Diggetalbahn in Westfalen - Bau

  • Hallo Freunde des konstruktiven Modellbaus!


    Das Sommerloch scheint nicht enden zu wollen und trägt selbst hier im Forum die seltsamsten Blüten... :whistling: Aber an diesen nutzlosen Diskussionen beteilige ich mich prinzipiell nicht und baue lieber konsequent an meiner Diggetalbahn!


    Nun wird es nicht mehr lange dauern und die nächste Herbst-/Wintersaison steht schon fast vor der Tür - und damit werden auch hoffentlich bald die vielen schönen Neuankündigungen ausgeliefert. Aber wo soll ich diese alle unterbringen? Der Bahnhof Attenhagen ist mit dem bereits vorhandenen Rollmaterial beinahe an der Kapazitätsgrenze ausgelastet. Es wird Zeit sich über den weiteren Streckenausbau Gedanken zu machen! Um von Attenhagen aus auf die gegenüberliegende Seite zu gelangen, muss gemäß meiner Planung in einem 180-Grad-Bogen (R1) das Diggetal überquert werden. Zu diesem Zweck habe ich ein Viadukt gebaut, welches ich Euch heute vorstellen möchte.


    Am Anfang stand natürlich wieder ein wenig Planung auf dem Programm: um eine gewisse Vorstellung zu bekommen wurden erst Skizzen gezeichnet die irgendwann in 1:1-Papierschablonen mündeten. Es kristallisierte sich heraus, dass es beim R1-Radius am gefälligsten aussieht, wenn das Viadukt vier Bögen aufweist welche um jeweils 15 Grad dem Gleisbogen folgen. Ganz konkret bedeutet das, dass die Viaduktbögen im Gleisverlauf gerade ausgeführt sind, während die Pfeiler einen trapezfömigen Grundriss haben, deren Seiten jeweils 7,5 Grad abgewinkelt sind.



    Hier die benötigten Teile für die tragende Unterkonstruktion aus 10 mm Pappelsperrholz (dahinter eine Papierschablone).



    Das Grundgerüst



    Das Grundgerüst wurde mit 3mm Forex verkleidet.



    Auf den festen Untergrund aus Forex wurde 3mm Trittschalldämmung (Selitron) aufgeklebt in welches sich ganz leicht mit einem Bleistift die Steinstruktur einprägen lässt.



    Abschließend gab es eine Farbgebung mit diversen Farben aus dem Baumarkt.



    Jetzt fehlt nur noch ein Geländer. Dafür habe ich die "Geländerstützen Nr. 92" von Petau vorgesehen.


    Bis hierher habe ich etwa 25 Stunden Arbeit und rund 20 Euro Material investiert. Somit handelt es sich um ein kleines Bauprojekt, dass von jedem bewerkstelligt werden kann.


    Viele Grüsse aus dem Sauerland
    Tom

  • Hallo Bastelfreunde!


    In der Vergangenheit wurde ich schon mehrfach gefragt, ob es auch bewegte Bilder (von Einigen auch "Video" genannt) aus dem Diggetal gibt. Diesem Wunsch habe ich mich heute angenommen. Leider ist meine GoPro-Kamera eher für Outdoor-Aufnahmen konstruiert und liefert unter den mäßigen Lichtbedingungen meiner Dachkammer keine optimalen Ergebnisse. Aber ich hoffe Euch gefällt der kleine Film trotzdem. 8)


    Viele Grüße
    Tom

  • Hallo Spur-Null-Freunde!

    Mein "kreatives Loch" von dem ich Euch vor ein paar Wochen berichtet hatte, scheint inzwischen überwunden zu sein. In meinen beiden Beiträgen 74 & 76 habe ich ja schon ein wenig vom Bau des Verladebunkers für die "Sauerländer Hartsteinwerke" berichtet. Mittlerweile sind auch das Nebengebäude und die Attrappe meiner Materialseilbahn in einem fast fertigen Zustand. Und drumherum beginnt auch die Landschaft allmählich ein harmonisch idyllisches Bild abzugeben. Aber macht Euch lieber selbst ein Bild... :)



















    Und zum Abschluss noch ein kurzer Film in welchem die reale Verladung des Schotters gezeigt wird.

    Viele Grüße aus dem verschneiten Sauerland
    Tom

  • Hallo Tom.


    Das würde mich jetzt mal interresieren. Den Schotter den Du da verlädst, wie kommt der aus dem Bunker und wie befüllst Du den.Ich muß mein Schotterwerk ja auch noch neu aufbauen und da sollte zumindest eine wirkliche Verladung stattfinden.


    Ansonsten sehr schön gestalltet Dein Werk auch mit der Seilbahn , das hat was. :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:


    Gruß Hein

    Edited 2 times, last by Hein ().

