Keithville & Lake Erie Railroad

  • Hi Jay,


    ich habe mir mal über ein Billboard Gedanken gemacht (kann nat. auch was Vernünftiges draufstehen) und - Antennen könnten auch ein guter "Überleiter" als Blickfang sein.


    Evtl. auch ein paar unordentliche Parabolspiegelantennen, dazu wie mein Vorschreiber schon schrieb Wäsche an die Fenster hängen. Das gäbe dann ggf. Hinterhofflair je nach Ausführung auf Wunsch auch auf ein gewisses Milieu - oft in Bahnhofsnähe - hindeutend. Den ganzen Quatsch gibts im NET haufenweise umsonst (Bilder). Auf die für Deinen Bedarf richtige Grösse bringen, ausschneiden, mit Pritt Klebestift an die Wand klatschen und Klarlack matt drüber, fertig.


    Ach ja "Parabolspiegel". Konvex oder konkav??? Das entlockt mir einen alten Merksatz aus Gymzeiten: War das Mädchen brav ist der Bauch konkav. Hat das Mädchen Sex ist der Bauch konvex.

  • Hallo Robert,


    nette Idee, aber falsche Epoche. Wenn es zur Anlage passen soll, gehört ein altmodischer Antennen-Verhau aufs Dach, am Fensterbrett kann Wäsche getrocknet werden oder die eine oder andere Blume gezüchtet.


    Ebenso könnte im Hof eine Teppichstange stehen, an der jemand mit dem Teppichklopfer hantiert (irgendwo habe ich eine solche Figur schon mal gesehen), oder ein kleiner Hasenstall für den zukünftigen Festtagsbraten aufgestellt sein.


    Wenn schon Szenen gestaltet werden, dann doch stimmig und im Flair der dargestellten Zeiträume. Oder?


    Gruß vom Zweispurer

  • BTB0e+0

    Zweispurer


    Vielen Dank für Deine tolle visuelle Anmerkung Robert und Deine Ergänzung „Zweispurer“.


    Was ich vor allem suche sind Fotos mit solchen Werbetafeln aus den Fünfziger Jahren. Ich nehme für die zeitliche und farbliche Referenz meiner Anlagenepoche vor allem Farbfotos und/oder Filme aus dieser Zeit.


    Antennen auf den Dächern waren zu dieser Zeit äußerst selten, deshalb verzichte ich ganz auch darauf. So habe ich z.B. noch die Anmeldung des Fernsehers meiner Eltern aus dem Jahr 1959. Die laufende Nummer aller Anträge in der Stadt mit über 6000 Einwohnern war 50. Das zeigt sich auch auf den zeitgenössischen Fotos.


    Für die Klopfstange fehlt mir in diesem Hinterhof der Platz, die ist aber für das größere Projekt jenseits der Überführung vorgesehen. Das gleiche gilt für den Hasenstall, zudem steht in den Schrebergärten am Freiladegleis bereits ein solcher. Ich möchte die sehr schmale Fläche zwischen Stützmauer und Hauswand frei lassen und nicht durch zusätzliche Details nicht optisch verschmälern.


    Die Blumentöpfe sind geplant, nur finde ich sie zur Zeit nicht. Bei solchen Hinguckern bin ich sparsam, mein Motto lautet da „weniger ist mehr“.


    Viele Grüße. Jay, the K.


    PS … und jetzt geht’s zum Buchhändler den EK BR 18.1 Baureihenband abholen!

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  • Hallo Jay, the K.


    bei der Suche nach Themen aus der Vergangenheit hilft es manchmal Suchbegriffe "altmodischer" zu formulieren.


    Zum Beispiel: "Reklame Schild 1955" oder Werbung "Produkt x" 50er....


    Inzwischen hat auch so manche Firma eine Chronologie im Internet, die alte Logos enthält.


