MBW und Aufgabe der Spur 0 Großserie?

  • Hallo Herr Elze,
    Wenn Sie mich schon direkt ansprechen, erlauben Sie auch eine direkte Antwort:
    Ich habe Ihnen eine V 200 zu verdanken, an der ich im 3. Lehrjahr bei Krauss-Maffei mirgewerkel habe (Getriebe setzen, Motor festziehen, "Wenn du mir eine Schraube abreißt schlage ich dir das Rahmerl ab",so mein Gruppenführer).
    Ich bedanke mich hiermit explizit für Ihr Engagement in diesem Sinn.
    Im Gegensatz dazu sind Ihre Aktionen, Angebote (z.B. Siberlinge) und Rücknahmen, für den Laien völlig un verständlich. Ein Chaos.
    Wenn sich 20 % der Vorbesteller (so meine Schätzung) für den Kauf zu neuem Preis entschließen, wird die Anzahl nicht ausreichen, eine profitable Fertigung anzustoßen. Deshalb meine pesimistische Aussage. Vielleicht wird es ja doch besser, was ich - nicht nur aus Eigeninteresse - hoffe.
    Mit freundlichen Grüßen
    Peter Wilhelm / pewisud

  • Guten Tag Herr Elze.


    Warum geben sie eigentlich immer wieder ein Kommentar ab, sie heizen diese ganzen Spekulationen und Antworten doch nur damit noch weiter an, irgendwie verstehe ich sie nicht als Geschäftsmann??????? ?( Mein Tipp ..... in der Ruhe liegt die Kraft.


    Sie könnten es doch auch ruhiger haben und alles gelassen sehen.


    Gruß Hein

  • Vor Jahrzehnten war die Spur 0 was für gutverdienende Zahnärzte, Rechtsanwälte und Selbstständige.
    Wer auf die Idee kam Spur 0 auch für Leute mit kleinem Einkommen attraktiv zu machen muss offen bleiben.
    Jetzt haben die Hersteller die Leute mit den kleinen Einkommen und wundern sich, dass diese nur über Preise reden.
    Die ganze Masche wie teuer alles ist, wie in den H0 Foren, gewinnt auch hier immer mehr Raum.


    Habe ich kein Geld für die Nobel-Marken dann muss ich halt im schlimmsten Fall Faller E-Train sonst
    Pola Maxi, Lima bzw. Rivarossi fahren oder mir ein anderes Hobby suchen.


    Beim Auto hat man je nach Marke im ersten Jahr 50% Verlust. Warum sollte dies bei Modellbahnen anders sein.
    Warum sollte einen Hersteller interessieren zu welchem Preis ein Kunde seine Produkte weiter verkauft.


    Modellbahnen als Spekulationsobjekt gehts eigentlich noch?
    Das hat mal mit Märklin funktioniert. Die letzten Sammler werden auf natürlichem Wege verschwinden.


    Was die Preisentwicklung betrifft ist vieles gesagt. Kein Mensch hat die Hersteller gezwungen in China zu produzieren.
    Wer das Risiko eingeht hoch zu pokern muss auch mit den Verlusten leben können. Bei den Konzernen zahlen wir es
    bei den Modellbahnherstellerri sicher nicht.


    Großserien, Kleinserien wo sollte da heute bei den Stückzahlen der Unterschied sein.
    Die Lenz 50 wird bei 2000 Euro landen (müssen). Ist doch in Ordnung bei der Qualität finde ich.
    Dann ist man halt bald da wo die Kleinserienhersteller auch immer waren.


    Nein, ich habe nicht im Lotto gewonnen und muss als Rentner auch anders agieren als früher im Beruf.
    Bringt es wirklich etwas hier allen Leute zu erklären das ich mir (aus Kostengründen) vieles nicht mehr kaufen werde?


    Die Hersteller muss es interessieren. Das Märchen nur bei H0 geht es steil bergab und bei Spur 0
    gibt es Wachstum ohne Ende wer glaubt dies denn?


