Projekt G(K)rummhübel

  • Hallo,


    ich möchte euch heute mein erstes Spur-0-Projekt vorstellen. Dabei handelt es sich um den Endbahnhof Krummhübel im Riesengebirge.
    Dieser Bahnhof war der Endpunkt der Bahnlinie Hischberg - Zillertal-Erdmannsdorf - Krummhübel. Der Abschnitt Hirchberg - Zillertal-Erdmannsdorf und weiter nach Landshut wurde von der KPEV und die davon abzweigende Strecke nach Krummhübel von der privaten Isergebirgsbahn errichtet. Anfangs vekehrten auf dieser Strecke Züge mit der T3, später wurden Elna6-Lokomotiven beschafft. 1932 elektrifizierte die DRG die geamte Strecke und stellte dann auch die Triebfahrzeuge. Eingesetzt wurden nachweislich E42, E50 und E44 für lokbespannte Züge. Auch die E90 und E92 könnten diese Strecke gelegentlich befahren haben. Der Personenverkehr wurde anfangs mit den ET 87, welche dann durch die ET 51 abgelöst wurden, durchgeführt. Der Eilzugverkehr erfolgte mit drei- und vierteiligen ET 31 (der Saison angepasst).
    Der Personenwagenpark dürfte zum großen Teil aus preussischen Durchgangswagen bestanden haben, modernere Durchgangswagen (Donnerbüchsen) konnte ich auf den mir vorliegenden Bildern nicht finden.
    Gelegentlich kamen auch vierachsige Schnell- und Eilzugwagen als Kurswagen von Berlin nach Krummhübel.



    Die Personenzüge und -triebwagen liefen auf Gleis1 ein. Gleis 2 war zum Umsetzen der Lokomotiven und für ankommende berliner Kurwagen vorbehalten. Auf Gleis 3 wurden die Güterwagen zum be- und entladen am Güterschuppen abgestellt. Wobei Güterzüge ins Gleis 2 einfuhren, die Lok dann umsetzte und den Zug auf eines der beiden von der Strecke abzweigenden Gleise zog, um ihn dann auf Gleis 3 zu schieben. Zum Rangieren wurde nicht das im Gefälle liegende Streckengleis genutzt.
    Bei meinem Besuch in Krummhübel habe ich festgestellt, dass es jetzt kein Gleis 2a gibt. Anhand der noch vorgefundenen Fahrleitungsmaste ist es auch schwer vorstellbar, dass es dieses Gleis gab. Auch haben wir keine Unterbaureste in diesem Bereich gefunden. Mein Gleisplan beruht auf eine Skizze von Gerhard Gürsch, welcher diesen Bahnhof 1942 besuchte.


    Obwohl ab 1932 diese Strecke elektrifiziert war, wurden öfters Dampflokomotiven eingesetzt, da das einzige Bahnstromkraftwerk Schlesiens immer an der Lastgrenze arbeitete und natürlich vorrangig der elektrische Betrieb auf den Hauptstrecken zwischen Breslau, Hirschberg, Waldenburg und Görlitz sichergestellt werden musste.


    Das Modell soll in Segmentbauweise hergetellt werden. Als Gleismaterial nehme ich das von Peco.


    Bedingt durch den Fahrzeugpark habe ich erst einmal 2 Gleislängen festgelegt, Gleis 1a muss 40cm und Gleis 2 muss 1,30m lang werden. Die Längen der anderen Gleise ergeben sich dann aus der Gleisgeometrie.
    Beim Vorbild besteht der Streckenabzweig aus einer Dreiwegweiche, welche es meines Wissens von Peco nicht gibt. Hier ist entweder Eigenbau oder Lenz angesagt.
    Eines der beiden abzweigenden Gleise wird ein Werksanschluss, das andere das Ausziehgleis für die Rangierarbeiten.
    Die kreuzende Straße war mit Schranken abgesichert.


    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  • Hallo Roland,


    Ich finde dein Projekt klasse und wünsche dir Viel Spaß beim Bauen.


