[Spurensuche] - Die 'Moritzbahn AG' - Planung und Streckenbau

  • Hallo Jan,


    du hast natürlich Recht mit deinem Vorschlag, den Fussgängerüberweg gegen unvorsichtiges Betreten (z. B. mit gegeneinander versetzten Sperren) zu sichern. Ich habe selbst schon an Drehkreuze (zwischen zwei Sperrgittern o. ä. gedacht, wie sie früher oft neben (üblicherweise geschlossenen) Anrufschranken angebracht waren.


    Danke für deinen Hinweis!


    @ Heinz - danke für dein Kompliment! Es ist nur schade, dass unsere Enkel 700 km weit weg wohnen und die von den Schulferien in Berlin abhängigen 'Arbeitseinsätze' an der 'Moritzbahn' irgendwie immer zu kurz sind ...


    Mit den besten Grüssen


    Dieter

  • Schlussarbeiten an der Unterführung Haltepunkt 'Abzweig Steinbruch'


    Liebe Spur 0 Freunde
    und Freunde der Moritzbahn,


    wie die Zeit vergeht ... ! Am 29. Oktober 2013 (!) hatte ich über die Fertigstellung der Treppeneinhausung am Haltepunkt 'Abzweig Steinbruch' berichtet (Seite 3, Nr. 41):



    Anschliessend hatte ich andere Baustellen in Angriff genommen, wie den Tunnel durch den Steinberg und die Hubbrücke, das neue Plateau für die Wehrkirche samt Haltepunkt und die Strassenunterführung. Und dazwischen immer mal wieder Verbesserungen in der Streckenführung und hin und wieder der eine oder andere Gebäude- und Landschaftsbau ...
    Und der Hp 'Abzweig Steinbruch'? "Still ruhte der See " ... ruhte bis zum letzten Wochenende, als die Landschaftsgestalter mit ihren Arbeitskolonnen schon bedrohlich nah an die Bahnsteigunterführung des Haltepunkts herangerückt waren.



    Irgend etwas musste jetzt geschehen! Aber was und wie? Die Sandstein-Böschung wollte ich in keinem Fall bis zur Unterführung weiterziehen - der Kontrast wäre zu stark geworden. Also zu beiden Seiten der Unterführung Stützmauern von der Ebene Null (Anlagentisch) zur 7 cm höher gelegenen Ebene mit den Streckengleisen! Senkrecht oder leicht schräg? Um die Wirkung zu testen, habe ich aus 6 mm Sperrholz zwei passende Brettchen gesägt und sie vor die Unterkonstruktion gestellt - das eine leicht schräg, das andere senkrecht. Die Entscheidung in Richtung 'leicht schräg' fiel ziemlich schnell, da ich so das Gefälle der Sandstein-Böschung aufnehmen konnte ...




    So weit, so gut. Aber da war noch immer etwas, was mich am Übergang der Böschung zum Mauerwerk von der Optik her störte: der Kontrast 'Natur - Kunstbau' war auch hier zu stark! Dann hatte ich plötzlich die rettende Idee mit den im selben Winkel abgeschrägten Stützpfeilern - das war die Lösung! Wieder der Griff zur Laubsäge und die 'Rohlinge' gesägt, 6 mm dick, nach vorn genau so abgeschrägt wie für die Mauern geplant, auf der Rückseite senkrecht mit einer kleinen Einkerbung oben, da die Spanplatte der Gleis-Ebene dort um einige Millimeter über den Unterbau hinaus ragt.




    Die Mauer-Brettchen, die ich bereits um die Breite der Stützpfeiler gekürzt hatte, sollten mit entsprechend überarbeitetem Mauer-Strukturkarton von Vollmer beklebt, die Stützpfeiler hingegen mit 'Holz-Reparaturspachtel' (Moltofill) überzogen werden, um gleich nach dem Auftrag eine grobe Stein-Struktur einkerben zu können.
    Diese Arbeit kann ziemlich frustrierend sein, wenn die Spachtelmasse, wie in diesem Fall, auf ein nur 6 mm 'dickes' Sperrholzbrettchen aufgetragen werden muss.





