Hin und her in Oberfranken - Rangieren in "Krumme Fohre"

  • Hallo Alexander
    Wieder mal ein toller Bericht von dir,mit humor ganiert,gerne mehr davon
    Gruß Ilona und Ralf

  • Liebe Freundinnen und Freunde des mathematischen Rangierens (soweit noch nicht vom Fußballvirus dahingerafft),


    vielen Dank für den freundlichen Zuspruch und rObert für die Nachsicht bei der Hinsicht auf Böschungswinkel. Weitere Rangierdramen (oder -Komödien) solltet Ihr, @Ilona und Ralf, Euch lieber nicht wünschen, schließlich kennt Ihr jetzt schon den ganzen (jawoll!) in "Krumme Fohre" eingesetzten Fahrzeugpark... ;) . Will man den wirklich noch öfter hin- und herhobeln seh´n!? Und für micha und alle anderen unentwegten Forenbesucher hier noch als Bonusbilder unsere "Helden der Arbeit" bei typischen Beschäftigungen:



    Bis bald in Krumme Fohre!


    Alexander

  • Wahnsinn, diese Bildergeschichte, dass hat ja Ähnlichkein mit unserer Anlagen-Revue! Spur-Null-Geschichten, die das Leben schrieb! :D


    Wir sollten einen neuen Thread aufmachen:
    SPUR 0 COMIC


    :thumbup:>"haste heute Null-Bock?......" 8o> "ja,ja, ich weiß, bin eine Null...." :rolleyes:> "ach komm´, fahr dich erst mal auf null runter"

    Gruß, Wolli ---> wünsche allen HP1 !

  • Liebe Freundinnen und Freunde des gesamtdeutschen Eisenbahnverkehrs,
    wer gehofft hatte von weiteren umständlichen Rangiermanövern auf dem sparsamen Gleisnetz (eigentlich schon eine Übertreibung) von „Krumme Fohre“ verschont zu bleiben, muss jetzt tief durchatmen… Schon wieder sägt die Übergabe in „Krumme Fohre“ hin und her. Für ein wenig Abwechslung (na ja…) sorgen neue Wagen und eine Nervensäge (hä?).



    ...da ist die Nervensäge...wo?....Lesen!...


    Starten wir mal am Anfang (bewährtes Verfahren). Die morgendliche Übergabe nach „Krumme Fohre“ ist uns ja spätestens seit Anfang dieses mittlerweile methusalembartlangen Threads bekannt. Wir erinnern uns. Der Nto (noch nie hat den jemand gesehen…) nach „Voccawind“ ist raus und schon erscheint die V 60 mit einem kunterbunten Park an recht eintönig gefärbten Güterwagen zwecks Bedienung der örtlichen Wirtschaft, in diesem Fall der Porzellanbude „Königlich Tettau“ und der Brauerei „Leikeim“. „Gähn!“ werden jetzt herzlose Leserinnen und Leser sagen, „…det kennen wer schon“. Nun liegt ja in der steten Wiederholung das Wesen der Politik, da wir aber hier nicht Politik machen, sondern Eisenbahnbetrieb, haben wir auch ein wenig Neues auf Lager. Nicht neu ist der Rangierer Haberstrumpf der auch diesmal in gebückter Weise unser Lotse durch die wunderbare Welt der Zonengrenzlandbahnerei (passt ja zum 9. November!) ist.


    ...wieder mal als "Held der Arbeit" unterwegs, der bekannte und beliebte Rangierer Haberstrumpf...


    Alles Schiebung! Mangels Umlaufgleis hat die V 60 die vier Wagen von „Grub am Forst“ bis zum Ziel geschoben. Ganz langsam natürlich (wie es sich für eine Beamtenbahn gehört) und gaaanz vorsichtig.



    ...der Müll, die Zonengrenze und der Zug...eigentlich ein Stück für´s zeitgenössische Theater, oder...?


