Kleiner Umbau V60

  • Hallo,


    hier ein paar Bilder von meinem Umbau an meiner Lenz V60.


    Neben der Ergänzung von fehlenden oder defekten Teilen (ich habe die Lok hier im Forum gebraucht gekauft), soll die Lok eine Alterung erhalten. Außerdem habe ich das Kühlergitter von Petau verbaut.


    Doch zunächst habe ich das Gewicht der mittleren Achse aufgedoppelt und eine Radzentrierung gab es auch:








  • Hallo,


    nachdem ich mit Schrecken feststellen musste, dass auch bei meiner V60 die Radreifen runtergefahren sind und ich "auf Kupfer" fahre, musste Abhilfe her.




    Also Achsen ausgebaut und zu Holger Gräler geschickt. Der dreht die alten Radreifen ab und zieht neue Radreifen aus speziellem Edelstahl auf die alten Radsterne. Bei der Gelegenheit werden die Räder schmaler und sehen einfach besser aus. Und eine Radzentrierung gibt's obendrein.


    Man kann die Räder dann so lassen, oder wie ich neu lackieren, denn bei mir müssen die Radreifen bei einer V60 einfach rot sein...


    Hier frisch grundiert:



    Hier kann man die neuen Räder frisch lackiert sehen:



    Dieses Bild könnte auch in einer Ecke eines AWs aufgenommen sein...



    Hier ist das linke Rad bereits wieder gealtert:



    Und wieder an der Lok:



    Und nochmal, weil's so schön ist:


  • ...das Bessere ist der Feind des Guten...


    Da denkt man, man hat seine Lenz V60 final gesupert (man beachte den feinen Kühlergrill von Paul Petau), geht es irgendwann doch weiter...


    Nachdem ich die Lenz-Kupplung ausgebaut hatte, kam Klaus Weihe mit einem passgenauen Füllstück um die Ecke, um diese unschöne Öffnung verschwinden zu lassen.


    Auf dem Bild ist das noch nicht zu sehen.



    In einer privaten Aktion der "Messing-Fraktion" ist eine Superungs-Satz für die V60 entstanden, bei der die kompletten Bühnen, Lampen und Griffstangen (auch am Führerhaus) gegen feine Messing-Teile ausgetauscht werden.


    Andreas Schuster (der diese Teile entwickelt hat) und ich werden bald einen eigenen Thread rund um den Umbau starten.



    Hier liegen zwei dieser Teile-Sätze und ich freue mich, jetzt loszulegen!!!


    PS: ich bin mit A. Schuster weder verwandt noch verschwägert, sondern einfach nur schon sehr lange befreundet. ;)

  • Hallo Jörg,


    die Spannung steigt!! Bin auf das erste "Farbmuster" gespannt ;)


    Kleine Korrektur zum Beitrag 3 - ich bin nicht der Entwickler dieses Projektes, dieser "Hut passt mir nicht". Das war eine professionelle Auftragsarbeit. Du weißt doch was geredet wird - ich selber "kann-doch-nix" ... . Mein Part war nur, die passenden Leute zu finden, die mit ihren Fähig- und Fertigkeiten helfen können, meine "spinnerte Idee" zu realisieren.


    Vier Jahre habe ich bis 2022 gebraucht, um dann ab diesem Zeitpunkt, mit etlichen Hürden ca. 9 Monate später, die "Babys" (Bausätze) versenden zu können. Drei von ihnen sind dann noch leider auf dem Postweg "verloren" gegangen... .



    Die Idee zu diesem Projekt hat ihren Ursprung in einem aus Österreich - von Ralf / Pennsy - übernommenen "Wahnsinnsumbau",



    der dann bald auch weiter gehen kann - sofern ich mich nicht wieder ablenken lasse ... :)




    Zu den neuen Rangiererbühnen gibt es zwar schon Bauanleitungen

    Bauanleitung 1 - Demontage der Lok V60





    und


    Bauanleitung 2 - für Bühnen und Aufstiege Lenz V60





    Es hat sich beim Bau der Fertigmodelle, die-und-andere geänderte Vorgehensweise gezeigt. Für die, die einen Bausatz haben, sicherlich nicht ganz uninteressant. Und falls ein Bausatz zwischenzeitlich einen neuen Eigentümer findet, ist vielleicht eine zentrale Stelle zum Informationsaustausch nicht verkehrt … .


    Dann geht es in den nächsten Tagen weiter.



    Herzliche Grüße

    Andreas

    Edited once, last by fredduck: Links erneuert - Bauanleitungen nun "sichtbar" ;-)) ().

  • So, die Teile wurden zunächst mit ATA entfettet. Dafür nehme ich immer einen groben Borstenpinsel. Gelötete Messingteile, die diesen Waschgang überstehen, halten für immer... :)



    Eine Grundierung bringt immer die Wahrheit ans Licht. Entweder muss man noch nacharbeiten oder es werden - so wie bei diesen Teilen - feinste Details sichtbar.






