Sommer Sonne Luftfeuchtigkeit.

  • Hallo Miteinander im Sommerloch.


    Nun muß ich mal eine Frage an die Modellbauer stellen.


    Zur Zeit herschen bei uns im Norden ja seit mitte Juni sehr hohe Temperaturen wie oft an einigen Tagen mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit. Mittlerweile hat die Luftfeuchtikkeit auch meinen Keller erreicht. Davon abgesehen das Holz arbeitet und sich die Klappbrücken und Einschubmodule schon etwas klemmen habe ich aber beim Fahrbetrieb schon seit kuzer Zeit einige Probleme. Die Loks fangen an im Lauf zu stottern ( V60 sowieso ) und zeigen einen unregelmäßiges Laufverhalten.


    Um eins vorweg zu nehmen , die Schienen und die Lokräder sind sauber geputzt.( heute noch gerade )


    Ich habe nun keine Geräte zur Luftenfeuchtung im Keller im Einsatz , das was ich morgen aber mal machen werde ist einige kleine Eimer mit Streusalz unter der Anlage zu deponieren, mal sehen ob das was hilft.


    Nun meine Frage , kann es sein das eine zu hohe Luftfeuchtikeit sich auf das Laufverhalten der Loks eine negative Auswirkung hat , oder ob das Schienensystem dadurch für die Stromabgabe eingeschränkt wird.


    Gruß Hein

  • Hallo Hein,


    vielleicht solltest Du einmal ein Hygrometer aufhängen, um die Luftfeuchtigkeit zu messen. Ich habe im Moment ca. 65% Luftfeuchtigkeit bei ca. 23 Grad. Ich hatte noch nie Probleme.


    Viele Grüße
    Robert

  • Hallo Hein,


    ich könnte mir vorstellen, dass bei hoher Luftfeuchtigkeit, sich diese an den Schienen niederschlägt und dadurch der, in der Raumluft vorhandene, Staub schneller und vielleicht auch besser auf den Schienenköpfen gebunden wird.
    Egal, ob man die Schienen
    gerade geputzt hat oder nicht ... ?(


    Bei mir auf dem Dachboden herrschen momentan tropische 27°Celsius, bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 48%. :whistling:


    Dabei habe ich mit meinen H0e-Fahrzeugen, die ja eine noch viel kleinere Kontaktfläche zu den Schienen haben, keine fahrtechnischen Probleme.



    Tschüß aus Leese


    Frank-Martin

    Gutes Werkzeug kann man(n) nur durch noch Besseres ersetzen !!! ;)

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  • Hallo Hein,
    das mit dem Streusalz ist eine GUTE Idee. Denke nur an das RECHTZEITIGE auswechseln. Eventuell kannst du ein engmaschiges Sieb kurz über dem Eimerboden einbringen, und darauf das Streusalz einfüllen, dann sammelt sich das aufgenommene Wasser unten, und du kannst die Eimer REGELMÄSSIG entleeren, und das Streusalz über einen LÄNGEREN Zeitraum einsetzen. Das Salz in entsprechende STOFF Säckchen gefüllt, und in die Eimer gehängt geht genauso gut. Das Prinzip dieser Entfeuchtung kann man immer mal wieder bei "Feinkost Albrecht", in den verschiedenen Baumärkten, und an anderen Stellen KÄUFLICH ERWERBEN, dann natürlich in einer etwas VORNEHMEREN Ausführung, aber von der Funktion her GLEICH.
    Zu deinem "STROMPROBLEM":
    eventuell ist die Luftfeuchtigkeit doch so HOCH, das sich die Stromverteilungspunkte als STÖRSTELLEN ERWEISEN. Dort hat man bei Hoher Luftfeuchtigkeit gerne mal, nennen wir es ALLGEMEINVERSTÄNDLICH Kontaktprobleme, Kriechströme, und wie man diese Bösen Dinge auch immer benennen will. Dadurch können Spannungsabfälle auftreten, die besonders uns Digitalbahnern das Leben nicht gerade erleichtern.
    Über Spanplatten im Anlagenbau haben wir bereits gesprochen, und BRAUCHEN daher die Problematik hier nicht noch einmal auf zu WÄRMEN. Vor vielen Jahren wurde in Wengen im Allgäu mal eine WUNDERSCHÖNE Modellbahn auf Spanplatten erstellt, Der Betreiber war nur noch am REPARIEREN. Schlussendlich hat er dann in die LANGEN Gleistrassen sogenannte Ausgleichsbögen eingebaut, Damit blieb dann zwar die Gleisanlage einigermaßen Fahrbereit, aber die "WÖLBUNGEN" der Langen Platten war doch enorm.
    rObert, herzlichen Glückwunsch, du dürftest einer der wenigen sein, der noch nie Probleme mit seiner Anlage wegen
    Feuchtigkeit- oder Temperaturschwankungen gehabt hat. Oder steht deine Anlage nicht in einem unbeheizten, schlecht belüftbaren Keller?


