Wie war Buseck?

  • Hallo zusammen,


    die 50er sollte durch den R1 gehen, wenn dieser 91,4 cm beträgt. Andere Hersteller bekommen ihre Schlepptenderloks durch einen 80,0cm Radius. Gut dann ohne Kolbenstangschutzrohre, aber immerhin es geht. Was die Optik angeht, ist dies bekanntlich eine Frage des Geschmacks und des persönlichen Empfinden. Denke, dass Lenz das Problem in den Griff bekommt.


    MFG


    Michael

  • Tja wie war Buseck? Einmalig weil letztmalig. Wir begeisterten Spur0er haben es jahrein-jahraus geschafft, die Halle fast zum Bersten zu bekommen.
    Nächstes jahr wird in die Messehallen Gießen umgezogen, eine für mich sehr zu begrüßende Endscheidung. Die Luftverhältnisse waren in der alten Halle wirklich nicht die besten.
    Ich war am Samstag da und hatte das Gefühl, das nicht sooooo viel los war wie die letzten Jahre. Früher konnte man sich vom Strom der Massen einfach weiterschieben lassen(ob man wollte oder nicht),
    heuer mußte man selber laufen :D . Das dargebotene Angebot war wieder vorzüglich, auch die Anlagen und Module haben mir gefallen.
    Tja der Lenz, der tut was für seine Fans :thumbup: , die erneute Möglichkeit die "Heiligen Hallen" besuchen zu dürfen , war wieder ein Erlebnis. Eine Kleinigkeit macht mich hier aber stutzig. Samstagnachmittag habe ich die Ausführungen von Herrn Lenz so verstanden, daß die 24er noch vor der 50er kommt, da es die genannten Probleme noch in der Konstruktion gibt.
    Also endweder hab ich da was falsch verstanden, oder sollte doch langsam mal über nen Hörgerät nachdenken :whistling: . Sehr gut fand ich aber auch, daß man den helfenden Elfen aus der Reperaturabteilung mal über die Schulter schauen konnte und ein paar Worte wechseln konnte.Mit dieser Offenheit dem Endverbraucher gegenüber schafft es dieses Team um Bernd Lenz herum ein Kundenvertrauen aufzubauen, was seines Gleichen sucht.
    Abschließend wünsch ich mir für die Zukunft in den neuen Räumlichkeiten, daß auch der" alte Geist" von Buseck mit umzieht, denn ich habe mich dort immer sehr wohlgfühlt unter soooooo vielen Gleichgesinnten. Aus manch nettem Gespräch sind da Freundschaften gewachsen, die ich nicht missen möchte,

    Beste Grüße aus dem Keller,


    Pat

  • Hallo Buseckbesucher,


    nun wurde schon sooo viel geschrieben, aber außer Günter ( guna ) hat hier noch keiner Bilder eingestellt. Es wurden doch sicher viele schöne Bilder gemacht, oder? Also dann zeigt doch auch mal welche. Ich hatte leider keinen Foto dabei.


