Sammelbericht für Umbauten -Pola-Rivar-Lima-Fahrzeuge.

  • Moin Rudi, moin Olaf,


    danke für den Vorbildlink. Jetzt dämmert es mir auch wieder, woher die Idee kam, die sich in meinem Hinterkopf festgesetzt hatte. Olaf war's mit seiner Modellvorstellung ;) Oh Mann, solange ist das doch noch gar nicht her. Ich werde alt :(


    Viele Grüße,

    Carsten

  • Von Kassel nach Nordhausen (die nächste Etappe...)


    Nach einigen Tage der Ruhe ging es nun weiter voran. Der grundierte Wagenkasten erhielt seinen Anstrich aus der Dupli-Color-Sprühdose (Acryl RAL 8012, glänzend). Zwei dünne Schichten waren deckend. Der Lack braucht einige Tage, bis er durchgehärtet ist. Dementsprechend war vor den nächsten Schritten erstmal abwarten angesagt. Die Idee, doch schon mal schnell Beschriftungdecals anzubringen, würde sich spätestens in dem Moment als fatal erweisen, wenn Decalweichmacher ins Spiel kommt. Der Lack würde dadurch wieder partiell angelöst, was nach erneutem antrocknen nicht wirklich gut aussehen würde. Also junger Skywalker, Geduld haben du musst!


    Anstatt hochgradig meditativ dem Lack beim Trocknen zuzusehen, könnte man sich inzwischen ja auch anderen Dingen widmen, z.B. dem Fahrgestell. Also wurden von den beiden Fahrwerksteilen die sehr freien Langträgerinterpretation unter weitestmöglicher Schonung von Federböcken, Schaken und Blattfedern abgetrennt und die Reste glattgefeilt/geschliffen. Dann wurden die beiden Hälften miteinander verklebt. Wenn man dabei die Teile kopfüber auf eine Glasplatte legt, ergibt sich ein gerades Fahrgestell. Unter dem Rahmen werden die Klebestellen mit Kunststoffstreifen verstärkt. Sowie der Kleber ausgehärtet ist, werden die Rahmenseiten nochmal übergeschliffen und U-Profile (Evergreen 4,8 mm, Art.Nr. 266) als neue Langträger aufgeklebt. Oben bleibt ein kleiner Rand, der aber später nicht weiter auffällt, wenn der Wagenkasten auf dem Rahmen sitzt.



    Ich gehöre zu denjenigen, die sich mit einer rudimentären Ausstattung unterhalb des Rahmens zufriedengeben und nur einige Details andeuten. So verzichte ich auf eine vorbildgerechte Bremsanlage. Daher sind z.B. die Bremsdreiecke auf ein Stück Draht zwischen den Bremsklötzen reduziert. An den Stirnseiten ist dabei darauf zu achten, dass die des Kupplungskulissen freigängig bleiben und der Draht ggf. etwas tiefer einzusetzen. Das von außen stets sichtbare charakteristische Sprengwerk darf natürlich nicht fehlen. Für die (jedenfalls für mich…) geeignete Mischung aus Optik und Stabilität hat sich ein Drahtgrundgerüst mit aufgeklebten U-Profilen (2,5 mm, Evergreen Art.nr. 263) bewährt. Dazu wurden Büroklammern entsprechend auf- bzw. umgebogen, in vorbereitete Löcher im Rahmen gesteckt und nach Justierung eingeklebt. Die Mittelstrebe habe ich nicht mit den langen Streben verlötet. Wenn im nächsten Schritt die Profile aufgeklebt sind, hält das auch so und das Konstrukt sieht schon nach Sprengwerk aus. Für bessere Laufeigenschaften und einen tieferen Schwerpunkt des Wagens wurden die originalen Radsätze mit Plastikradscheiben durch Lenz-Radsätze ersetzt.



