Entfernung von Hektometersteinen im Modell

  • Hallo Forum,


    momentan bewegt mich die Frage, in welchem Abstand ich die Hektometersteine auf meinen Modulen setzen soll.


    Beim Wenz Gleis habe ich das Gleisjoch Maßstäblich aufgebaut, also die Trennstelle kommt nach 34,5 cm, was einem
    Gleisjoch von 15 Meter im Maßstab 1:43,5 entspricht.. Wenn ich jetzt allerdings daran denke, dass alle zweihundert
    Meter ein Hektometerstein kommt, kann ich auf den Modulen alle viereinhalb Meter einen Hektometerstein setzen.
    Ich denke, auf Modulanlagen sind die Entfernungen zwischen zwei Bahnhöfen, sicher zwischen fünf und neun Metern,
    wenn man einfach einmal neun Meter annimmt, dann ist der nächste Bahnhof nur vierhundert Meter vom letzten entfernt
    und man könnte auch zu diesem innerhalb kürzester Zeit laufen.


    Deshalb überlege ich zu Zeit, den Abstand zwischen den Hektometersteinen zu verkürzen und eventuell alle zwei Meter
    einen zu setzen, das macht es zwar nicht viel besser, sieht aber meiner Meinung nach stimmiger aus.


    Wie handhabt Ihr es mit den Hektometersteinen, wenn ich fragen darf und was haltet Ihr von meinem Vorhaben?
    Ich bin sehr gespannt. :)


    Schöne Grüße
    Frank

    Edited once, last by Z1R ().

  • Hallo Frank,


    also die Entfernung von Hektometersteinen im Modell sollte deutlich einfacher als beim Vorbild vonstatten gehen. Je nachdem, wie fest diese eingeklebt sind, kann man sie recht leicht aus dem Holz ziehen oder einfach absägen.


    Spaß beiseite: Du meintest ja nicht die Entfernung, sondern den Abstand... ;) :D


    Also ich habe mich gegen deutlich sichtbare Hektometersteine entschieden, da deren Abstand jedem geläufig ist und somit nach Erkennen automatisch eine "Kalibrierung" im Kopf stattfindet. Somit geht dann jede Entfernungsillusion baden und die Strecke wirkt entschieden zu kurz. Im sichtbaren Bereich würde ich einen markanten Hektometerstein setzen, schön dekoriert, ggf halb im Unkraut versunken, aber das wäre es dann auch schon...


    Meint freundlich grüßend
    Nafets

  • ... Maßstab bleibt nun mal Maßstab.
    Für einen "Nietenzähler" würde das natürlich nie in Frage kommen, der würde die Abmessungen der Kilometersteine noch mit einer Mikrometerschraube überprüfen ... ;)


    Was ich mich aber frage, welche Überlegung hat Dich dazu gebracht, die Gleisjoche mit vorbilgerechter Länge wiederzugeben?
    Viele Modellbahner denken an so was gar nicht. Die würden ein normales Gleismodul mit 44 cm Länge nehmen - würden die 10 cm länger überhaupt auffallen?
    Beim Gleisjoch bist Du also peniblig genau - aber bei den Bauteilen, wo noch das Maß draufsteht, also schon von weiten das Maß sichtbar ist, da willst Du tricksen?
    Das paßt irgendwie nicht zusammen - entweder man geht aus platzgründen Kompromisse ein und verteilt sie gleichmäßig so dass die Tricksereien nicht auffallen oder man ist gnadenlos genau.


    Meiner Meinung fallen Tricksereien erst recht auf, wenn man auf der einen Seite peniblig genau ist und dies dann aber mit Kompromissen mischt.

  • Hallo zusammen,


    wer den längenmaßstäblichen Bau in 1:45 hinbekommt, vor dem ziehe ich den Hut :rolleyes:. Ich glaube, daß das selbst die FREMOs nicht mal annähernd hinbekommen. Darüber ließe sich nun trefflich philosophieren...


