Projekt G(K)rummhübel

  • Hallo Roland,


    sehr schöne Zäune! Ich hab`s mal ähnlich versucht, leider haben sich die Zaunfelder relativ stark verzogen... mir ist nicht ganz klar, warum... hast du einen Tipp für mich?


    Ich habe es so gebaut: erst ein Brett mit parallelen Linien... darauf habe ich mit Tesastreifen die senkrechten Latten geklebt:


    Danach habe ich die waagerechten Latten mit Faller-Expert aufgeklebt:


    Dann Einfärben...


    .. und zerschneiden:


    Fertig:


    Vielleicht sind die Latten zu dünn? Wie dick sind die Evergreen-Platten?


    Danke für Tipps,
    Gruß
    Thomas

  • Hallo Thomas,


    für die Riegel habe ich 1,5mm dickes und für die Zaunlatten 0,5mm dickes Polystyrol genommen. Die Riegel hatten sich nach dem Kleben auch etwas verzogen. Nach einem Tag, als der Kleber richtig fest war, habe ich die Zäune gerade gebogen. Sie ließen sich biegen und sind jetzt wieder gerade. Als Kleber habe ich UHU Plast genommen. Lackiert wurden sie mit Weinertfarben. Mit Sekundenkleber habe ich sie dann an die Riegelhalter der Zaunsäulen angeklebt. Jetzt können sie sich (theoretisch) nicht mehr verziehen, da sie sich dazu dehnen müssten.


    Biege Deine Zäune mal gerade und befestige sie zwischen den Zaunsäulen. Müssten auch gerade bleiben. Ich wünsche Dir Erfolg.


    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  • Hallo,


    erst einmal Danke für die kleinen Grünen und für euer Interesse am Entstehen des Bahnhofes. Heute ist mal eure Meinung gefragt.


    Bekanntlich stehen auf den Bahnhöfen Schilder mit dem Bahnhofsnamen herum, meist so aufgestellt, dass auch die Reisenden im Zug diese schon bei Einfahrt im Bahnhof lesen können und so auch bei nicht funktionierender oder fehlender Ansage im Zug, wissen wo sie sind. Heute sind sie so ziemlich einheitlich. In der Epoche 0 bis II war das aber nicht der Fall.


    Ich habe daher in der letzten Nacht mal wieder Bildbände gewälzt und mir einige Schriftformen von Bahnhofsschildern heraus gesucht. Natürlich habe ich nur Bahnhöfe in West- und Ostpreußen sowie Schlesien herausgesucht, da mein Bahnhof in Schlesien liegen soll (muss schon bisschen passen). In Bayern habe ich noch verrücktere Bahnhofsanschriften gefunden 8| .


    Links meine geplante Anschrift, rechts Bahnhöfe, welche ich mit der entsprechenden Schriftform gefunden habe.


    Jetzt habe ich die Qual der Wahl, welche ich mit euch teilen möchte. ^^


    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  • Hallo Jacques,


    danke für die Links. Hierbei handelt es sich aber eher um die Anschriften an Fahrzeugen. Ich möchte aber die Bahnhofsschilder anfertigen und bin mit mir nicht einig, welche der Anschriften ich nehmen soll. Eine dieser gefundenen Anschriften wird es werden.


    Irgendwann wurden die Schriftformen dieser Bahnhofsschilder auch mal genormt, nur hatten da schon viele Bahnhöfe ihre "persönlichen" Schriftformen, welche sich bestimmt teilweise bis in die Epoche III hinüber retten konnten.


    Ich habe in der mir vorliegenden Literatur nur die Anschriftsformen heraus gesucht, welche auf den Bildern deutlich zu erkennen waren. Es gab noch weitere Schriftformen an den Gebäuden und den Bahnhofsschildern auf den Bahnsteigen.


    Mit dieser Schriftform waren zum Beispiel Warnschilder versehen:


    Quelle: Czygan "Die Eisenbahn in Wort und Bild" 1925


    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  • Hallo,


    es gab in der MIBA 3/1997 einen Artikel über dieses Thema "Beschriftung von Bahnhöfen"...
    Wenn man bei Google sucht, erhält man Links zu pdf-Dateien... eine direkte Verlinkung halte ich nicht für sinnvoll.


    Ich finde die DIN-Engschriften am besten geeignet... aber: es hat wohl ziemlich alles mal irgendwann irgendwo gegeben!


    Gruß
    Thomas

  • Hallo,


    über 2 Jahre ruhte nun der Weiterbau des Bahnhofs Grummhübel. Vorrang hatte erst einmal das Fahrzeugbeschaffungsprogramm. Da dieses vorerst abgeschlossen ist, geht nun der Bau des Bahnhofs weiter.


    Das erste Segment habe ich ausführlich beschrieben, daher werde ich bei den weiteren Segmenten nur neue Details genauer beschreiben.


    Beim Segment 2 und 3 sind die Gleise verlegt...


