Deckplatte einlassen oder auflegen ? Vor und Nachteile ?

  • Hallo Alle,
    eine Frage gleich noch im Anschluss: Die Deckplatte ins Modul einlassen oder auf den Rahmen auflegen ? Und welche Vor oder Nachteile seht ihr bei den beiden Methoden ?


    Grüße
    Patrik

    die Räder vom Zug dreh´n sich rundherum ,rundherum ,rundherum :thumbsup:

  • Hallo Patrik,


    ich setze meine Deckplatten nicht ein, sondern auf. Beim Einsetzen muss Länge und Breite exakt stimmen, sonst passt der Rahmen nicht herum oder hat ebenfalls wieder einen Spalt. Und was ist schon ein halber oder ein Millimeter.


    Setze ich die Platten nur auf, kann man notfalls am Rand Material wegnehmen oder zur Sichtkante hin bündig machen und notfalls im Hintergrund mit der Rückwand verspachtelt (eher seltener). Ein Nachteil ist natürlich die Blende im Frontbereich, da man die Deckplatte sieht. Aber da ich meine Rahmen eh dunkel lackiere, sieht man das meiste eh nicht.


    So sind meine 10 Tische gebaut.


    Viele Grüße


    Carsten

  • Hallo Patrik,
    beim Bau von Modul- oder Segmentkästen setze ich die Deckplatten immer in den Rahmen ein. Für mich ist der optische Eindruck einfach bessser, als wenn man eine Vielzahl von Stössen am Modulkasten betrachten muß. Aus dem gleichen Grund sitzen bei mir die Stirnbretter immer zwischen den Längswangen der Kästen.
    Neben diesen "oberflächlichen" Gründen gibt es aber eine handfeste konstruktive Tatsache zu beachten: Je höher eine Wange ausgebildet ist, um so stabiler wird sie gegen Durchbiegen. Die Mathematik gibt uns die Erklärung dafür: Die Höhe h geht im Quadrat auf die Vergrößerung das Biegemoments ein!
    Mit jedem Zentimeter an mehr Höhe gewinnst du einen guten Zuwachs an Stabilität in deinem Kasten. Ich selbst baue Module für Modultreffen mit Kollegen, deshalb versuche ich, meine Konstruktionen möglichst optimiert in Gewicht und Raumökonomie zu gestalten. So reicht mir eine Rahmenhöhe von 70mm aus.
    Wenn ich jetzt diesen einen Zentimeter für die Deckplatte abziehen würde, ergäbe das eine wesentliche Verschlechterung der Stabilität.
    Natürlich muß man immer exakt arbeiten, die Sorgfalt ist aber auch bei einer aufgelegten Deckplatte gefordert.
    Ich wünsche dir viel Spass beim Bauen,
    viele Grüsse aus dem Südschwarzwald,
    Dieter

  • Hallo Patrik,


    es gibt noch einen anderen Grund, die Deckplatte einzulassen: Die Ausformung der vorderen Modulkante, also quasi der Schnitt durch die angedachte Landschaft, ist frei formbar. Man kann also sowohl "Hügel" als auch "Täler" realisieren und die Oberfläche sieht nicht angestückelt aus.


    Was die Stabilität angeht, ist bei echten Modulen, die im Rahmen einer "Reisetätigkeit" immer wieder in neuen Konstellationen aufgebaut werden, die Aufnahme auch von ziemlich großen Kräften notwendig. Daher sollte man die Kopfstücke immer zwischen die Außenwände montieren (die werden sonst schnell ausgerissen); sehr gute Erfahrungen habe ich auch mit der Konstruktion der Module als "Geigenkästen" gemacht, also mit einer eingepassten Deckplatte und einer (mit Ausschnitten versehenen) eingepassten Grundplatte sowie Sperrholzspanten dazwischen. Solche Kästen sind sehr verwindungssteif und halten auch größere Beanspruchungen gut aus, weil Zugkräfte zwischen den Kopfstücken gut aufgenommen werden.


