"Stacheldraht" gesucht

  • Hallo,
    für die Umzäunung meiner Weide mit einigen starken Bullen suche ich Tips, wie ich am besten den sogenannten "Stacheldraht" nachbilden kann.
    Vielleicht gibt es ja so etwas auch schon fertig zu kaufen?


    ....über jeden Tip freue ich mich


    Gruß aus der Eifel
    Rainer

  • Hallo Rainer,


    wir haben bei der Bundeswehr bei der Gestaltung von BW Motiven auf dem "Ausscheiderhut" Plombendraht als Stacheldrahtnachbildung genommen. Über einen Bleistift gerollt und wieder etwas auseinander gezogen hat das meiner Erinnerung nach als "Stacheldrahtrollenverhau" ganz gut ausgesehen. Ist allerdings schon 40 Jahre her und Erinnerungen sind ja oft "geschönt".


    Dazu noch ein obergeistreiches Gedicht:


    Ein Stacheldraht, ein Stacheldraht,
    das ist ein Draht der Stacheln hat -
    und wenn er keine Stacheln hat,
    dann ist es auch kein Stacheldraht.

  • Hallo Rainer,


    häufig wird dazu verzwirbelter bzw. umlaufender Draht genutzt. Bei ebay findest Du einige Auktionen dazu unter dem Begriff "Natodraht Modellbau". Vor allem dieses Angebot macht einen recht guten Eindruck. Scheinbar ein dicker Draht der von einen dünneren umwickelt wurde.


    Gut zu erkennen auch hier .


    Gruß
    Stefan

  • Hallo,


    ich würde meine Kühe nicht auf der Weide mit Nato-Draht einzäunen... das ist m.M. nach die Sorte, die mit scharfen klingenähnlichen Schneiden versehen ist. Wird oft als Übersteigeschutz auf Zäune "wichtiger Objekte" gebaut, auch gerne gerollt...


    Stacheldraht, so wie ich ihn kenne, hat halt die bekannten Drahtstacheln... daran kann man sich pieksen, aber nicht schneiden! Stacheldraht für Einzäunungen von Weiden habe ich immer nur gespannt, also gerade, gesehen...


    Guten Stacheldraht für Spur 0 habe ich noch nicht gesehen, wäre mal ein paar Fotos wert!


    Gruß
    Thomas

  • Hallo Rainer,


    ich bin ja selbst gerne und oft in der Eifel (und fahre meist über Grafschaft), aber eine mit Stacheldraht eingezäunte Weide habe ich da noch nicht entdeckt. Da wäre ein Elektrozaun sicher richtiger, denn am Stacheldraht verletzen sich nicht nur Menschen, sondern auch Bullen (also die Tiere meine ich jetzt natürlich…). Dein Weideumzäunungskonzept solltest Du also nochmal überdenken.

  • Hallo,
    heute im ARD BUFFET wurde ein "JOJO" Draht beim Blumenstecken verwendet. Den kann man ausziehen. Es sah so aus, wenn er "RICHTIG" ganz in die Länge gezogen ist, er Ähnlichkeiten mit Stacheldraht haben könnte. Wenn ihr das nächste mal beim Floristen eures VERTRAUENS einen Blumenstrauß für eure "LAG" holt, fragt doch mal nach.


    @ neunelf,
    ich kann mich noch sehr gut an Vieh Weiden erinnern, die in den 1950er Jahren mit Stacheldraht umzäunt waren. Ich hatte des öfteren einen Dreiangel in der Hose. Ab und an, allerdings ganz selten, weil damals noch zu "TEUER" gab es auch schon Elektrozäune. Die sind mir vom "WEIT- und HOCHPINKELN" in Erinnerung. Wer da nicht aufgepasst hat, hat es zu Spüren bekommen! ;(:)
    Gruß Heiko

  • Hallo,


    die schon genannten Versionen habe ich beim googeln auch gefunden, ich hätte natürlich auch hier erst nachschauen können :sleeping:


    Ich habe mal die Methode aus Beitrag 7, Nerlingen, ausprobiert, allerdings etwas abgewandelt.
    Statt Zwirn habe ich dünnen Kupferlackdraht verwendet. Im ersten Schritt habe ich etwa 1,5m doppelt genommen und mit dem Akkuschrauber verdrillt.
    Dann habe ich den gleichen Draht etwa alle 4-5mm um den gespannten Doppeldraht gewickelt. 3-4 Umdrehungen reichen:

    Das ging schneller als gedacht. Jetzt mit dunkelbrauner Tamiya Mattfarbe und einem weichen Pinsel lackiert. Die Tamiya lässt sich notfalls mit Isopropanol einfach auflösen, falls man zu viel Farbe draufgekleckert hat.

    Durch die Farbe lässt werden die Windungen gegen verschieben fixiert.
    Nach dem Trocknen habe ich die Schlaufen mit einem feinen Seitenschneider abgeschnitten

    Ab jetzt pickst der Draht wirklich 8)
    Später bekommt der mit der Airbruch noch etwas Farbe, damit er matt-rostig aussieht. Frischer Draht könnte natürlich verzinkt sein.


    Mit dem Resultat bin ich ganz zufrieden, jetzt kann ich mich an die anderen Varianten machen: :D


    Als nächstes kommen die Pfosten.


