Keithville & Lake Erie Railroad

  • 0topia

    Voll gerne doch. Meine Berichte sollen keine Messlatte sein, sondern vor allem praktische Anregungen und Tipps geben, immer unter dem Motto „Model railroading is fun“. Am meisten freut es mich, wenn sich jemand etwas für seine Anlage abschauen kann. Dazu gehören auch meine Irrungen und Wirrungen…


    IBV DB AG

    Wird gemacht. Das freut mich mega und gilt in meinen Augen auch für Deine Anlage in gleichem Maße. Ein dreidimensionales, stimmiges und bewegtes Bild der Eisenbahn meiner Kindheit zu schaffen ist neben dem Spielen (aka vorbildgerechter Betrieb) der Zweck meiner Anlage.


    Campibelli

    Cool, das freut mich voll, wenn ich mit meiner Werkelei Atmosphäre und Emotionen vermitteln kann. Die Anlage hat mit einem US-Thema das Licht der Welt erblickt (deshalb habe ich auch den Namen des Fadens nie geändert). Das merkt man ihr auch nach der Schwäbisierung noch an, wie auch die einschlägigen amerikanischen Magazine und Bücher die ich seit vielen Jahrzehnten gerne lese.


    @alle

    Vielen, vielen Dank für nochmals Eure Rückmeldungen


    Jay, the K.

  • Motivations(-ver-)schub

    Hallo zusammen,

    zum Glück hatte ich auf Klebstoff verzichtet…


    … deshalb war es auch kein Problem dem angedeuteten Wunsch von Reinhold nachzukommen und die Leiter sinnvoller zu platzieren.


    Dabei habe ich auch gleich die Leiter für den Zugang zu meinem Schlammloch angedeutet.


    Um den Kanal inspizieren zu können erfolgt der Zugang jetzt am Rand des Kohlenbunkers. Die beiden Leitern hatte ich noch von alten Intermountain Wagenbausätzen übrig.


    Entspannte Grüße. Jay, the K.



    PS Zur Sicherheit habe ich die beiden Leitern noch nicht festgeklebt ;)

  • Hi Thomas,


    mein erster Gedanke war, ziemlich freche Bemerkung ;) , aber verankert oder nicht, das kontrolliert auch ein Counsellor nicht, da steht der Bauleiter für gerade.

    Aaaber im Sinne der Unfallverhütung sind die Leitern nicht angeordnet. Die Regeln dafür haben sich auch seit 1957 nicht wesentlich geändert, jedoch sind die überwachenden Institutionen heute andere als damals und die Regelwerke sind mittlerweile im Netz frei zugänglich.


    @Jay, Die Leitern sind im Prinzip OK, selbst ein Rückenschutz ist m. E. nicht unbedingt nötig, aber als Gewerkschafter sollten dir die o. g. Regeln eigentlich Pflicht sein. Ich will auch nicht päpstlicher als der Papst sein, schließlich ist alles nur Modell, aber in einigen Dinge sehe ich, da du vorsichtshalber nichts verleimt hast, Änderungspotential.

    Allerdings gefällt mir die Farbgebung der Leitern, dieser metallische Rostton, sehr gut, kannst du uns darüber etwas verraten?

  • Reinhold


    Bei der Farbe mache ich es mir relativ einfach:


    Dazu habe ich diesen beiden Spraydosen verwendet. Zuerst werden die Teile mit Montana Gold „Stealth“ matt oder einem anderen matten Anthrazit leicht grundiert und gleich anschließend mit RAL 8012 Rotbraun matt übernebelt.


    Viele Grüße. Jay, the K.

  • Hallo Jay,


    wie willst Du die Leitern an den Wänden befestigen? Ich vermisse die Bolzen, die die Leitern auch auf Abstand zur Wand halten. Wie sonst soll sich denn das Menschlein sicher auf die Tritte stellen können?


    Gruß

    Klaus

    Der frühe Vogel kriegt den Wurm, aber die zweite Maus erhält den Käse

  • Hi Jay,


    daß du dir wegen meiner Einwürfe die Nacht um die Ohren schlägst, beschämt mich jetzt etwas, da ich in einem App. in Südtirol (mit grottenschlechtem Netz) sitze und faulenze.


    So ein Überstieg ist nicht selten und vom Prinzip schon Ok, allerdings sind auch da Regeln zu beachten. Erstens müssen die Leitersprossen mind. 150mm vor der Wand liegen, die letzte Sprosse mind. 100mm unter der Mauerkrone. Wenn dann die Leiterholme noch verbunden werden ist es perfekt und sieht sicher auch besser, weil professioneller aus. Im Netz findet man umfangreiche Vorschriften unter den Stichworten Steigeleitern, UVV, ASR, DGAS etc.. Man muss sich nun nicht durch die Regelwerke quälen, die Infos unter der Rubrik "Bilder" reichen völlig aus.

