XPressNet bei Fahrtreffen - Vorschlag zur Optimierung der Spannungsversorgung... .

  • Hallo,


    es wurde bei Fahrtreffen bereits von Problemen mit dem XPressNet berichtet. Ursächlich ist wohl der Umstand gewesen, dass bei vielen angeschlossenen Handreglen die Stromversorgung zu stark belastet wird, und damit die Spannung einbricht.


    Abhilfe schafft das Reduzieren der Anzahl der kabelgebundenen Handregler, was aber keine gewünschte Lösung ist. Möglich ist auch den Verbrauch der Handregler selbst einzuschränken. Dies kann durch Abschalten z.B. der Hintergrundbeleuchtung erreicht werden.


    Man kann aber auch dafür Sorge tragen, dass die Versorgungsspannung nicht einbricht. Dies geschieht durch einschleifen von verteilten 12V Versorgungen im XPressNet Bus.


    Ich bin dabei eine solche Einspeisung vorzubereiten und habe dafür unten einen Schaltungsvorschlag angefügt. Ich bin der Meinung, so könnte es gehen. Bitte schaut mal drauf.


    Verwenden möchte ich eine sog. Stöpselbox wie sie beim Fremo eingesetzt wird.



    Gruß aus dem Süden,
    Bernd


    Schreibt mir ruhig bei Fragen und Anmerkungen. Ich bin meist recht umgänglich... :P

  • Hallo Bernd,


    bevor ich Dir meinen "Senft" mitteile, möchte ich ich doch noch wissen, wie viele solcher Abschnitte ihr maximal plant?


    Und wie viele Stromeinspeisungspunkte dann auch eingebaut sind?

    Grüße aus Lappersdorf (bei Regensburg)


    Heinz ;)

  • Hallo,


    auf berechtigte Hinweise von Heinz und auch von Stefan habe ich den Schaltplan etwas angepasst. Siehe unten.


    Den zweiten Hinweis von Stefan (Probleme bei Verwendung der Lokmaus und deren Vermeidung) muss ich noch sehen und verstehen worum es geht. Wird heute nichts mehr.


    Heinz: Bisher ging es bei uns bei den Südwestmodulern immer ohne solch eine extra Spannungsversorgung. Ich möchte zunächst mal ein Kästchen bauen, ausprobieren und künftig für den Notfall "in der Hinterhand haben".



    Gruß aus dem Süden,
    Bernd


    Schreibt mir ruhig bei Fragen und Anmerkungen. Ich bin meist recht umgänglich... :P

    Edited once, last by schmidb ().

  • Hallo,


    die Information das Lenz auch welche als Zubehör bringt hatte ich auch im Hinterkopf, aber weiß die Quelle nicht mehr.


    Wegen der Lokmaus, ich meinte natürlich die Multimaus. Die zieht beim Anstecken soviel Strom das die Kurzschlußerkennung anspricht und die Zentrale abschaltet. Das ist in einigen Foren dokumentiert. Es gibt einen Lösungsweg in die Multimaus selbst einen Widerstand und Diode einzubauen. Ich halte es sinnvoller dies in den Anschlußplatten zu tun da man dann bei fremden Lokmäusen die Probleme nicht bekommt und die Lokmaus nicht modifizieren muss.


    Nachzulesen u. a. hier (unter "Interner Aufbau").


    Gruß
    Stefan

  • Hallo,


    kurzer Nachtrag schnell noch vor der Arbeit.... .


    Mit dem Relais wollte ich eine möglichst gute Verwechslungssicherheit hin bekommen. Ich kenne die Situation von Fahrtreffen. Emdlich "läuft der Fahrstrom" und dann noch schnell, schnell das XPressNet zusammenstecken. Da kann schnell vergessen werden an welchem Ende die Digtalzentrale hängt.


    Gruß aus dem Süden,
    Bernd

    Schreibt mir ruhig bei Fragen und Anmerkungen. Ich bin meist recht umgänglich... :P

  • Servus Leute,


    wenn ich das richtig verstanden habe, stellt das eine ganz normale Einspeisung mit Verpolungsschutz dar. Würde ja heißen, daß ich verschiedene 12 V Einspeisungen parallel schalte - verbunden durch die dünnen X-PressNet-Drähtchen. Zudem sind ja 12 V nicht gleich 12 V (Spannungstoleranz, Glättung, Phasenlage, dahinterstehende Leistung, ...). Von sowas würde ICH die Finger lassen. Speziell um mir nicht meine Zentrale abzukochen. Auch könnten die 'Rauferei' der 12 V Einspeisung untereinander eine Störung verursachen, die die Funkion des XPress-Nets beeinflußt. Ich schüre hier ganz bewußt Angst.