    ...und elektrisch angeschlossen.


    Beim Segment 4 sind der Unterbau hergestellt und die Gleise zur Probe aufgelegt.


    Heute konnte ich nun meine Hintergrundkulisse abholen. Für diese habe ich an Christie Himmelfahrt die Fotos gemacht. Dazu wurde die Kamera auf ein Stativ montiert und dann 5 Fotos gemacht, wobei die Kamera immer ein Stück weiter geschwenkt wurde, ohne den Standort des Stativ zu verändern. Dann wurden die Bilder einer Fachfirma zur weiteren Bearbeitung übergeben. Das was jetzt hinter dem Segment 1 zu sehen ist, ist ein Probemuster, die gesamte Kulisse ist 5,20m lang. Davon habe ich mir 3 Stück machen lassen, so dass ich also jetzt über 15m Hintergrund zur Verfügung habe.


    Auf dem Segment 2 wurde der Bau des Bahnsteiges begonnen.


    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  • Hallo Roland, hallo Freunde


    Ich war ja mit dabei , als Roland die Fotos machte. Es war auch ein Glücksfall, das an diesem Tag solche Wolkenformationen zusehen waren. Die Firma hat ja natürlich eine ganz tolle Arbeit geleistet und ich muß sagen, ein ganz fantastischer und vor allem ein realer Hintergrund. Durch die Wolken ist auch ein toller Horizont da und eine schöne Tiefenwirkung.
    Ich gratuliere dir, Roland.


    Gruß Robby

  • Hallo Dietmar,


    ich habe die Bilder selbst gemacht und einer Werbefirma zur Bearbeitung übergeben. Diese Firma hat noch paar kleine Korrektoren gemacht und die hingeschickten 5 Aufnahmen dann zu einem Bild zusammen gefügt. Dann wurde alles ausgeplottet.
    Aus den 5 Bildern entstand dann eine 5,20m lange Hintergrundkulisse, welche ich mir 3x ausplotten ließ.


    Um das Größenverhältnis zur Spur 0 hinzubekommen, habe ich ein markantes Maß vorgegeben. An zwei Stellen ist eine Straße mit aufgenommen, deren Breite habe ich festgelegt. Daraus können die Fachleute in der Werbefirma schon was machen, geht auch relativ schnell.
    Am besten die gemachten Bilder erst einmal zuhause ausdrucken und an diesen die gewünschte Größe der Kulisse ermitteln. Bei mir war es die 3-fache Größe meines Druckes.


    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  • Hallo,


    mein Bahnhof soll Fahrleitungsanlagen erhalten. Zum Vorbild habe ich mir der einfachen Demontierbarkeit wegen, die alten Anlagen der preußischen Staatsbahn heraus gesucht, welche sich in Schlesien bis 1945 halten konnten.


    Solange die Masten auf ebenem Boden neben den Gleisen stehen, gibt es mit einer Demontage kaum Probleme. Schwieriger wird es, wenn Maste auf dem Bahnsteig stehen. Und dafür habe ich mir nun die folgende Lösung ausgedacht und gleich mal umgesetzt.


    Das ist die erste einzubauenden Fahrleitungsanlage. der linke Mast steht im Gelände, der rechte Mast auf dem Bahnsteig.


    Der rechte Mast erhält einen Kasten aus Polystyrol in Höhe des Bahnsteiges.


    Im Bahnsteig wurde ein Brettchen eingeklebt, durch dessen Loch das Gewindestück des Mastes eingesteckt wird.


    Danach wurde der Bahnsteig mit 2 Lagen Trittschalldämmung verschlossen. Die Trittschalldämmung darf natürlich nicht mit dem Mastfuß verklebt werden.


    Mast herausgezogen, sieht es dann so aus.

    Beim Vorbild waren keine Fundamente sichtbar, die Maste waren unten ca. 2 m bis 2,5m tief im Erdreich einbetoniert. Auf den Bahnsteigen kann ich dass mit dieser Methode sehr gut nachbilden, neben den Gleisanlagen leider nicht, dazu sind die Maste zu kurz.


    Und zum Abschluss für heute: "Schluss mit der Diskussion, besteigt eueren alten Ofen und holt endlich mal den Wagen mit den Bahnsteigplatten rein!"


    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  • Hallo,


    heute erfolgte die Montage des letzten Weichen(hand)antriebs im Bahnhof Grummhübel.

    Der Schalter am Ende der Stellstange schaltet die Herstückpolarisierung um.


    Danach konnte der erste Personenzug in den Bahnhof einfahren. Alles an rollendem Material, was die Riesengebirgsbahn auftreiben konnte, hatte sich in diesem Zug vereint. Sogar ein Bayer fühlt sich zwischen den Preussen wohl.




    Der Bahnsteig wurde extra für den ersten Zug auf Hochglanz poliert. ;)


    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  • Hallo,


    erst einmal Danke für die lobenden Worte.


