Schotter waschen bzw. entstauben

  • ....um welchen Schotter geht es? Evtl. selbst gesiebt?


    Guter Schotter wird staubfrei (naja, eher staubarm) geliefert. Dieser Schotter dunkelt beim Kleben nicht bzw. kaum nach. ASOA-Produkte z.B. enthalten den feinen Staub, daher werden die Steinchen beim Verkleben dunkler (Basalt sogar "schwarz"), weil man den Staubanteil beim Verkleben abwäscht..... :!:


    Um deine Frage zu beantworten: wenn ich Schotter (oder Kohle, etc.) wasche, mache ich das in einem feinen Sieb unter fließendem Wasser. Anschließend kommt die ganze Ladung bei ca. 80 Grad in den Backofen zum trocknen.....


    Null-Problemo :thumbup:

  • Servus Heinz,


    der früher von mir verwendete MOBA-Schotter hatte einen sehr hohen Staubanteil, sodass ich gezwungen war den Schotter zu waschen. Das geht ganz einfach - man nehme:
    1.) ein feinmaschiges Teesieb
    2.) fließendes Wasser
    3.) ein Backblech


    kleine Menge Schotter ins Teesieb geben, dieses unters fließende Wasser halten, waren bis das durchlaufende Wasser nicht mehr trüb ist, nassen Schotter aufs Backblech kippen,
    kleine Menge Schotter ins Teesieb geben, dieses unters fließende Wasser halten, waren bis das durchlaufende Wasser nicht mehr trüb ist, nassen Schotter aufs Backblech kippen,
    kleine Menge Schotter ins Teesieb geben, dieses unters fließende Wasser halten, waren bis das durchlaufende Wasser nicht mehr trüb ist, nassen Schotter aufs Backblech kippen,
    ...
    ...
    kleine Menge Schotter ins Teesieb geben, dieses unters fließende Wasser halten, waren bis das durchlaufende Wasser nicht mehr trüb ist, nassen Schotter aufs Backblech kippen,
    nassen Schotter am Backblech verteilen, Backblech in den Herd schieben, Herd auf ca 180 Grad stellen (weniger ginge auch, aber das schaffte unser alter Herd nicht ...) - warten bis Schotter trocken ist.


    Gutes Gelingen!
    Martin

  • Servus Heinz,


    den Schotter einfach in einen Eimer mit Wasser geben. Durch umrühren den Staub aufrühren und die Brühe vorsichtig abgießen. Diesen Vorgang 2-3 Mal wiederholen - dann dürfte der größte Staubanteil ausgewaschen sein. Alternativ kannst du den Schotter vorher trocken aussieben - der Steinstaub lässt sich ggf. noch gut im Landschaftsbau weiterverwenden.
    Zum trockenen den Schotter in der Sonne ausbreiten (altes Backblech o.ä.).


    Viele Grüße
    Holger

  • Moin Heinz und alle Anderen,


    der von mir angebotene Gleis-Schotter ist ungewaschen, da bei der Lagerung (hin und her-räumen) immer wieder Staub, durch Abrieb entsteht.


    Anfangs hatte ich den Schotter vor dem "Eintüten" auch gewaschen, musste aber feststellen, dass nach einiger Zeit wieder ein gewisser Staubanteil entstanden war.


    Um das extreme Nachdunkeln beim Verkleben weitestgehend zu vermeiden, würde ich vorschlagen, nur soviel Schotter zu waschen, wie anschließend gleich verarbeitet wird ... oder vorher auf einem Probestück verschiedene Kleber testen.


    Den Basalt-Schotter (Diabas/Gabbro) auf meinem Mustergleis habe ich vor dem Kleben nicht gewaschen.
    Schaut Ihr hier :

    Bäume und Schotter


    Leider ist die Quelle für den von mir verwendeten Kleber versiegt, da mein "Lieferant" seine Produktpalette umgestellt hat.



