Neues aus Stargard: der Güterschuppen

  • Freunde des Flügelrades,


    nunstelle ich euch das neueste Projekt bei der Naugarder Kleinbahn vor: Der Güterschuppen von Daber.


    Achtung!!!! Bevor Nachfragen kommen---- der ist von mir und nicht von Heidt!!!!


    Man benötigt: 2x ADDIE Mauersteinplatten, KRICK Holzleisten 2x3, 2x2, 5x5, zugeschnittene MDF- Platten aus dem Baumarkt, Gips, Ms 0,5, Sandpapier 180, Leim und diverse Farbtöpfchen


    Zuerst die die 4 MDF Platten zusammenleimen. Danach das Fachwerk aus 2x3mm Leisten aufbringen und anschließend die Gefache mit Mauersteinplatten ausfüllen. die Platten sollten schon im Vorfeld mit ws Plaka Farbe behandelt worden sein. Jetzt kommt der Gips zum Tragen. Im unteren Bereich wird er ca. 1cm dick aufgestrichen und glatt abgezogen. Dann mit Schmirgelpapier nachgearbeitet. Im Nordosten Deutschlands wurden gerne Feldsteine als Fundament verwendet, das wollte ich nachbilden. Also in den noch feuchten Gips die Umrisse der behauenen Feldsteine aufzeichnen, dann einritzen. Die Farbgestaltung erfolgt in einer homeopathischen Mischung. Das ist ganz wichtig, sonst wirken die Steine zu kräftig.
    Jetzt kommt das restliche Gedöns ans Gebäude, dies bedarf wohl keiner Erklärung.


    Aber eine habe ich noch. Warum sind die Gefache eigentlich mit Mauerwerk gefüllt und nicht Putz? das zweite Bild zeigt die Lösung. Der Aufbau des gesamten Bahnhofensambles lautet mauerwerk, Putz, Mauerwerk, Putz, Mauerwerk.






    Eure Betriebsleitung der
    Naugarder Kleinbahn



    meine hommpätzsch: http://naugarderkleinbahn.jimdo.com

  • Hallo Naugarder-EF,
    was Ihr bis jetzt geschaffen habt verdient das Prädikat "Vorbildlich".
    So einen vorbildnahen Bahnhof sieht man selten. Die Gebäudewahl ist so lebensecht das man nur staunen kann.
    Wer einmal im Osten der Republik war kann das nachvollziehen.
    Nichts gegen Krakow und ähnliches, aber man hat sich übergesehen.


    Mich über die Details auszulassen würde den Rahmen dieser Mitteilung sprengen .


    Die eingesetzten Mittel sind gut zu beschaffen, preiswert und lassen sich gut verarbeiten. Damit arbeite ich auch wobei ich keine MDF-PLatten nehme sonder 3 mm PVC aus dem Baumarkt.
    Läßt sich schneiden, saägen und bemalen und ist wasseresistent.


    Eine Frage noch zum Fundament des Schuppens (übrigens eine Zimmermannsmeisterleistung):
    Das Fundament sieht mir doch etwas zu sehr nach Terrassenplatten aus. Feldsteine wurden benutzt, , da gebe ich Euch recht, sind i.d.R. runder und dunkler in der Farbgebung.
    Ich bin gespannt wie es bei Euch weitergeht.
    Grüße aus Husby (Ostsee)

  • Hallo Herr Betriebsleiter,


    als Freund der Kleinbahnen verfolge ich Euer Projekt mit sehr großen Interesse. Der Güterschuppen reiht sich nahtlos in die Reihe Eurer Meisterwerke ein. Was mir allerdings auffällt - die Steine des Sockels scheinen mir doch arg groß zu sein. Die armen Bauleute die diese verlegen mußten. Das ist jetzt aber keine echte Kritik - nur eine Anmerkung.


    Viele Grüße von der Löderberger Kreisbahn!
    Henning

  • Hallo Naugarder, ich konnte Eure Anlage vor ca. 2 Jahren bei einem Berlin Besuch schon mal life erleben. Seitdem hat sich eine Menge getan und ich bewundere immer wieder diese ruhigen Szenen auf der Anlage. Hier ist nichts gedrängt und man spürt die Weite der Landschaft. Da kommt das Flair dieser Epoche so richtig zur Geltung.


