Hochbauten für Spur 0

  • Hallo miteinander,
    heute stelle ich meinen Erstversuch vor: Köflokschuppen aus Addieteilen, Balsaholz und PVC-Platten
    Natürlich ist er noch nicht fertig da das Dach noch fehlt und div. Austattungskleinigkeiten.
    Ich bin fürs Erste zufrieden da der neue Maßstab doch ein gehöriges Umdenken erfordert.
    Mein EG basiert auf der Modellzeichnung von Buennig (Bhf Henstedt-Kisdorf) ist aber mehr dem Bahnhof Sülfeld nachempfunden.
    Z.Zt. fülle ich die Gefache aus und werden ihn dann zur Begutachtung austellen.


    Gruß an alle


    Husbert

  • Dank der dunklen Jahreszeit und den abgeschlossenen Gartenarbeiten konnte ich die letzten 3 Wochen an 2 Projekten bauen bzw. weiterbauen.
    Mein Bahnhof Sülfeld schreitet voran und wartet noch auf die Fenster,Türen und das Dach.
    Parallel dazu habe ich ein Materiallager für die Köf begonnen. Dazu verwendete ich Balsaholz, Kiefernleisten und 1x4mm Lindenholz von Krick.
    Das Ganze muß noch gebeizt und mit Wellblech eingedeckt werden. Bei den Wellblechen bin ich noch nicht fündig geworden, will sagen das die bisherigen Produkte noch nicht zufriedenstellend sind.
    Aber seht selbst.

  • Es geht weiter obwohl ich nicht so gerne auf mehreren Hochzeiten tanze.
    Köfschuppen, Bahnhof und Materiallager noch nicht fertig und jetzt noch ein Halbrelieflagerhaus.
    Meine Frau, sonst sehr verständnisvoll, schüttelt nur den Kopf und murmelt etwas von " fang doch endlich mal mit dem Modulrahmen an". Recht hat sie ja aber es juckte nachdem die anderen immer so schöne Projekte
    präsentieren.
    Also nun eine Vorschau zum Lagerhaus , bzw. Landhandel.
    Wie schon so oft sind meine beliebten Baumaterialien 3 mm PVC, Balsaholz, Kiefernleisten und meine unverzichtbare Tischsäge (Proxxon)
    Die Verfeinerung mit Zurüstteilen/Einrichtungsgegenständen und und Zubehör wie Kisten usw. ist leider immer sehr abhängig von der Auslieferung.


    Damit das Gebäude bei späterer Beleuchtung nicht so leer aussieht habe ich aus dem Internet entsprechende Hintergründe kopiert und an die Rückwand geklebt.
    Viel Vergnügen.
    By the way: Angefangen habe ich am Freitag.

  • Hallo Husbert,


    DAS SIEHT DOCH VIELVERSPRECHEND AUS!


    Schöne Arbeiten - und lass DICH von deinem geliebten Weibe nicht kirre machen!


    Ein ECHTER MANN tut IMMER das, was ihm SPASS macht. Wo kämen wir denn hin, wenn wir immer kognitiv handeln? Nee, auch Männer just want to have fun (frei nach Cyndi Lauper).


    Weiter so Husbert - und euch allen einen schönen Abend.


    Mit grinsenden Grüßen


    Holger

  • Danke Holger!
    Noch ein Nachtrag zum Landhandel:
    Abmessungen: 40 x 13 x 21 cm (l x b x h)


    Die Mauerteile sind von Addie. Jetzt noch die Dächer mit Dachpappe eindecken und alle Holzteile beizen.
    Die Frage stellt sich allerdings ob die Dachträger für das Vordach ausreichen? Wäre es besser noch jeweils einen in die Mitte zusetzen?
    Wo gibt es Geländer aus Kunststoff?


    Husbert

  • >Die Frage stellt sich allerdings ob die Dachträger für das Vordach
    ausreichen? Wäre es besser noch jeweils einen in die Mitte zusetzen?<


    Hallo Husbert,


    je nach Schneefallzone haben die Zimmerleute und Dachdecker Tabellen, in welchem Abstand die Sparren zu verlegen sind. Und da wir Deutschen ohnehin ängstlich sind, werden meist ein paar mehr eingebaut, als erforderlich ist. Bei meinem Haus mit 45° Dachneigung haben die Zimmerleute einen Abstand von 60 cm gewählt, sicher etwas reichlich Holz, was da verbaut wurde (sieht aber gut aus :rolleyes: ). Ich würde sagen, bei diesem Vordach einen Sparrenabstand von 90cm bis 1,00m nehmen (bei Schalung mit Dachpappe oder Wellblech, bei Ziegeldeckung eher kürzeren Abstand).