    Mit den Hektometersteinen werde ich es in 0 genau so halten, wie ich es schon in Z und H0 getan habe. Ich setze sie so, daß sie gut aussehen und es sich für mich ein optisch stimmiges Bild ergibt, Die Entfernung zwischen zwei Steinen wäre mir egal, vielleicht 100 cm?


    Aber da hat jeder von uns so seine eigene Meinung (was auch gut ist...) :thumbup:...


    Beste Grüße,
    Guido

  • Hallo Frank,


    ich halte es so wie mein (direkter) Vorredner Guido: ich machs halt so wie`s mir gefällt! Und das ist ein Kompromiss wie viele andere auch.


    Die Argumentation, dass es immer maßstäblich sein "muss", wenn man mal damit angefnagen hat, gilt für mich nicht. Die meisten bemühen sich, ihre Fahrzeuge mäßstäblich zu bauen (oder kaufen), teilweise mit langen Diskussionen über 1:43,5 oder 1:45... spätestens am Rad-Schiene-System ist man dann doch kompromissbereiter. Warum also nicht nach dem alten (MIBA-?)Motto: selective compression!?


    Es muss für mich ein stimmiges Gesamtbild sein und das sehe ich auch, wenn die Hektometersteine enger zusammen stehen. Meistens sieht man nur einen, den nächsten "in der Ferne".. der Abstand lässt sich eh nur schwer abschätzen. Die Alternative dazu ist entweder keine Steine (dann fehlt mir was) oder vorbildgerechter Abstand, dann schrumpft die Gesamtstrecke für mich noch mehr.


    Wichtig ist: jeder, wie er will! Hauptsache Spaß dabei!


    Gruß
    Thomas

  • Hallo,


    erst einmal vielen Dank für Eure Stellungnahmen.
    Ich möchte noch kurz ergänzen, dass mir die Hektometersteine einfach gut gefallen und ich sie auf meinen Modulen auch gerne verbauen möchte. Sie gehören für
    mich zur Bahn wie die Fahrzeuge und die Gleise.


    Nafets, :D Scherzkeks, ja genau so meinte ich es, vielleicht sollte ich sowas schreiben, wenn ich wacher bin. :D
    OK, verstehe, würde bei Modulen dann für Maßstäbliche Umsetzung sprechen.


    Grossbahn, da ich nicht das Lenz Gleis verwende, sondern das Wenz Selbstbaugleis verbaue, kann ich relativ einfach die Schwellenteilung wie sie in Original verbaut
    wurde darstellen, also mit Doppelschwelle am Übergang und Schwellenteilung wie sie auf Nebenbahnen verbaut wurde. Da ich Anfänger bin habe ich mir einen
    überschaubaren Anfang vorgenommen und das waren damals 15 Meter Gleis. Daraus entwickelte sich mehr, und irgendwann kam diese Frage auf.
    Auch bin ich der Meinung, dass ein Wagen, der auf dem Gleis steht und man dessen Länge kennt, im Vergleich zu einem nicht stimmigen Gleisjoch eher auffällt, als ein
    Kilometerstein, der statt in 4,5 Metern schon nach etwas über 2 Metern kommt.


    @spurnullbahner, Guido, 100cm wären mir jetzt zu knapp, da ist ein Zug aus einer V100 und drei Zweiachsern genau so lang. Aber Dein Ansatz gefällt mir, nämlich das es
    stimmig sein sollte.


    moba-tom, Thomas, die absolute Maßstäblichkeit kommt für mich auch nicht in Frage, dazu weiß ich zu wenig von der wirklichen Bahn und ich kann mir auch nicht alle
    Infos besorgen. Ich versuche soweit am Original zu bleiben, wie es Sinn macht und ich es umsetzen kann.


