Diggetalbahn in Westfalen - Bau

  • Hallo Tom,


    nachdem ich meinen Mund nach einer Weile des ungläubigen Staunens wieder geschlossen habe muss ich gleich mal in die Tasten hauen: einfach tolle Bilder eines mehr als gelungenen Anlagenabschnittes! Man kann sich wirklich fragen ob es sich hier um Modell oder Wirklichkeit handelt. Hier und da hast du gekonnt ein paar kleine Details eingebracht, die zum längeren Verweilen einladen!
    Ich würde bei Gelegenheit mal vorbeikommen und die Pilze pflücke - scheinen mir Speisepilze zu sein - die können wir in die Pfanne hauen und bei einem guten Tropfen den Zügen zuschauen, wie sie laaaaaaaaangsam über das Viadukt rollen. Herrlich!
    Deine Fichten müssen sich vor keinem "Profierzeugniss" verstecken - auf mich machen sie einen sehr stimmigen Eindruck. Zum Glück sind die Nadelhölzer offensichtlich ausgewachsen - ansonsten müsste man Angst haben, dass irgendwann der Freischneidetrupp kommt und die Spitzen kappt, damit die Sicht auf der Strecke nicht beeinträchtigt wird...


    Gruß, Dirk.

  • Hallo Tom,


    na was soll man da noch sagen - ich bin baff!


    Am Anfang habe ich gedacht, oh oh, das Viadukt ist aber hoch, und das Modul so schmal - ein Problem von vielen Brückenbauten in unserem schönen Maßstab.
    Wenn man durch die Brückenpfeiler die Modulkannte sieht, wirkt die Brücke für mich immer etwas abgehoben, Landschaft und Bahnstecke wirken dann nicht harmonisch zusammen.


    Und was machst Du ? Du fängst mit ein paar Bäumen das "hochfliegende" Viadukt wieder ein, und schaffs eine natürliche Verbindung von Talgrund und Bahnstrecke.
    Gleichzeitig gibtst Du dem Betrachter ein Referenzmaß, dadurch wirkt das ganze jetzt sehr harmonisch, einfach gelungen.
    Wenn man allein das erste Bild mit den Fichten betrachtet, die Gegenlichtaufnahme, dann beneide ich Dich um diesen schönen An- und Ausblick im Moba-Zimmer.


    Wunderschön gemacht, und im richtigen Moment auf den Auslöser gedrückt - SUPER!


    Eine Frage noch, woher stammt das Kleingetier, besonders die Eule?


    Gruß
    Matthias

  • Hallo Tom,


    ganz grosses, uneingeschränktes Kompliment zu deinem Landschaftsbau rund um die 'Diggetalbahn'!!!
    Du hast damit einen 'Traum' in Szene gesetzt, wie ihn wohl viele Modellbahner mit sich herumtragen - mich eingeschlossen. Du hast so manches Detail so feinfühlig in die Landschaft gesetzt, dass man man beim Betrachten der Fotos unwillkürlich ins Träumen kommt ...

    Dabei wird der Reiz noch einmal gesteigert durch die Spiegelung im Fenster (vor allem bei den Fotos 1 und 7), die - beim 'Wegdenken' des Fensterkreuzes - den Übergang in die reale Landschaft draussen suggeriert ...


    Neidlose Anerkennung einer wunderschönen Anlage!


    Mit den besten Grüssen
    Dieter

  • Hallo Tom,


    meine neidlose und höchste Anerkennung. Du bist wirklich ein Könner. Du hast DEN Blick für Ausgewogenheit, Reales, Eisenbahnromantik, u. s .w., eben alles, was ein Modellbauer braucht - und dann setzt Du Deine geistigen Bilder auch noch derart gekonnt um, dass ich Beim Betrachten Deiner Bilder wirklich den Mund offen habe und nur noch "RESPEKT" denken kann.


    Du wirst hier im Forum ja nachgerade mit Lob und Anerkennung überschüttet - hast Du auch redlich verdient!!!

    Gruss
    Robert
    BTB0e+0

    Edited once, last by BTB0e+0 ().

