Das Empfangs-Gebäude Stolzenau der Steinhuder Meer-Bahn

  • Moin Frank-Martin,



    also da muss ich ja auch mal ein ganz großes Lob an euch beide hier ablegen. Das ist eine super Konstruktions-Leistung von Christian! Und ob der Druckqualität bin ich ebenso begeistert.


    Viele Grüße

    Sebastian Woelk

  • Klasse Entwicklung, aber welcher Drucker wurde denn nun verwendet Anycubic,Elegoo...

  • Hi Frank-Martin,


    ich verfolge den Bau ja so ziemlich von Anfang an mit und finde es nach wie vor Klasse was Du da so zauberst. Besonders: Deine Ausdauer ist bemerkenswert!

  • Chris, das ist sowohl von der Konstruktionsarbeit als auch vom Druckergebnis her absolut top notch. Ich weiß es ja schon ne Weile, was du für tolle Sachen druckst (Kessel des GHE Vierachskesselwagens, Kübel des Steinkübelwagens der NWE, Gehäuse der MKB 10 etc.), aber irgendwie hebt sich diese Arbeit nochmal nach oben heraus. Bin auf die weiteren Gebäudeteile des EG Stolzeau sehr gespannt.


    Gruß


    Otto

  • Merci!


    Aber Frank und Martin müssen sicher erstmal ihre H0 Ausführung vollständig erhalten...

    Es wird wohl schon quasi eine Endlos-Baustelle werden.


    Und Sebastian hat mich nur vor ein paar Tagen nochmal in eine Richtung gestuppst.

    Also mal sehen, was da noch so "abfallen" wird.


    Grüße

    Chris

  • Hallo zusammen,


    wenn man(n) nur lange genug sucht, findet man(n) mit etwas Glück auch das Gesuchte ...


    In den letzten Tagen habe ich mich, online, durch Unterlagen im Niedersächsischen Landesarchiv Hannover "gewühlt". Das ist ja eigentlich nichts Besonderes, kann ja Jeder machen, aber ich habe einen Treffer gelandet. Nach stundenlangem Suchen habe ich ein Kartenblatt der Gemarkung Stolzenau gefunden, das auf das Jahr 1898 datiert ist und es zeigt den Verlauf der Steinhuder Meer-Bahn, incl. Gleisplan vom Bahnhof Stolzenau.


    Nach einem freundlichen Telefonat mit Dr. Rügge vom Landesarchiv möchte ich Euch hier einen, für mich relevanten, Ausschnitt des Kartenblattes mit dem Gleisplan vom Bahnhof Stolzenau der Steinhuder Meer-Bahn zeigen.


    Die Archiv-Kennzeichnung lautet : Digitalisate von NLA HA Kartensammlung Nr. 12 i Stolzenau 15 k


    40319243lv.jpg


    Eigentlich seht einer Umsetzung in's Modell nun Nichts entgegen, wenn ... ja, wenn die Maße nicht wären. Wollte ich diesen Bahnhof im Maßstab 1:45 (maßstäblich) in der Länge und Breite bauen, würde selbst der Platz auf meinem Dachboden hierfür nicht ausreichen.


    Da, zumindest für mich, der Hafen und die Weser-Brücke zum Bahnhof dazu gehören, ergibt sich anhand der Strecken-Kilometrierung eine Länge von 600 Metern. Die Breite bei den Hafen-Gleisen habe ich auf etwa 250 Meter gemessen - ups.


    Das wäre selbst in H0 noch gewaltig : 6,90m lang und am Hafen 2,9m breit



    Tschüß aus Leese


    Frank-Martin


    Gutes Werkzeug kann man(n) nur durch noch Besseres ersetzen !!! ;)

    Edited once, last by Baumbauer 007: ... habe den Vehlerteuvel ferscheucht. ().

  • Hallo,


    es kommt halt drauf an, ob man wirklich alles nachbauen will... .


    Kann man mit einem Ausschnitt leben (der betrieblich durchaus interessant sein kann) dann hat man auch in Null eine Chance... . Ansonste würde ich hier Nm empfehlen (und gute Augen :) ).


    viele Grüße

    Karsten

  • Hallo Frank Martin,


    ich glaube, dass die wenigsten Betriebsstellen maßstäblich umsetzbar sind.

