Funktionsfähiges mechanisches Stellwerk

  • Moin Leute,


    im Trubel um die Mesesneuheiten und die ach so wenigen echten Neuheiten ist eine sehr spannende Neuheit vollkommen untergegangen (oder ich habe es übersehen). Es gibt ab demnächst nämlich ein funktionsfähiges mechanisches Stellwerk!! (Auch) die FREMOikaner haben mal wieder zugeschlagen. :D


    Die ersten Muster existieren schon. Mehr Informationen findet Ihr bei H0fine oder bei RST ! Damit könnte man (ich) wirklich etwas anfangen. ;)


    Beste Grüße,
    Bernd
    P.S. Achtung Suchtgefahr. ;)

  • Moin Carsten,


    ja und nein. Damals ging es um die Stellhebel (Signal und Weiche). Hier aber geht es um ein (fast) komplettes Stellwerk! Also nicht nur Stellhebel, sondern eben auch Fahrstraßenhebel und ein Verschlussregister und eine Hebelbank. Und das ist denn doch ein "kleiner" Unterschied. Einfach mal runterscrollen. ;)


    Gruß, Bernd

  • Gibt es denn inzwischen Informationen zur Haltbarkeit? Die Originale von Oliver Rasch sehen mir doch erheblich "langlebiger" aus. Und "teuer" ist ja relativ, denn wenn man ein defektes Teil ersetzen muss, wird es auch teuer…


    Also, hat jemand weitere Infos? Oder kann man die "Originale" von O. Rasch irgendwo erwerben für einen direkten Vergleich?

  • Servus Leo,


    scrolle doch auf der verlinkten H0fine Seite bis ganz runter, da kannst du die Teile bestellen.


    Ich habe in Köln die ersten Hebel von RST in Augenschein nehmen können und fand sie doch etwas labil. Wenn man bedenkt, wie oft eine Weiche im normalen Modellbahnbetrieb gestellt wird, dann würde ich eher zu den stabiler wirkenden von H0fine tendieren.


    Geplant ist bei mir eine Ausweichstelle mit einem derartigen Hebelstellwerk. Da werden die Weichen nicht so oft betätigt, wie im Bahnhof, so daß ich auf ein langes Leben der Bauteile hoffe.


    Es grüßt
    Michael

  • Hallo,


    die dauerhafte Betriebstauglichkeit dürfte das Problem sein.
    Wenn diese sichergestellt werden kann, dann ist das für einen betriebs- und vorbildorientierten Spielbahner der mechanischen Epochen wie mich ein "muss ich haben", ähnlich wie z.B. auch die verschließbaren Outbus-Steller ( siehe auch Betrieb bei Frickelmann ).


    Nebenbei gesagt, kann man für sowas auch den Nachwuchs begeistern. Man muss ihn nur an diese alte Technik heran führen, wie z.B. auch im mechanischen Lehrstellwerk im Museum in Darmstadt-Kranichstein. Dort wird ein originales Hebel- und ein Kurbelstellwerk zur Anschauung elektrisch auf eine Modellanlage übertragen. Wenn der Vorführbetrieb es zulässt, dann dürfen auch Besucher mal ran und man kann bei den Kids durchaus leuchtende Augen sehen, wenn sie die olle Technik bedienen dürfen. Heavy Metal live sozusagen. http://www.bahnwelt.de/ausstellung/lehrstellwerk


    Grüße


    Edith hat den Link geändert.

    Edited 4 times, last by Doppelnull ().

  • Hallo,
    leider ist das Stellwerk nicht wirklich voll mechanisch. Die Stellhebel bedienen Elektrokontakte, mit denen die Weichen und Signale elektrisch bzw. digital angesteuert werden.
    Die modellgetreue Umsetzung eines mechanischen Stellwerks bedeutet fuer mich auch vorbildgerechte Seilzuege, also echt wie zu Urgrossvaters Zeiten.
    Das fehlt jedoch noch bzw. verbleibt der Bastlerinitiative.


    Viele Gruesse


    Markus

  • Auch ich finde die "mechanischen Stellwerke", die derzeit angeboten werden, als nicht perfekt. Aber Seilzüge im Modell bedingen, dass auch Antriebe und Spitzenverschlüsse funktionsbereit vorliegen müssten. Ich wäre schon mit dem Kompromiss, dass mit dem Hebel ein Poti bedient würde und ein Servo somit der Hebelbewegung analog folgen würde, zufrieden. Also Ersatz der Seilzüge durch elektrischen Strom, aber Zungebewegung parallel zur Hebelbewegung damit könnte ich leben.


    Ach ja, die Verschlusslogik im Verschlusskasten müsste es auch geben, ebenso die Möglichkeit, Abhängigkeiten zum Nachbarstellwerk im Bahnhof mittels Bahnhofsblock herzustellen...


    Schöne Gedanken...

  • Hallo,


    na das wäre doch ein weites und großes Betätigungsfeld für diejenigen, die das gerne haben möchten.


    Warum immer auf andere warten und dann meckern, selbst ist der Mann (Frauen meckern darüber selten).

    Grüße aus Regensburg


    Heinz ;)

  • Servus,


    es gibt in der Heftereihe Mechanische Stellwerke von der MIBA zwei sehr ausführlich gehaltene Schriften, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen.


    Eine Umsetzung von Seilzügen ins Modell dürfte nicht so einfach sein, denn es gilt allerlei Tücken zu umschiffen. So muß das "Seil" oder der Draht ja immer auf Zug unter Spannung gehalten werden, was den Einbau von Federspannwerken erfordert.


    Hier beginnt der eigentliche anspruchsvolle Modellbau.