    Die Erfahrungen beim FREMO zeigen, dass beim Aufbau von Modularrangements immer mal wieder ganze Streckenäste "gerückt" werden müssen, also mit einer Vielzahl von helfenden Händen verschwenkt oder versetzt werden müssen.


    Für eine Heimanlage aus Segmenten (also Teilstücken, keine echten Module mit genormtem Übergang) ist solch ein Aufwand natürlich nicht nötig!


    Grüße
    Jan

  • Hallo Alle,
    das ist jetzt genau das Gegenteil von dem was ich bisher gedacht und gebaut habe. Die Stirnseiten habe ich immer durchgängig gehalten und die Seitenteile zwischen Bug und Heck sozusagen eingelassen. Dadurch habe ich an der Stirnseite eine durchgehende plane Auflagefläche was bei der anderen Baumethode nicht der Fall ist. Ich denke ich versuchs jetzt einfach mal mit durchgehender Stirnseite und eingelassenener Platte da ich schon 4 Modulrahmen fertig habe und die jetzt nochmal umbauen will ich eigentlich nicht.


    Irgendwie schon verrückt dass man egal wie oft man fragt immer wieder eine andere Antwort mit nachvollziehbarer Begründung bekommt 8o


    Grüße und Danke an Alle
    Patrik

    die Räder vom Zug dreh´n sich rundherum ,rundherum ,rundherum :thumbsup:

  • Hallo Patrik und Mitleser,
    da gibt es gute Argumente fuer beide Methoden. Meine Segmente bestehen aus einer Kombination von beiden. Ich lege die Deckplatte auf die Seitenteile und setze die Stirnseiten dazwischen, achte aber darauf, dass oben und seitlich kein Spalt enteht, eher etwas Luft zwischen den Stirnseiten, weniger als ein Millimeter wenn moeglich. Die Differenz kann man ausfuttern, wenn's denn sein muss.
    Gruss an alle,
    Pjotrek

  • Hallo Patrik,


    ich baue die Module mit durchgehender Seitenwand und "eingelegter" Landschaft (Platte, Styrodur usw.).
    Vorteil beim Transport und Temeraturwechseln: Keine Haarrisse an der Modulseite in einer Lackierung. Die Fuge an der Oberseite verschwindet unter der Landschaftsgestaltung.
    Die Landschaft kann einfacher unterschiedliche Höhen annehmen, z.B. Straßen, Gräben, leichte Gefälle. Dadurch wirkt das Modul auch von der Seite lebendiger.


    Ansonsten: 3 Experten, 5 Meinungen. Und wer viel Fragt ... ;)


    H3x

    Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.


    Mein Spur 0 Blog: 1durch45.de

  • hallo,


    ich lege die Deckplatten auch ein, ist stabiler! Und als 2. Grund: die Baumärkte sägen die Seitenteile nicht unter 10 cm. Käme die Platte oben auf, dann hätte man ca. 11 cm Höhe. Gesägt wird immer genau und im Winkel, da passt alles!

    Gruß, Wolli ---> wünsche allen HP1 !

  • Hallo




    Ich baue die Module auch mit durchgehenden Seitenwände und eingelegten Deckplatten.


    Ich lasse mein Holz aber vom Schreiner meines vertrauens schneiden, und das paßt


    auf den 10tel Millimeter.


    Ich verwende für die Außenwände 12mm Multiplex Platten, sind zwar teurer aber beim


    Unterbau sollte man nicht sparen, sonst hat man später den ärger mit verzogenen


    Modulen.


    Gruß Hape

  • Hallo,


    ich habe die Deckplatte bei meinen Bahnhofssegmenten eingelassen und zwar so weit, dass die Geräuschdämmmatte mit den senkrechten Holzteilen oben bündig abschließt.


    Das hat den Vorteil, dass man von vorne nicht in den Aufbau des Segmentes schaut und dort weniger Abbruchgefahr besteht, da die Kante durch das Seteinteil geschützt ist.


    Gruß
    Thomas

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!