Rollmaterial der CFR, Epoche III-IV

  • Hallo,


    Das ist mein erster Beitrag hier, also muss ich zuerst mich ganz kurz vorstellen. Ich heisse Horia und die, die ebenfalls in andere Spuren unterwegs sind (vor allem Spur N) kennen mich vielleicht von der 1zu160 und DSO-Foren sowie von der N-Bahn Magazin. Das mein Nickname etwas eigenartig kingt hängt mit meine rumänische Würzeln zusammen - ich bin nämlich Rumäne, trotz Wohnort in den Elsass - und mein Vorname ist tatsächlich Horia


    Mein Hauptthema ist (und bleibt weiterhin) die kleine Spur N - 0 ist für mich eine Art Ergänzung dazu. Da ich über relativ wenig Raum verfüge kann ich längere Züge nur in die kleine Spur nachbauen, und für mehr Details und fahren mit Originalkupplung setzte ich halt auf die grossere Spur.


    Als Thema habe ich mich was etwas besonderes ausgesucht - ich werde eine kleine Bahnhof bauen, die sich geographisch sich von Niederösterreich auf Siebenbürgen (vulgo Transsylvanien) umstellen lässt, was durch die relativ einheitliche "K und K"-Architektur möglich ist - das habe ich bereits in Spur N praktiziert. Als Hauptepoche wird 1968 bis 1970 gewählt, also gerade die Umstellung von die Epoche III auf IV, aber eine kurzfristige Umstellung auf Epoche V oder gar VI sollte auch möglich sein. Die Aufnahmegebäude der Bahnhof (Deutsch: EG) :) sollte so aussehen:

  • Natürlich soll es aber hier nicht um die Bahnhof (der obigen Modell ist übrigens in Spur N, die Spur 0 Version ist noch in die Planung) sondern um Fahrzeuge.


    Da es kein Rollmaterial der CFR in Spur 0 gibt, ist nur Selbst- bzw. Umbau angesagt. Zum Glück kann ich aber in die selbe Weise wie damals die Rumänische Staatsbahn arbeiten, also von vorhandenen Bauarten anderen Bahnen was weiterentwickeln oder umbauen.


    Als erster habe ich auf Basis der altbekannten Rivarossi Omm55 einen Es-x der CFR umgebaut. Der Wagen bekam neue Federpuffer, Metallachsen, Originalkupplung sowie ein Paar Details (Griffstangen aus Draht, Bremsumsteller, Trittstufen und Zettelhalter von WMK) und selbstverständlich eine neue Lackierung. Die Beschriftung und Alterung folgen noch:

  • Als nächstes wurde ein Ggs (= Gs UIC 1) mit Holzbrettern umgebaut. Basis stellte der altbekannten Lima-Wagen dar, der auch in einigen Punkten "optimiert" worden ist. Neben neue Metallachsen es wurde ein Sprengwerk (haben nur die ältesten Ggs der CFR, noch mit Holzbeplankung und ohne Sprelacart-Seitenwände gehabt) eingebaut.


    Die Seitentüren habe ich geändert (da fehlen noch die Nietenreihen - Ideen?) und die Seitenlüftern habe ich mit Styrene-Streifen etwas verbreitert, sodas jetzt keine grosse Lücke zum Wand sichtbar ist.


    Bremsumsteller, Trittstufen und Haken sind wieder von WMK, die Griffstangen habe ich aus Draht selber gebogen.

  • Gerne stelle ich natürlich mehr Fotos der Umbauten ein.


    Als nächstes folgt ein Gvf, später Gglkm der CFR. Als "Gvf" wurden in Rumänien fast alle Zweiachser bezeichnet, von die urigen G02 nach Musterblatt AII, bestelt als die CFR noch VDEV-Mitglied waren vor den Ersten Weltkrieg bis zu relativ moderne Bauarten wie z.B. die DRG/DRB Gr 20 Kassel und Gms 30 Oppeln oder noch SNCF OCEM 29-Wagen.


    Meinen Umbau hat ein Lenz Gr 20 Gattungsbezirk Kassel als Basis. Es wurden jede Menge Teile entfernt und die Löcher zugespachtelt, die Öffnungen in die Seitenwänden müssten teilweise versetzt werden. Dann habe ich die für den CFR typischen grossmaschigen Gittern nachgebildet.