    Schade, dass so manche Wand übermalt wurde, nachdem die werbetreibende Firma nicht mehr existierte, teilweise echte Kunst, was da zu sehen war.

    Ebenso die alten Emaile-Tafeln, die heute von Sammlern z.T. hoch gehandelt werden.

    Ich gehöre leider auch zu denen, die manchmal 4-5 Such-Versuche starten, weil die Schlagworte anders gewählt wurden, als ich es erwartet haben.

    Und dann finde ich unerwartet doch mal etwas brauchbares, die Tiefen des www. sind manchmal unergründlich.


    Bei mir war es gestern die Suche nach einem Fahrplan für den Bahnhof einer kleinen Station in der Optik der 70er oder frühen 80er Jahre.


    Viel Spass bei der weiteren Suche nach geeigneten Motiven!


    Gruß


    Zweispurer

  • Hi Zweispurer


    ich suche viel im Netz, aber die Aussicht genau das richtige Foto zu finden ist nicht besonders groß, selbst wenn ich die Suchmaschinen mit „altertümlichen“ Ausdrücken füttere.


    Daneben gibt’s tolle Seiten, die ich zwar nicht gesucht, aber gefunden habe.


    Industriekultur Ost


    ist so ein Beispiel. Der industrielle Bestand in der ehemaligen DDR zeigt oftmals ältere Bausubstanz, die in der Bundesrepublik wegmodernisiert wurde.


    Heute hatte ich zudem doppelt Glück:

    In meinem neuen 18.1-Buch bin ich auf ein Foto vom Bahnhof Stuttgart-Bad Cannstatt von 1909 gestoßen. Im Hintergrund ist tatsächlich ein Haus mit Mansardendach und Reklame darauf zu sehen.


    Der zweite Toptreffer kam vorhin per Post bei mir an. Reinhold hat mir bei der theoretischen Dachkonstruktion geholfen und sich dabei auf den Franz Stade bezogen. Bei Booklooker konnte ich mir für günstiges Geld einen Reprint besorgen und das Buch ist eine wahre Goldgrube für alle die sich mit dem Selbstbau von Gebäuden beschäftigen.


    Das macht für mich vor allem den Mehrwert des Forums aus - es ist die Hilfe, die ich bei meinen Projekten bekomme…


    Hochzufrieden Grüße. Jay, the K.

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  • Hoch- und Tiefbau (Stellwerk Vbf 1)

    Hallo zusammen,


    damit es mir nicht langweilig wird und weil ich gerade nicht an der Beleuchtung der Hinterhöfe herumlöten möchte, habe ich halt mit dem nächsten Projekt begonnen…


    Die Lücke im Abhang hinter dem Bahnhof soll endlich landschaftlich geschlossen werden.


    Dazu muss ich als erstes das Stellwerk Vbf (Verladebahnhof) bauen. Es soll ein einfacher, in den Hang hineingebauter, Zweckbau der DRG werden und verputzte Wänden, sowie ein Flachdach haben.


    Um auch einmal ein alternatives Baumaterial zu meinem üblichen Polystyrol auszuprobieren, mache ich zuerst Versuche mit 5mm Depron.



    Mittägliche Grüße. Jay, the K.

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  • Hoch- und Tiefbau (Stellwerk Vbf 2)

    Hallo zusammen,

    nach einer Woche dienstlicher Auszeit nimmt die Bautätigkeit ganz langsam wieder Fahrt auf…




    Mit dem Depron konnte ich mich bei den Außenwänden allerdings nicht anfreunden, deshalb bin ich wieder bei hartem 1,5mm Polystyrol gelandet. Das weiche Material werde ich aber für das Dach und zur Darstellung der korrekten Wandstärke des Stellwerkraumes verwenden.


    Die endgültigen Fensteröffnungen und die wichtigsten Maße zeichne ich bei meinen Gebäuden immer direkt auf das Polystyrol.