    Nachdem du heute Nachmittag bei mir weg bist habe ich bei Google " Bahnhof Krummhübel " und unter Bilder gesucht. Da habe ich ein Bild gefunden, wo deffinitiv eine E 90 auf Gleis 1 steht. Leider habe ich vergessen, das Bild zu speichern.


    Ich schaue morgen bei Googel nochmal nach, und ich hoffe , ich finde es.


    Gruß Robby

  • Hallo Roland,


    an deinem Original-Bahnhof Krummhübel sieht man mal wieder, dass die Bahn in kleinen Endbahnhöfen auch nicht mehr als ein Umfahrgleis benötigt (bzw. sich auf eins beschränkt), während viele Freelancer (zu denen ich mich allerdings auch zähle) unbedingt deren zwei bzw. ein vom Personenverkehr unabhängiges Güterzuggleis zu benötigen scheinen. Die Zugfahrten und Rangieraufgaben werden durch die Beschränkung jedoch nur interessanter!


    Ich hoffe, du hast noch viel Spaß an deinem Projekt und berichtest weiter davon.


    Tschüß
    Utz

    My Private Idaho - die Camas Prairie Railroad

  • Hallo Roland,


    ein sehr schöner, in seiner Einfachheit bestechender Gleisplan mit vielen Rangiermöglichkeiten. Hier zeigt sich in der Beschränkung mal wieder der Meister. Dieser "minimalistische" Plan läd geradezu zur Konzentration auf eine detailierte Gestaltung sowohl gleisbautechnisch, gebäudetechnisch als auch vom Umfeld her ein. Bin auf Deine Bauberichte gespannt.

  • ... an deinem Original-Bahnhof Krummhübel sieht man mal wieder, dass die Bahn in kleinen Endbahnhöfen auch nicht mehr als ein Umfahrgleis benötigt (bzw. sich auf eins beschränkt), während viele Freelancer (zu denen ich mich allerdings auch zähle) unbedingt deren zwei bzw. ein vom Personenverkehr unabhängiges Güterzuggleis zu benötigen scheinen. Die Zugfahrten und Rangieraufgaben werden durch die Beschränkung jedoch nur interessanter!


    Dem möchte ich unbedingt zustimmen! Man kann das in diversen Planungsbeiträgen (egal wo) immer wieder sehen, das man meint ein Extragleis in einem kleinen Nebenbahnbf. speziell für die Güterzüge einplanen zu müssen. Gerade bei Nebenbahnen war es früher gang und gäbe das man die Güterzüge an den Gleisen behandelte die für die Zugfahrten ausgewiesen waren, was auch in den meisten Fällen die Bahnsteiggleise waren. Ein spezielles "Güterzuggleis" gab es nur dann wenn der Verkehr entsprechend stark war. Manchmal war es auch nur ein Gleis das für Zugfahrten in einem Bahnhof zur Verfügung stand. Der Verkehr auf Nebenbahnen war ja meist kein verdichteter Taktverkehr wie heute. Es gab Pausen im Personenverkehr (Vormittags und Nachmittags zum Beispiel) und die wurden oft genutzt um die ankommenden oder abgehenden Güterzüge zusammenzustellen. Und wenn es während dessen doch Personenzüge gab die verkehrten oder die Ankunfts-, oder Abfahrtszeiten der Güterzüge ungünstiger lagen musste eben rangiert werden, also der Güterzug in ein Nebengleis verfrachtet werden ...


    Wie Utz schon schrieb: Die Zugfahrten und Rangieraufgaben werden durch die Beschränkung jedoch nur interessanter!

  • Hallo,


    es freut mich, dass euch mein Bahnhofsprojekt gefällt, das spornt zu weiteren Taten an.