    Die Modellbahn ist so oder so ein Auslaufmodell, Wie lange der Auslauf dauert muss offen bleiben.
    Bis zum bitteren Ende warten sollte ein Hersteller allerdings auch nicht.


    Jo

  • Hallo Herr Elze,
    ich habe nicht von Groß oder Kleinserie geschrieben, sondern von Premiumbereich.
    Ich meine mich zu erinnern das Sie selbst mal von bezahlbaren Modellen gesprochen haben.
    Das sich durch Wechselkursänderungen und neuen Lohngefüge in den Fertigungsstandorten
    die Preise steigen kann und will ich Ihnen nicht Vorwerfen.
    Aber das Sie wie das Kaninchen die Schlange beobachtet, Sie auf Vorbestellungen und Reaktionen in den Foren
    reagieren anstatt den eigenen Sachverstand und Ihre sicher vorhandene Sachkentniss zu benutzen.
    Im Spur 0 Segment ist schnell ein Preis erreicht der den Breakevenpoint überschreitet.
    Mittlerweile werden Sie auch gemerkt haben das es zwischen den Ansprüchen der Käufer und deren Portmany
    eine Lücke gibt.
    Der Modellbahnmarkt ist nicht immer vorhersehbar und birgt Überraschungen.
    Die Fa. Piko scheint mit der Vereinfachung von Modellen wirtschaftlichen Erfolg zu haben.
    Warum nicht auch in 0.
    Muß ein Waggon eine komplette Nachbildung der Bremsen haben welche man im Fahrbetrieb doch nicht sieht.
    Braucht man Klappbare Zettelhalter und Federpuffer bei der Benutzung von Standartkupplungen.
    Müssen alle Türen zu öffnen sein braucht man Kugellager usw.
    Sicher sollte man bei der Konstrucktion ein nachträgliches Verändern des Modells berücksichtigen.
    Sicher werden immer Käufer sich dieses und jenes wünschen aber wichtiger ist doch erst mal ein
    Modell welches für viele bezahlbar ist. Verbessern kann doch jeder selbst.
    Ich kann nicht beurteilen wo man am besten Kosten reduzieren kann. Das wissen Sie natürlich besser.
    Unbestritten ist aber sicher das der Preis auf den Absatz entscheident Einfluß nimmt.
    Sicher werden viele anderer Meinung sein aber Forderungen bezüglich der Ausführung eines Modells
    und deren Kauf sind 2 paar Schuhe.


    Sollten Sie in meinen Beiträgen Spott und Hohn gefunden haben bitte Ich Sie um Entschuldigung.
    Das war nicht meine Absicht.
    Ich habe lediglich meine Sicht zur Entwicklung im Spur 0 Markt darstellen wollen.


    Gruß Andi

  • Und auf der Ignorieliste... ich weis ja wie das wieder ausgeht!
    Ist immer wieder das gleiche. :cursing: :S


    Gruß Klaus

  • Hallo zusammen,


    pünktlich zu den heißen Temperaturen haben wir nun unser Sommerloch...sei es drum.


    Ok mich wundert oder verwundert dass alles nicht mehr wirklich...hatten wir doch alles schonmal irgendwie.


    Ich stelle mir gerade mal ein paar Fragen....


    Was ist eine Großserie? Konkrete belastbare Zahlen? Wer definert das eigentlich?


    Gleiche Frage beziehe ich auf Kleinserien!


    Daraus würden sich dann einmal Zahlen ergeben, die auf die Fertigung Rückschlüße ziehen, eben Handarbeit (weil Formenbau zu teuer) oder eben Formenbau.


    Dazu würden mich die Werkstoffe in den Zusammenhang mal interesieren. Kunstoffe, Metalle oder Messing..Mischbauweise usw.


    Was ist denn ein Premiummodell? Wodurch zeichnet sich das aus? Eben auch hier wäre dann mal interesant wie und welche Fertigungsmetoden zum Einsatz kommen usw, dazu was kann das Modell am Ende bzw muss es können um sich Premium zu nennen! Was ist der Gradmesser zu Mitbewerbern?