    Vielleicht sollte ich noch erklären, dass ich zur Zeit plane, insgesammt ca. 7m Module zu bauen um an Modultreffen teizunehmen. Ich habe mir neulich die Hektometersteine
    von Wenz bestellt und zwischenzeitlich auch zusammengelötet. Jetzt stellt sich mir halt die obengenannte Frage, da ich auf meinen Modulen Maßstäblich nur wenige dieser
    Steine verwenden könnte.
    Ich bemerke gerade einen großen Denkfehler meinerseits. Bei der DB sehe ich die Hektometersteine nur alle zweihundert Meter stehen, das entspricht umgerechnet den 4,5 Meter
    Abstand. Bei Wikipedia gibt es auch einen Eintrag, in welchem erwähnt wird, dass die Steine alle 200m gesetzt sind. Allerdings sind die Wenz und auch die Zapf Hektometer-
    steine in einhundert Meter eingeteilt, sodass ich alle 2,3 Meter einen setzen kann. Was ist denn jetzt richtig? Haben die beiden Hersteller zugunsten der Modellbahner die übliche
    Teilung verändert, damit diese mehr Hektometersteine verbauen können, oder gab es zu Anfangszeiten der Reichbahn noch die einhundert Meter Einteilung?


    Sorry für das Chaos, aber mir ist das wirklich erst jetzt aufgefallen.


    Naja, mit der einhundert Meter Teilung kann ich jetzt ohne schlechtes Gewissen alle 2,3 Meter einen Hektometerstein setzen, aber mich würde interessieren, wie es bei der
    Bahn wirklich war, gab es anfangs die Steine alle einhundert Meter?


    Schöne Grüße
    Frank

  • Hallo,


    also die Steine stehen meiner Beobachtung zufolge üblicherweise alle 100m, wobei die Dinger heutzutage oft fehlen, zugewachsen sind oder so verwittert, daß sie sehr gut getarnt sind.
    Die BO von 1957 sagt übrigens aus, daß die Abteilungszeichen, wie sie dort genannt werden, auf Hauptbahnen alle 200m und auf Nebenbahnen alle 1000m gesetzt werden müssen


    Viele Grüße
    Timo

  • Hallo,


    ich habe folgendes im Gedächtnis :


    Hektometersteine stehen alle 100m abwechselnd links (die ungeraden) und rechts (die geraden).


    Ausgehend gezählt wird vom Abfahrts-Bahnhof.


    In meiner Vorbild-Strecke ist es so :


    Die Strecke Ungerhausen-Ottobeuren hat 10,7 km.


    Ab Ungerhausen wird gezählt : 0,0 rechts / 0,1 links / 0,2 rechts / 0,3 links usw. bis Ottobeuren 10,7 links
    Auf der Rückseite ist immer die gleiche Kilometerangabe - d.h. bei Ausfahrt aus Ottobeuren ist die Reihung umgekehrt, also die 10,7 als erster Stein rechts !


    Ich hoffe, ich habe keinen Quatsch erzählt.

    Mit herzlichen Spur-0 Grüßen


    Richard



  • Hallo Richard,


    das war kein Quatsch, sondern ein Musterbeispiel für die Umsetzung des Regelwerks! So sollte es auf einer eingleisigen Strecke sein!


    Heute werden auf zweigleisigen Strecken nur noch alle zweihundert Meter Hektometerzeichen gesetzt, in der Regel Tafeln, die entweder auf einem eigenen Mast oder an einem Oberleitungsmast angebracht werden.


    Gruß
    Stefan

  • Hallo zusammen,


    leicht OT, aber ich stelle mir gerade eine ähnlich Frage, weil ich seit der letzten Woche stolzer Besitzer eines Hektometersteins bin. Die längst stillgelegte KBS 222C verbindet Lippstadt und meinen Heimatbahnhof Wiedenbrück (Rheda-Wiedenbrück Süd). Ich wollte schon immer einen Hektometerstein haben, war mir aber nicht bewusst, dass die gar nichzt so leicht auszugraben sind, weil der größere Teil tatsächlich unter der Erde liegt. Aber in der letzten Woche habe ich zufällig aus dem Auto gesehen, dass ein Stein an der perfekten Stelle abgebrochen im Schotter lag. Und nun steht er bei mir in der Garage udn hat schon mal auf einer Seite frische Farbe bekommen.


    Aber nun zurück zum Thema:


    Auch mein Stein hat natürlich auf beiden Seiten die gleiche Nummer. Es sind also noch 14,8km bis Lippstadt. Aber wie wurde festgelegt, von welchem Bhf aus rückwärts und von welchem vorwärts gezählt wurde?