    Folgende Gründe führten mich zum Entschluss, gerade diesen Bahnhof nachzubauen:


    1. vorbildgerechter Einsatz auch von großen Triebfahrzeugen bei zum Teil sehr kurzen Zügen
    2. in 0 relativ realistisch nachbildbar, ohne gleich eine Turnhalle belegen zu müssen
    3. ein architektonisch sehr schönes Empfangsgebäude
    4. in vertretbarer Zeit ein Bauergebnis und damit (hoffentlich) auch ein Erfolgserlebnis
    5. interessante Rangiermöglichkeiten


    Heute habe ich mal Gleise ausgelegt und dabei die mir gestellten Rahmenbedingungen für Gleis 1a und 2 eingehalten.

    Und gleich mal meine größte Lokomotive aufs Gleis mit einem GmP am Haken gestellt.
    Von der Lage der Weichen her, ließe sich der Bahnhof auf 4 Segmenten zu je 90 cm Länge unterbringen.


    Im Gegensatz zu meiner Gleisplanskizze hatte das Gleis 2 keinen Bahnsteig und der gelegentlich kommende berliner Kurswagen wurde bis zur Rückfahrt nach Berlin auf Gleis 2a abgestellt, womit dieses Gleis nun doch einen Sinn hat.
    Bedingt durch die Geometrie der Pecoweichen wird mein Gleis 2a ausreichend lang, um dort einen vierachsigen Schnellzugwagen abzustellen.


    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  • Hallo,


    wie ihr an der Überschrift erkennen könnt, habe ich meinen Ort von Krummhübel in Grummhübel umbenannt. Das hat zwei Gründe, einmal das wir Sachsen ohnehin kein "K" aussprechen können, es wird immer ein "G", und zum anderen, dass ich auf meinen umgerechnet gerade mal reichlich 100m langen Bahnhof die Gebäude des echten Bahnhofes Krummhübel nicht unter bekomme. Ich werde für meinen Bahnhof Grummhübel also andere kleinere Gebäude bauen müssen.


    Mittlerweilen hat die Gemeinde Grümmhübel die Ausschreibung für die Baumaßnahme abgeschlossen und das Terrain für den Bau bereit gestellt. Es waren einige Umbauten erforderlich.
    So mussten 2 Vitrinen von da....

    nach da umgesetzt werden.

    Dann konnten Konsolen angebracht werden.


    Die Ausschreibung zum Bau des Bahnhofes hat die ortsansässige Firma "Gleis- und Straßenbau GmbH Grummhübel" (GSG) gewonnen. Da es Ende der 20er Jahre noch an geländegängigen Lkw mangelte entschloss sich die Betriebsleitung, eine Feldbahn für die vorgesehenen Bauarbeiten zu beschaffen. Die Gemeinde Grummhübel verpflichtete sich, diese Feldbahn nach Abschluss der Bauarbeiten zu übernehmen.
    Da man sich in Unternehmenskreisen gut kennt, wurde wegen dieser Feldbahn bei der Firma Hoffmann in Hirschberg-West angefragt.

    Diese Firma befasst sich in der Hauptsache mit der Ausrüstung von Fahrzeugen für die DRG und arbeiten gut mit der Firma Linke zusammen. Gemeinsam haben sie schon diverse Diesel- und Benzol-Triebfahrzeuge auf die Schienen gestellt.
    Bei der Werksbegehung konnte dem Betriebsleiter der GSG gleich ein günstiges Angebot unterbreitet werden. Man hatte gerade eine alte B-gekuppelte Dampflok zur Zerlegung erhalten, deren Rahmen aber noch sehr gut erhalten ist. Darauf könnte man doch die gewünschte Feldbahn-Diesellok auf bauen.

    Mit diesem Angebot ist der Betriebsleiter der GSG sehr zufrieden und der Vertrag wird schnell unterzeichnet. Freudig verlässt der Betriebsleiter der GSG wieder die Hoffmannwerke, um sich mit dem Bauablaufplan zum Bau des Bahnhofes zu befassen.

    Währenddessen beginnen sofort die Arbeiten an der Diesellok. Der alte Antrieb wird ausgebaut und durch einen von der Fa. Faulhaber gelieferten neuen Motor ersetzt.