    Dann musst Du dir noch Gedanken beim Dachstuhl des Gebäudes an den Ecken machen. Die Traufbretter werden einen zu langen Überstand haben.
    Die am Giebel herausstehenden Balken hättest Du tiefer legen müssen, so dass Du auf deren äußeren Enden noch einen Sparren auflegen kannst.
    Da das Dach noch nicht gedeckt ist, kannst Du das sicher noch ändern.


    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  • Hallo Rollo,
    danke für Deine Anmerkungen wo Du sicherlich auch recht hast.
    Ich werde aber da ein wenig schummeln. Wenn erstmal die Stirnbretter dran sind sieht es kein Mensch mehr. Zudem werde ich den Unterschlag mit feinem Lärchenholz verkleiden. IFür das Vordach habe dich der Statik noch 2 weitere Stützen spendiert die einigermaßen symmetrisch sind.
    Als Eindeckung wollte ich Dachpappe (Schmirgelpapier 400er) nehmen.

  • Ein Trafohäuschen nach nordeutschem Vorbild.
    Wie immer ist Addie der Vater, die Tür ist selbstgemacht. Jetzt wartet es auf die Isolatoren, auch von Addie. Oder hat jemand eine andere Bezugsquelle?
    Wer sich sein eigenes Trafohäuschen bauen will findet es unter http://www.trafoturm.eu.
    Jetzt zu den Bildern.
    Der Landhandel hat mittlerweile schon mal eine Dachunterkonstruktion und wird in Kürze mit Kupferblech belegt welches dann mit Patina versehen wird. Die Streifen werden mit Sicherheit fummlig.
    Meine besorgte Holzbeize war leider zu dunkel deshalb habe ich beim beizen abgebrochen. Im Bauhaus gibt es zum Glück Tütchen jeder Farbe für 2,98€ zum Auflösen.

  • Moin Husbert,
    sehen von den Proportionen her schon sehr gut aus deine Bauwerke, aber liegt das an der Beleuchtung ,oder sind die hellen Ziegel/Klinkerflächen quitschgelb?
    Sand oder ockerfarben würden aus meiner Sicht besser passen

    Beste Grüße aus dem Keller,


    Pat

  • Hallo Husbert,


    der Landhandel ist Dir gut gelungen, jedoch stimme Kellekind zu. Ich denke das Gebäude würde perfekt aussehen, wenn Du die Bauteile lakieren bzw. anmalen würdest um den Plastikglanz zu beseitigen. Damit meine ich nicht nur die Fassadenteile sondern auch die Fenster, Türen, die Rampe und auch die Details wie Feuerlöscher etc.. Trotzdem tolle Arbeit. Weiter so.


    Grüße,
    Joachim

  • Hallo Nuller,
    heute zwei Bilder vom Baufortschritt des Bahnhofs. Der Bahnhofstorso vom Beginn des Threads ist Geschichte bzw. wird nicht weiterverfolgt.
    Dafür habe ich den Bahnhof Vogelsang zu meinem Lieblingsprojekt gewählt.Hier nun2 Bilder aus dem aktuellen Stadium.
    Mit der Fertigstellung des Daches warte ich noch bis ich einige Zubehörteile von Stangel in Buseck erworben habe.
    Obwohl ich die Wände nochmals stark abgetönt habe ist es auf den Bildern nicht so recht zu sehen was ich auf das Sonnenlicht zurückführe.

  • Als nächstes der Baubericht über ein Wiegehäuschen. Ob es für den Landhandel oder für die Gleiswaage eingesetzt habe ich noch nicht entschieden.
    Die verwendeten Materialien:
    3 mm Polystyrolplatten aus dem Baumarkt
    div. Kiefernleisten
    Zubehör von Addie
    Reste aus der Bastelkiste
    Bei den Fenstern habe ich die erste Sprosse entfernt und bei der Eingangstür die obere Füllung durch Klarsichtfolie ersetzt. Nun suche ich noch eine Nachbildung der Wiegevorrichtung.
    Das Dach über dem Eingang und der Toilette ist aus Furnierleisten, das Dach über dem Dienstraum ist weiße Bretterplatte von Evergreen. (Sieht man leider nicht, aber sonst wäre es innen so dunkel.
    Am Eingang habe ich eine verkleinerte Tabelle von Gewichtsangaben für LKW's mit Ladung angebracht.
    Türklinken und Beleuchtung sind demnächst vorgesehen, genau wie das Riffelblech für die Schienenwaage oder die holzbeplankte Waage für LKW o.ä.
    Auf das Dach muß noch die Sperrscheibe ? drauf. Wo erhält man die?
    Dem geneigten Leser fällt sicher auf das ich auf gelb stehe. Erstens sehen meine Häuser etwas anders aus und zweitens heben sie sich besser nachher von der Anlage ab. Dunkle Farben schlucken halt viel Licht.
    Und vorbildgerecht ist es auch, wenn auch nicht so häufig.
    Aber nun seht selbst.
    Gruß
    Husbert