    Gruß Micha :thumbsup:

  • Freunde des Flügelrades,


    danke für eure wärmende Worte, aber hier ein paar Anmerkungen zu den Feldsteinen. Bei vielen meiner Urlaube in der Uckermark und in Pommern bewunderte ich die tollen Fundamente aus Feldstein. Doch wenn man sie baut ,verblassen die Erinnerungen blitzschnell. Also greift man zu den Büchern, zu den richtigen Büchern. Als da hätten wir div. des Kenning Verlages, als auch die des Bernd Nedderneier Verlages. Bei den DEMMINER KLEINBAHNEN und bei BAHNEN UM PRENZLAU wurde ich fündig ( beides VBN ). Einige Bilder zeigten mir auch deutlich das Fundamnet. Die Steine waren z. T. riesig und nach dem Spalten völlig plan. Entsprechend habe ich sie auch aufgetragen.
    Die Farbgebung war schon schwieriger darzustellen ,als die Fugen entsprechend der Bilder nachzugestalten. Diese Steine sind mittelbrau über blau! zu schwarz. Auf den Bildern, vor allen Dingen auf dem unteren sieht das Fundament wirklich wie eine Terrakotta Fliese aus. Liegt aber an der Beleuchtung. Die Steine sind deutlich dunkler ,wie auf dem oberen Bild zu sehen ist. Vielleicht werde ich sie noch einmal übermalen, dann wirken die Farken aber zu kräftig!
    Jetzt werde ich mich mal ans EG wagen.



    Bis dann Eure
    Betriebsleitung der
    Naugarder Kleinbahn

  • Hallo Betriebsleitung,


    das sieht alles sehr vielversprechend aus. Der Schuppen gefällt mir sehr gut. Endlich mal wieder ein Modellbahner der mit Schraubenkupplung und nicht den Epoche 3 Einheitsbrei fährt. Auch die Sandschotterung ist sehr schön geworden. Freue mich auf weitere Berichte der Naugarder Kleinbahn.


    Viele Grüße


    Alex

  • @ Alex: ... sind das keine Modellbahner, die mit Lenzkupplung und Epoche 3 Einheitsbrei fahren???


    Und der Betriebsleitung einen Glückwunsch zur gelungenen Gestaltung, sehr schöner Modellbau.


    Gruß von Hans


    dem Altenauer

    Hans
    der Altenauer


    - unterwegs im schönsten Mittelgebirge Deutschlands - sowohl Regelspur als auch auf der Meterspur... ;)

  • Hallo Altenauer,


    sollte nicht negativ klingen, fahre selber Epoche 3 (aber mit Schraubenkupplung). Es ist nur schön auch mal Anlagen in anderen Epochen zu sehen. Aufgrund des eingeschränkten Angebotes, sind diese ja recht rar gesäht und erfordern nochmehr Eigenarbeit, wie sie hier so schön gezeigt wird.


    Viele Grüße


    Alex

  • Oh ja, das stimmt nun wirklich! Einwandfreie Arbeit mit viel Liebe zum Detail und Fingerspitzengefühl, das liegt nicht jedem. (Bei rollendem Material mir z.B. gar nicht...).


    Grüße vom Altenauer Hans


    @ NauKB: Weiter so!!!

    Hans
    der Altenauer


    - unterwegs im schönsten Mittelgebirge Deutschlands - sowohl Regelspur als auch auf der Meterspur... ;)

  • eine wunderbare gestalterische Leistung der gesamten Anlage. Kreative Umsetzung der Vorbildgebäude. :thumbsup:
    Aber wie bringt Ihr den Sand zwischen die Schwellen? Meine Methode mit Vogelsand befriedigt mich nicht, liegt wohl am Kleber.
    Danke im Voraus für einen Tipp.
    Dampfheinrich

  • Hallo Dampfheinrich,



    es fängt schon damit an, daß die Eisenbahnen, zumindest die Deutschen, ihren Unterbau nicht mit Vogelsand sondern mit Kies unterfütterten. Der Vogelsand ist zu hell, nicht scharfkantig genug und es sind häufig diese weißen Körner dabei. Nur Kies sieht auch wie Kies aus!!!!


    Also, mit einem kleinen Eimer losgehen und die nächste Baustelle aufsuchen, etwas Kies ausleihen, trocknen lassen, mit Mutties Küchensieb die groben Steine ausfiltern und die Schwellen komplett einsanden. Mehrmals den dicken Daumen durch das Gleis ziehen. Danach kommt ein mit Spüli verdünntes Ponal- Wassergemisch mittels Spitze zum Einsatz. Nach dem Trocknen den überzähligen Kies von den Schwellen entfernen. Jetzt kann auch das Grünzeug in das Gleisbett eingeklebt werden. Wichtig ist eigendlich, daß das Schottern/ Sanden erst nach dem Sanden des, an das Gleis grenzenden Geländes erfolgen kann.


    Viel Spaß beim Ausprobieren
    die Betriebsleitung der Naugarder Kleinbahn


    meine hoompätzsch:http://naugarderkleinbahn.jimdo.com

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