Keithville & Lake Erie Railroad

  • Reinhold


    Zufälligerweise war der Bleistift bereits gespitzt, Reinhold und ich hoffe die schnelle Skizze hilft Dir.


    Mein Hobbyraum ist nicht sehr groß, deshalb hatte ich auch bei der Höhenstaffelung der Gleise um jeden Zentimeter zu kämpfen. Der Kehrbahnhof liegt auf der Ebene +0,5. Eine Strecke führt nach oben zum Bahnhof Altenstadt auf Ebene +1. Die Strecke zum Schattenbahnhof führt nach unten zur Ebene 0.


    Das ist die Einfahrt zum Schattenbahnhof. Sie liegt in der oberen Ecke des Raumes in der Neigung und ist, wie die Ausfädlung des BW-Gleises, aus Bogenweichen aufgebaut. Dadurch haben die Abstellgleise eine Nutzlänge von 10 Wagen plus Lokomotive.


    Die Weichen des Schattenbahnhofs liegen genau unter dem Verladebahnhof und dem Bach bis zum Felssturz hinter der kleinen Brücke. Nach vorne habe ich den Bach dann über Kaskaden nach unten geführt um der kleinen Brücke in der Steigung mehr optische Daseinsberechtigung zu geben.


    Fritze

    Ich hoffe das zweite Foto vom Untergrund macht Dich nicht schummrig, Dirk.

    Da die windige Abfangung seit vielen Jahren hält und sie nicht sichtbar ist, hat mein Verlangen daran etwas zu ändern eine äußerst geringe Priorität nahe Null. ;)


    Schmunzelnde Grüße. Jay, the K.

  • Hi Jay,


    bedankt bedankt, das nennt man eine prompte Antwort! Und ja, nun sieht man doch etwas klarer. Es ist schon ein außergewöhnlich raffinierter Gleisplan, den Du Dir da ausgetüftelt hast, alle Achtung! Und es macht außergewöhnlich viel Spaß, ihn und die begleitenden Fotos zu studieren, ein Highlight ohnegleichen! Da muss selbst der Counsellor über einstürzende Kellerdecken schmunzeln!

  • Zierni


    Hi Thomas,

    das ist schon lange her. Die Klappe habe ich 2015 gebaut. Seither hat sie ohne Mucken und Verzug einwandfrei funktioniert. Ohne den Umbau mit der Bogenweiche hätte ich auch das Prinzip nicht verändert. Ich habe Dir den alten Post verlinkt,


    Kuckst Du hier


    Viele Grüsse. Jay, the K.

  • Hallo Jay!


    Danke für den Link deiner Klappbrücke. Ich habe vor einen Schattenbahnhof in Spur HO und darüber die Spur 0 zu bauen und zerbreche mir schon lange den Kopf welchen Klappmechanismus ich beider Zugangstür bauen werde und da scheint mir deine Version sehr plausibel zu sein.


    LG Werner

  • Hallo.

    Wie bei den allermeisten Wärmeschutz-, Kühl- oder Bierwagen der Modellbahnindustrie handelt es sich bei beiden abgebildeten Wagen auch "nur" um Farb- und Beschriftungsvarianten von Serienmodellen.

    Wärmeschutzwagen haben keine Lüftungsöffnungen und auch keine normalen Schiebetüren.


    Wärmeschutzwagen "... waren stets isoliert, Ihre Türen waren schwenkbar und schlossen bündig mit dem Wagenkasten. ..." so steht es z.B. auch im Sonderheft Bahn & Bier der Reihe Vorbild6Modell vom Eisenbahn Journal Heft 1/2019

    Wer das Heft hat, ab Seite 67ff Zielgruppe Bierwagen-Sammler Vorbild und Fantasie


    Im Band 28 der Eisenbahn-Kurier-Reihe Regionale Verkehrsgeschichte "Geschichte der Eisenbahn-Bierwagen, das erste Frachtgut Deutscher Eisenbahnen: Bier" wird ab Seite 39-52 die "Kühlwagenentwicklung bei den deutschen Eisenbahnen" beleuchtet.