  • Hallo Husbert,


    tolles kleines Empfangsgebäude von Vogelsang, das du da gezaubert hast. Ich war selbst schon mal dort und war von der Kompaktheit beeindruckt. Warteraum, Toiletten, Stellwerkanbau und Güterschuppen, kleiner geht´s woh kaum. Weiterhin viel Spaß beim Basteln wünscht


    Micha

    Edited once, last by BahnMichel: Rächtschraibfeler korrigiert ().

  • Hallo Micha,
    danke für die Bewertung. Das war Liebe auf den ersten Blick.
    Klein ist aber relativ. Die Abmessungen sind : Länge 60cm, Breite 30 cm und Höhe max 16 cm. Ich war so befangen von dem Gebäude das ich nicht bemerkt habe dass der Schuppen für meine Anlage hätte rechts stehen müssen d.b. der Bahnhof wird künftig mit dem Rücken für das Ladegleis leicht schräg zum Anlagenrand stehen. Dies hat den Vorteil das ich den Bahnhof dann ziemlich von beiden Seiten sehen kann.
    Gruß
    Husbert

  • An dieser Stelle möchte ich mal meine Utensilien zeigen die ich für den Modellbau so benutze:
    Stiftenklöbchen für feine Bohrungen
    div. Feilen
    Krokodilklemmen (Wäscheklammern tun's auch)
    Laubsägebogen (o.Abb) mit feinen Sägeblättern
    Tischkreissäge von Proxxon mit Anschlag
    rechter Winkel
    Stahlineal
    div Fräser und Bohrer (einige habe ich vom Zahnarzt umsonst erhalten)
    div. Klebstoffe
    Lötkolben (o.Abb)
    div. Zangen
    Schere
    Cutter
    Pinzetten
    Bohrzwerg mit einer feinen Trennscheibe
    Als Arbeitsunterlage benutze ich eine Granitplatte (schont den Tisch) und eine Schneidematte (kennt auch jeder) Cutting-mat 30x22cm
    Plasto (Faller) läßt sich feilen und anmalen
    Sekundenkleber


    Noch ein paar Worte zu meinem Wiegehäuschen. Die Herstellung von Gehrung bei Mauerplatten ist nachträglich sehr arbeitsaufwändig und nicht immer erfolgreich anzusehen.
    Ich klebe z.B. Mauerplatten nach Ausrichtung der Fuge stumpf aufeinander. Dahinter klebe ich zur Verstärkung 3 mm Polystyrol um die Wandstärke und die Haltbarkeit zu erhöhen.
    Jetzt kommt der Bohrzwerg mit der Trennscheibe zum Einsatz. An den Stoßkanten werden nun die Mauerfugen vorsichtig eingeschnitten. Wenns mal daneben geht, macht nix. Einfach plan feilen und erneut
    einritzen. Vorraussetzung ist genaues Verkleben der Wandteile sonst sieht man es auf dem Foto ,wie Ihr Euch selbst überzeugen könnt. Merke: Das Kamera-Auge ist unbestechlich!
    Beim Patinieren der Ecken sparsam mit Farben umgehen da die Fugen mehr Farbe aufnehmen!
    Das hinterkleben mit Polystyrol hat drei Vorteile:
    1. Die Stabilität wird erhöht und man kann die Wände ohne Verkleben zum Anschauen aufstellen. Bei einigen Gebäuden habe ich die Innenverkleidung ausgeklinkt sodaß man die Ecken ineinander stecken kann.
    2. Licht kommt nur noch durch die Fenster rein/raus
    3. Laibungen haben eine vernünftige Wandstärke


    Für das Zusammensetzen empfehle ich den Bau einer Grundplatte mit fixierten Innenmaßen. Das hat den Vorteil das man beim Aufbau der Wände Anschläge hat und die spätere Inneneinrichtung nachträglich einbauen kann. Man kann nun jederzeit das Gebäude abheben und Figuren oder andere Dinge einfügen.
    Grundsätzlich empfehle ich beim Zusammenbau Gebäude mit einem Gummi zu fixieren und ein, zwei Tage stehen lassen. In dieser Zeit kann man jederzeit noch Änderungen einplanen.


