Was gerade auf meinem Arbeitstisch liegt ...

  • Man kann auch größere Platten selber biegen. Für die Biegelinie je nach gewünschtem Biegeradius ein paar cm frei lassen und die Bereiche daneben mit etwas relativ hitzebeständigen abdecken, geht auch mit Holz oder feuchtem Papier. Dann mit VIEL Geduld (Plexiglas leitet Wärme schlecht) die Biegelinie mit einer Heißluftpistole durch Hin- und Herschwenken erwärmen. Wenn es weich genug ist, biegen und etwas warten: fertig!


    Gruß Gerd

  • Hallo zusammen,


    hier mal ein paar Bilder von einer kleinen Bastelei.


    Soll ein "Kühlhaus" werden, zwecks Milchverladung und Landwirtschaftsgütern.


    Hier kam mir die Idee, da bei meiner Museumsbahn "selfkantbahn" gerade im Bahnhof Birgden der alte Schuppen neu errechtet wird.


    Einfach mal ein paar Bilder





    Leider klappt es mit dem Bilder hochlanden nicht so ganz....macht nix, wenigstens etwas ist zu sehen. Denke die Bilder werden groß durch das anklicken.


    Werd mich die Tage mit dem Schuppen aber auch mit hochladen nochmal befassen, irgendwas funzt nicht so ganz :thumbup: ..


    Der Schuppen bekommt noch etwas mehr Stellfläche, kann ja nicht sein, dass eine Ladebühne in der Luft schwebt. Klar er muss noch fertig genaut werden, irgendwie hab ich an Fachwerk einen Narren gefressen, preußisch Backstein wird aber auch wieder mal wieder kommen.


    Innen sind Milchkannen als Deko aufgestellt und es werden noch diverse Säcke und Co mit einfließen.


    Ich hatte dort eine einfache Holzrampe stehen, die Genossenschaft hat sich aber durchgerungen, hier ein kleines Lager und Kühlhaus zu errichten. Da der Verkehr in Jammertal nicht mehr zwingend ein Ausziehgleis benötigt und beim rangieren darauf auch verzichtet werden kann, wurde das Ziehgleis mehr oder minder als Ladegleis für landwirtschaftliche Güter und deren Verladung genutzt. Der kleine Baum an dem Schuppen ist aus dem Noch Programm, kostet bei mir in Oche beim Händler 4,99 und ist mit Eichenlaub von Miniatur belaubt, hatte schon einmal einen davon gebaut, die machen am Bahndamm oder auch als "Jungbaum" eine gute Figur.


    MFG


    Michael

  • Moin zusammen,


    hinter dem Bahnhof Albersdorf (im Modell und in der Realität) steht ein Bahnhofshotel. Das Gebäude hatte ich vor einiger Zeit fotografiert und heute als Flachmodell für meinen Hintergrund gefertigt. Das Foto habe ich auf 4mm Sperrholz mit dem Bleistift übertragen, ausgesägt und mit Dispersionsfarbe farblich gestaltet. Danach auf den Hintergrundhimmel geklebt, zwei Bäume davor gestellt und nun kann ich etwas in die Tiefe schauen.


    Viele Grüße
    Wolli

  • Hallo Ihr lieben Nuller,


    vorab wünsche ich Euch noch ein gesundes, erfolgreiches und fröhliches neues Jahr. :)


    Heute hat meine Fabrik ihr neues altes Tor am Gleis bekommen.


    Das Tor besteht aus PS-Platten und -Profilen. Hier ist es zur Lackierung vorbereitet.
    Die Diamandform der Torbleche habe ich vor Zusammenbau über eine scharfe Kante in die PS-Platte gefaltet. Damit baut man natürlich einen prima "Knackfrosch", den man beim Zusammenkleben mit den Randprofilen ausgleichen muss.



    Der Grundrost ist aufgetragen, die Rostecken mit Salzkristallen vorbereitet, das Tor wartet auf die erste Ladung Haarspray. ;)



    So, jetzt ist Schluss für heute...



    Grüße aus dem verschneiten Berlin,
    Matthias

    Edited once, last by Zahn: Wechstaben verbuckselt ().