    Von FREMO-Kollegen weiß ich, daß die alles erdenkliche tun, um bei den selbstgebauten Fahr-Reglern so wenig Strom wie irgend möglich verbrauchen. Beleuchtung im Fahrtregler ist hier natürlich komplett kontraproduktiv! Anzeige haben die auch keine. Wenn der LENZ hier eine Zusatzeinspeisung vorbereitet, würde ich das begrüßen und gern abwarten wollen.


    Wir hatten bei uns letztes mal eine Anlage mit 45 m Länge aufgebaut mit etwa 5 LENZ LH90 - da gabs diesbezüglich (noch) kein Thema. FREMO-(H0-, H0x-Anlagen) gehen ja von mehreren 100 m bis über 1 km Länge - da hat dieses Thema natürlich eine ganz andere Tragweite.


    Ciao


    der NNullguggi

    Edited once, last by NNullguggi ().

  • Hallo,


    die von Bernd in Beitrag #4 eingestellte Schaltung ist bildlich gesprochen ein T-Stück in dem XPressNet-Bus mit einer Zwangstrennung der Spannungsversorgung zur Eimgangsseite (Zentrale) hin.


    Mit dem Relais soll verhindert werden, dass die Zusatzspannungsversorgung in Richtung Zentrale speist, hier ist der Stromkreis durch den offenen Relaiskontakt unterbrochen. Diese Auslegung ist auch im kaskadierten Zustand voll funktionsfähig.


    Ich würde empfehlen zusätzlich den Zustand der zusätzlichen Spannungsversorgung mittels einer LED (zwischen den Buchsen 0V und 12V Zusatzversorgung) zu signalisieren, damit wird angezeigt, dass eine Spannung am Eingang anliegt, auch wenn die Außenbeschaltung noch nicht angeschaltet ist.


    An den Buchsen der Zusatzspannungsversorgug ist auch eine verpolungssichere Ausführung zu wählen.


    Die in den Beiträgen #3 und #5 von Stefan / Faulenzer angeführte Strombegrenzung ist bei Verwendung von Lok- und den besonders beliebten Multimäusen von Roco eine sehr sicher und gute Einrichtung, die jedoch in jeder Stöpselbox einzubauen wäre. Kosten sind minimal, nur die Arbeit zählt, dafür wird man durch einen "störungsfreien" Betrieb belohnt.


    Dazu wäre jeweils ein Widerstand um die 20-22 Ohm in der Leitung 5 (Bezeichnung L der AGN Planungshilfe) zu den Anschaltebuchsen (in dem Beitrag Plug1 und Plag2) zu schalten.

  • Hallo,


    ich denke nur das das Relais so nicht richtig angeschlossen ist. Je nach Typ des Relais NC/NO (Normaly Close / Normaly Open) schließt oder öffnet es die Verbindung zwischen dem Zusatzeingang und dem 12V Out. Allerdings nur aus Seite des Vorgängers (z. B. Zentrale oder anderer Verteiler).


    Das Relais wird also von der linken Seite angesteuert. Und schaltet zwischen nichts und dem Zusatzeingang. Ich denke das Relais sollte vom Zusatzeingang gesteuert werden und zwischen Zentrale 12 V IN und Zusatzeingang 12V IN an 12V OUT schalten.


    Ein Verpolschutz ist hier allerdings nicht eingebaut. Da müsste dann eine Diode an Masse/12V, die aber wieder 0,7V "schluckt". Die Unterschiedlichen Spannungen an den Netzteilen ist hier eher unproblematisch. Es ist ja ein RS485 Bus.


    Mein Irrtum. Ich bin davon ausgegangen das je nachdem ob eine extra Spannungsversorgung angeschlossen ist zwischen der Zentralenspannung oder der Extraspannung per Relais umgeschaltet werden soll. Die Schaltung soll aber immer die Extraspannung einspeisen vorausgesetzt die vorherige Spannung liegt an.