    Da heißt es (von mir zusammengefasst), dass bis Ende des Ersten Weltkrieges keine modernen Kühlwagen existierten. Leicht verderbliche Wagen wurden in gedeckten Güterwagen transportiert, der einzige Wärmeschutz war der äußere weiße Anstrich. Wärmeschutzwagen hatten eine dreifache Verschalung mit doppelter Luftschicht.

    1922 begann die Deutsche Reichsbahn mit dem Bau von Kühlwagen überwiegend für den Seefischverkehr nach Süddeutschland, Österreich und der Schweiz. 180 Kühlwagen für den Seefischverkehr und 120 Wagen für den Fleisch- und Milchverkehr wurden gebaut. Die Baugrundlagen werden sehr detailiert benannt, ich zitiere: gleichmäßige anpressbare Ladetüren mit spezieller Verriegelungen, Türdichtungen erstmals aus Kunststoff, keine Belüftung von aussen und ein Eisbehälter an einem Wagenende mit Einwurföffnung für das Eis auf dem Dach, Isolierungsmaterial Kork- oder Torfoleumplatten.

    Genannt werden folgende Wagengattungen: Kühlwagen der Länderbauart "Tkwoh01 und Reichsbahnbauart Tko(h)02

    Des weiteren wird auf die Reichsbahnkühlwagen der DR von 1935-1945, genannt sind hier Tn(o)hs 31, Tnf(r)hs 32 und der sog. Universalkühlwagen Ths 42

    Dann wird noch auf die Nachkriegsbauarten eingegangen. Die alten, abgewirtschafteten Wagen (ähnlich G10 Dach) wurden auf Tonnendach umgebaut, die Isolierung wurde geändert, Wegfall der Dachbeeisung hin zu Stirnbandbeeisung.

    Falls meine Ausführung nicht gegügen, einfach fragen, ich lese mich dann weiter ein.


    Nicht gefragt, aber in meinem Archiv gefunden:

    Der Milchwagen für den Transport von Frischmilch, ursprünglich gebaut bei MAN Nürnberg und bei der Deutschen Reichsbahn u.a. als Hannover 21259 Geh eingestellt.

    Es findet sich ein Vorbildfoto im Buch "Die Geschichte des Milchtransports" aus dem Podszun Verlag von 2010. Der Autor Dr. Peter Lange beleuchtet darin den Transport der Milch vom Handkarren bis zum modernen LKW.


    Ab Seite 127 wird auch der "Milchtransport mit der Bahn" beschrieben. Und hier findet sich das Vorbildfoto zum Milchtransportwagen, der lediglich den oben beschriebenen "Wärmeschutz durch den äußeren weiße Anstrich" hatte. Daher also vorbildgerecht mit Schiebetür und Lüftungsöffnungen.


    Gruß

    derMaggi

  • derMaggi


    Vielen Dank für Deine ausführliche und profunde Antwort. Sie unterstützt meine Entscheidung.

    Die beiden Wagen standen bereits auf der Liste für gefährdete Arten und werden in Weiß ausgemustert und in Braun umlackiert sobald ich die Ersatzbeschaffung von bereits bestellten realen Vorbildern erhalten habe. Bis dahin laufen sie noch als Platzhalter in den Umläufen meiner Frachtaufträge mit.


    Bedankte Grüße. Jay, the K.

  • Umbaupause III

    Heureka!

    Es ist vollbracht….



    Die obere Filstalbahn hat den Betrieb wieder aufgenommen. Die fest installierte Überbrückung zur Klappe funktioniert ausgezeichnet. Die Bogenweiche der WEG-Übergabe ist eingebaut und auch der Rest der Strecke über die Klappe zum Schattenbahnhof ist mit Flexgleis neu aufgebaut.


    In diesem Zusammenhang habe ich den Übergang auf der anderen Seite ebenfalls neu machen müssen. Nun ist die Neigung der Strecke geringer und der Radius ist ein paar Zentimeter größer geworden. Die Betriebssicherheit ist dadurch wesentlich besser geworden.


    Das Übergabegleis ist zwar etwas kürzer, aber die Bedienung als Sperrfahrt ist nun wesentlich angenehmer. Die Bogenweiche bediene ich als verschließbare Handweiche.