    Fakt ist, dass die Spur 0 bezahlbar wurde durch Lenz und Brawa und auch MBW. Man muss aber auch mal bei sich selber mal kritisch das eine oder andere hinterfragen. Ich wunderte mich damals, als die ersten BRAWA Wagen kamen, da wurde schon über eine Lok seniert und das doch jetzt mal kommen muss. Mir ging da nur das Sprichwort durch den Kopf...eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Loks und Wagen ein himmelweiter Unterschied! Dazu muss die Frage erlaubt sein, in wieweit der Hersteller in welcher Spurweite, wie z.B bei Brawa, das eingesetzte Kapital zurückfließt und Gewinne zu verzeichnen sind, oft ist auch Fremdkapital mit im Spiel.


    Ob die Lok und Wagen sehr detaliert sein sollen, dass muss jeder mit sich selber ausmachen, fakt ist fallen sie unter das H0 Level....wer sollte sich dann für 0 begeistern? Welche Motivation hatte man für den Umstieg? Ist weniger wirklich mehr...oder vemisst man am Ende doch zuviel oder ist über die Preise gefrustet!?


    Ich denke man kann sehr kritisch sein mit anderen aber dann auch mal mit sich selber. Wir konsumieren die Modelle...die Hersteller müßen davon Leben, dass ist ein kleiner feiner Unterschied, ich will hier keine Lanze für irgendwen brechen, aber worum geht es bei den großen Spuren denn eigentlich???


    Ich denke weil man mehr Eisenbahn haben will eben nicht nur in der Größe, sondern auch in Details woanders erlebt man gerade eine Inovations und Detailoffensive, eben weil nicht mehr mit aktuellen Modellen auch nur im Ansatz mithalten konnte ( Märklin). Will man das auch am Ende bezahlen?gGeht es nicht darum, dass man am Ende Freude an dem Modell hat für viele Jahrzente?


    Achja und dann ist da noch der Faktor...Vorfreude, ich weiß nicht wie es vielen von euch geht..viele warten auf die Lenz 50er ich warte jetzt mal auf meine 98.8...ist es im Grunde nicht geil, dass wir sowas erleben und genießen können, ist es nicht genial was heute machbar ist? Ich hab noch die alten ek Hefte aus den 90er Jahren..da bezahlte man sich blöde für solche Modelle, ich will nicht damit sagen, dass es heute ein Schnapper ist, aber wenn ich das mit damals vergleiche....autsch! Wozu leben wir eigentlich??? Mitnehmen können wir nix..aber ne Menge Spaß am Leben haben und das zählt doch oder!?


    Leute genießen wir das schöne Wetter, es wird schon werden.


    MFG


    Michael

  • Hallo,


    hatte am 25.07.2014 die BR 91 DR für 899,00 Euro und am 03.04.2015 2x den Einheitspersonenwagen für insgesamt 378,00 Euro vorbestellt.


    Nachdem die 91 von der Website verschwand, fragte ich höflich per mail an, wie das zu bewerten sei. Keine Antwort. Dann eben nicht. Wer nicht will, der hat schon.


    Gibt es eben zwei Donnerbüchsen von Lenz in DR-Ausführung. Und die kommen bestimmt.


    Nachdenkliche Grüße


    Toralf

  • Mich wundert das nicht.


    (1) Da wird eine V80 angekündigt und für € 749,- in der digitalen Version auf den Markt geworfen.


    (2) Kurze Zeit später gibt es sie für € 399,- in der analogen Version. Wie geht das, der Baustein kostet € 170,- !! Was ist mit dem Rest ?


    (3) Zum finalen Schluss werden die Maschinen von Modellbahnhändlern im ebay für € 230,- bis € 250,- verramscht (Neuware) !!


    Mir gefällt die Maschine recht gut, aber wenn man sich die Verarbeitung genau ansieht, wird man feststellen, mehr ist sie aber auch nicht wert, sorry.
    Ich hatte noch meinen Bastelspass und nun bereichert sie meinen Fuhrpark.