    Nun steht er da auf Gleis 1 und wir nutzen die Gelegenheit für einen Blick hinter die Kulissen. Wer wissen will wie sowas beim großen Vorbild gemacht wird, der findet in einem der Parallelthreads „Kraansen“ ganz hervorragende und detaillierte Informationen (größtes Lob!). In „Krumme Fohre“ haben wir´s nicht so mit dem Vorschriftenwesen der großen Bahn, sondern versuchen aus dem schmalen Portfolio das Beste zu machen. Den großen Stapel an Vorschriften haben wir durch ein paar spartanisch ausgestatte Karten ersetzt.



    ...kein Quartett, aber so ähnlich...


    Mehr brauchen wir nicht. Erstaunlicherweise finden wir die Abbildungen ebenjener Wagen, die wir gerade auf Gleis 1 sehen, auch auf den Karten und sogar in bunt! Und nun mischen wir den üppigen Stapel und ziehen verdeckt zweimal zwei Karten. Die ersten beiden sind die für Gleis 3 und die zweiten für Gleis 2 (wie verwirrend…). Damit hat Rangierer Haberstrumpf seinen Plan…



    ...ja, mach dir nur ´nen Plan...


    Geduldige Ästheten werden die Wagenkarten noch hübscher gestalten, mit technischen Daten, Hinweisen auf mögliche Transportgüter, Schleifchen und so...geht aber auch häßlich. Den Zweck, eine "Rangierordnung" für die nächste Viertelstunde aufzustellen, erfüllen die Pappschnipsel vollständig.



    ...und nun wird fröhlich gesägt...mit dem Kessel geht´s los...


    Wir erinnern uns an die unerfreulichen Restriktionen von "Krumme Fohre", insbesondere die Ausziehlänge in Richtung "Grub am Forst" ist auf zwei Wagen plus Lok begrenzt. Folglich kann die V 60 nur die letzten zwei Wagen abziehen und dann nach Gleis 2 umsetzen. Fröhlicher Nebeneffekt: Der konkurrenzierende Straßenverkehr am BÜ wird ausdauernd behindert...



    ...na bitte, der Kessel mit dem Heizöl für die Prozellanfabrik ist schon mal an der richtigen Stelle...


    Wie immer ist planvolles Agieren sinnvoll. Sonst artet die Sägerei leicht aus. Wettbewerbsorientierte Rangierfans begrenzen vorher die Zahl der zu machenden "Züge" oder legen eine Maximalzeit fest. Wer´s weniger hektisch mag, denkt erst mal nach und dreht dann am Regler...



    ...Kessel ab und wieder raus mit dem 0-Wagen...


    An dieser Stelle müssen wir, liebe Kinder, ein Geheimnis lüften. Wenn ihr bisher geglaubt habt, der liebe Herr Haberstrumpf würde die Lenz-Kupplungen lösen...nein...in Wirklichkeit ist es ein High-Tec-Werkzeug aus dem Fachhandel...ein Milupa-Löffel, der normalerweise zum Befüllen von Babys genutzt wird...



    ...die Wirklichkeit kann manchmal ernüchternd sein...der Milupa-Löffel als Entkuppler...



    ...der wird doch nicht etwa an der Weichenlaterne drehen...?!



    ...mit Publikum geht die Arbeit gleich leichter von der Hand...



    ...und wieder zurück mit dem 0-Wagen und den Glhms abholen...



    ...passt...gerade so...das Ausziehgleis verträgt nur kurze Wagengruppen...



    ...nix mit grenzzeichenfrei...passt nicht...und nun?...


    An dieser Stelle erschließt sich der Titel "Nervensäge" für das G-Derivat. Irgendwie ist der Bundesbahnneubau länger als die guten alten G-Wagen. Das Grenzzeichen ist gnadenlos. Da kommen wir nicht dran vorbei. Da nach Gleis 2 noch der Silowagen muss, gibt´s nur eine Lösung. Der 0-Wagen muss seinen eigentlich richtigen Platz erst mal wieder verlassen. Das Verladen von Sammeltassenbruch muss noch warten, die oberfränkischen Flüche des Herrn Haberstrumpf über das "Gelump" geben wir an dieser Stelle aus Jugendschutzgründen nicht wieder...