    Ich sehe das eher pragmatisch: Die eigene Empfindung für Entfernungen bleibt weitgehend unverändert, ob ein Zug in N 4m weg ist oder in 0, man legt als Mensch immer die gleiche Entfernung zurück um ihn zu erreichen. Und irgendwann ist er einfach zu weit weg und die Wege werden lang und öde.

    Das bedeutet, ich baue so große Entfernungen wie möglich, aber nur so weite Entfernungen wie nötig, um das gewünschte darzustellen.

    Also erst mal alles 10-20% kürzen fällt schon nicht auf. Dann mal schauen, wo denn beim Vorbild wichtige Punkte sind - Weichenbereiche, Gebäude, Ladestellen, hier muss man die gewünschten Zuglängen im Auge behalten, sonst wird es schnell gedrängt und spielzeughaft.

    Dazwischen gibt es Bereiche, wo wenig passiert - die Brückenrampe beispielsweise. Da kann man weiter kürzen, ohne das es optisch oder betrieblich Auswirkungen hat. Aber keine Mätzchen in den Bereichen bauen (Autounfall, tolles Gebäude usw.), es besser langweilig lassen, so stellt sich der Eindruck von Abstand ein.

    Den Hafenanschluss würde ich an den Mühlenteich verlegen oder eher schräg unter die Brücke, das spart Tiefe.


    Grüße


    H3x

    Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.


    Mein Spur 0 Blog: 1durch45.de

  • Hallo Frank-Martin,


    wie Edward schreibt.. eindampfen. Weglassen. Das Charakteristische, Wesentliche herausarbeiten und sich auf die betrieblich, gestalterischen Schwerpunkte konzentrieren. Die Essenz heraus arbeiten. Man muss nicht alles darstellen um eine interessante, schöne Anlage zu erbauen. Am Vorbild orientieren ist auch ein Weg. Statt akribischem und eh nicht möglichen Nachbau.

    Aber was rede ich, Du weißt eh wie es geht. :thumbup:

    Nicht einfach, aber ich glaube das kriegst Du auf jeden Fall hin. Kostet Zeit. Macht aber Spaß.


    Ich bleibe gespannt!

  • Guten Morgen zusammen,


    erstmal vielen Dank für Eure Anmerkungen !


    Dass der Bahnhof Stolzenau nur schwer (genau maßstabsgetreu) umzusetzen ist, war mir schon vorher klar - will ich ja auch garnicht.;)


    Sollte ich mich wirklich, irgendwann einmal, daran versuchen, dann wird der Bahnhof modular aufgebaut und wohl oder übel auch in der Länge ein Wenig gekürzt werden ... ich kann dann ja erstmal die Brücke und den Hafen außen vor lassen und mich auf den eigentlichen Bahnhof konzentrieren.

    Obwohl der Hafen ausschlag gebend für den Güterverkehr war ... es gibt zwei Bücher über Stolzenau, im "braunen Buch" sind Fotos aus der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts, wenn man sieht, welche Mengen an Gütern im stolzenauer Hafen umgeschlagen wurden, es ist schon beachtlich und alles in Handarbeit.


    Hier, in diesem Beitragsbaum, soll es ja um die Umsetzung des Empfags-Gebäudes in's Modell gehen und da sind wir (Christian und ich) in den letzten Jahren ein gutes Stück vorran gekommen ...


    ... ich bin halt nur der "Rechercheur" und Initiator bei diesem Projekt und ich finde es bemerkenswert, was ich nach so vielen Jahren (seit es die StMB nicht mehr gibt) noch alles an alten Bildern und Unterlagen gefunden habe.


    Und damit die Erinnerung an diese schöne Schmalspurbahn in deutschlands Norden nicht einschläft, mache ich meine "Fundstücke" auch hier öffentlich.


    In diesem Sinne - lasst uns eine etwaige Diskussion über die maßstäbliche Umsetzung dieses Bahnhofes in einen anderen Beitrags-Faden verlegen.



    Tschüß aus Leese


    Frank-Martin

    Gutes Werkzeug kann man(n) nur durch noch Besseres ersetzen !!! ;)

    Edited once, last by Baumbauer 007 ().

  • Hallo!


    Da ist doch glatt seit über einem Jahr nichts voran gegangen an diesem Modell.


    Und beim Anblick der Photos fragt sich evtl. mancher, was denn jetzt neu sei.