    Wer seine Produkte so auf dem Markt vertreibt, muss sich nicht wundern, wenn alle nur noch unter Punkt (3) kaufen und die Maschinen die in den Vitrinen der Modellbahngeschäfte einstauben, werden vermutlich kein Heimat-BW mehr finden!
    Das diese Fahrzeuge im gebrauchten Zustand nichts mehr wert sind, sollte auch klar sein.


    Sorry, aber dies ist ganz sicher kein Verschulden der Käufer!!!!!

    Gruß
    Olaf

  • Hallo Olaf,


    da fehlt die Nummer 4:


    (4) In Buseck wurde die analoge V80 für 180,- € von einem renomierten Händler in großer Stückzahl verkauft.

  • Guten Abend. Und was kann MBW dafür ? Glauben Sie wir sagen dem Handel verkaufe sie bitte für 250,00 €. Mit knapp 500 Modellen war diese Auflage schon zu hoch für die V 80. Das ist der Markt in Null. Sehr speziell und für uns sehr schwer kalkulierbar. Glück für Sie, Pech für den Handel. Nur das sie nicht mehr Wert wäre ist ein wenig unhöflich. Vielen Dank das Sie sie trotzdem erworben haben. Wenn es nur über den Preis geht ist es mit uns nicht mehr machbar.

  • Und da hatte welcher Händler für jede Lok 250€ aus seiner Privatschatulle draufgelegt? Und das offensichtlich viele zig-mal?
    Mit Verlaub, ich kann das immer nicht so recht glauben...
    Der muss die doch irgendwo her ganz billig bekommen haben.


    p.s. Ich gehörte zu den Kunden Beitrag 33 Nr. (1)

  • Hallo Herr Elze,


    ich möchte hier in keinem Fall unhöflich sein und schreibe ausschließlich meine Meinung.


    Aber hier ein paar Bespiele, die an meiner V80 nötig waren:

    • Die Passung der gesteckten Drehgestellseitenteile (Federpakete/Bremsen) ist nicht korrekt, Blenden fallen leicht ab bzw. lassen sich nicht richtig montieren, sitzen somit schief
    • Die Bohrungen für die kleinen Griffstangen sind zu groß, die fallen leicht ab und müssen nachträglich verklebt werden, wenn man sie wiederfindet
    • Die Lötstellen auf der Platine sind alle sehr schlecht verarbeitet -> vollständig neu verlötet
    • Die Kabel sind zum Teil zu kurz verlegt und mussten erneuert werden, Inneneinrichtung klemmt die Kabel ab bzw. sitzt schief
    • Die Tritte an den Gehäuseecken lassen sich schwer montieren, leider dabei das Gehäuse beschädigt -> repariert

    Wenn ein Modell die entsprechende Nacharbeiten erfordert, bin ich mit einem "Bausatz-Preis" trotzdem sehr zufrieden.
    Bei einem Preis von € 749,- wäre das nicht drin gewesen, sorry!!


    Trotzdem: Mir gefällt die Maschine sehr gut und ich werde sie auch nicht wieder verkaufen !!! :)

    MfG
    Olaf

  • Moin,



    nach meiner Wahrnehmung hat sich die
    Firma selbst ein Bein gestellt. Nachdem es rasant losging (V200.1 und
    Gs 60, die ich auch jeweils aus der ersten Serie erworben habe) und
    in kurzer Folge Neubauprojekte angekündigt wurden, war ich ob der
    Fülle schon überfordert. Wie soll das gehen und wie soll ich meine
    Wünsche gleichzeitig erfüllen? Was kaufe ich mir stattdessen nicht?


    Zubehör wie Drehscheibe, Signale und
    Gleise sollten kommen, wow!


    Monate bzw. Jahre vergingen mit
    unübersichtlich vielen Änderungen im Portfolio: kommt, kommt
    sicher, garantiert, doch nicht, später, nein, oder vielleicht doch,
    schöner, besser, nicht teurer, teurer, usw.


