• Hi Ralf,
    der Schotter ist farblich richtig gut und dass die Schwellen etwas Staub abbekommen gibt sich eh mit dem verleimen des Schotters. Die Körnung passt perfekt zum Gleis, das ist die Hauptsache und nicht ob der Schotter der umgerechneten Bahnnorm auf den Millimeter entspricht.
    PS farblich behandelt sind die englischen Schienenstühle auch kein Fremdkörper mehr und ergeben ein stimmiges Bild,
    Grüße. Jay, the K.

    The Keithville & Lake Erie RR - Serves the Steel Centers

  • Hallo,


    zur Abwechslung zum Pflasterritzen der Ladestrasse (80% fertig) habe ich mich mal der Dorfstrasse/Bahnübergang angenommen.


    Zuerst wurden die Spurrillen aus 2x2mm Evergreen L-Profilen mit Sekundenkleber angeheftet. Sieht komisch aus, erfüllt aber seinen Zweck. Nach der farblichen Gestaltung wird der schräge Einbau der Profile nicht mehr auffallen. Andere Tipps aus dem Forum wie z.B. H0-Schienen innen an den Schienenprofile zu befestigen scheitern an den hohen Peco-Schienenstühlchen (äh - Schienenstühle, besser Schienensessel :rolleyes: ).




    Nach dem Anheften der Profile wurden diese noch eingespachtelt, damit sie sicher halten.
    Danach werden die Seitenbegrenzungen der Strasse/Gehweg mit zurechtgeschnittenen Balsaholzleistchen und Ponal festgeklebt:




    Nun konnte die Strasse mit eingefärbtem Spachtel 'ausgegossen' werden. Die Oberfläche sollte nicht zu gerade werden, da Unebenheiten im Pflaster optisch erwünscht ist und das Ganze natürlicher wirken lässt:



    Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, ob ich nur wieder eine Pflasterstrasse ritze oder eine marode, teilweise aufgerissene Teerdecke darauf setze.
    Aktuell tendiere ich zur Teerdecke, da sonst nur Pflaster auf der Anlage vorkommt (zu eintönig) und auch weniger Ritzarbeit anfällt.


    Da lasse ich morgen das Bauchgefühl entscheiden.


    Fortsetzung folgt demnächst...


    Bis bald und Gruß
    Ralf

  • Hallo,


    ach ja - hatte ich ganz vergessen. In der Zwischenzeit hat sich noch mehr getan (war nicht wochenlang am Nichtstun):


    In der Zeitschrift HP1 - Heft 31 hat es mir der Lagerschuppen angetan. Nicht zu groß und nicht zu klein - um nicht zu sagen perfekt für Zwängle. Also die Zeichnungen gescannt, vergrößert und wieder ein (vereinfachtes) Papier-/Papp-Modell zum Überprüfen der Proportionen gebaut.


    Hier das Ergebnis:






    Gruß Ralf

  • Hallo Ralf,
    Das Lagerhaus gefällt mir sehr gut, aber dieses Gebäude ist größer als Dein geplantes Empfangsgebäude.
    Auch wenn das Lagerhaus masstäblich ist, wirkt es nicht stimmig.
    Ich kenne das Problem, weil meine "Bayer. Ladehalle" das gleiche Problem mit sich bringt.
    Vielleicht kannst Du das Lagerhaus an einer anderen Stelle positionieren,
    alternativ könnten auch Bäume dazwischen die Größe mindern.
    Gruß Oliver

  • Hallo,


    Oliver:
    Danke für deinen Einwand:
    Ich habe mir auch erst überlegt, wie groß das Lagerhaus sein darf. Dazu meine Ergebnisse:


    1. Es ist ein kleiner Endbahnhof mit Schwerpunkt Güterverkehr. Daher gibt es hier auch nur einen relativ kurzen Bahnsteig für max 1-2 Personenwagen, Schienenbus oder VT. Entsprechend gering ist auch das zu erwartende Aufkommen an Personenbeförderung - und daraus folgt das kleine Bahnhofsgebäude (wobei der linke Anbau [Wartesaal] fast schon zuviel ist - gefällt mir aber optisch besser).