    Am Ende solltest du dich fragen, würde ich selber diese Leiter benutzen wollen. Meiner Meinung nach sieht eine Ausführung nach professionellen Vorgaben auch im Modell einfach besser aus!

  • Überstieg (Leiter 4.0)

    Hallo zusammen,

    was als spontane Idee mit einem Überbleibsel aus der Bastelkiste begann, ist seit eben für mich abgehakt und befestigt…


    Aus zwei Aufstiegsleitern vom amerikanischen Boxcars ist letztendlich ein Überstieg geworden, der hoffentlich den deutschen Sicherheitsbestimmungen entspricht.


    Die von Klaus angemahnte Befestigung habe ich aus kleinen Polystyrolwinkeln und Grandtline-Muttern gebastelt. Dadurch sind die Leitersprossen auch die, von Reinhold genannten, vorschriftsmäßigen 150mm von der Wand weg.


    Die Bügel zwischen den Leitern sind aus einem 0,25mm dicken und 1mm breiten Polystyrolstreifen. Um die Streifen zu verkleben habe ich die beiden Leitern auf ein Holzbrettchen geheftet. Hier erkennt man auch den Abstand der durch die neuen Halterungen erreicht wird.


    Den Überstieg habe ich nachlackiert. Die hinteren Abstandshalter sind später nicht mehr zu sehen.


    Inzwischen ist der Überstieg eingebaut und festgeklebt. In meinen Augen macht er jetzt einen so stimmigen und vorbildgerechten Eindruck, dass ich ihn selbst ohne Bedenken benutzen würde. Die oberste Sprosse ist nun umgerechnet rund 150mm von der Mauerkrone weg.


    Erleichterte Grüße. Jay, the K.



    Reinhold und kdkause Danke nochmals für Euer Feedback.

  • Hi Jay,


    das mit dem Selber benutzen sagt sich übrigens so leicht hin; denn da ich viele Jahre auch im Kranbau tätig war (dort gibt es viele Steigeleitern und Laufstege u. dgl.), kenne ich die Leute vom TÜV etc. genau, "Wie stellen Sie sich das vor, mit einer schweren Werkzeugkiste da hochzutigern?" oder: "Wie soll da ein Verletzter abgeborgen werden?". Ob man sich als Modellbauer über so etwas auch Gedanken machen sollte, muss jeder für sich selbst entscheiden, doch der eigene Gesichtskreis wird durch solche Fragen ungemein vergrößert! Und dein Überstieg sieht nun schon erheblich besser aus, als zu Beginn, als die Leitern etwas planlos dort hingen und man sich beim Aufstieg den Schädel rammte, alternativ auf der anderen Seite wieder hinunterstürzte - so gar nicht im Sinne einer UV. Dann sollte man solche "Ausschmückungsteile" wie Leitern lieber ganz weglassen.

    OK, ich weiß, du bist genervt, ich höre auch schon auf damit ;)

  • Reinhold


    Tut mir leid Reinhold, Du hast es nicht geschafft mich zu nerven :) .

    Im Gegenteil ich finde Deine fachlichen Einwände immer richtig interessant (und amüsant ;)).


    Im aktuellen Fall wollte ich aus Gründen der Balance ein optisches Gegengewicht zu der Abschrägung auf der linken Seite der langen rechteckigen Fläche der Betonmauer. Ich habe, im Gegensatz zu Deiner technischen Sicht, die Leiter nur als kompositorisches Element betrachtet.


    Deshalb sind Deine Einwände hilfreich, durch den Diskussionsprozess und die sich daraus ergebenden Veränderungen erhalten meine manchmal rein künstlerischen Ideen eine logische Berechtigung.



    Viele Grüße an den Counselor. Jay, the K.

  • Hi Jay,


    und ich bewundere geduldige Zuhörer, Künstler sowieso! Ich behaupte auch, daß sich Baukultur und Baukunst nicht ausschließen. Gerade gestern hatten wir, meine Frau und ich, ein diesbezügliches Schlüsselerlebnis beim Besuch des Messner-Mountain-Museums in Bozen, vielleicht kennst du es bereits. Eine architektonisch äußerst raffiniert umgebaute und sanierte Burgruine, vollgestopft mit Kunstgegenständen, Bergsteigerutensilien und Informationen, alles labyrinthisch, und doch systematisch zu einem Gesamtkunstwerk ohnegleichen angeordnet, man fühlt sich in eine andere Welt versetzt! Die Harmonie zwischen archaischem und modernem, künstlerischem und profanen, das ist es!


    Aber ich schweife ab...

    Grüße aus Südtirol...

