Glmhs 50 von MBW ausgeliefert

  • Hallo,


    heute sind zwei Glmhs 50 (einer mit Bretterverkleidung) und ein Tnoms 59 von MBW eingetroffen.


    Ein erster optischer und praktischer Kurztest wurde durchgeführt. Dabei zeigten sich die Wagen maßstäblich korrekt und mit einem Gewicht von 440-444 Gramm, sowie optisch sehr detailliert und mit gutem Finish einschließlich sauberer Beschriftung. Lediglich beim Bananenwagen ist die sehr kleine Bedruckung zur Dachdecke fehlerhaft doppelt überdruckt. Das ist für meine Augen aber nur mit der Lupe zu erkennen. Vielleicht ist es auch nur ein Ausrutscher bei meinem Wagen.
    Optisch fällt weiterhin sofort unangenehm auf, dass die Puffer nicht waagrecht montiert sind, sondern nach unten hängen (zumindest bei meinen drei Exemplaren).



    Beim verbretterten Wagen konnte man die richtige Anzahl der Bretterreihen wohl nicht mehr in die Serienproduktion übernehmen. Es fällt allerdings nur auf, wenn der Wagen neben einem diesbezüglich korrekt ausgeführten Wagen von Lenz steht und/oder man es weiss. Dafür hat der Wagen die für die Epoche III korrekten Signalhalter, allerdings in nicht ganz vorbildlicher Form und gemäß dem allgemeinen Trend funktionslos, da nicht durchbrochen.
    Bei den beiden anderen Wagen fehlen diese Signalhalter. Stattdessen sind Imitate der Signalhalter an den Stirnwänden nachgebildet. Die gab es solo (siehe mein Beitrag Nr. 11) aber erst ab Epoche IV und nicht gemeinsam mit der alten Epoche-III-Beschriftung, da vorher die Schlusssignale in der Regel auch von vorne erkennbar sein mussten (ja, es gab Ausnahmen)*. Glücklicherweise ist auf meiner Nebenbahn das vereinfachte Zugschlusssignal generell zugelassen. ;)


    Die Wagen sind ausgezeichnete Leichtläufer und entlaufen auf nicht ganz eben verlegten Gleisen vorbildgerecht, wenn sie nicht entsprechend gesichert sind. Wie die Puffer, so hängt auch die Kupplung etwas nach unten. Deshalb kuppeln die Wagen zwar sehr sanft untereinander, mit Lenz-Wagen jedoch meist nicht kraftschlüssig.



    Trotz der leicht vermeidbaren kleinen Fehler sind die Wagen eine willkommene Bereicherung für den Güterwagenpark.


    Grüße


    * Siehe http://www.bahnstatistik.de/Signale/SB-DB.pdf . Nach meiner Kenntnis wurde dies erst 1986 aus der Signalordnung entfernt, aber es gab bestimmt eine längere Übergangsphase, insbesondere bei Reisezugwagen, die ja schon früher nur von hinten sichbare elektrische Zugschlussleuchten hatten. Hat jemand dazu genaue und verlässliche Daten?


    Edit: Hinweis auf Beitrag Nr. 11 / Fotos eingefügt

    Edited 5 times, last by Doppelnull ().

  • Hallo bw wuppertal,


    als beidseitiger Linkshänder lasse ich da zunächst mal die Finger weg, aber wenn diese Fehlstellung bei noch mehr Modellen auftritt, dann wird uns vielleicht ein erfahrener Bastler oder der Produzent eine Hilfestellung geben können.


    Grüße

  • Hallo miteinander,


    so, auch ich konnte meine Wagen vorhin bei meinem bevorzugten Modellahndealer in Empfang nehmen. Im Wesentlichen kann ich den Bericht von Doppelnull nur bestätigen. Auch bei mir "hängen" die Puffer etwas, aber man muss schon sehr genau hinsehen. Sollte sich aber korrigieren lasse, mal sehen was die Fahrzeugbauprofis dazu sagen.


