Anbindung Deckeringen ans Schienennetz - Eine Hebebühne für Züge...

  • Hallo,


    ich habe mir für Modultreffen einen weiteren Bhf. (Deckeringen) gebaut. Für zu Hause möchte ich diesen natürlich auch direkt anfahren können. Wegen meiner räumlichen Verhältnisse ist eine Anbindung gar nicht so einfach. Immerhin liegen (umgerechnet) etwa 30m Höhenunterschied zwischen der aktuellen Bahn und Deckeringen. Anbei eine Übersicht wie Deckeringen angebunden wird.



    Die 65cm Höhenunterschied bekomme ich nur über eine Art Liftkonstruktion hin. Eine schiefe Ebene oder ein Gleiswendel scheiden aus. Ich muss also mit einem Bogen aus Deckeringen in der Art

    an die Stirnseite meines Kellers kommen. Das wird recht eng... , aber nicht unmöglich.


    Meine Idee ist, die an der Strinseite vorhandene obere Abstellebene (den "gedachten" Bhf. Bergen) - Siehe Bild

    nahezu als Ganzes (die Schiebebühne rechts hinten bleibt fest auf 130cm) absenken zu können. Das wären dann etwa 180cm an Nutzlänge für Züge von und nach Deckeringen. Das reicht. Soweit die Theorie.


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    In der Praxis möchte ich die Ebene mittels eines höhenverstellbaren Bürotischs hin bekommen. Etwa so ein Untergestell wurde verwendet.



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    Den Abstellbahnhof Bergen in zwei Teile zu sägen war wirklich ein "großer Murks". Mit der Stichsäge und langem Blatt ist das Ergebnis wie es zu erwarten war. Schlecht eben. Ist halt so wenn man zu faul ist alles auseinanderzubauen. Braucht noch etwas Nacharbeit. Aber..., man soll nach vorne schauen... .


    Die reine Höheneinstellung geht mittlerweile ganz gut. Nur musste ich feststellen, dass das Tischgestell in voll ausgefahrener Stellung doch erheblich seitlich wackelt. Also musste eine Art Führung her. Zumindest für die letzen Zentimeter. Dazu habe ich einen Prototyp als Versuch gebaut. Musste ja sehen, ob meine Idee funktioniert.


    Und es geht recht gut. Auf der anderen Seite des Teilstücks noch so eine Führung, dann scheint mir die Endlage oben für die Gleisübergänge ausreichend genau fixiert zu sein. Heben, senken und das einfädeln des Führungsbolzens ist kein Problem. Nicht gerade professionell, aber zweckmäßig. Zwei Bilder anbei.



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    Mit dieser zweiten Führung (siehe Bilder unten) auf der linken Seite scheint mit die Hebebühne in der oberen Endstellung sicher genug gehalten zu sein.
    Ich denke ich werde mit der Absicherung der Streckenabschnitte zur Hebebühne noch etwas machen müssen. Mechanisch fällt mir nichts gescheites und unkompliziertes ein. Vermutlich werde ich jeweils den letzen Meter vor der Hebebühne via Schalter stromlos machen. So was in der Richtung.



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    Die obere Endlage der Hebebühne ist ja durch die obere Endabschaltung der Motoren schon gegeben. Das hat gerade so mit der notwendigen Höhe SOK von ~130cm gepasst. Die untere Endlage muss einstellbar sein. Dafür plane ich einen einfachen Endschalter zu verwenden. Diesen schraube ich so ins Tischgestell, dass die obere Querstrebe beim absenken den Endschalter betätigt.
    Das Zuleitungskabel zur Bedieneinheit (den Knöpfen für hoch/runter) habe ich abgeschnitten und den Endschalter mit einem Öffnerkontakt in den Stromkreis für den Taster abwärts eingeschleift. Läuft die Hebebühne auf den Endschalter auf, dann ist es genau so, als würde man den Abwärtstaster loslassen. Das ist im Text schwer zu beschreiben. Aber es funktioniert recht gut.


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    Ein Eckmodul musste her. Links die Anbindung an Deckeringen Bhf. Rechts an ein abnehmbares Übergangsstück zur Hebebühne. Das Modul wird am Ende fest mit der Anlage verschraubt. Es bildet den Fixpunkt, an den der mobile Bhf Deckeringen angebunden ist.