    Auf dem Gleisstück daneben kann ich mit dem Fünffingerkran überzählige Wagen ganz einfach parken oder neue Fahrzeuge in den Betrieb einschleusen.



    Brückentägliche Grüße. Jay, the K.

  • Hallo Jay,


    Da habe ich gerade meinen PC aktiviert und sehe dann das:

    warum fällt mir da nur sofort deine Anlage ein ;)


    Gruß

    Alfred, der im Sonnenschein sein Feierabendbier genießt

    Wir hören nicht auf zu spielen, weil wir alt werden.

    Wir werden alt, weil wir aufhören zu spielen.

    G. B. Shaw

  • Oppeln-Variation

    Hallo zusammen,

    die z-Stellung meines weißen Oppeln-Kühlwagens ist dank des Forums zu einer coolen Tauschaktion mit einem braunen Wagen geworden….


    Da sich bereits zwei Oppeln in meinem Fuhrpark befinden habe ich nach einer Variante gesucht und bin im Carstens-Buch fündig geworden.


    Der Wagen wird ein Blechdach und Endfeldverstärkungen erhalten.


    Für die Quersicken des Blechdaches kommen halbrunde Evergreen-Profile zum Einsatz.


    Von Aludächern sind die Stahlblechdächer durch die asymmetrisch angeordneten Sicken zu unterscheiden.


    Das fertige Dach habe ich mit der Dose lichtgrau grundiert.


    Nach dem Trocknen sind mehrere Lasuren in dunklem Grau und in Braun über die Grundierung gelegt.


    Zum Abschluss habe ich dem Dach mit Panpastels einen Schmutzüberzug gegeben und mit Mattlack fixiert.


    So sieht das neue Blechdach des Oppeln bemalt aus.


    Für die geschweißten Endfeldverstärkungen kommen diverse Evergreen-Profile zum Einsatz.


    Die Profile habe ich nach Vorbildfotos direkt auf dem Wagen eingepasst. Die Blechwinkel sind aus 0,25mm Polystyrol gefertigt.


    Nach einer braunen Grundierung habe ich das komplette Bauteil auf den Wagen geklebt.


    Da die Verstärkungen einen Teil der Anschriften verdecken, muss ich warten bis die neuen Decals von Andreas Nothaft eingetroffen sind. Sobald die Beschriftung wieder vollständig ist wird der Wagen endgültig bemalt und gealtert.


    Variantenreiche Grüße. Jay, the K.

  • Oppeln-Variation 2

    Hallo zusammen,

    die fehlenden Decals für die Lastgrenzraster sind eingetroffen - und weiter geht’s….


    Nachdem ich die Decals angebracht hat der Wagen 24 Stunden getrocknet, bevor ich die Beschriftung mit etwas Mattlack geschützt habe. Im ersten Schritt danach habe ich den Anstrich des Wagenkastens mit Panpastels aufgehellt. Auch diese Pigmentschicht ist wieder mit Vallejo Mattlack fixiert.


    Die gelben Markierungen an den Ecksäulen habe ich mit brauner Farbe an den Wagenkasten angepasst. Der nächste Schritt besteht darin die Fugen und Details mit Lasuren aus Ölfarben herauszuarbeiten. Wichtig ist vor dem Einsatz von Ölfarbenwashes die darunter liegenden Schichten durch seidenmatten Lack zu schützen und dadurch gleichzeitig die Fließeigenschaften der Öllasur zu verbessern. Nach dem Trocknen wird diese Schicht dann wieder mit Mattlack fixiert.


    Im letzten Arbeitsgang werden schließlich die Bretter mit ziegelroter Farbe graniert. Dadurch wird der ausgebleichte, entleuchtete Anstrich der Better endgültig erreicht.


    Variantische Grüße. Jay, the K.

  • Oppeln-Variation (Nachtrag)

    Friedlich vereint stehen die drei Brüder und warten auf den Zug….


    Zum Vergleich der Varianten habe ich die Wagen nebeneinander gestellt. Im täglichen Betrieb lassen sie sich am besten durch die Dächer unterscheiden. Die Wagenkästen haben aber auch leicht unterschiedliche Farbtöne. Wenn ich meine Anlage anschaue, dann muss ich feststellen, dass mir eine realistische Alterung wesentlich wichtiger ist als kleine Maßabweichungen bei den Modellen. Der Plastikglanz fällt sofort ins Auge, den fehlenden Millimeter sehe ich ohne Meßschieber nicht.