    Zusätzlich hatte ich ein weiteres kleines Problem. Der Wagen läuft zwar verglichen mit anderen sehr viel besser, Hemmschuhe sind jetzt echt angesagt. ;)


    Aber die feste Achse lief im Vergleich zur kippbaren deutlich schlechter. Könnte mit Kugellager eigentlich besser sein. Also vorsichtig aber beherzt das Achslager etwas aufgedrückt und schon ging die Achse auch raus. Und sah man auch schon die Ursachen:
    1. An den Kunstoffachslagern waren kleine Grate. Die ließen sich bequem mit dem Fingernagel beseitigen. Zusätzlich gleich noch ausgeblasen und gut.
    2. Die Kugellager, es sind wirklich welche, waren (Entschuldigung) pfurztrocken. Je ein winziger Tropfen Uhrenöhl und siehe da unser alter Uhrmacher hatte mit seinem berühmten Spruch vollkommen recht." Da missen wir en Eeel dran jeben!"


    Und nun braucht man wirklich Hemmschuhe. ;) :)


    Gruß, Bernd

  • Auch meine zwei kamen heute direkt von MBW.


    Alles was Doppelnull beschrieben hat unterschreibe ich.
    Leider fehlt bei mir auf einer Seite eines Wagens die angesteckte Trittstufe.
    ERGÄNZUNG: Nicht die an der Stirnseite sondern die doppelte unter der Schiebetür.
    Gleich im Karton nachgesehen, da ist sie aber auch nicht.
    Lässt sich bestimmt klären.
    Ansonsten ist der Wagen für das Geld der absolute Hammer.
    Habe einen Gs213 zum Vergleich daneben, der für mich auch schon ein tolles Modell ist - und hier wurde noch deutlich gesteigert.


    Mein Fazit:
    Diese beiden und die anderen, noch bestellten Wagen sind neben den Otmm 6x von Lenz meine Highlights.
    Im Gegensatz zum Gs 213 ist der Wageninnenboden leicht versenkt - sieht gut aus finde ich.


    DIESEN Kauf bereue ich jedenfalls nicht :-)


    Vielen Dank an MBW für dieses sehr gelungene Modell.

    Edited once, last by urmel64 ().


  • Gestern meinen GEP ebebfalls direkt von MBW erhalten. Ein Spitzenprodukt :thumbsup: !

  • Ich habe gestern den endlich lieferbaren "Bähre Mignon" bestellt. Soll in ein bis zwei Tagen kommen, dann gibt es Bilder...


    Gruß, Hans

  • Hallo,


    habe heute die mal neuen Wagen angeschaut.
    Mir ist dabei aufgefallen, das die Pufferteller sehr klein im Durchmesser sind.
    Ist das Vorbildgerecht ?
    Wenn der Wagen Puffer an Puffer neben einem Lenz Omm 32 steht, dann sehen die Lenz- Puffer fast doppelt so groß aus.


    Viele Grüße,
    Harald

  • Hallo Harald,


    auf die schnelle habe ich im Netz folgendes gefunden. Meß doch mal den Durchmesser der Pufferteller und vergleiche mit den Vorbildmaßen.



    EBO


    http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/ebo/gesamt.pdf (Seite 50 / Anlage 10)




    Oder in Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Puffer_%28Bahn%29</a>


    "...Gebräuchlich sind runde Pufferteller mit einem Durchmesser von 340, 370, 450 oder 500 mm..."

  • Moin,


    die Puffergröße richtet sich beim Vorbild grob gesagt danach, wie weit die Puffer im Gleisbogen ausschwenken. So wird sichergestellt, dass es bei Kupplung beliebiger Fahrzeuge und Befahren der für diese Fahrzeuge zulässigen Radien nicht zum Überpuffern kommt.


    Je größer die Fahrzeugüberhänge, je kürzer der Achsstand im Rahmen nicht seitenverschieblich gelagerter Achsen bzw. der Abstand der äußeren Drehpunkte von beweglichen Fahrwerken im Vergleich zur Fahrzeuglänge, desto weiter wandern die Puffer im Gleisbogen aus der Gleismitte. Und damit braucht man dann entsprechend größere Pufferteller.


    Das betrifft so gut wie alle Drehgestellwagen und -lokomotiven sowie lange Zweiachser. Da es also heute kaum noch Fahrzeuge gibt, für die dies nicht gilt, haben sich die rechteckigen Pufferteller durchgesetzt, währen die "kleinen" Teller langsam aussterben.