    Wenn man allerdings vor dem Auftragen der Spachtelmasse das Brett mit Wasser befeuchtet, klebt der Spachtel sehr schnell auch auf schmalen Flächen! Nach dem Einritzen der Steinstruktur habe ich die Spachtelmasse einige Stunden abbinden lassen, bevor ich alle drei Seiten der Stützpfeiler mit einer Holzfeile etwas geglättet habe. Die seitlichen Übergänge, z. B. gegen die Böschung, habe ich anschliessend, wo erforderlich, mit dem Messer nachgearbeitet - ein grosser Vorteil dieser Spachtelmasse.






    Die Mauern sind zwar mit den Stützpfeilern verklebt, nicht aber mit der rückwärtigen Unterkonstruktion. So kann ich, wenn die Gesellschafter der 'Moritzbahn' oder auch der Betriebsleiter (er hat unbeschränkte Handlungsvollmacht!) mal irgendwann den Eingangsbereich anders gestalten möchten, ohne grosse Abbrucharbeiten die Stützwände einfach fortnehmen. Lediglich der Betonbalken direkt über dem Zugang ist an zwei Punkten angeklebt (Lässt sich ebenfalls leicht abnehmen!) - hier soll später ein Schild mit der Aufschrift "Zu den Zügen" den Reisenden den rechten Weg weisen; ausserdem wird eine Uhr anzeigen, ob es vielleicht schon "höchste Eisenbahn" ist und die Reisenden mal einen Schritt zulegen sollten ...




    Dem dienstlichen Abstellraum rechts von der Unterführung habe ich ein einfaches, zweiflügliges Tor spendiert, damit Reisende erst gar nicht auf die Idee kommen, sie könnten auf diesem Weg schneller zum Bahnsteig gelangen.




    So, liebe Freunde, das war's erstmal für heute - ich geniesse noch ein wenig den herrlichen Blick über die bezaubernde niederschlesische Landschaft im Hintergrund!


    Mit den besten Grüssen
    Dieter

  • Hallo Dieter,


    in der Tat eine "bezaubernde Szene". Vordergrund (Anlage) und Hintergrund bilden eine harmonische Einheit. Als Blick in die Tiefe würde ich das bezeichnen. Es ist nahezu nicht auszumachen wo was beginnt oder endet.


    Eine gewisse Weitläufigkeit vor dem Unterführungsbereich tut der Szene gut. Wenn jetzt noch, wie bereits von Dir geplant, die Schilder- und sonstige Kleinteilausstattung erfolgt ist kommt das Ganze echt "kleinbahnhofmässig" im besten Sinne rüber.


    Wird vor oder in Deiner Bahnhofsunterführung auch von einer oder mehrern Damen für mildtätige Organisationen gesammelt werden? Wenn ja, schlage ich vor, dass wir einen sog. "Sparverein" gründen und uns die Gemeinnützigkeit anerkennen lassen.

    Gruss
    Robert
    BTB0e+0

    Edited 2 times, last by BTB0e+0 ().

  • Liebe Freunde der 'Moritzbahn',


    ganz herzlichen Dank für euer Interesse an dieser kleinen Nebenbahn sowie für all die aufmunternden Bewertungen! Ich freue mich selbst aber auch, wenn ich feststelle, dass ich mit meinen Berichten dem einen oder anderen vielleicht eine Idee für die eigene Anlagen-Planung bzw. den Bau vermitteln kann ...


    @ Robert - " ... von einer oder mehreren Damen (vermutlich Geld?) für mildtätige Organisationen gesammelt ... " - dieser Gedanke, lieber Robert, vor allem in Verbindung mit der Gründung eines s. g. 'Sparvereins' und der Beantragung der 'Anerkennung der Gemeinnützigkeit' hat à priori wirklich etwas Bestechendes!
    Nachdem aber in der letzten Zeit wiederholt derartige mildtätige Einrichtungen zur Zahlung von Vergnügungssteuern verdonnert worden sind, sollten wir uns vorab von einer renommierten Kanzlei für Steuerrecht beraten lassen ...


    Euch allen einen schönen Sonntag
    und beste Grüsse


    Dieter

  • ... lieber Dieter,


    was soll ich dazu im Forum nur schreiben. Ich glaube ich schicke Dir eine Mail oder besser, wir telefonieren wieder.


    Danke für das Trikepünktchen und den Kommentar dazu.

