Sammelbericht für Umbauten -Pola-Rivar-Lima-Fahrzeuge.

  • Moin zusammen,


    ein Oppeln mit Bremserhaus ist für mich als Ep.III-Liebhaber ein must-have-Güterwagen. Selberkaufen geht mangels verfügbarem Modell leider nicht, also bleibt nur selbermachen. Es musste mal wieder ein Pola-G20 herhalten. Der hier nicht unbekannte zur Spur I konvertierte Vorbesitzer hatte den G20 bereits grundiert und mir dankenswerterweise so schon Arbeit abgenommen.



    Auch sonst habe ich mich mit dem Aufwand sowie Detailänderungen zurückgehalten und nur eine Sparversion (auch im wahrsten Sinne des Wortes) zusammengeklöppelt. Am Wagenkasten wurden die Löcher der Dachrastnasen verschlossen und die untere Türlaufschiene durch einen Kunststoffstreifen ersetzt. Auf der Bremserhausfront wurde eine Kastensäule nach außen versetzt. Abschleifen, Fugen nachritzen und ein neues Profil aufkleben war der größte Aufwand des ganzen Umbaues. Griffstangen aus Büroklammerdraht sowie Tritte und Schlußlichthalter aus Büroklammerdraht und Kunststoffplättchen/-stückchen vervollständigten den Aufbau. Das mit Folie verglaste Bremserhaus (ohne Rückwand) und die Bühne nebst Geländer haben einen 0SM-Ursprung.




    Die Lackierung erfolgte zunächst mit RAL 8012 rotbraun (Dupli color Acryl) aus der Sprühdose. Eine passende Beschriftung gäbe es sicherlich bei A. Nothaft. Ich hatte von früheren Umbauten aber noch so viele vereinzelte Decalreste, die auch mal weg mussten und hier einen sinnvollen (na ja..) Zweck erfüllen konnten. Das die Wagennummer nicht zu einem Oppeln gehört, war allerdings nicht gewollt. Da habe ich schlicht und einfach gepennt und es erst gemerkt, als der Klarlack schon drauf war. Zu spät...



    Das G20-Fahrwerk wurde auf Maß gebracht, indem es an den Enden verlängert wurde und in der Mitte ein Zwischenstück zur Vergrößerung des Achsstandes eingesetzt wurde. Die alten „Langträger“ wurde abgeschliffen und durch U-Profile (Evergreen 4,8 mm, Art.nr. 266) ersetzt. Schließlich wurden noch Ausschnitte für die Kupplungsnachrüstkulissen (Schnellenkamp, Art.nr.1112) geschaffen. Auf Federpuffer habe ich verzichtet. Aufgrund des geringen Wagenkastenüberhanges reicht die Auslenkung der Kupplungsmechanik aus, um den Wagen ohne Überpufferung gekuppelt durch den Lenz-R1 zu bringen. Das Bremsequipment unter dem Wagen beschränkt sich auf die angespritzten Rudimente, Bremsumsteller sucht man ebenso wie Seilösen oder Pufferbohlendetails vergebens. Die Tritte unter den Ladetüren und für den Rangierer hatte der Pola-G20 schon mitgebracht. Das Sprengwerk stammt von einem Brawa-Behältertragwagen, dessen Fahrwerk anderweitig benötigt wurde. Tamiya TS-29 semi gloss black ergab den einheitlich schwarzen Farbton unterhalb der Gürtellinie. Das Dach wurde glattgeschliffen, grundiert und mit Tamiya TS-48 gunship grey lackiert.



    Die teilweise unten zu kurzen Seitenwandprofile sind nicht dem Konzept der Sparversion geschuldet; ursprünglich waren sie alle länger. Diese persönliche Note des Modells ergab sich durch das unplanmäßige Verlassen der vorgesehenen Reiseflughöhe und war ein Resultat des folgenden Bodenkontaktes. Natürlich war der Wagen zu dem Zeitpunkt bereits fertig. Das Motivationsniveau für eine Reparatur war ebenfalls auf 0 m über Grund und hat sich seitdem nicht signifikant erhöht. Auch wenn der Wagen in gewisser Hinsicht ein Pannen-Paul geworden ist, reicht mir das Modell so erstmal. Im Zugverband fallen die Abstriche erst auf den zweiten Blick ins Auge. Wenn ich einmal viel Langeweile haben sollte, könnte ich mich ja immer noch darum kümmern;-) Jedenfalls dürfte es nicht schwierig sein, es besser zu machen ...



    Viele Grüße,
    Carsten

    Edited 2 times, last by Mö_ ().

  • Moin zusammen, ein´ habbich noch...