    ...da war er schon an der richtigen Stelle der 0-Wagen und muss doch wieder mit...der Staplerfahrer zweifelt am Verstand des Staatsbahnpersonals...



    ...nee, die Häuser bewegen sich nicht...das nennt man Mitzieher...



    ...zuerst geht der Silowagen nach Gleis 2, der 0-Wagen ist zwangsläufig immer dabei...



    ...endlich...nun darf auch der 0-Wagen seine Ruheposition einnehmen...das Haberstrumpfsystem triumphiert...



    ...an Arbeiterdenkmälern vorbei geht die V 60 aus Gleis 3....



    ...soo...bitte nochmal mit unserem Rangierplan vergleichen...stimmt!



    ...mit Schwung geht´s ein weiteres Mal über den BÜ und ab nach Süden...



    ...noch ein Blick auf...äh...die Marienkapelle und mit höchstem Segen kurbelt die V 60 nach "Grub am Forst"...



    Und still ruht die "Krumme Fohre". Mindestens eine Viertelstunde Rangierspaß für zwischendurch war garantiert. Beim nächsten Mal werden die Karten neu gemischt....


    Bis bald in "Krumme Fohre"


    Alexander

  • ... der große oder besser großartige Geschichtenerzähler warst du bisher ja schon und jetzt auch noch in Manier von Alexis und Obelix ("die spinnen, die Franken"): sploing, sploing, sploing (Freudehüpfen)
    Wie bei echten (=Papier-) Comics lenkt der Text manchmal vom Bild ab, aber dafür erzielst du noch mehr Situationskomik(s). Macht vielleicht nicht jedem Spaß aber mir, grins, sabber, lechz ...


    Sei gegrüßt, oh holder Alex

  • Liebe Freundinnen und Freunde des sinnstiftenden Zugverkehrs,


    die Älteren werden sich noch an den Zonengrenzlandbahnhof "Krumme Fohre" erinnern... An anderer Stelle im Forum waren im Frühjahr 2018 letzte Lebenszeichen der Rangierplanke zu verzeichnen. Und ja, nicht nur der alte Holzmichl lebt - auch "KF" ist quietschlebendig! Mit fortschreitender Fertigstellung einer Anlage stellt sich dem Erbauer ja immer mehr die Sinnfrage. Wozu das Ganze und was nun? Geruhsame Naturen holen sich eine Flasche Rotwein und setzen sich vor ihr Werk um es gebührend unter zunehmendem Alkoholeinfluss zu bewundern- Mehr berserkerisch veranlagte Erbauer reißen nach kurzer Besinnung alles nieder und fangen eine neue Baustelle an. Wieder andere quetschen immer mehr Details auf die schmalbrüstige Fläche bis das Layout wegen Detailüberlastung geschlossen werden muss. Man kann das Ganze aber auch auf die Spitze treiben und tatsächlich Eisenbahnverkehr simulieren. Besonders unterhaltsam ist das, wenn man Gastfahrer beschäftigt, die nicht das kleine Modellbahnum oder ähnliche höhere modellbahnerische Bildungsabschlüsse vorweisen können. Um der Rangiererei Sinn zu geben und sie nicht in willkürliches Wagengeschiebe ausarten zu lassen, gibt´s ja viele erprobte Methoden. Rangierlisten , mehr oder weniger elaborierte Wagenkarten bis hin zum fast kompletten Klon der Vorbildbürokratie. Bei einem "Singlebahnhof" mit gerade mal drei Ladestellen ist das ein ganz klein wenig zu viel des Guten. Keep it simple...stupid! Eben! Wie bekommt man´s hin, dass ungeübte Lokführer und Rangierer nicht ellenlange Vorschriftenpapiere und Listen lesen müssen? Na, mit Farbe!



    Abb 1....ein Blick auf den ergonomischen Arbeitsplatz des Fahrdienstleiters von "Krumme Fohre". Da die Weichen ja handbedient sind, erschöpft sich die Tätigkeit des Fdl im verantwortungsbewussten Stellen der 2 (in Worten: zwei) Hauptsignale...