  • Der Haltepunkt 'Abzweig Steinbruch' wird zum Bahnhof 'Salzbrunn' umgebaut


    Liebe Spur 0 Freunde
    und Freunde der 'Moritzbahn',


    ein gutes Jahr nach Fertigstellung und Inbetriebnahme des Haltepunkts 'Abzweig Steinbruch' habe ich damit begonnen, dem bisherigen Haltepunkt ein 'neues Gesicht' zu geben und ihn zum Bahnhof 'Salzbrunn' umzugestalten. Mit dieser Entscheidung kehre ich ein wenig zur Familiengeschichte [Spurensuche] meiner Frau zurück, da die Schmiede ihres Grossvaters in Adelsbach (heute Struga, PL, Baubeschreibung in Heft 6 des Spur Null Magazins) vom Bf Bad Salzbrunn lediglich durch die Hügelkette 'Rothe Höhe' getrennt war.


    Auf Grund der von der Anlage vorgegebenen Platzverhältnisse musste ich einen möglichst getreuen Nachbau des Bf Bad Salzbrunn von vornherein ausschliessen, da er so ziemlich alle Dimensionen gesprengt hätte. In dieser Phase des Überlegens und Abwägens hat mir übrigens Roland (alias 'Rollo') zu 'kleinen' schlesischen Bahnhöfen wertvolle Informationen geliefert, die ich sehr gut in die Planung des Bahnhofsgebäudes einbringen konnte.


    Zuvor aber musste ich mich mit der Neugestaltung des Bahnhof-Areals befassen. Schon seit geraumer Zeit hatte ich mit der Ausführung der Treppeneinhausung zwischen Fussgängertunnel und Bahnsteig sowie dem Bahnsteig selbst gehadert: so war mir - von der Optik her - die Einhausung etwas zu lang gestreckt, und der Bahnsteig, obwohl der 'Norm' entsprechend gebaut, einfach 'zu modern' ...



    Als erste Massnahme im Zuge der Neugestaltung habe ich daher die Treppeneinhausung komplett zerlegt. Die oberen zwei Treppenstufen habe ich entfernt, so dass der jetzt obere Treppenabsatz bündig sein wird mit dem demnächst neuen Bahnsteig (in 1:1 = 36 cm hoch); anschliessend habe ich das hintere Drittel der Einhausung abgeschnitten sowie die Rück- und Seitenwände (unten) gekürzt und auf das künftige Bahnsteig-Niveau ausgerichtet. Zum guten Schluss musste auf Grund der 'Absenkung' der Einhausung nur noch die Lage des Handlaufs geringfügig angepasst werden






    Der Lichtschacht (des bisherigen hinteren Drittels) liegt jetzt flach auf dem Boden auf - hier wird später noch eine entsprechende 'Absturzsicherung' angebracht werden. Zugegeben - eine kleine bauliche Veränderung, die aber schon von der Optik her diesen Anlagenteil um Einiges aufgewertet hat.


    So, liebe Freunde der 'Moritzbahn', bis demnächst - mit den ersten Arbeiten am Bahnhofsgebäude ...


    Mit den besten Grüssen
    Dieter

  • Hallo Dieter,


    ja, ist jetzt gefälliger resp. dynamischer, weil die Lichtschächte gut korrespondieren, will sagen - der Verlauf des Fussgängertunnels wird damit, ohne ihn natürlich zu sehen, besser wahrgenommen. Ob bei dem Tunnellichtschacht eine Absturzsicherung erforderlich ist, weil zwischen den Gleisen und somit dem allgemeinen Publikum nicht zugänglich? Wer trotzdem, obwohl verboten, in diese Ecke krabbelt darf m. E. gerne abstürzen = ein Idiot weniger :thumbsup:

    Gruss
    Robert
    BTB0e+0

    Edited once, last by BTB0e+0 ().

  • Hallo Robert,


    Dieter baut eine Epoche nach, wo Eisenbahner und Eltern noch Autoritätspersonen waren. Da sind keine Leute auf die Verglasungen geklettert, wenn diese außerhalb der öffentlichen Wege waren. :thumbup: (heute klettern die Leute auf Kesselwagen unter der Oberleitung und wundern sich, dass sie dann leuchten :wacko: )


    Hallo Dieter,


    als ich las, daß Du Deinen Bahnhof "Fellhammer" getauft hast, fiel mir ein, da habe ich doch auch ein Bild vom EG in einem anderen Buch. Gefunden habe ich gleich noch paar andere kleine EG.


    Schicke ich Dir per PN.