  • Hallo Zusammen,


    ganz großes Dankeschön für die vielen Rückmeldungen zu meinem Beitrag - mit so starker Resonanz habe ich überhaupt nicht gerechnet!!!


    Ich bin mir über die suboptimalen Lichtverhältnisse in meinem Hobbyraum durchaus bewusst und ich hatte es vor einiger Zeit auch schonmal thematisiert. Aber dieses Mal wollte ich aus der Not eine Tugend machen und die starken Kontraste für meine Zwecke nutzen. Daher sind die Fotos in zwei zeitlich versetzen Sessions entstanden. Die erste Sitzung zeigt den Frühzug (VT135) zu einem Zeitpunkt an dem die Morgensonne gerade mit ihren ersten Strahlen des Tages den Weg ins tiefe Tal gefunden hat. Der Tau glitzert noch auf jedem Grashalm - leider ist es im Modell extrem schwierig die dünnen Nebelschwaden darzustellen, die noch zwischen den Bäumen und Sträuchern herumwabern. Aber Ihr könnt euch das bestimmt genauso vorstellen wie ich...


    Einige Stunden später rumpelt eine kleine Übergabe nach Attenhagen. Am Vormittag ist die Luft schon deutlich klarer und das Licht weniger diffus. Für die Fotos habe ich daher ein Gegenfeuer in Form eines starken Scheinwerfers gelegt. Aber auch damit ist ein gutes Ausleuchten der Schattenseite (übliche Betrachterseite) leider nur bedingt möglich. Nicht nur die Fotos belegen es sondern auch im allgemeinen besteht die Notwendigkeit in Zukunft beleuchtungstechnisch aufzurüsten.


    Ja, die vielen kleinen und kleinsten Szenen machen mir viel Spass - auch wenn einige auf den Bildern kaum oder gar nicht sichtbar sind. Aber ich weis dass sie da sind! Die tierischen Bewohner entstammen übrigens dem Kleintier-Set von Busch. Auch die Pflanzensets (Unkraut, Pilze, Farne, Blumen, ...) dieses Herstellers sind aus meiner Sicht uneingeschränkt "null-tauglich" und wie man sieht habe ich davon schon reichlich Gebrauch gemacht.


    Ehrlich gesagt bin ich von Euren "Belobigungen" stark beeindruckt und kann eure Beschreibungen meiner "Bastelfähigkeiten" kaum glauben. Als ich vor rund drei Jahren mit der Spur Null startete, war mir überhaupt nicht klar wo mich dieser Zug hinbringen würde. Nicht zuletzt durch die Inspirationen und Tipps aus diesem Forum bin ich bisweilen auch über mich hinaus gewachsen. Und da möchte ich auch ein eindeutiges Signal an alle anderen Null-Neulinge senden: diese Spur bietet so unglaublich viele Möglichkeiten - ganz besonders im Selbstbau. Davon konnte ich in kleineren Spuren nur träumen. Ja, ich träume auch weiterhin meinen Modellbahntraum. Aber wie Ihr hier live und in Farbe miterleben könnt, bestehen in diesem Massstab reale Möglichkeiten, jene Träume greifbar umzusetzen! Das könnt Ihr auch!!!


    Wer mehr von der Anlage sehen möchte, kann mich gerne kontaktieren. Nette Gäste sind im Diggetal immer willkommen.


    Bis bald und viele Grüße
    Tom

  • Hallo Null-Freunde,


    auch im Diggetal nehmen zu dieser Jahreszeit die Bauaktivitäten wieder zu. Auch wenn es derzeit eher die kleinen Dinge und vor allem Planungen für zukünftige Projekte sind, so habe ich in den letzten Wochen den Hinterhof der Fleischwarenfabrik endlich mal auf Vordermann gebracht. Dabei habe ich zunächst die etwas monoton wirkende Fassade mit diversen Leitungen, Armaturen und Verwitterungsspuren aufgelockert. Der Boden des Werkshofs ist nunmehr mit Betonplatten belegt aus deren Ritzen sich bereits das ein oder andere Pflänzchen seinen Weg ans Tageslicht gesucht hat. Als Basis für die beiden Druckluft-Behälter habe ich keine Minions sondern große Ü-Eier verwendet - das zugehörige Kompressorhaus ist mal wieder ein Eigenbau mit Teilen aus der Restekiste. Warnschilder, Firmen-Signets und eine üppige Bepflanzung auch jenseits des Betriebsgeländes sind ohnehin obligatorisch.


