Mechanisches Stellwerk von Weinert

  • Blechkanäle, Rollenkasten, Druckrollenkasten, Seilzugablenkungen und Signalspannwerk von Weinert zusammengebaut, und bzw. nur lackiert. Nach der obligatorischen Reinigung in Azeton und Grundierung wurden die Teile Anthrazitgrau RAL 7016 lackiert. Schwarzgrau RAL 7021 erfüllt hier ebenso das erforderliche Resultat, um einen, von der herrschende Wettereinflüsse
    verursachten blassschwarzer Farbton der Gegenstände zu bekommen. Nachdem die benötigte Teile dezent veraltet sind, können sie, zusammen mit dem Weinert´schen Flügelsignal in die Anlage eingebaut werden.









    Jacques Timmermans





  • Mit normaler "Baumarktfarbe" sollte man im Modellbau vorsichtig sein, sie ist oft nicht so fein pigmentiert wie Modellbaufarbe.
    Die feinen Konturen der Modelle könnten überdeckt werden.
    Auf dem Foto ist es jetzt nicht zu sehen, aber sind die feinen Riffelblechoberflächen der Rollenkästen noch sauber sichtbar?


    Besonders erschreckend ist für mich immer, wenn ich ein super Messingmodell sehe was aber leider zum Schluss mit hochglänzenden "Autolack" lackiert wurde - das kann die ganze Arbeit zu nichte machen.

  • Guten Abend Frank,


    Wenn man behutsam und einigermaßen durchdacht mit den von Dir zitierten Sprühdosen vorgeht, können fein detaillierte Teile hiermit genau so gut wie mit einem Airbrush lackiert werden. Die abgebildete Teile bekamen drei! Farbschichten, Grundierung, Anthrazit schwarzer Auftrag und schließlich einem Auftrag mit mattem Klarlack – weil das seidenmatte Anthrazit nach meinem
    Geschmack noch zu hoch glänzte - nacheinander aus der Sprühdose aufgesprüht. Hierbei wurde die Trockenzeit, bzw. Aushärtezeit der Farbe in Acht genommen.


    Die Farbe wurde hierbei in mehrere leichte Pusten, aus einer Distanz von etwa 30 cm aufgesprüht. Niemals sollte man versuchen, sogar mit einem Airbrush, Teile in einem Durchgang völlig deckend zu übersprühen; Wurde man dies trotzdem versuchen, sind hässliche Farbnasen, ein Verkleistern der Details und eine nicht egal deckende Farbschicht mit vereinzelt glänzende
    Stellen das unwiderrufliche Endergebnis.


    Jacques Timmermans















  • Bevor nun die Blechkanäle, Rollenkasten, Druckrollenkasten, Seilzugablenkungen und Signalkasten definitiv in der Anlage verbaut werden dürfen, habe ich sie mittels Airbrush und die berühmte
    „Spirituslacke von M&F“ ein wenig gealtert. Es wurden zwei Rostfarbtöne nacheinander aufgesprüht: beginnend einen mit einem dunklen Rostton, der dann stellenweise mit einem helleren Farbton aufgehellt, bzw. ganz leicht übersprüht wurde. Hierbei war die Airbrush mit einem 0,20 mm großer Düse ausgerüstet.
    Apropos, die hervorragende, mit Ethanol verdünnbaren Alkoholfarben sind bei Reitz Modellbau in Schlossberg (Internet: http://www.reitz-modellbau.de/html/color.html) erhältlich.



    Jacques Timmermans




















  • Hallo Jacques,


    die Alterung ist Dir schön gelungen. Allerdings ist es beim Spannwerk zu viel des Guten. Aus eigener Anschauung (bei uns in der Gegend gibt es noch einige mechanische Stellwerke) kann ich sagen, daß die farblich immer recht gut in Schuß sind. Natürlich gibt es kleinere Roststellen, die halten sich aber in Grenzen. Die Schmiermittelrückstände an den Lagerstellen sind da weitaus üppiger, aber auch noch eher dezent. Das Gewicht ist aus Beton, der üblicherweise naturbelasseb ist.