    Grüße


    H3x

    Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.


    Mein Spur 0 Blog: 1durch45.de

  • Hallo,


    zum Stacheldraht brauche ich auch die passen Pfähle. Statt der üblichen Baumscheite oder Bahnschwellen wollte ich es mal mit Beton versuchen, da ich mit eine Nachnutzung eines Werksgeländes überlegt habe.
    Also CAD-Software gestartet, gezeichnet und gestern brachte der freundliche Paketbote das:

    Die Grundfarbe "Grau" habe ich direkt mitbestellt, so entfällt das Grundieren.


    Nach einer ersten Farbgebung schaut das schon realistischer aus.


    In den Löschern hing noch etwas Druckpulver, da bin ich mit einem 0,5 mm nachgearbeitet.

    Oh, na ja, mit dem Telefon ist das Foto nicht so ganz scharf geworden. :whistling:


    So, mal Probestellen. Das Modul besteht aus Styrodur, da reicht es mit 2 mm vorzubohren und den Zapfen einzustecken.

    Ein paar Flechten haben sich an dem Zaun in den letzten 20 Jahren angesiedelt. Und verwittert ist er auch.


    Mit dem Abstand muss ich noch experimentieren. Mir scheinen die Pfähle noch etwas zu dicht zu stehen, sind rund 2,2m beim Vorbild.


    Wenn die die benötigten 10 Meter Stacheldraht :rolleyes: fertig habe gibt es wieder Bilder.


    Grüße


    H3x

    Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.


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  • Hi H3x,


    da musst Du ja den Stacheldraht zwischen den bereits aufgestellten Pfosten zurechtzwirbeln.
    Durch die Löcher ziehen wird wohl nicht gehen... :-/


    Gruß, Matthias


    P.S.: *an den Kopp hau* Manchmal klemmt's.
    Jetzt hab' ich es: kurze Stücke Stacheldraht zwischen die Pfosten fummeln...
    :)

    Edited 2 times, last by Zahn: Der Groschen ist gefallen. ().

  • Hallo Matthias,


    ich echt geht bei den meisten Pfosten der Stacheldraht auch nicht durch das Loch, sondern der Stacheldraht wird mit einem Stück glattem Draht seitlich am Pfosten festgemacht. 8o
    Der Befestigungsdraht liegt hier schon fertig brüniert, Bilder folgen, wenn ich weiter bin.


    Ach ja, den Abstand habe ich gleich der Pfostenhöhe gemacht, sind rund 62 mm. Das sieht am gefälligsten aus.


    H3x

    Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.


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  • Hallo,


    so, die Masten sind gesetzt und der Stacheldraht ist angemalt, was bei dem dünnen Draht mit der Airbrush gar nicht so einfach war. Zukünftig nehme ich den Pinsel, dann fällt das Reinigen weg und es geht gleich schnell.


    Zur Montage habe ich folgendes Werkzeug gebraucht (Die genutzten Finger sind nicht dargestellt):



    Einzeladern aus einer Litze habe ich brüniert. Hier wird der Haltedraht durch das Nadelöhr im Pfosten gezogen:



    Mit der Pinzette wird der Haltedraht verseilt:



    Und dann so weit verdrillt bis der Stacheldraht fest am Pfahl anliegt:



    Anschließend mit dem Seitenschneider bei 2 mm abzwicken und umbiegen.


    So schaut es jetzt aus:




    Der Zaun hat auch mal andere, bessere möchte ich nicht schreiben, Zeiten gesehen:



    Grüße


    H3x

    Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.


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  • Hallo H3x (???),


    ich will lieber gar nicht wissen, was für eine Liegenschaft da an Deine Bahnstrecke angrenzt. Kommen auch noch die Schilder "Militärischer Sicherheitsbereich"? Jedenfalls würde das gewiss einen regen Eisenbahnverkehr, auch mit Tankwagen und LÜ-Verkehr, rechtfertigen. Und vor den Zügen könnten sogar ELNA's verkehren, allerdings in der 1'C-Ausführung.


    Jedenfalls sieht der Zaun super aus, auch wenn er noch nicht fertig ist. Toller Modellbau!


    Beste Grüße,


    M146275634756347561347564178x, ne, Michael :love:

  • Hallo!


    ich will lieber gar nicht wissen, was für eine Liegenschaft da an Deine Bahnstrecke angrenzt. Kommen auch noch die Schilder "Militärischer Sicherheitsbereich"?


    Nein, ich kann dich beruhigen, Schilder wird es keine geben. Heute würde man das wohl eine Konversionsfläche nennen. Vor 1000 Jahren mag der Bereich Dingen gedient haben bei welchen man keine Besucher wünschte und darum einen hohen Zaun aufgestellt hat. "Heute", also Epoche 3, dient die Fläche weit friedlicheren Zwecken, was man am vergammelten Stacheldraht erkennen kann. Durfte in der "dunklen Zeit", wie man damals sagte, keiner hinein, so dürfen die heutigen Bewohner die Fläche nicht verlassen. Allerdings sind mir diese noch nicht zugelaufen, ich hoffe auf eine Adoptionsmöglichkeit in Giessen :D

    So, und jetzt raus in die Sonne ;)
    H3x

    Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.


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