Keithville & Lake Erie Railroad

  • Sissibahnhof (Dachluke & Kehlen)

    Hallo zusammen,

    auch wenn es Sonnabend ist und ich da normalerweise dem Dolce Vita fröne und nicht der Arbeit aufs Dach steige….


    HansBW

    Nuller MOL

    Hans, wie Andrej geschrieben, war die Dachluke nur probeweise aufgelegt. Mir hatte sie oberhalb des Ziegelstreifens aber nicht gefallen.


    Inzwischen ist sie korrekt eingebaut und hat unten einen Streifen Bleiblech aus einem Deckel eines Joghurtbechers erhalten.


    Als Vorbild für mein Dach habe ich ein Foto des Bahnhofs in Möglingen verwendet.


    Reinhold

    Aus dem Becherdeckel habe ich dann noch schmale Streifen geschnitten in die Kehlen eingepasst. Damit sind die zu unregelmäßigen Ränder der Dachziegel an diesen Stellen kaschiert. Zusätzlich bin ich dabei die Firstziegel in Zement zu legen.


    Wochenendliche Grüße. Jay, the K.

  • Hi Jay,


    so langsam wird das was mit dem Bieberschwanzdach! Diese Ziegelstreifen von Jaffa machen sich richtig gut, man könnte sie auch vor dem Verlegen etwas abtönen. Ich habe sie als Doppelfalzziegel für's Hotel verwendet, da wirkten sie optisch so gut, daß ich auf eine farbliche Nachbehandlung komplett verzichtet habe. Die Streifen lassen sich zudem viel besser verarbeiten als Einzelziegel, die aber auch ihre Berechtigung haben! Doch eins muss ich noch bemängeln: Kehlbleche liegen immer unter den Dachziegeln, sonst wird das Dach nicht dicht!

  • Reinhold

    Du hast völlig recht mit den Kehlblechen. Zum Glück regnet es in meinem Hobbyraum eher selten :).


    Die Dachziegel hatte ich leider bereits verleimt und ich war erst nach dem Betrachten der Fotos mit den Ziegeln an den Rändern der Kehlen unzufrieden. Vorerst kann ich jedoch besser mit dem falschen Blech als mit den unsauber verlegten Ziegeln leben.


    Um die Ziegel zum Abschluss leicht abzutönen liegen schon meine Farbstifte bereit, damit geht es schneller und einfacher als mit dem Pinsel. Für alle anderen Dacharbeiten ist vorhin die entsprechende Fachliteratur angekommen….


    Voll Bedankte Grüße. Jay, the K.

  • Einfach herrlich :)


    Ich stelle mir das Ganze in 1.1 vor:

    Der Bauherr bastelt (oder baut) ein seinem Häuschen herum

    und jeder Handwerker oder Besserwissender ruft aufs Dach was er anders

    machen soll und falsch ist :rolleyes:


    Hi Jay, es mach einfach Spaß deinem Baubericht zu folgen und

    wenns fertig ist sieht es genau so toll aus wie der Rest deiner Anlage


    Gruß Johannes

  • Interludium (Fasse Dich kurz!)

    Hallo zusammen,

    so ganz ohne Herumwerkeln konnte ich heute doch nicht sein….


    Vor vielen Jahren habe ich mir von den Spur0-Tagen einen ganz einfachen Kartonbausatz eines Telefonhäuschens mitgebracht. Dem habe ich ein Telefon spendiert. Dazu habe ich im Internet ein Foto eines alten Münztelefons gesucht und in verschiedenen Größen ausgedruckt. Das passende Foto habe ich dann auf ein Stückchen Holz aufgeklebt und die Ränder bemalt. Der Hörer ist aus Draht mit angedeuteten Muscheln aus Weissleim.


    Das FeH53 fungiert nun vor dem Bahnhof als Platzhalter für den geplanten Bau eines älteren Reichspost FeH32 aus Polystyrol.


    Telefonische Grüße. Jay, the K.



    PS Kö0034

    Cool, dass Dir meine Berichte und die Anlage gefallen, Johannes.