    2. Ein (landwirtschaftliches) Lagerhaus hat aber realistischerweise eine bestimmte Größe, um überhaupt ein paar Waren sinnvoll lagern zu können - vor allem hier im ländlichen Raum von Zwängle wegen der Masse der Landwirte und somit landwirtschaftlicher Produkte. Also kleiner will ich ein Lagerhaus überhaupt nicht haben.
    Ansonsten müsste hier ein Lagerschuppen hin - der ist aber schon am Empfangsgebäude vorhanden.


    3. Somit sehe ich keine Relevanz, dass sich die Größe des Lagerhauses (ist ja privat und nicht an den Bahnhof gebunden) am Bahnhofsgebäude messen muss.


    Nun - somit bleibt deine 'gefühlte' optische Unstimmigkeit, die ich aber überhaupt nicht in Abrede stellen will.
    Ich persönlich habe aber kein Problem mit den Größenverhältnissen, da es für mich schlüssig ist.


    @alle:
    Wie seht Ihr das? - Sehr unstimmig oder geht's noch?


    Gruß Ralf

  • Moin,


    wenn die Maße so stimmen, würde mich das nicht stören. Auch beim Vorbild folgen die Proportionen nicht unseren Vorlieben und Sehgewohnheiten. Das EG ist schon aus Kostengründen nur so groß wie unbedingt nötig - das Lagergebäude eines Landhandels muss eben dem dortigen Bedarf angepasst sein. Also vor allem nicht zu klein...


    G**gle z.B. mal nach Bildern aus Frensdorf, da steht ein Raiffeisen-Silo direkt neben dem Empfangsgebäude. Das passt so gar nicht, ist aber die Realität! Oder Pfarrweisach, da wurde das Agenturgebäude von einem vergleichsweise kleinen Baywa-Lager auf der Gegenseite optisch förmlich erschlagen.


    Gruß,
    Schlußscheibe

  • Hallo Ralf,
    Du hast Recht, landwirtschaftliche Lagerhäuser sind in der Regel groß. Wenn ein Siloturm dabei ist wird auch noch eine gewaltige Höhe erreicht. Bahnhöfe auf dem Land waren im Vergleich meist kleiner. Das Foto zeigt die WZG in Markgröningen als Beispiel.


    Ich finde Dein Ensemble sehr stimmig.


    Grüße. Jay, the K.

  • Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, ob ich nur wieder eine Pflasterstrasse ritze oder eine marode, teilweise aufgerissene Teerdecke darauf setze.
    Aktuell tendiere ich zur Teerdecke, da sonst nur Pflaster auf der Anlage vorkommt (zu eintönig) und auch weniger Ritzarbeit anfällt.


    Hallo Ralf,
    ich würde an Deiner Stelle beide Welten mischen und ein überteertes Pflaster darstellen, bei dem an manchen Stellen die Teerdecke löchrig ist und das Pflaster sichtbar wird.
    Grüße. Jay, the K.

    The Keithville & Lake Erie RR - Serves the Steel Centers

  • Hallo Ralf,


    ich finde das Größenverhältnis zwischen Bahnhof und Lagerhaus stimmig. Nach meiner Beobachtung sind die Lagerhäuser meist deutlich größer als das Aufnahmsgebäude. Wenn etwas nicht stimmig sein sollte, dann ist es für mich eher das Aufnahmsgebäude (oder in deutscher Terminologie: Empfangsgebäude), das mir persönlich im Verhältnis zu den Gleisanlagen eher groß geraten scheint, was Du ja auch selbst ansprichst. Dies lässt sich aber womöglich durch die örtlichen Gegebenheiten rechtfertigen (Kurort, Wallfahrtsort etc).


    Entscheidend ist auch der Zeitraum, in dem Du die Anlage ansiedeln willst. Bis hinein in die 60er Jahre ist die Größe des Lagerhauses ausreichend, später haben sie sehr oft Zubauten erhalten oder wurden aufgelassen.