    Gruß
    Heiko

  • Moin,


    im Grunde ist es ganz einfach :


    Im Sommer möglichst den Eisenbahnkeller nicht lüften, sonst strömt warme Luft in einen kälteren Keller. :cursing:


    Der Taupunkt und die örtliche Temperatur nähern sich (Spread = 0) und die Luft kondensiert die Feuchtigkeit aus.


    Hier hilft im Sommer nur der Betrieb, eines im Vergleich zu den im Keller befindlichen Werten, preiswerten elektrischen Raumentfeuchters. :D:D


    Eimer mit Streusalz sind nur unnötige Spielerei und Geldausgabe. :(


    Ergo im Winter kräftig lüften, kalte Außenluft strömt in einen relativ dazu, warmen Keller und nimmt die Luftfeuchtigkeit auf.


    Der Betrieb eines Raumentfeuchters ist unnötig, lüften genügt.


    Vorrausetzung um den Feuchtegrad zu messen, ist wie schon erwähnt wurde, immer ein Hydrometer.


    Bei mir seit ca. 30 Jahren im Keller erprobt, Versuch macht „kluch“.


    MfG Manfred

    Was nutzt eine gute Antwort, wenn sie nicht zur Frage passt :)

  • Hallo Hein,
    hast du einen feuchten Keller, will sagen Nässe in den Wänden oder ist es nur die Luftfeuchtigkeit der warmen Luft von draußen die dir Probleme bereitet ? Kannst du Lüften ?
    Grundsätzlich kannst du mit einem Klimagerät entgegenwirken oder falls möglich die Heizung anmachen und dann Lüften, wenn es draußen abgekühlt hat, damit transportierst du jede Menge Feuchtigkeit wieder raus.
    Man kann auch versuchen durch öffnen von 2 Fenstern auf unterschiedlich "aufgeheizten" Gebäudeseiten einen Durchzug zu bekommen der ebenfalls eine gute trocknende Wirkung hat.


    Von Salz unter der Anlage halte ich allerdings nicht wirklich viel. Zumindest nicht im Kellerraum, im Kleiderschrank mag das noch für die Restfeuchte der Wäsche Sinn machen aber einen Keller legt man damit sicher nicht trocken :)


    Zur Stromaufnahme, auch da gibt es mehrere Möglichkeiten: Haben sich Lötstellen verabschiedet durch Ausdehnung der Anlage ? gibt es an den Anschlussstellen Problem durch jetzt "kalt" gewordene Stromanschlüsse ?


    Bevor ich dir nun 1000 Tips gebe, würde ich erst mal gerne das Problem eingrenzen. 'Also beschreibe doch bitte mal genauer wie die Situation vor Ort ist.


    Grüße
    Patrik

    die Räder vom Zug dreh´n sich rundherum ,rundherum ,rundherum :thumbup:

  • Hallo Zusammen,
    Ich habe mir für mein Schuppen ein Luftentfeuchter gekauft ( Preis 220€).
    Im Sommer habe ich zwischen 17 und 25 Grad, bei 52-60 % Luftfeuchtigkeit, im Winter läuft der Luftentfeuchter kaum, dafür eine Wibo Heizung, Temperatur zwischen 15 und 19 Grad bei 45 bis 55 % Feuchtigkeit.
    Wichtig ist, das die Feuchtigkeit nicht über 60% erreicht, denn dann fängt Metall an zu rosten und es können sich Übergangswiderstände durch Bildung von Kondenswasser entstehen.
    Die Investition für einen Luftentfeuchter und den Stromverbrauch sollte man schon tätigen, um das teure Hobby zu schützen.
    Gruß Oliver Leisner

  • Hallo Modellbahnfreunde
    Das Salz hygrokopisch wirkt ist unbestritten aber um damit einen Modellbahnkeller zu trocknen braucht es doch eine große Fläche und Menge.
    Da möchte ich vor warnen.
    Salz in der Nähe von Elektronik ist milde gesagt kontraproduktiv.
    Wer mal in einer Saline gearbeitet hat weiß wovon ich spreche.
    Im Baumarkt gibt es für 150€ Luftentfeuchter welche besser für unsere Zwecke geeignet sind.
    Mein Gerät zieht im Moment bei Dauerbetrieb pro Tag ca. 2 Liter.
    Mein Tipp: Salz gehört nicht in den Modellbahnkeller.