    Der Gmhs 35/Gmhs Bremen ist einer der typischer Güterwagen für die erste Hälfte der Epoche III. Über einige Kleinserienmodelle hinaus hat es der Bremen leider bisher nicht ins Modell geschafft. Also war nach diversen jährlich geplatzten Messehoffnungen mal wieder Eigeninitiative gefragt. Das Modell stand schon bei meinem 0-Einstieg weit oben auf dem Wunschzettel und wurde daher auch zeitnah in Angriff genommen, aber so wirklich aus dem Quark kam ich damit nicht. Immer mal wieder nahm ich das Teil in die Hand und was soll ich sagen ... nach nur vier Jahren ist mein Bremen der Nachkriegsbauart schon fertig.


    Der Wagenkasten entstand aus zwei zusammengeklöppelten Pola-G 20-Aufbauten, die mit diversen Anbauteilen (Griffstangen, Türhaken, Seilösen, Schlußlichthalter) und Decals von Nothaft versehen wurden. Das Dach wurde aus zwei G 20-Dächern zusammengesetzt. Das Fahrgestell ist ein verlängertes Chassis eines Brawa-Behältertragwagens. Details dazu lassen sich in der pdf-Datei (1,0 MB) nachlesen.







    Mit dem Gmhs 35 ist nun nach Pwg pr14, diversen G 10, Ghs 30, Gms 53, 54 und 55, Glmhs 50 sowie Smr 35, Omm 33, 37 ,52 und 55 auch das letzte must-have-Modell auf meiner Ep. III-Güterwagenwunschliste abgearbeitet. Einiges davon gab es zu kaufen, anderes entstand mangels Alternative durch Umbau. Zu N-Zeiten hatte ich mal vorübergehend das hehre Ziel, den Zeeden-Zug aus der MIBA nachzubilden. Als 0-Bahner verschwende ich daran keinen Gedanken. Dafür reichen weder meine persönliche Restlaufzeit noch der zur Verfügung stehende Platz (selbst in der gelegentlich nutzbaren Sporthalle). Wie auch immer, die braune Ware ist nun für mich ein abgeschlossenes Sammelgebiet. Die letzte Lücke ist geschlossen. Trommelwirbel, Fanfare, Tusch, das war´s. Vielleicht konnten meine Basteleien dazu anregen, es besser zu machen. Ich drück´ die Daumen.


    Viele Grüße,
    Carsten

  • Hallo,


    als ich vorige Woche mal wieder meine Ersatzteilbestände überprüfte, stellte ich fest, es sind genügend Einzelteile für den Ci pr86 vorhanden. Dann hatte ich noch für einen Modellbahnfreund die Bauteile für geschlossene Bühnen (vermutlich EMA) in Kautschuk abgeformt und in Resin gegossen. Die Ausschussteile blieben bei mir. Diese Teile, die Einzelteile des Pola-Wagens und ein unvollständiges Fahrwerk von 0SM bildeten die Grundlage für diesen Wagen. Das 0SM-Fahrgestell mit 4m-Achsstand wurde auf der Nichtbremserseite verlängert, damit passte es. Die Güterwagenfedern und Achslager wurden entfernt und durch verhandene Messingteile ersetzt. An den Gussteilen wurden die Aufstiege entfernt, und an einer der Stirnwände neue Aufstiege angebracht. Natürlich erhielt mein Wagen wieder eine Gasbeleuchtung, wie ich diese bereits in einem anderen Beitrag beschrieben habe.
    Und so sah dann das Ergebnis vor dem Lackieren aus:





    Und nach dem Lackieren und anbringen der Übergangsbleche dann so:




    Die "Klasseschilder" sind natürlich wieder mit Zweikomponentenkleber emailliert. Das Dach ist noch lose, da noch Sitze und Fahrgäste in den Wagen hinein kommen sollen.


    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  • Hallo,


    am Anfang fand ich ein Bild eines (ich nenne es mal Gasflaschenwagens) wer die genaue Bezeichnung weiss bitte komentieren,Danke.


    Dann habe ich mir ein paar Fahrgestelle von Lima besorgt, eine Zeichnung gemacht, bei einem Bekanten die Gasflaschen aus Kupferrohr und Rundmaterial drehen lassen.



    Alles zusammen ergiebt nun dieses Modell.


       


    Bis auf die fehlende Beschriftung, fasst fertig.


    MfG Ulrich

  • Moin zusammen,

    an den Bericht von Ulrich/syncro01 kann ich im Hinblick auf Basteleien mit Fahrgestellen von Lima-Kesselwagen nahtlos anschließen. Die habe ich auch gerade am Wickel. Die Rohbauten sind fertig, die Wagen erhielten Lenzkupplungen und Federpuffer (Schnellenkamp). Es fehlen noch die Anschriften und kleine Details wie Rangierertritte, Zettelkasten etc. sowie letzte Pinselstriche.