    Aber seht selbst...

















    Es ist auch für mich immer wieder erstaunlich zu sehen, dass man mit der Kamera neue Perspektiven einfangen kann, die einem als Betrachter von der Anlagenkante aus stets verwehrt bleiben... 8o


    Viele Grüße aus dem Sauerland
    Tom

  • Hallo Tom,


    "lasst Bilder sprechen" - Gratulation zu dieser neuen Fotoreportage!
    Und natürlich Gratulation zu deiner Überlegung, für die Kamera auch mal 'unorthodoxe Standorte' zu wählen. Es ist immer wieder reizvoll, aus der 'Augenhöhe eines Preiserchens' die Szenerie abzulichten; Im Grunde ist das zudem mehr als einfach, da diese 'Augenhöhe' je nach Figur bei ca 3 - 4 cm liegt und damit in etwa dem Zentrum der Frontlinse entspricht. Ich wundere mich ohnehin manchmal, warum für die Dokumentation von Bauberichten die Kamera nicht einfach mal auf ein Gleis, eine Strasse oder in einen Fabrikhof gestellt wird, um den Reiz einer solchen Perspektive wiederzugeben ...


    Mit den besten Grüssen
    Dieter

  • Moin
    Hallo Tom
    Du warst und bist für mich die quelle der Inspiration, aber das ist einfach nur "TOPKLASSE" Danke das Du uns teilhaben lässt


    Ich selbst bin gerade am Bau eines Schuppen für unsere Module, der sehr einfach wirkt aber irgendwie liegt darin die krux das vorfeld habe ich aus einem Mix von pflastersteinen zerbrochener betonplatten und kaputter strasse find ich schon gut aber der Schuppen aber egal


    Du hast es Wirklich schön gebaut


    Micha

  • Hallo Tom,


    wir Sauerländer wissen ja, wie lecker die "dicke Sauerländer Wurst" und Sonstiges von Metten ist. Nun hast Du ihr einen perfekten Produktionsstandort gegeben. Da ist es für jeden klar, dass ich gerne am Hinterberger Bahnhofskiosk Werbetafeln für Deine Fabrik aufhänge.


    Es kann nicht oft genug gesagt werden, dass Du in vielerlei Beziehung ein Händchen und ein Auge für die Darstellung der leider vergangenen sauerländer Bahnwelt hast. Das ist Werbung pur für unsere Spur 0. Vor allem, weil jeder sehen kann, dass Modellbauqualität nichts mit Geldausgeben zu tun hat.
    Und Deine Art, hier alle 2 - 3 Monate einen Donnerschlag zu präsentieren, ist sehr wohltuend im Gegensatz zu vielem breitflächigem Gelaber.


    Herzlichen Glückwunsch auch zu den passenden Investitionen ins Rollmaterial.


    Nochmal von mir ein schönes und kreatives Jahr 2015.



    Darauf erst mal ne Wurst!
    Viele Grüße


    Norbert

  • Hallo Tom,


    Die dicken Sauerländer (natürlich die Wurst :D ) sind ja über unsere Grenzen bekannt. Immer erste Wahl. Dein Modellbau und das Auge für Kleinigkeiten sind auch mit bei der ersten Wahl. Da kann man wirklich Gratulieren. Sehr schöne Bilder und bitte mehr davon. :thumbsup:


    Gruß Dieter

  • Hallo Zusammen,


    aus euren Bewertungen und Kommentaren lese ich, dass euch bei meinen Basteleien besonders die kleinen Details am meisten gefallen. Dazu kann ich nur sagen, dass ich beim Gestalten der Szenen immer wieder den Eindruck habe, dass irgendetwas fehlt - dass alles irgendwie nackt ist oder kühl/künstlich wirkt. Dann lasse ich das Ganze ein paar Tage auf mich wirken und rufe mir ähnliche Bilder aus der realen Welt ins Gedächtnis. Und plötzlich geht das ganz von selbst und innerhalb weniger Stunden ist die Sache dann geritzt. Manchmal habe ich auch Wochen oder Monate später nochmal einen Geistesblitz und setze noch das ein oder andere Highlight. Normalerweise habe ich schon zu Beginn eines neuen Projekts ganz konkrete Bilder vor Augen, welche ich mit den vorhandenen Mitteln umzusetzen versuche.


