? zu E94 - Anfahrgeschwindigkeit - Hilfestellung zur Programmierung

  • Hallo zusammen,


    in Bezug auf die Mindestgeschwindigkeit zur Busch/MTH E94 benötige ich bitte Hilfe und Informationen.


    Wahrscheinlich programmiere ich gestern und heute nun schon zu lange an der Lok herum und habe mich gedanklich verirrt. Sehe das Einfache dann nicht mehr.


    Meine E94 fährt mir in den Fahrstufen 1 - 4 zu schnell.
    Nein, die Geschwindigkeit habe ich noch nicht ausgemessen.
    Jedoch andere Loks paralle gestartet. Nach wenigen Momenten hat die E94 bereits eine halbe Loklänge Vorsprung.
    Auf einen Zug mit FS1 auffahren ist mal eben anrempeln.


    So habe ich nach der Anleitung versucht die Unterschiedlichen Geschwindigkeitskurven zu testen.
    Wie beschrieben zuerst CV52 angepasst, dann den CV29 um das Bit 4 ergänzt.
    Um dann im CV25 die unterschiedlichen Geschwindigkeitstabellen zu programmieren und zu testen.
    Das Modell wird einfach in den FS1 bis FS3 nicht langsamer.
    Selbst mit der eigenen Geschwindigkeitstabelle (CV67 - CV94) geht es nicht. Wie wenn diese nicht wirksam ist.
    Habe diese Werte in alle möglichen Richtungen verändert. Das Fahrverhalten der Lok ändert sich nicht.


    Bei manchen Programmierungen der Geschwindigkeitstabellen hat sich das Modell dann erst mit der FS8 bewegt.
    Da ist mir der Stillstand von FS1 - 7 dann doch zu langsam.


    Oder gibt es gar CVs, mit welchen man die Langsamfahrgeschwindigkeit der FS1 reduzieren kann?
    Und ich sehe es nur nicht mehr?


    Gedanklich scheine ich gerade im "Hamsterrad" zu sein und komme nicht raus.


    Hat jemand Erfahrung mit der E94 Programmierung und kann mir Informationen, sprich CVs nennen, welche ich programmieren muss um die Geschwindigkeit deutlich zu verringern?


    Ich habe die Suchfunktion verwendet, konnte dazu nichts entdecken.
    Habe ich etwas übersehen, so freut mich ein passender Link.


    Doch weis ich nun, wie man den Lokdecoder wieder auf Werkseinstellung zurück programmiert.
    Und dass dies geht. :D


    Herzlichen Dank!


    Jetzt mähe ich erst mal das bisschen Gras im Garten ......

    Grüße von Harald
    alias Wastl

  • Hallo Arnold,


    ganz herzlichen Dank für deinen Link.
    Habe ich bei der Suche nicht gesehen/gefunden.
    Aber dies gibt in Beitrag #5 so in etwa meine letzten 24 Stunden wieder.
    Irgendwann kommt "Wahnsinn und Zweifel" auf, da ich es so nicht kannte.


    Nun weiß ich was Realität ist. Werde die Lok erstmals so ausmessen um Sie dann auf meinen drei Blockabschnitten automatisch hin und her fahren lassen zu können.


    Erst mal dran erfreuen um in Ruhe zu entscheiden was getan werden soll.

    Grüße von Harald
    alias Wastl

  • Hi Harald,
    der zusätzliche Decoder ist kein großer Aufwasch. Finanziell sehr überschaubar, Einbau ultraleicht, weil man nur die zwei Kabel für den Motor vom alten zum neuen Decoder anschließen muss, und ein riesiger Gewinn in Richtung Fahrkultur. Sound vom alten Decoder und Licht und alles bleibt.
    Und wo ja jetzt der Rasen fertig ist...
    Viele Grüße,
    Arnold

  • Ich nochmal...


    Meine persönliche Meinung:


    Es ist vollkommen unnötig die Decoder umzubauen, oder andere Decoder für den Motor zu nehmen. Meine MTH-Maschinen laufen alle hervorragend!
    Erst vor kurzem musste ich einen "Zweifler" davon überzeugen, dass meine Traxx ohne Probleme läuft!


    In diesem Sinne!! Lasst die Finger von irgendwelchen exotischen Programmierungen, DCS und, und, und! Beschäftigt euch ein wenig mit der Anleitung, welche mittlerweile
    richtig gut ist!


    DANN KLAPPT ES AUCH MIT DEN MASCHINEN.