    Natürlich stellen "modern" gebauten Lenz- oder Brawa-Wagen ein viel besseres Umbaubasis als die alten Rivarossi und Lima-Modellen dar. Anderseits, man muss aber sein Arbeit besser planen und sorgfältiger machen - es ist schmerzlicher, ein 100€ Wagen kaputt zu machen als einen der 5,10 oder 15 auf eine Börse gekostet hat! :S

  • Danke für die Bewertungen!


    Ich habe mich natürlich die Frage gestellt, ob ich jetzt alles in 1/45 also streng massstäblich, in 1/43,5 also in die Massstab wo es die meissten "andere Sachen" (=Autos, usw.) gibt oder in beide bauen soll. Und nach lange Überlegung bzw. nachdem ich Fahrzeuge der beide Massstäben in die Hände gehalten habe, habe ich mich entscheiden beide also 1/45 als auch 1/43,5 zu tolerieren. Es müssen halt nicht dieselbe Wagen in zwei Masstäben im selber Zug drin sein, aber ich glaube ich schaffe das. ;)


    So habe ich auch ein Paar Kesselwagen von O-Scale Models (Dora) umgebaut, natürlich wieder nach Originalfotos. Auch hier fehlen noch die Beschriftungen, denn ich werde vermutlich irgendwann ein Bogen mit alle gleichzeitig machen.


    Zuerst ein Zf der CFR für Trinkwasser, der demzufolge eine helle Farbe trägt. Es ist ein fast unveränderten OSM-Modell, mit normalen Hülsenpuffern und ohne Druckluftbremse (nur mit Handbremse). Die Bühnengeländer habe ich zum Vorbild angepasst:

  • Die Geländer mussten angepasst werden weil die CFR-Wagen den "kleineren" UIC-Profil entsprechen. Auch die seitlichen Tafeln wurden angepasst.


    In die selbe Weise entstand auch ein Kesselwagen für "schwarze" (unraffinierte) Ölprodukte, ein Zzff der CFR. Sein Vorbild wurde 1916 in Nürnberg bei M.A.N. gebaut und er besass kurioserweise Mitte der 1960ern noch Stangenpuffern (in Modell korrekt nachgebildet) und eine Hildebrand-Knorr statt die ursprungliche Kunze-Knorr Drukluftbremse (hier habe ich das Original von OSM belassen). Auch hier sind die seitlichen Tafeln und die Bühnengeländer angepasst worden:

  • Hallo Horia, das ist ein interessantes Thema, was du dir ausgesucht hast. Deine umbauten sehen gut aus. Jetzt bin ich mal auf den ersten Lokumbau gespannt. Viel Spaß weiterhin mit der großen Spur.


    Gruß Micha :thumbsup:

  • Hallo Horia,


    willkommen im Forum und danke für das Zeigen deiner schönen Umbauten. Ich finde es toll, das du die "einfachen" Modelle als Basis nimmst.


    Da ich es interessant finde, auch ausländische Wagen zu verwenden, interessiert mich natürlich auch der Einsatz solcher Wagen im Ausland (für uns in Deutschland natürlich Inland), vielleicht kann man den einen oder anderen ja als "Farbtupfer" bauen und einsetzen.
    Hast du Informationen, ob solche Wagen der CFR auch im Ausland eingesetzt wurden und wenn ja, in welchem Zeitraum?

  • Hallo Micha,


    Dankeschön.


    Quote

    Jetzt bin ich mal auf den ersten Lokumbau gespannt.

    Nun ja, dafür muss man warten bis Lenz seine BR 50 liefert, die zum 150.xxx der CFR wird. Oder halt eine alte Biller Bahn G8.1 (55), die zum CFR 40.xxx umgebaut wird... aber es wird auch nicht morgen sein! :)


    Hallo Jürgen,

    Quote

    Da ich es interessant finde, auch ausländische Wagen zu verwenden,
    interessiert mich natürlich auch der Einsatz solcher Wagen im Ausland
    (für uns in Deutschland natürlich Inland), vielleicht kann man den einen
    oder anderen ja als "Farbtupfer" bauen und einsetzen.

    Natürlich. Güterwagen ohne RIV sind für mich auch nicht so interessant.


    Quote

    Hast du Informationen, ob solche Wagen der CFR auch im Ausland eingesetzt wurden und wenn ja, in welchem Zeitraum?

    Klar.