    Gruß Günter

  • Besuch am Samstag,
    als kleine Abordnung der Südwestmoduler hatten wir uns auf den Weg nach Gießen und Buseck gemacht. Die erste Staion war Gießen, weil wir einen Patienten für die Lokklinik dabei hatten. Dort beim Service abgegeben und die Handynummer hinterlegt. Knapp 2 Stunden später kam die Nachricht, dass unser Patient geheilt sei und auf seine Abholung wartet! Das nenn ich einen Spitzenservice, und alles ohne einen Euro zu verlangen. Besser geht es wohl nicht! Vielen Dank Herr Lenz und an das ganze Team. Bei der Führung konnten wir alle Neuheiten (ausgenommen BR 50) auf der Testanlage sehen und z.T. ausprobieren. Der neue Handregler gefällt mir sehr gut, durch die Rasterung des Drehknopfes kann man ihn blind bedienen. Dieser Regler steht ganz oben auf meiner Investitionsliste. Ortswechsel nach Altenbuseck: Wie jedes Jahr ein großes Gedränge, ein Riesenangebot (Schwerpunkt Zubehör) und sehr viele Gelegenheiten zum Geld ausgeben. Wie verschiedene Kollegen schon ausführten, es ist etwas anderes, die Dinge im Orginal zu betrachten als nur auf dem Bildschirm zu sehen. Dem geschuldet waren die Anlagen etwas spärlich vertreten, aber wo sollen auch die Quadratmeter herkommen? Zu einem weiteren Problem entwickelte sich die Sauerstoffzufuhr in der Halle. Wir gratulieren dem Veranstalter für seine Entscheidung, in Zukunft die Messehallen in Gießen zu nutzen. Natürlich bedanken wir uns bei ihm und allen Aktiven für diese wieder sehr gelungene Veranstaltung. Beim Stand unseres Forumschefs war eine riesige Menschentraube, wir waren ja zum Modellbahnschauen gekommen und nicht zum Menschen-auflaufen! Sorry, die besten Grüsse auf diesem Weg an ihn.
    Trotz der fast 800 km Reiseweg an diesem Samstag hat es sich wirklich wieder gelohnt,
    viele Grüsse aus dem Südschwarzwald,
    Dieter

  • Hape,


    ich habe mich bei dir bedankt, weil ich die Information nicht hatte, dass es Probleme an den Achsen gibt und die Lok deshalb Probleme hat den R1 zu durchlaufen.


    Im übrigen bin ich ebenfalls der Meinung, dass die Lok den R1 durchfahren muss, weil eben Lenz den R1 im Programm hat.
    Ich wollte das zur Klarstellung nur erwähnen, weil ich mich für andere Beiträge auch bedankt habe, die sich auf den Radius beziehen.


    Danke

  • Hallo,
    danke für das umfangreiche Feedback auf meine Eingangsfrage.
    Was mich besonders interessiert:
    War bei Bünnig der 2-ständige Lokschuppen zu sehen?
    Gibt´s evtl. sogar Bilder?
    Danke!
    Viele Grüße
    Heiner

  • Wie war es?


    Für mich hat die Veranstaltung an Qualität verloren. Die Balance zwischen zur Schaustellung von gekonntem Anlagen/Modulbau und Verkaufsveranstaltung ist leider zu Gunsten letzterem verloren gegangen.


    Aus meiner Sicht nur noch Staffage für Kommerz pur!


    Nun zur Betriebsbesichtigung bei Lenz. Ich kann Ralf nur beipflichten. Das was ich dort erleben durfte, ist wahrlich eine Meisterstück zum Thema wie erzeuge und pflege ich Kundenbindung.


    Absolute Sach - und Fachkenntnis, ein bißchen Entertainer und ein Gespür für die richtigen Themen, so habe ich Herrn Lenz erlebt! So viel persönliches Engagement überzeugt mich vollends.


    Auch ich habe die 50iger entgleisen sehen! Sogar mit Ankündigung durch Herrn Lenz. Jeder anderer Hersteller hätte es sich nicht gegönnt seinem Kundenkreis vorzuführen, daß die Serienreife des Fahrzeugs eben noch nicht gegeben ist. Aber die Botschaft die dahinter steht ist mich als Kunde sehr wichtig --> Schau, ich will dir das Fahrzeug in dem Zustand einer grünen Banane nicht ausliefern, du erwartest zu Recht etwas besseres und darauf freue ich mich. :)


    Gruß
    HJ (Lokomo)