    Damit war die Zeit, die der Lack des Wagenkastens zum Trocknen brauchte, sinnvoll überbrückt. Nun erhielt der Aufbau seine Anschriften. Die „DR“-Decals (Nothaft) erscheinen mir im Nachhinein etwas groß. Die restlichen Wagenkastenanschriften entstammten dem Decalsatz für einen Raimo-G10 und sind inhaltlich nahe an einem Gs 06. Die Betriebsnummer ließ sich nur durch stückeln herstellen, aber etwas Strafarbeit ist ja immer dabei. Hat auch nur einen Nachmittag gedauert? Zwei Schichten OBI-Klarlack (hochglänzend, Art.nr. 340550) versiegelten die Decals und kaschierten deren Ränder. Nun glänzt der Aufbau vorübergehend wie eine Speckschwarte. Das wird sich in nicht allzu ferner Zukunft noch ändern.


    Immerhin ist das Dach schonmal fertig. Die Grundierung brachte nur minimale Fehler der Oberfläche zum Vorschein. Für mich waren sie vernachlässigbar genug, um von einer Nachbearbeitung abzusehen. Deswegen konnte das Dach abschließend zweimal dünn mit Tamiya TS-4/german grey besprüht werden und wartete nun darauf, dass der Rest des Modells auch fertig werden würde.



    Die Checkliste für die ausstehenden Restarbeiten passt in wenige Zeilen:

    Fahrwerk grundieren, schwatt moken, beschriften; Puffer und Kleinteile wie Puffersockelplatten, Seilösen, Schlußlaternenhalter, Zettelkästen, Bremsumsteller, Rangierergriffe und -tritte anbringen, alles mit seidenmattem Klarlack endlackieren. Muß nur gemacht werden … kennt man ja … mal eben nebenbei … ?


    Viele Grüße,

    Carsten

  • Von Kassel nach Nordhausen (die Schlußetappe)

    Was an Ostern begann, endete nun als Pfingsttour. Das Fahrgestell wurde grundiert („Auto-K Basic“ Filler/Haftgrund grau) und schwarz lackiert (OBI Buntlack schwarz seidenmatt). Ein paar Decalreste erweckten den Eindruck von etwas, was in entfernterem Sinne als Rahmenanschriften gelten könnte.



    Als letzte fummelige Bastelaktionen entstanden die Tritte unter der Pufferbohle und an den Stirnwänden aus schwarzen Kunststoffplättchen, die auf Büroklammerdraht als Halter geklebt wurden. In die Unterseite der Plättchen wurde eine Kerbe zur Führung des Drahtes und zur Vergrößerung der Klebefläche gefeilt. Hält!! Auf vier weitere Drahtstücken wurden kleine Kunststoffquader (aus Spritzlingsresten) gesteckt/geklebt, was so durchaus an Schlußlichthalter erinnern könnte. Die Pufferbohlen wurden mit Puffersockelplatten (Moog, aus Art.nr. 4056) und Federpuffern (Schnellenkamp, Art.nr. 1203) sowie Griffen (Bürotackerklammern) komplettiert. Weitere Details waren Seilösen (Moog, Art.nr. 3031), Zettelkästen (0 Scale Models) und Bremsumsteller (aus Biemo Art.nr. 80031).




    Dann wurden alle noch anzubringenden Kleinteile lackiert und montiert. Nach einer seidenmatten Endlackierung (Tamiya TS-79 semi gloss clear) und dem Zusammenbau der Baugruppen war der Gs 06 fertig. Sicherlich lässt sich manches besser und vorbildgetreuer ausführen, aber mir reicht es soweit. Jedenfalls fügt sich der Nordhausen nahtlos in die Reihe vorangegangener Modellumbauten auf G20-Basis ein. Ich habe keine Hemmungen, das Modell hier zu zeigen und werde es bei Gelegenheit sicherlich auf einem Fahrtag des MEC Kölln-Reisiek schaulaufen lassen. Für sachliche Kritik und Ideen bin ich immer zu haben. Bessermachen geht immer!