    Tschüß aus Leese


    Frank-Martin

    Gutes Werkzeug kann man(n) nur durch noch Besseres ersetzen !!! ;)

  • Guten Morgen! Gewaschen habe ich den Schotter so wie beschrieben schon vor einiger Zeit. Klappte gut. Jetzt die Frage: Welches Mischungsverhältnis hat sich bewährt? Leim (Ponal) : Wasser : Spüli. Hinweise wären sehr hilfreich. Danke und Gruß aus Köln, Sven Hamann.

  • Hallo Schotterer,


    ich verwende einen hochverdünnten Latexkleber zum Schottern. Den muss ich zwar bis zu 3x auftragen, danach hat er aber nicht die Nachteile von Holzleim, denn der wird knochenhart und bildet eine ordentliche Geräusch-Brücke. Statt Spüli verwende ich Agepon . Ein Tropfen davon auf einen Liter Wasser reicht schon und man hat einen 1a Fließverbesserer...... 8o


    Null-Problemo :thumbup:

  • Hallo Schotterwäscher,


    kann mir mal jemand stichhaltig erklären warum viele Mobahner ihren zu verarbeitenden Schotter waschen? Welcher praktische und/oder tiefere Sinn steckt da dahinter? Das meine ich jetzt ernst, vielleicht habe ich da ja eine Bildungslücke. Für Aufklärungen/Erklärungen bin ich dankbar (vielleicht nicht nur ich).

  • Hallo Spur 0 Freunde!


    @ Robert - ich hatte ja neulich schon festgestellt, dass deine Kreativität allem Anschein nach vor allem in den Stunden nach Mitternacht zur Hochform aufläuft, wie auch jetzt wieder beim Thema 'Schotterwäsche'! Ich jedenfalls kann die bisherige Diskussion genau so wenig nachvollziehen wie du ... Übrigens - die 'Bildungslücke' darfst du dir aus dem Kopf schlagen!


    @ Heinz - vorab - ich möchte weder dich noch die Forum-Mitglieder, die bisher zu deiner Frage Stellung bezogen haben, vor den Kopf stossen!


    Aber wenn wir uns schon bemühen, unsere Anlagen allen Einschränkungen zum Trotz (wie z. B. beengte Platzverhältnisse, etc.) einigermassen an das Vorbild anzupassen, dann gehört die hier von einigen propagierte 'Schotterwäsche' mit einiger Sicherheit nicht dazu!


    Ich habe kürzlich im Beitrag "Impressionen eines Streckenläufers" u. a. geschrieben, dass ich während meiner Jahre bei der PBDE in Dresden ca 25.000 (!) Kilometer entlang der Baustellen der Ausbaustrecken Leipzig - Dresden und Dresden - Hof (- Nürnberg) zu Fuss absolviert habe, um u. a. das dortige Baugeschehen zu dokumentieren. Und mit dieser langjährigen Erfahrung kann ich dir und allen Mitlesern versichern - wenn an den jeweiligen Bauabschnitten der Oberbau (maschinell) inklusive Schotterung hergestellt wurde, konnte man die Staubfahnen oft kilometerweit sehen. Soweit die Realität draussen.


    Und was das Schottern auf der Anlage betrifft - warum den Schotter erst waschen, um ihn (und die Schwellen) dann später vermeintlich fachgerecht zu 'altern' bzw. mit beträchtlichem Aufwand an Zeit und Kosten mit 'Witterungsspuren' zu versehen?


    Dieser ohnehin geringe Staubanteil, der sich beim Einschottern unserer Gleise (mit ungewaschenem Schotter!) zwangsläufig auch auf den Schwellen ablagert, sorgt aber gleichzeitig für eine natürliche Patina des Fahrwegs, da er den Schwellen ihren unnatürlich wirkenden Plastik-Charme nimmt!