  • Hallo Matthias,


    irgendwie stehe ich auf dem Schlauch oder wie der Ochs vorm Tor... :wacko: Kannst Du mal etwas detaillierter darstellen, wie Du das Buckelblech so prima hinbekommen hast? Wäre auch für die Wagenbauer unter uns von Interesse.


    Danke schon mal vorab und ein schönes Wochenende,


    Michael

  • Hi Michael,


    Basismaterial war PS-Platte 0,5 mm stark, das ich auf volles Tormaß (ca. 100 mm x 40 mm) geschnitten habe.
    Die "Diamanten" in den zwei Feldern habe ich auf der später konkaven Seite angezeichnet.


    Dann die PS-Platte auf den Tisch gelegt und mit Hilfe eines Stahllineals die Knicke gefaltet.
    Wenn man das Material um 45 Grad hochbiegt und falzt, dann bleibt diese feine Falte in der Platte.
    Das tut man nacheinander für alle (bei mir vier) Falze.


    Als Ergebnis bekommt man eine ziemlich wabbelige Knackfrosch-Platte.
    Da das PS in der Stärke von 0,5 mm verhältnismäßig flexibel ist, kann man mit ganz geringem Druck die Platte auf einen planen Untergrund spannen.
    Beim anschließenden Einrahmen der Platte mit L-Profilen habe ich das ganze jeweils bis zur Verfestigung der Verklebung auf Glasblöcken plangespannt.


    Man sollte aber reichlich warten. Wenn das Lösungsmittel der Verschweißung restlos verflogen ist, dann wird das ganze Gebilde recht stabil.


    Ich befürchte, dass man mit Messing erheblich mehr Nerverei hat, weil dies einfach nicht so flexibel ist. Da verzieht sich das Tor bestimmt, wenn man nur die Flamme anmacht. ;)


    Vielleicht kann Eckhard (DVst HK) einmal berichten. Er bemerkte, er habe sich das schon angetan, Buckelbleche aus Messing zu fertigen.


    Die zarten Knicke habe ich dann natürlich beim Altern noch ein bisschen hervorgehoben - oberstes Washing über der Kante wieder heller schleifen... und das Streiflicht auf dem Foto tut seins dazu. :)


    Gruß, Matthias

    Edited 2 times, last by Zahn ().

  • Hallo alle zusammen,


    eine kleine Arbeit für ein Tag mit schlechtem Wetter von banta modelworks. Der Bausatz (Säge und Motor ) ist sehr passgenau und schnell zusammen gebaut. Am längsten dauert die Farbgestalltung.
    Die Beschreibung ist zwar in Englisch ( dem ich leider nicht ganz so mächtig bin ), aber die Bilder sagen alles. Alles in allem eine nette Bastelei, die auf keinem Hof oder Werkstatt fehlen sollte.


    Gruß aus Sachsen
    Klaus




  • Moin liebe Torliebhaber,


    das Interesse, das meine kleine Bastelei hervorgerufen hat, hat mich überrascht, sehr erfreut und hat mich jetzt auch noch dazu veranlasst, ein paar Zeilen zur Lackierung nachzuschieben. :)