    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  • Bf Salzbrunn - erste Arbeiten am Bahnhofsgebäude


    Liebe Spur 0 Freunde
    und Freunde der 'Moritzbahn',


    während der vergangenen Tage habe ich einige lästige, aber nicht ganz unwichtige Vorarbeiten für den Bau des künftigen Empfangsgebäudes Bf Salzbrunn erledigt, die ich euch keinesfalls vorenthalten möchte ... Nachdem die Idee zum Erscheinungsbild des Bauwerks sich mehr und mehr entwickelt und verfestigt hatte - nicht zuletzt dank etlicher hilfreicher Tipps von Roland (alias Rollo) und Robert (BTB 0e+0) - und einige locker hingeworfene Strichzeichnungen die Idee bestätigt hatten, habe ich die wesentlichen Elemente massstabgetreu auf 4 mm Pappelsperrholz übertragen.


    Danach kam die Laubsäge zum Einsatz - zunächst zum Herstellen der Bodenplatten und der Zwischenböden; anschliessend habe ich die Aussenwände gesägt und auf Gehrung verschliffen. Nächste Etappe - das Aufzeichnen und Sägen der Fenster- und Türlaibungen, insgesamt 31 (!) an der Zahl, verteilt auf drei Etagen. Drei Etagen? Ja, drei Etagen! Das war ja die eigentliche Crux bei der Vorplanung, dass der Platz auf der Ebene der Bahnhofsgleise in der Tiefe nicht ausreichte, um dort ein einigermassen realistisch wirkendes Bahnhofsgebäude aufstellen zu können ...


    Also habe ich das Bauwerk einige Zentimeter über die Kante der oberen Ebene nach vorn gezogen und es mit einem Untergeschoss versehen. Die dritte Etage schliesslich ist das Dachgeschoss. Aber davon später mehr.
    Zunächst mal zwei Fotos von den bislang durchgeführten 'lästigen' (weil ziemlich zeitraubenden) Vorarbeiten:





    Mit den besten Grüssen

    Dieter



    P. S. Übrigens - ich nenne die beiden Fotos spasseshalber 'rebus' (Bilderrätsel) - hat jemand eine Vorstellung, zu welcher Etage welche (geordneten) Teile gehören?

  • Hallo Dieter,
    großen Respekt vor Deinem Tatendrang! Wieviele Laubsageblätter hast Du für die 31 Fenster- und Türausschnitte verschlissen?
    Ich überlege, wie meine neu erworbenen Gitterboxen (Ndetail) zusammengelötet werden müssen, und Du konstruierst- und sägst mal eben ein EG.
    Übrigens tippe ich auf Erdgeschoß- von der Gleisseite gesehen (wegen dem Anbau). Freue mich auf die Fortsetzung!
    Alles Gute und viel Spaß,
    A.

    Edited once, last by oppt ().

  • Hallo Arvid,


    vielen Dank für dein Kompliment. Aber wenn du schreibst " ... und du konstruierst und sägst mal eben ein EG" - ganz so schnell ging's dann doch nicht! Ich erinnere mich noch gut an das früher gebräuchliche Sprichwort 'Alter Mann ist doch kein D-Zug', das manchmal allerdings auch als Entschuldigung (für Trödeln am Arbeitsplatz) missbraucht wurde ... Den grössten Zeitaufwand verlangt halt immer das Aussägen der Fensterlaibungen: Loch bohren, das Sägeblatt einfädeln, sägen, Sägeblatt ausfädeln, nächstes Loch bohren, etc., etc. und das dann, wie im Fall des Bf Salzbrunn, 26 Mal ... Anschliessend das Bearbeiten der Konturen mit Feilen und Sandpapier. Da muss man dann Ellbogen- und Handgelenken spätestens nach zwei, drei Stunden schon etwas Erholung gönnen. Aber - der Lohn der Mühe ist dann irgendwann ein weiteres Unikat auf der Anlage.


    Mit deinem Tipp zum 'rebus' (Bilderrätsel) hast du übrigens (teilweise) Recht: das links senkrecht angeordnete Arrangement zeigt die Bauteile des 'Untergeschosses' auf dem Anlagentisch, das Gegenstück auf der rechten Seite die Wandelemente des 'Dachgeschosses' und die 7 Teile in der Mitte das 'Erdgeschoss' auf der Ebene der Bahnhofsgleise, wie du an dem Vorbau richtig erkannt hast - Gratulation!


    Mit den besten Grüssen und Wünschen nach Landshut


    Dieter

  • Moin Dieter.