    Mit den besten Grüssen


    Dieter

  • Hallo Dieter,


    das Thema habe ich nur ins Forum gestellt, da von mehreren Abietern von Gleisschotter dies als Merkmal herausgestellt wird und ich wissen wollte ob es relevant ist - ein sogenanntes must have. ;( :D 8)

    Grüße aus Regensburg


    Heinz ;)

  • Hallo!
    Der von mir verwendete Koemo-Schotter wurde in transparenten Beuteln geliefert.
    Da konnte man schon sofort sehen, ob Staub dabei ist.
    War nicht der Fall - also brauchte ich auch nix zu waschen.


    Scheinbar trifft auch hier wieder die alte Weisheit zu:


    Das Leben ist schön, aber teuer.
    Du kannst es auch billiger haben - aber dann ist es nicht mehr so schön!


    Schönen Sonntag!
    Heiner

  • Quote

    kann mir mal jemand stichhaltig erklären warum viele Mobahner ihren zu verarbeitenden Schotter waschen?

    ich kann´s versuchen:


    Je nach Anbieter hat der Modell-Schotter einen gewissen Staubanteil. D.H. manche Produkte kommen gewaschen, manche nicht (Völlig klar, das sich bei Naturmaterial mit der Zeit durch Reibung, etc. wieder Staub bildet!).


    Verklebt man ungewaschenen Schotter, wäscht sich dieser Staub durch den flüssigen Kleber ab. dieser Schotter ist nach dem Verkleben deutlich dunkler als das Ausgangsmaterial. Gewaschener Schotter dunkelt wenig bis nicht nach, da ein Staubanteil, der nicht vorhanden ist auch nicht abgewaschen werden kann.


    Beim gewaschenen Schotter kann man also im Rohzustand beurteilen, wie das Schotterbett später aussehen wird. Das ist allerdings nur ein winziger Schritt aus dem Weg zum vorbildlichen Oberbau. Gleisfarbe, Schwellenfarbe, etc. tragen erheblich zur Gesamtwirkung bei......


    Ob gewaschen oder nicht, ein Probestück kann nie schaden - schon weil man nur so die Möglichkeit hat, die Wirkung von Schotter, Modellgleis und Farbe auszuprobieren :!:


    Null-Problemo :thumbup:

  • Hallo Heinz.


    So abwägig wie gerade bemerkt ist das waschen des Schotters nicht.Wie oben schon hinlänglich beschrieben nimmt ein großer Staubanteil doch den Kleber gut auf und es kommt dann zu der nachdunklung . Wenn ich bei mir den schon mal verwendeten Pflastersplitt 2-5 mm nehme ist ein Waschen unabdinglich, der Staubanteil ist dort noch größer als bei dem erhältlichen Modellschotter.
    Das mit dem Pflastersplitt habe ich aber aufgegeben weil das aussieben doch einen gehörigen Aufwand bedeutet um eine Korngröße von max 2 mm zu erhalten.


    Den günstig eingekauften Natursplitt aus dem Steinbruch würde ich auf alle Fälle waschen , bei den erhältlichen Modellschotter muß man es abwägen.


    Gruß Hein

  • Hallo Hein, hallo Oliver,

    Thema "Nachdunkeln von ungewaschenem Schotter" - ihr habt natürlich Recht! Ich habe diesen Effekt auch beobachtet, nachdem ich die ersten eineinhalb Meter des Tunnelabschnitts geschottert hatte und -zugegeben- nicht gerade begeistert war! ...
    Aber zum Glück für uns Modellbahner ist das Angebot an Schotter ja derart vielfältig, dass ich nach dieser Erfahrung nur noch entsprechend helleren Schotter (ungewaschen) einbaue, der trotz des 'Nachdunklungs-Prozesses' noch manierlich wirkt.

    Mit den besten Grüssen
    Dieter

  • Jep. Gewaschen sieht er so aus wie ungewaschen und dann verklebt.
    Aha! Bedeutet, zum "Sichtest" waschen, danach unnötig.

