Kleiner Raum, kleine Anlage

  • Habe eine ziemliche Zeit damit verbracht, in meinem kleinen Raum(3x3m) irgendwie ein wenig Fahrspaß unter zu bekommen. Für meinen Geschmack ist mir das gelungen. Der untere Rangieteil (schwarz-grau) ist an den Inglenook Gedanken angelehnt.Inglenook . Die oragenen Gleise liegen 15cm über den Schwarzen. Da richte ich einen Pendelbetrieb ein. Wollte ich einfach mal vorstellen.
    Gruß, Ulli

    @ss, Gas or Grass, Noboy Rides For Free.

  • Hallo Ulli,


    ich möchte Dich und Deinen Entwurf nicht kritisieren - da muss einfach jeder nach seiner Fasson selig werden.
    Aber für meinen Geschmack fehlt einfach eine Umsetzmöglichkeit. Man kann keinen Waggon von den linken auf die rechten Gleise kriegen, weil die Lok (außer Köf passt da wenig hin) nicht auf die andere Seite der Wagen kommen kann.


    Grundsätzlich gebe ich zu bedenken, dass ein Raum mit 3 x 3 m Grundfläche schon für eine H0-Anlage sehr knapp bemessen ist. Bei Null wird es sehr, sehr schwierig, ein überzeugendes Betriebskonzept hinzukriegen; schliesslich entspricht der Raum nur 135 x 135 m im Original - was ein Bauer mal eben zwischen Tagesschau und Wetterkarte abernten würde...


    Hast Du schon einmal darüber nachgedacht, statt einer stationären Anlage mit zwangsweise rudimentärem Gleisplan lieber einen Modulbahnhof aus einzelnen Segmenten zu bauen? Das hätte viele Vorteile für Dich:
    - Man hat schneller ein Erfolgserlebnis
    - Auch großzügigere Weichen lassen sich einbauen
    - Man kann nach einem Vorbild bauen
    - Man hat mit anderen zusammen maximalen Betriebsspaß, einschl. Fahrplan und Zugmeldungen.


    Unerheblich ist dann auch, ob man einen Kopf- oder Durchgangsbahnhof baut und man quält sich nicht mit den berühmten "Mindestradien" in Raumecken herum. Da gehen dann nämlich auch Vorbildradien wie 190 m (= 4,22 m in Null) - sieht toll aus!


    Grüße,
    Jan

  • Hallo Ulli,


    ich muß leider auch sagen, daß deine Raumausnutzung ziemlich suboptimal ist. Sieh dir mal den Gleisplan von Rheinhaven an (Die Rheinhaven-Story, Teil 1).
    Vom rechten Rand bis links zehn Zentimeter hinter dem Beginn der Abschrägung sind es ebenfalls 3m (hinter der Weichenspitze bleiben dabei ca. 40 cm als Ausziehmöglichkeit), und ich habe einen Schattenbahnhof, (mindestens) fünf Gleisanschlüsse plus Steigungen, die auch ein wenig vertikale Ausdehnung möglich machen.


    Tschüß
    Utz

    My Private Idaho - die Camas Prairie Railroad (H0) und Laclede Timber & Coal (0n30)

  • Hallo Ulli,
    erst würde ich mal gerne wissen: gibt es einen Grund dafür dass du nur 2x2 nutzt ?
    Dann wollte ich mal auf einen Entwurf den Ekkard gemacht hat hinweisen, das ganze liegt eher quer im Raum vielleicht hilft dir das auch ein wenig.
    http://www.em3p.de/em/anlagen/patrik-01.jpg
    und hier die Anlagenzunge in den Raum, kann man bei Nichtbetrieb auch wegräumen wenn es sein muss.
    https://picasaweb.google.com/l…liipFm0?feat=embedwebsite


    Grüße
    Patrik

    die Räder vom Zug dreh´n sich rundherum ,rundherum ,rundherum :thumbup:

    Edited 3 times, last by Patrik ().

  • Hi!


    Was denkt ihr, wie lang macht es Euch Spaß 3m vor und zurück zu fahren?