    Nachdem alle Gleise liegen und auch farblich nachbehandelt wurden, geht es jetzt an das Gleisumfeld. Zuerst wird alles hergestellt, was fertig sein muss, bevor geschottert wird.


    Die Bahnsteigeinfassung zum Gleis hin besteht aus regelmäßigen Natursteinquadern. Diese wurden in 5mm dicke Kunststoffstreifen einkraviert.


    Der mittlere Teil des Bahnsteiges erhält Gehwegplatten. Diese wurden in 1mm dickem Polystyrol eingraviert und an den Rändern mittels Kleber auf die Einfassungen, und in der Mitte mittels Teppischklebeband auf die Trittschalldämmung im Inneren des Bahnsteiges aufgeklebt.


    An der Einfahrt ins Ladegleis wurde eine kleine Nische im Gelände mittels Stützmauern hergestellt. Dort werden dann ein Fahrleitungsmast und eine kleine Blechhütte für den Rangierer Platz finden. Die Mauer besteht aus einer Mauerwerksplatte unbekannten Herstellers, welche mir mal über ebay zugeflogen ist.


    Nachdem die Mauer fest verklebt war, wurde der Geländestreifen mit mehren Lagen Trittschalldämmung aufgefüllt. Verklebt wird alles mit Holzkaltleim.




    Aus etwas Holzkaltleim, Abtönfarbe, Wasser und Zellulosespachtel entsteht die "Erdmasse", welche auf die Trittschalldämmung aufgespachtelt wurde. Trockenzeit beträgt bei dieser Masse bedingt durch die Beimischung der Abtönfarbe je nach Dicke bis zu etwa 24 Stunden. Ist aber kein Problem, derweil noch 2 weitere Segmente auf ihre Bearbeitung warten.


    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  • Hallo Rollo,


    Gruß ins Altvater-, Isar- und Eulengebirge von der Küste.


    Für deine Schriftart gebe doch einmal " Tannenberg Fraktur " ein. So, und in ähnlicher Weise waren die Bhfs beschriftet. Allerdings gibt es nicht DIE Fraktur. Jede RBD scheint das unterschiedlich gehandelt zu haben. Willst du auch noch diese verschärften Siemenssignale bauen?



    Gruß von der
    Betriebsleitung der
    Naugarder Kleinbahn



    meine hoooompätzsch: http://naugarderkleinbahn.jimdo.com

  • Willst du auch noch diese verschärften Siemenssignale bauen?

    Hallo Thomas,


    mein Bahnhof bekommt keine Signale, lediglich auf der anderen Seite des vorgesehenen Bahnübganges ein DRG-Lichtsignal als Einfahrtsignal. Für dieses habe ich Zeichnungen in einer polnischen Modellbahnzeitschrift.


    Meines Wissens waren im Bahnhof Krummhübel keinerlei Signale aufgestellt. Ich werde aber trotzdem nochmal recherchieren.


    Sollte ich dennoch das Bedürfnis verspüren die von Dir gebauten Siemenssignale nachzubauen, werde ich mich zwecks Amtshilfe an die Betriebsleitung der NauKb wenden.


    Betreffs der Schriftformen habe ich in den 4 Bänden "Historische Bahnhofsbauten" bereits nachgeforscht, und bin zu der von mir auf den Schildern verwendeten Schrift gekommen.
    Wie Du schon schriebst, es gab da keine einheitlichen Anschriften, auch wenn es dafür eine Vorschrift gab. Noch dazu, dass mein Bahnhof nur von der DRG betrieben wurde, jedoch nicht Eigentum der DRG war.


    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  • Hallo,


    auch auf dem dritten Segment wurde weiter gebaut. Auf diesem Segment wird der Güterschuppen am hinteren Anlagenrand errichtet werden.


    Der Bahnsteig erhält eine Absenkung für den Gleisübergang, welcher aber nur für das Bahnhofs- und Zugpersonal bestimmt ist.


    Auf diesen Brettchen wird die Fahrleitungsanlge befestigt.


    Was dann so aussieht.


    Auf Höhe der Weiche ist ein zusätzlicher Mast erforderlich, welcher die Fahrleitung des abzweigenden Gleises halten muß. Solche einfachen Ausführungen wurden als Abzugsmast eingesetzt, wenn die Fahrleitung in zu engen Gleisbögen, bzw. bei Weichen über der Gleismitte gehalten werden muss. Unten der normale Ausleger für den Fahrdraht, oben ein Zugseil für das Tragseil.


    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  • Hallo,


    habe ein seltenes Bild gefunden. In der Literatur wird immer betont, dass die 98 7041 Sachsen nie verlassen hat. Das gefundene Bild zeigt sie aber in Grummhübel. ;)



    Mit freundlichen Grüßen
    Roland


    der ihr gerade die von Kuswa gelieferten Lokschilder angebracht hat

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