    Gruß
    Andi

  • Hallo Hein,
    soweit ich Dich richtig verstehe, hast Du keinen feuchten Keller, sondern Du befürchtest, dass die Luftfeuchtigkeit, die von der Außenluft in den Keller strömt, so hoch ist, dass sogar Störungen im Fahrbetrieb auftreten. Da vor jeder Therapie die Diagnose steht, kann ich Dir nur raten, erstmal mit einem Hygrometer zu prüfen, ob überhaupt ein Anlass besteht, sich darüber Gedanken zu machen. Da ich offenbar zu den Glücklichen gehöre, die noch nie Probleme hatten, nicht mal mit H0 Fahrzeugen, obwohl auf meinem Dachboden im Sommer sehr hohe Temperaturen mit hoher Luftfeuchtigkeit herrschen, tue ich mich gerade bezüglich Spur 0 sehr schwer, die von Dir geschilderte Problematik auf atmosphärische Extreme zurückzuführen. ;)

  • Hallo an alle Luftenfeuchter.


    Jetzt muß ich mich erstmal für die guten und hilfreichen Antworten bei euch Bedanken.Hätte nicht gedacht das fast alle schon irgendwelche Vorkehrungen unternommen haben um Ihren Schutzraum zu schützen.


    Es ist jetzt garnicht so einfach auf alle Hinweise einzeln zu Antworten denn es gibt ja auch widersprüchlichle Meinungen.Einen feuchten Keller habe ich nicht sonst wären wahrscheinlich nicht so viele Spinnengewebe bei mir dort unten, und man sagt ja immer, wenn du Spinnen im Keller hast ist dein Haus in Ordnung


    Jedenfalls ist es in der letzten Woche mir etwas deutlich aufgefallen das meine Loks nicht mehr so fuhren wie sonst, ich habe die Frage desshalb gestellt weil ich vermute das es mit der Luftfeuchtigkeit zusammenhängen könnte, und ob jemand ähnliche Probleme festgestellt hat.


    Ich habe auch schon lange überlegt einen Luftentfeuchter mir zu kaufen, besser ist es auf jedenfall und die Aussagen zum Salz, Pro un Kontra, muß man halt abwegen.


    Jedenfalls gehen diese Temperaturen ja auch bald wieder zurück und das ist das gefährliche daran, man vergisst das Problem schnell wieder und macht wieder nichts.


    Danke für eure Antworten


    Gruß Hein





    ..

    Edited once, last by Hein ().

  • Moin Hein,


    mach keine halben Sachen (Du fährst ja auch Null und nicht HalbNull :-): kauf Die ein Hygrometer und einen Luftentfeuchter, alles andere bringt nix.
    Ich betreibe meine Anlage seit 14 Jahren in einem ca. 9x5 m großen Kellerraum, und genau so lange sind auch Hygrometer und Luftentfeuchter im Einsatz.
    Habe den Entfeuchter so eingestellt, dass er bei über 60% Luftfeuchtigkeit anspringt. In einem Sommer wie in diesem Jahr bei uns im Norden läuft der Entfeuchter ständig und ich hole pro Tag etwa 3 Liter Wasser aus der Luft, obwohl das Haus sehr gut isoliert ist (im Winter läuft das Ding nicht). Man kann sich leicht vorstellen, was diese Feuchtigkeit anrichten würde, wenn sie im Raum bleibt.
    Ich hatte das Glück, Altmeister Rolf Ertmer in Altenbeken in seinem Keller besuchen zu dürfen. Als er seine Anlage vorführte wies er darauf hin, dass wegen eines defekten Luftentfeuchters das trapezartig zugeschnittene, herausnehmbare Anlagensegment am Eingang des Raums nicht einzufügen sei, das Holz wahr schlicht aufgeqollen (siehe auch Miba Report "Von Halbnull zu Null - Pflichtlektüre!!)
    Entfeuchter gibt's ab 120 Euro. Allzeit gute Fahrt, bei jedem Wetter!!


    Matthias

  • Hallo.


    Ok,Ok, Ihr habt mich Überzeugt.Werde mir dei beiden Teile umgehen anschaffen .Ich wollte das glaube schon vor 20 Jahren machen :wacko: , jetzt wird in erhaltenwertes und nützliches Zubehör investiert :) .


    Gruß Hein

  • Ich hatte mal eine kleine Tabelle mit der relativen und absoluten Feuchtigkeit erstellt.
    Da wird glaube ich etliches verwechselt...
    Die Hygrometer messen die relative Feuchte, und die absolute ist die mit tödlicher Wirkung...


    Also für das Lüften ganz wichtig:
    Im Keller und draußen die Temperatur + relative Feuchte messen!
    Und dann in der Tabelle die jeweils absolute Feuchte ablesen.
    Ist die absolute Feuchte draußen deutlich unter der im Keller lüften!
    Und nur dann! Sonst wird der Keller noch feuchter!