    Noch ein paar Tipps:
    1. Wenn man sich für eine Epoche und für eine Gegend entschieden hat (z.b. für Bayern) dann sollte man tunlichst Gebäude auswählen die dahinpassen. Ein preussisches EG hat nichts in Bayern zu suchen und umgekehrt.
    2. Die wichtigsten Faktoren beim Selbstbau sind Geduld und Zeit. Etwas übers Knie brechen ist kontrapoduktiv und man ärgert sich hinterher.
    3. Kunststoffgebäudeteile vor dem bemalen gründlich entfetten! (z.B. mit Spülmittel)
    4. Bauteile, so es geht, vor dem Zusammenbau bemalen und gründlich trocknen lassen.
    5. Überwiegend matte Farben verwenden
    6. Baumaße und Abmessungen auf volle mm Abrunden.
    7. Für mehrere Bauteile (Dachgerüst o.ä) lohnt sich der Bau einer Klebeschablone immer.
    8. Schaut Euch in der Natur um und macht Fotos von Eurem Wunschgebäude oder der Brücke Eures Geschmacks. Dafür ist auch immer ein Urlaub gut.
    9. Eine gute Kamera mit einem ausreichenden Zoomobjektiv ist auch sehr nützlich. Manchmal steht ein launischer Hund vor dem Zielobjekt oder es ist so nicht erreichbar.
    10. Ein Bausatz ist schön und was für Schnelle, besser aber ist es einen Bausatz so zu verändern dass er seine eigene Note bekommt. Oft genügt eine andere Anordnung der Anbauten oder eine Holzverschalung im Obergeschoß oder eine andere Farbgebung.
    11. Laßt Luft in die Häuser! Ein offenes Fenster oder Tür zeugt von Leben darin.
    12. Steht das Gebäude endlich da wo es geplant ist, bitte die Lücken zwischen Gebäude und Straße schließen. Nichts ist unschöner als ein sichtbarer großer Spalt.


    Nun reicht es erstmal. Vielleicht kennt der versierte Modellbauer das alles schon, ich dachte aber für die Neueinsteiger das mal aufzuzählen.
    Fragen? PN!
    Völlig erschöpft vom Schreiben!
    Husbert

  • Moin Husbert,


    bei der - für mich - unverzichtbaren Tischkreissäge solltest Du die Reste des nervigen und sinnlosen Schnittschutzes auch entfernen. Ich habe dies getan, weil unter ungünstigen Bedingungen - also praktisch immer - der Sägeschlitz am senkrechten Blatt des Schnittschutzes hängenbleibt.
    Der Versuch, das Werkstück passend zu führen, gefährdet die Finger mehr als der nicht vorhandene "Schnittschutz".


    Abseits davon darf ich Dir ein großes Lob für die Ordnung an Deinem Arbeitsplatz aussprechen, Du hast ja bestimmt nicht extra für die Fotos aufgeräumt. ;-)


    Gruß, Matthias

  • bei der - für mich - unverzichtbaren Tischkreissäge solltest Du die Reste des nervigen und sinnlosen Schnittschutzes auch entfernen. Ich habe dies getan, weil unter ungünstigen Bedingungen - also praktisch immer - der Sägeschlitz am senkrechten Blatt des Schnittschutzes hängenbleibt.
    Der Versuch, das Werkstück passend zu führen, gefährdet die Finger mehr als der nicht vorhandene "Schnittschutz".


    Hallo Matthias,


    der Spaltkeil hinter dem Säagblatt hat eigentlich die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass das Werkstück beim Sägen nicht verklemmt. Dazu muss er allerdings vorn eine Fase haben, was bei miener Proxxon nicht der Fall ist, und dann tritt der von Dir beschriebene Effekt ein. Also, wenn man den Spaltkeil mit einer Fase versieht und keine Sägeblätter verwendet, welche dünner als der Spaltkeil sind, klemmt nichts.
    Den oberen Sägeschutz habe ich allerdings auch abgebaut, denn der verdeckt mir meine angezeichnete Schnittstelle.


    Wichtiger Hinweiß: Diese Teile bitte nicht bei einer richtigen Kreissäge entfernen! Wenn man das erste Stück Holz beim Sägen an den Kopf bekommen hat, weiß man warum. :thumbup:


    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

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