    Hinten (rechts) habe ich die Grundplatte im Bogen ausgesägt. Ich möchte den Anlagenhintergrund hier im Bogen laufen lassen. Das ist optisch schöner als eine Ecke mit einem großen Baum wegzutarnen. Ein paar Bilder anbei.





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    Unterhalb meiner Schiebebühne habe ich den S-Bhf. Bergen um ein paar kurze Gleise erweitert. Die Gleise liegen und sind befahrbar. Des rechte Gleis ist bzgl. des Gleisbogens "etwas happig", und daher sicher nicht für alle Fahrzeuge geeignet. Aber nicht anders machbar. Insgesamt gefällt mir die Erweiterung um die kleine untere Abstellebene (im folgenden Bild hinten). So habe ich jetzt nicht mehr so viele Fahrzeuge im S-BHF stehen, und wieder etwas Luft zum rangieren.


    Auch kann ich auf der oberen Ebene wegen des gewonnenen Platzes wieder Loks vernünftig umsetzen. Siehe Bild unten.



    Fazit: Der Fahrbetrieb mit der Hebebühne funktioniert. Die Wiederholgenauigkeit beim anfahren der Endlagen reicht aus für unsere Spur. Durch die Metallzapfen passen die Übergänge. Der Fahrbetrieb, wie ich ihn durchführe, passt und macht Spaß.


    Gruß aus dem Süden,
    Bernd

    Schreibt mir ruhig bei Fragen und Anmerkungen. Ich bin meist recht umgänglich... :P

    Edited once, last by schmidb ().

  • Hallo Bernd,


    Das mit dem Hebetisch finde einfach brillant....da fehlen mir fast die Worte... nur fast.


    Du solltest aber nach meiner auf zwei Dingen achten:
    1. Einklemmgefahr für die Fingerchen, die brauchst du noch für Später ein deine Gästen sicherlich auch. Ein Notaus oder einen Fetten Warnhinweis wurde genügen.
    2. Ich Hofe das der Endlagenschalter eine Niedrigspannung angelegt bekommt, so nicht - dann solltest du da nach arbeiten, mittels eine Isolation platte zwischen den, ich glaube so sehen, das Metallteil und den Endlagenschalter.


    Aber deine Idee finde ich sehr sehr gut, Gruß
    Han

    NULL FÜR ALLE :thumbsup: ALLE FÜR NULL

    Edited once, last by Han_P ().

  • Servus Bernd,


    gute Idee, ganze Züge in der Höhe zu verschieben und damit dem Raum eine Mehrfachnutzung zu verpassen. Interessante Umsetzung, mit dem elektr. Bürotisch.


    Ich denke, da hast Du bei so manchem Modellbahner ein entwicklungstechnisches 'Erweiterungstürchen' aufgestoßen.


    Hut ab!


    Ciao


    der NNullguggi

  • Guten Morgen!


    Seit dem Neubeginn meiner Anlage bin ich ebenfalls mit dem Gedanken schwanger einen Schattenbahnhof unter der Anlage zu haben. Der Platz ist vorgesehen... Die Umsetzung hat mich lange beschäftigt.
    Ins Detail möchte ich jetzt nicht gehen...
    Meine Prioritäten lagen bei "sicheren" Endlagen, Stabilität und vertretbaren Kosten.
    Die Idee mit dem Tisch ist super! Eine weitere Alternative wäre z.B. eine Wandhalterung für Flatscreens. Diese gibt es ebenfalls mit Höhenverstellung.
    Brauchen halt eine Wand!


    Eine weitere Möglichkeit ist der Umbau von höhenverstellbaren Lattenrosten oder Sesseln.
    Die Mechanik kann sehr einfach umfunktioniert werden. So etwas bekommt man immer wieder sehr preiswert in den bekannten Auktionshäusern.



    Also los... Baut Hebebühnen!


    Bernd: mache weiter so!



    Wenn jemand noch mehr aus meinem Kopf lesen möchte... Kann sich gerne melden.


    Grüße
    Björn

  • Hallo Bernd


    Deine Idee und Umsetzung finde ich toll!


    Zur Absturzsicherung wurde ich auf etwas elektromechanisches zurückgreifen um auch entlaufene Wagen aufzufangen.


    Mir schwebt so etwas wie ein Repa Entkuppler vor, dem aber den Bolzen zum Durchfahren zurückgezogen wird, und in Ruhestellung die Strecke blockiert.


    Bin auf weitere Ideen von dir gespannt!


    Gruss Luca

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