  • Buseck 2015
    Für mich war Buseck ein voller Erfolg. Allein ein Gespräch mit Paul Petau und dann die Aufklärung zu seinen und Industrierädern haben mich sehr beeindruckt. Ich habe mir ein paar Speichenräder gegönnt und sie eingebaut. Sieht einfach Klasse aus. Was ich noch nicht weiß wie sie über Weichenstraßen fahren. Sehen wir dann.
    Das Angebot war breit gestreut. Sehr viele Selbstbauten im Lok- und Waggonbereich, davon vieles für mich nicht erschwinglich. Aber es gehört dazu zu sehen was machbar ist. Bereitwillig wurde man dann über die Feinheiten der Modelle aufgeklärt.
    Zubehör- und Kleinteilelieferanten waren gut vertreten. Epoke lag etwas abseits, gleichwohl hatte er ein gutes Sortiment dabei.
    Die gelaserten Wagenböden sind gut und leicht einzusetzen. Moebo gefiel mir von allen am besten. Jede Menge Zurüstteile für Waggons und Lokomotiven, Signale, schöne Bäume und Ladegut. Letzters kann man schon selber machen aber der Aufwand dafür ist beträchtlich.
    Im Gebäudebau waren Stangel und viele Lasercuthersteller vertreten. Sehr schöne Vorbildwahl! Zu Stangel muß ich anmerken dass es mit dem Zusammenbau, der sehr genau sein sollte, nicht getan ist. Die vorgestellten Modell waren gekonnt und dezent patiniert was ein gehöriges Maß an Erfahrung bedeutet.
    Studio95 hatte ein Rohmodell von Nesselwang dabei wobei der Stellwerksanbau fehlte. Inwieweit es noch einer farblichen Nachbehandlung bedarf muß man abwarten. Ich meine: kein Anfängermodell. Besser wäre ein bayerischer Würfel wie Wallenfels an der Rodachtalbahn gewesen da die Grundfläche für Kleinanlagen besser geeignet ist. Zu gegebener Zeit werde ich mir solch ein Modell als Eigenbau vornehmen.
    Es waren sicherlich etwas wenig Anlagen ausgestellt was aber dem mangelnden Platz geschuldet ist. Mir hatte die liebevolle Kleinalange eines 0f-Freundes gefallen der so nebenbei seine Fahrzeuge digital steuern konnte.
    Auch die sehenswerte Industrieanlage (KIMA) war ein Eyecatcher. Sehr viele Details wurden mit modellbauerischem Können umgesetzt. Vielleicht geht es mir nicht allein so: eine Anlage mit Eigenbauten/Scratchbauten hat einen eigenen Reiz und ist durch Industriemodelle kaum zu übertreffen. Ich habe bisher noch keine Variante des preussischen Kleinbahnhofs Krakow gefunden. Hier vermisse ich den Mut der Modellbauer sich ein
    eigenes Original zu schaffen.
    Fazit:
    Ob diese Messe eine reine Verkaufsmesse oder nicht ist sei dahingestellt. Mir ist es wichtig das ich Zubehör und Modelle im Original sehen kann, um vor Ort zu entscheiden ob ich es gebrauchen kann.
    Husbert

  • Was war neu in Buseck im Vergleich zu früheren Zeiten?


    Ich stelle mal die These auf: Die Spur 0 ist im Markt endgültig angekommen!


    Ganz früher gab es die ganzen Privatinitiativen und die "Schattenwirtschaft", d.h. Anbieter, die nicht von der Spur 0 leben oder leben müssen - auf keinen Fall bös' gemeint!!!


    Dann gab es erste Großserienhersteller. Lenz, Brawa, ...


    Und jetzt plötzlich sind die Händler da! Nein, nicht die Nebenbei-Versender und Secondhand-Krämer - richtige Händler, die mit dem Handel ihr Auskommen haben. Sie handeln nicht nur mit H0 und N und... sondern jetzt auch mit Spur 0!


    Das könnte dem Buseck-Besucher (= Spur-0-Insider) zwar egal sein, doch nur wenn die Spur 0 in die Fläche bzw. ins Marktvolumen ausstrahlt ist das Potential gegeben, dass Großserienhersteller und Zubehörhersteller ihr Sortiment nachhaltig erweitern. Und das ist schön für die Spur 0! So wollte es einmal die Arge Spur 0 in den 80ern. Ein Maßstabsstreit und Dogmen hinsichtlich Radien und Kupplungen (Ja, auch ich bin Originalkupplungsfan bei 3000 mm-Radien) waren aber nicht gerade förderlich, um neue Modellbahner und Hersteller zu gewinnen.