    Die Es-x bzw. später einfach Esx (mein Rivarossi-Wagen) sind ganz normale UIC-Typen (entsprechen grossenteils den Omm55 der DB) und waren seit den Anfang (erstes Produktionsjahr 1961) voll RIV- und MC-fähig. Die wenige noch heute erhaltene Exemplare sind in Prinzip immernoch RIV-fähig (und daher tragen auch keine INTERN - eine CFR Besonderheit - Schriften), werden aber seit etwa 1995 nur noch im Inland eingesetzt, wenn überhaupt. Für die späte Epoche III bzw. Epoche IV, kein Problem.


    Die Ggs (Lima-Umbau) sind ebenfalls UIC-Typen (Gs) und noch heute RIV-fähig. Allerdings gibt es die viele Variationen:


    Ggs Bj. ab 1959, nur RIV-Teilkonform - flachen Dach, Sprengwerk, Holzbeplankung, HiK-Bremse, Bremserhaus - diese waren schon in die 1970ern im Inlandspark gewandert


    Ggs Bj. ab 1961, voll RIV- und MC-fähig - runderen Dach entsprechend UIC-Profil, Sprengwerk, Holzbeplankung, HiK-Bremse, teilweise Bremserhaus - waren bis in die 1980ern RIV-fähig und auch bis etwa 1989 im Auslandeinsatz (das ist mein Vorbild)


    Ggs Bj. ab 1964, voll RIV- und MC-fähig - runderen Dach entsprechend UIC-Profil,
    ohne Sprengwerk, Sprelacartwände, HiK-Bremse, teilweise Bremserhaus - waren ebenfalls
    bis in die 1980ern RIV-fähig und auch bis etwa 1989 im Auslandeinsatz
    (das ist mein Vorbild), dann "INTERN".


    Ggs Bj. ab etwa 1968, voll RIV- und MC-fähig - runderen Dach entsprechend UIC-Profil,
    ohne Sprengwerk, Sprelacartwände, KE-Bremse, teilweise Bremserhaus - sind in Prinzip bis heute RIV-fähig.


    Beim alten Gvf bzw. in die Epoche IV Gglkm gibt es beide. Mein Vorbild, auf einen Foto aus 1968 oder 1969 zu sehen, trägt bereits die Anschriften "00 - 53 CFR..." (später "00 INTERN 53 CFR...) und ist daher klar als Inlandswagen zu bezeichnen. Allerdings besitze ich ein Foto aus 1966 mit einen Gvf ex-Gr20 der DRG, aufgenommen in Schweden (!!!) im Zugverband mit andere CFR Wagen, allerdings als einziges Unterschied hat er einen Blechdach. Leider ist der Wagennummer nicht lesbar. :(


    Zu die Kesselwagen: der Zf für Trinkwasser war überraschend voll RIV- und MC-fähig, obwohl er mit Sicherheit den Ausland zumindestens als Wasser-Kesselwagen nie gesehen hat. Der schwarzen Zzff ebenfalls, und hier ist ein Einsatz im Ausland zumindestens bis in die späten 1960er schon möglich.


    Bei die CFR gilt, fast alle Wagen die RIV-Kriterien entsprachen
    waren auch RIV-fähig und trugen entsprecheden Zeichen. "Beutewagen"
    dessen Lage nicht geklärt war und die nicht im Ausland dürften wie in
    Polen oder Ungarn gab es bei uns nicht, denn Rumänien hat sich beim
    Wagenaustausch nach den Zweiten Weltkrieg beteiligt bzw. die Wagen waren
    gelistet im Friedensvertrag von Paris 1947.


    Es gibt natürlich Vorbildfotos von meine Wagen, viele sogar im Ausland aufgenommen, die ich hier aber wegen Urheberechte nicht veröffentlichen darf.

  • Nochmals kurz zu die CFR Wagenbezeichnungen...


    Bei die CFR gab es (und es gibt eigentlich noch heute) eine Besonderheit und zwar die Bezeichnung "Intern" bzw. "INTERN" im UIC-Wagennummer (anstatt "RIV"). Die Entscheidung, die Inlandswagen so zu kennzeichen wurde 1966 getroffen, nachdem die Regionaldirektionen bemerkt haben das die Rangierer mit die neue UIC-Beschriftung nicht so klar kommen. :D


    Lustig war das es in die späten 1960ern und 1970ern Wagen gab die schon "INTERN" anstatt "RIV" trugen, aber die RIV- und MC-Zeichen waren weiterhin drauf...