    Zügig gehen die Arbeiten weiter mit der Herstellung des Gehäuses und des Führerstandes.


    Soweit der aktuelle Bericht aus Grummhübel.


    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  • Hallo,


    es gibt wieder neues aus Grummhübel zu berichten.


    Es wurde begonnen, das Planum für den Bahnhof herzustellen. Dieses besteht aus 4 Segmenten, deren Rahmen aus Sperrholz mit dem Querschnitt 18mm x 60mm. Um diese Rahmen ordentlich winklich zusammen zu schrauben, wurde eine Winkellehre aus Harttextil verwendet ( war eigentlich hergestellt worden, um Messingbausätze winklich zusammen löten zu können).


    In diese Rahmen wurden 20mm dicke Hartschaumplatten oben bündig eingeleimt. Damit ergibt sich momentan ein Gewicht pro Segment von 2,5kg (mir reichte die letzte Ausstellung der N-Anlage mit dem Transport der schweren Module). Auch der weitere Aufbau wird mit Hartschaumplatten erfolgen, lediglich die äußeren Kanten werden durch Sperrholz gesichert. Nicht zu verachten der Kostenfaktor, die Hartschaumplatten kosten nur 20% einer gleich großen Sperrholzplatte!
    Heute abend sind nun schon die Vermesser gekommen und haben die Gleise angezeichnet.

    Über der N-Anlage werden künftig die 0-Segmente ihren Platz finden. Sie werden mitgenutzt, die darunter befindlichen Anlage auszuleuchten.


    Hoffentlich wird bald die Feldbahn fertig, damit das Gleisbaumaterial angeliefert werden kann. ;)


    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  • Hallo Roland,
    wie hast du die Auflage für die Module gelöst? Bei mir steht demnächst ebenfalls eine Montage von Spurweite 0e Modulen über den Spurweiten 0 Elementen an. Leider sind die "Siemens-Lufthaken" seit längeren ausverkauft.
    Gruß von der Neckarquelle
    Heiko

  • Hallo Heiko,


    ich habe mir Winkelkonsolen 30cm x 35cm gekauft. Auf diese Konsolen habe ich Brettchen geschraubt, so dass immer 2 Segmente darauf abgelegt werden können.



    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  • Hallo Roland,


    gestern schriebst Du in einem anderen Nachrichtenbaum folgendes:

    "Meine Pecoweichen lassen sich frisieren, ohne das ich die bei den
    Lenzweichen vorhandenen Doppelschwellen einfügen muss, denn es gab auch
    Weichen, die in etwa der Pecoweiche entsprechen."


    Ich habe zur Zeit in einer meiner Stationen der Marscheider Industriebahn auch noch Peco FB-143 - Weichen, welche nah dran an einer pr.S8-140-1:7 sind liegen und habe mich gefragt, ob dort ein optisches angleichen an kontinentale Verhältnisse machbar ist, zumal dieser Bahnhof in der Werkstatt liegt und eine detailierte Ausgestaltung, wie ich gerade wieder feststelle, nicht sinnvoll ist.


    Wenn Du mal bei mir unter 4.1.3 Gleisbau in Laake nachschauen wolltest, ob das in dieser Richtung für Dich sein könnte, brauche ich Deinen Faden nicht mit fremden Bildern zu beeinträchtigen.


    Beste Grüße aus dem Bergischen


    Michael

  • Hallo,


    aus Grummhübel gibt es nur wenige Nachrichten aus dem Planungsbüro. Dort wurden nach intensiven Prüfungen die Gleisabstände festgelegt. Zwischen Gleis 1 und 2 werden es 90mm und zwischen Gleis 2 und 3 werden es 100mm sein.