    Dann passt das so.


    Sorry
    Stefan

  • Guten Tag zusammen!


    Getreu einer Fernsehwerbung aus den 1960gern könnten wir zu diesem Thema sagen:


    "Wir wissen nicht, was jener freundliche Modellbahner empfiehlt, wir empfehlen für diese Fälle den XpressNet Repeater"


    Wir haben uns mit dem Thema Signalqualität und Stromversorgung für XpressNet - Geräte auseinandergesetzt, nicht zuletzt angeregt durch aktive Forumsmitglieder. Und nun ist der XpressNet-Repeater fertig und ab nächster Woche lieferbar.


    Es handelt sich bei diesem Gerät nicht nur um eine Stromversorgung, sondern es wird aktiv das XpressNet Signal aufbereitet. Beide DInge sind nämlich wichtig, da über die häufig schlechte Qualität der Steckverbindungen nicht nur die Betriebsspannung abfällt, sondern auch die Signalqualität leidet.
    Empfohlen ist der Einsatz insbesondere auch für Abzweigungen des XpressNet.



    Wir liefern die Leiterplatte zusammen mit dem passenden Netzgerät. Das Gerät hat kein Gehäuse, kann aber bequem festgeschraubt werden.


    Das Gerät kann, um den Preis in vertretbaren Grenzen zu halten, direkt bei der Fa. Lenz unter der Artikelnummer 80150 bestellt werden. Der Preis beträgt 39,-€ (incl. MwSt), die Versandkosten dazu betragen 7,-€.


    Viele Grüße
    Peter Rapp

  • Suuuuper !!!


    Danke für die gute Nachricht Herr Rapp.


    Es freut mich sehr, dass Sie die Notwendigkeit für diesen Baustein aus der Kundschaft heraus erkannt und recht schnell in ein Produkt umgesetzt haben :thumbup:


    Dies dürfte allen Organisatoren von Fahrtreffen, mich eingeschlossen, sehr viele Ängste vor dem Aufbau großer Arrangements nehmen.


    Ich finds einfach Klasse und freue mich auf das Produkt :P



    Vielen Dank an Lenz und bitte weiter so!

  • Danke an die Fa. Lenz.


    Das braunen wir, darauf haben wir gewartet, um endlich entspannte Fahrtreffen veranstalten zu können. :thumbup: :thumbup: :thumbup:


    Sehr kundennahe Entwicklungen, die man nur noch selten bei den Produkten zu unserem Hobby erlebt.


    Gruß


    Uwe

  • Hallo Leute,


    wir haben ein Gehäuse für die Repeater-Platine konstruiert, das in 3-D-Druck ausgeführt werden soll, sobald hier Produktions-Kapazität frei ist.


    Ich halt' Euch auf dem Laufenden ...


    Ciao


    der NNullguggi

  • Liebe Spur-0-Gemeinde,


    ich hab das Gehäuse für den LENZ Repeater fetig - siehe Bilder.


    Zielsetzung war es, ein robustes Gehäuse zu konstruieren, daß sicher zu handhaben ist, klar beschriftet ist (ohne Brille und bei schlechtem Licht noch lesbar), keine scharfen Kanten und ein gefälliges Design hat. Eben wie's Papa LENZ gemacht hätte - ordentlich halt.


    Als Prototyp herausgekommen (aus dem 3-D-Drucker), ist ein Gehäuse mit 79 x 75 x 24 mm Format, in dem die Lenz'sche Platine trickreich eingeschraubt ist. Mit den vier Befestigungslöchern außen rum, kann das Gehäuse auf ebenen Flächen fixiert werden. Alle Steckverbindungen lassen sich problemlos stecken und wieder lösen. Oben sind die drei LEDs und die Steckerports klar beschriftet.


    Das Teil läuft im Drucker (bei dieser hohen Auflösung) fünf Stunden. Entsprechend kostets schon auch ein bisserl, aber das war mir der Spaß wert! Auf jeden Fall leg' ich für mich und ein paar Bekannte nochmal eine Mini-Serie Gehäuse auf - mit noch besserem Design.


    Ciao derweil


    der NNullguggi


    P.S.: 'LENZ' konnte ich ja nicht draufschreiben, aber ich hab' mich erdreistet, mich zumindest farblich ein bisserl anzulehnen ...

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