraus für Deine Mühe! :):);)


    Viele Grüße,
    Dirk :)

  • Hallo Dirk,


    leider habe ich während der Bauphase das Fotografieren vergessen - aber eine Nahaufnahme von der Stirnseite ist vielleicht auch hilfreich:



    Der 5mm Alu-Rundstab hält die Laufkatzen nun auch sicher auf dem Rahmen fest - in Längsrichtung lassen sie sich aber leicht verschieben.


    Viele Grüße, Bodo

  • Hallo Bodo,


    sieht sehr interessant aus,dein Prüfstand.
    Könntest du evtl. die Bezugsquelle der Laufkatzen benennen und bitte zum Stromanschluß bestenfalls noch ein Foto einstellen ?
    Ein Nachbau scheint sehr empfehlenswert.


    Besten Dank für deine Mühen.

  • Hallo Heiko,


    die Laufkatzen habe ich aus dem eBay-Shop von KPF-Zeller. Von den Kabeln lässt sich kein Foto mehr machen - die sind an den Messingstäben auf der Außenseite angelötet und dann habe ich in dem Viertelstab eine passende Aussparung gefräst und nach unten ein Loch gebohrt. Man sieht also nur noch zwei Kabel, die unten aus dem Brett rauskommen und dann zu der Anschlussbuchse (AKL irgendwas im RM 2,54 von Reichelt) wieder hochgeführt werden. Eine Schraubklemme täte es natürlich auch, aber da ich an meiner MS2-Gleisbox (von Märklin, kann aber ja auch DCC) schon diesen Steckertyp für meine H0-Sachen habe, bot sich das an ...


    Viele Grüße, Bodo

  • Hallo Bodo,


    klasse! Nochmal herzlichen Dank für Das weitere Foto und Deine Beschreibungen und Info zum Bezug der Laufkatzen!! :thumbsup:


    Dein Rollenprüfstand sieht sehr gut durchdacht und stabil aus. Da juckst gleich in den Fingern.. :D


    Viele Grüße,
    Dirk :)

  • Moin Moin


    nachdem meine Gestern :!: bestellten Laufkatzen von KPF-Zeller ( Nochmal vielen Dank für die schnelle Lieferung :thumbsup: ) heute bei mir eingetroffen sind, möchte ich mir auch einen Prüfstand bauen.



    Ich werde dabei ähnlich vorgehen wie Bodo. ( Nochmal Danke für den Tip )


    Mir ist aufgefallen das die Laufkatzen nur rechts und links auf der Messingleiste aufliegen. Vielleicht könnte das Probleme geben, bei schweren Loks..... :?:


    Oder sieht das auf dem Foto nur so aus ? Ich werde meinen so bauen das die Katzen auf dem Brett komplett aufliegen.


    Wenn ich das restliche Baumaterial habe, werde ich berichten..... :)



    Bis die Tage....


    Grüße


    Tom

    Grüße aus Nurfunxsiel :)


    Tom

  • Hallo Tom,


    wenn die Laufkatzen auf dem Brett komplett aufliegen, ist möglicherweise die sichere Stromabnahme nicht mehr gegeben. Da der Prüfstand von KPF-Zeller auch nur außen zwei Stangen als Auflage hat, sollten die Laufkatzen das aushalten ... aber ich bin gespannt auf Deine Erfahrungen.


    Viele Grüße, Bodo

  • Hallo,


    sollten die Achsen sich durch das Gewicht einer Lok etwas durchbiegen (ohne sich dauerhaft zu verformen), wäre das kein Nachteil, da ja nur die äußeren Ringe der Kugellager sich drehen. Theoretisch wäre sogar die Kontaktfläche größer, da der Winkel von Rad zu "Schiene" flacher wird. Natürlich (damit kein Mathematiker protestierten muss) ist die Berührungsfläche zwischen einem Kreis und einer Geraden ganz theoretisch genau gleich der Berührungsfläche zweier Kreise, nämlich unendlich klein, aber in der Praxis sieht das durch minimale Verformungen der beteiligten Materialien doch anders aus.