    1. Vorbereitung: Rohteil mit Zahnpasta und Zahnbürste reinigen. ;) Schleift das PS ein bisschen an und riecht gut.
    2. erste Schicht: der "Rost", der später unter der Farbe vorscheinen soll. Revell Acrylfarbe mit Alkohol auf Konsistenz von Milch verdünnt, Airbrush
    3. Rostecken: in den Ecken passend große Salzkristalle (NaCl) in unverdünnte Acrylfarbe einstreuen, nicht geizen. Trocknen lassen
    4. Haarspray: Tor komplett zweimal mit stinkendem, klebrigen, billigen Haarspray überziehen, reichlich. Überschüssiges Haarspray ablaufen lassen, trocknen lassen.
    Das Ziel ist, die nächste Farbschicht gezielt von der darunterliegenden (rostfarbenen) trennen zu können.
    5. "Original"-Torfarbe: hellgraue Decklackierung, Revell Acryl seidenmatt mit Alkohol verdünnt, Airbrush.
    Nicht über Nacht durchtrocknen lassen, sondern sehr bald weiterarbeiten.
    6. Kratzer und Beschädigungen: Bereiche mit Wattestäbchen und Wasser nässen, mit Zahnstocher und anderen nicht allzu spitzen Werkzeugen oberste Lackschicht zerkratzen und entfernen. Die darunter erscheinende "Rost"-Schicht nicht beschädigen.
    Wo? Da, wo es im richtigen Leben auch zerkratzt ist! Viele Realbilder ansehen.
    7. Washing (oder Dreckbrühe): schwarze Zeichentusche reichlich mit Alkohol verdünnt in die Ritzen und Kanten laufen lassen.
    Je nachdem, ob man dies vor oder nach dem nächsten Schritt (Trocknen) macht, können sich verschiedene Effekte einstellen, hier "Wölkchen" auf dem grauen Lack. Eigentlich nicht beabsichtigt, sieht aber geil aus... :D
    In den Rostecken vorsichtig die Salzkristalle wegkratzen.
    8. Trocknen: Vor dem Weiterarbeiten das Ganze wirklich gut durchtrocknen lassen, ein warmes Plätzchen über Nacht ist das Richtige.
    9. Washing schleifen: Um die feinen Knicke des Blechs zu betonen, habe ich diese Stellen vorsichtig mit feinstem Schleifpapier übergeschmirgelt, nur um die Dreckschicht aufzuhellen...
    10. Rostige Laufspuren: Jaxon Pastell-Kreide schaben, mit Alkohol verpampen und mit ganz kleinem Pinsel unter die Roststellen malen. Zu reichlich bedachte Stellen mit dem feuchten Finger nach unten ausziehen.
    11. Abschlussschicht: Weil die Farbe des Tores immer noch zu hell war, habe ich es nochmal mit stark verdünntem Schmutzigschwarz (Tamiya Acryl, Nato Black) mit Airbrush übergehaucht.


    Spezielle Alterungsprodukte, Dreck-Sets oder so habe ich nicht benutzt, alles mit "bordeigenen" Mitteln.
    Das einzige, allerdings dringend notwendige Werkzeug ist eine kleine Spritzpistole. Ohne geht nicht, sorry.


    Das finden Frauen wahrscheinlich komisch, dass ihr Kerl 'ne Menge Zeit und Mittelchen aufwendet, damit er sich an etwas bröseligem, alt und verfallend aussehendem erfreuen kann, während sie versuchen, den umgekehrten Weg zu gehen. o:-)


    Schmuddelige Grüße, Matthias

    Edited 2 times, last by Zahn ().

  • Hallo zusammen. Habe hier mal ein paar Bilder eines meiner Projekte der Vergangenheit. Es ist ein alter Kran, so wie er öfters anzutreffen war.Er ist ohneAntrieb, lässt sich aber bewegen, also rollen und drehen. Innenraum und Aussenlampe sind beleuchtet.


    Gruß aus Bonn


    Jürgen Bumke

  • Hallo Freunde der Spur 0


    als kleine Bastellei am Wochenende ist das gerade fertig geworden:


    Stromverteilerkästen von Wenz-Modellbau http://wenz-modellbau.eshop.t-…Shop00671/Products/WM0873


    Die dünnen Polystyrolmodelle wurden mit Grautönen von Gunze eingefärbt und dann gealtert.




    Dazu wurden Rost und Washings von MIG und AK interactiv verwendet. Mit dem "Slimy Grime Dark" läßt sich ganz phantastisch der grünliche Algenbewuchs der Stromkästen nachbilden. Abblätternde Farbe wurde mit Kratzern durch eine kleine Nähnadel immitiert.



    Jetzt stehen die Kästen da und helfen bei der Energieversorgung Groß-Rekens.


    Unverständlich ist uns in Groß-Reken allerdings, warum die schon Minuten nach dem Aufstellen so alt, gammelig und einfach verbraucht aussehen.


    Naja, damit wird jedenfalls der Kerzenverkauf in den nächsten Wochen bei uns hier massiv zurückgehen :)






    Beste Grüße


    Hendrik

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