Mein Projekt Modulanlage Nebenbahn "Nerlingen"

  • Hallo Thoralf,


    kürze doch einfach die Verbindung zwischen Kreuzung und Weiche auf verbleibende 1-2 Schwellen. Das war beim Viorbild früher durchaus üblich und lockert alles ein wenig auf. Noch dazu enden dann die Weichenschwellen nicht genau auf der Modultrennung.


    Was die Stromeinspeisung angeht; warum so kompliziert? ich habe mir aus 1mm Kuperdraht meine Ringleitungen unter den Modulkästen gezogen und sämtliche Einspiesungen dort fest verlötet. Ebenso auch die Herzstückstromversorgung der Umschalter für die Weichen. In der Regel muss man da nie wieder ran und wenn lassen sich die Lötverbindungen schnell wieder lösen. Mein Hintergedanke dabei war, dass alles was zusätzlich angebaut wird auch zusätzliches Gewicht birngt und jede Kontakstelle eine potentielle Kontaktunsicherheit darstellt.


    Gruss, Dirk

  • Hey Thoralf,


    der Vorschlag von Dirk ist sehr gut!

    Das habe ich bei meiner Modulanlage "Fischach (Schw)" auch so gemacht.

    Man sieht sich. ;)

    Gruß Thomas


    " Damit das Mögliche entsteht,muss immer wieder das Unmögliche versucht werden" Hermann Hesse

  • Moin Thoralf,


    Kupferdraht aus NYM-I-Leitung ist evtl. günstiger und in verschidenen Leiter-Querschnitten zu haben : 1,5mm²,2,5mm², 4,0mm² oder 6,0mm².


    1,5mm²-Draht hat einen Durchmesser von 1,25mm

    2,5mm²-Draht hat einen Durchmesser von 1,75mm


    Mit etwas Glück bekommst Du, für sehr kleines Geld, passende Reststücke beim Elektriker Deines Vertrauens aus der Schrottkiste...


    Unter meinen Modulen verwende ich einen Leiter-Querschnitt von 6mm² an die ich die Gleiseinspeisungen gelötet habe.

    NYM-I als 5x6mm² bekommt man als Meterware bei uns im Hage-Baumarkt, Die habe ich mir gleich im Markt in die passenden Längen für die Modulkästen schneiden lassen, zuHause mit dem Cutter-Messer abisoliert und mit Kabelbinderhaltern unter den Modulen befestigt.


    Bei Interesse suche ich noch ein Foto 'raus, oder Du kommst mal bei mir zuHause vorbei ...



    Tschüß aus Leese


    Frank-Martin

    Gutes Werkzeug kann man(n) nur durch noch Besseres ersetzen !!! ;)

  • Hallo,


    das geht viel einfacher...im Netz gibts Leute, die für sich selber für komische kosmische Ereignisse "Plasma"Schleifen legen. ;( Da habe ich mir 2x 25m Durchmesser 1mm für einen sehr schmalen Taler gekauft. Mir war halt wichtig, fast reines Kupfer zu haben und zwar vollkommen unlackiert und ohne irgendwelche Abisolierarbeiten mit einem Haufen Müll, da ich mich beim löten nicht rumärgern will und keinen Bock auf Abisolieren von meterweise kupferdraht habe.


    Es gibt diverse Angebote von blankem Kupferdraht im Netz. Und 1mm Durchmesser reicht bei weitem aus, was die Belastbarkeit angeht. Wer 19 Ampere durch seine Loks jagt hat keinen Spass mehr damit danach. ;)


    Anbei ein Bild meiner gewälten Variante der Verkabelung. Lüsterklemme mit Heisskleber unter die Grundpaltte geklebt, Kupferdraht durch gezogen, alle Anschlusskabel angelötet, fertig. Mir ging es um Gewichtsersparniss und Überblick. Jede Schraubverbnidung von Litzen kann irgendwann mal ein Problemfall werden, oder man versieht alles mit Aderendhülsen...


    Ich habe mir 3 Paar unabhängige Ringleitungen auf die Art gezogen. Vollspur, Schmalspur, Licht


    Gruss, Dirk

  • Jede Schraubverbnidung von Litzen kann irgendwann mal ein Problemfall werden, oder man versieht alles mit Aderendhülsen...

    Schraubklemmen sind auch mehr so Epoche 3 :)

    Ich verwende Wago Klemmen, gibt es für Litzen und Draht. Sind in Sekunden verarbeitet und bieten durch konstante Federkraft dauerhaft sicheren Kontakt.

    Bei Änderungen oder Korrekturen (ich schließe Herzstücke immer zuerst falsch an) geht das ohne Werkzeug.

    modulelektrik.jpg


    Alle Details hier:

    https://www.1durch45.de/2017/02/19/modulelektrik/


    Grüße


    H3x

    Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.


    Mein Spur 0 Blog: 1durch45.de

  • Bitte Vortreten an die Bahnsteigkannte ...


    ... der Zustieg ist jetzt endlich möglich!


    Neuigkeiten aus Nerlingen vom 24.10.2020 :


    Nun habe ich heute mal wieder mit meinem alten Kumpel Jürgen telefoniert und kriege prompt einen Rüffel!

    "Du hast ja auch lange nichts mehr von der Anlage geschrieben" meinte er.


    Hmmmm, irgendwie hat er ja recht, aber ein paar kleine Schritte gibts schon zu berichten.

    Ich hatte ja letztens geschrieben, dass ich mich für einen zweiten Bahnsteig an dem vorderen Gleis entschieden habe.


    Jetzt habe ich endlich mal den ersten Bahnsteig gebaut!


    Der Grundkörper besteht aus Balsaholz-Brettchen und Trittschalldämmung, passend aufeinander geleimt und entsprechend in Form gehobelt/geschliffen.