    Also sage ich einmal: Das Ziel ist erreicht. Gießen 2016 wird eine Publikumsmesse (dann sicher auch wieder mit mehr Anlagen) und keine ausschließliche Insiderveranstaltung.


    ...findet herzlich grüßend...


    Kallisto

  • Hallo Leute,


    durch die vielen Besucher und die niedrigen Verkaufstische war die angebotene Ware z. T. nur schlecht zu sehen, was natürlich schade war - wegen dem waren wir ja da! Zudem wars wieder sehr laut in der Halle (mir zu laut!). Erst als nachmittags weniger Besucher da waren, wurde Buseck zu dem, was es eigentlich sein sollte - eine gemütliche Messe, wo man einfach mal rumgeht, schaut, vergleicht, kauft.


    Nächstes mal in eine größere Halle zu gehen, finde ich super. Wichtig ist dabei aber auch der ruhige Catering-Bereich, wo man sich etwas ausruhen und essen/trinken kann, aber vor allem auch mal miteinander reden kann. Wenn mehr Ausstellungsanlagen da wäre, wärs schön. Aber das ist für mich erst Prio 2 in Buseck.


    Schön ist, daß man sich in der kleinen Spur 0 Gemeinde kennt und dort trifft.


    Ciao


    der NNullguggi


    P. S.: beim LENZ wars beeindruckend schön: gut strukturiert, prima Mannschaft und Klima, euphorischer Bernd LENZ - wie man ihn halt kennt. Der Blick in seine Vitrine läßt hoffen auf weitere 'Schmankerl' ('Langenschwalbacher mit glattem Dach und kleine alte Personenwagen, und so). Alleine bei der Frage, ob nach der 50 nicht auch mal eine 86 von LENZ kommen könnte, hat er nur abgewunken ...

  • Buseck war wie immer ein Highlight, jede Menge netter und interessanter Unterhaltungen und vor allem eine Kantine wo man auch um 16:00 noch Brötchen und Kuchen bekommt, dafür ein großes Lob und Dankeschön an Michael und die netten Damen vom Catering :thumbup:


    Gruß,
    Wolfgang

    Grüße,
    Wolfgang


    Nicht labern sondern schaffen

  • Hallo null Fans. Ich war natürlich auch in Buseck und finde die Idee, in eine größere Hall zu gehen sehr gut. Dann gibt`s vielleicht auch wieder mehr Anlagen, die dieses Jahr etwas zu kurz gekommen sind. Was toll ist, sind die vielen, auch kleinen Anbieter, die den 0 Markt beleben.


    Selbstverständlich war ich auch bei Lenz und konnte den kurzweiligen Ausführungen von Herrn Lenz lauschen. Immer wieder toll, mit welcher Ruhe und Gelassenheit, er auch die letzten Fragen beantwortet. Jedes mal ein Highlight, das ich mir auch nächstes Jahr gönnen werde.


    Gruß Micha :)