    Nun, das letzte Bild offenbart das Besondere: das gesamte Gebäude ist am Stück gedruckt.


    Sicher freue ich mich über das neue Gerät mit dem echt großen Bauraum aber das, was den echten Mehrwert hier bei der H0 Ausführung ausmacht sind die sauberen Hausecken.


    Stört uns das nicht alle, dass bei quasi allen Gebäuden immer dieser Spalt oder Versatz an den Klebestellen auftritt?

    In 1:45 muß ich mir da leider doch was anderes einfallen lassen aber in H0 ist die simple Lösung, eben das ganze Geäude auf einmal zu drucken.


    Außerdem sind nun innenliegend Verschraubungslöcher eingearbeitet, so dass man das Haus sauber bestefetigen kann.

    Ganz aktuell dient es aber dazu, dass beim Aushärten und auch dem Austrocknen (vergißt man schnell, dass es bei 3D Druck nicht nur das Härten ist) für Formstabilität sorgt.


    Nun ist noch das Dach zu machen und hier wird JAFFA uns mit Laserarbeiten unterstützen.


    Jetzt der allerneuste Stand der Druckerei...



    Grüße

    Chris


    Bhf_Stolzenau_v25j-SpurH0_one-piece-print_pic01.jpg


    Bhf_Stolzenau_v25j-SpurH0_one-piece-print_pic02.jpg


    Bhf_Stolzenau_v25j-SpurH0_one-piece-print_pic03.jpg


    Bhf_Stolzenau_v25j-SpurH0_one-piece-print_pic04.jpg


    Hier direkt frisch aus dem Drucker gezogen...

    Bhf_Stolzenau_v25j-SpurH0_one-piece-print_pic05.jpg

  • Phantastisch!

    Natürlich ist es das EG von Leese-Stolzenau. Aber kann es nicht auch irgendein Fabrikgebäude irgendwo in Deutschland sein?


    Vermutlich werden wir Nuller es nie in einem Stück gedruckt kriegen, aber wenn die Ecken perfekt angefast sind, sollte man das spaltfrei zusammenbekommen.

    Gruß


    Otto

  • Christian


    Hallo Christian,


    ein sehr, sehr gutes Ergebnis würde ich sagen.


    Um in 1:45 die in Anzahl der passend zueinander zu druckenden Gebäudeecken zu reduzieren, war mein Gedanke wie es wäre das Gebäude, ohne Nebengebäude, diagonal zu teilen, falls diese diagonalen Hälften vielleicht doch komplett in Deinen Druckraum hineinpassen?


    Das wären halt pro Gebäude schon mal 2 Ecken weniger die einen herausfordern. ;)


    Oder es in der Höhe zu teilen um die Gebäudehälften passend gedreht im Drucker drucken zu können?

    So wären die Trennkannten vielleicht auch einfacher und unauffälliger zu verbinden.

    Ggf. mit einem kleinen, innenliegenden Kragen am oberen Teil, der in den unteren eingeschoben wird...

    Mag alles laienhaft naiv gedacht sein, denn ich habe absolut 100 % KEINE blasse Ahnung vom 3-D Druck, aber war halt so mein spontaner Gedanke. :S :saint:

  • Hallo Otto, hallo Dirk!


    Nun, es sind schon Abwandlungen für eine Industriebauten Front (testweise) entstanden.

    Auch wurde bei einem Folgeprojekt viel von den Erfahrungen adaptiert. Dazu sicher in naher Zukunft mehr.


    Ein wenig wird der mögliche Bauraum bei neuen Drucker-Generationen wohl schon noch anwachsen die kommenden Jahre, wird aber dann wegen des Platzbedarfs auch wieder aus dem Massenmarkt rausbrechen... Aber einfach überraschen lassen.



    Um 1:45 zu realisieren, werde ich alles neue aufarbeiten müssen hinsichtlich der Aufteilung und Füllung, die die Steine zusammen hält sozusagen.

    Idee ist dann, um die Ecken herum, dadruch etwas kaschiert, die Wände quasi steckbar zu machen - ohne eine unschöne Gehrung auf jeden Fall.


    Eine Giebelwand samt dem kleineren Gastro Anbau werde ich aber auch in 0 komplett drucken können.


    Diagonal ist durchaus ein verlockender Ansatz, aber auch das wäre noch zu groß.



    Grüße

    Chris

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