    Na Andreas, da hast Du uns aber schöne Teile "organisiert". 8)


    Wenn man bedenkt, dass wir uns vor gefühlt 100 Jahren kennengelernt haben, weil Du von mir einen ROCO H0 V60 Motor gekauft hast und wir nun an einer NULL V60 basteln...

  • Uff, Glück gehabt- zu mindestens mit dem Löten ... ;) :)


    Ja, irgendwie „verfolgt“ einen diese Baureihe Spurweiten übergreifend! Ist einfach interessant und vielseitig!


    Dein letztes Bild zeigt eine von zwei „Abweichungen“ (Fehler wäre übertrieben ausgedrückt). Der linke Zapfen an der Treppenhalterung, der später unter dem Umlaufeingesteckt wird, ist zur Hälfte von außen im Durchmesser reduziert.


    Der nicht bearbeitete Zapfen würde nicht in seine vorgesehene Öffnung gesteckt werden können, da er etwas nach außen „verrutscht“ ist.




    Bearbeitet …



    … passt




    Bei den verschickten Fertigmodellen ist dies /sollte dies von mir ausgeführt worden sein. Bei den Bausätzen bitte darauf achten.



    Sehr schön dünner Farbauftrag!! Bei diesem feinen Gitter liegt die Gefahr nah, den mit dem Bausatz gewonnen Eindruck zu verlieren … Toi, toi, toi!!






    Herzliche Grüße


    Andreas

  • Hallo Andreas,


    Das sehen sehr toll aus die Bühnen fur die V60 leider haben ich nul Erfahrung in Loten von Messung aber die Buhnen is auch fertig zu bekommen .


    Ich wolte gern dar info uber empfangen .


    Ich bin gespannt wie es weiter geht mit die Buhnen und die verlichting


    Mit freundliche grussen,


    bernhard





  • Off topic:

    Hallo Bernhard,


    wie oben angeführt, ist das Projekt eigentlich abgeschlossen – alle Bausätze + Fertigmodelle sind an die Teilnehmer versendet worden.

    Sollte noch Interesse daran bestehen, würde ich für Gießen 2024 eine kleine einstellige Anzahl an Bausätzen /Material in Auftrag geben.


    Alles weitere unter fredduck3@yahoo.de


    Herzliche Grüße

    Andreas

  • Die Mischung macht's.


    Für die Lackierung der Warnanstriche braucht es RAL 1002 Sandgelb. Leider passt die Farbe von Elita nicht wirklich zu dem Sandgelb von Lenz. Also habe ich dazu RAL 1003 Signalgelb im Verhältnis 2:1 gemischt. Jetzt passt es perfekt.



    Oben sieht man die Mischung:



    Und hier mal auf die Kappe eines alten Druckminderers lackiert:



    Nebenbei habe ich die beiden 3. Spitzenlichter am Führerhaus gegen die neuen Lampen aus Messing getaucht. Die liegen dem Bausatz bei, damit die Lampen einheitlich sind. Macht Sinn, auch wenn die 3. Lampen ja etwas nach hinten versetzt am Führerhaus sitzen. Andreas hat das Ganze eben bis zum Ende gedacht...


    Die alten Kabelführungs-Imitationen unter den Lampen werden weiterverwendet.






    Die Lampen bekommen noch eine Schicht Klarlack. Innen werden sie weiß ausgelegt. NATÜRLICH liegen neue richtige (!) Streugläser bei. Die LEDs von Lenz werden weiter genutzt.


    Und hier noch ein Überblick der Teile, die derzeit gut durchtrocknen:



    Bei den Bühnen ist der Bereich der Laternen bereits in RAL 3004 Purpurrot lackiert. Die Bühnen und Griffstangen haben teilweise schon RAL 7021 Schwarzgrau, wie es sich für eine V60 in Epoche III gehört. Gibt es übrigens auch von Revell (Email-Döschen Nr. 9). Meint man oft nicht, aber Revell hat zig RAL Farben im Programm. Ich verdünne diese mit Nitro-Verdünnung.

  • Nebenbei werden auch noch die Räder bearbeitet. Das Gewicht der mittleren Achse wird wie immer aufgedoppelt, da Lenz die Gewichte an allen Rädern fälschlicherweise gleich "schwer" ausgeführt hat.


    Paul Petau hat dafür passende Teile.




    In #1 in diesem Thread habe ich schon gezeigt, dass man noch etwas nacharbeiten muss. Aber es lohnt sich!


    Die neuen Griffstangen am Führerhaus sind inzwischen auch schon angebracht. Da ist jetzt nichts mehr schief.