    Grüße
    Björn

  • Hallo,


    wenn man die Original-Decoder verstanden hat, braucht man wirklich nichts zu tauschen.
    Eine weitere Änderung, welche ich vorgenommen habe ist ein Funktionsmapping
    (Tausch der Funktionstasten).
    Auf den unteren Funktionstasten habe ich nur die für mich wichtigsten Funktionen hinterlegt.
    Die sogenannte PFA (Führerhausgequatsche) , welche auf F4 war, habe ich z.B. irgendwo auf die 20er Tasten verschoben.
    Das Funktionsmapping ist über POM Programmierung sehr schnell erledigt.
    In der Anleitung von MTH ist dieses gut beschrieben.


    Gruß,
    Harald

  • Hallo liebe mth-Begeisterte (zu denen ich auch gehöre),
    wo wir gerade beim Decoder-Verstehen sind: mit der CV53 kann man die BESCHLEUNIGUNG reduzieren. Damit ist der Anfahrablauf etwas gemildert - das macht das Fahren schon mal etwas gefälliger. Das Problem der LangsamfahrGESCHWINDIGKEIT kann damit natürlich nicht behoben werden. Es ist nur schade, dass man bei den mth-Decodern nicht an die ja eigentlich vorhandenen guten Eigenschaften kommen kann. Sobald man ein anderes Geschwindigkeitsprofil haben will, muss man auf PWM umstellen - und das haben die Entwickler nur sehr rudimentär ausgelegt. Die Regelungseigenschaften im mth-PWM-Betrieb sind nur als mäßig zu bezeichnen und daher verschlechtert sich das Fahrverhalten deutlich. Wie gesagt, der originäre Decoderbetrieb (insbesondere mit Sicht auf Regelung des Motors) ist ganz ordentlich, aber man kann eben die Geschwindigkeitskennlinie nicht ändern. Und wenn man langsam fahren will, geht's halt nicht. Wobei man eben sieht - reduzierte Beschleunigung auf ganz langsam eingestellt -, dass es der Decoder eigentlich hergibt. Er durchfährt ja langsame Fahrstufen durchaus ordentlich. Nur kann man eben nicht mit Decoderstufe1 = 2 km/h fahren. Man kann durchaus auch ohne das leben - aber andere Deecoder können es eben.
    Viele Grüße,
    Arnold

  • Hallo Wastl - Harald,


    die gleichen Erfahrungen musste leider auch ich machen. Es ist und bleibt eben eine Ami-Lok mit doch einigen Kröten, die man schlucken muss. Oder Umbau bzw. arnicos Nachrüstung.


    Ein MTH Decoder hat keinen Rangiergang im DCC Modus integriert, was sonst ja DCC Standard ist.


    Damit vergibt MTH dem Decoder die wichtige Funktion, die Geschwindigkeit um die Hälfte pauschal zu reduzieren. Warum die Ami-Logik so tickt, kann ich Dir natürlich auch nicht beantworten, dazu sollte man Mike W. fragen.


    Was mich stört, dass man zwar sagt, es handele sich um einen DCC Standard Decoder, der aber dann doch anders tickt und eigentlich ein DCS Decoder bleibt. Die Hybrid-Variante geht leider zulasten der DCC-Funktionalität.


    Paradoxerweise fährt sie in dem Werksmodus besser als wenn man DCC Werte verändert, um eine Optimierung zu erzielen, da die PWM - wie an anderer Stelle festgestellt, sehr rudimentär ausgelegt wurde.


    Daher kann man sich nach meiner Meinung das ganze DCC Kapitel schenken und die Lok nur in den Werkseinstellungen weiter fahren, da diese Motor-Einstellung die noch vernünftigste für uns verwöhnte „Rangierer“ ist.


    Scheinbar legt man in den USA auf Rangieren keinen besonderen Wert, sondern lässt die Züge offenbar lieber rollen.


    Klar, Funktion Mapping geht und ist aber nur eine Facette von DCC.


    Die Lok lässt sich im unteren Fahrstufenbereich trotzdem schlecht regeln, wenngleich Sie auch fürs erste keine Bocksprünge macht und relativ sanft anfährt. Aber das war es dann auch schon….


    Wenn jemand eine fantastische Routine fürs Langsamfahren mit dem Original-MTH Decoder in DCC gefunden haben sollte, ich würde sie gleich programmieren.


    Ich habe auch festgestellt, dass der verwendete Fahrregler einen gewissen Einfluss auf den Regelbereich hat. Es macht einen feinen Unterschied ob man via Touchcab, Z 21 oder ESU’s ECOS bzw. mechanische Handregler benutzt. Das ist meine Beobachtung, wenn auch nur marginal..


    Es bleibt eben eine „Kompromiss-Lok“.