    Nun lese ich schon zum wiederholten mal wie Mühsam deine Säge arbeiten mit den Fensterausschnitten doch sind. Als du mir vor gut drei Jahren mal am Telefon erzählt hast wie du das machst , habe ich natürlich meine alte Laubsäge aktiviert und meine ersten Fenster auch so ausgeschnitten. Aber ich muss dir leider gestehen das ist nix für mich und die alte Laubsäge verschwand wieder da wo sie immer gestanden hat.


    Gerade weil du doch viel mit Holz bei deiner Moba und mit Gebäuden baust , ist es da nicht mal ratsam ein wenig in Moderne Technik zu Investieren und dir für solche Arbeiten mal etwas Erleichterung holst.


    Ich habe z.B. eine Stichsäge von Böhler ( gibt es heute noch nur unter anderen Namen ). Die Löcher muss ich auch Bohren und Feil Arbeiten sind auch etwas Notwendig aber der Rest ist mit sauberen Schnitten ein Kinderspiel und geht sehr schnell.



    Solltest es dir mal überlegen ob so was nicht was für dich ist.


    Gruß Hein

  • Hallo Dieter,


    mit einer einfachen Laubsäge solche Ausschnitte? Alle Achtung! Das muss man auch von der Genauigkeit her erstmal schaffen.


    Grüße,
    Theresa

  • Liebe Freunde der 'Moritzbahn',


    offen gestanden - es hat mich schon etwas überrascht, dass lediglich Arvid sich mit dem 'rebus' befasst hat ...


    @ Arvid - wenn der Bau fertiggestellt und die Bahnhofswirtschaft ihren Betrieb aufgenommen hat, bist du herzlich zur Eröffnung eingeladen!


    @ Hein - ich hatte nicht geschrieben, dass das Aussägen der Fensterlaibungen mühsam ist, sondern dass es eine 'lästige' Arbeit ist, wobei sich 'lästig' einzig und allein auf den Zeitaufwand bezieht ... Im Übrigen achte ich (wie du aus vielen Gesprächen weisst) konsequent darauf, meinen 'Maschinenpark' nicht ausufern zu lassen, solange ich mit dem vorhandenen traditionellen Werkzeug ein mindestens ebenso gutes Ergebnis erreichen kann. Trotzdem - vielen Dank für deinen sicher gut gemeinten Hinweis auf den Einsatz von Mini-Stichsägen.


    @ Theresa - danke für deine Anerkennung! Du selbst zeigst hier ja auch immer wieder, wie man mit einfachen Mitteln und ohne grossen technischen Aufwand seine Ideen und Vorstellungen realisieren kann!


    Euch allen ein schönes Wochenende
    und beste Grüsse ringsum


    Dieter

  • Bf Salzbrunn - der Bau des Untergeschosses ...


    Liebe Spur 0 Freunde
    und Freunde der Moritzbahn,


    während die 'Närrischen Tage' ihren diversen Höhepunkten zustrebten, habe ich das Untergeschoss des künftigen Bf Salzbrunnn hochgemauert - schliesslich soll schon ab dem kommenden Fahrplanwechsel 'der Betrieb' in allen Bereichen im neuen Bahnhofsgebäude anlaufen - Fahrdienstleitung, Fahrkarten, Gepäck, Expressgut, Verwaltung und, last not least, natürlich auch die Bahnhofsgaststätte ...


    Die drei Wände des UG sind mit Mauerwerk-Karton der Fa Faller verkleidet, um den Übergang zu den Stützmauern auf beiden Seiten möglichst harmonisch zu gestalten. Im Gegensatz zu den nur grob zugehauenen Bruchsteinen der Stützmauern ist das UG jedoch aus regelgerecht bearbeiteten Kalkstein-Quadern hochgezogen.




    Der ursprünglich braun getönte Strukturkarton wurde zunächst dünn mit 'Elfenbein' überstrichen, kurz vor dem Abbinden mit einem Tempotuch wieder leicht abgetupft und danach mit verdünntem 'Hellgrau' übermalt (Acrylfarben der Fa Marabu).