  • Nun sind die beiden Bühnen bereit zum Einbau.


    Die Kabel der Lampen habe ich genauso verlegt, wie es bei den Lenz-Bühnen gemacht ist. Hier kommt es darauf an, die Kabel eng an den Rahmen der Tritte zu legen. Bei Lenz fallen die Kabel kaum auf, weil man kaum durch die Tritte gucken kann, auch wenn diese durchbrochen sind.


    Die Kabel liegen hier auf der linken Seite. Später verlaufen sie rechts und sind dann wirklich kaum zu sehen...



    ...also so:



    Auf der Rückseite der Lampenträger verlaufen die Kabel "im Freien", Lenz hat an der Stelle einen Deckel in L-Form, die da im Original auch nicht hingehört. Einen Tod muss man sterben.



    Nach dem nächsten Lackiervorgang (und es waren einige...) kann man das alles nicht mehr wirklich sehen.



    Hier dann das vorläufige Zwischenergebnis. Der erste umgebaute V60 bekommt natürlich die Nummer "1":



    Die 3D-Streugläser passen ausgezeichnet! Das hat man so nicht oft bei mitgelieferten Lampengläsern. Chapeau, Andreas!

  • Kurzer Zwischenstand:


    Seit gestern sind die Bühnen an der Lok. Und die 4 Lampen leuchten weiß/rot. Ich bin erleichtert, denn das war schon eine Fummelei. Wenn man dann das erste Mal Spannung auf den Decoder gibt und alles funktioniert, ist das schon eine Freude.




    Kleiner Tipp für die anderen Besitzer dieses Bausatzes:


    An den Rahmen des breiten Trittes muss noch eine kleine Nut gefräst werden, damit man die Kabel auch von den Bühnen Richtung Lok gefädelt bekommt. Macht Sinn, dies schon beim Zusammenbau und vor dem Lackieren zu berücksichtigen. Um von den Lampen an diesen Punkt zu kommen braucht es 3 Löcher, die schon vorhanden sind.



    Man sollte die Bühnen immer wieder mal die Lok stecken und schauen, ob alles passt. Dann sieht man auch, wo man mit den Kabeln lang muss.


    Bei der Demontage der Lok und beim Ablöten der Lampenkabel (4 Stück) unbedingt Fotos machen!



    Sind die Bühnen komplett montiert, ist das schon eine erstaunlich stabile Sache! Was auf dem Bild stört, ist die Lenzkupplung...


    Die gezeigte Lok ist die eines befreundeten Modellbahnherstellers und sie wird nach einer Alterung am Wochenende bei einem Fahrtreffen übergeben und wird ihre erste Runden drehen. Dann kommt meine V60 an die Reihe.

  • Hallo zusammen,

    hallo Jörg,


    zunächst der Hinweis, dass nun auch die bisherigen Bauanleitungen 1 + 2 - hier im Beitrag 6



    sichtbar sind. Es waren leider verkehrte Links eingefügt.



    Aller guten Dinge sind „3“ – und die fehlt nun noch: Bauanleitung 3 – Tipps zum Einbau.


    Da meine beiden Schwestern“ noch nicht soweit sind, dass der Zusammenbau starten kann, war es bisher auch nicht im Blick, hier weiterzumachen … .


    Nachdem damals die Konstruktionsunterlagen eingetroffen waren, war die Leitungsführung von Anfang an eine Aufgabenstellung ohne befriedigenden Lösungsansatz.

    Vermutlich wäre bei ausreichender „Befähigung“, die Verwendung von Kupferlackdraht an den Lenz LEDs die eleganteste (wenig sichtbare) Lösung … .


    Aber das wollte ich gar nicht erst beschreiben, zu gross ist die Möglichkeit, dass die LEDs zerstört werden und es ergibt sich gleich die nächste „Baustelle: Woher bekomme ich Ersatz … . Bei der V60 geschieht der Farbwechsel rot /weiß auf den Platine in den Vorbauten und eine andere Bezugsquelle als der Lenz Ersatzteilservice ist mir bis dato nicht bekannt.


    Da haben es „Umbauer“ leichter, die die Lenz Elektronik entfernen und auf einen anderen Decoder wechseln. Hie bieten sich dann die LEDS von Klaus Weihe an … . Aber auch damit wäre die Leitungsführung nicht gelöst.



    Nachfolgend mein persönlicher Ansatz:


    Anhand einer Musterbühne habe ich mit 0,7er Leitungen statt der Lenz 0,5 mm Leitungsstärke einen Weg zu suchen. So konnte ich davon ausgehen, dass für die beiden 0,5er Leitungen passen werden und zugleich herausfinden, wo sich evtl. „kritische“ Stellen befinden, damit möglichst die Lenz Kabel keinen Schaden nehmen.