  • Hallo Tom,


    großes Kompliment für deine Schotterverladung - so könnte das Ganze in der EP III wirklich ausgesehen haben! Ich bin immer wieder begeistert, wenn du uns einen neuerlichen Einblick in deine Modellbahnwelt ermöglichst; der Thread über deine Diggetalbahn ist wirklich von A-Z absolut Lesens- und vor allem Sehenswert. :thumbsup:


    Bleibt nur zu hoffen, dass die Phase der Kreativität noch eine Weile andauert!


    Ach ja, bevor ichs vergesse: die Funktionsweise deiner Schotterverladung würde mich auch interessieren...


    Gruß, Dirk.

  • Hallo Tom,
    ein uneingeschränktes Kompliment für dieses wunderschöne Anlagendetail! Da fehlt es wirklich an Nichts, egal, ob es das Gebäude der Brecheranlage betrifft oder die Seilbahn, mit der das Material aus dem Steinbruch dem Brecher zugeführt wird. Nicht zu vergessen das filigrane Netz zur Sicherung gegen herab fallende Steine - einfach grossartig!
    Viel Erfolg weiterhin und beste Grüsse
    Dieter

  • Hallo Zusammen,


    vielen Dank für Eure positiven und motivierenden Kommentare!


    Ich hatte es zwar schon an anderer Stelle kurz beschrieben, aber ich möchte an dieser Stelle noch einmal kurz auf die Funktionsweise des Verlademechanismus zurück kommen: Bereits während der Planung des Bunkers war mir klar, dass die benötigte Technik für dieses Gimmick beim Bau sofort mit eingebaut werden muss. Im Grunde ist im Immern ein recht großer Vorratsspeicher in Form eines Silos aus Graupappe eingebaut. Das Volumen sollte für mindestens zwei O-Wagen ausreichen. Ursprünglich wollte ich analog zum Vorbild einen Drehschieber konstruieren. Allerdings haben diverse Versuchsaufbauten gezeigt, dass die Schotterkörner leicht zum Blockieren oder Verklemmen des Ganzen neigen. Der Gedanke eines verschwenkbaren flexiblen Gartenschlauchs als Dosierhilfe war eine ebenfalls erfolglose Schnapsidee. Dabei war die Lösung doch recht einfach: Die Ausströmöffnung des Silos wird mit einem Eislöffel aus Kunststoff von unten verschlossen. Diesen Löffel habe ich auf ein Messingrohr als Drehachse geklebt welcher etwa 30 Grad nach unten gedreht werden kann und somit die Ausströmöffnung freigibt. Über eine Mechanik aus weiteren Messingrohren wird der Löffeln nun mit einem Tillig Motorweichenantrieb auf und ab bewegt. Hier eine Funktionsszizze.




    Die Befüllung des Vorratsspeichers erfolgt übrigens durch das Abnehmen der linken vorderen Dachfläche.



    Dieter: Das Auffangnetz für herabfallende Steine entstand aus einem Fliegengitter für's Fenster.


    Viele Grüße
    Tom

  • Hallo Thomas,


    ich denke Korngrösse und Gewicht spielen bei Spur-Null-Schotter nicht so eine große Rolle - da schenken sich die verschiedenen Anbieter sicherlich nicht viel. Als bei mir im vergangenen Jahr das Thema Schottern auf der Agenda stand, hatte ich keine Ahnung wie viel Material ich wohl brauchen würde. Ich entschied mich dazu lieber ein paar Kilo zuviel zu kaufen als eine handvoll zu wenig zu haben... Aufgrund des attraktiven Preises hatte ich dann 10 kg bei Real-Modell geordert. Beim Gleisbau habe ich etwa 6,5 kg verbraucht und nunmehr sind rund 1,5 kg als Ladegut im Umlauf.


    Viele Grüße
    Tom

  • Hallo Tom,
    in einer Ausgabe des 012 Express hat jemand auch eine Schotterverladung gebaut. Um den Druck durch das Eigengewicht des Schotters im Vorratsbehälter zu verringern hat er sich einen Druckminderer eingebaut. Das war eine Art Spitzdach über der Austrittsöffnung des Vorratsbehälters, die die Last des Schottervorrats aufnimmt und durch kleine Öffnungen an den Seiten in die Austrittsöffnung weiterleitet. Der Schieber hats dann auch nicht so schwer bei der Arbeit denn es ruht weniger Last auf ihm.
    Gruß aus GM Chris

    Der Pessimist sieht das Schwarze im Tunnel
    Der Optimist sieht ein Licht am Ende des Tunnels
    Der Realist sieht den Zug kommen
    Der Lokführer sieht drei Deppen im Gleis sitzen :D

  • Hallo Chris,


    der von Dir geschilderte Druckminderer ist sicherlich eine ganz tolle Idee - an so etwas hatte ich bei meinen Versuchsaufbauten überhaupt nicht gedacht! Aber ich hab's auch ohne hinbekommen... ;) Ich denke wenn die lotrechte (Schotter-)Säule über der Austrittsöffnung eine kritische Größe (Gewicht) überschreitet, dann wird's wohl nicht ohne solche Hilfskonstruktionen funktionieren. In meinem Silo wird diese Säule aber nicht mehr als ca. 12 cm betragen - das Stauvolumen ist aufgrund der Gebäudeaufteilung asymmetrisch verteilt.