    Was hat es gekostet? Passt schon, ist ja schließlich Hobby. Was hat es gebracht? Jede Menge Bastelspaß und ein Modell, von dem ich nicht erwarte, dass es jemals als Spur 0-Serienmodell kommen wird (und wenn doch, umso besser…) sowie als Beifang ein weiteres bastelkistenentlastendes Modell. Also für mich hat sich die Tour von Kassel nach Nordhausen voll gelohnt ;)

    Viele Grüße,
    Carsten

  • Hallo allerseits,


    zurzeit bin ich dabei, meine Rivarossi-Schnellzugwagen umzubauen. Neue Fenster habe ich für zwei Wagen schon aus 3 mm Acrylglas, Qualität GS (gegossen), gefräst und eingesetzt. Die Toilettenfenster fehlen noch, dafür warte ich noch auf die Lieferung von Milchglas in Acryl.


    Als nächstes will ich die Dächer umbauen. Weil mir die silberne Farbe zu schrill ist und weil diese schon an einigen Stellen abgeschabt ist, will ich die Dächer mit der Airbrush neu lackieren. Kann mir einer von euch einen Rat geben, welcher RAL-Ton für die Dächer passend wäre?


    Gruß, Christoph

  • Moin Christoph,


    ich habe mal aus dem Diener abgeschrieben: bis zum Erscheinen der Pop-Wagen waren die Dächer weißalumium (RAL 9006). Die Pop-Wagen erhielten als erste Wagen umbragraue Dächer (RAL 7022), ebenso alles, was danach kam oder neulackiert wurde. Erst mit Einführung der Produktfarben änderte es sich wieder. So oder so hielt der pinselfrische Farbeindruck aber nicht lange und der Alltag hinterließ seine Spuren. Deswegen passen auch alle Arten von Grautönen. Ausnahmen bestätigen alle Regeln.


    Viele Grüße,

    Carsten

  • Hallo allerseits,


    danke Carsten, so etwas habe ich in der mir zugänglichen Literatur auch gelesen. Verinfachend gesprochen, waren die Dächer also in der Epoche 3 silbern und in der Epoche 4 umbragrau. Weil ich auch Dampfloks vorspannen möchte (z.B. meine 38er), werden die Dächer alumatt.


    Hier nun Bilder von meiner "Schlachtbank". Die Wagen habe ich mir über die Jahre zusammengekauft, sei es auf eBay oder bei Treffen. Leider fehlen mir für den Packwagen und den Büffetwagen die Inneneinrichtungen. Ein anderes Problem ist, dass ich die vorhandenen Inneneinrichtungen nicht auseinander bekomme, sind alle stabil verklebt. Ich kann sie also nicht mit der Airbrush lackieren. Vielleicht weiß einer von Euch Rat.


    P1060355.jpg



    P1060356.jpg


    Bei zwei Wagen habe ich bereits die Fenster ersetzt, die jetzt bündig mit der Außenwand abschließen. Die Fenster habe ich aus 3 mm Acryl gefräst und stehen innen etwas über. In den Überstand habe ich dünnflüssigen Sekundenkleber laufen lassen, dazu eignet sich ein Kleber mit Pinsel, den es bei Reichelt gibt, besonders gut. Durch die Magie der Kapillarwirkung schlägt der Kleber nicht nach außen durch, wie auf dem Foto zu sehen ist.


    Jetzt fehlen noch die Fensterrahmen, die ich fräsen, lackieren und außen aufkleben werde (Patent Peter Lehmann).


    P1060351.jpg


    Drehgestelle, Radsätze und Stromabnahme habe ich in mehreren Varianten, ich habe bereits im Forum darüber berichtet. Hier nun eine neue Variante mit einseitig isolierten Achsen. Die Stromabnahme ist nicht supersicher, ich habe aber ein Powerpack in den Wagen gebaut, das aus vier parallel geschalteten Kondensatoren mit 2200 Mikrofarad/25V, einem Widerstand 100 Ohm und eine Diode besteht. den Anschluss an den Decoder muss man aber zum Programmieren entfernen, sonst funktioniert die Programmierung nicht. Mit Powerpack ist die Beleuchtung, zehn kaltweiße LED, jedes mit Vorwiderstand 1 Kiloohm, sehr stabil.