    Hat jemand eine Antwort parat?


  • Hallo Jörg,
    da dürfte die Antwort einfach sein. Jede Bahnstrecke wurde irgentwo begonnen. Hier ist der Punkt 0. So, ich hoffe jetzt keine haue zu bekommen, aber das wäre die logische Erklärung.

    Beste Grüße aus dem Keller,


    Pat


  • Genau, das ist die Erklärung dafür, dass der Eindruck entsteht, dass die Steine nur alle 200m stehen.
    Denn auf jeder Seite für sich stehen sie dann ja in der Tat nur alle 200m.
    Und aus Einsparungsgründen stellt man sie heute scheinbar nur noch auf einer Seite auf.
    Wieder was gelernt.

  • Hallo Jörg,



    klassisch begann die Kilometrierung am Sitz der Direktion, je höher der Kilometerwert, desto weiter ist die Direktion weg.



    Wenn eine Strecke nicht am Sitz der Direktion beginnt, dann beginnt die Kilometrierung am Abzweigbahnhof mit km 0,0.



    Das ist eigentlich schon alles, aber Ausnahmen gibt es immer wieder, nicht zuletzt durch Zusammenlegungen von Direktionen und anderen "Irrtümern"...



    Hoffe, das hilft...


    Gruß


    Stefan

  • Hallo,


    vielen Dank für Eure Antworten.


    @ BR96, Glückwunsch zu Deinem Hektometerstein. :o)


    Inzwischen bin ich ein wenig an unserer Bahnlienie von Friedberg in Hessen, nach Nidda entlang gelaufen und habe vergeblich die ungeraden
    Kilometersteine gesucht. Scheinbar sind sie auf dieser Strecke nicht mehr vorhanden. Natürlich bin ich nicht die komplette Strecke abgelaufen,
    aber an den zugänglichen Stellen habe ich keine gefunden.


    Für mich ist dieses Problem gelöst und ich bedanke mich herzlich bei allen, die sich an der Diskussion beteiligt haben.


    Ich setze auf meinen Modulen die Hektometersteine nach Vorschrift ins Modell umgesetzt, alle 2,25 Meter einen jeweils links, beziehungsweise
    rechts neben den Gleisen.


    Schöne Grüße
    Frank

  • Hallo Jörg (BR 96),


    könntest Du mal in Deine Garage gehen und Deinen Hektometerstein


    ausmessen?
    Solche Steine könnte man aus Holzprofilen doch leicht selbst schnitzen.
    Bei mir würde ich die "Kilometrierung" im Modell so lösen:
    Ich kenne die Kilometerdaten meiner Betriebsstellen (Bahnhöfe Großen Buseck- km 9,7 und Rödgen- km 7,5) aus den alten Gleisplänen.
    An den Ausfahrten würde ich nach kurzer Strecke jeweils einen Stein mit vorbildlich richtiger Angabe setzen.
    Im Bahnhof selbst stehen wohl keine (?)
    Dazwischen eher keine Steine mehr, oder nur noch einen "zum Zählen".
    Dass der Abstand zwischen den Bahnhöfen nicht stimmt ist ja klar, das stört mich aber nicht.


    Danke im Voraus!


    Mathias

  • Hallo Mathias,



    ...........
    Im Bahnhof selbst stehen wohl keine (?)
    ........


    Mathias


    in Bahnhöfen stehen auch Hektometersteine, das habe ich selbst in Karben in der Wetterau gesehen, dort
    stehen die Steine zwischen den Durchgangs- und den Anschlußgleisen zur ehemaligen Raiffeisen Genossenschaft.


    Schöne Grüße
    Frank

  • Hallo,


    nur zur Info: Es gibt noch Steine im Abstand von 100 Meter. Jüngst gesehen auf Usedom bei der USB/DB. Das ist nun wirklich keine vergessene Nebenbahn. Da es 3-stellige Kilometer sind ( z.B.220km) bis Wolgast, ist km0 wohl in Berlin zu suchen. Stammt damit wohl noch aus den Glanzzeiten von der DRG.


    Gruß HP.

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