    Im Modell müssen die Sünden der Gleisplanung kompensiert werden. Zu enge Gegenbögen sind die größte Sünde, außerhalb von Weichenstraßen ist sowas schlechte Planung, innerhalb von Weichenstraßen ein Plädoyer für vorbildnahe Weichengeometrien... schiebt mal einen per KK auf Stoß mit einem Lenz-B4yg gekuppelten Brawa-Oppeln über eine Lenzweiche - da verhaken sich die Puffer noch vor dem Gegenbogen, obwohl Brawa - wie auch Lenz - den kurzen Wagen schon unmaßstäbliche Puffer verpasst hat. "Schuld" ist der große Überhang des Umbauwagens, währen die Puffer des Oppeln fast gar nicht ausschwenken - die Radsätze befinden sich beim Oppeln quasi unter der Pufferbohle.


    Aus all diesen Gründen: Pufferdurchmesser MBW, Biemo = korrekt, Lenz, Brawa oft zu groß.


    "Wir" wollen es ja anscheinend so ;-)


    Gruß,
    Jan

  • Hallo,


    a) Pufferteller


    Hier mal ein Link zu den NEM 303: http://www.miba.de/morop/nem303_d.pdf


    Es gibt/gab auch Pufferteller von nur 340mm Durchmesser (auch bei Wiki kann man das nachlesen). Da liegt MBW noch im Limit. Diese werden in dem verlinkten Anhang zur neueren Ausgabe der EBO nicht mehr zugelassen, aber zur Bauzeit des Glmhs 50 war das noch zulässig. Dennoch glaube auch ich nach dem Studium unzähliger Vorbildfotos nicht, dass überhaupt einer der Wagen solch kleine Pufferteller hatte. Gängig war wohl auch damals schon mindestens 370mm.
    Die NEM empfiehlt im Modell mindestens das Vorbildmaß von 450mm um Überpufferungen im Modell zu vermeiden. Da war MBW wohl etwas nachlässig und hat das nicht beachtet, sodass in Verbindung mit den hängenden Puffern und den kleinen Puffertellern in engen Radien und/oder bei Übergängen in die/aus der Steigung sowie in Gegenbögen, insbesondere auch bei gekuppelten Fremdfabrikaten, eine erhöhte Überpufferungsgefahr besteht.


    b) Signalhalter


    Zu den Anbauorten der Signalhalter habe ich anhand von alten Vorbildfotos und Zeichnungen (u.a. Carstens) nochmal etwas recherchiert. Es scheint, dass bei Neu- bzw. Umbaugüterwagen ab Gmhs 53 (also etwa 1953/54) der Übergang zum Anbringen der Signalhalter an der unteren Stirnwand stattfand. Da aber die Vorschrift immer noch in vielen Fällen auch die Sichtbarkeit des Schlussignals nach vorne verlangte, hat man zusätzlich seitlich, oft neben dem Zettelkasten, ähnliche Halter angebracht. Dadurch waren sie für das Personal besser zugänglich.
    Für den Glmhs 50 mit Plattenwand wäre eine solche Nachrüstung in der Epoche III und der frühen Epoche IV ein Muss. Gibt es solche Kleinteile, oder muss man selber schnitzen?


    Beim angekündigten Gmhs 53 kann MBW a) und b) sicher verbessern. Und man denkt dort bestimmt auch an das kleinere Türmaß und beim verbretterten Wagen an die korrekte Anzahl der Fugen. :)


    Grüße


    Edit: Wortwahl geändert.

    Edited 3 times, last by Doppelnull ().

  • Hallo Güterwagenfreunde,


    wie schon von meinen Vorschreibern angedeutet, sind an den Wagen einige Details besonders filigran und überzeugend ausgefallen. Der funktionsfähige Türverschluss und die beweglichen Schieber mit ihren rastbaren Zapfenösen und die Umstellhebel unter dem Wagen sind Beispiele dafür. Die Pufferteller sind übrigens genauso groß oder klein wie am Vorgänger Gs 60, nämlich 8,2 mm entsprechend 370 mm Vorbildmaß.


    Wem der Wagen zu schwer ist, kann ihn aufschrauben (6 kleine Schrauben von unten) und dann die beiden Ballastgewichte von jeweils 120 Gramm entfernen, die von innen über den Radsätzen verschraubt sind. Die Ballastgewichte können auch halbiert werden, da sie aus zwei zusammengeklebten Stahlplatten bestehen, dann hätte der Wagen ca. 320 g statt 440 g.