    Farbe? Wie jetzt? Die Grundidee kommt hierher. Wenn man nicht mit Klemmbrettern und Zettelstapeln unterm Arm an der Anlagenkante wandern möchte, ist die logische Variante - so ist´s ja auch in Echt - das Ziel des jeweiligen Güterwagens an selbigem selbst kenntlich zu machen. Frachtzettel in 0 sind aber auch bei reichlich Dioptrien nicht wirklich lesbar, Farben schon...



    Abb.2...allet so schön bunt hier...! Der Spurplan entspricht nicht der DB-Zeichnungsvorschrift...


    Damit erklärt sich auch der "bunte" Spurplan. Die Ladestellen haben nicht nur Namen und Gleisnummern, sondern verschwenderischerweise auch einen Farbcode. Und den trifft man wo wieder? Na klar. An den entprechenden Güterwagen...




    Abb.3...praktisch, rechteckig, gut...Analogtechnik des vorigen Jahrtausends sichert den Zugverkehr...




    Abb.4....die Dorfjugend macht ihre Meinung zur historischen Eisenbahntechnik deutlich...Banausen!


    Zurück zum Rangieren. Die selbsthaftenden Laufzettel in bunt helfen den Rangierpersonalen sich schnell und nachhaltig zu orientieren. Zugegebenermaßen. Wer deutlich mehr als zehn Ladestellen sein eigen nennt (hat sicher auch eine Turnhalle zur Unterbringung ;-), wird mit der Unterscheidbarkeit der Farben in Schwierigkeiten kommen...aber wer hat schon dieses Luxusproblem...? Die Herstellung der kleinen Helfer ist übrigens eine nur begrenzte bastlerische Herausforderung. Einfach die bekannten und sonst als Ausweis angestrengter wissenschaftlicher Arbeit verwendeten farbigen Post-Its zerschnippeln. Die kleben von selbst im Zettelkasten...








    Abb. 5 bis 8...unser freundlicher Overallträger verweist auf die unterschiedlich farbigen Laufzettel...




    Abb.9...das Rohmaterial der Laufzettel...preiswert, wiederverwendbar und auch im schlecht sortierten Schreibwarenhandel erhältlich...


    Das Befestigen am Wagen geht am besten per Pinzette. die Wagen können bei Bedarf so auch neu bezettelt werden. Muss bei einer Kleinstanlage aber nicht unbedingt sein. Ausgehende Wagen muss man - es gibt ja nur einen "Schattenbahnhof" mit zwei Gleisen nicht extra umzetteln. Die Regel ist, jedenfalls in "KF", alle in den Ladegleisen schon von der ankommenden Übergabe angetroffenen Wagen sind in die weite Welt mitzunehmen, egal was für ein Zettel dran klebt, es sei denn ein böswilliger Oberdispatcher sagt was anderes...Erste Versuche an lebenden Versuchsobjekten (vulgo: Gastfahrer) ergaben geringe Fehlerqouten und hohen Spielspaß auch nicht täglich Rangierender...nun schaun´wir mal wie lange die Zettel halten...







    Abb. 10 bis 14...nach so viel Spieltheorie ein paar Bonusbilder des heutigen Zustands von Krumme Fohre...


    Beste Grüße, viel Spaß beim Rangieren und bis bald in "Krumme Fohre"!
    Alexander

  • Liebe Freundinnen und Freunde der Rangierkultur,


    in Zeiten von Corona freut man sich ja über jedes Lebenszeichen Bekannter. Bekannt sollte die Rangierplanke „Krumme Fohre“ ja noch sein. Und deshalb freut sich vielleicht der eine oder die andere auch darüber, dass die oberfränkische Rangierplanke mal wieder auftaucht. Die gibt´s ja auch noch! Was ist nun ein Schachtelbahnhof? Schachtelhalme wurden von Sauriern verspeist, Schachtelsätze dienen der Verwirrung Zuhörender und Schachtelbahner verschonen Mitbewohnerinnen vor raumgreifenden Sperrholzwüsten und häufen dafür Fahrzeugmaterial in Schachteln an. Schachtelbahnhöfe findet man im echten Eisenbahnleben eher selten. In „Krumme Fohre“ war das Ineinanderschachteln von Bahnhof und „Schattenbahnhof“ (ganze zwei Gleise und die nicht mal im Schatten!) aber ein Gebot der Effizienz. Der geizige Modellbahner spart so Kantenlänge und Weichen (die werden quasi gemeinsam genutzt) und gewinnt Nutzlänge (was bei uns Großspurigen ja ein Dauerproblem ist). Zusätzlich einsetzen muss er nur ein wenig Phantasie und Gleichmut gegenüber stoisch auf dem Streckengleis herumstehenden Zuggarnituren.


