Hochbauten für Spur 0


  • Hallo Matthias,
    Na klar. Scherz beiseite. Im Normalzustand sieht es ziemlich wild aus und es ist nicht selten das ich irgendwas suche. Eins aber stimmt: Am Wochenende wird immer tabula rasa gemacht und aufgeräumt, will sagen alles brauchbare wird eingesammelt , gründlich gesaugt und Verzichtbares weggeworfen. Aber was ist schon für uns verzichtbar?

  • Ich habe noch einen kleinen Nachtrag zu einem älteren Gebäude. (Öllager) Die Farbe ist hellgrau. Das Dach ist eine Auhagen Dachplatte. Es fehlen aber noch Ausstattungsteile. Buseck läßt grüßen.
    Gruß
    Husbert


    Es zwickt mich , aber ich muß 2 Bilder meines H0-Schaffens anhängen. Kenner werden es sofort erkennen. Es ist Rupprechtsstegen aus dem Pegnitztal das ich nach einer Verflossenen benannt habe.

  • Moin nochmal,


    Husbert, Du schriebst:
    > Kann man den Schnittschutz entfernen?


    Ja, kann man ganz wegnehmen.
    Die Proxxon-Kreissäge nach Entfernung des Sägeblattes über Kopf legen und die vier Gehäuseschrauben, die von unten im Gehäuse sitzen, entfernen.
    Dann kannst Du auch das Schwert des Schnittschutzes rausschrauben.


    Auf diesem Wege kommt man ggf. auch an die gelockerte Inbusschrauben an der Antriebswelle des Motors ran. Diese Schraube wird sich irgendwann lockern, man merkt es daran, dass das Sägeblatt erhebliches Seitenspiel bekommt.
    Ist dies der Fall, muss man zusätzlich den grauen Motor-Getriebe-Block ausbauen. Das Entfernen der Aluplatte (des "Tischs") ist in keinem Fall notwendig.
    Dann die Inbusschraube entgegegen aller maschinenbauerischer Regeln anknallen wie Sau. (...tighten like hell :-)


    Und dann das Gerät (mit normalen Anzugsdrehmomenten) wieder zusammenbauen.


    Gruß, Matthias

  • Hi Matthias,
    werde ich machen. Du hast recht mit dem Lockern der Inbusschrauben. Das habe ich auch bei meiner großen Proxxon machen müssen. (Die mit dem verstellbaren Sägeblatt)
    Schlimm war das Wechseln des Sägeblattes. Die Feststellerschraube wollte sich nicht lösen lassen und so blieb nur rohe Gewalt. Jetzt habe ich eine mit Sechskantkopf. Die blöden Inbus leiern nach kurzer Zeit aus.
    Gruß
    Husbert

  • Hei,


    durch ein Handicap ( Vorhofflimmern ) bin ich gezwungen ein starkes Blutverdünnungsmittel einzunehmen.


    In der Vergangenheit ist es mir des öfteren passiert, daß ich mit der
    ausführenden Hand mit einem Messer oder Stechbeitel abgerutscht bin und
    dann eben in die haltende Hand zu schneiden oder zu stechen.


    Mein Schlachter benutzt einen Eisernen Handschuh zum Ausbeinen und einen solchen habe ich über ihn erworben und somit keine Verletzungen mehr erlebt.
    Er ist aus NIROSTA-Fäden gewebt und somit rostfrei.
    Er kostet etwa 80 Euro.


    Die Rutschfertigkeit hält sich in Grenzen, man umschließt ja das Werkstück so, wie man es auch ohne Handschuh macht.
    Allerdings sollte man bei der Kreissäge lieber einen Schiebestock benutzen, bei einer Bandsäge auch.
    Ich habe ja geschrieben, daß ich den Handschuh benutze, wenn ich in der anderen Hand ein scharfes Werkzeug habe.


    Bei dem Verdünnungsmittel verblutet man ja nicht gleich, nur kommt es
    ziemlich schnell, dann muß man die Stelle sofort auf eine feste
    Unterlage drücken für ein paar Minuten, dann stoppt der Blutfluß
    vonalleine. Nur die Umgebung sieht dann ein bißchen rot aus.
    Ich wollte hier ja nur zeigen, daß es auch etwas für künstliche Bluter gibt, um mit scharfen Werkzeugen zu arbeiten.


    Gruß Dieter


    PS: Habe diesen, meinen eigenen, Bericht aus einem anderen Forum zusammengebastelt und hier eingestellt.