    Jeder ist anders, aber mir fällt bei den dort möglichen Fahrsituationen nach einer viertel Stunde vor Langeweile die Decke auf den Kopf. :D



    Grüße
    Torsten

  • UtzRK


    Hallo Utz


    verlinke doch bitte mal Deine Gleispläne um aufzuzeigen was auf kleiner Fläche möglich ist .
    War ganz fasziniert als ich auf Deiner Seite war , obwohl ich ja bekanntlich ein verfechter der Wandrundumanlage( was ein Wort ) bin .


    Gruß
    Jürgen

    wer mich als Freund hat , braucht keine Feinde :D

  • Hallo Torsten,
    ich weiß nicht so genau wie ihr euch das immer so vorstellt, aber ich habe nicht mal gerade 5.000 Euro rumliegen um ne raumfüllende Anlage auf einmal zu kaufen.
    Also Teppichbahning vor und zurück bis ich das Material zusammen habe.


    Grüße
    Patrik

    die Räder vom Zug dreh´n sich rundherum ,rundherum ,rundherum :thumbup:

  • Patrick


    So eine Anlage wird ja von den wenigsten sofort und komplett gebaut .
    Zuerst sollte die Planung stehen und dann die Ausführung .
    Eine Anlage wächst wie ein Kind mit den jahren und wird nie fertig .


    Gruß
    Jürgen

    wer mich als Freund hat , braucht keine Feinde :D

  • Hallo Jürgen,
    aber ganz genau, ich bin ja erst eingestiegen und mir macht es auf alle Fälle immo mehr Spass mit meinem Köf Startset und ein paar zusätzlichen Weichen und Schienen zu rangieren als alles ins Regal zu stellen. Mein Vorschlag oben besteht ja auch aus sehr vielen Startsetbestandteilen, und das leidige Kistenstapeln von N hat nun auch ein Ende. :whistling:


    Hallo Michael,
    vielen Dank für die Gleispläne, die sind natürlich phantastisch da mein Raum exakt 4,23x3,39 groß ist. :thumbup:


    Grüße
    Patrik

    die Räder vom Zug dreh´n sich rundherum ,rundherum ,rundherum :thumbup:

    Edited once, last by Patrik ().

  • Hallo Michael,
    aber das weiß ich doch, trotzdem darf ich doch danke sagen wenn du die in so schöner Form präsentierst.


    Grüße
    Patrik

    die Räder vom Zug dreh´n sich rundherum ,rundherum ,rundherum :thumbup:

  • Hallo Ulli,


    ich habe mir gestern mal Gedanken gemacht, wie ich an deine Problemstellung herangehen würde. Eins vorweg: auch auf 3 mal 3 Metern ist ein sinnvolles Konzept möglich - nur wie bei allen Spur-Null-Zimmeranlagen muss man sich auf ein ganz konkretes Thema fokussieren! Utz‘s Rheinhaven ist schonmal ein seeeehr gutes Beispiel. Aber auch als Anfänger mit wenig mehr als der Startpackung kann schon viel Betrieb gemacht werden. Der von mir entwickelte Gleisplan kommt mit drei Weichen und einer DKW aus und ist somit kein Utopia mit Riesenbudget. Ich habe ihn mit der heißen Nadel gestrickt und er ist im jetzigen Stadium bei weitem nicht perfekt. Ich möchte Dir hiermit nur einen Denkanstoß geben, was alles möglich ist ohne dass es überladen oder eingezwängt wirkt.




    Es handelt sich um das Ende einer kleinen Güterbahn. Ausgangs- und Endpunkt bildet die fünfgleisige Fiddleyard-Schublade von etwa 100 cm Länge. Das genügt für kurze Übergaben bestehend aus einer Lok mit zwei oder drei Zweiachsern. Die Anlage ist grundsätzlich in zwei Bereiche gegliedert: einen „Streckenteil“ im Vordergrund und einen „Anschliesserteil“ im Hintergrund. Der Wechsel erfolgt auf der gegenüberliegenden Seite. Dort besteht ggf. die Möglichkeit einen kleinen Haltepunkt einzurichten zu dem die Arbeiter mit einem VT oder eine einzelnen Donnerbüchse gebracht werden können. Oder es handelt sich auch um eine weitere Güterwagen-Betriebsstelle. Das vordere Gleis dient als Ziehgleis. Auf dem Streckenteil besteht zudem (über Weiche und Fiddleyard) eine Umsetzmöglichkeit.