    P1060353.jpg


    Bei allen Wagen entferne ich die Originalkupplung an den Drehgestellen und ersetze sie durch eine gefräste Kupplungskulisse. Mit der gewählten Längeneinstellung mit ca. 5 mm Abstand zwischen den Puffern fahren die Wagen gekuppelt anstandslos durch den Lenz R1, gezogen und geschoben.

    Leider haben die Wagen keine Federpuffer, den Aufwand will ich aber nicht treiben.


    P1060359.jpg


    Jetzt bekommen die restlichen Wagen neue Fenster, modifizierte Drehgestelle und Kupplungskulissen, danach werde ich nochmal berichten.


    Bleibt gesund


    Gruß, Christoph

  • Hallo Christoph,

    sei vorsichtig mit Sekundenkleber bei den Fenstern! Der Kleber führt wegen seiner Ausdünstungen mit der Zeit zu milchigen Stellen und es wäre schade für die Mühe und die schönen Wagen. Ich nehme nur noch den Juwelierkleber „Hypo Cement“, der trocknet glasklar und hinterlässt keine Spuren.

    Viele Grüße, Robert

  • Hallo Christoph,

    noch eine kleine Anregung zu den LEDs.

    Wenn du jeweils 2 in Reihe mit einem Vorwiderstand verschaltest, braucht die Beleuchtung nur noch halb so viel Strom und dein Pufferkondensator hält länger. Ausserdem braucht man nur noch 5 Vorwiderstände, statt 10.

    Ein schönes Wochenende

    Michael

  • Hallo Michael,


    Es ist viel einfacher, je eine LED an einen Vorwiderstand anzuschließen. Um die Stromaufnahme zu reduzieren, muß man nur den Widerstandswert erhöhen, also verdoppeln, wenn man Deinem Vorschlag folgt. Ist aber nicht nötig, weil man über den Decoder die Helligkeit - und damit die Stromaufnahme - einstellen kann.


    Gruß, Christoph

  • Hallo Christoph,

    ja, was den Verdrahtungsaufwand anbetrifft, ist es deine Methode sicherlich einfacher. Aber bezüglich des Stromverbrauchs stimmt deine Argumentation nicht so ganz. Mal ein kleines Beispiel, um meinen Vorschlag zu verdeutlichen.

    -eine weisse LED benötigt ca. 20 mA um ausreichend hell zu leuchten.

    -Die Spannung an der LED beträgt dann ca. 4 Volt. Bei einer Betriebsspannung von 16 Volt, müssen 12 Volt am Vorwiderstand vernichtet werden, d.h. 3/4 der Leistung werden in Form von Wärme verbraten.

    -Bei 10 LEDs sind das:

    12Volt×0,02Ampere×10=2,4 Watt


    Bei 5 Strängen mit je 2 LED in Reihe fallen über den LEDs 8 Volt ab, sodass nur 8Volt an den Widerständen vernichtet werden müssen. Das ergibt eine Verlustleistung von:

    8Volt×0,02Ampere×5=0,8 Watt

    also nur ein Viertel der Verlustleistung und das bei gleicher Helligkeit der LEDs, die weiterhin mit je 4 Volt und 20 mA beaufschlagt werden. Wenn man dagegen den Vorwiderstand einfach nur vergrössert, dann reduziert man zwar auch den Strom, aber auf Kosten der Helligkeit der LED. Was das Dimmen mittels Pulsweitenmodulation am Decoder betrifft, so gebe ich dir wieder recht, da dann die Verlustleistung reduziert wird bei entsprechend kleineren Vorwiderständen, aber bei sehr kleinen Vorwiderständen besteht dann immer die Gefahr, dass man sich die LEDs zerschiesst, wenn man beim Dimmen versehentlich einen falschen Parameter setzt. So, nun genug kluggeschissen, sorry :rolleyes:und ein schönes Wochenende.

    Michael

    P.S. Ein tolles Projekt, und wie immer ganz sauber und fachmännisch umgesetzt.:thumbup::thumbup:

  • Es ist viel einfacher, je eine LED an einen Vorwiderstand anzuschließen.