    Auch sehr typisch war die Mischbeschriftung Epoche III - Epoche IV, wie es die DB auch praktiziert hat, also mit beide Gattungsbezeichnungen. Unten ist ein Screenshot aus einen rumänischen Film aus 1970 zu sehen, mit einen ex Gvf (ebenfalls ein alter "Kassel"), der sowohl den "Intern" Zeichen als auch die "gemischte" Bezeichung trägt:

  • In die CFR Gattung Gvf bzw. später (ab 1966) Gglkm waren jede Menge verschiedenen Altbau-Gedeckten zusammengefasst, von die ganz alten CFR-Bauarten aus 1872 zu die relativ modernen ex-DRG Gr20 "Kassel" und DRB Gms30 "Oppeln", über typischen VDEV-Bauarten wie die nach Musterblatt A II hierzulande als G10 bekannt. Hier muss man sagen das die CFR-eigenen G10 (also die, die für die Rumänische Staatsbahn in Deutschland vor den Ersten Weltkrieg, als Rumänien noch VDEV-Mitglied war, gebaut worden sind, z.B. bei M.A.N. in Nürnberg) sich in einige Merkmale von die "reinen deutschen" unterscheiden, vor allem bei die anordnung der Kastenverstärkungen und Lüftungs- bzw. Ladeklappen. Auch waren alle rumänische gedeckten Güterwagen prinzipiell für die Beförderung von Getreide geeignet, hätten also alle Entleerungsklappen im Wagenboden.


    Ein G10, allerdings in die ab die 1920ern verstärkte-Version gibt es bekanntlich bei Lenz, und die Verstärkungsstreben zu entfernen ist nicht unbedingt sehr einfach. Gab es aber nicht vor lange, lange Zeit auch ein altes Modell von Pola?


    Nach den Gr20 "Kassel"-Umbau auf Lenz-Basis folgt bei mir nun ein Gms30 "Oppeln" von Brawa, das Grundmodell ist schon angeschafft und bereits zerlegt. Hier besteht die Möglichkeit, den Wagen als ganz normaler Gvf bzw. Gglkm (also normaler gedeckter) oder schon als Werkstattwagen umzubauen (ab etwa 1970 bis heute), wie hier abgebildet (Vorbildfoto von meinen Kollegen Florin Vornicu):

  • Hallo,


    Aus den OSM/Dora Kesselwagen lassen sich viele CFR-Versionen machen. Neben die ganz normalen Kesselwagen für die Beförderung von Ölprodukte (heute ist es leider in Vergessenheit geraten, aber in die 1930ern verfügte Rumänien über die grösste Flotte Kesselwagen in Europa - nicht zuletzt wegen die Ölfelder rund um Ploesti / jetzt Ploiesti) gibt es auch ein Paar "exoten" die mich besonders reizen.


    Als erster (und bereits bei mir in Bau) kann man daraus ein Getreidewagen ableiten (siehe Originalfoto, Muzeul CFR Sammlung Radulescu). Kesselwagen als Getreidewagen? Bei die Rumänen ist das möglich, und sogar als G-Wagen eingereiht! Man muss "nur" das Kessel 180 Grad umdrehen, zwei neue Domen "einplfanzen", die Bühnen verlängern bzw. die Leitern umsetzten und unten am Rahmen die vier Enteerungsklappen machen, und schon hat man ein rumänischen Getreidewagen der 1960er Jahren der in seine Jügend Schweröl befördert hat. Mit seine Rotbraune Lackierung wird das ein Blickfang auf meine Bahnhof sein.


    Nicht in Rotbraun sondern in Grau gehalten ist den zweiten Exot. Es handelt sich um einen isolierten Wasserwagen der Lazarettzug der Regionaldirektion Bukarest, der noch 1980 so unterwegs war (Originalfoto Serban Lacriteanu, Sammlung Radulescu). Hier muss man praktisch alles mit einen Holzkasten auf Metallgerippe "verkleiden". Die einzige Frage, soll "Holz" in 1/45 auch aus Holz bestehen oder halt aus eingeritztes Polystirol?

  • Für heute folgt ein altbekannten ex-deutschen Pwg, scheinbar ein ehemaligen Pwg pr.14.