    Ansonsten teile ich arnicos Auffassung in den vorigen Beiträgen und finde den Beitrag 2 von arnico - Arnold ganz interessant.

  • Hallo zusammen,


    Harald und Björn,
    Danke für diese Information mit dem CV53.
    Dies hatte ich auch probiert und von 128 auf 16 verändert.
    Hierdurch reduziert sich die die Zeit bis die Endgeschwindigkeit der FS1 erreicht wird. Reduziert diese jedoch nicht.
    Hat zur Folge, dass meine Geschwindigkeitskurven in der Steuerung nicht passen und das Modell nicht am Zielpunkt zum Halten kommt. Damit kann ich diese Variante für mich nicht verwenden und scheidet aus.



    Denke in der Zwischenzeit auch, dass sich meine Versuche mit den Erfahrungen von arnico/Arnold und bahnboss decken.
    Egal welche CVs verbogen werden, die Lok wird nicht langsamer. Auf die gespeicherte Software zu den Geschwindigkeitskurven im Lokdecoder können wir keinen Einfluss nehmen und nicht umprogrammieren. Ist nun mal der Quellcode von MTH.
    Wie bahnboss schreibt fährt das Modell in der Grundeinstellung ab Werk besser als mit angepassten CV-Werten.
    arnico/Arnold, sehe es wie du und habe dieselben Erfahrungen gemacht. Der Decoder könnte es, man kommt nur nicht an die Einstellungen ran. Die eigene Geschwindigkeitstabelle kann in den CVs 67-94 eintragen werden, zur Geltung und Anwendung kommen diese Werte jedoch nicht. Zumindest registriere ich es nicht.


    Sehe für mich nur die Möglichkeit den Weg von Arnold zu gehen und für die Motoren einen zusätzlichen Lokdecoder einzubauen.
    Damit hoffe ich die Vorbild-vmax. zu erreichen. Und dies mit einer schönen, langsam steigenden Geschwindigkeitskurve.
    Wird ein paar Tage dauern bis ich es dann umsetzen werde.


    Danke für Eure Informationen und kommunizierten Erfahrungswerte!


    Bis die Tage

    Grüße von Harald
    alias Wastl

  • Ihr könnt ja sagen was Ihr wollt, aber ich fand den MTH Decoder nicht zu mir kompatibel...


    Also, eine Herztransplantation war angesagt!


    Mit dem großen ESU fährt sie wie im Märchenbuch...
    Sehr langsam, wunderbar zu regeln...
    Der Sound stammt aus einer anderen Welt, man hört die Funken beim Anlegen der Stromabnehmer, Aufschaltgeräusche bei Geschwindigkeitsänderungen, die Fahrmotoren und und...
    So sollte es sein!


    Danke Klaus für den Umbau meiner Lok, sehr gut gemacht.


    Überlegt Euch, es auch zu machen und alles ist gut + sehr einfach.



    Gruß
    Adalbert

  • Hallo zusammen,


    wie von Arnold/arnico genannt bin ich den Weg eines zweiten Lokdecoders gegangen.
    Allerdings habe ich keinen Tams-Decoder verwendet, sondern einen ESU Lokpilot XL V3.0.


    Für mich war es das erste Mal, dass ich ein Modell der Spur 0 geöffnet habe.
    Ich muss gestehen, es ist etwas anderes. Allein von der Größe und vom Gewicht.
    Als das Modell so in der Lokliege vor mir lag musste ich erst die vielen Schrauben zuordnen.
    Die beiden Vorbauten wurden abgeschraubt und abgeklemmt, dann das Mittelteil.


    Da lagen sie nun vor mir, die vielen Kabel.
    Die Motorkabel waren schnell klar.
    Die beiden Zuleitungen musste ich erst ausmessen.
    Die Verkabelung zu den Bügeln wurde entfernt, da sicherlich nicht mit stromführender Oberleitung gefahren wird.
    Die beiden vorhandenen Schalter so verkabelt, dass der MTH-Lokdecoder über die Schiene zugeschalten werden kann.
    Der ESU-Lokdecoder über den Oberleitungsschalter.


    Nach geraumer Zeit war der zusätzliche Lokdecoder eingebaut.
    Nachdem dieser gelesen und programmiert werden konnte erfolgte der Zusammenbau der Lok.


    Anschließend übte ich mich in der CV-Programmierung.
    Nun bin ich zufrieden. Die E94 192 läuft so wie es mir gefällt.
    Hier eine kurze Aufnahme dazu:
    youtube


    Bis die Tage

    Grüße von Harald
    alias Wastl

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