    Viele Grüße
    Timo

  • Guten Morgen Timo,



    Da hasst Du grundsätzlich Recht mit deiner Anmerkung. Auch die mir vorliegenden Bilder zeigen die Spannwerke in einem meist gut erhaltenen Zustand mit, wie Du bereits erwähnte, stellenweise Rost. Zu meinem Signalspannwerk kann ich allerdings noch sagen, dass es noch ein Überbleibsel der ehemalige DRG ist, die seiner Zeit die Spannwerke meist schwarz RAL 9005, anstelle der herkömmlichen Bundesbahnanstrich in Resedagrün RAL 6011 lackierten.
    Ich habe just für diese Farbstellung gewählt, weil meiner Anlage in der frühe Bundesbahn der Epoche III, genauer gesagt die frühen Fünfzigerjahre, spielt, wo die Bahneinrichtungen sehr oft bis zum Verschleiß herabgewirtschaftet wurden. Jedoch gibt es in unseren gegenwärtige Zeit noch Spannwerke, meistens an untergeordneten Strecken, die ebenfalls einen Neuanstrich gebrauchen könnten. Als Beispiel ein Bild im Bahnhof Elfershausen-Trimberg vom vorigen Jahr.


    Viele Grüßen aus Belgien,




    Jacques Timmermans





  • Hallo Jaques,


    schön gemacht, nur gestatte mir bitte die Anmerkung, dass der Kanal m.W. nicht ganz richtig am Umlenkrollenkasten angebracht ist!


    Dein Kanal stößt mittig auf die Umlenkrolle, er müsste aber am Rand anstoßen.


    So meine ich das:




    Links Deine Anordnung, rechts so wie es sein müsste.


    Gruß,
    Stefan

  • „Kleines Intermezzo“:
    Bevor das Flügelsignal endgültig in die Anlage verbaut darf die obligatorische Alterung nicht fehlen. Noch fehlt der Rost, welcher mit dem Airbrush hauchdünn „aufgepustet“ wird. Danach eine Schicht matten Klarlack zum Schutz der Alterung mit Alkoholfarben. Der Schuco Trecker wurde ebenfalls mit Alkoholfarben gealtert und anschließend mit einem Schicht Klarlack versiegelt.




    Jacques Timmermans










  • Hallo Jacques,


    grandios :thumbup:. Das nenne ich mal Modellbau vom Feinsten - dazu garniert mit Kommentaren und Anregungen anderer Spur Nuller. Danke :)!


    Beste Grüße,
    Guido

  • Moin
    Eine Frage zur Mastfarbe:Ab wann (Jahr) wurde bei der DB die grüne Mastefarbe verwendet ? Google findet nichts.
    mfg uwe

  • Uwe,



    Ehrlich gesagt, bin ich da auch ein wenig überfragt. Anfangs der Signalisierung waren die preußischen Masten schwarz (RAL 9005?) lackiert. Zur DRG Zeiten wurden die Masten (nicht nur die Signalmasten) mit Eisenglimmerfarben gestrichen. Dieser Farbsorte enthält fein gemahlen Eisenteile was die Härte der Farbschicht erhöhte, der Farbton tendierte nach einem dunkleren Alufarbton. Ab und zu sind solche Masten noch in Bahnanlagen vorzufinden.



    Laut die Internetzpräsenz (http://www.bahnstatistik.de/RAL.htm) von der Bahnstatistik waren:
    Bis etwa 1958 die Gittermaste für Signalen Eisengrau RAL 7011 lackiert und,
    ab ??? dann Resedagrün RAL 6011.



    Jacques Timmermans

  • Hallo
    Ich bin mir nicht sicher, meine aber das das Grün an den Masten erst in den 80er verwendet wurde,mir fehlt allerdings die Bestätigung dafür.Bis 1958 ist klar,für die Zeit danach hab ich auch nichts gefunden.
    Auf Bildern aus den 80er ist die Form-Signal-Mastfarbe Grau erkennbar,währen die Fahrleitungsmasten Grün sind.Also Grau bis Schwarz wäre dann meine Farbe.
    Aber danke erstmal.
    mfg uwe

    Edited once, last by Uwe ().

  • Hallo
    Schau dir mal meine Testbilder an,da sind meine Antriebe Dokumentiert.Hier meine engültige Version.



    Die gesamte Einheit wird so in die Anlage eingesetzt,so erreiche ich den geringsten Wartungsaufwand ,wär evtl auch eine Idee für Modulanlagen.


    mfg uwe

    Edited 4 times, last by Uwe ().

  • Hallo Uwe,


    danke für Deinen Beitrag, die Antriebstechnik gefällt mir!


    Eine Frage hab ich zum Foto: wenn man draufklickt, sollte es doch größer werden, oder? Ich werde auf die imagebanana-Seite geleitet und dann...? Erwarte ich zuviel? Mach ich was falsch?


    Gruß
    Thomas

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