Sammelbericht für Umbauten -Pola-Rivar-Lima-Fahrzeuge.

  • Hallo zusammen,

    um keine Verwirrung zu stiften: Bei den von mir angesprochenen Plattformwagen handelt es sich um Zweiahser,
    ähnlich den Donnerbüchsen, sie sind aber etwas kürzer. Wie ich beschrieben habe, ist für diese Wagen ist der Typ 2
    von Moog passend. Wie es sich bei Vierachsern verhält, kann ich nicht sagen, da habe ich keine Erfahrung.

    Ich hoffe, ich konnte evtl aufkommende Verwirrung klären.

    Viele Grüße

    Rüdiger

  • Moin zusammen,

    angeregt durch eine Suchanfrage „Metallradsätze für LIMA Gaskesselwagen“ in diesem Forum, habe ich mir gerade mal einen Lima Gaskesselwagen vorgenommen. Nachdem ich die Plastikradsätze herausgenommen hatte, habe ich mal die vorhandenen Löcher zur Achsaufnahme gemessen. Sie besitzen einen Durchmesser von rund 3mm. Die Tiefe beträgt bis in die Spitze ca. 3 - 3,2 mm. Ich habe dann eine Achse mit 2mm Durchmesser angesetzt; man kann sie ungefähr 2,4 mm reinschieben. Die lichte Breite zwischen den Achsaufnahmen beträgt knapp 41 mm. Damit sind wir bei rund 45,5 - 46mm, die eine Achse von einem Tauschradsatz lang sein darf. Zur Sicherheit habe ich außerdem die Achsaufnahmen mit einem 2,5 mm Hand-Bohrer etwas geweitet. Das ging natürlich nur schräg; macht aber nichts, denn die dann eingebauten Radsätze (Achslänge: 45,0mm, Achsdurchmesser (außen) 2,0mm, Achsdurchmesser (innen) 3,0mm, Raddurchmesser (ohne Spurkranz) 21,6mm) laufen sehr gut und eiern nicht. Vermutlich wird das mit ähnlichen Achsen auch funktionieren.


    Sollte jemand eine größere Ertüchtigung eines solchen Waggons vorhaben, dann wäre auch ein Tausch der Drehgestelle in eine „frischere“ Drehgestell-Version mit Metallachsen denkbar.


    Dieser Umbau erfolgte wie immer am „Küchentisch“ und war in 15 Minuten erledigt. Mein Waggon läuft jetzt ausgesprochen leicht, liegt gut im Gleis und

    wird -nach einigen weiteren „Ertüchtigungsarbeiten“- vermutlich noch lange seine „Runden“ drehen.


    Gruß


    Frank

  • Der Schlußakkord … fast ein Glms 207 (Teil IV)


    Moin zusammen,


    seit ein paar Jahren quäle ich mich mit einem Glms 207 (im Vorbild Umbau aus Gmhs 35/Gmhs Bremen) herum. Hier kommt nun endlich das Ende der Story. Aber zunächst in Schlagzeilen, was bisher/damals geschah:


    Teil 1:
    - Idee: Endfelder Raimo Glmhs 50 plus neue Türen ==> Glms 207

    - Maß genommen und durchgerechnet ==> sollte passen ==> also los



    Teil 2:
    - Rohbau des Wagenkastens mit neu angefertigten Türen fertiggestellt
    - Resultat: Wagenkasten 6 mm zu kurz/Ursache: peinlich verrechnet (s. Teil 1)



    Teil 3:
    - lustloses Weitergebastel an Fahrgestell und Dach
    - unvollendet bis auf Weiteres zur Seite gelegt



    ... und nun die Fortsetzung:


    Zwischendurch hatte mich das Fragment immer mal wieder angekuckt, ohne jedoch einen zündenden Bastelreflex auszulösen. Zu kurz, zu schebbich, falsche Epoche, weitermachen lohnt sich eigentlich nicht. Neulich ertappte ich mich dann bei dem Gedanken, wie es mit der Wieder-/Weiterverwertbarkeit der Teile aussehen könnte und was sich daraus machen ließe. Entsorgung ist schließlich überhaupt keine Option. Auf solche Überlegungen kann man kommen; hat die Bundesbahn in der Epoche III im Prinzip ja auch nicht anders gemacht. Im Gegensatz zur DB war meine Antwort: nix!! Also doch aufraffen und das Modell fertigstellen. Das letzte Quäntchen Aktivierungsenergie lieferte nun die Abbildung eines Glms 207-Vorserienexemplars in Stefan Carstens, Paul Scheller, Güterwagen Band 1.2, Gedeckte Wagen DB + DR, VGB (2019). Dort ist das Vorbild kurz nach Ablieferung 1966 mit Übergangsanschriften zu sehen. Neben den Angaben im frühen Epoche IV-Schema trägt der Wagen auch die Anschrift „Gm 35“. Immerhin, wenigstens ein kleiner Gruß der Ep. III !! Damit zeitlich nur knapp außerhalb des Zeitraums meines Modellbahnuniversums (1955-65), konnte ich mir dieses Modell jetzt als Mittler zwischen den Welten schönreden. Mittlerweile hatte ich das Raum-Zeit-Kontinuum sowieso schon mit der Beschaffung zweier SNM/Lenz-Shimms durcheinander gebracht. Nun denn, frisch ans Werk....