  • „Das muss alles bis Buseck fertig sein? Und wie wollt Ihr das schaffen?“
    „Klaus und ich nutzen jede freie Minute, außerdem gibt es ja noch die Mittagspausen! Buseck ist das beste Forum, um die Neuheiten einem breiten Publikum zu präsentieren. Und wenn Du dann Dein Diorama fertig hast, nehmen wir das auch mit. Michael will es an seinem Stand haben, um seine Mülltonnen, Müllmänner und Müllkutschen zu präsentieren.“
    So, in kurzer Form zusammengefasst, ein Dialog vor rund drei Monaten. Ein Dialog zwischen Andreas Wieseler und mir.
    „Ich habe bei Michael schon einen Stand reserviert und die Anzeige für das Messeheft ist auch schon fertig. Alle Mitglieder sind einverstanden, wenn sie da abgelichtet sind.“
    Was war geschehen?
    Ein Blick zurück: Der Lenz-VT 98 sollte ursprünglich einen Zugzielanzeiger haben, der aber im Laufe der Entwicklung gestrichen wurde. Klaus Weihe, Konstrukteur des VT98, und Andreas Wieseler, Mitglied der Euregio SpurNull und seit Jahren immer wieder mit Messeanlagen für Lenz aktiv, konstruierten in den letzten Monaten diesen Zugzielanzeiger zum Nachrüsten. Daneben entstanden in hochfeinem Messingguss Mastfüße für Sommerfeldt-Oberleitungsmasten und ein Konstantbaustein für Lokbeleuchtungen auf Glühbirnchenbasis. Und dann gab es bei uns noch die Idee, maßstäbliche, fein detaillierte Mülltonen auf den Markt zu bringen. Denn unser Mitglied Helmut Hebener hatte sie am PC konstruiert und bei Shapeways drucken lassen. Zuerst waren sie noch etwas groß, dann war der Druck nicht fein genug. Auf jeden Fall war klar, dass wir unsere Tonnen auf einem entsprechenden Diorama präsentieren wollten. Also begann ich im Februar mit dem Bau eines 50x60 cm großen Dioramas, das später in unsere Anlage eingefügt werden soll.
    In den folgenden Wochen bis zur Ausstellung in Buseck wuchs dieses Diorama, wobei ich mir keine Vorstellung gemacht hatte, welcher Zeitaufwand damit verbunden sein würde, detailreich zu bauen. Die Mülltonnengeschichte entwickelte sich dann nicht ganz so, wie wir uns das zuerst vorgestellt hatten: Die Tonnen von Shapeways stellten uns damals nicht zufrieden und sie wären für eine Vermarktung zu teuer geworden. Auf unsere Anregung hin befasste sich dann Michael Schnellenkamp mit dem Thema und ließ schließlich bei Hauser Müllwerker herstellen. Die Herstellung der Mülltonnen sollte schließlich im Weißmetallguss erfolgen. Müllkutschen beschaffte Michael ebenfalls. Vorbilder aus den End-Fünfzigern halfen bei der Detailgestaltung des Dioramas. Aus einem Premium-Classixxs- Müllwagen und dem Magirus von IXK entstand eine zeitgemäße Müllkutsche, die Rainer Termöllen lackierte.
    So schien kurz vor dem Buseck-Termin alles glatt zu laufen. Aber der Teufel steckt bekanntlich…
    Der Platinenlieferant für den ZZA konnte den Termin nicht halten, und auch die Mülltonnen wurden nicht fertig. Das änderte aber nichts an unserem Beschluss: „Wir stellen in Buseck aus!“ Denn wir wollten mal dabei sein als Aussteller, wollten unseren Verein präsentieren und hatten auch noch ein paar andere Dinge zum Vorzeigen.
    Die letzten Tage brachten dann die übliche Hektik. Denn Freitagmorgen sollte alles eingepackt sein möglichst in einem Auto. Das große Schild mit unserem Logo war zwei Tage zuvor fertig geworden, das Diorama war fertig, sechs feindetallierte Shapeways-Tonnen wurden am Donnerstag vor der Abreise noch rasch lackiert.
    Und dann standen wir, Andreas und ich, am Freitagmorgen um 7.00 Uhr an meinem Auto: „Das passt niemals alles da rein!“ – „Notfalls müssen wir mit zwei Autos fahren!““ – „Auf keinen Fall! Wir laden jetzt erst mal alles wieder aus, was Du gestern schon eingeladen hast und dann schauen wir mal!“ Nach einer halben Stunde war dann alles drin im Touring, und für Fahrer und Beifahrer war auch noch Platz. „Gut, dass Autos heute zwei Außenspiegel haben!“ Denn ein Blick durch den Innenspiegel zeigte nur mein Diorama.