    Da ich auf vielen Gebieten blutiger Amateur bin, sind die Rückmeldungen der Fachleute zu den Irrungen und Wirrungen meiner Bautätigkeiten ziemlich hilfreich :)

  • Sissibahnhhof (Kehlbleche)

    Hallo zusammen,

    zuerst bauen, dann nachlesen hat auch einen gewissen Charme, zumindest beim Decken der gegenüberliegenden Dachhälfte….


    Damit das Blech vorbildlich unter den Ziegeln liegt, habe zuerst einen passenden Streifen aus dem Joghurtdeckel geschnitten und in die Kehle geklebt.


    Entsprechend meinem Vorbildfoto habe ich die Ziegel am Rand des Bleches in einer geraden Linie geschnitten.


    Als nächstes hat auch das Dach auf dem Portikus seine Ziegel erhalten. Das Blech bildet nun eine definierte Rinne zwischen den Dachflächen.


    Nach dem bemalen mit ein wenig schwarzbrauner Farbe bin ich nun mit dem Aussehen der Kehle zufrieden und am überlegen ob ich den Erstling nochmals überarbeite….


    Nachdenkende Grüße. Jay, the K.

  • Sissibahnhof (Dach + Unfall)

    Hallo zusammen,

    die nächste Etappe ist geschafft, dieses Mal ging’s wesentlich schneller….




    Das Dach ist fertig gedeckt, als nächstes sind die Firstziegel an der Reihe.


    Danach muss nur noch der Klempner die Dachrinnen und Fallrohre montieren.


    Die Zimmerleute müssen ebenfalls nochmals ran und die Stirnbretter des Ortgang an allen Giebeln montieren.


    Die Bodenarbeiten zum Abschluss des Projektes sind in greifbare Nähe gerückt.


    Nachdem auch der First seine Abdeckung erhalten hatte, wollte ich die glänzenden Stellen behandeln und habe das Dach mit Vallejo Mattlack eingesprüht. Dabei hat sich auf Ziegeln eine Schicht „Raureif“ gebildet.


    Mit verschiedenen Panpastels konnte ich das Missgeschick zum Glück schnell beseitigen und das Dach hat dabei zudem noch seine leichten Alterungsspuren erhalten.


    Leider ist es von der Gleisseite aus schwierig das Empfangsgebäude zusammen mit dem Güterschuppen auf ein Foto zu bekommen. Aber in Natura finde ich die Volumen der Gebäude ausgewogen und der Baustil passt zueinander, obwohl die Komposition eigentlich aus vier verschiedenen Vorbildern besteht.


    Zufriedene Grüße. Jay, the K.

  • moba-tom


    So sieht die Bahnhofsecke aus Thomas. Ich hab mit einem Meter Abstand aus meiner Augenhöhe geknipst.



    Keine Ursache, Danke und viele Grüße zurück.

    Jay, the K.


    PS Heute erging es mir wie Dir und wie von Brecht beschrieben: Mach Dir einen Plan….

    Die restlichen Arbeiten am EG ruhen zur Zeit, weil ich eigentlich die einstürzenden Neubauten dahinter machen sollte, solange der Bahnhof noch herausnehmbar ist und ich gut hinkomme.

  • jbs

    Johann, so hat Eckhardt DVst HK letztes Jahr ein Foto kommentiert auf dem das Areal hinter dem Bahnhof zu sehen war. Da ich die Band von früher kenne (sie war auch bei Zadecks Aufführung dabei) und ich den Kommentar Klasse fand habe ich die Bezeichnung für mein zukünftiges Projekt übernommen.


    Viele Grüße. Jay, the K.

  • Wie meine Szenen entstehen.

    Hallo zusammen,

    der praktische Anlagenbau ruht und das lange Wochenende ist der Theorie gewidmet….


    Am Anfang steht die leere Fläche auf der die Szene gestaltet werden soll. Gegenüber von meinem Empfangsgebäude möchte ich eine Hinterhofansicht der Häuser an der Überkinger Straße haben. Der Platz dafür ist mit 1/8 qm relativ bescheiden, gleichzeitig ist das Höhenprofil von der Unterführung rechts zur Brücke links mit 30cm recht deutlich.