    Den Einsatz solche Wagen bei die CFR war mir bis vor kurzem unbekannt, denn Güterzugbegleitwagen gab es bei die CFR nach den Zweiten Weltkrieg nur in begrenzten Umfang, generell fest gekuppelt mit die örtliche Rangierlok als sogenannte "grupa de manevra" ("Rangiergruppe" oder "Rangiereinheit"). Es wurden aber generell andere Wagentypen verwendet, generell solche die bei Astra Arad in die 1930ern gebaut worden sind (auch ein schönes Umbauprojekt eines G10).


    Es gab aber auch einige wenige ehemaligen DRB-Güterzugpackwagen. Und genau einen solchen zeigt mein Foto aus den Sammlung Serban Lacriteanu. Es handelt sich um einen Teil aus einen Farbdia aus 1961 (!!!) der die CFR 50.519 (eine pr. G10) beim rangieren (mit blauen Spitzensignal rechts vorne) zwischen Faurei und Braila zeigt. Neben andere interessante Details auf Schiene und Strasse ist dort ein ex-preussischen Pwg zu sehen, ziemlich unverändert und grün oder graugrün lackiert - was ebenfalls eine Besonderheit darstellt. Den Betriebsnummer ist leider nicht auszumachen, man kann nur schwach "CFR" am Wagenkasten lesen.


    Auf jeden Fall, Grund genug für mich auf die Version von Lenz ohne Kastenverstärkungen zu warten und dann zum Skalpell zu greifen...

  • Hallo Horia!


    Mich bewundert Deine begeisterung fuer Eisenbahnen, aber hauptsaechlich Fotos, welche hattest Du hier gezeigt! Als LKW Fahrer hatte Ich in "Tovaresul Ceausescu" Zeit Rumaenien oft besuchen, und weiss Ich, wie Schwer, oder Gar unmoeglich und gefaerlich war Eisenbahnen Fotografieren! Noch nach Wende wollte Ich in Papierwerk Busteni Die Fantastiche Schmalspurlok abmessen und fotografieren, was aber Mein unerwuenschte Besuch auf MILITIA Wache als folge hatte. Als Freund Tschechische, also fuer Unsere Deutsche Freunde fremde Bahnen, und Zeuge ahnlichen politischen System wuensche Ich Dir viel Erfolg und Spass mit Unsere gemeinsame Hobby.


    Vladimír aus Tschechien

  • Hallo Vladimir,


    Nun, fotografieren in Rumänien ist noch heute teilweise eine heikle Sache... Ich bin schon mal von "überempfindichen Eisenbahnern" mit Schottersteine beworfen worden weil ich die eine oder andere Lok oder Wagen fotografiert habe. Manche haben es nicht mal jetzt, fast 25 Jahren nach der Wende verstanden, das es sich beim Rollmaterial um keinen Staatsgeheimnis handelt... :huh:
    Die Devise lautet noch heute "lieber hier bei uns verschrotten lassen oder alles klauen bis es nichts mehr gibt als im Ausland verkaufen oder die Ausländer zulassen, es zu messen oder fotografieren". Und da ich im Ausland wohne, werde ich inzwischen auch fast als "Ausländer" betrachtet...


    Anderseits, auch wenn die heutige Bahn dort zumindestens genau so vielfältig ist als früher, ist extrem viel inzwischen verschrottet worden. In die 1970ern und 1980ern waren aber noch viele alte Fahrzeuge unterwegs oder zumindestens noch erhalten, und es ist schade das viele damals nicht fotografiert oder dokumentiert worden sind.


    Zugegeben, viele Fotos aus meine Sammlung stammen auch von Hobbykollegen aus den (westlichen) Ausland - für Westeuropäer war es sicherlich nicht einfacher zu fotografieren damals, die verfügten aber zumindestens um das nötigen Material :)
    Manche Fotos sind aber auch "aus die Tüte" oder "durch den Hemd" gemacht worden :D

  • Hallo,


    Als nächstes Projekt (und derzeit, der letzte der auf meinen Arbeitstisch liegt - an zu viele Sachen gleichzeitig zu arbeiten ist auch nicht optimal) zeige ich jetzt einen Uces der CFR (UIC Ucs) auf Basis der Ucs 908 der DB von Brawa.


    Der Wagen ist nicht fertig, denn es fehlen noch die CFR-typischen Bühnen (auf eine Seite inklusive Handbremse), andere Details und natürlich die Beschriftung. Die Puffer mussen ebenfalls noch ersetzt werden, denn bei die CFR wurden bei diese Bauart keine "Elefantenfüsse" verwendet.
    Auch sind bei die Form der Staubbehältern sowie der Blechverkleidung einige Komprimisse in Kauf zu nehmen (siehe Vorbildfoto, Archiv Muzeul CFR, Sammlung Radulescu), aber wie mehrmals gesagt mir war den Gesamteindruck wichtiger als ein akribischer (und viel Zeitintensiver) Nachbau.