    Im Sommer gelingt das fast nie, also einen elektrischen Lufttrockner einsetzen!


    Ich halte die Feuchte im Keller unter 55% "Relativ".
    Papier raschelt, man fühlt sich wohl, Eisen rostet nicht, und wenn dann noch die Temperaturschwankungen sehr niedrig sind machen auch Spanplatten keine Probleme!


    Ach ja, noch etwas: Die elektrischen Luftentfeuchter filtern auch Staub aus der Luft....



    Gruß
    Adalbert

  • Hallo Hein,


    es ist schon alles gesagt worden, leider teilweise falsch, anderes missverständlich! Ich versuchs mal so:

    • Mythos "Lüften":
      in kühlen Kellern sollte man im Sommer nicht lüften, Punkt!


      Die Tabelle von Adalbert ist die Grundlage dafür. Man kann sie in etwa so lesen:
      wenn es draußen 30 Grad sind bei einer rel. Luftfeuchtigkeit von 80 %, enthält die Luft 24,3 g Wasser. Lässt Du diese Luft in Deinen Keller, der z.B. nur 20 Grad hat, bekommst Du ein Problem: die kühlere Luft kann theoretisch 17,3 g Wasser aufnehmen, dann hast Du aber 100 % rel. Luftfeuchte.
      Vorher schlägt sich das überschüssige Wasser an kühleren Bauteilen wie Wände, Gleise, Elektronikbauteilen usw. nieder.


      Da Du aber ein Luftzufuhr auch Im Sommer nicht vermeiden kannst (und willst), ist das eine Sache für einen Entfeuchter!



    • Luftentfeuchter:
      Absolut richtig und daher wichtig für Kellerräume! Wer seine Anlage auf dem gedämmten Dachboden hat, wird mit der Luftfeuchtigkeit keine Probleme haben.


    • Mythos "Salz":
      die Wirkung halte ich für recht zweifelhaft! Unstrittig ist m.E., dass sich salzhaltige Luft und Elektronik nicht vertragen!


      Salz im Keller wäre für mich ein absolutes "No go"!

    Viel Erfolg beim Bauen und Basteln,
    Gruß Thomas

  • Das Thema passt!


    Ich habe soeben meinen vor zwei Tagen bestellten TROTEC-Luftentfeuchter bekommen, der den alten von AEG ablösen soll.


    Dieser hatte jetzt über 20 Jahre meinen Keller zuverlässig mit einer passenden Luftfeuchtigkeit bzw. Luftentfeuchtung versorgt.


    Das kondensierte Wasser hat meine Frau und ihren Dampfbügler erfreut, zumal ja das Wasser hier in München äußerst


    kalkhaltig ist. :D


    An Anlagenteilen oder Fahrzeugen war nie etwas von Feuchtigkeitseinfluss festzustellen.


    Mit Grüßen aus dem Süden


    Dieter

  • Hallo ,


    Ist alles gut erklärt worden und man kann es jetzt doch nachvollziehen warum ich momentan doch son bisschen stotternde Loks habe.Aber was schafft denn nun so ein Luftentfeuchter.


    Bei mir sind gut 50 qm Kellerraum zu entfeuchten, wo aber noch Trennwände zwischen sind.Bekommt denn ein Gerät sowas auch hin , oder braucht man da gleich zwei.


    Gruß Hein

  • Der Rauminhalt ist natürlich ein wichtiges Kriterium.
    Aber es kommt auch darauf an wie "dicht" der Keller ist. Fenster, Wände und Türen beachten, durch sie kommt Feuchte rein! Eventuell besser abdichten!
    Natürlich auch trotzdem ab + zu mal lüften, sonst macht es irgendwann keine Freude mehr im Keller...


    Die Wirkungsgrade der Geräte sind nicht groß unterschiedlich, Leistungsstarke haben eine kürzere Laufzeit des Kompressors, schwächere eine höhere.
    Die "Standard" Baumarktgeräte reichen in der Regel. Da die Feuchte im Raum sich ausgleicht braucht auch das Gebläse nicht sehr leistungsstark sein.
    Ich habe 2, einmal eins mit ca. 100W und ein weiteres mit ca. 180W maximale Leistungsaufnahme.
    Für meinen relativ großen Raum reicht auch das schwächere. Nur dauert es etwas länger bis eine niedrige Feuchte erreicht ist,
    denn ich schalte es am Morgen ein + am Abend wieder aus (Eigenstromverbrauch aus der PV- Anlage, ist dann nicht so teuer..).


    Gruß
    Adalbert

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