  • Unser erstes Ziel lag in Gießen an der Vogelstange. Wir hatten unser Kommen für 10 Uhr angekündigt. Denn es war vorgesehen, dass wir das Messemodul, das in Nürnberg als Rollbahn der 50er gedient hatte, mitnehmen sollten nach Buseck, um es an unserem Stand noch einmal zu zeigen. Glücklicherweise hatten die Mitarbeiter der Fa. Lenz es schon in einen Transporter gepackt und brachten es selbst zur Sammler- und Hobbywelt. Wir hatten derweil noch Audienz bei Peter Rapp und Bernd Lenz, die uns mit ein paar Insider-Infos, Kaffee und einem Blick auf die BR 24 bedienten.
    Nach dem anschließenden Check-in in einem Budget-Hotel ging es nach Buseck. Dort erwartete uns gegen Mittag eine gut vorbereitete, aber ansonsten noch weitgehend leere Halle. Tische und Stühle standen schon parat, überall mit Fähnchen, so dass man den eigenen Stand schnell finden konnte.





    Unser Rollwagen, der im Laderaum des Touring viel Platz eingenommen hatte, erwies sich nun als sehr hilfreich. In wenigen Minuten war alles in der Halle. Michael Schnellenkamp turnte natürlich mit seiner Crew auch schon durch die Gänge. Noch waren wenige Aussteller eingetroffen, überall standen noch die Stühle auf den Tischen. Michael Heß, der eine größere Anlage zeigte, war bereits mit dem Aufbau beschäftigt.



    Auf Anregung unseres Mitgliedes Helmut Hilger hatten wir unser Vereinslogo auf eine große Platte drucken lassen, die zuallererst aufgehängt wurde.



    Nachdem wir zwei kleine Regale zusammengebaut hatten, holten wir am Lenz-Stand die drei Meter lange Kiste mit dem Messemodul. Aufgeständert ruhte es bald auf dem Tisch und wir konnten mit der eigentlichen Arbeit daran beginnen.



    Zuerst aber kam der Schock: Die von der Lok zu steuernden Signale waren weg, sie waren offensichtlich am letzten Abend in Nürnberg gestohlen worden, einfach aus der Anlage aus den Sockeln herausgerissen. Dabei waren nicht nur die Sockel beschädigt worden, sondern auch ein Teil der Nachbildung der Drahtzuganlage. „Das ist doch der Gimmick an der Anlage! Wie kann man nur… Was sind das für Leute…!“ Glücklicherweise konnte Michael Schnellenkamp nach Mittag Ersatz bereit stellen.
    Unsere Hauptarbeit bestand zuerst einmal darin, die drei Meter Strecke mit Fahrdraht zu versehen. Sommerfeldt hatte uns das Material rechtzeitig geliefert, so dass wir uns an die Arbeit machen konnten. Vorbildkenntnisse, Anleitungen aus dem Sommerfeldt-Prospekt und eine ordentliche Lötstation halfen uns, die Abspannstrecke zu installieren.



    Als wir diese Arbeit erledigt hatten, folgte noch der Einbau der neuen Signale. Der Dieb hatte zwar die Decoder der Viessmann-Signale unter der Anlage gelassen, doch wir nutzten vorsichtshalber die neuen. Pünktlich um sieben Uhr pendelte zum ersten Mal eine E-Lok zwischen den beiden Infrarot-Schranken, die die Steuerung der Signale veranlassten.




    „Genug für heute, ich hab‘ Hunger! Der Rest kommt morgen früh dran.“ Denn bisher war nur das Modul aufgestellt und vorbereitet. Kurz vor Schluss kam dann auch noch Stefan Karzauninkat mit Fotoapparat und Scheinwerfer vorbei und fotografierte das Diorama.