    Dafür zeigt aber der Bau der Feldbahnfahrzeuge in den Hoffmannwerken Fortschritte. Die Lokomotive ist soweit fertig, dass sie in die Lackierei fahren kann.
    Der Auspuff entstand aus Kugelschreibermienen, welche laut Aussage der Sekretärin leer sein sollten. Beim Flexen habe ich festgestellt, die waren nicht leer, war eine ganz schöne Sauerei, welche nur unter Einsatz von Aceton zu beseitigen war. X( Die restliche Tinte kam dann beim zusammenlöten der zwei Teile kochend aus den Mienen. ;(

    Eine Feststellbremse mittels Kurbelantrieb hat die Lok auch bekommen. Und natürlich ein Armaturenbrett.


    Aus England wurden preiswerte Fahrgestelle für die zu bauenden Anhänger beschafft. Deren Fahrgestelle sind schön schwer, so dürften sie auch nicht entgleisen, wenn sie geschoben werden.

    Um die Wagen gut schieben zu können, bedarf es einer Spezialkupplung. Die Ingenieure der Hoffmannwerke haben sich da etwas feines einfallen lassen. Hier erklärt gerade einer der Herren Ingenieure dem Mitarbeiter der GSG die Funktionsweise.


    Und damit die werte Leserschaft sich ebenfalls ein Bild von der Kupplung machen kann, nochmals eine Nahaufnahme.


    Fortsetzung folgt.


    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  • Hallo,


    in Grummhübel tut sich immer noch nicht viel, heute kam lediglich eine Materiallieferung, die 3 Prellböcke für die Gleisenden des Kopfbahnhofes, an.


    Dafür erfolgten aber im Hoffmannwerk die Abnahme der ersten Feldbahnfahrzeuge für die Baustelle in Grummhübel.

    Interessiert wird das Armarturenbrett begutachtet, ob auch alle Anzeigen richtig funktionieren.

    Der Plattenwagen scheint aus "altbrauchbaren" Teilen aufgebaut zu sein. Die Herren diskutieren allerdings über den noch zu bauenenden Manschafts- und Materialwagen, eine Einigung scheint da noch in weiter Ferne zu liegen.

    Die Loren für den Schottertransport werden wohl nicht lange so sauber sein.


    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  • Hallo,


    es gibt neues aus Grummhübel zu vermelden.


    Der erste Abschnitt des Gleisunterbaues ist aus zwei Lagen Trittschalldämmung verlegt worden. An den Schnittstellen der Segmente wurde anstelle der Trittschalldämmung ein Streifen Sperrholz als Unterbau angefügt. Geklebt wurde mit wasserfestem Holzkaltleim, welcher nach 2 Tagen richtig trocken war.


    Für die Transporte auf dem Bau wurden erste Feldbahngleise verlegt. So konnte das Material für die ersten 3 Gleisjoche heran gefahren werden.


    Jetzt muß das Feldbahngleis erst einmal verlängert werden, unser Reporter konnte einen Schienentransport fotografieren.


    Während dessen gibt es eine Diskussion zwischen Bauleiter und Vorarbeiter. Der ruhende Schienenstoß ist an der richtigen Stelle, jedoch sind die Schienen zu dicht aneinander, der Schienenspalt muss hier bei 15°C 6mm betragen, was er aber nicht ist, da überhaupt keiner vorhanden ist. Ferner wurden die falschen Schienenauflagen eingebaut, es sollten welche nach der preussischen Form 15 verwendet werden, eingebaut wurden aber englische Schienenauflagen. Auch fehlen noch die Verbindungslaschen. Hier sind noch erhebliche Nacharbeiten erforderlich.


    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  • Hallo,


    heute möchte ich kurz meinen Gleisbau für Gleisanlagen der Epoche II beschreiben.