    Daraufhin stornierte ich desillusioniert meine
    Vorbestellung der BR23 von Oktober 2012 und bestellte mir 2014 eine
    BR50 (von der es im Gegensatz zur BR23 nun schon richtig was zu sehen
    gibt). Weil, erst einmal abwarten, ob nicht doch mal Konstanz
    eintritt. Nun, es ist ja kein Geheimnis, es ging so weiter –
    jedenfalls nach meiner Wahrnehmung.


    Ich entschied mich daher Anfang des
    Jahres endgültig dazu, auf weitere Käufe von Produkten der Fa. MBW
    zu verzichten. Wenn ich mit meiner Entscheidung nun ein Sargnagel
    bin, dann ist das so. Nur die Kiste habe ich nicht gezimmert.


    Trotzdem wünsche ich den Mitarbeitern
    der Firma für die Zukunft alle Gute.



    Gruß,
    Ian

  • Jungs,


    als MBW damals die V 200.1 brachte, war das zwar nicht die "must-have"-Lok für mich, aber ich habe jedem gesagt : "Hut ab, der hat´s durchgezogen".


    Was jedoch hier abgeht, ist mir für beide Seiten gleichermaßen (höchst!) peinlich! Zum Glück ist Spur0 und der Umgang miteinander in dieser Republik noch etwas anderes :!:


    Stefan möge dieses Ding hier ganz schnell beenden und in der Vergessenheit verschwinden lassen!


    Null-Problemo :thumbup:


    P.S.: Über 40 Jahre Arge-Spur0 waren sicher auch die Forderungen nach Großserien-Herstellern - Vor allem waren es 40 Jahre, in den die Sache, Modellbahn in Spur0, europaweit Gleichgesinnte zusammengeführt hat. Ich, der diese Geschichte nur zu einem Teil mit erlebt hat, habe so etwas, wie das hier, noch nicht erlebt! Spur0 für Superreiche? Ein Schlag ins Gesicht derer, die sich jahrelang um die Sache bemüht haben! Wenn das die Vorstellungen von Spur0 sind - Minigolf ist auch ein schönes Hobby!




  • Also,


    der Modellbahnmarkt ist insgesamt nicht mehr sehr prickelnd. Welcher Jugendliche "spielt" denn noch mit der Modelleisenbahn?


    Der Spur 0 Markt ist ein Nischenmarkt im Nischenmarkt (daran ändert auch Buseck nichts) und wird dies auch stets bleiben, temporär belebt durch die inzwischen Besserverdienenden mit grauen oder wenigen Haaren, die in den 50er, 60er und vielleicht noch 70er-Jahre mit einer Märklin- oder Minitrixbahn etc. unterm Weihnachtsbaum angefangen haben und inzwischen etwas besser verdienen als vielleicht der Durchschnitt der Bevölkerung.


    Jetzt ist die Frage, welchen Platz ein Hersteller in diesem Markt einnehmen könnte. Machen wir uns nicht vor, nahezu alle Spur 0 Anbieter produzieren ihre Artikel im Nebenerwerb und müssen davon nicht leben. Und die wenigen richtigen "Firmen" haben ein mehr oder weniger ausgeprägtes weiteres Standbein (Lenz mit der Digitalelektronik, Brawa in anderen Spurweiten, Busch sowieso).


    Warum wird man überhaupt in einem Marktsegment aktiv? a) Aus Freude an dem Metier - freilich unter der Maßgabe, damit auch ausreichend Geld zu verdienen, um die Existenz zu sichern. Typischer "deutscher Mittelstand". b) Um möglichst kurzfristig möglichst viel Geld zu verdienen. Diese Vorgehensweise wird noch getrieben von Investoren, die hinsichtlich der Produkte keine Emotionen haben. Einzig der "Return of Invest" ist der maßgebliche Parameter.


    Ich unterstelle nun, dass Herr Lenz ein typischer mittelständischer Unternehmer ist, der in Ruhe und mit Geduld ein attraktives Produktportfolio aufbaut und dabei neben sich selbst eine Mannschaft aufbaut, die sich mit Hingabe und Motivation dieser Aufgabe widmet.