    Viel Freude beim Bauen und Gestalten wünscht Dir


    Albert, der Deine Überlegungen und Fortschritte gerne beobachtet

  • Hallo,


    weiter geht es mit dem Strassenbau in Zwängle. Ich habe mich also für die Pflasterstrasse mit marodem, löchrigen Teerbelag entschieden.


    Zwischen den Schienen und dort wo die Schienen nah beieinander liegen wurde aber damals nicht überteert, sondern da blieb das Pflaster erhalten.
    Hier mal das erste Probestück, was in meinen Augen so bleiben kann.


    Zuerst mal anzeichnen, damit ich weiß wo ich ritzen muss. Die großen Umrandungssteine haben die Maße 4 x 5-6,5 mm und die kleinen Würfel 3 x 3 mm:



    Nun werden zuerst die Umrandungssteine geritzt. Diese aber ohne Hilfsmittel nur Freihand mit der Nadel, damit alles schön unregelmäßig wird:



    Jetzt folgen die kleinen Würfel, wobei hier mit dem Lineal die Querstreifen graviert wurden. Abplatzungen der Steinecken und ggf. der oberen 2. Spachtelschicht sind willkommen, sofern es nicht zu viel wird (Stichwort Unregelmäßigkeit):



    Hier sieht man aber, dass die kleinen Steine so nicht bleiben können, da zu scharfkantig und uniform - sieht einfach geritzt aus...
    Also werden jetzt erst mal alle Ecken gebrochen/gerundet (nachgeritzt):



    Sieht schon besser aus, aber noch immer nicht natürlich. Die Oberfläche ist zu glatt und eben für Bruchstein.
    Also alle Steine mit einem Minischraubendreher 'beschädigt'. Einfach mit der Klinge in die Steinoberflächen hineinfahren und Vertiefungen und Rillen schaben, bzw Ecken abplatzen lassen (aber dezent):



    Da Klinge hinterlässt aber scharfe Kanten und das wollen wir nicht haben. Natursteine/Bruchsteine auf der Strasse sind uneben, aber durch das Befahren der Fahrzeuge sind alle Kanten rundgeschliffen - also 'weich'.
    Genau das machen wir jetzt mit einem kurzgeschnittenen harten Borstennpinsel. Mit diesem einfach mit kreisenden Bewegungen über die Steine schleifen bis das Ergebnis gefällt - in etwa so:



    Ich hoffe, es gefällt und jetzt mache ich ein Teilstück mit der kaputten Teerdecke.


    Und Tschüß
    Ralf

  • Hallo Freunde des maroden Verfalls,


    die Gestaltung der alten Dorfstrasse ging gestern und heute weiter. Ich habe mich nun an einer maroden, brüchigen überteerten Pflasterstrasse versucht.
    Heraus kam das:



    Hier nun meine Vorgehensweise. Auf die grob vormodellierte Spachtelschicht kam eine weitere etwas dunkler eingefärbte dünne Deckschicht d'rauf. Diese durfte aber nicht flächig aufgetragen werden, da ja Löcher verbleiben sollten (aufgebrochene Teerschicht). Also immer nur einen kleinen Klecks Spachtelmasse auftragen und verstreichen, bis es etwa so aussieht:



    oder so:



    Nun muss die Deckschicht mit einem feineren Schmiergelleinen (bei mir 180er) glatt geschliffen werden. Auch darauf achten, dass sich die Absätze nur im Zentel Millimeter Bereich befinden (Übergang Pflaster zu Teer). In der Praxis sind die Übergänge höchstens 2cm hoch - im Modell also max. 0,4 mm. Leider habe ich aber kein Bild nach dem Schliff geschossen.


    Anscheinend habe ich der Deckschicht zu wenig Farbe beigemischt. Nach dem Trocknen war diese viel zu hell!?! Na ja - muss am Ende sowieso noch farblich behandelt werden.


    Danach geht's aber wie im vorigen Beitrag weiter: Pflaster anzeichnen, gravieren und wieder mit Borstenpinsel 'weichschleifen':





    Im folgenden Bild sieht man nochmals die relativ dünn geschliffene Teerdecke (i.d.R. 2-3 Zentel):



    Wenn die restliche Strasse fertig ist, muss noch alles farblich behandelt werden. Da hab' ich aber schon ziemlich Schiss davor...


