Regenfallrohre - richtig biegen

  • Hallo Spur Null Freunde,


    ich werkele gerade an meinem ersten "richtigen'" Selbstbau - einem Güterschuppen. Alles so weit so gut, aber jetzt geht es an die Regenrinnen/-fallrohre. Ich benutze die aus PS von Addie, aber das Problem stellt sich eigentlich immer: Wie vergrößere ich den Bereich des Dachüberstands am Fallrohr? Diese sind für Häuser, nicht aber für Schuppen mit einer kleinen Rampe - die ja ebenfalls überdacht und damit vom Fallrohr überbrückt werden muss! Um eine Lehre werde ich wohl nicht umhinkommen, aber wie bekomme ich das PS so biegsam, dass es mir nicht schmilzt und doch sich leicht neu "in Form" bringen lässt, ohne den Bruck zu riskieren? Die Selbstbauer können mir sicher helfen!


    Nik

  • Hallo Nik,


    ich würde vorschlagen, die Fallrohre aus den Innenadern von ganz normalem Elektrokabel zu machen.
    Die sind einerseits steif genug, lassen sich aber hervorragend biegen und an die Dachform anpassen.


    Viele Grüße


    Norbert

  • Hallo Nik,


    Wenn du das Originalmaterial nehmen willst, dann hat Stefan ja schon den Fön erwähnt.
    Wenn es alles sein darf, dann wären da, je nach Stärke des Durchmessers:


    Biegsame Strohhalme
    Lötzin (passt sich jeder Form an)

  • Euch erst mal allen vielen Dank. Das mit dem Fön habe ich schon mal bei einem anderen Objekt probiert - der war irgendwie nicht stark genug, dass sich da wirklich was tat und das Feuerzeug...na ja... ;( der Erfolg war bescheiden: gebogen aber auch geschmolzen :whistling:


    Gibt es da nicht so was "flammenloses", ich meine mal eine Gerätschaft gesehen zu haben, ohne zu wissen, wie die genau heisst...mal bei Proxxon schauen.


    Danke!


    Nik

  • nimm doch den etwas größeren fön..... baumarkt, heißluftfön..... der sollte es richten... oder besser biegen...



    gruß holger

    Epoche 3, z.Zt. keinen Platz.... wenn vorhanden, gesteuert mit Lenz LZV100 & LH100 und per WLAN touchcab(?)

  • genau, so oder ähnlich, ich habe eine mit 2 stufen..... ich meine 300 und 600 watt...


    damit habe ich auch die farbe von den fenster abgeflammt.... :-)



    gruß holger

    Epoche 3, z.Zt. keinen Platz.... wenn vorhanden, gesteuert mit Lenz LZV100 & LH100 und per WLAN touchcab(?)

  • Hallo,


    Kupferdraht, den gibts bei der Elektrofirma um die Ecke in der Restekiste in allen Stärken und der läßt sich ohne erwärmen mit der (Rund-)Zange biegen.


  • Moin miteinander!


    Wie schon zuvor bemerkt wurde, braucht man die richtige Temperatur, um ein Thermoplast - hier Polystyrol - zu biegen. Zu kalt ist schlecht, zu warm ist noch schlechter.
    Praktisch wäre es, wenn sich die korrekte Temperatur von selbst einstellt und auch nicht überschritten wird...
    Die sogenannte Glastemperatur, also die Temperatur bei der das Material anfängt, weich zu werden, liegt bei Polystyrol bei ca. 100° C.


    Also raus mit Mutters Teekessel, Wasser rein, Pfeife runter - sonst nervt es bald - und auf den Herd damit. Der bald austretende Dampf hat ziemlich genau die passende Temperatur, sofern er unter Umgebungsdruck ausströmt. Das fröhliche Biegen kann beginnen.