    Die Hartfaserplatte auf der die Szene entsteht ist zur leichteren Gestaltung herausnehmbar. Um die Geländekontur anzudeuten habe ich aus Dreiecke aus Styrodur geschnitten. Der Baum steht wegen der geringen Tiefe als Gedankenstütze, wie die Sicht auf die Schmalseite der Bebauung verschleiert werden kann. Zur Tälesbahnstrasse wird das Stadthaus die Geländeschwelle tarnen. Auf der Brandmauer soll eine großflächige Wandwerbung der Hinkucker werden.


    Die ersten Ideen habe ich in einer ganz einfachen Bleistiftskizze festgehalten. Die Häuserzeile besteht aus schmalen, zusammenhängenden Gebäuden, die etwas versetzt nach links ansteigen. Zum Bahngelände bildet ein Bretterzaun den Abschluss.


    Um der dreidimensionale Wirkung zu prüfen habe ich maßstäbliche Häuserfronten auf Karton ausgedruckt und aufgestellt. Mit diesen Dummies spiele ich verschiedene Aufstellungen durch und fotografiere die einzelnen Versionen.


    Zusätzlich zur Häuserzeile ist inzwischen noch eine Hinterhofwerkstatt dazu gekommen.


    Dadurch wird der vordere Hang schmäler und die Fläche wird optisch besser gegliedert. Darüber hinaus wird der Blick auf die problematische obere Ecke verdeckt.


    Aus der Lokführerperspektive sieht man, dass die Firstlinien den Konturen der Hügeln auf der Kulisse folgen. Geislingen/Steige nennt sich „Fünf Täler-Stadt“ und diesem Slogan möchte ich auch auf meiner Anlage ein wenig Tribut zollen.


    Von der Tälesbahnstrasse aus gesehen ergeben sich bereits mit den Platzhaltern interessante Perspektiven.


    Eines meiner liebsten Aspekte im Modellbahnhobby ist für mich solche Anlagendesignelemente zu entwickeln und atmosphärische, dreidimensionale Bilder aus Vorbildkomponenten zu komponieren. Ich bin gespannt wohin mich der weitere Weg bei der Hinterhofszene führt….


    Theoretische Grüße. Jay, the K.

  • Hi Jay,

    irgendwie erinnert mich das an verschiedene Städte aus dem Bergischen.

    Schau dir mal im Netz Fotos von Wuppertal an.

    Da sind große Miethäuser direkt vor Felsen gebaut worden (Felsen senkrecht abgetragen),

    so dicht das man als Mensch kaum noch durch kommt.

    Vom Gesamteindruck ist das was du da vorhast sehr realistisch.


    Gruß Johannes

  • Kö0034


    Hi Johannes,

    ich kenne Wupertal und war schon öfters dort. In meiner Bibliothek sind auch mehrere Fotobände mit alten Ansichten von Wuppertal.

    Die engen, bergischen Täler mit ihrem industriellen Besatz gehören ebenfalls zu meinen Favoriten und auch Rolf Knippers Elberfeld-Projekt in der Miba hat mir voll gefallen. Das Verfahren mit den Platzhaltern und wie man vorbildliche Szenerien mitsamt modellbahnerischen Anpassungen entwickeln kann beschreiben diese Videos sehr gut


    Chandwell


    River Road


    Viele Grüsse. Jay, the K.

  • Hi Jay,


    das ist einfach nur Oberaffengeil, was Du uns hier wieder vorzeigst! Ich habe erstmal ganz tief Luft geholt und dann in Deinem Thread gewühlt, um mir klar zu machen, welche Ecke da überhaupt noch frei war! Aber Dir würde ich tatsächlich den Bau eines kompletten potemkinschen Dorfes auf einer Briefmarke zutrauen! Jedenfalls machen die Platzhalter total neugierig auf deine einstürzenden Neubauten und bei mir bestehen nicht die geringsten Zweifel, daß sie wieder ein weiteres grandioses Detail auf deinem Schmuckstück abgeben werden!

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