    Die Kante sollte aus Sandstein sein, daher habe ich mir dafür einige Kiefernleisten besorgt. Ich habe einige Anläufe gebraucht, um eine passende Farbgebung hinzubekommen.

    Viele Male habe ich mir dazu Abbildungen solcher Schüttbahnsteige mit Sandsteinkante angesehen und verglichen, bis ich zufrieden war.

    Die einzelnen Steine habe ich bewusst etwas ungerade aneinandergesetzt, d.h. die Steine sind nicht exakt an einer Linie ausgerichtet. Dies deswegen, weil es so natürlicher wirkt für einen recht alten Bahnsteig einer Nebenbahn. Da ist schon mal der ein oder andere Stein "aus den Fugen" geraten.

    Ein letztes Finish mit Pinsel/Airbrush wird es noch geben, wenn der Bahnsteig fest verklebt wird. Momentan habe ich ihn nur aufgelegt und mit ein paar Spax von unten fixiert.


    Die Schüttung selber ist aus Schaufelsplit von Spurenwelten, den ich als 5er Probepackung mal zum Testen in Giessen mitgenommen habe.


    Hier mal ein paar Bilder des Resultats.

    Der zweite Bahnsteig wird nach dem gleichen Prinzip gebaut.





  • Besser eine in Reserve ...


    ... so kann man sich auch mal Begegnen!


    Neuigkeiten aus Nerlingen vom 06.11.2020 :


    Der zweite Bahnsteig ist jetzt auch soweit fertig und stellt den Hauptbahnsteig für die Personenzüge am Gleis 2 dar.

    Bauweise ist die gleiche wie am Gleis 3, nur dass die Kante 2 mm höher ist. So haben es die Reisenden etwas bequemer, vor allem die Damenwelt mit ihren Stöckelschuhen kann sicherer ein- und aussteigen :)


    Zwei Bahnsteige mögen für den kleinen endbahnhof etwas überkandidelt wirken. Aber gerade an Werktagen gibt es einige Pendler und Schüler in die nahe Kreisstadt zu befördern. Gerade in den Stoßzeiten morgens und zum Feierabend treffen sich hier auch schonmal zwei Garnituren.


    In betriebsschwachen Zeiten dient das Gleis 3 auch als Ein- und Ausfahrgleis für die Nahgüterzüge bzw. Aufstellgleis.



    Falls der Bahnhof mal mit zu Modultreffen geht, kann ich ihn auch als Durchgangsbahnhof einsetzen. Auch dann machen zwei Bahnsteige für Zugkreuzungen Sinn.


    Also Nerlingen ist schon universell!


    Hier noch ein paar Bilder mit den beiden Bahnsteigen. einige Übergänge von Moebo fehlen noch.






  • Wer steckt ...


    ... macht nichts kaputt und schont den Geldbeutel!


    Neuigkeiten aus Nerlingen vom 08.11.2020 :



    Einen kleinen Arbeitsschritt noch zum Abschluss des Wochenendes:


    Das Ausfahrsignal von Gleis 2 musste ich jetzt noch schnell mit einem 13er Loch an seinen Platz am Ende des Bahnsteigs bringen.

    Den Stecksockel für das schöne Viessmann Signal hat mir ein Stammtisch-Kollege gebastelt. Ist also eine Eigenkreation von ihm. So kann ich das Signal ganz bequem mit einem vorsichtigen Handgriff zum Transport auf Modultreffen abnehmen.


    Tolle Sache, wie ich finde.



  • Hallo Thoralf,


    gefällt mir Dein Bahnhof. Die Gestaltung der Bahnsteige ist gelungen.

    Bei Modultreffen auch als Durchgangsbahnhof benutzbar ist sehr gut. Dies erleichtert die Planung eines Modularangements wenn es an Betriebsstellen der einen oder anderen Art fehlt.

    Die Lösung mit dem Signal, abnehmbar, ist gut.

    Bau weiter so.


    Grüße

    Hans-Günter

  • @Hans-Günther: Danke für den Zuspruch zu meinem Bahnhofskonzept :)


    reinhard: Ja, die Schwellen (der Lenz-Gleise und Weichen) sind alle in mühseliger Kleinarbeit bearbeitet worden. Ich habe dazu einfach mit dem Cuttermesser die Kanten unregelmäßig angeschrägt.

    Jede Schwelle einzeln und von allen Seiten, das hat schon was sehr meditatives …. X/

    Aber ich habe auch als Flexgleis einige Meter von dem alten Kesselbauer-Gleis verarbeitet. Sieht man auf dem vorletzten Bild am rechten Gleis.

    Diese Schwellen sind bereits im Original so abgeschrägt, außerdem haben einige Schwellen auch diese Metall-Bänder wie in Echt (weiß den genauen Begriff dafür nicht), um das Zerfallen der Schwellen zu verhindern.

    Das find ich bei dem Gleis echt Klasse nachgebildet. Allerdings muss ich diese Bänder nochmal irgendwann nachdem Schottern richtig mit Farbe hervorheben.

  • Hallo Thoralf,


    Schön dass Du Dir die Mühe gegeben hast um alle Lenz-Schwellen individuel zu bearbeiten. Ich habe das auch bei meiner Modellbahn gemacht. Nur mit einer Feile statt Cuttermesser. Und ich meine zu sehen dass Du die Schwellen auch farblich behandelt hasst. Diese beide Sachen sorgen dafür das Deine Lenz-Gleise viel lebhafter und wirklichkeitsnaher aussehen. Der Einheitswurst ist damit entgültig verschwunden. Deine meditatieve Fleissarbeit zahlt sich sofort zurück.


    Mir gefällt es.


    Gruss,

    Walter

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