  • Tach Heinz,
    ich wasche den Schotter immer in KLEINEN PORTIONEN. da ich ein BEKENNENDER MESSIE bin, der fast nie etwas wegschmeißt, habe ich auch die Sandeimer meiner Enkel aufbewahrt. Schotter rein, mehrmals mit Regenwasser aus der Tonne spülen (da kommt der Schwabe in mir zum Vorschein), bis das Wasser KLAR ist, dann nochmal (was für eine Verschwendung) mit Leitungswasser GRÜNDLICH DURCHSPÜLEN. Und das ganze an einem Sonnentag gemacht (so etwas gibt es hier bei uns im Schwarzen Wald ab und zu) kann man (oder auch Frau) das ganze in flache Schalen geben und SCHRÄG in die Sonne stellen. Schräg deshalb, damit das restliche Wasser gut ablaufen kann. Trocknen im Backofen oder Microwelle habe ich noch nicht ausprobiert. Da könnte ich dann doch mit meiner ehemaligen Verlobten Probleme bekommen.



    Diese Portion muß noch ein paarmal gewaschen werden, bis das Wasser Klar ist.



    Und nun kann der Schotter in der Sonne TROCKNEN.


    Gruß von der Neckarquelle
    Heiko

  • Vor Jahren, genau gesagt im Jahr 2006, habe ich für eine belgische Modellbahnzeitung die Beziehung zwischen insgesamt fünfzehn unterschiedlichen Naturstein Schotterarten, worunter unter anderem Basalt- und Porphyrschotter von Heki, grauer Schotter von Noch und Granit-, Kalkstein-, Diabas-, Basalt-, und zuletzt Gneisschotter alle aus dem Hause Asoa mit drei verschiedenen (Schotter)Klebern, herkömmlicher Weißleim, Heki Schotterkleber und den Asoa Schotterkleber an Hand von Praxisergebnisse studiert. Man kann davon ausgehen, das sowohl an den Heki, sowie den Asoa Kleber einen Fließverbesserer beigemischt ist. Es frappierte mich, dass alle eingesetzte Kleberarten den Schotter mehr oder weniger nachdunkelten. Am schlimmsten war es mit herkömmliche Weißleime gestellt, sie dunkelten den Schotter am meisten ab. Mit „spezielle“ Schotterklebern oder Klebern auf Latex oder Acrylbasis war es etwas besser gestellt, hier blieb das Nachdunkeln innerhalb tolerierbare Grenze. Den allgemeinen Tendenz war, dass um so dunkler der Schotter, desto heftiger das nachdunklen war. Die sieben Schotterhäufchen auf dem Bild sind von links nach rechts bzw. mit Asoa-, Hekischotterkleber sowie herkömmlichen Weißleim verklebt worden; an vier Stellen ist zum Farbvergleich zusätzlich ein Häufchen unverklebter Schotter hinzugefügt.




    Viele Grüße aus Belgien,


    Jacques Timmermans

  • Hallo Jacques und alle anderen Mitleser,


    das ist ein sehr schöner Vergleich, wie sich die unterschiedlichen Kleber auf die verschiedenen Schotter-Sorten auswirken. :thumbsup:


    Wer von Euch die Möglichkeit hat, an das "HP1" des FREMOe.V. zu kommen, dem möchte ich in der Ausgabe Nr.3 von 2011 den ausführlichen Schotter-Test von Philipp Kotter und Erik Streda an's Herz legen ( ab Seite 18 ). :thumbup:


    Hier haben die Beiden 19 verschiedene Schotter-Sorten von sieben Herstellern getestet und mit jeweils unterschiedlichen Klebern verarbeitet (gewaschen und/oder ungewaschen).


    Der Test erstreckt sich über neun A4-Seiten und ist mit vielen Farb-Fotos dokumentiert. :thumbsup:



    Viel Spass beim Stöbern und tschüß aus Leese


    Frank-Martin

    Gutes Werkzeug kann man(n) nur durch noch Besseres ersetzen !!! ;)

    Edited 2 times, last by Baumbauer 007 ().

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