  • Hallöchen,


    Als Schreinermeister Mattes bin ich ja dem Stahlbau nicht so zugewandt, aber auch ich turne mit meinen Jungs öfter mal auf Leitern und Gerüste rum....bisher gottlob keine schweren Unfälle...


    Lieber Jay, lieber Reinhold,

    Für uns Modellbauer der Epoche 3 ist es schwierig zu.B. Die BG-Vorschriften der 50er und 60er Jahre in Betracht zu ziehen - klar, kann man bestimmt alles nachlesen, aber für ne "popelige Leiter".


    Gut, das es Leute im Forum gibt, die dich da auskennen, und gut das es Andere gibt, die bereitwillig zuhören und lernen.


    Danke Euch beiden - wieder was gelernt.


    Gruß

    Schreinermeister Mattes

    (alias Matthias)

  • Rahmenprogramm

    Hallo zusammen,

    nach der intensiven Beschäftigung mit Matsch und Arbeitssicherheit habe ich dringend nach einer Abwechslung gesucht…


    … und sie in der Gartenarbeit gefunden. Ich habe den schmalen Geländestreifen am vorderen Anlagenrand bepflanzt.


    Durch den fertig gestalteten Vordergrund gewinnt der schmale Anlagenschenkel an Tiefe. Ähnlich wie in der Malerei sorgen die diversen hintereinander gestaffelten Ebenen dafür, dass der Blick des Betrachters langsamer durch das Motiv wandert.


    Wichtig ist mir darüberhinaus einen Rahmen für einzelne Blickwinkel zu schaffen. Hier übernehmen diese Aufgabe die Pappeln. Sie lenken aber auch von der rechts sichtbaren Kulissendurchfahrt ab. Ich kann durch meine einer spätherbstliche Gestaltung je nach Bedarf, sowohl belaubte, als auch kahle Bäume aufstellen. Das ist ein großer Vorteil dieser Jahreszeit, neben Farbpalette und Stimmung, die mir einfach gefallen.


    Die Bahnhofseinfahrt des Kehrbahnhofes hat nun durch das Geländer und den ansteigenden Hang im Vordergrund in meinen Augen einen definierten Rahmen bekommen.


    Die Stärke der detaillierten Spur0-Modelle kommen besonders zum tragen, wenn sie in Aufenhöhe langsam am Betrachter vorbeifahren und verschiedene Sichtbarrieren für immer neue Blickwinkel und Motive sorgen. So wirkt meine kleine „Shelf-Layout“ wesentlich größer.


    Kompositorische Grüße. Jay, the K.

  • Hi Jay,


    deine Gestaltung ist auch hier mal wieder faszinierend! Und obwohl ich immer noch im Rohbau meines Layouts bin (der Bogenviadukt ist mächtig am Kochen), versuche ich, deine Bemerkungen bezüglich Blickachsen, hintereinander gestaffelten Ebenen und Rahmen für Blickwinkel zu verinnerlichen; allein dafür gebührt Dir großer Dank und mindestens ein besonderer Pokal! Da wird dem Künstler auch verziehen, daß er die Substantive "Schlamm" und "Arbeitssicherheit" in einem Atemzug nennt ;) !


    Und man möchte, daß dieses Bild niemals fertig wird! Aber die alten Meister haben ihre Werke ggf. auch häufig übermalt, das lässt etwas hoffen ...

  • Hallo Jay,


    ich habe Dir einen Pokal für die hervoragend gestaltete Vegetation gegeben, obwohl bei der richtigen Eisenbahn an diesen Stellen bei Dampflokbetrieb keine Pappeln stehen dürfen. Es gab da entsprechende Vorschriften, was im 25-m-Streifen neben den Gleisen stehen durfte.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Rollo


    Dabei habe ich doch die Pappeln schon ganz nach außen an den Anlagenrand gerückt Roland :).


    Danke für Deine Rückmeldung Roland. Ich kenne das Problem und müsste daher eigentlich fast alle Bäume auf der Anlage fällen. 25m sind umgerechnet 55,5cm, das ist fast die Breite des Anlagenschenkels.


    Das Vorbild lässt sich in vielen Dingen leider nicht maßstäblich umsetzen. Deshalb habe ich für mich beschlossen den Hauptakzent meiner Modellbahn auf die „Atmosphäre der alten Eisenbahn meiner Kindheit“ zu legen.


    Obwohl ich das Vorbild Deiner Anlage nicht aus eigener Anschauung kenne, spricht mich Deine Umsetzung „atmosphärisch“ total an. Für mich hast Du damit auch ein dreidimensionales Kunstwerk mit Zugverkehr geschaffen (und Deine Fahrzeugbauten sind sowieso Extraklasse).


    Abendliche Grüße. Jay, the K.

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