    @ Dieter A.: Ich gestalte meine Bauprojekte i.d.R. 360° - doch leider ist davon bei "Eck-Modulen" nur ein kleiner Teil von der Anlagenkante aus einsehbar. Dann muss man sich etwas einfallen lassen. Nachdem mittlerweile das Beleuchtungsproblem weitestgehend gelöst wurde, bin ich auf der Suche nach neuen Perspektiven und Blickwinkeln - so eine Kamera ist zum Glück deutlich kleiner als mein Kopf. Du hast Recht, dass es sich hierbei um Preiserlein-Perspektive handelt und beim Modellbahn-Bauen viel zu selten genutzt wird um eine bestimmte vorbildnahe Stimmung zu erzeugen. Ich werde dies berücksichtigen und zukünftig häufiger darauf zurück greifen.


    @ Norbert: Die Werbung für die "Dicken Sauerländer" am Hinterberger Bahnhofskiosk ist mir sofort ins Auge gefallen und wohlwollend aufgenommen worden. Sie hat schon was, diese Knackwurst... Hier gibt eine kleine interessante Info über die Historie des Finnentroper Wurstfabikanten und ein paar sehr inspirierenden Fotos. Ein passend lackierter und beschrifteter Lieferwagen wäre noch ein Hingucker auf dem Werkshof... Ja, der Neuzugang im Wagenpark ist auch bei mir ein waschechtes Weihnachtsgeschenk. Ganz egal auf welchem Gleis sich der Ommi51 blicken lässt - er macht immer und überall eine gute Figur! Wie für's Diggetal gemacht...


    Viele Grüße aus dem Sauerland
    Tom

  • Hallo Tom,


    dein Link ist auch wieder Goldwert!


    Habe mir gerade mal schnell meinen Quelle Hanomag herausgekrammt, passt aber nicht. :(
    War wohl ein Opel. Schönes PDF, ist gespeichert.


    Bis Bald,

  • Hallo Null-Freunde!


    Vor ein paar Monaten kristallisierte sich im Verlauf meines Signalisierung-Threads heraus, dass neben der eigentlichen Signalisierung auch die gesamte Stellwerktechnik von elektromechanisch auf mechanisch umgebaut werden soll. Bei dieser Gelegenheit soll ebenfalls das seinerzeit errichtete große Stellwerk auf Höhe der DKW durch ein kleines Rangierstellwerk auf Höhe der Einfahrweiche ersetzt werden. In diesem Zusammenhang hatte unser Forumsmitglied Doppelnull mein Interesse auf das kleine Rangierstellwerk in Mengen gelenkt. Größe und Baustil kommen meinem Vorhaben sehr entgegen und nur in einigen Details muss das Objekt meinem Lokalkolorit angepasst werden.


    Als erstes habe ich mit dem Computer eine Zeichnung erstellt und ausgedruckt. In entsprechender Größe wurden die Wandteile aus Forex zurecht geschnitten und auf die Rückseite der Zeichnung geklebt.



    Ruckzuck war bereits ein Gebäude erkennbar. Als Sockel dient ein Holzklotz aus der Restkiste und die Treppe entstand ebenfalls aus Forex-Stückchen.




    Für die Fenster habe ich lediglich schmale Papierstreifen auf klare Kunststofffolie geklebt und das Dach ist nach der bewährten Zick-Zack-Scheren-Methode verschiefert worden. Die Dachrinnen (Schirmspeiche) werden mit Haltern als Aluminiumblech (Teelicht) am Dach befestigt. Auch wenn später davon vermutlich nichts zusehen sein wird da sich die Fenster auf der vom Betrachter abgewendeten Seite befinden werden, habe ich mich der "Eigendynamik des Projekts" hingegeben und auf die Schnelle noch eine kleine Hebelbank zusammengeschustert.