    Bild 01 - französischer Niederbordwagen
    unten Lima gekürzt, oben Pola

    Bild 02 - polnischer Rungenwagen
    Drehgestelle Schnellenkamp, Ladefläche Evergreen V-Groove 2,6 mm Spacing, Sprengwerk aus Metallprofilen (vom Vorbesitzer), Rungen U-Profile

    Bild 03 - bulgarischer Flachwagen
    unten Lima, Ladefläche Kunststoffstreifen und geriffeltes Paketband

    Mit den genauen Bauartbezeichnungen setze ich mich auseinander, wenn ich mich an die Beschriftungen mache ;-)

    Viele Grüße,
    Carsten

  • noch´n´RiPoLi-Mödell - zweiachsiger Tiefladewagen St 03 nach Skizze 26

    Moin zusammen,

    weiter oben hatte ich geschrieben, dass ich mit der braunen Ware durch wäre. Das war durchaus ernstgemeint. Daher habe ich mich nun mit einem kleinen Schwarzen beschäftigt. Zur Vorgeschichte muß ich etwas ausholen. In diesen unruhigen Zeiten ist das Vereinsleben des MEC Kölln-Reisiek nicht zum Erliegen gekommen, auch wenn sich die Form des networkings (neudeutsch für zusammensitzen, schnacken, machen) vorübergehend verändert hat. Unverändert ist immer noch die Ideenvielfalt der Kreativecke, was mal entwickelt oder gebaut werden könnte. Schon seit Friedenszeiten brachte einer der Mitstreiter ebenso regelmäßig wie hartnäckig ins Gespräch, dass man doch mal einen Tiefladewagen .... Nun gut; zuletzt hatte ich mehr Zeit als sonst und habe mal ein wenig geschnitzt und geklebt, damit endlich Ruhe herrscht ;-)

    Auf Grundlage eines Pola-Fahrgestells entstand ein zweiachsiger Tiefladewagen älteren Baujahrs für den Transport größerer zylindrischer Güter wie z.B. Kabeltrommeln. Eine Vorbildaufnahme findet sich auf S. 76 in MIBA 12/2000. Das Fahrwerkstuning umfasste die üblichen Maßnahmen (Längsträger, Federpuffer, Kupplungsmechanik), die Zutaten ober- und unterhalb der Gürtellinie entstanden aus Kunststoff (Evergreen und Draht (Büroklammer). Sekundenkleber macht etwa die Hälfte des Eigengewichtes aus. Für den Holzteil der Kabeltrommel-Ladung wurde Material von der Systemgastronomie zur Verfügung gestellt bzw. auf der Strasse gefunden. Das Kabel stammt aus der Computerrestekiste und hat früher Bits und Bytes zwischen Festplatte und Controller geschaufelt. Wer es noch genauer wissen möchte, findet ausführlichere Informationen im pdf-Baubericht (0,7 MB).

    Viele Grüße,
    Carsten








    Edited 8 times, last by Mö_: Bearbeitung aufgrund eines erbitterten Kampfes mit der neuen Forumssoftware. Never give up, never surrender! Ich komme mir vor wie beim einkaufen, wenn im Laden die Ware umsortiert wurde. Da findet man erstmal zwei Wochen lang auch nichts wieder... ().

  • Gleisstrom für Rivarossi-Schnellzugwagen

    Hallo allerseits,


    gestern habe ich für einen Clubkollegen die Drehgestelle von einem Rivarossi-Schnellzugwagen für die Stromaufnahme umgebaut. Dazu habe ich große Kugelkontakte von Schnellenkamp verwendet. Die Halter für die Kontakte habe ich aus 5 mm Polystyrol gefräst, leider weiß, aber schwarz hatte ich nicht mehr. Auf die Enden der Kontakte habe ich kleine Messingscheiben für 1,6 mm Schrauben gelötet und daran die Anschlusskabel (Decoderlitze von Conrad).


    P1040540.jpg


    P1040541.jpg


    Die Räder habe ich innen leicht überdreht, weil die Brünierung schlecht für den Kontakt war.


    Gruß


    Christoph

  • Hallo,


    habe nun endlich meinen zwei Pola-Loks ihre geätzten Schilder angebracht.