    Die Stahlhüllen der Kugellager können den Lokrädern bei Dauerlauf ganz schön zusetzen, quasi als Rillenfräse. Da haben schon Leute ihre Loks auf dem Rollenprüfstand "eingefahren" und sich dann übers verschlissene Räder beim Hersteller beschwert. Sollte jemand da andere Erfahrungen haben, wäre ich für Rückmeldungen dankbar. Ich habe mich noch nie getraut, eine Lok mehr als ein paar Minuten auf den Rollen laufen zu lassen.


    Gruß


    Gerd

  • Hallo zusammen


    genau das Kontakproblem ist der Grund, warum ich seit Jahren den Rollenprüfstand bzw. die Rollenböcke von Brahmer Modellbau benutze (http://www.ebay.de/itm/Rollenb…23469?hash=item2c95c5b64d).


    Sehr gute Kontaktaufnahme über große Flächen bzw. Strecken und ideal anpassbar an das jeweilige Löckchen ;)


    Ich kann sagen, dass ich bei regem (aber amateurhaftem) Gebrauch über lange Zeit zu 100% zufrieden damit bin.


    Viele Grüße


    Hendrik

  • Ein kompletter Rollenprufstand 80 cm lang mit 10 Laufkatzen kostet 59 Euro
    bei KPF-Zeller inkl. Versand.


    Ein Eigenbau Rollenprufstand mit allein 26 Euro für die vier Laufkatzen plus Messingleisten
    und Holz mindestens 35 Euro eher mehr. Da kommt ja noch die Anfahrt zum Baumarkt dazu.


    Wer gerne bastelt in Ordnung, preiswert ist für mich anders.


    Wie schon oben beschrieben ist Einfahren auf dem Rollenprüfstand
    nicht so verschleißarm wie es scheint.


    Motor und Getriebe kann man auch mit ein paar angelöteten Kabeln
    oder für einen Gewährleistungsfall mit Krokodilklemmen einlaufen lassen.


    Jo

  • hallo zusammen


    Selbstbau ist auch eine schöne Sache !!!Und mir gefällt Bodo's Prüfstand sehr gut .


    Ich benutze einen Rollenprüfstand der Fa. weloe wurde auch schon von Stefan hier im SNM vorgestellt


    Für meine Begriffe gibts nichts besseres für den Preis !


    Gruß
    Jürgen


    edit: Hallo Jo , aber der KPF - Zeller Rollenprüfstand ist nicht so stabil wie der von Bodo !!!!!

    wer mich als Freund hat , braucht keine Feinde :D

  • Moin Moin


    so, der Rollenprüfstand ist fertig. :)




    Das Basisbrett fand sich noch in meinen Holzvorrat. Die Viertelstableiste 9mm und die Messingleiste wurden besorgt. Im Prinzip ist der Prüfstand wie Bodo´s Modell.


    Mein Plan, mit der kompletten Auflage der Laufkatzen, haben ich nach Tests dann doch gelassen.... :love:


    Die Anschlusskabel wurden an die Messigleisten gelötet, und nach unten durchgeführt.....


    So funktioniert der Rollenprüfstand einwandfrei. Die mittlere Leiste ist abnehmbar, und der Prüfstand wurde mit Holzbeize behandelt..... :whistling:



    Danach fanden umfangreiche Testfahrten statt... :thumbup: alles bestens.







    Bis die Tage....


    Grüße


    Tom

    Grüße aus Nurfunxsiel :)


    Tom

  • Hallo liebe Rollenprüfstandbauer,


    im Nachgang zu den Bauten möchte ich auch meinen Senft (bayrisch) dazu geben.


    Als Leit- und Trägerschienen wurden Messingstäbe verwendet. Das sieht im ersten Moment toll aus, aber langfristig wird es wegen der Oxidation des Messings doch zu Kontaktproblemen kommen. Zumal die Achsen der Rollböcke ein anderes Material haben. Durch den Kontakt zweier verschiedener Elemente (=Metalle - siehe Spannungsreihe) wird die Oxidation beschleunigt. Nicht umsonst ist man schon früher in der Modelleisenbahntechnik wegen Kontaktschwierigkeiten von Messingschienen auf Neusilberschienen umgestiegen.