    Über eine Sägefahrt kann der Gleisanschluss oben links erreicht werden während die Wagen für den Werksanschluss im unteren Bereich von der Streckenlok auf die Waggondrehscheibe gedrückt werden. Diese sollte lang genug sein um einen Dresden aufnehmen zu können - hier bietet sich ein Selbstbau auf Basis einer alten H0-Drehscheibe an. Der Verschub innerhalb des Werkanschlusses kann mit der werkseigenen Köf ebenfalls vom Fiddleyard aus erfolgen. Da alle Strecken- und Anschliesserfahrten im FY beginnen und enden kann auch problemlos ein Wagenumlauf mit beladenen und entladenen O-Wagen dargestellt werden!


    Die Ausgestaltung hängt natürlich von der Art der einzelnen Anschliesser ab. Den Übergang zum FY würde ich mit einer Strassenbrücke tarnen. Um den Werksanschluss deutlich von Streckenteil abzugrenzen bietet sich neben der Brücke ein höheres Gebäude an - dieses kann ggf. innen hohl ausgeführt werden und bietet sich so für ein weiteres verstecktes Abstellgleis vom FY aus an. Um die Trennung vom Streckenteil zum Anschliesserteil zu verdeutlichen, könnte der hintere Teil auch auf einem leicht erhöhten Niveau (+2 bis 3 cm) verlaufen.


    Aber ich möchte mich jetzt nicht in Details verlieren sondern wünsche Dir viel Spass beim Gleisplangrübeln.


    Frohe Ostern und viele Grüße aus dem Sauerland


    Tom

  • Liebe Forenleser und Forenteilnehmer,


    es ist hier und ist und war auch woanders öfters zu beobachten, dass große Begeisterung am Maßstab 1:45 (u.ä) besteht, es sich aber gleichwohl aufgrund der Platzverhältnisse problematisch darstellt, eine stationäre Betriebsbahn mit befriedigenden Betriebsmöglichkeiten zu realisieren.


    Schon einmal an Schmalspurbahn gedacht? Auch Schmalspuranlagen unterliegen der Fazination des großen Maßstabes. Nur können Radien, Gleislängen etc. deutlich enger, kleiner und damit platzsparender konzipiert werden. Auch auf einer kleineren Fläche ist noch komplexer Betrieb möglich. Es gibt Großserienqualität noch aus dem Fleischmann MagicTrain Nachlass und auch bei Henke gibt es ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis in Kleinserienqualität. Und wenn man sich umschaut, finden sich noch viele andere Produkte (von ex Märklin MINEX der 70er-Jahre bis Kleinserienedelschmieden). Übrigens auch Selbstbau oder das Schnitzen aus bestehenden Serienkomponenten lässt Modellbauspaß aufkommen.


    Und wer nicht ganz ohne "Breitspur" auskommt, der kann ja eine Umladestelle oder eine Übergabe auf Rollwagen / -böcke vorsehen.


    Einfach mal eine Anregung für die arg Platzbeschränkten unter den Forenteilnehmern...


    Herzliche Grüße


    Kallisto

  • Danke für Euere ganzen Beiträge. Ich werde alles mal ausprobieren. Euch kann ich nur mal empfehlen, falls ihr mal 2 Weichen übrig habt, so einen Inglenook aus zu probieren. Ihr werdet euch wundern, wie viele Möglichkeiten es da gibt!
    Und ob meine Züge jetzt 3 m Rollen oder 5, ist nicht wirklich relevant.
    Mir macht es auf jeden Fall einen riesen Spaß auf meiner Anlage zu Rangieren.
    Und Module sind der nächste Schritt und auch schon in Planung.
    Aber mir macht es einfach Spass, ohne irgendwelches Gerödel ein paar Rangieraufgaben nach Feierabend zu lösen(spielen). Dafür die stationäre Anlage.
    Gruß aus dem Münsterland, Ulli

    @ss, Gas or Grass, Noboy Rides For Free.