  • Guten Morgen Hubert,


    Das ist wirklich Modellbau vom Feinsten. Meine Komplimente. Das Modell ist eine exakte Miniaturkopie vom Vorbild, und braucht sich nicht mit dem Vorbild zu scheuen. Ich bin sehr gespannt nach die farbliche Umsetzung und weitere Detaillierung.


    Gruß,


    Jacques

  • Hallo Forianer,
    der Bau schreitet voran. Am Wochenende habe ich mir eine Klebeschablone gebaut und die ersten 6 Hauptsparren geklebt. Blöde Arbeit, da man bestenfalls nur noch was durch die oberen Fenster sehen kann.
    Stationsvorsteher Muxenrieder hat schon mal sein Dienstzimmer bezogen und findet es riesig. Von den 4 Außenwänden habe ich bereits jeweils eine Stirn- und eine Langseite verklebt sodaß ich immer noch an die "Eingeweide" ran kann um das ein oder andere Möbel einzustellen. Neben dem Dienstraum kommt noch eine Bahnhofsuhr (Beli Beco) und an den Gebäudeecken jeweils eine Laterne von Viessmann.
    Für die Farbgebung der Wände nehme ich die helle Acrylfarbe (029) von Marabu . (sandfarben)
    Zum Glück für den weiteren Fortschritt habe ich eine Archivquelle aufgetan die mir 40 Fotos und Bauzeichnungen zukommen läßt. Das ist auch notwendig da das Dach bei den Giebeln einen Versatz aufweist. Deshalb warte ich noch mit den Stirnflächen bis ich die Zeichnungen habe.
    Leider bin ich mit den angebotenen Dachplatten nicht zufrieden. Die, die ich haben will sind nur begrenzt lieferbar, die, die ich getestet habe waren auch nicht der Weisheit letzter Schluß. Dazu zählen auch leider die Matten von Joker die besser für Spur 1 geeignet sind. Ohne feste Unterkonstruktion sind sie nicht sicher zu verarbeiten.
    Das Schicksal anderer 0-Freunde ist mir Warnung genug um es langsam angehen zu lassen.
    Viel Spaß beim anschauen.
    Gruß Husbert

  • Toller Bahnhof. Klasse Modellbau.
    Und zur Entspannung dann auf der zwölfsaitigen Gitarre spielen.
    Grüße, Jay, the K.

    The Keithville & Lake Erie RR - Serves the Steel Centers

  • Husbert,


    vielleicht machst Du aus der Dachziegel-Not eine Dachdecker-Tugend...


    Diese schöne Dachkonstruktion kannst Du doch herzeigen. Also wird das Bahnhofsdach gerade neu gedeckt. Du kannst Dich auf der Baustelle voll austoben, Gerüste aufstellen, Baumaterial bereitlegen, Handwerker einsetzen, Dachlatten ergänzen, und, und, und....


    Weniger Arbeitsaufwand wird's allerdings nicht. :-D


    Schönes Stück, das Du da in Arbeit hast. Hut ab.


    Gruß, Matthias

  • Hallo Mathias,
    vielen Dank für den wohlwollenden Kommentar.
    Ich werde das Gebäude fertigstellen weil ich ein Angebot erhalten habe den Bahnhof als Leihgabe ausstellen zu dürfen. Natürlich erst wenn die beiden Nebengebäude fertig sind.
    Dann ist mein nächstes Lieblingsobjekt in Spur 0 dran - Burgebrach. Davon habe ich ebenfalls Originalpläne und es ist ein bayerischer Typbau. (wie Kastl o.ä.) Gebaut habe ich ihn schon mal in H0. s. Foto
    Gruß
    Husbert



    @all: Dank an alle, die mich mit ihren Kommentaren ermutigen weiterzubauen.

  • Diese schöne Dachkonstruktion kannst Du doch herzeigen. Also wird das Bahnhofsdach gerade neu gedeckt. Du kannst Dich auf der Baustelle voll austoben, Gerüste aufstellen, Baumaterial bereitlegen, Handwerker einsetzen, Dachlatten ergänzen, und, und, und....


    Hallo Husbert,


    daran habe ich auch sofort gedacht, besonders jetzt, wo das Haus fertig ist, und seine inneren Werte nicht mehr zu sehen sind. Nichts desto trotz: Eine tolle Arbeitsleistung mit einem tollen Ergebnis!