    Abb.1:…“Krumme Fohre“ in ganzer Ausbreitung…der Schattenbahnhof alias Aufstellbereich mal in rot. Jetzt erkennt man das Geschachtel, oder?...das EG steht inzwischen wieder wo ganz anders als im Plan…


    Wie geht das nun betrieblich von statten? Ganz einfach. Die Züge warten brav auf den (natürlich nur im Plan) roten Gleisen, bis der allgewaltige Fdl sie zum fahrplanmäßigen Zeitpunkt in den Bahnhof hereinholt. In diesem Fall mittels HP1 des ESig A. Vorher findet die Fahrwegprüfung statt, die Weichen und Gleissperren (gibt´s immer noch nicht) werden nach Verschlussplan in die richtige Lage gebracht, der BÜ wird gesichert, der Bahnhofshund eingesperrt und das ESig kann gezogen werden. Den Rest kennen wir ja. Verteilen der mitgebrachten Güterwagen nach farbigen Laufzetteln (alles so schön bunt hier!) zu den sehnsüchtig wartenden Empfängern. Leit- und Sicherungstechnisch spricht ein Hauptsignal für zwei Aufstellgleise natürlich für eine nicht unerhebliche Konfliktfreude des Erbauers, aber bisher konnten schwere Unfälle vermieden werden.

    Abb.2:…“Krumme Fohre“ mal schematisch. Das Gleisgewurtschtel hat tatsächlich einen tieferen Sinn und ist vorgeblich Ergebnis diverser geschichtlicher Katastrophen und Umbauaktionen der Bundesbahn…Zugfahrten gibt´s nur über Gleis 1…


    Uns interessiert (behaupte ich jetzt einfach mal) aber mehr der Vorlauf. Zwei Gleise zum Bilden (nein, damit ist kein Unterricht gemeint) und Auflösen von Zügen ist selbst für das Zonengrenzland nicht viel. Wir alle kennen ja beeindruckende Gleisharfen auf denen hunderte von kompletten Zügen auf den Knopfdruck des Erbauers warten. Dafür war hier kein Platz ohne größere Änderungen am Mietshaus und Personenstand vorzunehmen. Auch nicht so schlimm, müssen die Güterzüge doch eh´ nach jeder Fahrt händisch neu zusammengefriemelt werden. Da schweben die Wagen von Geisterhand ergriffen über die (noch zum präsentablen Bahnhof gehörenden) Gleisen 5 und 6 und werden auf dem Klappgleis geparkt. Wo jetzt? Tja, Klappspaten ist das, was der paranoide Autofahrer im Kofferraum für den Fall des Treffens mit einer Düne aufbewahrt, Klappbrücken werden von kurzsichtigen Schiffsführern umgefahren und ein Klapptelefon hatte Captain Kirk immer griffbereit. Das Klappgleis wird aber einfach zu Betriebsbeginn ausgeklappt, mit den demnächst auftretenden Fahrzeugen besetzt und dient dann als Backstage-Bereich für unser Theaterstück „Krumme Fohre im Rangierrausch“.


    ]

    Abb.3:..nicht Godzilla ergreift den G-Wagen, sondern die ruhige Hand des Bahnregisseurs…bis zum nächsten Auftritt geht´s auf´s Klappgleis…das Hartsteinwerk musste inzwischen der Gewalt weichen...ganz rechts noch ohne festgeschraubtes Gleis...