    Einfach ist es natürlich, die Hebel mit elektrischen Kontakten zu versehen und den Stellbefehl über elektromagnetische Antriebe auszuführen.


    Wer hingegen das komplette mechanische Stellwerk 1:1 ins Modell übertragen will, kommt über einen sehr anspruchsvollen Selbstbau nicht hinweg.


    Begrüßt habe ich jedoch die Möglichkeit, heute schon das "elektro-" mechanische Hebelwerk mit einem funktionsfähigen Verschlußregister zu versehen.
    Interessieren würde mich da, wie die Auflösung des Verschlusses dann funktioniert. Ob ich das über einen Rückmeldekontakt bekomme, oder ob ich die Fahrstraße dann manuell auflösen muß/darf/soll.


    Wie weit geht da die Vobildtreue?


    Mir schwebt schon lange der Bau eines solchen mechanischen Stellwerks im Kopf herum, aber noch fehlt mir Zeit und Muse, mich in den Bereich der feinmechanischen Metallbearbeitung hinein zu versenken.


    Aber jedesmal, wenn ich am Bücherregal den Blick auf die zwei Werke von Stefan Carstens schweifen lasse, kribbelt es in den Fingern, es doch einmal zu versuchen.


    Es grüßt
    Michael

  • Hallo Michael


    nachdem ich die beiden MIBA Bände gelesen hatte, juckte es mich so sehr, dass ich mal auf der Anlage begonnen habe: "Strippenziehen".


    Ist zwar nur Makulatur, befriedigt mich aber trotzdem sehr.


    Wie es dann vor und unter der Anlage mit echten Seilzügen oder Seil-ausgelösten Relaisschaltungen aussieht, ist dann (für mich) ein zweiter Schritt.


    Beste Grüße


    Hendrik

  • Hallo Michael,
    Du schreibst:
    "Ich habe in Köln die ersten Hebel von RST in Augenschein nehmen können und fand sie doch etwas labil. Wenn man bedenkt, wie oft eine Weiche im normalen Modellbahnbetrieb gestellt wird, dann würde ich eher zu den stabiler wirkenden von H0fine tendieren." - Bei wem eigentlich?


    1. sind im Moment beide Hebel mechanisch 100% baugleich. Sie unterscheiden sich nur in der Farbe, den verwendeten Schrauben, dem Edelstahlgriffstück und der Bauart des Schalters.
    2. hängt die Stabilität des Hebels sehr vom gewissenhaften und sorgfältigem Bau ab
    3. habe ich mein Musterstellwerk jetzt seit einigen Monaten im Betrieb und es hat die Bedienung von sehr vielen (mehr oder weniger qualifizierten) Händen ohne irgendwelche Schäden überstanden







    Die Entwicklung geht übrigens weiter und die nächsten Schritte sind Signalschubstange, Wiederholsperre und Folgeabhängigkeiten zu integrieren.


    Der Kompromiss, dass die Signalübertragung elektrisch erfolgt, ist von den meisten Kunden gewünscht. Die Umsetzung mit Seilzügen würde neue, bei Modulen und transportablen Anlagen kaum beherrschbare, Probleme bringen. Abgesehen davon, habe ich mit einem einzelnen Weichenhebel schon einen erfolgreichen Versuch in dieser Richtung (zwei Umlenkungen, 70 cm Weg und mit Feder abgespannt)unternommen. Niemand ist also gezwungen die Schalter anzuschließen ...


    Gruß Ralph

  • Hallo Ralph


    nach dem "Grünen" für Deine Stahlschwellenübersicht fehlt er mir jetzt leider hier.


    Das ist ja jetzt wirklich eine tolle Umsetzung ins Modell.
    Da könnte ja selbst ich, der jetzt gerade nach 45 Jahren MoBa-Aktivitäten endlich auch noch digital mit LH100 schalten gelernt hat, doch noch mal schwach werden...


    Na, mal sehen, wann/wenn ich der Lust auf Mehr nicht mehr widerstehen kann.


    Viele Grüße


    Hendrik

  • Hallo Ralph,


    schön Dich hier zu lesen. Ich denke, Du wirst eine Bereicherung für das Forum sein, dank Deines Fachwissens. :)


    Da Hendrik seinen "Grünen" ja schon bei der Stahlschwelle vergeben hat, kriegst Du meinen hier. ;)


    Aber jetzt zum Thema: Natürlich sind die Hebel ziemlich filigran, aber durchaus auch im harten Treffenbetrieb einsetzbar. Ein mechanisches Stellwerk ist immer nur nach einer adäquaten Einweisung für fremde bedienbar. Und mit roher Gewalt kriege ich Alles kaputt. Also ich freue mich, wie schon gesagt, über das Stellwerk und auch über die von Dir angekündigten Ergänzungen!


    Übrigens: Wenn ich auf meiner Mittagsrunde Zeit habe, mache ich einen kleinen Umweg über unser kleines Museum und "spiele" mit einem original Jüdel&Co Baujahr 1923. Das ist einer der Väter des Einheitsstellwerks. :D


    Beste Grüße,
    Bernd

  • Hallo Ralph,


    Klasse, dass der Ausbau des Stellwerks weitergeht. Ich besitze bereits einen ersten Stellhebel und muss sagen, die Bedienung ist ein Heidenspass. Besser gehts nur auf einem originalen mechanischen Stellwerk! Ueber die Haltbarkeit der Hebel mache ich mir keine Sorgen mehr, sauberen Zusammenbau vorausgesetzt.
    Fuer eine Beschreibung der Seilzugloesung waere ich Dir sehr dankbar!


    Viele Gruesse


    Markus

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