  • Hallo 0-Freunde,
    die Vorschläge für eine Beibehaltung des offenen Dachstuhls oder Teile davon muß ich leider verwerfen. Erstmal habe ich anhand der eingetroffenen Originalpläne einige Änderungen vornehmen müssen. Leider!
    Das ist Modellbahnerpech nach einem Foto zu bauen.
    Für Euch noch nicht sichtbar habe ich etwas Ausstattung angebaut. (Handwaschbecken, Höhenschild, 2 Ecklaternen, Reichspostbriefkasten, Bahnhofsnamen, Fußroste an den Eingängen, Stromanschlüsse) Dazu später mehr.
    In der Zwischenzeit (ich warte noch auf Dachpfannen eines Archtitekturbedarfes) hat es mich gejuckt den Güterschuppen zu beginnen. Nach langem Überlegen werde ich "ihn" versenkbar bauen, d.h. das Kellergeschoß
    wird in die spätere Bahnhofsoberfläche versenkt. Die Tür zum Keller wird dann offen sein und man (ich) kann in den Keller blicken. Vielleicht sieht man dann auch etwas Ladegut.
    Für heute also Fundamentarbeiten. Der Aufbau (völlig in Holz) kommt demnächst.
    Für das spätere Gesamtbild habe ich schon mal das Wellblechhäuschen dazu aufgestellt welches noch mit einem kleinen Unterstellschuppen daneben ergänzt wird. s. Bild
    Als Nächstes wird der Güterboden mit braunen Holzplanken belegt. (die teuren von Krick)
    Bis demnächst und schönen 1. Mai.
    Gruß
    Husbert

  • Weitere Baufortschritt am Güterschuppen.


    Am Wochenden waren die Zimmerleute dran. Es wurde der Schuppenboden verlegt und anschließend das Ständerwerk aufgebaut. Ziemliche Friemelei aber dank meiner Proxxon war das gut zu bewerkstelligen.
    Der kleine Kasten ist die Verkleidung für den Niedergang zum Keller. Das sieht etwas merkwürdig aus ist aber vorbildgetreu. Im Großen und Ganzen wurde nach Plan gebaut wobei bei den einzelnen Hölzern gewisse industrielle Toleranzüberschreitungen akzeptiert werden mußten. Kleiner meßbarer Fehler war die Überschreitung der Dachneigung. Anstatt 25 Grad habe ich 27 Grad Dachneigung. Da das alles nachher hinter der Verkleidung verschwindet ist es nicht weiter tragisch.
    Aus dem Vampisolsortiment hatte ich noch H0 Bahnsteigkanten die nun für die Rampe verwendet werden konnten.
    Die tragenden Hölzer sind aus Kiefer (wegen der Festigkeit) die Ausfachungen sind aus Balsa.
    Alle 3 Teile sind und bleiben abnehmbar (Keller, Unterbau und Schuppen ab Oberkante Unterbau) sodaß jederzeit das Innenleben ausgetauscht werden kann.
    Viel Spaß und bis demnächst.
    Gruß
    Husbert

  • Moin Husbert,


    das ist schon klasse, wenn das selbstgezimmerte Fachwerk steht :thumbsup:


    Aber - ... ein Wenig gut gemeinte Kritik möchte ich hier anbringen :whistling: :


    Was mich, nicht nur bei Deinem Fachwerk-Güterschuppen, verblüfft ist, dass Du bei den Gebäude-Ecken eine verstärkte Konstruktion gewählt hast, die beim Original, zum Einen sehr aufwändig und zum Anderen sehr kostenintensiv ist.


    Laut dem "Handbuch der Holz-Konstruktionen von Theodor Böhm, 1911" wurde solch eine verstärkte Konstruktion nur bei mehrstöckigen Speicher-Gebäuden angewendet, wobei die Wände "hohen Belastungen" ausgesetzt werden.


    Für einen "einfachen" Güterschuppen würde sicher auch eine einfachere Konstruktion der Gebäude-Ecken ausreichen :



    Diese zeichnung habe ich dem oben genannten Fachbuch entnommen. ;)



    Tschüß aus Leese


    Frank-Martin

    Gutes Werkzeug kann man(n) nur durch noch Besseres ersetzen !!! ;)

  • Hallo Hans-Martin,
    da hast Du völlig recht. Das ist einer von den Kompromissen die ich deshalb gemacht habe um die Wände einzeln erstellen
    zu können , sie abnehmbar zu machen und um die Seiten besser verkleben zu können. Nach der Außenverkleidung ist sowieso nichts mehr zu sehen.
    Ich werde beim nächsten ähnlichen Gebäude das mal mit schmalen Außenpfosten versuchen.


    Die Bauzeichnung sieht auch nur einen Pfosten an der Ecke vor.
    Gruß
    Husbert

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