    Nach dem Ende der Session kann das Gleis wieder eingeklappt werden, wobei sich das vorherige Entfernen der Wagen sehr bewährt hat. Da in diesem Bereich ständig mit schwebenden Lasten zu rechnen ist, musste auch der statisch zweifelhafte Hochbunker der Firma „Beißauf&Granit“ weichen. Das Gebäude erregte nicht nur im Forum, sondern auch in der Realität Anstoß…


    Soviel zu den betrieblichen Regelungen in KF. Was war sonst noch neu? Die nachträgliche Ausrüstung der alten Lenz-Handweichen mit Unterflurantrieben zum Beispiel. Eine Aufgabe die nur ausgesprochen seelisch gefestigten Modellbahnern zu empfehlen ist. Mit einem passenden Bohrer zwischen den Stellstangen der Weiche mehrere Löcher bohren ohne die Weiche in Weichenhack zu verwandeln, dann diese Löcherreihe mitttels geeignetem Werkzeug aufweiten, anschließend über Kopf unter der Platte den überaus leicht zu justierenden Tilligantrieb anschrauben, ach ja und vorher sollte man noch einen schmalen Streifen durchsichtiger Plastik auf die Stellstangen kleben, dieses durchlöchern und dann den Stelldraht durchfädeln. An dieser Stelle wedren weniger geduldige Menschen ihre Anlage schon samt Weichen auf den Sperrmüll gegeben haben, wer aber jetzt noch die Kabel zieht und den Weichenstellhebel anschließt hat die höchste Stufe der Erleuchtung erreicht...uff...Die Bilderserie mag das Gestammelte verdeutlichen.


    [u
    Abb.4:...sieht einfacher aus, als es ist. Genügend Alkohol ist zur Beruhigung unbedingt bereitzustellen...


    Wie es mit der Leit- und Sicherungstechnik in KF weitergeht...davon später mehr...



    Abb.5:...da stand das EG auch mal...


    Bleibt gesund und bis bald in "Krumme Fohre"!
    Alexander


  • Moin Walter,



    der Grund ist ganz einfach und liegt auch nicht an Dir... der Bulderhoster hat die Bilder irgendwann gelöscht. Ob die nun nach einer Anzahl x Jahren nach Upload oder nach x Jahren nach dem letzten Aufruf gelöscht werden ist zweitrangig. Der Bilderhoster müsste ja sonst immer neue Rechenzentren bauen. Das wollen die nichtbweil es ja Geld kostet.


    Wenn er Anlagenbauer noch zuordnen kann welche Bilder er seinerzeit wo eingestellt hat dann kann er so er die Bilser selbst noch hat diese neu hochladen und die Beiträge "sanieren", d.h. die Bilder in Form neuer Links wieder einstellen. Aber nicht immer hebt man sich selbst diese Bilder auf. Ich ha e auch schon Bilder gelöscht mit dem Gedanke "hab ich ja im Forum, brauche ich nicht auf der Festplatte" und auch durch einen Rechnercrash habe ich mal viele Bilder verloren.


    Also mach Dir keine Sorgen, Du hast nichts verkehrt gemacht. Die Bilder siehtvtheoretisch niemand mehr.


    Viele Grüße aus dem nächtlichen Weil am Rhein...
    Sebastian Woelk

  • Moin Alexander


    Schön, endlich mal wieder etwas vom Zonenrandgebiet zu sehen! :thumbup:


    Schade ist nur die Sache mit dem Verladebunker. Auch wenn ich den Grund nachvollziehen kann, ist der Verlust des Anschließers doch ein herber Rückschlag für die Rentabilität der Strecke. Leider kann man den auch nicht so einfach an ein anderes Gleis versetzen. Am Streckengleis ( Vorteil, es steht dem Fünffingerkran nicht im Weg - Nachteil - es blockiert halt das Streckengleis und es fehlt ein SB-Gleis), An der jetzigen Ladestraße wäre jedoch theoretisch eine Möglichkeit.


    Gruß Ralph

    Wenn die Klügeren immer nachgeben, regieren irgendwann die Dummen die Welt...