    Und nun viel Spaß mit der Güterbahn, die immer güter, äh, besser wird. :-)


    Viele Grüße Gerd

  • Hallo,


    auch ich finde eine ganze Menge gut an diesem Wagen. Lenz und MBW haben mit ihren neuesten Modellen einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht.


    Es stellt sich mir nun die Frage, ob Brawa zum Omm 52 nicht vielleicht einmal ein "Türen-Update" erwägen sollte. Verglichen mit den aktuellen Modellen der beiden anderen Hersteller fällt die Lösung mit dem durchbrochenen Türverschluss doch deutlich ab. Mit einer solchen Aktion könnte Brawa seinen Anspruch als TOP-Modelbahnhersteller und zugleich sein fortgesetztes Engagement für die Spur 0 unterstreichen.


    Pjotr

  • Moin,


    ich freue mich schon sehr auf den MBW-Gos, der bereits unterwegs zu mir ist. Den Lenz-E habe ich bestellt. Der Lenz- Fc wird sicher mehrfach zu mir finden, sobald er in Epoche IV zu haben ist.


    Mein bisheriges Fazit zu den UIC-Bauarten (bzw. an UIC-Standards angelehnte) lautet bisher: am besten sind bisher die Biemo-Fahrzeuge proportioniert - Puffer kleiner als Lenz und Brawa, Federböcke nicht so dürr wie bei Brawa und nicht so seltsam geformt wie beim MBW-Gs, Radsätze schmaler und schöner als bei allen drei anderen.


    Einen Türverschluss für den Brawa-Omm hat übrigens Petau. Bei dem Wagen braucht's vor allem schönere Federböcke; das ist am berühmten Küchentisch mit Abstand am schwersten zu korrigieren und hätte gleich im Formenbau sicher nicht mehr gekostet. Gilt sinngemäß auch für den Tms 851 - beides ansonsten tolle Modelle.


    Gruß,
    Jan









    Hallo,


    auch ich finde eine ganze Menge gut an diesem Wagen. Lenz und MBW haben mit ihren neuesten Modellen einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht.


    Es stellt sich mir nun die Frage, ob Brawa zum Omm 52 nicht vielleicht einmal ein "Türen-Update" erwägen sollte. Verglichen mit den aktuellen Modellen der beiden anderen Hersteller fällt die Lösung mit dem durchbrochenen Türverschluss doch deutlich ab. Mit einer solchen Aktion könnte Brawa seinen Anspruch als TOP-Modelbahnhersteller und zugleich sein fortgesetztes Engagement für die Spur 0 unterstreichen.


    Pjotr

    s

  • Hallo zusammen,
    Ja, alles super. Wer sie denn schon hat. Ich habe sie direkt bestellt. Aber hier ist nichts angekommen.
    Was noch viel schlimmer ist, das die Modelle bereits zu Maß in der Bucht angeboten werde.
    10 Euro günstiger und versandkostenfrei.
    FREUDE!!!!!!

  • Hallo,


    der Glmhs 50 von MBW ist (auch bezogen auf den Kaufpreis von rund EUR 110) ein doch recht gut gelungenes Modell geworden. Sicher wird man in den Details immer diskutieren können, aber im Vergleich zu den schon erhältlichen 1:45-Modellen ist der Glmhs 50 doch eine gut gestaltete Bereicherung für den Güterwagenfuhrpark.


    Ein paar Fotos (teilweise im Vergleich zu einem Omm 43 von Lenz) zeigen, wie das Modell so "gepuffert" ist.
    Nicht schlecht finde ich auch, dass man das Dach gleich in einem Mix aus Aluminium und Schwarz lackiert hat ...



    Viele Grüsse
    Armin

  • Hallo zusammen,
    Bin glücklicher Besitzer des Glmhs und des Glos Post.
    Ich muß das jetzt mal sagen: 1A mit unzähligeh goldenen Sternen.
    Preisleistungsverhältniss ist schon fast unschlagbar.
    Ich hoffe Und wünsche es mir das noch viele solcher Modelle von MBW erscheinen.
    Die Wartezeit ist doch völlig zweitrangig wenn man so entschädigt wird.
    EINFACH TOLL
    Gruß
    Uwe

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