    Die wichtigste Erkenntnisse für mich sind:

    - Fahrzeuge altern macht Spaß

    - Der Prozess ist einfach zu bewerkstelligen

    - Jeder gealterte Wagen hilft der Lernkurve

    - Keine Angst, es kann nichts passieren


    Verwitterte Grüße. Jay, the K.

  • Hallo Jay,


    sehe ich genauso wie du. Die Farbe bringt die Modelle mehr an den Realismus und somit an die Illusion der echten Eisenbahn.


    Deine Anlage ist ja wunderbar detailiert und farblich gestaltet. Nicht-patinierte Fahrzeuge wirken darauf wie Fremdkörper aus einer anderen Welt.


    Super, weiter so! :thumbup:

    Mit der Alterung meiner Fahrzeuge werde ich mich in diesem Sommer auch anfangen konkret zu beschäftigen. Danke für den Aufruf ! :S


    Beste Grüße

    Andreas

  • Sissibahnhof (Prequel)

    Hallo zusammen,

    um für meine Sommerbausaison in die Pötte zu kommen, brauche unbedingt einen Motivationsschub und die beste Antiprokrastinationstherapie ist nach meinen bisherigen Erfahrungen eine Ankündigung hier im Forum ….


    …. ich habe also beschlossen mit dem Bau des Bahnhofs Altenstadt/Fils zu beginnen und es wird endgültig das Gebäude mit dem Sissierker.



    Der Platzhalter besteht aus 1,5mm dickem Polystyrol in den korrekten Abmessungen. Von Zapf habe ich inzwischen eine Auswahl an verschiedenen Fenstern und Türen.



    Im ersten Schritt werde ich nun darangehen die richtigen Proportionen, Grössen und Ausführungen der Fenster durch ausprobieren herauszufinden.



    Das gleiche Verfahren wende ich auch für die Türen an. Sobald ich mich entschieden habe werde ich die Öffnungen in die Seitenwände schneiden und dann den Bahnhof in der gleichen Art und Weise wie den Schuppen bauen.


    Der Bahnhof wird wie der Güterschuppen ein zweifarbiges, verbrettertes Obergeschoß und unten verputzte Wände mit sichtbarem Fachwerk haben. Ich bin gespannt ob das Ergebnis dem Bild in meinem Kopf entspricht….


    Startbereite Grüße. Jay, the K.

  • Hallo Leute,

    vielen Dank für Eure Rückmeldungen ….


    Reinhold

    echtholz

    …. und dafür die Latte durch Vorschusslorbeeren noch höher zu legen 😉


    Ich freue mich auf alle Fälle über die Begleitung bei meinem neuen Bauabenteuer und hoffe wie immer auf Tipps und konstruktive Rückmeldungen.


    Morgendliche Grüße. Jay, the K.


    PS Andreas, mehr Adler schaffe ich nicht, die Decke ist im Weg.


  • Sissibahnhof (Grundriss)

    Hallo zusammen,

    manchmal hilft die Bitte nach einem Übersichtsfoto um den Denkprozess in Gang zu setzen….


    Nachdem ich den Schnappschuss für Andreas genauer angeschaut habe, war ich mit dem Gebäudegrundriss nicht mehr hundertprozentig zufrieden. Deshalb habe ich die Stirnseiten getauscht und die breitere Wand nach rechts gesetzt. In dieser Konfiguration finde ich das Ensemble wesentlich harmonischer. Zudem ist dadurch vor dem Bahnhof etwas mehr Raum für die Treppe und den schmalen Vorbau der Eingangstür, die in der Mitte der längeren Wand ihren Platz haben.


    Die zweite Überlegung betrifft den Sissierker, den ich nun ebenfalls nach rechts verschoben habe. Die asymmetrische Anordnung bringt mehr Spannung in das Gebäude und macht das Dach interessanter, deshalb gefällt es mir besser.


    Getauschte Grüße. Jay, the K.

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