Spur 0 Module, der Anfang ist gemacht...

  • Hier möchte ich den Bau meiner Spur 0 Module vorstellen.


    Ich bin eingefleischter Modulbahner und habe bisher in der Spurweite TT diverse Module gebaut,
    die schon auf einigen Modultreffen und Ausstellungen Ihren Dienst getan haben.


    Nun bin ich seit einiger Zeit mit dem Spur 0 Virus infiziert ( danke TTorsten..).


    Was liegt da nun näher als auch in dieser Spurweite Module zu bauen.
    Geplant sind ein Fiddle-Yard nach Bauart IG-Miniatur Münsterland (als Gemeinschaftsprojekt) und 4 Streckenmodule.


    Die Rohbauten sind soweit fertiggestellt und harren der Lackierung und "Begleisung".


    Lokschiebebühne


    Gleisübergang noch ohne "Lötschwellen"


    Verwendung finden Lenz-Gleise.


    Ich werde von den Baufortschritten berichten....




    Gruß vom Niederrhein Rainer

  • So, und weiter geht es.


    Heute hatten TTorsten und ich ein wenig Zeit und wir haben die restlichen Holzarbeiten an den Modulen fertiggestellt.



    Danach ging es dann an die Malerarbeiten. Der Fiddle-Yard und die vier Streckenmodule wurden lackiert.





    Als nächstes kommen die Gleisendstücke zum Verlöten der Schienen an den Modulübergängen. Aber die müssen noch gefräst werden...


    Noch ein wenig zu den Modulen:


    Es sind:


    zwei gerade Streckenmodule mit einer Länge von 1000mm und einer Breite von 400mm.


    zwei Bogenmodule mit einem Radius von 2500mm und einem Winkel von 22,5°und ebenfalls einer Breite von 400.
    (Diese Maße ergaben sich aus der Vorgabe mit einem Lenz-Flexgleis je Modul einen möglichst großen Radius zu generieren)


    Die Wangenhöhe der Streckenmodule beträgt 100mm. Die Kopfstücke sind bis auf die Breite Fremo-konform.
    Für mich ist für reine Streckenmodule die Breite von 400mm völlig ausreichend. Außerdem auch nicht so schwer....
    Schienenoberkante für alle Module ist wie beim Fremo üblich auf 1300mm vom Boden aus gemessen.


    Der Fiddle-Yard besteht aus drei Teilen von jeweils 1000mm Länge.
    Fünf Gleise mit einem Mittenabstand von 100mm finden Platz.
    Eine Verlängerung ist mit Hilfe eines Zwischenstückes jederzeit möglich.


    So das wars für heute. Jetzt wird erst einmal die Farbe von den Fingern gekratzt.....


    Bis bald. Rainer

  • Noch ein wenig zu den verwendeten Materialien der Module:


    Streckenmodule
    Kopfprofile 12mm Multiplex.
    Seitenteile, alle Querverstrebungen und die Trasse 9mm Multiplex.
    Gleisbett 10mm Sperrholz mit eingefräster Nut für den Gleisrost.
    Die Nut, besonders bei den Bogenmodulen, erleichtert das Ausrichten der Lenz-Flexgleise ungemein.


    Fiddle-Yard
    Gesamt 13mm Tischlerplatte.
    Für den Fiddle-Yard hatte ich auch erst Multiplex vorgesehen; habe mich aber aus Gewichtsgründen anders entschieden.
    Auch hier habe ich für alle Gleise eine Nut gefräst, in der alle Gleise ausgerichtet werden.


    Beinhalter
    Kombination aus Buche (Grundkörper) und Multiplex (Klemmplatte).
    Ausgelegt sind diese Beinhalter für Aluminiumhohlprofil 25x25mm.
    Da meine TT-Module auch diese Aufnahmen haben spare ich mir einen zweiten Satz Modulbeine.


    Am kommenden Wochenende begebe ich mich an die Gleisübergänge.

  • Die beiden ersten Gleisabschlüsse auf der Lokbühne sind gemacht.


    Die beiden Kabel ( Querschnitt 1mm^2) für die Spannungsversorgung wurden angelötet und durch die Bühne geführt.
    Vor dem Verlöten alle Kontaktstellen mit dem Glasfaserpinsel gereinigt (Schienenprofile wie auch die Kupferkaschierung der Gleisabschlüsse)
    Schienenprofile verzinnt
    Gleis mit Schwellenrost aufgelegt und mit geeigneten Schrauben auf der Bühne befestigt (Vorbohren und Senken nicht vergessen, da sonst die Schwellen Ihre Form verlieren)
    Schienenprofile auflöten..... fertig.


    Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden. Die Serienproduktion für die restlichen Gleisabschlüsse kann beginnen...




  • Am Endsegment des Fiddle-Yards wurde weitergearbeitet.


    Die Führungen aus Kunststoff wurden eingeklebt und die Lokschiebebühne wurde eingepaßt.



    Die Spuren der Einpassung kann man noch gut erkennen...(Für die nächste Bühne wird ein wenig mehr Spiel eingeplant, ist halt Holz...)




    Nachdem die Kabel für die Versorgungsspannung angelötet waren, konnte das Gleisstück aufgelegt und verschraubt werden.
    Durch die Einfräsungen in der Deckplatte war die Ausrichtung kein Problem. Abschließend noch die Gleisenden aufgelötet....fertig!


    Zur Info: Die Gleisabschlüsse wurden mit 2K-Kleber verklebt und mit zwei Schrauben (3x16, Senkung nicht vergessen!) verschraubt. Eine Verbindung für die Ewigkeit....
    Die Gleisroste wurden mit den gleichen Schrauben befestigt.




    So jetzt sind "nur" noch ca. 30 Endstücke zu verarbeiten..... ;(

  • Hallo Rainer,


    das Endsegment sieht ja fast fertig aus. Da warst du aber schon fleißig.
    Bei den "restlichen" Gleisabschlüssen bin ich dir dann wieder ( hoffentlich zeitnah) behilflich...


    Gruß
    Torsten

  • Heute habe ich mich mal an meine Streckenmodule begeben.
    Gleisverlegung war angesagt. Zuerst mal zur Entspannung die beiden geraden 1m Module.


    Schritt 1:
    Lenz 1m Flexgleis in die Schotterbettaufnahme eingelegt und die Stellen für Bohrungen der Spannungsversorgungen angezeichnet.
    Dafür am Schwellenrost die störenden Stege entfernen.



    Schritt 2:
    Verzinnen der Enden und der Lötpunkte für die Kabel
    Unbedingt die Profile mittels Glasfaserpinsel vorbereiten! Es lötet sich einfach besser...



    Schritt 3:
    Kabel anlöten. Verwendung findet Litze mit einem Querschnitt von 1 Quadratmillimeter


    Schritt 4:
    Schauen ob alles paßt


    Schritt 5:
    Befestigen des Gleises auf dem Modul
    Ich habe mich für die Verklebung mit Acryl entschieden.


    Eine moderate Menge auf das Trassenbrett aufbringen. Zuviel quillt zwischen den Schwellen hoch!


    mit dem Spachtel gleichmäßig verteilen. Hier half die eingefräste Nut im Trassenbrett ungemein.


    das sieht dann so aus wenn man fertig ist


    Gleis auflegen und mit Schrauben und Unterlegscheiben bis zum Abbinden fixieren.


    Schritt 6:
    Gleisenden auflöten
    Dafür habe ich mir eine Gleisschablone gefräst, das erleichtert die Ausrichtung enorm...






    Schritt 7:
    Freuen über das Ergebnis





    Schritt 8:
    Baubericht schreiben 8)

  • Hallo Rainer


    Danke für die Einblicke in Deine Mod[u/el]lbaukunst!


    Könntest Du noch etwas zu den Einfräsungen schreiben?
    Wie tief sind sie und wie bekommst Du sauber gefräste Radien in den Bogenmodulen zustande, womöglich noch mit Übergangsbogen?
    Hast Du (Zugriff auf) einen grossen Maschinenpark?


    Danke im Voraus und freundliche Grüsse aus der Schweiz
    Peter

    Holleri du dödel di diri diri dudel dö!

  • pgb


    Hallo Peter,


    ich bin in der glücklichen Lage über 2 CNC gesteuerte Portalfräsen zu verfügen.
    CAD ist mein täglich Brot und so fräse ich mir zwangsläufig alles was geht....


    Ich bin von Hause aus ein wenig faul und so versuche ich, bei den gefrästen Bauteilen so viel wie möglich schon einzuarbeiten.
    Dazu zählt u.a. auch die Einfräsung in den Schotterbetten.
    Diese sind 0,75mm tief und erleichtern die Ausrichtung der Gleise,insbesonders bei den Bogenmodulen, imens.


    Gruß Rainer

  • Heute war die Verkabelung der beiden geraden Streckenmodule an der Reihe.
    Die durchgehenden Kabel haben einen Querschnitt von 2,5 Quadratmillimetern


    Schritt 1:
    Markieren der Anschlußstellen für die Gleisversorgung an den Durchgangskabeln.
    Mit einem Cutter die Isolierung anritzen bis auf die Cu-Adern und dann die Isolierung auseinanderziehen bis ein ausreichend breiter Bereich
    für das Anlöten der Gleiskabel vorhanden ist.