    Da ich wegen den Proportionen gerne verschieden Optionen ausprobiere, habe ich aus Papier Fenster in verschiedenen Größen ausgeschnitten und auf der Wand platziert.

    Die beiden Fotos zeigen zwei Optionen für die Fenster des Spannwerkraumes.


    Um zu sauberen Fensterhöhlen zu kommen schneide ich immer die Fensterstreifen über die gesamte Wandlänge aus. Danach folgen die senkrechten Schnitte. Zum Schluss wird das Wandpuzzle auf einer Glasscheibe wieder sauber zusammengeklebt. Die Schnitte verspachtle ich ggf. mit Plastikspachtel von Revell. Nach dem verputzen und bemalen ist dann nichts mehr von der gestückelten Wand zu erkennen.


    Grüße vom Rohbau. Jay, the K.

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  • Reinhold

    Stimmt, Reinhold, die Symmetrie macht den Bau stocklangweilig, auch wenn er so weitgehend dem Vorbild in Stgt-Vaihingen entspricht. Danke für Deine Rückmeldung sie hat meine Überlegungen in dieser Richtung spürbar unterstützt und beschleunigt…



    Inzwischen habe ich eines der großen Fenster wieder verschlossen, weil mir trotz des Vorbildes die asymmetrische Anordnung wesentlich besser gefällt. Die fehlende Balance des Gebäudes werde ich auch mit der Treppe auf der rechten Seite erreichen.


    Das ist der Vorteil meiner Puzzlebauweise, die Fensteröffnungen lassen sich leicht verändern oder verschließen.


    Bedankte Grüße. Jay, the K.

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    Edited once, last by nycjay: Fehlender Satz ().

  • Hallo Jay,


    jetzt mal die entgegengesetzte Frage. Wie wichtig ist die Sicht nach rechts, die jetzt durch das zugemauerte Fenster eingeschränkt ist? Wenn es in der Richtung viel zu beobachten gibt, würde man beim Vorbild wohl auf die Symmetrie keine Rücksicht nehmen.

    Manchmal fehlt bei der Planung der Mut zur "Hässlichkeit" (wenn es vorbildgerecht ist.)

    Sind aber nur meine Gedanken dazu.


    Gruß Micha

  • BahnMichel


    Hi Micha, danke für Deinen Einwand.

    Der Aufsichtsbezirk des Stellwerks befindet sich unmittelbar davor und auf der linken Seite. Die Sicht nach rechts ist nicht notwendig.

    Allerdings habe ich noch weitere Fenstervariationen die ich auf mich wirken lassen möchte.


    Solange meine Projekte im Sinne des Vorbildes plausibel sind, ist mein ästhetisches Empfinden das Hauptkriterium. Dabei können Bauwerke auch "hässlich" im landläufigen Sinn sein, solange sie für mich interessant anzuschauen und ausbalanciert sind.


    Viele Grüsse zurück. Jay, the K.

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  • Hallo Jay


    Mir hat Dein gezeichneter Entwurf in #1006 am besten gefallen: Oben auf der Seite zu den Gleisen 3 Fenster, an den beiden Schmalseiten jeweils ein kleines Fenster, die den Blick auf die Gleise "in Längsrichtung" ermöglichen, ohne mit der Stirn an den Scheiben kleben zu müssen. Und das untere Geschoß gefällt mir so wie auf Deiner Zeichnung sehr gut: Links Raum für ein Bahnhofsschild, rechts 3 kleine Fenster.


    Oben nur 2 Fenster sieht nach meinem Geschmack nicht gut aus...


    Viele Grüße

    Frank

  • Wow, Jay,


    bei so einem interessanten Vorbildgebäude dürfte sich die Frage nach Varianten eigentlich nicht mehr stellen! Ich würde das an Deiner Stelle genau so in seiner schönen Hässlichkeit nachbauen, vor allem, wenn Größe und Proportionen nicht angepasst werden müssen. Ich halte es für ein grandioses Vorbild mit hinreichendem Detaillierungspotenzial!