    Dennoch ein sehr guter Tipp für alle Nachbauer... :thumbup:


    Viele Grüße aus der Nachbarschaft
    Tom

  • Hallo .


    Da ich ja auch noch mein Schotterwerk im dritten Anlauf fertigstellen will , habe ich mir diese Lösung für eine Verladung ausgedacht.In meinen Restbeständen habe ich noch Förderbänder des Faller Kieswerkes gefunden.Diese funktionieren mit der entsprechenden Körngröße sehr zuverlässig.Ein verklemmen der Körner tritt beim Aufgabebunker nicht auf wenn das Förderband sehr flach liegt.Es fördert den Schotter schön langsam und in einer entsprechenden Menge in den Übergabebunker wo es dann ohne verklemmen in den Wagen fällt.


    Die Bänder kann mann eigentlich sehr günstig noch bei Ebay bekommen.


    Gruß Hein

  • Hallo Forum!

    In den letzten Wochen habe ich meinen grünen Daumen entdeckt und habe mich demnach auf meinem linken Anlagenteil dem Landschaftsbau gewidmet. Die große Herausforderung der ich mich stellen wollte war die Darstellung eines Kornfeldes an der vorderen Anlagenkante. Wie immer sollte das Ganze mit einem schmalen Budget zu einem halbwegs überzeugenden Ergebnis führen. Auf der Suche nach dem geeigneten Ausgangsmaterial hätte ich mir fast die Haare ausreißen können - okay, das wäre auch eine Möglichkeit, schließlich bin ich blond... ;) Aber Spaß beiseite, die ursprüngliche Idee war die Verwendung einer Sisal-Fußmatte. Jedoch hatten alle Besichtigungsobjekte zu kurze Borsten welche auch noch viel zu dicht standen. So schnell gebe ich allerdings nicht auf und habe dann doch eine Lösung gefunden: Man nehme ein bis zwei Besen mit Kokosborsten und eine Kartusche Bau-Acryl, vorzugsweise in der Farbe braun.



    Die Besenborsten werden mit einer Schere abgeschnitten und nochmals halbiert, so dass Fasern mit einer Länge von rund 3 cm entstehen.



    Auf den Untergrund wird eine 1-2 mm dicke Acryl-Schicht aufgetragen und die Borsten bündelweise eingepflanzt.



    An dieser Stelle eine WARNUNG an alle potentiellen Nachahmer: als ich im vergangenen Jahr im Bahnhofsbereich das Kopfsteinpflaster in die Trittschalldämmung eingestanzt hatte, dachte ich es gäbe keine stupidere Tätigkeit beim Modellbau. Weit gefehlt! Ich denke ich habe hier die "Königsdisziplin der Strafarbeiten" entdeckt. :cursing: Für eine Fläche von rund 10 x 10 cm habe ich etwa eine Stunde benötigt - mehr will ich an dieser Stelle nicht mehr dazu sagen... Am Ende habe ich alle lockeren Fasern ausgebürstet und abgesaugt. Die Fasern sind so störrisch, dass sie im Staubsaugerschlauch eine Verstopfung verursacht haben für deren Auflösung ich zwei weitere Stunden investieren musste. X( Da das Kokos-Material einen etwas zu dunklen Farbton aufweist, war als finaler Arbeitsgang eine Aufhellung nötig. Dazu habe ich einen Rest Fassadenfarbe (Farbton Sesam) stark verdünnt mit der Airbrush-Pistole aufgetragen.

    Natürlich fehlen noch ein paar Kleinigkeiten, aber an dieser Stelle zeige ich Euch ein paar Fotos vom derzeitigen Zustand die hoffentlich die heimelige Nebenbahnstimmung rüberbringen...

















    Viele Grüße aus dem Sauerland
    Tom

  • Hallo Tom,


    meine Güte, da hast Du ja richtig "geackert"! Sieht toll aus, aber danke für die Warnung, von wegen stupide Arbeit. Ich hätte sonst gleich schon wieder zwei Besen auf die Einkaufsliste gesetzt.
    Und sonst hast Du auch Deinen grünen Daumen schon kräftig in die Landschaft gesteckt.
    Und ein Fachwerkhaus ist auch aus dem Boden gewachsen.
    Man kann sagen: creatives Loch absolut überwunden!
    Diese Landschaft sieht einfach klasse aus. Man reiche mir einen Picknickkorb...