    Die Beschilderung der E69 ist von Kuswa, der jetzt ein umfangreiches Angebot von Messing- und Neusilberschilder, sowie Anreiber und Naßschiebebilder für Spur 0 im Programm hat.

    vzswp7gu.jpg


    Die V20 hat eine Epoche-II-Beschriftung erhalten.

    g5x7adfk.jpg


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Hallo Derek,


    diese Anschrift hat mir Sven der "Bimmelbahner" beschafft. Ich denke, sie ist von Beckert. Frage ihn aber vorsichtshalber noch einmal.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Hallo Rollo,


    wouw, beide Loks wirken ungewohnt aufgrund des Epoche-II-Outfits und sehen toll aus. Besonders die E69 wirkt mit ihrer Farbe und dem hervorragenden Stromabnehmer wirklich besonders gut. Bei der WR 200 möchte ich Dich fragen, ob Du den DB-Kühlergrill des Pola-Modells durch einen alten Kühlergrill ersetzt hast und falls ja: Woher hast Du ihn?


    Freundlicher Gruß

    EsPe

    Nur weil ich den einen oder anderen Fehler an manch einem Modell zwar bedauere und gelegentlich kritisiere, aber mich dennoch über perfekte Fahreigenschaften usw. und einen gelungenen Gesamteindruck freue, bin ich noch längst kein Spielbahner (was übrigens abwertend klingt).


    Und nicht jeder, der von sich selbst behauptet, ein ernsthafter Modellbahner zu sein, muss es deshalb auch wirklich sein.
    (frei nach Blaukäfer)

  • Hallo EsPe,


    nein, den Grill habe ich nicht verändert. Diese Lok habe ich bereits digitalisiert gekauft, lediglich farbmäßig dann noch in Epoche II zurück versetzt. Hätte ich den alten Grill heraus gesägt, wäre ein Teil der eingebauten Elektronik, welche leider sehr fest verklebt ist, zerstört worden.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Hallo,


    das einst von WMK angebotene Frontblech mit der kleineren Öffnung suche ich schon seit langer Zeit. Ich habe bei einem meiner Gehäuse das Blech aus der Platine von Herrn Uhde eingebaut..ist in Anlehnung an einen der Prototypen aus Wildau auch nur ein Kompromiss aber genügt mir vorerst. Vielleicht schaffe ich es heute Abend mal ein Foro hochzuladen.

  • Hallo,


    bevor ich es in einem separaten Beitrag einstelle, ein Bild meiner WR 200 / WR 240 ( es soll einfach ein Modell in Anlehnung an die Prototypen werden ) ....die ich sozusagen beim Aufräumen wiedergefunden habe, schlummerte jahrelang achtlos in einem ordentlich beschrifteten

    Karton und soll nun zum Leben erweckt werden.

  • Hallo Derek D.,


    das sieht für den Anfang doch schon sehr ordentlich aus!


    Stammt das Fahrwerk von Uhde? Es ist jedenfalls kein Pola/RaiMo/etc.-Fahrwerk.


    Viel Erfolg weiterhin, lass uns an Deinen Fortschritten teilhaben!


    Freundlicher Gruß

    EsPe

    Nur weil ich den einen oder anderen Fehler an manch einem Modell zwar bedauere und gelegentlich kritisiere, aber mich dennoch über perfekte Fahreigenschaften usw. und einen gelungenen Gesamteindruck freue, bin ich noch längst kein Spielbahner (was übrigens abwertend klingt).


    Und nicht jeder, der von sich selbst behauptet, ein ernsthafter Modellbahner zu sein, muss es deshalb auch wirklich sein.
    (frei nach Blaukäfer)

  • Das Fahrwerk ist aus einer Platine von Herrn Uhde entstanden. Dieses soll demnächst nochmal ordentlich in Nitro gebadet werden um die rote Farbe abzulösen. Beim Vorbild war das Fahrwerk ja in Flaschengrün. In diesem Zusammenhang sollen passende Achsen angefertigt werden, die vorhandenen sind einfach zu kurz.

    Das Gehäuse wurde nach erschreckenden Veränderungen ( Rissen im Farbauftrag über der Grundierung) in Werkelburg gestrahlt und wartet nun auf diverse Zurüstteile bevor es wieder mit Farbe versehen wird. Da ist für mich noch die Frage der zu verwendenden Farben zu klären. Ich suche noch den passenden Farbton RAL 6007 als Enamel Farbe für Airbrush.

  • Fahrwerk im Original Flaschengrün? Hast Du dafür eine Quelle? Bin halt neugierig.


    Freundliche Grüße

    EsPe

    Nur weil ich den einen oder anderen Fehler an manch einem Modell zwar bedauere und gelegentlich kritisiere, aber mich dennoch über perfekte Fahreigenschaften usw. und einen gelungenen Gesamteindruck freue, bin ich noch längst kein Spielbahner (was übrigens abwertend klingt).


    Und nicht jeder, der von sich selbst behauptet, ein ernsthafter Modellbahner zu sein, muss es deshalb auch wirklich sein.
    (frei nach Blaukäfer)

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