  • Hallo,


    Ein Paar Antworten oben habe ich der Vorbild des CFR ex-DR(G) oder besser gesagt ex-KPEV Pg / Pwg gezeigt. Das Foto ist nicht optimal aber besser als nichts :D


    Beim CFR Pg (in Rumänien als "Furgon pentru trenuri de marfuri" bezeichnet) handelt es sich um einen Umbau; den Kasten entspricht ziemlich genau den Musterblatt IIa 13a, mit ein Paar späteren Umbauten. Es sind keine Kastenverstärkungen vorhanden, die hinteren Fenstern sind verschwunden und der Fenster der Zugchef-Abteil entspricht eine ältere Bauform. Das heist das entweder lackiert man ein Lenz-Pwg pr.14 um und akzeptiert die Kompromisse, oder es gibt relativ viel zu tun um ein passendes Ergebniss zu bekommen.


    Ich habe natürlich den zweiten, komplizierteren Weg gewählt. Denn was ist schöner an unseren Hobby als Selbst- und Umbau? :D


    Als Basis nahm ich die frühe Epoche III-Version des Lenz Pwg pr.14, also die ohne Kastenverstärkungen. Diese hat aber leider Fenstern in die Seitentüren und diese zu entfernen war mir etwas zu aufwändig. Glücklicherweise wurde mir hier Hilfe seitens der Hersteller angeboten, und ich bekam zwei Türen ohne Fenstern. Die Firma Lenz sei an diese Stelle herzlichst bedankt! :thumbup:


    Dann musste man die hinteren Seitenfenstern entfernen. Dazu wurden die Fenstergläsern und -kreuze rausgeschnitten und passende Füllstücke (aus die jetzt überflüssigen Originaltüren) eingesetzt. Man merkt das den Bretterabstand nicht identisch mit der den Seitenwandbrettern ist - was aber nicht weiter schlimm ist, denn beim Vorbild handelte sich auch um einen rumänischen "Umbau" und bei viele Wagen Brettern in verschiedenen Breiten verwendet worden sind.

  • Wenn man genau arbeitet bleiben die Spachtel- und Schleifarbeiten in Grenzen. Daher ist es wichtig die Einsätze richtig zu positionieren. Da die Ursprungsteile (Seitentüren) nämlich schmaler als die Kastenwänden sind, habe ich diese auf die Hinterseite mit 0,25er Polystirol "gefuttert" und erst dann passgenau eingeklebt. Es folgten mehreren Gänge spachteln und schleifen bis man eine ebene Flache bekam. Dann wurde alles leicht grundiert.

  • Nachdem alles zusammen passte wurde den Kasten lackiert. Ich habe RAL 6020 Chromoxidgrün verwendet, Farbton der die damalige rumänische Farbe "verde de oxid" (oxidgrün) recht nahe kommt. Den Dach wurde Mittelgrau gespritzt, ähnlich zu die anderen CFR-Güterwagen. Eine Alterung des Kastens ist ebenfalls geplant, allerdings erst nachdem die Beschriftung drauf ist.


    Die Lenz-Kurzkupplungskulissen habe ich entfernt, da bei mir nicht gebraucht. Diese wurden aber gelagert, weil man weiss es nie ob die nicht irgendein Tag wieder gebraucht werden... ;)


    Innen habe ich bisher nur sehr wenig gemacht, sprich die Innenwände etwas "gealtert" (mit einen Wash aus verdünnte braunschwarze Farbe, um die Vertiefungen besser zu verdeutlichen). Eine komplette Inneneinrichtung werde ich nicht bauen, sondern nur die Zonen die durch die Seitentüren oder die wenige gebliebenen Fenstern zu sehen sind besser detaillieren.


    Anbei noch ein Paar Fotos der Wagen im aktuellen Zustand. Hoffe es gefällt! 8)

  • Hi,


    GMS 53- Darf ich fragen,


    Wo sehen Sie die kleinen Details kaufen? Wer ist WMK?


    Mfg


    Tim

    Pottendorf
    Ich spreche kein Deutsch, deshalb verwende ich eine Maschine. :S

    Edited once, last by Oldie ().

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