    Hallo Christoph,

    das hängt m. E. vom Projekt ab, grundsätzlich würde ich das nicht unterschreiben. Bei der Verdrahtung von zweimal 5 Tischlampen in meinen Mitropa-Speisewagen-Projekt zum Beispiel wäre der Aufwand, jede einzelne Leuchtdiode mit einem Vorwiderstand zu versehen, ungleich größer. Hier kam nur das Hintereinanderschalten von fünf LED' s infrage, die dann über einen gemeinsamen Vorwiderstand versorgt werden, wie das untere Bild veranschaulicht. Die Grundplatte des Fußbodens liegt plan auf dem Fahrgestell des Wagens, dort hätten selbst kleine Widerstände keinen Platz, und im sichtbaren Innenbereich würde ich sie nicht gerne haben wollen.



  • Hallo allerseits,


    ich ziehe meine Empfehlung für das S-PolyBond teilweise zurück. Der "Kleber" verklebt nicht Acryl mit Acryl, das ist zumindest meine Erfahrung. Dazu müßte er Acryl ja anlösen. Tut er aber nicht, er verdunstet auf Acryl einfach ohne Wirkung. Anders bei Einkleben der Fenster in die Wagenkästen aus Polystyrol. Polystyrol wird von dem Kleber angelöst und haftet auf dem Acryl. Kleber, der auf die Scheibe gerät, verdunstet rückstandsfrei. Insofern ist das Zeug für mein Vorhaben sehr gut geeignet, vor allen Dingen wegen seiner Dünnflüssigkeit und Kapillarwirkung. Einfach Scheibe mit Rand einsezten und von hinten mit Pinsel einen Tropfen unter den Rand laufen lassen. Die Flüssigkeit nennt sich übrigens Methylacetat 98/100%. Vielleicht sagt das ja jemandem hier im Forum etwas.


    Hier gibt es gute Tipps zum Bearbeiten und Kleben von Plexiglas / Acrylglas: https://www.modulor.de/magazin…las-plexiglas-bearbeiten/


    Gruß, Christoph

  • Hallo allerseits,


    mittlerweile habe ich in alle Rivarossi-Schnellzugwagen die Fenster eingesetzt und den oberen Teil des Fensterrahmens aufgeklebt. Die Rahmenteile sind aus 0,5 mm Polystyrol gefräst, das ich vorher noch dünner, auf ca. 0,3 - 0,4 mm, gefräst habe. Mit der Airbrush und Tamiya Silber XF-16 habe ich das Polystyrol vorher einseitig eingefärbt. Das Fräsen erfolgte dann von der nicht lackierten Seite.

    Verklebt habe ich die Rahmen mit "Micro Cristal Clear", das ich vor längerer Zeit in USA gekauft habe. Gibt es aber auch über z.B. Amazon oder eBay. Der Charme dieses Klebers ist, dass er glasklar auftrocknet.


    P1060407.jpg


    Mit dem Pinsel Größe 000 habe ich die Rahmen von hinten mit Kleber dünn eingestrichen und dann auf die Scheibe gedrückt. Die Querstege in der Mitte der Fenster habe ich nicht mit Kleber eingestrichen, sondern nach dem Trocknen des Klebers habe ich S-PolyBond (siehe oben) mit einem kleinen Pinsel unter die Querstege laufen lassen. Der Kunststoff des Steges wird davon angelöst und mit der Scheibe verklebt. Überflüssiges S-PolyBond, das noch auf der Scheibe ist, verdunstet rückstandsfrei.


    P1060402.jpg


    Hier das Ergebnis, ein 2. Klasse Wagen mit neuen Fenstern und Rahmen.


    P1060429.jpg


    Als nächstes muss ich mir jetzt eine neue Befestigung für die Dächer ausdenken, das wird wohl ziemlich kompliziert.


    Gruß, Christoph

  • Moin,

    Vielleicht magnetisch befestigen.

    oder

    Hinten und Vorne kannst Du es wie bisher über die Gummibälge befestigen.