    Sooo viel Arbeit wollte ich allerdings nicht mehr investieren, der Wagen sollte mit minimalistischem Aufwand einfach nur fertig werden (im Sinne von betriebsfähig und hinreichendem äußeren Gesamteindruck). Zum Wiedereinstieg war zunächst das Dach an der Reihe, welches noch einige Unsauberkeiten der Oberfläche aufwies. Nach nochmaligem Abschleifen und Grundieren war das Dach so weit, dass es meinen moderaten Ansprüchen genügte. Zwei Farbschichten Tamiya TS-30 silverleaf sorgten für den Eindruck eines noch nicht allzu alten Stahlsteckdaches. Noch zu früh, um sich auf die Schulter zu klopfen, aber immerhin war schon mal eine Baugruppe fertig.



    Als nächstes wurde das Fahrgestell weiterbearbeitet und durch ein eingeklebtes Kunststoffzwischenstück auf die durch den Wagenkasten vorgegebene erforderliche Länge gebracht. Die bei Pola/Raimo/etc.-Modellen eigentlich unverzichtbare Überarbeitung der Langträger habe ich mir hier geschenkt. Soweit ging meine wiederentfachte Leidenschaft dann doch nicht. Für den Hauch einer Detaillierung musste Büromaterial herhalten. Tackerklammern unter den Pufferbohlen können als Rangierergriffe durchgehen. Die jeweils nur einseitig vorhandenen Ecktritte entstanden aus Büroklammerwinkeln mit aufgeklebtem Plastikrechteck. Aufgebogene Büroklammern deuten ansatzweise Nachbildungen von Bremsdreiecken an. Darauf wollte ich nicht verzichten, da dieser Bereich aufgrund der außenliegenden Radsätze eher einmal ins Auge fallen kann. Für die bei weitem nicht vollständig nachgebildete Bremsanlage wurden ein paar Elemente aus meinem 0SM-Teilebestand verwendet. Die Bremsumsteller kommen aus dem Biemo-Sortiment. Damit war alles dran, was ich dranhaben wollte.




    Auf eine Grundierung folgte zunächst die Lackierung mit glänzender schwarzer Farbe (Tamiya TS-14 black). Glanzlack sorgte hier ebenso wie später am Wagenkasten für eine glatte Oberfläche zum luftblasenfreien Aufbringen der Anschriftendecals. Für die Lenz-kompatiblen Kupplungen wurde unter Verzicht auf eine Kinematik die Einfachlösung nach der Beschreibung bei W. Engstler gewählt.


    Der Wagenkasten erforderte nur noch überschaubares Engagement. Es wurden lediglich Seilösen aus dem Pola-“Güterwagenzurüstsatz“ an den Ecksäulen angebracht. Dann wurde der Aufbau endgültig mit Dupli color Acryl RAL 8012 rotbraun glänzend lackiert. Die Rahmen der Lüftungsschieber wurden mit einem feinen silbernen Lackstift nachgezogen. Nachdem die Anschriften aus einem Mix von Decals aus dem Beschriftungssatz eines Gs 201 (Ep. IV/Nothaft) und des Raimo-Glmhs 50 angebracht worden sind, folgten nach dem Trocknen über Nacht zwei Schichten glänzenden Klarlacks (OBI Hausmarke) zur Versiegelung der Decals und zum kaschieren der Decalränder. Nun wurden noch die zuvor mit einem Plastikstreifen der Türbreite entsprechend verlängerten und schwarz lackierten Ladetüraufstiege (Raimo Glmhs 50) unter den Wagenkasten geklebt und die Lüftungsschieber wieder eingesteckt. Das abschließende Finish von Wagenkasten und Fahrgestell wurde durch seidenmatten Klarlack (OBI Hausmarke) erreicht.



    Nachdem alle Baugruppen zusammengesetzt wurden, fehlten nur noch Metallradsätze von Schnellenkamp zum glücklichsein. Damit war es dann auch gut und das Drama fand so einen halbwegs versöhnlichen Ausgang. Der durch meine Dusseligkeit verursachte großzügige Längenmaßstab des Modells fällt im Zugverband nur auf, wenn man es weiß.




    Ich hatte erst noch überlegt, ob ich diesen Beitrag nicht doch unter „was keiner sehen sollte“ unterbringen sollte. Da ich die Geschichte aber im RiPoLi-Thread begonnen hatte, gehört auch das Ende hierher. Erstens gibt es dadurch mal wieder einen neuen Artikel in diesem Thread und zweitens kann alles immer noch als schlechtes Beispiel dienen ;)


    Viele Grüße,

    Carsten

    Edited 2 times, last by Mö_ ().

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