    Anschliessend habe ich die Tür und die Fenster in die Laibungen eingepasst und verklebt; es ist zweckmässig, diese Arbeiten vor dem Verleimen der Wände mit der Bodenplatte zu erledigen, da eventuell erforderliche Korrekturen an den Laibungen (mit der Feile) so einfacher vorgenommen werden können. Die Tür samt Rahmen ist von der Fa Zapf hergestellt (ich hatte noch einen kleinen Vorrat in der Restekiste), während Fa Bünnig die Fenster (MDF) auf Mass gelasert hat. Von diesen fein profilierten, dünnen Fensterrahmen bin ich immer wieder auf's Neue begeistert - ich habe sie schon in allen möglichen Ausführungen und Abmessungen eingebaut, als ich im Sommer 2011 die Schmiede des Grossvaters meiner Frau realisiert habe ... Jedes Fenster besteht übrigens aus zwei Rahmen, zwischen die ich Plexiglas-Scheiben geklebt habe.






    Den Abschluss des jetzt verleimten UG bildet nach oben eine schmale Deckplatte (dunkelgrau abgesetzt) zum Ausgleich der Höhendifferenz zur Gleis-Ebene. Diese Deckplatte steht nach allen drei Seiten 4 mm über, so dass - zusätzlich zu dem Mauerwerk aus Kalkstein-Quadern am UG - eine weitere Auflockerung der Fassade erreicht wird.


    Die Stellprobe mit den Aussenwänden und der Deckplatte des Erdgeschosses vermittelt schon jetzt einen ersten Eindruck des künftigen Bahnhofs; gleichzeitig verdeutlichen die rings um das UG gelagerten Bauteile, welch umfangreiche Arbeiten bis zum Fahrplanwechsel noch anstehen ...


    So, liebe Freunde, das war's für den Moment voer Baustelle Bf Salzbrunn - jetzt muss ich erst die nächste Fenster-Lieferung aus der Kisdorfer Manufaktur abwarten.


    Euch eine gute Woche
    und beste Grüsse


    Dieter

  • Hallo Dieter,


    ein schönes Gebäude, wieder mal ein Ensemble bildend - Mauer/Untergeschoss. Nun kenne ich ja deine Anlage life und jetzt ist mir aufgefallen was da abläuft und immer zur Gesamtharmonie der einzelnen Szenen führt (z. B. auch die ehemalige Steinbruch- jetzt Fraunhoferecke): Man könnte das wie Du Vordergrund, Mittelgrund und Hintergrund anordnest "zentralperspektivisch" nennen. Machst Du das ganz bewusst oder hast Du den Blick für das Ganze und arbeitest unbewusst so? Geklautes Bild von Dir zur Verdeutlichung im Anhang.


    Übrigens: Was ist mit dem "speziellen Sozialraum" im UG? Du weist was ich meine ;) .

  • Hallo Dieter


    offen gestanden - es hat mich schon etwas überrascht, dass lediglich Arvid sich mit dem 'rebus' befasst hat ...


    Ich habe mich auch damit befasst... aber schon nach gut 12 Stunden hast Du die Lösung bekannt gegeben. So schnell konnte ich nicht mitraten :)


    Das Souterrain und das EG habe ich auch hinbekommen. Aber es bleiben 4 Teile übrig (in der Zeichnung königsblau gefärbt).
    Mit diesen 4 Teilen bekomme ich kein (vernünftiges) DG hin.
    Gibt es noch ein zweites Geschoss?


    Ich habe mal ein Dach geraten. Was meinst Du?





    Freundliche Grüsse aus der Schweiz
    Peter

    Edited once, last by pgb: Bilder neu verlinkt - danke ihr lieben Bilderhoster, dass ihr Millionen Forenbeiträge zerstört! ().

  • Bf Salzbrunn - 'Gesamtharmonie' und 'rebus'


    Liebe Freunde der 'Moritzbahn',
    hallo Robert und Peter!


    @ Robert - sorry, ich komme leider erst jetzt dazu, auf deine Überlegungen zur 'Gesamtharmonie' einzugehen; Auslöser dafür, dass im Endergebnis so etwas wie die von dir zitierte 'Gesamtharmonie' zustande kommt, ist wohl eine Art funktionierendes 'inneres Auge'. Begriffe wie 'Sinn für Ästhetik' oder 'ästhetisches Empfinden' will ich erst gar nicht bemühen - das wäre hier, bei einer Modellbahnanlage, wohl eindeutig zu hoch gegriffen ...
    Aber es gibt ja auf der Anlage u. a. zwei Themenschwerpunkte: das schlesische und das westfälische Dorf - mit der Schmiede und der Wehrkirche einerseits und der Seilerei und dem Feuerwehrhaus andererseits. Wenn ich dann irgendwann in diesem oder jenem Bereich weiter arbeite, überlege ich natürlich vorher genau, was zur Umgebung passt oder was später vielleicht den Gesamteindruck stören könnte.
    Damit hoffe ich auch, deine Frage nach dem 'Sozialraum' im Untergeschoss beantworten zu können - in die 'Kabinette' hinter den kleinen Fenstern rechts werden mit wachsendem Baufortschritt neumodische WC für 'Frauen' und 'Männer' eingebaut - 'Spanner' haben aber wegen der eingesetzten Milchglasscheiben nicht die geringste Chance, und ich denke, dass selbst die anspruchsvolle Erbhofbäuerin Trudhilde aus Bad Tiefental sich dort wohlfühlen wird ...