    Bekanntlich waren damals die Gleise nicht verschweißt, sondern verschraubt. Dazu gab es vorgefertigte Gleisjoche in den Längen 9,00m, 12,00m und 15,00m, welche mit Gleisverlegekränen verlegt wurden.
    Weiterhin gab es schwebende und ruhende Schienenstöße. Bei ruhenden Schienenstößen befanden sich unter dem Schienenstoß zwei miteinander verbolzte Schwellen. Für diese Bauart habe ich mich aus folgenden Gründen entschlossen:
    1. Wird das Gleis optisch abwechslungsreicher,
    2. da ich Segmente baue, kann ich am Segmentstoß mit einer Schwelle beginnen, was mir beim späteren einschottern die Herstellung eines sauberen Übergangs der Module untereinander ermöglicht.
    Meine Segmente sind 90 cm lang, also einige Millimeter kürzer als die Peco-Flexgleise, damit ergeben sich umgerechnet auf Originalmaß bei Drittelung der Gleise eine Gleisjochlänge von 13,50m. Da mein Bahnhof eh etwas zu kurz ist, sind es für mich die 15,00m-Joche.


    Um die Schienenlaschen in das Peco-Gleis einkleben zu können, müssen erst einmal die englischen Schienenauflagen "eingedeutscht" werden. Die Anordnung der Schrauben beim Pecogleis ähneln dem der preussischen Oberbauform 15, also müssen die Schienenhalter nur niedriger gemacht werden. Dazu habe ich mir aus Polystyrol eine kleine Lehre gebaut.

    Diese wird auf die Schwelle aufgeschoben...

    ...und dann mittels scharfem Stechbeitel die zu hohen Teile abgeschnitten.

    Auf diesem Bild dürfte der Unterschied zu sehen sein, links gekürzt, rechts Original.

    Aufgeklebt werden die Gleise mittels Teppichklebeband, geht schnell und hält bombenfest. Kleine Nebenwirkung: die unterste Lage Schotter wird beim einschottern gleich mit befestigt.

    Beim Vorbild kämen solche Gleisverlegekrane zum Einsatz, in 0 baue ich mir aber nicht erst einen ;)

    Im Bereich der Doppelschwellen wurde der Schienenkopf eingeschnitten, um so den Schienenstoß darzustellen.

    Am Segmentstoß wurden die Schwellen bündig mit der Segmentkante verlegt.


    Bei einer Gleisjochlänge von 30 cm habe ich 19 Schwellen ermittelt, da das 90cm lange Flexgleis aber nur 56 Schwellen hat, muss eine zusätzliche Schwelle eingefügt werden. Die Kabel für den Elektroanschluss wurden unten an den Schienenfuß angelötet.


    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  • Hallo,


    erst einmal Danke für die kleinen Grünen.


    Da ich bereits seit vielen Jahren in N mit den Peco-Weichen baue und fahre, kenne ich die Schwachpunkte dieser Weichen.


    Als erstes wurde die Stromversorgung der Herzstückspitze und der innen liegenden Schienen verändert. Rechts ist das Original, links der Umbau.
    Die beiden Drähte zwischen der Herzstückspitze und den innen liegenden Schienen wurden getrennt. An die verbliebenen Enden der Drähte an der Herstückspitze wurde ein Kabel angelötet, welches später die Herstückspitze entsprechend der Lage der Zungen umpolen wird.
    Die anderen beiden Enden der zerschnittenen Drähte wurden mit der jeweiligen Außenschiene verbunden.


    Die Zungen der Pecoweichen stecken in einfachen Schienenverbindern und sollen so Strom übertragen, was sie meist auch tun. Problematisch kann es allerdings werden, wenn man dann die Gleise altert und dort Farbe eindringt. Also wurde aus flexiblem Draht ein "Beipass" vorbeugend angelötet.


    Weiterhin wurde der Federmechanismus samt der Abdeckung entfernt und die Stellstange etwas schmaler geschnitzt. Die Seite, wo keine Weichenlaterne hinkommt wurde gekürzt. In die mittige Bohrung der Stellschwelle wurde ein 1mm dicker Messingdraht eingesteckt, welcher später die Weiche stellen wird.

    Die Löcher in den beiden Schwellen werden noch verschlossen und eine Schwelle muss noch für die Aufstellung der Weichenlaterne verlängert werden.


    Mit freundlichen Grüßen
    Rolend

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