  • Frank Paul

    Danke für Deine Rückmeldung Frank.

    Die Fenster an den Seitenwänden standen nicht zur Disposition. Allerdings zeigen sich gleichzeitig die Probleme meiner schnellen Handskizze recht deutlich:

    - Sie ist nicht maßstäblich.

    - Das Stellwerk ist mir in der Zeichnung zu lange geraten, deshalb stimmen die Proportionen und die Fenstergrössen nicht mit dem Modell überein.

    - Die kleinen Fenster der Skizze sollten logischerweise oberhalb der Gruppenablenkung liegen, weil sich dort der Spannwerksraum befindet.


    Wie auch von Dir vorgeschlagen, werde ich noch eine weitere Version mit drei Fenstern nach vorne ausprobieren…


    Viele Grüße. Jay, the K.

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  • Hallo ncjay,


    Der Aufsichtsbezirk des Stellwerks befindet sich unmittelbar davor und auf der linken Seite. Die Sicht nach rechts ist nicht notwendig.

    Nur mal so als Hinweis: mechanische Stellwerke haben in der Regel keine Technik, die das Gleis frei von Fahrzeugen meldet. Also gehört die Fahrwegprüfung durch Hinsehen (früher sagte man durch Augenschein) zum festen Bestandteil eines mechanischen Stellwerks. Wenn also rechts des Stellwerks noch Gleise liegen und dort Züge verkehren sollen, dann muss der Stellwerksbediener diese Gleise vor Zulassung der Zugfahrt durch Hinsehen auf Freisein prüfen. Vielleicht überdenkst Du die Entscheidung, dass rechte Fenster zu zu machen, unter Berücksichtigung dieses Aspekts nochmal?


    Freundlicher Gruß

    EsPe


    P.S.: Es ist erfrischend zu sehen, wie Du den Gebäudebau machst! Das kann ich nicht, da geht mir wohl die "künstlerische Ader" ab... Weiter so!

    Nur weil ich den einen oder anderen Fehler an manch einem Modell zwar bedauere und gelegentlich kritisiere, aber mich dennoch über perfekte Fahreigenschaften usw. und einen gelungenen Gesamteindruck freue, bin ich noch längst kein Spielbahner (was übrigens abwertend klingt).


    Und nicht jeder, der von sich selbst behauptet, ein ernsthafter Modellbahner zu sein, muss es deshalb auch wirklich sein.
    (frei nach Blaukäfer)

  • EsPe

    Ich danke Dir vielmals für Deine Erläuterungen EsPe.

    Da auf beiden Seitenwänden ebenfalls Fenster sind, müsste die Fahrwegsprüfung auch bei zwei Fenstern in der Frontseite jederzeit möglich sein. Nichtsdestotrotz habe ich mich aber noch nicht endgültig entschieden.


    Die Version mit zwei kleinen und einem dreifeldrigen Fenster ist noch in der Auswahl…


    … wie auch die Alternative mit zwei großen und einem kleineren Fenster.


    Abendliche Grüße. Jay, the K.


    PS Zum Selbstbau ist Polystyrol ein dankbares Material und relativ einfach zu bewerkstelligen. Mit einem Foto lassen sich Gebäude in einfache geometrische Körper übertragen und nachbauen.

    The Keithville & Lake Erie RR - Serves the Steel Centers

  • Reinhold

    Das hast Du ja prima hinbekommen Reinhold :)

    Nun bin ich wieder auf Anfang.


    Die Ausführung mit drei großen, dreifeldrigen Fenstern hat inzwischen wieder die besten Chancen realisiert zu werden. Sie muss nur noch den „einmal darüber schlafen“-Test bestehen.


    Vielen Dank für Deine Hilfe Counselor.

    Jay, the K.

    The Keithville & Lake Erie RR - Serves the Steel Centers

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