    Weiterhin ist auszuführen, dass die Rollböcke von KPF-Zeller eine andere (m. E. schlechtere) Qualität besitzen als die von Marion Zeller. Beide haben außer dem Namen "Zeller" nicht viel gemeinsam. Das sieht und merkt man erst, wenn beide nebeneinander betrachtet und betrieben werden.


    So das wars von mir.


    Ich möchte die Bastelei nicht schlecht reden, trotzdem aber auf bestimmte Punkte, die mittelfristig Schwachstellen bilden könnten hinweisen.

    Grüße aus Regensburg


    Heinz ;)

    Edited once, last by Heinz Becke ().

  • Moin Heinz,

    aber langfristig wird es wegen der Oxidation des Messings doch zu Kontaktproblemen kommen. Zumal die Achsen der Rollböcke ein anderes Material haben. Durch den Kontakt zweier verschiedener Elemente (=Metalle - siehe Spannungsreihe) wird die Oxidation beschleunigt.

    Du hast ja so Recht!!!


    Und wenn? Was ist da so schlimm dran?
    In so einem Fall geht man kurz mit einem Stück Schleifleinen über die Oberkante des Profils, und schon ist alles wieder blitzblank!



    Gruß


    Jürgen (HH)

    Generaldirektion der REEB

  • Hallo Jürgen (HH), hallo Furumianer,


    tja, ich habe meinen Beitrag an die Erbauer der Rollenprüfstände gerichtet und sie auf einige mögliche Probleme, die mit der Zeit auftreten können, aufmerksam gemacht. Vielleicht ist diesen das Problem nicht bekannt gewesen. :whistling:


    Und wenn dies alles so einfach wäre. Oxidiertes Messing ist kaum vom anderen zu unterscheiden. Sicher können die Messingschienen leicht wieder "blank" und kontaktfähig gemacht werden. Aber da muss man erst darauf kommen, da dies ein schleichender Vorgang ist, der sich nicht mit einer Glocke ankündigt. ;(8)


    Und dann sind auch noch die Achsen der Rollböcke! Auch da treten Korrosionen auf (wegen der unterschiedlichen Materialien von Schiene und Achse). ?(8)


    Manchmal liegt das Problem halt im Detail.


    Im Forum wird doch gerne von nachhaltigem Bauen gesprochen und diskutiert. Ich wollte dazu nur einen kleinen Beitrag dazu leisten. :D8):D

    Grüße aus Regensburg


    Heinz ;)

    Edited 2 times, last by Heinz Becke ().

  • Moin


    Hallo Jan, dass Brett ist 12mm stark und die Messingleiste 10 mm.


    Ergibt also eine Höhe von 22mm.......



    Ach, übrigens, der Prüfstand funktioniert noch wie am ersten Tag !


    Da ist noch nix oxidiert......8o

    Grüße aus Nurfunxsiel :)


    Tom

  • :?:


    Ich habe hier im Forum mal einen Beitrag zum Thema "Rollenprüfstand" gesucht und seltsamerweise nichts gefunden, daher die Frage: verwendet Ihr einen Rollenprüfstand bzw. von welchem Hersteller? Bei ebay werden z.B. Prüfstände von KPF-Zeller (recht günstig) und BIMA-Modellbau (massivere Qualität) angeboten. Ich würde mir - solange ich keine Anlage habe und die Teppichbahn wieder abgebaut wurde - gerne so einen Prüfstand anschaffen, um die Lokomotiven einzufahren bzw. regelmäßig zu "bewegen".


    VG
    Eddie


    Aktualisierung:

    o.k., man sollte ggf. die Suchfunktion richtig nutzen, habe nun ein paar Beiträge gefunden - @Moderation: Du kannst meinen Beitrag hier bitte z.B. zu diesen Thema schieben...


    Administration: was hiermit geschehen ist.^^, Rainer

    Derzeit sowohl in "Halb-0" als auch "Voll-0" unterwegs...

    Edited 2 times, last by Rainer Frischmann ().

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