    Nach der "Hochzeit" der drei Bauteile wurden noch ein paar Kleinigkeiten angebracht und mit etwas Betriebspatina ist das Ganze schon fast fertig für den Anlageneinsatz.




    Und an dieser Stelle ein kleiner Größenvergleich - damit dürfte ich hoffentlich einen "großen Kritikgrund" bei der Gestaltung meiner Anlage abhaken...



    Bevor nun aber die Abrissbagger kommen, müssen jedoch zunächst noch weitere Kleinigkeiten für die Signaltechnik erstellt werden. Ich werde berichten.......


    Viele Grüße
    Tom

  • Hallo Null-Freunde!


    Die Gestaltung meiner Ladestrasse liegt mittlerweile einige Jahre zurück, so dass es für mich nun an der Zeit war diesen etwas trostlos verwaisten Bereich ein wenig aufzuhübschen. Ein paar alte Gleisprofile dienen nunmehr als Schutz für Strassenfahrzeuge nicht in den Gleisbereich zu geraten. Ein wenig Grünzeug hier und Ladegüter dort, Werbeplakate und diverses Kleinzeug sollten der Szene ein wenig Leben einhauchen. Das Förderband und die Telefonzelle kommen aus dem Hause Zapf, der Rest ist Eigenbau...


    Als dann die großen Kisten auf dem Kopfsteinpflaster standen wurde mir bewusst, dass noch ein entscheidendes Teil fehlte: bei der Planung des Bahnhofs hatte ich doch tatsächlich einen Kran vergessen - welch ein Fauxpas! Aber in welcher Bauweise sollte er entstehen und die Frage des Standorts musste geklärt werden. Hier gab es aber eigentlich auch nur eine einzige wirkliche Alternative - auch wenn es jetzt sehr eng zugeht!


    Als Basis für einen Bockkran habe ich in der Restekiste noch ein paar Elemente von Auhagens StaKo-System gefunden. Mit der Laubsäge wurden die Teile zerlegt, mit Profilen aus gefaltetem Fotokarton ergänzt und neu zusammengeklebt. Nach der finalen Farbgebung mit der Airbrush sollte das Ganze einen einheitlichen Anblick bieten. Während des Baus überkam mich der Gedanke, ich könnte den Kran ggf. auch fernbedienbar konstruieren. Jetzt denkt Ihr sicherlich sofort an Mini-Faulis und Digi-Servos - aber da liegt Ihr bei mir falsch! Aus Gewindestangen, Messingrohr, Zwirnsfaden und diversem Kleinkram habe ich zwei Kurbelmechanismen konstruiert, die es mir von der Anlagenkante aus ermöglichen das Heben und Senken des Kranhakens als auch das Vor- und Zurückfahren der Laufkatze zu simulieren.


    Aber nun genug der Worte - es folgen die obligatorischen Fotos aus Attenhagen.



    Zweimal kurbeln, bitte!




    Der Bohlenübergang darf natürlich nur vom Betriebspersonal genutzt werden





    Bernd von der Kohlenhandlung ist schon da und wartet darauf, dass sein Chef mit dem LKW bald kommt. Der Om12 muss bis zum Nachmittag entladen sein. "Hoffentlich bringt der Alte auch genug Gerstengetränke mit..." träumt er vor sich hin













    Damit Ihr sehen könnt, dass das Ganze auch tatsächlich funktioniert, habe ich Euch hier noch ein kurzes Video hochgeladen.


    Viele Grüße aus dem Sauerland
    Tom

  • Topp Modellbau.
    Einzig an den zu flachen Kaugummiautomaten habe ich gemerkt, dass es keine Kindheitsfotos sind ...