    @ Peter - vielen Dank für deine Bemühungen, das Rätsel aufzudröseln, aber, aber ... knapp daneben ist auch daneben - leider.
    In jedem Fall bist du mit deinem Lösungsansatz schon um Einiges weiter als Arvid, und soviel Mitarbeit gehört belohnt: ich schicke dir eine PN - in der Hoffnung, dass du die Info für dich behältst (zum Aufrechterhalten der Spannung!) ...


    Mit den besten Grüssen
    Dieter

  • Bf Salzbrunn - Arbeitsfortschritt oder 'mühsam nährt sich das Eichhörnchen' …


    Liebe Spur 0 Freunde
    und Freunde der 'Moritzbahn',


    ich hatte mich mit Blick auf eine schnelle Lieferung der Fenster sowie der zweiflügligen Eingangstür (zur Bahnsteigseite) wohl etwas verkalkuliert - der Auftragsbestätigung hatte Frau Bünnig die vielsagende Nachricht angehängt "sind mal wieder auf Reisen, melden uns nach Rückkehr" … Mit so etwas hatte ich nun überhaupt nicht gerechnet, aber - 'shit happens'. Jetzt kann ich nur hoffen, dass mit 'auf Reisen' keine Weltreise gemeint war …


    Seit Beginn der Arbeiten an der 'Moritzbahn' hatte ich immer darauf geachtet, alle Fenster und Türen vor dem Zusammenbau der Wände in die entsprechenden Laibungen einzubauen - man vermeidet mit dieser Reihenfolge später jede Menge unnötiger Verrenkungen. Aber jetzt? 'Was tun?' sprach der Zeus in mir, denn sämtliche Wand- und Dach-Elemente lagen schon seit Tagen fix und fertig zugerichtet auf der Baustelle …


    Um nun das Warten auf die Lieferung aus dem Hohen Norden etwas auszufüllen, habe ich zunächst die Stützmauer rechts vom Untergeschoss entsprechend 'aufgearbeitet' und sie mit Mauer-Strukturkarton, abschliessendem Stützpfeiler sowie mit diversen Farben und unregelmässigem 'Bewuchs' an das Erscheinungsbild der Stützmauern auf der linken Bahnhofsseite angepasst.


    Anschliessend habe ich, schon mit Blick auf den 'Aussenputz' des Bahnhofsgebäudes, mit Acryl-Farben von Marabu auf einem Sperrholzbrettchen experimentiert, um eine mir vorschwebende optimale Ocker-Tönung zu erhalten. Als ich dann sicher war, das für mich beste Ergebnis aus einer Mischung von weiss, Elfenbein, gelb und mittelbraun gefunden zu haben, habe ich die Farbe auf dem Probe-Brettchen zunächst einige Stunden trocknen lassen, um die spätere Wirkung des ockerfarbigen Putzes verlässlich beurteilen zu können.


    Die Zwischenzeit habe ich dann genutzt, um unterhalb der Fensterlaibungen Fensterbänke anzubringen, die ich aus 1,5 x 1,5 mm Kieferleisten geschnitten habe - sie sollten schliesslich den selben Verputz erhalten wie die Aussenwände. Die nun mit den Fensterbänken komplettierten Aussenwände habe ich zunächst beidseitig weiss grundiert und anschliessend die Aussenseiten zwei Mal mit Ocker gestrichen.


    So, liebe Freunde, das war's für den Moment - drückt bitte mal die Daumen, dass die Lieferung aus dem Hohen Norden bald anrollt!


    Mit den besten Grüssen
    Dieter


    P.S. Fotos folgen (aus technischen Gründen) im nächsten Beitrag

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