  • Lieber Walter, die Antwort auf deine berechtigte Frage ist ja schon gegeben, da hat der (umsonstene) Bilderhoster den Stecker gezogen. Tja...lieber Johann, ich fürchte die Bilder sind futsch. Schade...die jetzt aber irgendwo auf den Tiefen der Festplatte wiederzufinden und die Beiträge neu zu bebildern...oh je...ich glaube, dann installiere ich doch lieber noch einen Unterflurantrieb ;-) und...die Straße muss ja auch noch um nen Zentimeter verlängert werden (wie unten zu sehen)... Lieber Ralph, wenn du wüßtest, wo der Verladebunker schon überall zur Probe stand...eventuell säge ich ihm die Beine ab und integriere ihn ins Prozellanwerk...mal schaun...


    Beste Grüße und bleibt gesund!
    Alexander


  • Liebe Freundinnen und Freunde der Eisenbahnbildergeschichte,


    da die Bebilderung des Alt-Strangs etwas unter Auszehrung leidet, gibt´s jetzt Nachschub. Wir begleiten mal einen PmG auf seiner Runde in "Krumme Fohre". Fertig? Pappfahrkarte eingepackt und los geht´s...


    ...als Gedächtnisstütze hier nochmal der mickrige Gleisplan...wir starten rechts oben...

    ...da lauert die V100 mit ihrem Nahverkehrszug...heute als PmG...rechts unten der Arbeitsvorrat des Dispatchers auf dem Klappgleis (s.o.)...

    ...nach gewissenhafter Fahrwegprüfung greift der Fdl zum Äußersten...zum Hauptsignalhebel...Einfahrt frei!...

    ...ach herrje...die Brackwanst-Sekte hat "Krumme Fohre" entdeckt...wichtiger ist, dass der Bü gesichert ist...der PmG tritt auf...

    ...Zug ist drin...Signal auf Halt...Zugfahrt beendet...ab jetzt wird rangiert...

    ...da isser...zwei Wagen für die Ladestraße (Gleis 6, blauer Laufzettel) und der Kessel für Gleis 3 (gelber Zettel)...sollte machbar sein...

    ...alle Fahrgäste haben die knochenschüttlerischen Umbauwagen verlassen...die Abteilung drückt zurück...

    ...mal wieder über den Bü...ab in den alten Streckengleisstummel nach Kaltenholzach...da will keiner mehr hin...aber abstellen kann man hier...

    ...der Rangierer beschnüffelt schon mal den Bierwagen, den die örtliche Brauerei ("...summt es dir im Ohre - trink Bier aus Krumme Fohre!") befüllt hat, der muss nämlich mit in die weite Welt...

    ...die Fuhre ist bis zum Streckenende vorgedrungen...und nu?...die Köf mit der Übergabe bitte ignorieren...Auftritt folgt später...

    ...der Kessel wird ordnungsgemäß geparkt...nach Kaltenholzach ging´s bergauf (mit dem Verkehrsaufkommen leider bergab), daher hemmt der Schuh den Abwärtsdrang des Gefahrgutwagens in Gleis 5...

    ...noch mal hin und her gesägt und schon haben wir die Bierkiste aus Gleis 6 am Haken...

    ...das Bier darf dem Sprit auf Gleis 5 kurz Gesellschaft leisten...und der Restzug?...

    ...sägt mal wieder hin und her und droppt die beiden Schüttguttransporteure auf Gleis 6...erledigt...Sache des Bestellers wie er den Schotter hier wegbekommt...

    ...unsere Rangierabteilung hat inzwischen die beiden Pausierer aus ihrem Exil in Gleis 5 befreit und zieht wieder nach Gleis 1 vor...Lok geht vom Zug und...

    ...läuft über Gleis 2 um...und sperrt mal wieder den fließenden Autoverkehr am Bü "Alois-Hirnschaller-Straße"...

    ...stört die ratschenden Gruppen auf der neuen Bahnhofsstraßenbrücke wenig...die V100 nähert sich nun von der anderen Seite ihrem Zug, zieht den Kessel ab und, na? Genau! Fährt wieder über den Bü...;-)

    ...da steht er nun auf Gleis 3 und bringt Heizöl fürs Porzellanwerk...die kleine Rote setzt sich vor die fertige Rückleistung...die freudigen Fahrgäste fließen flott in die Fahrzeuge...