    Gruß Ralf

  • Hallo Ralf


    vom Feinsten; da sehe ich schon in Gedanken die kleine Pfütze vom nächtlichen Tauwasser am Rand stehen.


    Viele Grüße an den künstlerischen "Steineklopper"


    Hendrik

  • Hallo Ralf,
    das bayerische Lagerhaus (Schmidtmühlen)würde ich so lassen nur etwas vom EG weiter weg aufstellen. Als EG einfach ein Agenturgebäude dazu anstatt das preussische Loitz.
    Gruß
    Husbert

  • Hi Ralf,
    die Straße wirkt richtig gut, das ist Handwerks-Kunst dreidimensional. Eile mit Weile, dann klappt auch die Farbgebung. Ein Probestück für Versuche hilft Sicherheit und Anregungen für diesen Arbeitsschritt zu bekommen.


    Grüße. Jay, the K.

    The Keithville & Lake Erie RR - Serves the Steel Centers

  • Hallo Ralf,


    ich glaube, die farbliche Behandlung Deiner Landstraße ist eher das kleinere Übel, das größere hast Du schon hinter Dir... :thumbup:
    Mal sehen, wie es am Ende aussieht.


    Viele Grüße,
    Walfried

  • Hallo,


    Neues von der Gipsritzerfront...


    Die Dorfstrasse ist soweit fertig geritzt. Mir ist aber aufgefallen, dass Gullys fehlen und sogleich bestellt. Wenn diese eintreffen werden sie noch eingebaut...
    Mit der farblichen Gestaltung tue ich mich noch schwer. Hab ein Probestück geritzt und schon mal verschiedene Techniken probiert: Ohne Vorbehandlung, mit Tiefengrund und/oder Klarlack vorbehandelt ... Wassermalfarben, Pulverfarben, Acryl und Emailfarben getestet ... aber es gefällt mir noch nicht ganz.
    Es geht aber in Richtung Emailfarben ohne Vorbehandlung und Waschbenzin ...


    Hier mal die fertig geritzte Dorfstrasse noch ohne Gullys:




    Die dunklen Flecken im Teer sind noch von der ersten Gipsschicht, welche durchs Schleifen durchgekommen sind. Drum sieht es hier etwas scheckig aus:



    Bis die Gullys kommen habe ich schon mal den Platz rund um den Bahnhof angefangen. Sprich Bahnhofstrasse und Ladeplatz zwischen Lagerhaus und Ladestrasse am Güterschuppen.
    Die Bahnhofsstrasse erhält eine intakte Teerdecke. Die Strasse wurde erst in jüngerer Zeit neu saniert. Die Gleise selbst sind aber wieder in Pflaster eingebettet. Der Ladeplatz wird wieder gepflastert. Da werde ich ein bestimmtes Pflastermuster anwenden.


    Die Strasse verjüngt sich auf der rechten Seite (direkt am Lagerhaus). Dies hat damit zu tun, dass ich ein optisches Loch am hinteren Anlagenrand vermeiden will. Es ist schwer zu erklären was ich genau vorhabe, da es nur in meinem Kopf existiert. Zu gegebener Zeit komme ich darauf zurück, wenn man gestalterisch was sieht. Jedenfalls wird die Verjüngung der Strasse kaum auffallen, da ich relativ tief vor der Anlage sitze - quasi Preiserleinperspektive.


    Hier mal die ersten Arbeiten. Zuerst wieder die Umrandung mit Balsaleisten abstecken. Hier erst mal nur die tieferliegende Schicht (ohne Gehwege, etc.):



    Danach die Fläche ausgipsen, bzw. ich verwende ja Innenspachtelmasse ähnlich Moltofill (ist billiger):




    Wenn alles getrocknet ist werden die erhöhten Bereiche wieder mit Leisten eingerahmt (Gehwege und Bereiche zwischen Strasse und Bahnhof/Güterschuppen) und gespachtelt.


    Bis dann...


    Gruß Ralf

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