Was gerade auf meinem Arbeitstisch liegt ...

  • Hallo Husbert,

    bist Du auch auf den Geschmack gekommen, die alten Pola-Wagen umzubauen. Dein erster Wagen könnte ein Ci pr91 mit nachträglich eingebauter Toilette sein. Ich habe auch noch zwei solche Polas herum stehen, konnte mich nur noch nicht entschließen, welchen Wagen ich daraus bauen soll. Es gibt da so viele Varianten.


    Auch der umgebaute Tonnendachwagen sieht sehr interessant aus.


    Mit freundlichen Grüßen


    Roland

  • Vielen Dank für die Grünen. Wichtig ist immer das man etwas selbst gebaut hat und das es Zuspruch findet. Preislich war dieser Umbau im lowbudget Segment wobei die teuersten Zurüstteile immer die Räder, Federpuffer und Schraubenkupplung sind.
    Wie Rollo schon schrieb " man hat ein Modell was nicht jeder hat."
    Im Anhang noch Bilder der Inneneinrichtung (soweit vorhanden)
    Die Meisten werden schon erraten haben wo diese Privatbahn liegt. Es ist die alte Regentalbahn. Hier fuhr so ziemlich alles an Loks und Wagen was in der Republik gebaut wurde. Die Spur Null Welt wartet noch auf einen 4 Kuppler oder einen Esslinger.
    Durch einen Glücksfall habe ich einen Kontakt erhalten der mir die Originalpläne des Bhf Asbach-Gumpenried (kostenlos) überlassen hat. Hier war vor dem Abriss noch ein Zweigwerk der Papierfabrik Pfleiderer
    mit Feldbahnrampe und Verladegleis für Holz. Die gekürzten Holzknüppel wurden auf kleinen Loren über eine Rampe mit einer Spillanlage direkt in die Waggons gezogen wo sie entladen wurden. Dazu wurden div. G10 ihrer Stirnwand beraubt. Nach der Beladung kamen die Wagen nach Teisnach und wurden in die Fabrik gedrückt.
    Vor den Bahnhofseinfahrten stand jeweils ein Signal. Der ganze Gleisplan umfaßte 4 Weichen.
    Es lohnt sich allemal sich mit der Geschichte dieser noch heute aktiven Privatbahn zu befassen.
    Husbert (der als nächstes einen G10 aufschneidet)

  • Zum Wochenende ein kleines Update zum Stückgutwagen:
    Nach gründlichem Betrachten der vorliegenden Wagenbilder gab es noch Grund den Wagen zu verbessern. Gemeint sind die Einstiege an den alten Waggons. Regenbahntypisch sind die verstärkten Endbleche der Bühnen.
    Mit viel Geduld und einigen Fehlversuchen habe ich sie ungefähr hinbekommen, somit sehen sie den Originalen schon sehr ähnlich. Und darauf kommt es ja an.
    Warum die Bühnen so massiv gebaut wurden konnte ich nicht in Erfahrung bringen.
    Die gleiche Prozedur habe ich beim Postwagen angewendet.
    Jetzt fehlt zu meinem Glück nur ein 4-Kuppler die ja Bundesweit bei Privatbahnen im Einsatz waren.


    An dieser Stelle noch eine Bitte: Sollte jemand Bilder der abgerissenen Papierfabrik von Gumpenried haben bitte über PN an mich.
    S.WE.
    Husbert