    ...fertig? Fertig! Alle Weichen in richtiger Lage (s. Plan oben)...der Fdl hat den Überblick und zieht das ASig auf Fahrt...

    ...die qautschen ja immer noch!...Egal, der PmG nach Kulmbach dröhnt von dannen und bringt nicht nur Provinzler in die große Stadt, sondern auch Bier (wie war das mit den Eulen und Athen nochmal?)...

    ...und Schnitt! Jäh endet die Zugfahrt im Reiche des Dispatchers...die Umbauwagen dürfen bleiben...das Bier kommt in die Klappe...und was wird mit dem nächsten Personenzug nach KF gebracht?...

    ...klar doch...einmal in der Woche ist der Speisewürzwagen für die hiesige Außenstelle des schwäbischen Soßenkochers dran...verladen wird an der Ladestraße...also rauf aufs Gleis und Abfahrtzeit abgewartet...aber das ist eine andere Geschichte...


    So, das war nur eine kurze Rangiereinlage. Die Übergabe fordert Fdl, Lf und Rangierer weit stärker...und wenn dann noch ein Nahverkehrszug dazwischenkommt...


    Bleibt gesund und bis bald in "Krumme Fohre"!
    Alexander

  • Liebe Freundinnen und Freunde der ruppigen Rangiererei,


    vielen Dank für freundliche Bewertungen und warme Worte! Lieber Reinhold, ein Meter mehr Kantenlänge,,,das wär´s...oder besser gleich zwei! Jibt´s aber nich...da sind stabile Wände vor...


    Angespornt durch so viel Zuspruch habe ich zu gröbstem Werkzeug gegriffen und hoffentlich nicht daneben. Das Wackelgerüst der Herren Beißauf und Granit wurde - wie angedroht - gnadenlos amputiert. Mal sehen, ob die Hütte jetzt ohne Beine irgendwo hinpasst. Ne´Idee hätt´ich schon. Neben dieser maximalinvasiven Methode habe ich den schonenden Feinspachtel erhoben um die Situation zwischen Ladestraße und Kgl. Tettau-Anschluss einer glänzenden Zukunft zuzuführen. Jetzt weiß man auch, wo her der Begriff "die Straße wurde aufgehoben" stammt...Ich verrate noch nicht, was draus wird. Aber Bilder gibt´s schon mal. Voilá!



    ...aua...ab sind ´se...die Beine...http://[/img



    ...es gibt nicht nur Rollrasen...auch Rollstraßen...aus Styrodur...http://[/img



    ...der Prellbock wird rausgeschnitzt...ein Gleislagefehler korrigiert (die Tilligprofile als Rillengleis habe ich übrigens wieder entfernt...)...und jetzt kann man schon was ahnen...


    ...Schnitzkunst in Styrodur...

    Bleibt gesund und bis bald in "Krumme Fohre"!
    Alexander

  • Liebe Freundinnen und Freunde laufender Eisenbahnbilder,


    aus der Dokumentarfilmreihe "Krumme Fohre - Der Film" ist nun Teil 2 erschienen. Nervenzerfetzende Actionszenen (wird der Kessel wirklich an den G-Wagen ankuppeln?) wechseln mit beschaulicher Atmosphäre (Lazy an der Laderampe). Bekannte und beliebte Darsteller (V100 und Köf) geben ihr bestes um auch diese Folge wieder zu einem atemberaubenden Filmerlebnis werden zu lassen. Seid dabei, wenn es heißt: Betrieb in "Krumme Fohre"...;-)



    ...in dieses schwarze Loch muss klicken, wer mehr sehen und hören will...


    Nebenbei wird natürlich auch gebastelt...davon später mehr...


    Was mir dabei auffiel. Der Pwghs in H0 (ältere Produktion) hat fast so dicke Spanten wie sein 0-Verwandter...




    Bis bald in "Krumme Fohre" und bleibt gesund!
    Alexander

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