    Schritt 2:
    Kabel verlöten


    Schritt 3:
    Zugentlastungen für die Durchgangskabel aufschrauben. Diese bestehen aus gefrästem 9mm Multiplex
    mit Nuten für die Aufnahme und Klemmung der Kabel.



    Die Durchführungen in den Querspannten waren bereits eingefräst.


    Schritt 4:
    Durchgangskabel mit 4mm Büschelstecker und 4mm Buchse versehen.
    (Nicht vergessen vor dem Anschrauben oder Anlöten der Stecker/Buchsen die Aussenhülle auf das Kabel zu schieben..... ;( )
    In Fahrtrichtung gesehen Stecker rechts und Buchse links (Fremo) sodaß eine Verpolung beim Zusammenstecken ausgeschlossen ist.


    Für den Transport sind die Kabel so lang gewählt worden, dass man durch die Öffnungen der Querstreben die Kabel sicher "parken" kann.


    Schritt 5:
    alles von vorne für das zweite Modul......


    Untersicht der elektrisch verbundenen Module


    Das Tageswerk. Das Acryl von gestern ist abgebunden und die Fixierungsschrauben konnten entfernt werden.
    Das Ergebnis ist einwandfrei. Der Schwellenrost ist bombenfest.


    Als nächstes dann das Ganze für die beiden Bogenmodule.....ich werde berichten.


    Zum Abschluß hatten die Module noch Besuch bekommen.. :D
    Versuch eines "Zweiwegegleises"...


    Weiter geht es demnächst....

  • Hallo Rainer,


    meine Hochachtung :thumbup: Alles ganz saubere Arbeit und bis ins kleinste Durchdacht :thumbup::thumbup: Super :!:
    Warte gespannt auf deine Fortsetzungen, ist immer wieder eine Augenweide. Das hab ich alles noch vor mir, aber leider ohne Fräsmaschinen. Wird wohl alles Handarbeit werden :wacko::whistling:


    Viele Grüße aus Magdeburg


    Klaus

  • Eigentlich wollte ich ja die beiden Bogenmodule angehen, aber wie das so ist......
    Also habe ich mich erst mal um die Füllung der geraden Streckenmodule gekümmert,
    irgenwo muß ja die Landschaft drauf.


    Schritt 1:
    Einleger aus 20mm starkem Styrodur gefräst.


    Schritt 2:
    Mit einem Fasenschneider die Kanten geschnitten (ich erwähnte ja, dass ich faul bin... ;-)).
    Wofür das gut sein wird später...



    Schritt 3:
    Anschließend noch ein paar Streifen aus 10mm starkem Styropor geschnitten...


    Schritt 4:
    Schauen ob Alles paßt.


    Schritt 5:
    Alle Teile in die Modulkästen einlegen und ausrichten


    Schritt 6:
    Verkleben mit Acryl aus der Kartusche.



    So sieht dass dann von unten aus.


    Schritt 7:
    Hier nun kommen die umlaufenden Fasen zum Tragen.
    Rundherum mit Acryl verkleben.



    Das Ganze dann auch von oben...


    Schritt 8:
    10 mm Styroporstreifen für die Böschung einkleben und mit dem Cutter auf die richtige Schräge bringen.


    Schritt 9:
    Graben mit dem Cuttermesser ausheben.


    Schritt 10:
    Gelände mit Acryl aus der Kartusche abspachteln.


    Schritt 11:
    Alles über Nacht trocknen lassen.


    Die noch zu sehende Öffnung ist noch für ein Schmankel, zu dem es demnächst mehr gibt.



    bis bald

  • Hallo Rainer,


    toller Modulbau was Du uns hier zeigst.


    Schau mal ob es so geschickt ist die Stirnseiten der Module auch mit Farbe anzustreichen. Ich habe schon gesehen dass zwei länger verschraubte Module fast nicht mehr auseinander zu bekommen waren.


    Gruß aus dem Süden,
    Bernd

    Schreibt mir ruhig bei Fragen und Anmerkungen. Ich bin meist recht umgänglich... :P

  • Hallo Rainer,


    einen super Fiddle Yard hast Du da gebaut.


    Ich bin auch am planen eines neuen Fiddle Yards, darum hätte ich 2 Fragen betreffend deinem.


    Wie breit sind die Module und wie lang ist die Schiebebühne mit den 5 Gleisabgängen?


    Besten Dank im Voraus und Gruss


    Marco

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