  • Moin Kollegen,
    nach Aussage von Herrn Kleinhanß (ADDIE-Modell) ist die Produktion der abgefederten Schraubenkupplungen eingestellt.
    Damit ich aber weiterhin gefederte Schraubenkupplungen verwenden kann, habe ich mir abgefederte Schraubenkupplungen selbst angefertigt; und das sieht dann so aus:
    Benötigtes Material.
    Schraubenkupplungen von Lenz oder BRAWA
    Ms-Vierkantprofil 2,0 mm
    Ms-Rundstab 1,0 mm
    Ms-Rundstab 0,8 mm
    Druckfeder, DCC4You, Artikelnummer 1023 (10 Stück)
    Arbeitsschritte:
    Rastnasen hinten am Kupplungshaken abschneiden
    Bohrung 1,0 mm von hinten (mittig) in den Kupplungshaken
    Rundprofil 1,0 mm, 5 mm lang, in diese Bohrung mit Gel-Sekundenkleber einsetzen
    In ein 2,0 mm-Vierkantprofil stirnseitig Bohrung von 1,0 mm bohren
    Etwa 1,5 mm vom anderen Ende Loch von 0,8 mm für den Sicherungsstift bohren
    Den Vierkant mit dem vorbereiteten Haken so verkleben, dass die Bohrung für den Sicherungsstift später waagerecht liegt
    Da mir eine einzelne Feder zu schwach ist, habe ich beim endgültigen Einbau der Schraubenkupplungen jeweils zwei Federn zusammen gesteckt und montiert
    Zuletzt wird der Sicherungsstift eingesetzt und verklebt.
    Oben auf dem Bild seht Ihr eine noch komplette BRAWA-Kupplung, und unten
    ist als Vergrleich/Kontrolle das ADDIE-Modell abgebildet.
    Das war es schon
    Ein für mich weiterer positiver Aspekt war/ist, dass meine modifizierten Kupplungen vorbildlichere Kupplungshaken haben; die Form der ADDIE-Haken störte mich schon immer.
    Gruß
    Jürgen M.

  • Hallo Schraubenkupplungsfahrer,


    der Umbauvorschlag von Jürgen M. ist gut.


    Eine ähnliche Idee verfolge ich mit meiner Schraubenkupplung auch für meine Modelle. Ich habe jetzt keine Kupplung mit diesen Rastnasen, sondern die normalen Schraubenkupplungen wie sie nach dem Umbau aussehen. Was mich an den vorhandenen Schraubenkupplungen stört, dass der Vierkant mit 2 x 2 mm fast doppelt so stark ist wie im Original. Das Original-Maß des Vierkants ist 50 x 50 mm und wären umgerechnet 1,1 x 1,1 mm. Ich kann diesen 2 x 2 mm Vierkant nicht bei meiner im Bau befindlichen T3 und BR94.5 verwenden. Das Vierkantloch in der Kupplungsaufnahme ist mit 2 x 2 mm von der Optik her für mich zu groß. Als Abfederung werde ich wie beim Original diese beiden Wickelfedern (gibt es auch bei MB-Modellbau als Gussteil) verwenden. Nur, dass ich sie von hinten aufbohre und dann je eine Feder einsetze. Auf das hintere Gewinde des Vierkants kommt ein Querbügel, der auf die beiden Federn drückt. Bei der T3 liegen die Wickelfedern gleich hinter dem Pufferträger und bei der BR94.5 ca. 55 mm tiefer im Rahmen.


    Daher werde ich wie Jürgen M. den Vierkant nach dem Kupplungshaken abtrennen, eine 0,8 mm Bohrung einbringen, ein 1 mm Gewinde einschneiden und ein 1 mm Gewinde auf den Vierkant vorne am Haken und hinten schneiden. Den Kupplungshaken werde ich auch mit Kleber sichern. Ich werde dann in den Beiträgen, wenn es soweit ist berichten.


    Gruß Alfred


  • @ Null-Problemo,

    Aber warum so kompliziert?

    ich habe hier noch etliche -ungefederte - Schraubenkupplungen von Lenz liegen, die ich nicht einfach entsorgen kann - ein ziemlicher Kostenfaktor.
    Und ich wollte aus verschiedenen Gründen unbedingt gefederte Schraubenkupplungen an meinen Wagen haben.


    Gruß
    Jürgen M.


    P.S.: Dass ich gefederte Schraubenkupplungen im DCC4YOU-Shop kaufen kann, habe ich erst entdeckt, nachdem ich "Esatzfedern" für meine Modifikation bestellt hatte.