    Wie bei Jörg, wäre dies auf der Rückseite des Bühnengeländers, der kürzeste Weg


    46636033gi.jpg



    Dann einen Schnitt in das Blech der Tritte – unter der Lasche für die Führung mit der die Bühnen am Fahrwerk ausgerichtet + gehalten wird


    46636037ml.jpg


    46636038mw.jpg



    Gegenüber am Rahmen einen kleinen Einschnitt gesetzt


    46636041dz.jpg




    Ist der Umlauf aufgesetzt, ist dieser nicht mehr zusehen. Auch die unter dem Gitterblech verlaufenden Kabel sind in der Ecke kaum auszumachen


    46636046mf.jpg



    Die Kabel werden ein Stück unter dem Umlauf geführt - ob nun mit oder ohne „Verlegehilfe“ ( z.B. Röhrchen, U-Profil etc.) wäre mir nicht wichtig. Es verlaufen auch beim Original genug Leitungen unter dem Umlauf und das kurze Stück bis zum orangenen Punkt, ist auch ohne zu „überbrücken“.

    Diesen Weg würden die Längen der Originalkabel ermöglichen.



    Mmmh, so ganz erschien mir das - zwar wie Dir Jörg als Option - aber noch nicht als „der Weisheit letzter Schluss“ … . Ok, die wird es vermutlich auch nicht geben aber zumindest einen schmerzhaft kleineren Kompromiss ;-).


    Was mir nicht beharkte war der Umstand, dass das sichtbare Kabel zum kaschieren mit zu lackieren ist. Da ich mich und meine „elektrischen Befähigungen“ leidvoll kenne, muss ich davon ausgehen, dass ich es (leider) schaffen werde, eines Tages die LEDs zu himmeln o.ä.. Daher ging die Suche nach einer Option der Zugänglichkeit /Tauschbarkeit der Beleuchtungsmittel weiter …




    Fortsetzung folgt … .



    Herzliche Grüße

    Andreas

  • fredduck & BR96


    Hallo Andreas, hallo Jörg,


    mich würde interessieren, ob Ihr anstatt die LED zu verkabeln, die Möglichkeit die Verbindung von der LED zumindest bis kurz vor dem Gehäuse der Lok unsichtbar - anschließend überlackierbar, mittels Silberleitlack z. B. von Busch oder anderen Herstellern außerhalb des Hobbybereiches - herzustellen in Erwägung gezogen habt und falls ja, warum Ihr Euch dagegen entschieden habt?


    Hier mal der Link zu dem Busch Produkt: https://www.busch-model.com


    Ich habe damit bereits im H0 Bereich ganz gute Erfahrungen gemacht. Daher interessiert es mich.

    Danke im Voraus.

  • @ Dirk,

    nein, das war bei mir nicht im Blick - vielleicht auch eine Möglichkeit ...



    Fortsetzung



    Zunächst versuchte ich es mit einem Stück U-Profil 3x1 mm aus der Restekiste, die Leitungen auf der Bühnenrückseite quasi zu verstecken.




    Ok, sie waren weg – aber wie würde das einfädeln geschweige denn ausfädeln von vorn nach hinten vonstattengehen können … ? Sackgasse!!

    Nächster Ansatz (diesmal auf der anderen Seite der Bühne) aus Ermangelung eines L-Profils – einen Schenkel entfernen.




    Das Profil wurde mit Hilfe einer Pinzette aufgelötet, wodurch ein leichter Schiefstand erfolgte, der gewollt ist. Durch den dadurch zusätzlich gewonnen Raum hinter dem Loch, lassen sich die Kabel besser durch das Loch fädeln



    Und wenn beide Seiten gleich ausgeführt werden, sieht es aus wie „dafür vorgesehen“ ... ;)



    Die Bilder sind stark vergrößert und die 1 mm Höhe des Profils wirkt dadurch mächtig – ist es im Original aber nicht. Ebenso wie bei der Original Lenz Bühne.







    Es ließe sich vermutlich auch mit einem 2x1 mm Profil arbeiten. Was mir gefällt ist, dass mit dem 3 mm breiten Profil, die darunterliegende Kabelöffnung noch vergrößert werden kann aber immer noch gut „versteckt“ bleibt.


    Beim Einsetzen der Lenz LEDs in die nun Messinglampen, bitte auf ausreichende Isolierung zum LED Boden achten!!!! Ob nun mit einem Stück „Knete“, Hin-und-weg Kleber o.a. – denkt an eine evtl. Austauschbarkeit der Leuchtmittel!


    Für die, die nun schon ihre fertigen Bühnen erhalten und vielleicht sogar bereits lackiert, sowie die Kabelführung „offen“ liegen haben – die Kabel lassen sich auch mit einem entsprechendem + lackiertem Kunststoffprofil abdecken … .



    Herzliche Grüße

    Andreas

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