    Ich meine einmal gelesen zu haben, dass MBW mit Wagniskapital ausgestattet worden sei, um den Spur 0 Markt zu erobern. Herrn Elze möchte ich dabei gar nicht in Abrede stellen, nicht auch mit einer gehörigen Portion Herzblut bei der Sache zu sein (im Gegenteil!). Aber unter dem Druck von Renditeerwartungen lässt sich das sprunghafte An- und Abkündigungsverhalten plausibel erklären. Allerdings ist Wagniskapital noch nie in Geschäftsfeldern glücklich geworden, bei denen man für das Geld verdienen auch arbeiten muss (Stichwort: einfach multiplizierbare Produkte wie Internet, Software, Medikamente...). Und: Wagniskapital spekuliert eher auf einen Exit eines Unternehmens, d.h. einen Unternehmensverkauf bei erheblichem Wertzuwachs, als auf ein kontinuierliches arbeitsintensives Geschäft (sog. "Living Dead" = funktionierende Unternehmen, die aber nichts Grandioses einbringen).


    MBW hat doch sehr schöne Modelle auf die Beine gestellt! Eine preiswerte V200, V200.1 und V80 habe ich mir jedenfalls immer gewünscht und nun befinden sie sich in meinem Besitz! Aber der Druck, ständig neue, renditestarke Produkte zu realisieren konterkariert das Geschäftsmodell eines kurzfristigen Wertzuwachses. Da gerät der Null-Markt freilich zwangsläufig in die Sättigung. Auch hektisch auf die Spur 1 auszuweichen muss ja nicht gerade scheitern, taugt aber nicht für das schnelle Geld. Ich habe beruflich unter anderem mit Start-ups zu tun - die Entwicklung bei MBW habe ich leider voraus gesehen.


    Ich wünsche Herrn Elze alles Gute und dass er - für uns Nuller! - vielleicht doch noch einige Projekte realisieren kann. Etwas langsamer und etwas unaufgeregter. Hoffentlich steckt er nicht allzu arg im Würgegriff des Kapitals. Setzen wir ihn vielleicht nicht zusätzlich unter Druck.


    Herzliche Grüße


    Kallisto

  • Guten Abend,


    Leute ist mal langsam mal gut :!: :!: :!: :!: :!: :!:
    Ich kann es langsam NICHT mehr Lesen was hier mal wieder gegen MBW gepostet wird!Frank wird schon wissen was er macht!
    Bei einigen postings ist man schon sehr ganz nahe an RUFSCHÄDIGUNG einer Firma dran!!!!!!!!


    @ Ian :D Die Signale stammen aus meiner Feder und und genauso die Urmodelle.Nur Frank und Ich wissen warum wir die Produktion NICHT gemacht haben.


    Ein sehr nachdenklicher
    Volker

    Edited once, last by Lichtsignale 1969 ().

  • Hallo.
    @ BR323 (Georg):
    Du schreibst exakt meine Meinung. Da wo nun die Firma MBW steht hat sie es durch ihr (nach meiner Meinung) unprofessionelles Verhalten selber zu verantworten. Wenn ich mir schon alleine das ewige Hin und Her wegen der BR 290 ansehe, dann fühle ich mich getäuscht. Und da das ja bei anderen ex-MBW Projekten ähnlich war/ist kann ich nur schreiben: Ich kann auf MBW gut verzichten.



    @ Null-Problemo:
    Wieso sollte man den Thread hier dichtmachen? Nur weil hier User ihre Meinung schreiben? Nur weil man sich hier nicht in Armen liegt? Ein Forum (die Welt) muss auch mal einen etwas härteren Meinungswechsel vertragen. Denn die Welt kann nicht nur aus Harmonie, Problem verschweigen und falsch verstandener Lojalität bestehen. Dieses ewige "wir haben uns alle lieb" und ja Keinem die Meinung sagen bringt am Ende Niemanden weiter. Den Thread nach den bisher hier erschienenden Kommentaren zu schließen wäre nach meiner Meinung ein Armutszeugnis für das Forum.



    mfG
    Ralf Wittkamp

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