    Generaldirektion der REEB

  • Moin allerseits,


    BRAWA hat, zumindest bei den Kühlwagen, die Verbindungsstange (Kupplungsstange) zwischen den beiden Kupplungshaken einschließlich der in der Wagenmitte liegenden Federung (Kegeldruckfeder) ziemlich genau nachgebildet; allerdings verständlicherweise funktionslos*. 8)


    Diese Verbindung der Kupplungshaken funktionsfähig zu bauen, wäre schon eine echte Herausforderung ... :whistling:
    In Paul Petaus Shop gibt es das komplette Bauteil in Feinguss als "Zugfeder" in verschiedenen Ausführungen (Artikelnummern 20, 21 und 22).


    Mal sehen.



    Gruß
    Jürgen M.


    *Lenz (nur mittleres Stück) bei X 05, G 10, R 20

    Generaldirektion der REEB

    Edited 3 times, last by JM-HH: Text ergänzt ().

  • Da hier gestern über die Nachbildung der beim Vorbild durchgehenden Zugstange sinniert wurde, hier als Anregung mal eine solche Umsetzung mit funktionierender zentraler Federung aus einem zwar größeren Maßstab aber das könnte wohl auch in Spur 0 machbar sein:
    G 10 mit durchgehender Zugstange


    Das Bild stammt aus diesem Beitrag über den Selbstbau von G 10 , Om 12 und R 20 in "doppeltem" Maßstab:
    Spur II Güterwagen von Alfred Jungenitz



    Gruß,
    Ralf

  • Fortgang des Wagenbaus für die RAG



    Wieder mussten Teile der Polawagen für die Erstellung des
    4-Fensterwagens (RAG 7) der RAG herhalten.



    Die Seitenwände wurden um 4 mm erhöht und für die
    Stirnseiten wurden Baureste auf die erforderliche Rundung gebracht. Das Dach
    stammt vom Cipr86 und wurde oben mit Klarzelluloid verklebt. Darauf die
    Eindeckung mit Schmirgelpapier. Vorher wurde das Dach von unten mit Elfenbein
    lackiert.



    Die Fenstereinsätze wurden ebenfalls mit Elfenbein (RAL) von
    beiden Seiten lackiert damit sie nach dem Zuschnitt der Innenverkleidung
    farblich gleich sind.



    Die Bühnengeländer wurden wiederum RAG-typisch umgebaut
    sowie die wuchtigen Aufstiege.



    Es fehlen noch die Fensterscheiben und die RAG-Logos für die
    Nothaft herhalten muß.



    Als weitere Ergänzung des Fuhrparks wurde der erste
    Transportwagen für die Holzschlegel gebaut die ja über eine Rampe mittels
    Spillanlage in die Waggons gezogen und dort entladen wurden.



    Dazu wurde ein G20 von Billerbahn geopfert. Die der Rampe
    zugewandte Stirnseite wurde entfernt und aus Evergreenplatten neue Türen
    gefertigt. Ein unsichtbares Röhrchen (Baudenzug) zwischen den beiden Hälften und
    vier Stifte oben und unten sorgen für die Beweglichkeit der Türen. Innen wurden
    zwei Schienen geklebt und das Niveau ausgefüllt.



    Zum Schluß wurde der Wagen dunkelbraun in RAL lackiert. Es
    versteht sich das Pufferbohle, Federpuffer , Schraubkupplung und Räder neu
    montiert wurden. Ein zweiter Wagen (G10) wird ebenfalls so hergerichtet.



    Ich muß zugeben sehr Freelance gebaut aber dafür
    Einzelstücke. Eine Alterung erfolgt irgendwann mal.



    In der Pipeline befindet sich noch eine weißer G10 der
    Teisnacher Papierfabrik wie es ihn H0 von Fleischmann schon gibt. Decals von
    Nothaft.



    Der nächste Beitrag widmet sich dem Bahnhof.



    Wird fortgesetzt.



    Husbert , der lieber baut als sich über andere Beiträge
    ereifern.

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