    Gruß, Matthias

  • Hallo Rohrbieger,


    wenn ich solche Arbeiten auszuführen habe nehme ich meinen Lötkolben dazu. Fön, Heissluftgerät oder sonstiges hat eine zu breite Wärmestreuung, d.h. man macht zu viel Umgebung mit warm. Bei den Plastikrohren soll ja nur ein kleiner abgerundeter Knick entstehen so das auch nur ein kleines Stück Rohr erwärmt werden muss.


    Den warmen Lötkolben so unter die Stelle des Rohres mit etwas Abstand halten, an dem der Knick entstehen soll. Sobald man sieht das das Rohr warm genug ist, weg mit dem Lötkolben und das Rohr in die richtige Form geben. Aber VORSICHT das Rohr darf nicht zu warm werden sonst schmilzt es. Am Besten vorher mit einem Abfallstück ausprobieren um den richtigen Biege-Zeitpunkt zu erwischen. Am Besten geht es wenn mann das Rohr langsam um seine eigene Achse dabei dreht.
    So nun viel Spaß biem Üben.




    Gruß Günter

  • Hallo Nik,


    ich habe bei meinem Selbstbau-EG das gleiche Problem mit den zu kurzen Dachüberständen bei den Addie-Regenrohren. Da ich beim Originalmaterial bleiben will, und mir das das Biegen zu "heiß" ist, werde ich "aus Zwei mach Eins" machen. Ich säge zwei Regenfallrohre im Bereich des Dachüberstandes derart auseinander, dass wenn man die Teile neu zusammensetzt, der Dachüberstand auf die richtige Länge kommt. Bei den ansonsten geringen Kosten für den Selbstbau ist mir das die zusätzlichen Euronen wert 8) .


    Gruß Chris

  • Hallo Nik,


    auf dem beigefügten Bild sind alle Regenfallrohre aus "Kleiderbügeldraht". Sh. Ecken der beiden Lokschuppen, Bhf´gebäude. Regenfallrohre sind für mich fotographisch etwas schwer ins Bild zu setzten.


    Drahtkleiderbügel gibts in der Reinigung Deines Vertrauens meistens umsonst, kann nach Belieben gebogen werden, auch um schwierige Simse und Ecken, ist stabil und hat den richtigen Durchmesser für diesen Zweck.

  • Hallo Modell-Klempner,


    für Fallrohre werden "in echt" meist Rohre mit einem Durchmesser von 100 mm oder größer verwendet.... abhängig von der Dachfläche, die dran hängt. Dünnere sieht man nur bei sehr kleinen Dächern. Das macht in 1:45 dann mindest 2 mm Durchmesser.


    Leider sind viele Rohre m.E. einfach zu dünn, um vorbildlich zu wirken.


    Kupferdrähte sind sicher eine gute Lösung. Aber Vorsicht: die Zeiten, dass der Elektriker alle Kabelreste einfach weggeschmissen hat, sind vorbei. Kupfer ist ein Wertstoff und wird (gegen gutes Geld) recycelt. Aber fragen kosten erstmal nix ^^


    Gruß
    Thomas

  • Mensch - so viele wertvolle Tipps, Euch allen ganz herzlichen Dank für die Hilfe, ich glaube das mit den Kleiderbügeln werde ich mal ausprobieren - scheint mir am wenigsten anschaffungskostenintensiv!


    8)


    Danke und viele Grüße aus Ingolstadt!


    Nik

  • Moin Moin


    Ich nehme für meine Fallrohre Reste aus HO-Hausbausätzen. Ich habe die aus HO-Zeiten immer aufgehoben.... kann man immer mal gebrauchen 8)


    Zuerst den passenden Durchmesser suchen... hier 2,1mm und los geht´s,



    dann einfach den passenden Radius biegen, vorher leicht erwärmen.... wie schon besprochen......


    und falls es doch mal brechen sollte, kein Problem genug Nachschub da. :whistling:



    noch in der passenden Farbe lackieren und fertig........ Kosten gleich null ( 0 ) :thumbsup:



    Bis die Tage


    Gruß Tom

    Grüße aus Nurfunxsiel :)


    Tom

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