    Abendessen mit Peter Rapp bei einem italienischen Kochmeister – und dann waren wir ziemlich müde um 22 Uhr im Bett. „Wir sehen uns um 06.30 Uhr zum Frühstück! Gute Nacht!“


    SAMSTAG


    Da es vor Öffnung der Ausstellung noch einiges zu tun geben würde und wir auch wenigstens einmal selbst „rundgehen“ wollten, hatten wir geplant, um Punkt Acht vor dem Lieferanteneingang zu erscheinen, wenn dort die Tür für die Aussteller geöffnet würde. Als wir ankamen, war dort schon deutlich mehr Betrieb als am Freitag. Denn viele Aussteller kamen erst am Samstag.





    Schon früh kam auch Klaus Weihe und er brachte seinen großen, mittlerweile selten gewordenen Zugzielanzeiger mit, der oben auf der Vitrine seinen Platz fand.



    Das Modell im VT98, Sommerfeldt-Masten und die neu entwickelten Mastfüße wurden eingeräumt. Alles, was wir Second-Hand anbieten wollten, wurde ausgepackt und aufgestellt und mit Preisschildern versehen, und so waren wir rechtzeitig fertig. Mein Diorama hatte seinen Platz auf der langen Theke gegenüber gefunden und war von Michael mit den neuen Hauser-Müllwerkern und einem orangefarbigen Müllwagen ausgestattet worden.
    Die Zeit reichte gerade noch für einen raschen Rundgang durch die Ausstellung und die Begrüßung vieler bekannter Gesichter.








    „Liebe Aussteller! Es ist fünf vor zehn, in wenigen Minuten öffnet die Ausstellung, begeben Sie sich bitte an Ihre Stände!“
    Und dann kamt Ihr! Ganz allmählich löste sich die Traube der draußen Wartenden auf und verteilte sich in der Halle. Da wir gleich am Eingang der Haupthalle unseren Platz hatten, waren wir auch gleich umlagert. Die E40, die mit mächtigem Sound die Blicke auf unsere drei Meter lange Strecke lenkte, pendelte zwischen den Enden hin und her. Rainer Termöllen hatte sie uns ausgeliehen: Eine Hübner E41, die komplett aufgearbeitet ist; mit vielen Details ausgestattet und digitalisiert macht das ursprünglich fast dreißig Jahre alte Modell auch heute noch eine hervorragende Figur. Weshalb die Hübner E10 und E40 auch nach wie vor noch einen guten Preis erzielt, so z.B. wenige Tische weiter bei Matthias Helbig (Demko), der noch viele Bauteile anbieten kann. Man konnte schon mal einen kleinen Vorgeschmack bekommen, wie eine E 41 von Lenz unter Fahrdraht demnächst wohl wirken würde.



    Umlagert war aber auch die Vitrine mit dem Zugzielanzeiger. Die „Erfinder“, Klaus Weihe und Andreas Wieseler, hatten alle Hände voll zu tun, die Fragen der Modellbahner zu beantworten und ihre Bestellungen entgegen zu nehmen. Zwischendurch tauchte dann auch noch das Wollywood-Filmteam auf und bat um ein Interview mit den beiden.




    „Noch eine Stunde! Ich kann bald nicht mehr stehen!“ So viel Spaß die Teilnahme als Aussteller auch macht – den Füßen bereitet es weniger Vergnügen. Wir waren immerhin seit 06.00 Uhr auf den Beinen, hatten kaum gesessen, beim Frühstück eigentlich zum letzten Mal. So waren wir nicht undankbar, als um 18 Uhr der Gong ertönte und wir den Stand verlassen konnten.
    Glücklicherweise hatten wir beim nahegelegenen Griechen einen Tisch reserviert, denn dort „boxte der Papst“: Viele Gäste aus der Umgebung und etliche Aussteller sorgten für ein absolut volles Haus. Und so genossen wir zu Sechst (mit Johanna und Felix, die uns auch schon am Tag der offenen Tür in Tetz unterstützt hatten) ein gutes Essen und kamen allmählich „wieder runter“.
    „Ist schon ganz schön anstrengend, eine solche Ausstellung! Praktisch keine Pause, kaum mal gesessen, essen im Stehen – und ständig im Gespräch!“ So endete der Abend wieder recht früh gegen 22 Uhr.

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