  • Hallo, ich noch mal. Habe natürlich alle Vorschläge gelesen und weiter getüftelt.
    Zu meiner Motivation vielleicht ein paar Worte:
    Ich habe NULL Ahnung von der Bahn. Daraus ergibt sich leicht, dass ich nicht in der Lage sein werde, einen wirklich realen z.B. Bahnhof(unabhängig von den Platzverhältnissen) zu planen und danach auch noch ins Modell umzusetzen.
    Die Gründe, warum ich mich mit der Modelleisenbahn beschäftige sind folgende:
    1. Im Alter von 5 Jahren, ist mein Vater öfter mit mir zum Bahnhof (Wesel/Rhein) spazieren gegangen. Dort stand ich dann auf einem Bahnsteig und ich schaute mir die riesigen, schwarzen Ungetüme voller Ehrfurcht an. Und manchmal, mache ich das heute auch noch:)
    2. Ich bastel gerne.
    3. Ich liebe Rangierspiele, wobei hier die Betonung auf Spiele liegt.
    Vielleicht hilft das ja, meine laienhaften Entwürfe zu verstehen.
    Ich habe sehr großen Respekt, vor den teilweise wirklich fantastischen Anlagen, die hier teilweise vorgestellt werden. Aber das ist nicht mein Ding.
    Trotz allem habe ich natürlich weiter geplant. Ich kann meinen Raum nicht komplett für meine Anlage nutzen. Eigentlich nur eine Wand,als Regal. Habe mich jetzt dazu entschlossen, diese Wand mit 3 Modulen zu bestücken. Der Gleisplan bietet mir stationär Möglichkeiten zum rangieren. Links und rechts sind natürlich Erweiterungen geplant, die ich dann, z.B. bei schönem Wetter draußen Aufstellen kann. Und so, kann ich abends nach Feierabend einfach mal auf die Schnelle mal eine Runde rangieren,s.o.
    LG, Ulli

    @ss, Gas or Grass, Noboy Rides For Free.

  • Hallo Ulli,
    super Idee, ich hab mir den Plan auch schon öfter angeschaut. Auf alle Fälle aber sicherer als deine 1. Ausgangsüberlegung, denn ich finde nichts ist schlimmer als ein halbfertiges ungenutztes Holzungetüm das in der Ecke steht. Wäre schön wenn du uns auf dem laufenden halten würdest was die Baufortschritte angeht, gerade für mich als Anfänger sind solche "Vorlagen" immer gut egal ob es sofort klappt oder man aus den Missgeschicken der anderen seine Lehren ziehen kann.


    Ich drück dir jedenfalls die Daumen dass vieles (alles) auf Anhieb funktioniert.


    Grüße
    Patrik

    die Räder vom Zug dreh´n sich rundherum ,rundherum ,rundherum :thumbup:

  • @ Michael: Genau diese Anlage aus der Miba hat es mir auf Anhieb angetan. So in der Art werde ich mich mal dran machen;).

    @ss, Gas or Grass, Noboy Rides For Free.

  • Hallo Ulli,
    ich habe Deinen Beitrag gelesen und wenn ich mir Deine Vorstellungen und Erwartungen betrachte, so würde ich Dich gerne auf die folgende Website des leider letztes Jahr verstorbenen Carl Arendt hinweisen. Im dortigen Scrap Book und den folgenden Seiten findet man nur Klein- und Rangieranlagen, von der einfachen "Rangierplatte" bis hin zu super ausgestalteten Anlagen.
    Carl Arendt
    Daneben gibt es eine Veröffentlichung von der englischen Spur 0 Gemeinschaft zum Thema Kleinanlagen, auch zum einfach nur durchschmökern eine super Publikation. Die erste Ausgaben kann man hier frei herunterladen:
    Small layouts


    Ich hoffe Du findest dort hikfreiche Anregungen oder hast einfach nur Spaß beim Stöbern


    Gruß Chris

    Der Pessimist sieht das Schwarze im Tunnel
    Der Optimist sieht ein Licht am Ende des Tunnels
    Der Realist sieht den Zug kommen
    Der Lokführer sieht drei Deppen im Gleis sitzen :D

  • Danke, die Seite kenne ich und ich habe auch seine Bücher. Kann man immer wieder zum durchstöbern nehmen;).

    @ss, Gas or Grass, Noboy Rides For Free.

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