  • Hallo Tom,
    aufgrund Deines heutigen Threads habe ich mir noch einmal alle Foto´s genüsslich angesehen. Einfach nur herrlich! Wohl dem, der die Möglichkeit hat, zu Hause so eine Anlage bauen zu können. Auch wenn Dein Zimmer anscheinend nicht so riesig groß ist, hast Du etwas wunderbares geschaffen. Ich baue in einem Verein, aber aufgrund der Größe der Anlage dort und der "festen Bauzeiten" am Vereinsabend wird vieles nicht so in´s Detail umgesetzt, wie man es vielleicht möchte. Deshalb bin ich so begeistert von Deiner Anlage, weil ich merke, dass Du sicher oft lange davor sitzt und Dir dann auf einmal Sachen auf- und auch einfallen, die Du dann auch sofort umsetzen kannst. Und das auch noch mit so viel Geschick. Alle Achtung und ein ganz großes Lob!
    Mit freundlichen Grüßen aus Ostfriesland
    Elso

  • Hallo Nullinge,


    vielen Dank für den Zuspruch und die positiven Rückmeldungen!


    Der Bau der oberirdischen Anlagen des Krans war gar nicht so kompliziert: die Polystyrol-Elemente von Auhagen wurden mit der Laubsäge in jener Weise zerlegt, dass aus dem quadratischen Querschnitt ein flaches doppeltes Profil für die senkrechten Stützen erstellt werden konnte. Die entfernten "Kreuze" habe ich dann für die waagerechte Kranbrücke verwendet, das jeweils obere und untere Profil habe ich aus Fotokarton gefaltet. Aus dem gleichen Karton habe ich auch die Laufbahnen für die Krankatze gefertigt. Die Krankatze entstand aus zwei Streifen Forex, Graukarton und den Achsen eines Wiking-H0-PKWs. Für die Kranflasche habe ich ebenfalls Forex, Karton und Kupferdraht benutzt.


    Die Zwirnsfäden für die Fernbedienung habe ich durch 2mm dicke Messingröhrchen in den Untergrund geführt. Die beiden Garnenden welche für das Vor- und Zurückfahren der Laufkatze verantwortlich sind, werden dort über zwei Ösenschrauben umgelenkt und wieder zu einander geführt. Der Trick dabei ist, diesen "Kreislauf" unter Spannung zu bringen. Dazu habe ich die beiden Enden jeweils durch ein kurzes Stück Kabelisolierung gezogen und in einer Lüsterklemme fixiert. In diesen Lüsterklemmenblock habe ich auch gleich noch ein 2mm Messingrohr eingeschraubt, mit dem die Stellbewegung ausgelöst wird. Und an dieser Stelle sind wir bereits beim ersten Kurbelmechanismus angelangt: auf einer M5-Gewindestange wird durch die Drehbewegung eine Messingmutter innerhalb eines Alu-U-Profils vor- und zurück bewegt. Auf diese Messingmutter habe ein weiteres Stück Messingrohr gelötet von welchem die Stellkraft an die zuvor erwähnte Stellstange (Messingrohr) übertragen wird.


    Hinter der zweiten Kurbel verbirgt sich eine lange M5-Gewindestange auf deren Ende der Zwirnsfaden zum Heben und Senken des Kranhakens einfach aufgewickelt wird. Alle Gewindestangen sind an beiden Enden in kurzen Lagern aus 6mm Messingrohr gelagert. Damit die Zwirnsfäden leicht durch die Umlenkungen gleiten und um ein Ausfransen zu verhindern habe ich sie mit etwas Vaseline geschmeidig gemacht. An dieser Stelle gewähre ich Euch einen Blick auf die "Technik im Untergrund"...





    Aus dem ein oder anderen Kommentar meiner letzten Beiträge lese ich heraus, dass bei meinen Fotos ein gewisser Kontrast entsteht weil in meiner einigermaßen realistisch gestalteten Landschaft "schachtelneue" Strassen- und Schienenfahrzeuge unterwegs sind. JA, ICH GEBE EUCH RECHT - auch mir gefällt das noch nicht! Aber das Anbringen von Betriebspatina kostet mich bisweilen noch etwas Überwindung, da mir diese Tätigkeit nicht so leicht von der Hand geht und ich die Fahrzeuge nicht unwiderruflich versauen möchte. DAS ist für mich richtig Arbeit! Dennoch habe ich mich schon über den Großteil meiner Güterwagen und die Donnerbüchsen hergemacht, der Rest wird im Laufe der Zeit auch noch folgen...


    Viele Grüße
    Tom

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