    Viele Grüße aus dem anderen Teil des Sauerlandes und frohe Ostern wünscht


    Norbert

  • Hallo Tom,


    Dein Kornfeld ist wirklich super geworden, Die investierte Zeit hat sich aufJeden Fall gelohnt. :thumbsup::thumbsup:
    Auch die Straße, die sich um das Kornfeld schlängelt - schön, einfach zum Träumen!


    Jetzt fehlen nur noch zwei Dinge:
    1) die Sicherung des BÜ mit Andreaskreuzen (reicht für So 'ne kleine Landstraße bestimmt aus)
    2) wie wäre es mit Kornblumen und Mohn am Kornfeldrand?


    Gruß
    Matthias

  • Vielen Dank an alle für die positiven Kommentare!


    Hallo Mattes,


    genau diese fehlenden Kleinigkeiten meine ich: als Sicherung des BÜ hatte ich zunächst eine Schranke vorgesehen - diese habe ich aber wegen der geringen Bedeutung meiner kleinen Landstrasse gestrichen. Andreaskreuz (ggf. mit Blinklicht), Warnbaken, evtl. in der Kurve eine Leitplanke... Kornblumen und Mohn, eine Vogelscheuche, Kleintiere und Co - da fange ich an zu träumen...



    Hallo Norbert,


    das Fachwerkhaus im Hintergrund ist zunächst nur ein Papier-Dummy um die Größenverhältnisse und die Gesamtwirkung zu beurteilen. Der Bau desselben steht als nächstes Projekt auf meiner Agenda und wird hier natürlich in einem eigenen Beitrag gezeigt. Das gemeinsame Picknick mit den Knackwürsten aus heimischer Produktion findet dann im Garten des Bauernhauses statt... :thumbsup:


    Viele Grüße und frohe Ostern
    Tom

  • Danke für die schöne und schon fast arbeitstherapeutische Arbeit mit dem Besen (zur Steigerung der Frustrationstolleranz :thumbsup: ). Werde es trotz deiner Warnung auch mal probieren :rolleyes: . Allerdings wäre meine Überlegung, den Besen dabei heile zu lassen und so in die Landschaft einzusetzen.
    Gruß Walter.

  • Moin Tom,
    von dem was Du uns da zeigst bin ich ganz begeistert. Genauso haben wir, die Eisenbahnfreunde Neckarquelle (hervorgegangen aus den Modellbaufreunden DS-Grüningen) auf unseren H0 Anlagen Getreidefelder gestaltet. In der Spur 0 tasten wir uns zunächst einmal "gaaaaaanz Laaaangsam" an die Sache heran. Wir haben hier im Schwarzwald-Baar-Kreis, und "UMZU" ein sehr großes Lieferproblem, was die Spurweite 0 angeht. Wir haben da zwar selber Schuld, da wir unserem Händler unbedingt selber in die Augen blicken wollen, damit zum Beispiel die Händler vor Ort eine Überlebemsmöglichkeit haben, und zum anderen nicht noch mehr "Schnelltransporter" die Straßen verstopfen. Von der Ersatzteilversorgung einmal ganz abgesehen.
    @ Walter (Loolo) Dein Vorschlag ist genial, aber nach dem verlegen müßte unbedingt eine "erste Ernte" mit einer Haarschneidemaschine erfolgen, damit die Halm höhe ungefähr Maßstabsgerecht wäre.
    Schöne Ostergrüße sendet Euch Heiko aus Schwenningen a.N.

  • Hallo Walter,


    wie ich bereits geschrieben habe, hatte ich mir das anfangs auch einfacher vorgestellt und wollte eine Fussmatte passend zurecht schneiden. Wenn ich den/die ganzen Besen in die Anlage integrieren wollte, hätte ich dies bereits beim Bau des Segmentkastens berücksichtigen müssen. Aber wie Heiko bereits schrieb, müsste dann eine Rasur erfolgen sofern man keine Zuckerrohrplantage darstellen will... Aber spätesten dann wird das eigentliche Problem des Ausgangsmaterials deutlich: bei einem Besen sind die Borsten in sehr dichten/dicken Bündeln zusammengefasst welche einen zu großen Abstand untereinander haben. Ich glaube nicht, dass sich auf diese Weise eine gleichmäßige und harmonische Ähren-Dichte darstellen lässt. Aber ich lasse mich auch gerne vom Gegenteil überzeugen! :thumbup:


    Viel Erfolg wünscht
    Tom

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