    In der Mitte klebst Du innen eine M2 Gewindestange ans Dach die hinter dem Gehäuse genau zwischen 2 Scheiben entlang läuft. Unten im Boden wird ein Loch gebohrt und mit einer Mutter gekontert

    oder

    ein Loch in die Stange bohren und Splint rein. Dann muss es noch nicht mal ein Gewinde haben.

    Oder

    nur ein Draht und unten eine kleine Schraube mit Loch nah am Kopf durchs Gewinde und einer Mutter zum Festklemmen.

    Oder

    nur 'ne Kordel unten raus, welche irgendwo gewickelt und in einem V-Schlitz geklemmt wird. Muss ja keinen Krieg überstehen.


    Aber egal was Du machst, lass es uns bitte sehen wenn es fertig ist.

  • Hallo allerseits,


    die Befestigung der Dächer war einfacher, als ich dachte. Allerdings ist die Idee nicht auf meinem Mist gewachsen. Das Glück wollte es, dass ich neben meinen fünf Rivarossi Original-Schnellzugwagen auch einen Packwagen erstanden hatte, der von jemandem gebaut wurde, der sein Handwerk verstand - ich tippe mal auf Kiss Modellbahn-Service. Dieser Wagen hatte schon neue Fenster bekommen und so war das Problem der Dachbefestigung gelöst.

    Statt die alten Fenster komplett abzusägen, hatte der Umbauer einen Teil davon stehen gelassen, der nun als Dachbefestigung dient.


    P1060446.jpg


    Ich hatte allerdings keine Lust auf die Schnitzerei, deshalb habe ich es etwas anders gemacht. Als erstes habe ich alle überstehenden Teile an der Fensterverglasung abgeschnitten, um eine gerade Kante zu bekommen.


    P1060451.jpg


    Auf meiner kleinen Kreissäge habe ich dann die Verglasung abgeschnitten und nur einen schmalen Rand stehen gelassen.


    P1060454.jpg


    Hier das Ergebnis, den Rand habe ich danach mit einem Schaber gesäubert. Die Verglasung ist Abfall.


    P1060455.jpg


    Aus 1,5 mm Polystyrol habe ich dann neue Befestigungen gefräst und mit Sekundenkleber angeklebt.


    P1060443.jpg


    Für die kleinen Haken, die man im oberen Bild schon sehen kann, habe ich mir eine Schablone gemacht, damit ich einen 1 mm starken Polystyrolstreifen im korrekten Abstand ankleben konnte. Diesen habe ich oben bündig abgeschnitten und auf der Schleifmaschine schräg angeschliffen.


    P1060457.jpg


    Hier die Befestigungen von unten, sauber eingerastet.


    P1060439.jpg


    Und hier stehen alle Wagen, jetzt mit Dächern.


    P1060459.jpg


    Als Nächstes folgt der Einbau der Inneneinrichtung (soweit vorhanden), die Fahrgäste und die Innenbeleuchtung.


    Gruß, Christoph

  • Hallo Werkzeugmacher,


    schöne Umbauten, danke für das Zeigen!


    Aber eine Frage stellt sich mir: Gibt es einen Grund, warum Du die oberen Fensterhälften kleiner als beim Vorbild gestaltet hast? Also niedriger als das Vorbild? Auf mich wirken die Wagen aufgrunddessen irgendwie "fremd" - denn das sind nun nicht die Fenster der UIC-X-Wagen.


    Freundlicher Gruß

    EsPe

    Nur weil ich den einen oder anderen Fehler an manch einem Modell zwar bedauere und gelegentlich kritisiere, aber mich dennoch über perfekte Fahreigenschaften usw. und einen gelungenen Gesamteindruck freue, bin ich noch längst kein Spielbahner (was übrigens abwertend klingt).


    Und nicht jeder, der von sich selbst behauptet, ein ernsthafter Modellbahner zu sein, muss es deshalb auch wirklich sein.
    (frei nach Blaukäfer)

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